ich moechte einige "Kunstwerke" durch Giessen herstellen, die spaeter im
Freien stehen sollen. Gips loest sich in unserem Klima leider schnell
auf. Beton aus Zement und feinem Sand hab ich probiert, aber die
Oberflaeche sieht besch#%&* aus:
Nehme ich wenig Wasser, laufen die Details nicht voll und es bleiben
luftgefuellte Loecher. Ruettle ich, um das zu verhindern, entmischt sich
der Beton. Nehme ich viel Wasser, fliesst der Beton zwar gut, aber nach
dem Trocknen bleiben Poren vom ueberschuessigen Wasser.
Jetzt soll es aber Beton-Fliessmittel und andere Zusaetze geben, mit
denen der Beton stark verbessert werden kann. Ein paar Merkblaetter vom
Bundesverband mit den Bezeichnungen habe ich schon gefunden, nur:
verkaufen konnte mir diese Zaubermittel bisher keiner.
Wer kann helfen? Wo gibt es welche Fliessmittel? Wie macht man
ueberhaupt Betonabguesse so, dass sie eine glatte Oberflaeche kriegen?
Links, Literaturtips oder Trost jederzeit willkommen.
--
uli
Kann zu diesem Thema leider nicht beitragen, aber es interessiert mich
brennend. Falls jemand etwas per Mail versendet, bitte auch an mich.
Gruss Bernhard
"Ulrich R. Sikkema" <uet...@uxp1.hrz.uni-dortmund.de> schrieb:
> ich moechte einige "Kunstwerke" durch Giessen herstellen, die spaeter im
> Freien stehen sollen. Gips loest sich in unserem Klima leider schnell
> auf.
Warum nicht Gips und dann entsprechend schützen? Okay, so ganz das gelbe
vom Ei ist das nicht, aber den Beton willst Du doch auch nicht in Natura
stehen lassen?
[erfolglose Fliessbetonversuche]
> Jetzt soll es aber Beton-Fliessmittel und andere Zusaetze geben, mit
> denen der Beton stark verbessert werden kann. Ein paar Merkblaetter vom
> Bundesverband mit den Bezeichnungen habe ich schon gefunden, nur:
> verkaufen konnte mir diese Zaubermittel bisher keiner.
Welche Menge brauchst Du denn? Sprich: Wie viel Vergussmörtel brauchst
Du? 1 qm, 10 qm, ...?
> Wer kann helfen? Wo gibt es welche Fliessmittel? Wie macht man
> ueberhaupt Betonabguesse so, dass sie eine glatte Oberflaeche kriegen?
Das hängt ja wohl sehr stark von der verwendeten Form ab ...
> Links, Literaturtips oder Trost jederzeit willkommen.
Checkliste:
- Kubikmeter Materialbedarf =?
- ist Frostbeständigkeit wichtig =?
- Formenmaterial (innere Oberfläche) =?
- geplante Oberflächenbehandlung (Anstrich?) =?
Bezugsquellen für BV, FM, LP, ... kann ich Dir nennen. Kleine Mengen
kann man u.U. auch kostenlos bekommen. Ich suche Dir das passende
heraus, wenn ich genauer weiss, was und wieviel Du brauchst. Evtl. ist
der Einkauf von Fertigmörtel (Beton-Vergussmörtel) aber billiger und
einfacher?
Gruß,
Andrea
--
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"warum vor Langeweile sterben, wenn es auch vor Uebermuedung geht !"
Ralph Heiden
private mail / posting
r_he...@gmx.de
"Ralph Heiden" <r_he...@gmx.de> schrieb:
> Ulrich R. Sikkema <uet...@uxp1.hrz.uni-dortmund.de> schrieb ...
>> ich moechte einige "Kunstwerke" durch Giessen herstellen, die spaeter im
>> Freien stehen sollen.
> <snip>
> soweit ich weiss, kann man Gips wohl mit Kieselsaeure impraegnieren.
knapp daneben ;-))
... Kieselsäure ist es nicht, mit dem das gemacht wird.
> Hinter den meissten Betonzusaetzen mit kryptischen Bezeichnungen verbergen
> sich meist ganz normale Chemikalien oder Gemische daraus, die man wohl im
> Laborfachhandel bekommt.
Wenn es nur darum geht:
Ligninsulfonate, Melaminharz-Formaldehydkondensate, Naphthalinsulfonate
oder Phenolformaldehydkondensate, ... alles Verflüssiger, wie sie in
Betonverflüssigern auch enthalten sind.
So etwas gibt es schon deshalb nicht bei Merck und Konsorten, weil als
Mörtelzusatzmittel ja nur technische Reinheit gefordert ist und alle
oben angeführten Verbindungen auch keine chemisch reinen Verbindungen
sind, sondern Gemische - eben technische Produkte, *speziell* für den
Einsatz als Mörtelzusatzmittel *hergestellt*.
Wer nur bei den Betonzusatzmitteln guckt, schränkt seinen Blickwinkel
schon viel zu sehr ein, weil diese eine allgemeine bauaufsichtliche
Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin benötigen, auf
die man im Mörtelbereich aber getrost verzichten kann. Hier kommt es auf
ganz andere Dinge an - lange nicht jeder Verflüssiger ist für jede
Verflüssigungsaufgabe geeignet, aber wenn man weiss, was man genau
benötigt, kann man auch kostenlos an die entsprechenden Produkte kommen.
Es kommt nur sehr auf die benötigten Mengen an.
Ich vermute eher, dass es sich um relativ kleine Kunstwerke im
Gartenzwerg-Format handelt und dafür würde ich mir fertigen
Vergussmörtel kaufen. Zum Betonvergussmörtel mit guter
Oberflächenstruktur und guter Witterungsbeständigkeit gehören mehr
Zutaten als nur Zement, irgendein Sand, Wasser und Verflüssiger. Das
wäre ja auch zu einfach. :-)
Erst bei größeren Mengen lohnt sich das Selbermachen überhaupt.
Ich habe mich schon mal umgesehen, aber noch keine WebSites gefunden
gefunden, wo auf die auf spezielle Problematik auch nur im Ansatz
eingegangen wird.
Bis denn,
Andrea
> Ich habe mich schon mal umgesehen, aber noch keine WebSites gefunden
> gefunden, wo auf die auf spezielle Problematik auch nur im Ansatz
> eingegangen wird.
Ein kleines bisschen habe ich doch gefunden...
hier etwas Info zu solch einem Mörtel, seinen Eigenschaften und der
Rezepturbestandteile:
http://www.massivbau.tu-darmstadt.de/USER/lemmer/Web/scc/fvsvb.htm
Welche chemischen Substanzen als Verflüssiger in Frage kommen, wie sie
wirken und so fort ist in diesem PDF-File ganz gut beschrieben:
ftp://deutsche-bauchemie.de/publikat/betonzus.pdf (1,2 MB)
... wen die Größe schreckt, mag sich das Inhaltsverzeichnis (1 Seite)
hier: http://andrea-glatthor.de/bz.pdf (15 KB) angucken und sehen, ob es
sich lohnt und/oder die beiden Seiten 8 bis 13 zum Verflüssiger hier
http://andrea-glatthor.de/bv.pdf (224 KB) herunterladen.
Andrea
>
>Wer kann helfen? Wo gibt es welche Fliessmittel? Wie macht man
>ueberhaupt Betonabguesse so, dass sie eine glatte Oberflaeche kriegen?
>
Falls es mit den Angaben von Andrea nicht klapt,vielleicht hast Du noch
Fliesenkleber,gib etwas davon zum Beton,dann wird er schön flüssig,habe ich
gemacht als ich Beton in einen Schlitz pressen musste.Die Form musst Du
natürlich so behandel dass der Kleber nicht klebt.
Ernst
>Jetzt soll es aber Beton-Fliessmittel und andere Zusaetze geben, mit
>denen der Beton stark verbessert werden kann. Ein paar Merkblaetter vom
>Bundesverband mit den Bezeichnungen habe ich schon gefunden, nur:
>verkaufen konnte mir diese Zaubermittel bisher keiner.
>
>Wer kann helfen? Wo gibt es welche Fliessmittel?
Zum Betonverflüssigen soll auch Spüli (also Palmolive, Fairy Ultra,
undsoweiter) gehen, kleiner Schuß auf 'ne Wanne Beton. Vermindert aber
die Haftung. Ist auch leichter erhältlich als Andreas
Lignin-Melamin-Formaldehyd-Kondensat.
>Wie macht man
>ueberhaupt Betonabguesse so, dass sie eine glatte Oberflaeche kriegen?
Rütteln ohne Ende und in dünnen Schichten einfüllen?
Für Abgüsse hatte ein Bekannter auch ein Zeugs mit Markennamen
"Hydrocal" (oder "Hydrokal"? jedenfalls US-Produkt, billig in
50-Pfund-Säcken) verwendet. War "hydraulisch", bindet exotherm. Keine
Ahnung was das war -- isses wetterfest, Andrea?
Die erste Schicht wird dünn angemacht und aus'm Töpfchen gekonnt mit
den Fingern aufgeschwappt, dann wird die Oberfläche super. Danach wird
das Volumen gegossen. Das Schwappen muß man üben, ich hab Blasen ohne
Ende drin gehabt.
Als Ingenieur würde ich bei kleinen Mengen die Blasen vorm
Gießen/Schwappen aus der Masse enfernen, so mit Vakuum von der
Wasserstrahlpumpe in irgendeinem alten Fissler-Topf.
Und dann ab nach der newsgroup uk.d-i-y, Subject: Casting With
Concrete, thread vom Mon, 26 Jun 2000. Evtl. muß man den thread bei
deja.com ausgraben... Ist halt English, aber nicht lang. Bringt
vielleicht auch noch was.
Thomas Prufer
Thomas Prufer <pru...@i-dial.de> schrieb:
> "Ulrich R. Sikkema" <uet...@uxp1.hrz.uni-dortmund.de> wrote:
>> Wer kann helfen? Wo gibt es welche Fliessmittel?
>
> Zum Betonverflüssigen soll auch Spüli (also Palmolive, Fairy Ultra,
> undsoweiter) gehen, kleiner Schuß auf 'ne Wanne Beton. Vermindert aber
> die Haftung. Ist auch leichter erhältlich als Andreas
> Lignin-Melamin-Formaldehyd-Kondensat.
Mit Spüli erreicht man einen Scheineffekt: Die Masse wird
verarbeitungswilliger, weil durch die Tenside lauter kleine Luftblasen
im Zementleim entstehen, die in einer Art Kugellagereffekt das
aneinander vorbeigleiten der Zuschlagskörner erleichtern. Die Luftblasen
haben aber so viele unerwünschte Nebeneffekte, dass das Zeug nicht
unbedingt zum Verflüssigen geeignet ist. Für unseren Zweck hier
jedenfalls nicht, weil die Luftporen im Zementleim an der späteren
Oberfläche eine Kraterlandschaft entstehen lassen.
Mal davon abgesehen ... wenn man nur als Bsp. das Spüli nimmt, in dem
man auch seine Hände drin baden kann =:-), gibt es durch die ganzen
Hilfsstoffe u.U. unkontrollierte Nebeneffekte (Abbindeverzögerung z.B.).
[...]
> Für Abgüsse hatte ein Bekannter auch ein Zeugs mit Markennamen
> "Hydrocal" (oder "Hydrokal"? jedenfalls US-Produkt, billig in
> 50-Pfund-Säcken) verwendet. War "hydraulisch", bindet exotherm. Keine
> Ahnung was das war -- isses wetterfest, Andrea?
Es ist Gips.
Hydrocal ist ein spezieller Gips für Skulpturen, AFAIK faserverstärkt.
Ciao,
Andrea
ein Bekannter von mir, der an der Alanus-Hochschule bei Bonn studiert hat und
als Bildhauer tätig ist, schwärmte vor einiger zeit mal von einer speziellen
Art des Wassers für das Anrühren von Beton. Der Werkstoff wird dadurch viel
besser verarbeitbar. Die Resultate, die er mir zeigte, bestätigten das voll
und ganz.
Mir erschien die Theorie des verwendeten "beschleunigten Wassers" so abstrus,
daß ich mir ein Buch darüber gekauft habe. Falls ich es in meinem Bücherwust
wiederfinden sollte, dann schreibe ich Dir gerne Näheres dazu.
Wie gesagt, die theoretischen Hintergründe dieses hochbeschleunigten Wassers
erschienen mir doch recht esoterisch. Aber die Resultate waren offensichtlich
und ließen sich nicht leugnen. Btw., dieses spezielle Wasser ist wohl ziemlich
teuer und behält nach der "Herstellung" nur wenige Wochen seine besondere
Wirkung.
gruß, timmi
AG>[...], aber den Beton willst Du doch auch nicht in Natura
AG>stehen lassen?
warum denn nicht? Beton-Plastiken können durchaus gut aussehen. Schau' Dir
doch z.B. mal den Beethoven-Kopf vor der Beethoven-Halle in Bonn an.
gruß, timmi
jetzt habe ich auch das Buch wiedergefunden, das sich mit diesem speziell
beschleunigten (levitierten) Wasser befaßt:
Friedrich Hacheney
"Levitiertes Wasser" in Forschung und Anwendung
Aquädukt Dingfelder Verlag
ISBN 3-926253-42-8
gruß, timmi
>Mal davon abgesehen ... wenn man nur als Bsp. das Spüli nimmt, in dem
>man auch seine Hände drin baden kann =:-), gibt es durch die ganzen
>Hilfsstoffe u.U. unkontrollierte Nebeneffekte (Abbindeverzögerung z.B.).
Sollte ja auch mehr eine Anregung zum Experimentieren sein, wenn's
sonst keine Verflüssiger vernünftig zu kaufen gibt. Wenn man irgendwo
wegen Zuschlagmitteln *für* 50 l Beton anruft, muß man doch erstmal
vierhundertmal erklären das man nicht 50 l *Mittel* will...
(Und da gibt's ja angeblich noch den Trick, Cola in den Beton zu
schütten, der soll dann gar nicht mehr fest werden).
(... Hydrocal ...)
>Es ist Gips.
>Hydrocal ist ein spezieller Gips für Skulpturen, AFAIK faserverstärkt.
Und sowas mit Leinölfirnis streichen, dann mit Farbe? Macht (machte?)
man doch auch mit Stuckornamenten, aber im Außenbereich?
Thomas Prufer
leider war ich einige Zeit offline und musste mir all die netten
Antworten bei DejaNews zusammensuchen. Danke fuer die vielen Infos! Das
Thema scheint ja eine Menge Leute zu interessieren!
Jetzt aber mal concrete: Die Mengen Beton die ich giessen will sind
10-15 Liter pro "Kunstwerk", aber 32 Stueck davon. Waere ja toll wenn
das so schnell und schoen wie mit Gips ginge...
Wichtig sind im Endergebnis perfekt glatte Oberflaechen sowie einige
rechtwinklige Vertiefungen. Das hab ich noch nicht hingekriegt mit
meinem Zement-Kalk-Silbersand-Gemisch. Abgerundete Woelbungen gibts
auch, aber die machen keine Schwierigkeiten.
Oberflaechenbehandlungen wollte ich eigentlich nicht, vielleicht
probiere ich aber mal Auto-Wachs, oder dieses Glanzwachs aus dem
Bio-Baumarkt? Besser waere es, wenn der Beton von sich aus wie glatter
Stein aussaehe. Gips tut das ja, aber welche Oberflaechenbehandlung
macht ihn dauerhaft freilandtauglich? Da koennte ich ja gleich mit
Kunststoff giessen.
Womit wir bei der Oberflaeche der Form sind. Einiges habe ich schon
probiert, das Endergebnis haengt aber voellig vom Giessmaterial ab: Fuer
Gips ist Polyethylen besser, fuer Beton Plexiglas. Es sei denn ich
ruehre Moertelverbesserer hinein, dann klebt es. Dafuer sind wieder
geoelte Gipsformen besser.
Leider weiss ich immer noch nicht, wo welche Zusatzmittel zum
Betonverfluessigen zu kriegen sind. Von meinen Kleinstmengen mal ganz
abgesehen. Am liebsten wuerde ich ein paar Sorten ausprobieren, womit
der Moertel/Beton am porenfreiesten wird, und erst danach das beste
Formmaterial suchen.
Also, wer kann ein paar Bezugsquellen fuer Fliessmittel, Beschleuniger
usw. nennen? Und wo kriegt man diese Feinstzusaetze wie Flugasche,
Silicastaub etc. mit dem die Betontechnologen zaubern?
Im voraus danke
-uli
"Ulrich R. Sikkema" <uet...@uxp1.hrz.uni-dortmund.de> schrieb:
> Leider weiss ich immer noch nicht, wo welche Zusatzmittel zum
> Betonverfluessigen zu kriegen sind. Von meinen Kleinstmengen mal ganz
> abgesehen. Am liebsten wuerde ich ein paar Sorten ausprobieren, womit
> der Moertel/Beton am porenfreiesten wird, und erst danach das beste
> Formmaterial suchen.
>
> Also, wer kann ein paar Bezugsquellen fuer Fliessmittel, Beschleuniger
> usw. nennen? Und wo kriegt man diese Feinstzusaetze wie Flugasche,
> Silicastaub etc. mit dem die Betontechnologen zaubern?
Verflüssiger bekommst Du bei Obi, Eisenkarl ;-) oder hier:
http://www.schwenk.de/ unter "Woermann" oder
http://www.beton-chemie.de/
Ob die in Kleinmengen liefern ... keine Ahnung. Jeder Baustoffhändler
sollte Dir das Zeug Kanisterweise besorgen können. Es gibt Mörtel- und
Estrichzusätzmittel einerseits und Betonzusatzmittel andererseits. Du
kannst beide Sorten verwenden.
Bei Silicastaub (auch Microsilica genannt oder engl. silica fume) und
Flugasche wird es mit den Kleinmengen schwierig. Mindestliefermenge ist
meist ein Silozug. ;-))
Die brauchst Du aber eigentlich auch nicht, weil sie erst dann etwas
bringen, wenn Du Deine Rezeptur bis auf's letzte ausgetüftelt hast und
dann noch einen Tick verbessern willst. Das können nur die
Trockenmörtelhersteller ... bei Dir ist es erst einmal wichtig, dass Du
einen geeigneten Sand hast. Der "falsche" Sand macht mehr kaputt als Du
mit Microsilica oder Flugasche je wieder herausholst. (Die Sieblinie des
Sandes ist entscheidend.)
Die Zementsorte ist auch sehr wichtig. Reiner Protlandzement ist am
besten und nach Möglichkeit nicht die Wald-Feld-Wiesen-Sorte "CEM I
32,5", sondern die 52,5er.
Beschleuniger würde ich nicht einsetzen, weil die unschöne
Nebenwirkungen haben (zum Bsp. die Festigkeit verringern). Also nur
nehmen, wenn unbedingt notwendig.
In Frage käme dann zum Beispiel Soda (Natriumcarbonat) aus der Apotheke.
Zum Betontechnologen wirst Du im Schnellkurs aber leider nicht :-(, wenn
Du mit eigenen Versuchen nicht so recht vorankommst, würde ich eine
Fertigmischung nehmen ... da ist dann alles drin was Du brauchst. (?)
http://www.remmers.de/ http://www.pci-augsburg.de/ ...
Auch hier würde ich den nächsten Baustoffhändler fragen ... Vergußmörtel
sind Standardprodukte und gibt es von fast jedem Hersteller von
bauchemischen Produkten.
HTH,
Andrea
<...>
> Verflüssiger bekommst Du bei Obi, Eisenkarl ;-) oder hier:
> http://www.schwenk.de/ unter "Woermann" oder
> http://www.beton-chemie.de/
>
> Ob die in Kleinmengen liefern ... keine Ahnung. Jeder Baustoffhändler
> sollte Dir das Zeug Kanisterweise besorgen können. Es gibt Mörtel- und
> Estrichzusätzmittel einerseits und Betonzusatzmittel andererseits. Du
> kannst beide Sorten verwenden.
Ich dachte auch, dass Baustoffhaendler Ahnung von sowas haben. Aber
leider Fehlanzeige bei den beiden wo ich sonst Stammkunde bin. In
Baumaerkten a la Obi (den es in meiner Naehe nicht gibt) konnten die
"Fachverkaeufer" mir nur Zeug mit Namen wie Besserer Moertel oder Dichte
Sache anbieten. Die sind halt auf anspruchlose Massenkundschaft
ausgerichtet.
Ich werde mich mal durch die 100 aehnlich klangvollen Namen von
Zusatzmitteln aus obigen Links klicken. Und die Firmen anrufen oder
-mailen, wo man deren Produkte kriegt.
> Bei Silicastaub (auch Microsilica genannt oder engl. silica fume) und
> Flugasche wird es mit den Kleinmengen schwierig. Mindestliefermenge
> ist meist ein Silozug. ;-))
Wenn ich wuesste, wo sowas umgefuellt wird, faellt dort bestimmt ein
bisschen im Gegenwert einer Kiste Bier ab...
> Die brauchst Du aber eigentlich auch nicht, weil sie erst dann etwas
> bringen, wenn Du Deine Rezeptur bis auf's letzte ausgetüftelt hast
> und dann noch einen Tick verbessern willst. Das können nur die
> Trockenmörtelhersteller ...
Nach den Rezepten, die ich bisher gesehen habe, schien mir das eine
ziemlich wesentliche Komponente, mit Anteilen bis 15% ?!?
> bei Dir ist es erst einmal wichtig, dass Du einen geeigneten Sand hast. Der "falsche" Sand macht mehr kaputt als Du
> mit Microsilica oder Flugasche je wieder herausholst. (Die Sieblinie
> des Sandes ist entscheidend.)
Zugegeben, ich muss noch ein paar Buecher ueber Betontechnologie lesen.
(welche waeren denn besonders empfehlenswert?)
Mir scheint aber, dass ich einen hohen Anteil Mehl-/Feinkorn brauche,
mehr als in den Standardsorten wie 0/4 drin ist. Wobei nur wieder das
Problem entsteht, dass keiner mir sowas verkaufen wird.
<...>
> Beschleuniger würde ich nicht einsetzen, weil die unschöne
> Nebenwirkungen haben (zum Bsp. die Festigkeit verringern). Also nur
> nehmen, wenn unbedingt notwendig.
> In Frage käme dann zum Beispiel Soda (Natriumcarbonat) aus der Apotheke.
Wie gesagt, ich moechte 32 gleiche Objekte giessen, da ist jede Stunde
weniger in der Form entscheidend. O wenn doch nur Gips wetterfest
waere...
Aber erst mal danke fuer die Tips, ueber das Wochenende muss ich mir die
alle gruendlich ansehen.
-uli
"Ulrich R. Sikkema" <uet...@uxp1.hrz.uni-dortmund.de> schrieb:
> Andrea Glatthor wrote:
>> Verflüssiger bekommst Du bei Obi, Eisenkarl ;-) oder hier:
>> http://www.schwenk.de/ unter "Woermann" oder
>> http://www.beton-chemie.de/
>>
>> Ob die in Kleinmengen liefern ... keine Ahnung. Jeder Baustoffhändler
>> sollte Dir das Zeug Kanisterweise besorgen können. Es gibt Mörtel- und
>> Estrichzusätzmittel einerseits und Betonzusatzmittel andererseits. Du
>> kannst beide Sorten verwenden.
>
> Ich dachte auch, dass Baustoffhaendler Ahnung von sowas haben. Aber
> leider Fehlanzeige bei den beiden wo ich sonst Stammkunde bin. [...]
Kommt mir irgendwie bekannt vor ... :-|
> Ich werde mich mal durch die 100 aehnlich klangvollen Namen von
> Zusatzmitteln aus obigen Links klicken. Und die Firmen anrufen oder
> -mailen, wo man deren Produkte kriegt.
Auch "normale" Baustoffhersteller haben oft Betonverflüssiger im
Programm.: http://www.remmers.de/produkt/tm/p000110.htm z.B.
>> Bei Silicastaub (auch Microsilica genannt oder engl. silica fume) und
>> Flugasche wird es mit den Kleinmengen schwierig. Mindestliefermenge
>> ist meist ein Silozug. ;-))
>
> Wenn ich wuesste, wo sowas umgefuellt wird, faellt dort bestimmt ein
> bisschen im Gegenwert einer Kiste Bier ab...
<g> Jo, das stimmt allerdings. Kennst Du niemanden in einem Betonwerk?
>> Die brauchst Du aber eigentlich auch nicht, weil sie erst dann etwas
>> bringen, wenn Du Deine Rezeptur bis auf's letzte ausgetüftelt hast
>> und dann noch einen Tick verbessern willst. Das können nur die
>> Trockenmörtelhersteller ...
>
> Nach den Rezepten, die ich bisher gesehen habe, schien mir das eine
> ziemlich wesentliche Komponente, mit Anteilen bis 15% ?!?
Ja, 15% bezogen auf den Zement.
Guck' doch einfach mal auf meine Linkliste unter
http://www.andrea-glatthor.de/links.htm#microsilica
Dort findest Du Links zu Infos über Sinn und Zweck von dem Zeug.
Im Telegrammstil:
- Zement einsparen und trotzdem die gleiche Festigkeit erreichen.
- Bessere Verarbeitbarkeit auch ohne Verflüssiger.
Wenn Du nicht mit Zement sparen musst, ist Microsilica unwichtig. Nur
bei Massenbeton kommen die vielen Vorteile der Mischung von
Zement/Microsilica (85/15) so richtig zum Tragen.
>> bei Dir ist es erst einmal wichtig, dass Du einen geeigneten Sand hast.
>> Der "falsche" Sand macht mehr kaputt als Du
>> mit Microsilica oder Flugasche je wieder herausholst. (Die Sieblinie
>> des Sandes ist entscheidend.)
>
> Zugegeben, ich muss noch ein paar Buecher ueber Betontechnologie lesen.
> (welche waeren denn besonders empfehlenswert?)
Für Beton oder für Mörtel?
Vieles findet sich auch im Web - in meiner Linkiste sind unter den
Industrieverbänden auch die Beton-Leute vertreten. Einzelne Schlagworte
kannst Du hier suchen: http://www.beton-lexikon.de/ , zusammenhängende
Erläuterungen muss ich selbst erst
Readymix hat ein kleines Heftchen, dass Du kostenlos online anfordern
kannst "Betontechnische Daten" auf der Seite
http://www.readymix.de/ExterneSeiteKiesBeton.htm unten Prospekte
anklicken... als Lehrmaterial taugt das natürlich nicht so sehr, ist
mehr als Heft für den Praktiker (Zahlen zum Nachschlagen für die
Hosentasche) gedacht.
Als Buch vielleicht dies:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3764003480/028-7807785-2478960
> Mir scheint aber, dass ich einen hohen Anteil Mehl-/Feinkorn brauche,
> mehr als in den Standardsorten wie 0/4 drin ist. Wobei nur wieder das
> Problem entsteht, dass keiner mir sowas verkaufen wird.
Deshalb bestehen Fertigmörtel ja auch oft aus 3 oder mehr Einzelsanden
als Zuschlag ... Du bräuchtest Quarzmehl zusätzlich oder gleich richtig
abgestufte Körnungen (0,1-8 mm o.ä.) wie sie hier zum Bsp. angeboten
werden: http://www.dorfner.de/ger/produkt/bau3_ta.htm#beto (Dorfner
sitzt nur etwas weit weg und Deine Händler haben die Prod. bestimmt
nicht).
meine Tipps zu Kies:
http://www.quarzwerke.de/
http://www.kiesinfo.de/
>> Beschleuniger würde ich nicht einsetzen, weil die unschöne
>> Nebenwirkungen haben (zum Bsp. die Festigkeit verringern). Also nur
>> nehmen, wenn unbedingt notwendig.
>> In Frage käme dann zum Beispiel Soda (Natriumcarbonat) aus der Apotheke.
>
> Wie gesagt, ich moechte 32 gleiche Objekte giessen, da ist jede Stunde
> weniger in der Form entscheidend.
Da wo es Betonverflüssiger gibt, gibt es auch Beschleuniger. :-)
Aber Vorsicht (auch bei Gips ist das ein Problem): Die Masse wir ganz
nett warm! Je mehr Beschleuniger drin ist, desto wärmer. Bei Massenbeton
ist die Abbindewärme ein ganz ernstes Problem (da hilft dann
Microsilica).
Gruß,
Andrea