Ich frage mich gerade, wie man die Würfel der Cuboro Murmelbahn
(http://www.cuboro.de) nachbauen kann. Zum einen sind die Preise
jenseits von Gut und Böse, zum anderen ist das schlicht eine
Herausforderung für den Heimwerker... :)
Es sind Buchenholzwürfel mit einer Kantenlänge von 5cm, in die
Bohrungen bzw. Bahnen für die Murmeln gefräst sind. Die Würfel lassen
sich dann zu beliebigen Bahnen zusammenstellen.
Die meisten Varianten sind mit einer Oberfräse und einer geeigneten
Führung erstmal kein Problem. Das Problem sind aber Bohrungen, die
innerhalb des Blocks um die Kurve gehen oder die Ebene wechseln.
Hat jemand eine Idee, wie man das sinnvoll (mit welchem Werkzeug auch
immer) nachvollziehen kann? Ich dachte spontan erstmal an eine
Oberfräse mit Kugelfräskopf...
Ciao, ...Joachim
> Hat jemand eine Idee, wie man das sinnvoll (mit welchem Werkzeug auch
> immer) nachvollziehen kann? Ich dachte spontan erstmal an eine
> Oberfräse mit Kugelfräskopf...
Würde ich auch so sehen. Praktisch wirst Du das allerdings
niemals so hinkriegen, da die gängigen Fräser einen viel
zu kurzen Schaft haben.
Gruß
Gerd
2 halbe Würfel herstellen, Kurvenbahn-Vertiefung mit halbem 'Durchmesser'
einfräsen, Würfelhälfen zusammenleimen.
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de
Hmm, die Idee hat was. Allerdings müsste man die Schnittbreite dann
irgendwie zu den Rohabmessungen dazurechnen. Schließlich soll das Ganze
hinterher ja mit anderen Würfeln zusammenpassen...
Danke für den Tip!
-- Ciao, ...Joachim
[2 halbe Würfel herstellen, Kurvenbahn-Vertiefung mit halbem
'Durchmesser' einfräsen, Würfelhälfen zusammenleimen]
> Hmm, die Idee hat was. Allerdings müsste man die Schnittbreite dann
> irgendwie zu den Rohabmessungen dazurechnen. Schließlich soll das Ganze
> hinterher ja mit anderen Würfeln zusammenpassen...
Dann nimm als Klebstoff doch eine Holzleim-Holzspäne-Mischung um eine
etwas breitere Klebenaht zu erhalten. Holzmehl hast Du doch ...
schleifen und Oberflächenbehandlung wären dabei dann kein Problem.
Oder ist die Schnittbreite dazu schon zu groß?
Ich habe zwar einen Tischler als Vater, aber von der Anwendungstechnik
der Maschinen leider keine Ahnung. :-(
Andrea
--
Webverzeichnis für Heimwerker: http://www.d-r-h.de/db/
Andrea Glatthor schrieb:
Joachim schrieb:
>Allerdings müsste man die Schnittbreite dann
>irgendwie zu den Rohabmessungen dazurechnen
Nein, ich habe extra 2 halbe Würfel geschrieben und nicht Würfel halbieren. Wenn
du die 'Hälften' noch etwas größer lässt, kannt du noch justieren, bis alles
passt.
Halte uns auf dem Laufenden!
Walther
>Hat jemand eine Idee, wie man das sinnvoll (mit welchem Werkzeug auch
>immer) nachvollziehen kann? Ich dachte spontan erstmal an eine
>Oberfräse mit Kugelfräskopf...
Wie wär's den mit Bohrungen, die sich sinnreich im Würfel treffen?
Wenn ich mir das richtig vorstelle, geht ein 90°-Eck mit "eine Etage
runter" mit drei Sackloch-Bohrungen, und bei einer muß ein Dübel den
"Eingang" verschließen, oder?
Thomas Prufer
Thomas Prufer schrieb:
> Wenn ich mir das richtig vorstelle, geht ein 90°-Eck mit "eine Etage
> runter" mit drei Sackloch-Bohrungen, und bei einer muß ein Dübel den
> "Eingang" verschließen, oder?
Die Idee ist auch nicht schlecht. Dann gibts zwar recht eckige Bahnen,
aber es ist zumindest mit einfachen Mitteln machbar. Muß ich nochmal
drüber nachgrübeln... danke für den Tip! :)
-- Joachim
> die Bohrungen kann man z.B. mit einem Radiusfräser (gibt es mit kurzem
> und langem Schaft) oder mit einem Gesenkfräser herstellen. Darauf achten
> das der Fräser einen Zentrumschnitt hat (d.h. er schneidet über die
> Mitte, es gibt eine glatte Fläche).
> Ein Radiusfräser Durchmesser 20mm kostet ca. 29,40 Euro + MwSt.(kurz),
> 31,75 Euro + MwSt.(lang).
> Ein Gesenkfräser Durchmesser 20mm kostet ca. 39,10 Euro + MwSt.
> Oder man stellt sich an den Schleifbock und fertig sich aus einem
> normalen Spiralbohrer selber einen Radienbohrer her.
Vielen Dank für die Tipps - wo bekomme ich denn solche Fräser? Unter
einem Radiusfräser kann ich mir ja gerade noch etwas vorstellen, aber
was ist eine Gesenkfräser? Gibt es da irgendwo in Netz eine Abbildung?
Na, ich werde mal auf die Suche gehen. :)
-- Joachim
>.....erklär das noch mal anders.
Statt 'ner runden Bahn, rüber, runter, raus -- also statt einer Kurve
gerade Bohrungen, die sich sinnig treffen.
Besser?
Thomas Prufer
Idee aus der Theorie: Zumindest die Bohrung durch's Holz im 45°-Winkel
ausführen?
'Mal sehen, ob es mit einem Bildchen klappt (bitte mit
nicht-proportionalen Font betrachten):
+---+ +--+
| / / |
| / / |
|/ / |
' / |
/ |
/ |
| |
| |
+---------+
Das Ganze jetzt noch etwas stauchen ...
--
Josef Möllers (Pinguinpfleger bei FSC)
If failure had no penalty success would not be a prize
-- T. Pratchett
Thomas Prufer schrieb:
Danke für den Tip!
> 'Mal sehen, ob es mit einem Bildchen klappt (bitte mit
> nicht-proportionalen Font betrachten):
> +---+ +--+
> | / / |
> | / / |
> |/ / |
> ' / |
> / |
> / |
> | |
> | |
> +---------+
Ja, gerade funktioniert das sicher. Problematisch wirds nur bei den
Teilen, die dann auch noch die Ebenen wechseln, wie bspw. bei Würfel
Nr.7 im Standard-Set. Mal sehen, ob ich das skizzieren kann:
+---------+
| |
| |
| |
| |
+---------+---------+---------+
| | | |
| | / \ | |
| | \ / | |
| | | / \ |
+---------+---------+---\ /---+
| |
| |
| |
| |
+---------+
| |
| |
| |
| |
+---------+
Muß man sich jetzt zusammengeklappt vorstellen. Es geht also mittig in
den Würfel hinein, dann sofort um 90° nach recht unten und auf der
unteren Ebene wieder hinaus. Das dürfte bei fünf Zentimeter Kantenlänge
recht knapp werden. Da müsste man dann vielleicht wirklich von jeder
Seite bohren und dafür sorgen, daß sich die Bohrungen exakt treffen. Ich
glaube, ich besorge mir mal ein paar Rahmenhölzer und probiere das
einfach mal aus.
-- Ciao, ...Joachim
Vielen, vielen Dank für die guten Tips ! :)
Wenn ich mir die Würfel der einzelnen Sets so anschaue, dann müssten
sich eigentlich alle mit einem brauchbaren Fräser herstellen lassen. Das
Problem, das sich nun stellt, ist nur, wie man mit Hausmitteln einen
exakten und wiederholbaren Fräsvorgang hinbekommt. OK, mit einer CNC
Fräse wäre das alles kein Problem - aber auch keine Herausforderung ;)
Die Oberflächenbahnen sind dabei noch das einfachste - eine Oberfräse in
einem Maschinentisch, passende Höhe eingestellt und ein Führungssystem,
das den Würfel exakt auf einer Bahn hält, müsste es eigentlich tun.
Letzteres ist vermutlich nicht ganz so trivial, wie ich mir das
vorstelle, aber sicher machbar, weil es dabei nur um eine
zweidimensionale Führung geht. Die direkten Bohrungen sind auch kein
Problem, die schrägen ebenfalls nicht. Nur die inneren Bahnen mit
Richtungswechsel sind noch ein harter Brocken... Aber das ist ja der
Reiz an der Sache... :)
Ciao, ...Joachim
> Die Oberflächenbahnen sind dabei noch das einfachste - eine Oberfräse in
> einem Maschinentisch, passende Höhe eingestellt und ein Führungssystem,
> das den Würfel exakt auf einer Bahn hält, müsste es eigentlich tun.
> Letzteres ist vermutlich nicht ganz so trivial, wie ich mir das
> vorstelle, aber sicher machbar, weil es dabei nur um eine
> zweidimensionale Führung geht. Die direkten Bohrungen sind auch kein
> Problem, die schrägen ebenfalls nicht. Nur die inneren Bahnen mit
> Richtungswechsel sind noch ein harter Brocken... Aber das ist ja der
> Reiz an der Sache... :)
Ich wollte es Dir anfangs schon dazuschreibenm wollte Dich aber nicht
gleich demotivieren :-) Du wirst es in der Genauigkeit nicht hinkriegen
(oder zumindest nicht zufriedenstellend). Ich würde mit mind. 1 bis 1,5 mm
Abweichung rechnen.
Die oberflächlichen Bahnen sind sicherlich einfach, aber alles andere?
Insbesondere die Aussage, daß die *schrägen* Bohrungen kein
Problem seien lassen in mir den Verdacht aufkommen, daß Du noch
nie so eine schräge Bohrung vorgenommen hast.
Gruß
Gerd
> Hi !
>
hi
[snip CNC]
ich hatte mich vor ca 2 jahren an diese aufgabe rangewagt. ich habe 2 kleine
buben und wollte denen was tolles schenken. die bahn zu kaufen waere zu
einfach gewesen :-)
> Die Oberflächenbahnen sind dabei noch das einfachste - eine Oberfräse in
> einem Maschinentisch, passende Höhe eingestellt und ein Führungssystem,
> das den Würfel exakt auf einer Bahn hält, müsste es eigentlich tun.
> Letzteres ist vermutlich nicht ganz so trivial, wie ich mir das
> vorstelle, aber sicher machbar, weil es dabei nur um eine
> zweidimensionale Führung geht. Die direkten Bohrungen sind auch kein
> Problem, die schrägen ebenfalls nicht. Nur die inneren Bahnen mit
> Richtungswechsel sind noch ein harter Brocken... Aber das ist ja der
> Reiz an der Sache... :)
ich hatte eine tischbohrmaschine, einen kugelkopffraeser (eigentliche eine
halbkugel mit schaft) und einen spiralbohrer. leider hatte ich keine
fraessmaschine. mit der tischbohr mashcine und dem fraesser war es etwas
muehsam, weil das ding zu wenig umdrehungen hatte.
ich hatte keine original kugelbahn zu hand, sondern nur die abbildungen aus
einem katalog. ich glaube nicht, alle wuerfel nachgebaut zu haben ev. habe
ich auch 1-2 eigene kreationen gebaut.
folgende vorgehensweise:
- ich bestellte beim schreiner "holzstangen" 5x5xX cm und schnitt daraus die
wuerfel
gerade oberflaechenbahn:
- 2 wurfel in eine halterund und in der mitte der beruehrungskante mit dem
spiralbohrer rein
gekreuzte oberflaechen bahn:
- wie oben, die wurfel einmal kehren
1/4 kreis oberflaechenbahn:
- kugelfraeser in die maschine
- eine fuehrungsschiene aus holz; umrandet einen wuefel zu ca 2/3 in der
hohe, an einer ecke der wuerfels liegt der drehpunkt der fuehrungschiene.
das ding genau positionieren und gut befestigen. fraeser an und die schiene
um den drehpunkt bewegen.
1/4 kreis innen (oben rein, aus der seite raus)
- mit dem spiralbohrer vorbohren
- mit dem fraesser den letzte teil raus, dabei wurde nur der ausenradius
"schoen". aber die kugel rollt ja nur ueber den aussenradius
schraege innenbahn (eine seite in der mitte rein, gegenueber schraeg unten
raus):
- wuefel in eine schiefe halterung, positionieren und gut befestigen mit dem
spiralbohrer rein
andere kombinationen nach dem gleichen muster. halterung, wenn moeglich mit
dem spiralbohrer vorbohren, rundungen mit dem fraesser.
die halterungen muessen stark sein !! ich nahm 20mm dickes sperrholz und
habe sie verleimt und verschraubt.
wie andere es schon vermutet haben, musst du mit einer gewissen
ungenauigkeit rechnen 1-1.5 mm. ich hatte leider nicht das optimale
werkzeug/maschinen. mit einer besseren ausruestung (fraessmaschine) duerfte
es schon viel besser gehen.
meine wurfel funktionieren einigermassen, man muss zT. die passenden wuerfel
finden (gleiche abweichung). ich habe auch viele wuerfel ganz gelassen (ca.
100 ganz und ca. 100 bearbeitet) und sie werden von den kleinen gerne zum
burgen bauen verwendet :-)
viel glueck.
tamer