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Wärme-Isolierung zwischen Garage und Wohnraum darüber

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Klaus Scheidgen

unread,
Nov 9, 2012, 11:10:36 AM11/9/12
to
Hallo liebe Werkler,
nachdem ich im Web und in den Groups reichlich herumgesucht habe, bin
ich verwirrter als vorher:

Ich mᅵchte fᅵr einen Bekannten mit einer schnellen und billigen Lᅵsung
die Decke zwischen einer Garage (Lagerraum, kein Auto) und dem darᅵber
liegenden Kinderzimmer isolieren, umd die Fuᅵkᅵlte dort zu reduzieren.

Der Plan nach dem bisherig Gelesenen ist:
6 cm Styroporplatten an die (Beton-) Decke, aber nicht geklebt, sondern
mit Schlagdᅵbeln (1-2 pro Platte) befestigt, weil ich einerseits nicht
den Aufwand betreiben will, die Decke so vorzubereiten, dass der Kleber
garantiert hᅵlt, und man soll da Ganze auch mal ohne Sauerei wieder
abnehmen kᅵnnen. Allerdings will ich die Stᅵᅵe der Platten miteinander
verkleben, damit sich dort keine 'Luftbrᅵcken' bilden.

Meine Fragen:
Ist das kompletter Blᅵdsinn (weil die Isolierung nicht funktioniert,
wenn die Platten nicht mit der Decke verklebt sind)?

Nimmt man zum Verkleben ausschlieᅵlich speziellen Styroporkleber, oder
geht auch Fliesenkleber (habe ich verschiedlich gefunden)?

Es gibt Dᅵmmplatten-Schlagdᅵbel mit Metall- und Plastiknᅵgeln. Bei der
Vorstellung 'Plastik-Nagel' schᅵttelt's mich leicht, andererseits bildet
Plastik keine Kᅵltebrᅵcke wie Metall. Kann man sowas unbedenklich
verarbeiten?

Habe ich noch was vergessen oder total falsch eingeschᅵtzt.

Ich danke euch fᅵr wissende Antworten!

Viele Grᅵᅵe
Klaus


--
-----------
Klaus Scheidgen
ksche...@web.de

S. H1

unread,
Nov 9, 2012, 11:25:27 AM11/9/12
to
Am 09.11.2012 17:10, schrieb Klaus Scheidgen:
> Hallo liebe Werkler,
> nachdem ich im Web und in den Groups reichlich herumgesucht habe, bin
> ich verwirrter als vorher:
>
> Ich möchte für einen Bekannten mit einer schnellen und billigen Lösung
> die Decke zwischen einer Garage (Lagerraum, kein Auto) und dem darüber
> liegenden Kinderzimmer isolieren, umd die Fußkälte dort zu reduzieren.
>
> Der Plan nach dem bisherig Gelesenen ist:
> 6 cm Styroporplatten an die (Beton-) Decke, aber nicht geklebt, sondern
> mit Schlagdübeln (1-2 pro Platte) befestigt, weil ich einerseits nicht
> den Aufwand betreiben will, die Decke so vorzubereiten, dass der Kleber
> garantiert hält, (usw)

in der Regel wird beides gemacht: verkleben und Dübel (die sind nicht
gerade billig)
zum vorbereiten Verkleben reicht ein Hochdruckreiniger. dann den Kleben
rundrum, also am Rand lang auftragen und 2 Kleckse in der Mitte.

nimm den vorgesehenen Kleber für die Platten.

dann löcher für die Schlagdübel bohren und Dübel einbringen.

warum eigentlich 6 cm, ich würde mindest 8 cm nehmen.

Die Platten würde ich auch verputzen

Grüße aus der Eifel
Steffen

Georg Wieser

unread,
Nov 9, 2012, 11:56:59 AM11/9/12
to
Am 09.11.2012 17:10, schrieb Klaus Scheidgen:
> Hallo liebe Werkler,
> nachdem ich im Web und in den Groups reichlich herumgesucht habe, bin
> ich verwirrter als vorher:
>
> Ich möchte für einen Bekannten mit einer schnellen und billigen Lösung
> die Decke zwischen einer Garage (Lagerraum, kein Auto) und dem darüber
> liegenden Kinderzimmer isolieren, umd die Fußkälte dort zu reduzieren.
>

Warum nicht oben dämmen? Solange nichts feuchtet kannst Du u.U von oben
mit minimalstem Aufwand maximalen Komfort erreichen.
Auch eine Styrodurdämmung oben wäre i.d.R. nach dem Taupunktrechner
möglich, solange Du jetzt nicht ne Sauna oben einbaust.

Problem könnte der Höhenversatz beim Eingang werden.

Aber rein von der Fußwärme lässt sich sicherlich was einfacheres und
günstigeres machen.

Harald Klotz

unread,
Nov 9, 2012, 12:24:51 PM11/9/12
to
Klaus Scheidgen wrote:

> Ich danke euch für wissende Antworten!

Unabhängig von einer Dämmung von unten wäre oben eine
Dämmunmg zu empfehlen, die vermutlich nicht sonderlich dick
ausfallen kann.
Dämmunterlage und dicker Teppich sollten gut gegen die
Fusskälte helfen.

Grüße Harald

Helmut Hullen

unread,
Nov 9, 2012, 12:59:00 PM11/9/12
to
Hallo, Georg,

Du meintest am 09.11.12:

>> Ich möchte für einen Bekannten mit einer schnellen und billigen
>> Lösung die Decke zwischen einer Garage (Lagerraum, kein Auto) und
>> dem darüber liegenden Kinderzimmer isolieren, umd die Fußkälte dort
>> zu reduzieren.
>>

> Warum nicht oben dämmen? Solange nichts feuchtet kannst Du u.U von
> oben mit minimalstem Aufwand maximalen Komfort erreichen.

Im Erdgeschoss unseres mehrstöckigen Hauses war danach der Holzfussboden
massiv verschimmelt. Die Dämmung auf diesem Fussboden war anscheinend
hinreichend dampfdicht.

Viele Gruesse!
Helmut

MaWin

unread,
Nov 9, 2012, 1:30:38 PM11/9/12
to
"Klaus Scheidgen" <ksche...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:k7j9ts$euf$1...@newsreader4.netcologne.de...

> 6 cm Styroporplatten an die (Beton-) Decke

Kein Styropor in der Garage,
dort herrschen besondere Brandschutzbedingungen.
Nimm Multipor, durchaus 10cm oder 2 x 5cm ᅵberlappend,
und man muᅵ bestimmte Dᅵbel (Feuerklasse) verwenden.

Richtig perfekt wird die Wᅵrmeisolierung nicht,
weil die Wᅵnde nach wie vor die Wᅵrme transportieren
und wie Kᅵhlbleche wirken. Man mᅵsste auch die Wᅵnde
der Garage wᅵrmeisolieren, falls es Aussenwᅵnde sind
innen und aussen, zumindest so 1m von oben.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net

Rolf Sonofthies

unread,
Nov 9, 2012, 3:01:04 PM11/9/12
to
Am 09.11.12 17:56, schrieb Georg Wieser:
> Am 09.11.2012 17:10, schrieb Klaus Scheidgen:

>> Ich möchte für einen Bekannten mit einer schnellen und billigen Lösung
>> die Decke zwischen einer Garage (Lagerraum, kein Auto) und dem darüber
>> liegenden Kinderzimmer isolieren, umd die Fußkälte dort zu reduzieren.
>
> Warum nicht oben dämmen? Solange nichts feuchtet kannst Du u.U von oben
> mit minimalstem Aufwand maximalen Komfort erreichen.

Nö, vor allem erreicht man bei einer Innendämmung schnell einen tollen
Kondensatausfall und in der Folge häufig Schimmelwachstum. In diesem
Fall ist das so gut wie sicher.

> Auch eine Styrodurdämmung oben wäre i.d.R. nach dem Taupunktrechner
> möglich, solange Du jetzt nicht ne Sauna oben einbaust.

Wieso ausgerechnet Styrodur? Ob XPS oder EPS ist hier völlig egal, bei
beiden fällt ohne zusätzliche Dampfsperre mit sauberer Anarbeitung an
aufgehende Bauteile Kondensat aus. Und in einer Sauna herrscht in
Bodennähe (wohlgemerkt nur dort!) keine nennenswert höhere Temperatur
als in normalen Wohnräumen - und auch keine höhere Luftfeuchte.

> Problem könnte der Höhenversatz beim Eingang werden.

Nicht nur könnte, sondern wird sicher, auch alle Böden möchten neu
belegt werden und die Türblätter gekürzt

> Aber rein von der Fußwärme lässt sich sicherlich was einfacheres und
> günstigeres machen.

Ja, die vom OP vorgesehene unterseitige Dämmung!


--
Rolf Sonofthies

Rolf Sonofthies

unread,
Nov 9, 2012, 3:17:30 PM11/9/12
to
Am 09.11.12 19:30, schrieb MaWin:

>> 6 cm Styroporplatten an die (Beton-) Decke
>
> Kein Styropor in der Garage,
> dort herrschen besondere Brandschutzbedingungen.

Ja, aber in allen Bundesländern in D nur bei Mittel- und Großgaragen
sowie tlw. bei unterirdischen ungelüfteten Garagen. Genaueres steht in D
in der Garagenverordnung des jeweiligen Bundeslandes, die unterscheiden
sich nämlich. Ob der OP eine Großgarage hat, wage ich zu bezweifeln,
aber das kann er ja schreiben.

Styropor dürfte also wahrscheinlich zulässig sein. Ob man ein Material
an der Decke haben will, welches im Brandfall brennend abtropft, ist
eine andere Frage, die jeder für sich beantworten muss.

> Nimm Multipor, durchaus 10cm oder 2 x 5cm überlappend,

Es gibt noch andere, leicht zu verarbeitende, gut dämmende und nur
unwesentlich teurere Dämmstoffe, insbesondere plattenförmige
Mineralfaser mit gebundener Oberfläche. Spätestens nach einem Anstrich
können sich daraus auch keine Fasern mehr lösen.

> und man muß bestimmte Dübel (Feuerklasse) verwenden.

Auch diese Dübelfrage stellt sich nur für die Mittel- und Großgaragen
und nicht in allen Bundesländern sonst reichen die von den Herstellern
empfohlenen mineralischen Kleber.

> Richtig perfekt wird die Wärmeisolierung nicht,
> weil die Wände nach wie vor die Wärme transportieren
> und wie Kühlbleche wirken. Man müsste auch die Wände
> der Garage wärmeisolieren, falls es Aussenwände sind
> innen und aussen, zumindest so 1m von oben.

Dem wiederum stimme ich jetzt ausdrücklich zu!


--
Rolf Sonofthies

Martin Xander

unread,
Nov 9, 2012, 5:03:35 PM11/9/12
to
Am 09.11.2012 21:01, schrieb Rolf Sonofthies:

>> Warum nicht oben dämmen? Solange nichts feuchtet kannst Du u.U von oben
>> mit minimalstem Aufwand maximalen Komfort erreichen.
>
> Nö, vor allem erreicht man bei einer Innendämmung schnell einen tollen
> Kondensatausfall und in der Folge häufig Schimmelwachstum. In diesem
> Fall ist das so gut wie sicher.

Oben dämmen ist doch aber die typische Bauweise eines Erdgeschoß
Fußbodens. Ob jetzt unten eine Garage oder ein unbeheizter Keller ist,
kann die Wärmedämmung ja nicht wissen ;-)

Rolf Sonofthies

unread,
Nov 9, 2012, 6:13:34 PM11/9/12
to
Am 09.11.12 23:03, schrieb Martin Xander:

>>> Warum nicht oben dämmen? Solange nichts feuchtet kannst Du u.U von oben
>>> mit minimalstem Aufwand maximalen Komfort erreichen.
>>
>> Nö, vor allem erreicht man bei einer Innendämmung schnell einen tollen
>> Kondensatausfall und in der Folge häufig Schimmelwachstum. In diesem
>> Fall ist das so gut wie sicher.
>
> Oben dämmen ist doch aber die typische Bauweise eines Erdgeschoß
> Fußbodens.

Nein, bauphysikalisch einfach falsch (rechne es selbst aus:
<http://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/>) und deshalb auch
keineswegs typisch.

> Ob jetzt unten eine Garage oder ein unbeheizter Keller ist,
> kann die Wärmedämmung ja nicht wissen ;-)

Das stimmt, tut aber auch nichts zur Sache.

--
Rolf Sonofthies

Bernd Nebendahl

unread,
Nov 10, 2012, 12:04:25 AM11/10/12
to
Es ist vielleicht noch nicht bei jedem Neubau üblich, aber die Dämmung
*unter* der Bodenplatte ist durchaus möglich (und auch sinnvoll, wie
Rolf angemerkt hat). Ich hab mal einen link aus 2010 angehängt:

<http://www.baulinks.de/webplugin/2010/0783.php4>

Wenn man einen kalten Keller will (weil z.B. die Garage ebenfalls unter
dem Haus ist) ist die einzig richtige (weil 100% wärmebrückenfreei)
Lösung aus meiner Sicht, einen Keller mit Decke zu bauen und darauf das
System wie im Link anzuwenden (haben wir deshalb schon vor 3 Jahren so
gemacht, es gibt keine anderen lastübertragenden Element als die Dämmung).

Jochen Kriegerowski

unread,
Nov 10, 2012, 2:16:48 AM11/10/12
to
Am 10.11.2012 06:04, schrieb Bernd Nebendahl:

> Es ist vielleicht noch nicht bei jedem Neubau üblich, aber die Dämmung
> *unter* der Bodenplatte ist durchaus möglich

Nach dem was ich so an Neubauten erlebe oder mitmache, ist das
inzwischen die Standardvariante. Die Bodenplatte wird durchweg auf
eine Dämmschicht gegossen.

Gruß
Jochen

Rolf Sonofthies

unread,
Nov 10, 2012, 3:05:48 AM11/10/12
to
Am 10.11.12 06:04, schrieb Bernd Nebendahl:

> Es ist vielleicht noch nicht bei jedem Neubau üblich, aber die Dämmung
> *unter* der Bodenplatte ist durchaus möglich (und auch sinnvoll, wie
> Rolf angemerkt hat). Ich hab mal einen link aus 2010 angehängt:
>
> <http://www.baulinks.de/webplugin/2010/0783.php4>
>
> Wenn man einen kalten Keller will (weil z.B. die Garage ebenfalls unter
> dem Haus ist) ist die einzig richtige (weil 100% wärmebrückenfreei)
> Lösung aus meiner Sicht, einen Keller mit Decke zu bauen und darauf das
> System wie im Link anzuwenden (haben wir deshalb schon vor 3 Jahren so
> gemacht, es gibt keine anderen lastübertragenden Element als die Dämmung).

Es gibt mindestens einen anderen Dämmstoff, der lastabtragend unter
Gründungen eingesetzt werden kann: Schaumglas, wahlweise in Plattenform
oder als Schotter.

--
Rolf Sonofthies

Maria Bin

unread,
Nov 10, 2012, 3:14:01 AM11/10/12
to
Rolf Sonofthies schrieb:
Bei Einzelfundamenten ist das aufwändig und teuer wie hier dargestellt:

> http://www.vpi-hessen.de/CMS/cms/upload/pdf/23tes/Wrmedmmung_unter_Grndungen_-_Skript.pdf

Wäre dann die Schlussfolgerung, durchwegs Flächengründungen auszuführen?
Je nach Baugrundverhältnissen kann das einen Bodenaustausch erfordern....

Maria


Bernd Nebendahl

unread,
Nov 10, 2012, 6:12:38 AM11/10/12
to
On 2012-11-10 09:05, Rolf Sonofthies wrote:
> Am 10.11.12 06:04, schrieb Bernd Nebendahl:
>
>> Es ist vielleicht noch nicht bei jedem Neubau ᅵblich, aber die Dᅵmmung
>> *unter* der Bodenplatte ist durchaus mᅵglich (und auch sinnvoll, wie
>> Rolf angemerkt hat). Ich hab mal einen link aus 2010 angehᅵngt:
>>
>> <http://www.baulinks.de/webplugin/2010/0783.php4>
>>
>> Wenn man einen kalten Keller will (weil z.B. die Garage ebenfalls unter
>> dem Haus ist) ist die einzig richtige (weil 100% wᅵrmebrᅵckenfreei)
>> Lᅵsung aus meiner Sicht, einen Keller mit Decke zu bauen und darauf das
>> System wie im Link anzuwenden (haben wir deshalb schon vor 3 Jahren so
>> gemacht, es gibt keine anderen lastᅵbertragenden Element als die
>> Dᅵmmung).
>
> Es gibt mindestens einen anderen Dᅵmmstoff, der lastabtragend unter
> Grᅵndungen eingesetzt werden kann: Schaumglas, wahlweise in
> Plattenform oder als Schotter.
>
Stimme voll zu. Da ist mir ein Schreibfehler unterlaufen. Es sollte
heissen, "ein System wie z.B. im link". Es gibt wahrscheinlich
inzwischen einige Anbieter (mineralisch, polymer). Tatsᅵchlich wurde bei
uns *nicht* das System verwendet (es war nur der erste Treffer bei
google, den ich dann beispielhaft angehᅵngt habe).

Bernd

PS Die Fragestellung des OP Postes ist ja eine andere gewesen. Im Grunde
glaube ich generell, dass eine Aussendᅵmmung einer Innendᅵmmung immer
ᅵberlegen ist (die Kellerdecke zu dᅵmmen ist ja eine "Aussendᅵmmung")

Rolf Sonofthies

unread,
Nov 10, 2012, 7:20:14 AM11/10/12
to
Am 10.11.12 09:14, schrieb Maria Bin:

>> Es gibt mindestens einen anderen Dämmstoff, der lastabtragend unter
>> Gründungen eingesetzt werden kann: Schaumglas, wahlweise in Plattenform
>> oder als Schotter.
>
> Bei Einzelfundamenten ist das aufwändig und teuer wie hier dargestellt:
>
>> http://www.vpi-hessen.de/CMS/cms/upload/pdf/23tes/Wrmedmmung_unter_Grndungen_-_Skript.pdf
>
> Wäre dann die Schlussfolgerung, durchwegs Flächengründungen auszuführen?

Wenn der Boden es zulässt: Ja. Aber vom Ein- bis Zweifamilienhaus
abgesehen ist in den wenigsten Fällen der gesamte Baukörper temperiert.
Und wenn der temperierte Baukörper erst mit der Tiefgaragendecke
beginnt, stellt die Pfahlgründung keine nennenswerte Wärmebrücke mehr dar.

> Je nach Baugrundverhältnissen kann das einen Bodenaustausch erfordern....

Ja, kann. Ist mir aber noch nicht in nennenswertem Umfang begegnet - was
aber nichts heißt.

Ich leite 'mal nach d.s.a um, weil Gründungsdämmungen nicht mehr so
recht unter "heimwerken" fallen.
--
Rolf Sonofthies

Georg Wieser

unread,
Nov 10, 2012, 9:20:22 AM11/10/12
to
Am 10.11.2012 00:13, schrieb Rolf Sonofthies:
> Am 09.11.12 23:03, schrieb Martin Xander:
>
>>>> Warum nicht oben dämmen? Solange nichts feuchtet kannst Du u.U von oben
>>>> mit minimalstem Aufwand maximalen Komfort erreichen.
>>>
>>> Nö, vor allem erreicht man bei einer Innendämmung schnell einen tollen
>>> Kondensatausfall und in der Folge häufig Schimmelwachstum. In diesem
>>> Fall ist das so gut wie sicher.
>>
>> Oben dämmen ist doch aber die typische Bauweise eines Erdgeschoß
>> Fußbodens.
>
> Nein, bauphysikalisch einfach falsch (rechne es selbst aus:
> <http://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/>) und deshalb auch
> keineswegs typisch.
>
Ich hatte es mit einer 6cm Dämmung mal gerechnet und es kam raus, daß es
im grünen Bereich lag. Irgendwas mit Problemen ist nicht zu rechnen....

Martin Xander

unread,
Nov 10, 2012, 12:32:20 PM11/10/12
to
Am 10.11.2012 06:04, schrieb Bernd Nebendahl:

> Es ist vielleicht noch nicht bei jedem Neubau üblich, aber die Dämmung
> *unter* der Bodenplatte ist durchaus möglich (und auch sinnvoll, wie
> Rolf angemerkt hat).

Richtig. Sofern man entweder keinen Keller will oder es ein warmer
Keller werden soll.


> Wenn man einen kalten Keller will (weil z.B. die Garage ebenfalls unter
> dem Haus ist) ist die einzig richtige (weil 100% wärmebrückenfreei)
> Lösung aus meiner Sicht, einen Keller mit Decke zu bauen und darauf das
> System wie im Link anzuwenden (haben wir deshalb schon vor 3 Jahren so
> gemacht, es gibt keine anderen lastübertragenden Element als die Dämmung).

Da zwischen Kellerdecke und Hausbodenplatte keine richtige Verbindung
ist, hätte ich Angst, daß beides auseinanderdriftet. Ist diese Angst
grundlos? Hast du ein Passivhaus, weil du es so gemacht hast?

Die Wärmebrückenproblematik hat man dabei übrigens dann immer noch im
Treppenhaus. Es sei denn man macht einen Außenkellerzugang. Aber wer
will das schon.

Martin Xander

unread,
Nov 10, 2012, 12:34:27 PM11/10/12
to
Am 10.11.2012 00:13, schrieb Rolf Sonofthies:

> Nein, bauphysikalisch einfach falsch (rechne es selbst aus:
> <http://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/>) und deshalb auch
> keineswegs typisch.

Was ist dann deiner Meinung der typische Aufbau eines Erdgeschoßfußboden
samt Kellerdecke??

Martin Xander

unread,
Nov 10, 2012, 1:27:00 PM11/10/12
to
Am 10.11.2012 09:05, schrieb Rolf Sonofthies:

> Es gibt mindestens einen anderen Dämmstoff, der lastabtragend unter
> Gründungen eingesetzt werden kann: Schaumglas, wahlweise in Plattenform
> oder als Schotter.

Schaumglas habe ich bei einem Ziegelmassiv-Passivhaus unter
nichttragenden Wänden gesehen. Bei den tragenden Wänden haben sie
dagegen Kimmsteine aus dem Kalksandsteinebau eingesetzt.


Martin Xander

unread,
Nov 10, 2012, 1:28:52 PM11/10/12
to
Am 10.11.2012 09:05, schrieb Rolf Sonofthies:

> Es gibt mindestens einen anderen Dämmstoff, der lastabtragend unter
> Gründungen eingesetzt werden kann: Schaumglas, wahlweise in Plattenform
> oder als Schotter.

Schaumglas habe ich bei einem Ziegelmassiv-Passivhaus auch unter
Message has been deleted

Rolf Sonofthies

unread,
Nov 10, 2012, 2:10:38 PM11/10/12
to
Am 10.11.12 18:34, schrieb Martin Xander:
Da heute bei Wohngebäuden "typischerweise" die Gebäudehülle identisch
ist mit der thermischen Trennung von innen und außen, liegt auf der
Kellerdecke lediglich eine Trittschalldämmung, bei Fußbodenheizungen
zusätzlich eine (dünne) Wärmedämmung, denn der Keller ist heute immer
temperiert. Der Keller aber ist dann entweder innenseitig auf der
Bodenplatte mit Dampfsperre oder aussenseitig unter der Bodenplatte gedämmt.

Den Fall "Dämmung einer EG-Decke" hat man typischerweise nur (noch) über
natürlich gelüfteten Mittel- oder Großgaragen zu lösen und dann wird
praktisch immer die TG-Decke unterseitig, also auf ihrer kalten Seite,
gedämmt.

--
Rolf Sonofthies

Rolf Sonofthies

unread,
Nov 10, 2012, 2:14:35 PM11/10/12
to
Am 10.11.12 19:28, schrieb Martin Xander:
> Am 10.11.2012 09:05, schrieb Rolf Sonofthies:
>
>> Es gibt mindestens einen anderen Dämmstoff, der lastabtragend unter
>> Gründungen eingesetzt werden kann: Schaumglas, wahlweise in Plattenform
>> oder als Schotter.
>
> Schaumglas habe ich bei einem Ziegelmassiv-Passivhaus auch unter
> nichttragenden Wänden gesehen.

Welchen Sinn dieses Material da haben soll, erschließt sich mir nicht.
Bei einer Innendämmung einer Bodenplatte läge es dort allerdings in der
richtigen Ebene.

> Bei den tragenden Wänden haben sie
> dagegen Kimmsteine aus dem Kalksandsteinebau eingesetzt.

Und weshalb nicht auch unter den nicht tragenden? Entweder auch dort
Kimmsteine oder irgendwelches PorenXXXmaterial.

--
Rolf Sonofthies

Rolf Sonofthies

unread,
Nov 10, 2012, 2:18:52 PM11/10/12
to
Am 10.11.12 18:32, schrieb Martin Xander:
> Am 10.11.2012 06:04, schrieb Bernd Nebendahl:

>> Wenn man einen kalten Keller will (weil z.B. die Garage ebenfalls unter
>> dem Haus ist) ist die einzig richtige (weil 100% wärmebrückenfreei)
>> Lösung aus meiner Sicht, einen Keller mit Decke zu bauen und darauf das
>> System wie im Link anzuwenden (haben wir deshalb schon vor 3 Jahren so
>> gemacht, es gibt keine anderen lastübertragenden Element als die
>> Dämmung).
>
> Da zwischen Kellerdecke und Hausbodenplatte keine richtige Verbindung
> ist, hätte ich Angst, daß beides auseinanderdriftet. Ist diese Angst
> grundlos?

Nur dann, wenn keine Horizontallasten (Wind, Erddruck) aufzunehmen sind.
Dieses Problem ist aber auch bei Dämmungen unter Bodenplatten zu lösen.

Nebenbei: Ich habe von einer derartigen Lösung extrem aufwändiger
doppelter Decken noch nie gehört. Gibt es dazu Veröffentlichungen?

--
Rolf Sonofthies

Rolf Sonofthies

unread,
Nov 10, 2012, 2:22:02 PM11/10/12
to
Am 10.11.12 15:20, schrieb Georg Wieser:

>>> Oben dämmen ist doch aber die typische Bauweise eines Erdgeschoß
>>> Fußbodens.
>>
>> Nein, bauphysikalisch einfach falsch (rechne es selbst aus:
>> <http://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/>) und deshalb auch
>> keineswegs typisch.
>>
> Ich hatte es mit einer 6cm Dämmung mal gerechnet und es kam raus, daß es
> im grünen Bereich lag. Irgendwas mit Problemen ist nicht zu rechnen....

Das glaube ich nicht. Der von mir verlinkte U-Wert-Rechner zeigt klar
das Gegenteil - unabhängig vom Dämmstoff (EPS oder XPS). Schaumglas
ginge wegen seiner (Fast-) Dampfdichtigkeit vielleicht, aber das kostet
etwa das dreifache!



--
Rolf Sonofthies

Georg Wieser

unread,
Nov 10, 2012, 3:35:19 PM11/10/12
to
also ich komm so hin, daß nur bei der OSB Platte obenauf eine zu hohe
Feuchte entsteht... egal.

Warum passiert bei mir zuhause nichts?
Laut Rechner ginge mein Hausboden im EG nicht

ungeheizter Raum im Keller 20cm Beton 5-6cm Styropor 5cm Estrich

geht laut dem Rechner auch nicht? Dürfte aber Standard in 80% aller
Häuser der letzten 30 Jahre sein?

Rolf Sonofthies

unread,
Nov 10, 2012, 4:05:29 PM11/10/12
to
Am 10.11.12 21:35, schrieb Georg Wieser:

>>> Ich hatte es mit einer 6cm Dᅵmmung mal gerechnet und es kam raus, daᅵ es
>>> im grᅵnen Bereich lag. Irgendwas mit Problemen ist nicht zu rechnen....
>>
>> Das glaube ich nicht. Der von mir verlinkte U-Wert-Rechner zeigt klar
>> das Gegenteil - unabhᅵngig vom Dᅵmmstoff (EPS oder XPS). Schaumglas
>> ginge wegen seiner (Fast-) Dampfdichtigkeit vielleicht, aber das kostet
>> etwa das dreifache!

> also ich komm so hin, daᅵ nur bei der OSB Platte obenauf eine zu hohe
> Feuchte entsteht... egal.

Da muss man ja jetzt nicht groᅵ rumgeheimnissen: Schreib doch einfach
"Deinen" Bodenaufbau mit den zugehᅵrigen Daten hier rein oder erstelle
mit dem U-Wert-Rechner ein pdf und lade das irgendwo hoch, dann lᅵsst
sich das wunderbar nachvollziehen.

> Warum passiert bei mir zuhause nichts?

Vielleicht sind die realen Temperaturverhᅵltnisse etwas anders als im
idealisierten Rechenmodell oder variieren zeitlich oder es gibt
zusᅵtzlich eine funktionierende Dampfsperre oder die OSB-Platte ist real
dichter als theoretisch oder ... es gibt weitere noch kᅵltere
Grenzflᅵchen, an denen es viel eher zum Tauwasserausfall kommt, ...
vielleicht gibt es ein Problem und Du hast es nur noch nicht entdeckt
.... oder viele andere Mᅵglichkeiten.

> Laut Rechner ginge mein Hausboden im EG nicht
> ungeheizter Raum im Keller 20cm Beton 5-6cm Styropor 5cm Estrich
> geht laut dem Rechner auch nicht?

korrekt, "geht" schon, hat aber ein Kondensationsproblem

> Dᅵrfte aber Standard in 80% aller Hᅵuser der letzten 30 Jahre sein?

Wie ich schon mehrfach schrieb: Nein, dᅵrfte nicht Standard sein, war
es auch nicht, jedenfalls nicht wᅵhrend der letzten 30 Jahre, vielleicht
Standard in den frᅵhen 60er bis spᅵten 70er Jahre, aber definitiv nicht
fachgerechte Regelbauweise der vergangenen ca. 25 Jahre.

--
Rolf Sonofthies

Martin Xander

unread,
Nov 10, 2012, 5:02:23 PM11/10/12
to
Am 10.11.2012 00:13, schrieb Rolf Sonofthies:

> Nein, bauphysikalisch einfach falsch (rechne es selbst aus:
> <http://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/>) und deshalb auch
> keineswegs typisch.

Ich habe es mal mit meinem EG Fuᅵbodenaufbau gemacht.
Ergebnis: Kein Tauwasseranfall

Aufbau:

60mm Anhydridestrich
PE Folie
30mm Styropor
50mm alubeschichtetes PUR
180mm Stahlbeton
Nichtbeheizter Raum

PE Folie + Styropor ist eigentlich eine Fuᅵbodenheizungsplatte
"Tackersystem". So ganz bin ich mir bei den Schichtdicken nicht mehr
sicher, aber ungefᅵhr stimmt es.


Und mit dem Kellerbodenaufbau, auch kein Tauwasseranfall:

60mm Zementestrich
PE Folie
30mm Sytropor
20mm alubeschichtetes PUR
Bitumenschweiᅵbahn
250mm WU-Stahlbeton (weisse Wanne)
Erdreich, zeitweise Grundwasser

Die PE Folie + Styropor ist in machen Kellerrᅵumen auch das obige
Tackersystem.


Und um was es hier eigentlich geht, Wohnraum ᅵber Autogarage. Ergebnis:
Kein Tauwasseranfall:

60mm Anhydridestrich
PE Folie
30mm Styropor
50mm alubeschichtetes PUR
ca. 5mm blaues, geschᅵumtes Material (vermutlich Dampfsperre)
180mm Stahlbeton
egal ob direkt Auᅵenluft oder unbeheizter Raum


Bernd Nebendahl

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Nov 10, 2012, 6:46:01 PM11/10/12
to
On 2012-11-10 18:32, Martin Xander wrote:
> Da zwischen Kellerdecke und Hausbodenplatte keine richtige Verbindung
> ist, hᅵtte ich Angst, daᅵ beides auseinanderdriftet. Ist diese Angst
> grundlos? Hast du ein Passivhaus, weil du es so gemacht hast?
>
Ja, das ist ein Passivhaus.
> Die Wᅵrmebrᅵckenproblematik hat man dabei ᅵbrigens dann immer noch im
> Treppenhaus. Es sei denn man macht einen Auᅵenkellerzugang. Aber wer
> will das schon.
>
Weder noch. Das Treppenhaus "hᅵngt" qausi mit an der warmen Hᅵlle dran.
Die Treppenhauswᅵnde, die Treppe und der Treppenhausboden auf
Kelerniveau gehᅵren noch zur warmen Hᅵlle und sind entsprechend
isoliert. Die Tᅵr zum Keller ist eigentlich eine "Aussentᅵr".

Das einzige an Horizontallasten, was die Dᅵmmung abtragen muᅵ, sind die
Windkrᅵfte (das Haus steht sonst "frei", keine Hanglage). Warum sollte
da das Haus driften (ausserdem haben's Architekt und Statiker so
geplant, ich hoffe beiden verstehen ihr Handwerk). Wenn man mal die
Windkrᅵfte ᅵberschlᅵgt, sind die gar nicht so groᅵ im Vergleich zum
Gewicht (ist ein Massivbau aus Betonwᅵnden 14cm + 33cm Styropor
Dᅵmmung). Man braucht nur wenig Reibung, damit das ganze nicht
"weggeblasen" wird.
Im Prinzip ist es nicht mal schlimm, wenn sich die Dᅵmmung etwas setzt.
Das wᅵrde man nur an der Kellertᅵr bemerken. Die Wasser (Verbundrohr)
und Abwasserleitungen verlaufen senkrecht und sind im Keller frei,
sodass die die Bewegung mitmachen sollten, wenn's denn eine gibt.
Allerdings ist die Flᅵchenlast auf die Dᅵmmung niedriger als wenn jemand
zu Fuᅵ drᅵberlᅵuft.

Bernd

Bernd Nebendahl

unread,
Nov 10, 2012, 6:53:40 PM11/10/12
to
On 2012-11-10 20:18, Rolf Sonofthies wrote:
> Am 10.11.12 18:32, schrieb Martin Xander:
>> Am 10.11.2012 06:04, schrieb Bernd Nebendahl:
> Nur dann, wenn keine Horizontallasten (Wind, Erddruck) aufzunehmen
> sind. Dieses Problem ist aber auch bei Dᅵmmungen unter Bodenplatten zu
> lᅵsen.
>
> Nebenbei: Ich habe von einer derartigen Lᅵsung extrem aufwᅵndiger
> doppelter Decken noch nie gehᅵrt. Gibt es dazu Verᅵffentlichungen?
>
Nee, da gibt's nix. Ist das wirklich so viel aufwᅵndiger als andere
Lᅵsungen die das gleich erreichen? Keller und Haus wurden von
verschiedenen Unternehmen erstellt. Man spart doch eigentlich nur die
Kellerdecke?

Bernd

PS Natᅵrlich gibt's Wind (aber keinen Erddruck).

Jochen Kriegerowski

unread,
Nov 11, 2012, 2:14:06 AM11/11/12
to
Am 10.11.2012 22:05, schrieb Rolf Sonofthies:

>> Warum passiert bei mir zuhause nichts?
>
> Vielleicht sind die realen Temperaturverhältnisse etwas anders als im
> idealisierten Rechenmodell oder variieren zeitlich oder es gibt
> zusätzlich eine funktionierende Dampfsperre oder die OSB-Platte ist real
> dichter als theoretisch oder ... es gibt weitere noch kältere
> Grenzflächen, an denen es viel eher zum Tauwasserausfall kommt, ...
> vielleicht gibt es ein Problem und Du hast es nur noch nicht entdeckt
> .... oder viele andere Möglichkeiten.

Vermutlich sind die Rechenmodelle für ein "worst case scenario" aus-
gelegt, das im Normalfall nicht erreicht wird.
Ist ja bei anderen Sachen auch so: Auch wenn in der Bewehrung ein
Stab fehlt bricht die Brücke nicht gleich zusammen, und kein Flugzeug
stürzt ab wenn der Pilot die Landeklappen 2 Grad zu steiler stellt
als der Bodcomputer ihm als Maximalwert vorgibt.

Gruß
Jochen

Georg Wieser

unread,
Nov 11, 2012, 4:38:08 AM11/11/12
to
Aber deshalb möchte ich nicht ein Gebäude das ich nächstes Jahr
weiterbaue von Grund auf im "Grenzbereich" bauen ;-(

Jedoch ist die "Untendämmung" keine echte Alternative, da unten Garagen
sind und ich auch die ganzen Wärmebrücken über die Betondecke vehindern
will. Oben sind Gasbetonwände und ich würde gerne auf der
Fertigbetondecke dämmen. Da muß ich mich echt noch mal richtig damit
auseinandersetzen.

Ich hatte mir das so vorgestellt: auf die Bodenplatte maximal eine
hauchdünne Schüttung irgendwas damit die 6cm Styrodurplatten sauber
liegen. Dann ne 21er OSB. Darauf mit oder ohne Dampfbremse je nach
Bedarf Laminat.

Den Aufbau hab ich im Kleinen schon sehr erfplgreich (was das Wohngefühl
angeht) gemacht. Nächstes Jahr wären da 200m² dran....


So lange der Beton in der Fertigdecke über den Garagen/ unter dem
Fussboden der Büroräume nicht ganz austrocknet wäre mir das noch relativ
egal. Ein Problem das nicht auftreten soll ist Schimmel in den
Lager/Büroräumen.

Georg Wieser

unread,
Nov 11, 2012, 4:53:48 AM11/11/12
to
Am 10.11.2012 22:05, schrieb Rolf Sonofthies:

>
> Da muss man ja jetzt nicht groᅵ rumgeheimnissen: Schreib doch einfach
> "Deinen" Bodenaufbau mit den zugehᅵrigen Daten hier rein oder erstelle
> mit dem U-Wert-Rechner ein pdf und lade das irgendwo hoch, dann lᅵsst
> sich das wunderbar nachvollziehen.

So gerade eingegeben vonunten nach oben unten Garage, also unbeheizter
Raum, Decke aus Fertigbeton 20cm. Dann 80mm Styrodur (XPS?) dann 21mm
OSB VErlegeplatte dann Parkett.

Alles im grᅵnen Bereich. Ich wollte aber nur 6cm, dann schimpft der
Rechner, daᅵ sich mit knapp 4% zu viel Feuchte im Styrodur bildet.
(bilden kann) Ob das jetzt schon grenzwertig ist...

>
>> Warum passiert bei mir zuhause nichts?
>
> Vielleicht sind die realen Temperaturverhᅵltnisse etwas anders als im
> idealisierten Rechenmodell oder variieren zeitlich oder es gibt
> zusᅵtzlich eine funktionierende Dampfsperre oder die OSB-Platte ist real
> dichter als theoretisch oder ... es gibt weitere noch kᅵltere
> Grenzflᅵchen, an denen es viel eher zum Tauwasserausfall kommt, ...
> vielleicht gibt es ein Problem und Du hast es nur noch nicht entdeckt
> .... oder viele andere Mᅵglichkeiten.
>
>> Laut Rechner ginge mein Hausboden im EG nicht
>> ungeheizter Raum im Keller 20cm Beton 5-6cm Styropor 5cm Estrich
>> geht laut dem Rechner auch nicht?
>
> korrekt, "geht" schon, hat aber ein Kondensationsproblem
>
>> Dᅵrfte aber Standard in 80% aller Hᅵuser der letzten 30 Jahre sein?
>
> Wie ich schon mehrfach schrieb: Nein, dᅵrfte nicht Standard sein, war
> es auch nicht, jedenfalls nicht wᅵhrend der letzten 30 Jahre, vielleicht
> Standard in den frᅵhen 60er bis spᅵten 70er Jahre, aber definitiv nicht
> fachgerechte Regelbauweise der vergangenen ca. 25 Jahre.

So genau kennich mich auch nicht aus, aber ich habe definitiv noch kein
Privathaus mit unten gedᅵmmter Kellerdecke gesehen.
Die sind alle oben unter dem Estrich gedᅵmmt.
>

Rolf Sonofthies

unread,
Nov 11, 2012, 7:29:31 AM11/11/12
to
Am 11.11.12 00:53, schrieb Bernd Nebendahl:

>> ..., wenn keine Horizontallasten (Wind, Erddruck) aufzunehmen
>> sind. Dieses Problem ist aber auch bei Dᅵmmungen unter Bodenplatten zu
>> lᅵsen.
>>
>> Nebenbei: Ich habe von einer derartigen Lᅵsung extrem aufwᅵndiger
>> doppelter Decken noch nie gehᅵrt. Gibt es dazu Verᅵffentlichungen?
>>
> Nee, da gibt's nix. Ist das wirklich so viel aufwᅵndiger als andere
> Lᅵsungen die das gleich erreichen? Keller und Haus wurden von
> verschiedenen Unternehmen erstellt. Man spart doch eigentlich nur die
> Kellerdecke?

Ich wᅵrde es anders sehen: Das Haus benᅵtigt eine zweite Bodenplatte
(nᅵmlich die Platte ᅵber der Dᅵmmung), eine zusᅵtzliche Verstᅵrkung der
Kellerdecke und der tragenden Kellerwᅵnde. Da dᅵrften schon ein paar
Tonnen Bewehrungsstahl und hᅵhere Druckfestigkeiten des Mauerwerks als
Kostenfaktoren zusammenkommen, aber mᅵglich ist das. Und die Dᅵmmung ist
die selbe, wie unter der Kellerbodenplatte.

--
Rolf Sonofthies

Martin Xander

unread,
Nov 11, 2012, 10:55:53 AM11/11/12
to
Am 11.11.2012 10:53, schrieb Georg Wieser:

> So gerade eingegeben vonunten nach oben unten Garage, also unbeheizter
> Raum, Decke aus Fertigbeton 20cm. Dann 80mm Styrodur (XPS?) dann 21mm
> OSB VErlegeplatte dann Parkett.

Aus welchem Grund das teure XPS? Weshalb nicht PS (Styropor)?

Eigentlich kommt ja Wärmedämmung und eine Trittschalldämmung unter den
Estrich.

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