Wie entfernt man von einem Spiegel die Spiegelschicht definiert sodass ich
mitten im Spiegel einen schönen, sauberen rechteckigen Ausschnitt habe?
Ernst
Mechanisch mit einem Ceranfeld-Schaber.
Die Spiegelschicht ist harmlos, aber der Schutzlack drüber erfordert
etwas Kraft.
Durch den Griff ist ein gebremstes Arbeiten möglich.
Viel Erfolg
HJS
Hast du das schon mal gemacht, ich möchte einen schönen viereckigen Ausschnitt,
nicht zerfranselt, so ungefähr 550 x 100mm, als Lichtdurchlass.
Ernst
> Wie entfernt man von einem Spiegel die Spiegelschicht definiert sodass ich
> mitten im Spiegel einen schönen, sauberen rechteckigen Ausschnitt habe?
Verbleibende Fläche(n) abkleben, Sandstrahlen (lassen)
--
Rolf Sonofthies
Ich habe keine Erfahrung mit Sandstrahlen, der Lack ist ev. eher weich, geht da
Sandstrahlen auch, würde das Glas gleich noch mattiert bei genügend langer
Anwendung?
Ernst
> Ich habe keine Erfahrung mit Sandstrahlen, der Lack ist ev. eher weich, geht da
> Sandstrahlen auch,
ja
> würde das Glas gleich noch mattiert bei genügend langer Anwendung?
ja
--
Rolf Sonofthies
Was für Strahlmittel müsste ich nehmen?
Ernst
Für einen erster Versuch reicht Quarzsand aus dem Baumarkt,
den man zum Abstreuen von Fußböden verwendet.
Richtigen Abtrag erreicht man mit speziellem Korund, den
man allerdings fast nur in entsprechenden Betrieben bekommt.
Siehe Sandstrahlen im Branchenverzeichnis.
Allerdings ist der so abrassiv, dass der Sandstrahler aus
dem Baumarkt sehr schnell eine gaaanz große Düse bekommt!
HJS
>>> würde das Glas gleich noch mattiert bei genügend langer Anwendung?
>> ja
>
> Was für Strahlmittel müsste ich nehmen?
Quarzsand
--
Rolf Sonofthies
> Hast du das schon mal gemacht, ich möchte einen schönen viereckigen Ausschnitt,
> nicht zerfranselt, so ungefähr 550 x 100mm, als Lichtdurchlass.
Unfreiwillig mit einer Schraubendreherklinge .... :o(
und auch nicht so großflächig. Aber demnach müsste es auch
gezielt gehen. Matt wird es allerdings nicht - s.u.
HJS
> Hast du das schon mal gemacht, ich möchte einen schönen viereckigen Ausschnitt,
> nicht zerfranselt, so ungefähr 550 x 100mm, als Lichtdurchlass.
Ich denke mal, wenn Du den Ausschnitt vorher kräftig mit einem Cutter
vorschneidest, sollte da nichts ausfransen. Man muß halt beim Abschaben
nur aufpassen, daß man das Glas nicht zerkratzt. Einen Test an einem
alten Spiegel wäre es sicher wert.
Udo
>ich möchte einen schönen viereckigen Ausschnitt,
>nicht zerfranselt, so ungefähr 550 x 100mm, als Lichtdurchlass.
Das ließe sich auch umgekehrt bauen: Spiegelrahmen aus passenden
Streifen (Glaser), Spiegelkacheln o.ä. basteln und auf/hinter eine
Glasplatte montieren. Eventuell kann der Glaser auch einen Ausschnitt
herausbrechen, dann hätte man die Spiegelfläche am Stück.
>Ernst Keller schrieb:
Oder Milchglasfolie aus'm Baumarkt.
Jens
Erkundige dich mal, wie alt der Spiegel ist.
In früheren Zeiten, auch/gerade vor vor meinen Zeiten, wurden da
hochgiftige Substanzen verwendet.
Sondermüll, passende Handschuhe tragen. (Blei, Quecksilber zum Bleistift)
In Aachen gabs doch mal einen Spiegelhersteller?
Gruss Siggi
--
Der Maler. Garant für Schutz und Schönheit.
> integriert haben. Die alten Spiegel wurden mit verdünnter Salzsäure
> abgelaugt.
Silber in Salzsaeure ? Wohl kaum. Salpetersaeure geht besser.
Es gab allerdings auch Aluspiegel in den Zeiten der Wirtschaftskrise.
Den Decklack hingegen wird Natronlauge besser abloesen.
Als Abdeckung faellt nir so spontan nichts ein, vermutlich
erst mal it was laugenbestandigen, dann mit was sauerebestaendigem.
> Das ablaugen eines Ausschnittes dürfte sich schwierig gestalten. Einfacher
> ist es sicher den ganzen Spiegel ablaugen und dann
Kaum. Mit Silbernitrat? Wer entwickelt Photos noch selbst...
Die Spiegelschuicht der Industrie ist schon gut, die sollte
man drauflassen.
--
Manfred Winterhoff
> Silber in Salzsaeure ? Wohl kaum. Salpetersaeure geht besser.
Ja.
> Als Abdeckung faellt nir so spontan nichts ein, vermutlich
> erst mal it was laugenbestandigen, dann mit was sauerebestaendigem.
Wenn der Decklack säurefest ist (anzunehmen), könnte schon reichen,
diesen mechanisch per Schaber von der blankzuätzenden Stelle zu
entfernen, und den Lack als Maske zu nehmen.
Gruß Sevo
>Hallo
>
>Wie entfernt man von einem Spiegel die Spiegelschicht definiert sodass ich
>mitten im Spiegel einen schönen, sauberen rechteckigen Ausschnitt habe?
>
Danke für die vielen Ideen, da es ein Lichdurchlass gibt wäre Sandstrahlen(so
ein Werkzeug brauche ich sowieso noch) am Besten. Inzwischen hat der
Bademöbelbauer begriffen was ich will, bei der Glas-,/Spiegelfirma angefragt,
mein Wunsch ist kein Problem, ich muss es also nicht selber machen. Manchmal
ist es schon mühsam wenn man etwas ganz Gewöhnliches will und keine so modernen
Lampen wie runde, flache Energiesparlampen, T2 Röhren und auch keine T5,
sondern ganz normale 18W T8, da habe ich nähmlich die grösste Auswahl an
Lichtfarben und sind überall erhältlich. Jetzt hoffe ich nur dass die EVGs von
Osram länger halten als das was ich bis jetzt zu T5 Röhren erhalten habe.
Ernst
Siggi
--
Der Maler. Garant f�r Schutz und Sch�nheit.
> Warum nicht gleich kugelstrahlen
Kann man damit Glas mattieren? Bei Stahl ist's hinterher eher
"hammerschlag"-gemustert.
--
Rolf Sonofthies
>Rolf Sonofthies schrieb:
>> Ernst Keller schrieb:
>>
>>>>> würde das Glas gleich noch mattiert bei genügend langer Anwendung?
>>>> ja
>>>
>>> Was für Strahlmittel müsste ich nehmen?
>>
>> Quarzsand
>>
>>
>Warum nicht gleich kugelstrahlen
Gefühlsmäßig eher nicht.
Ich würde Glasmehl nehmen, da Quarzsand als Strahlmittel nicht gerade unkritisch
ist (Silikose).
Jens
Hoi Manfred,
Es war definitv verdünnte Salzsäure. Die alten Spiegel wurden in eine
Wanne gestellt und einige Tage drinnen gelassen. Anschließend wurden sie
wieder von Hand neu belegt. Das ist allerdings ca. 50 Jahre her. Heute
macht so etwas niemand mehr.
Pfiati
Franz
> Hoi Rolf,
> mit Sand geht es auf jeden Fall.
Ich weiß! ;-)
> die Scheibe ist dann natürlich matt.
> Sandstrahlen wurde früher praktiziert wenn man Muster auf Scheiben
> anbringen wollte (mittels Schablone. Ob das heute noch praktiziert wird
> kann ich nicht sagen.
Wird es!
> Bei Kugeln wäre ich eher vorsichtig.
Ich wüßte nicht, was die da bewirken sollen, aber vielleicht jemand anders?
--
Rolf Sonofthies
( Kugelstrahlen wird z.B. zur Sarnierung alter Betonböden eingesetzt)
Aber, für den Zweck des OP gibts doch Lacke, Säuren. Geeignetes Werkzeug
kaufen: perfekt.
Gruss Siggi
--
Der Maler. Garant für Schutz und Schönheit.
>>> Warum nicht gleich kugelstrahlen
>>
>> Kann man damit Glas mattieren? Bei Stahl ist's hinterher eher
>> "hammerschlag"-gemustert.
>>
> Ja,ja, nicht verstanden, weil du Kugelstrahlen nicht kennst?
>
> ( Kugelstrahlen wird z.B. zur Sarnierung alter Betonböden eingesetzt)
Da ich das Verfahren des Kugelstrahlens aus eigener Anschauung kenne,
bezweifle ich eben, dass sich damit Glas mattieren lässt. Ich kenne auch
die Unterschiede zum Glasperlenstrahlen und Sandstrahlen. Falls ich
nicht doch irgend eine wesentliche Entwicklung beim Kugelstrahlen
übersehen haben sollte bezweifle ich auch weiterhin die Einsetzbarkeit
bei Glas, denn: "Durch ein Schleuderrad werden Stahlkugeln mit hoher
Geschwindigkeit auf die zu bearbeitende Oberfläche geschlagen. Durch
einen Rückprallkanal gelangen die Kugeln zuück in den Vorratsbehälter.
Dabei wird das Strahlgut mitgenommen, von den Kugeln getrennt und
anschließend abgesaugt." soweit das Zitat eines Anbieters,
(<http://www.wiku-kugelstrahlen.de/index2.htm>) Ja, ich habe das
Ergebnis fast aller dieser Oberflächenbearbeitungsarten schon an Beton
und Edelstahl gesehen.
--
Rolf Sonofthies
Meinst du Das "r". OK, aber, mein Gott.... ;-)
Ich bin halt nicht der "King" der Tastatur.