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Was bedeutet "Zulage oben R221" im Bauplan?

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Wolfgang May

unread,
Dec 2, 2010, 3:14:06 PM12/2/10
to
Hallo,

ich habe hier einen Bauplan, bei dem bei einigen Innenwaenden (Dicke
11,5cm) eingetragen ist "Zulage oben R221". Was bedeutet "Zulage"?

Kann man in eine solche Wand eine Tuere einbauen lassen, bzw ggf auch einen
breiteren Durchgang, oder gibt das Probleme?

Wolfgang

Roman J. Rohleder

unread,
Dec 2, 2010, 3:24:19 PM12/2/10
to
Wolfgang May <m...@informatik.uni-goettingen.de> schrieb:

>Hallo,
>
>ich habe hier einen Bauplan, bei dem bei einigen Innenwaenden (Dicke
>11,5cm) eingetragen ist "Zulage oben R221". Was bedeutet "Zulage"?

In dem Bereich ist in der Decke oben zusaetzlich eine Rechteckmatte
R221 eingelegt worden.

>Wolfgang

Gruss,
Roman
--
"An MDCCCXII/Mémorable par la campagne contre les Russes/
Sous le préfectura de Jules Doazan."
"Vu et approuvé par nous commandant russe de la ville de Coblentz/
le 1er janvier 1814."

Jochen Kriegerowski

unread,
Dec 2, 2010, 3:34:02 PM12/2/10
to
Am 02.12.2010 21:14, schrieb Wolfgang May:

> ich habe hier einen Bauplan, bei dem bei einigen Innenwaenden (Dicke
> 11,5cm) eingetragen ist "Zulage oben R221". Was bedeutet "Zulage"?

Hast du zufällig den Bewehrungsplan erwischt? - R221 ist eine
Baustahlmatte, die z.B. in Randbereichen als Zulage zur normalen
Bewehrung eingebaut werden kann, um das Bauteil dort zu verstärken.

Aus welchem Material ist die Wand?
Bezieht sich die Angabe evtl. auf die Decke?

> Kann man in eine solche Wand eine Tuere einbauen lassen, bzw ggf auch einen
> breiteren Durchgang, oder gibt das Probleme?

Statiker fragen.

Gruß
Jochen

Wolfgang May

unread,
Dec 2, 2010, 4:40:30 PM12/2/10
to
Jochen Kriegerowski <join...@qip.ru> wrote:
> Am 02.12.2010 21:14, schrieb Wolfgang May:
>
> > ich habe hier einen Bauplan, bei dem bei einigen Innenwaenden (Dicke
> > 11,5cm) eingetragen ist "Zulage oben R221". Was bedeutet "Zulage"?
>
> Hast du zufällig den Bewehrungsplan erwischt? -

Ja, einen Bauplan mit diversen Zusatzinformationen (von denen ich
zumindest etwas verstehen moechte) und Berechnungen
(die ich sicher nicht verstehe) zur Statik.
Wegen der Tuer-Idee wollte ich mir den mal selber anschauen.

> R221 ist eine
> Baustahlmatte, die z.B. in Randbereichen als Zulage zur normalen
> Bewehrung eingebaut werden kann, um das Bauteil dort zu verstärken.
>
> Aus welchem Material ist die Wand?

HLZ 12, MGR II.

Die Wand ist 3.60m lang, und verbindet eine 30cm-Innenwand (auch HLZ 12)
mit der 30cm-Aussenwand (LHLZ 6).
Die Decken sind Stahlbeton.

> Bezieht sich die Angabe evtl. auf die Decke?

Ja, sieht so aus. In dem Plan sind im wesentlichen die Decken mit
Unterteilungen, Tuerstuerze (jeweils mit Nummer, wo die statische
Berechnung dazu ist), und (einige, nicht alle) Waende enthalten.
Das war mal der eine Punkt der mich interessierte. Ob ich die Idee gleich
kicken kann, oder ob es die Wand nicht direkt betrifft.

Im Stockwerk drunter, das fast denselben Grundriss hat, ist an der
Stelle (von Anfang an) eine Tuere.

> > Kann man in eine solche Wand eine Tuere einbauen lassen, bzw ggf auch einen
> > breiteren Durchgang, oder gibt das Probleme?
>
> Statiker fragen.

... spaeter, wenn das ganze etwas ausgegorener ist. Vorher will ich
eigentlich soweit sicher sein, dass es dann auch so durchgeht.

Wolfgang

Werner Maier

unread,
Dec 2, 2010, 5:26:17 PM12/2/10
to
Am 02.12.2010 22:40, schrieb Wolfgang May:


>
> Ja, sieht so aus. In dem Plan sind im wesentlichen die Decken mit
> Unterteilungen, Tuerstuerze (jeweils mit Nummer, wo die statische
> Berechnung dazu ist), und (einige, nicht alle) Waende enthalten.
> Das war mal der eine Punkt der mich interessierte. Ob ich die Idee gleich
> kicken kann, oder ob es die Wand nicht direkt betrifft.
>
> Im Stockwerk drunter, das fast denselben Grundriss hat, ist an der
> Stelle (von Anfang an) eine Tuere.
>

Das ist die Stützbewehrung für die Decke (Richtungsmatte 221 = 2,21
cm²/m in Spannrichtung der Decke) im Bereich der Wand. Da ein
Stützbewehrung vorhanden ist, heißt das, dass die Wand tragend ist.
Einen Türdurchbruch (Sturz einbauen) herzustellen ist technisch kein
Problem, jedoch muss der erforderliche Sturz von einem Tragwerksplaner
bemessen werden.

W.

Wolfgang May

unread,
Dec 2, 2010, 7:17:44 PM12/2/10
to

Ok, danke.
Das heisst, ein komplett offener, deckenhoher Durchbruch kommt sowieso
nicht in Frage. Das grenzt das ganze schon mal ein.
Kann man ohne weitere Angaben grobe Hausnummern bestimmen, was
sich daraus an Einschraenkungen ergibt?
* Wie dick/hoch wird der Sturz/Traeger, der dann rein muss grob sein
(die Mauer ist 11.5 dick - breiter sollte der Traeger nicht sein)
Raumhoehe 250cm, also Durchgangshoehe maximal 250-Traegerhoehe.
210-220 wuerde ich mir (wenns breiter als eine normale Tuere wird)
wuenschen ... ginge das?
* Wieviel muss er auf den Seiten neben dem Durchbruch aufliegen?
Da daneben (nach innen) noch der Schornstein ist sind sozusagen
ca. 2.40 Luecke und dann 80cm der Wand quasi neben dem Schornstein.
In die eine Richtung koennte man den Traeger neben den Schornstein
weitergehen lassen (einfacher waere es aber sicher, wenn man
das nicht tut und dann von beiden Seiten bauen kann?).
Aber in Richtung zur Aussenwand muss wohl ein Stueck Wand stehen
bleiben. Wieviel etwa/mindestens so nach Erfahrungen?
Hat 30 Mauer-180 Oeffnung-30 Mauer noch eine Chance?

Wobei ich so langsam Zweifel auch an dem vorliegenden Statikplan
bekomme. Im Stockwerk drunter ist dasselbe, diese Wand oben auch mit
Zulage, aber fuer den Tuersturz drin keine Berechnungsposition in der
Statik (Badtuere analog, aber zwei andere Tuerstuerze mit Berechnung
und ohne Zulage). Und der Schornstein ist woanders, und eine Wand
fehlt ganz. Und ein paar handschriftliche Bemerkungen, dass man auf die
Ausfuehrung eines Stahltraegers uber der Wohnzimmertuere doch
verzichtet. Vielleicht sollte ich mir das doch nicht so genau
anschauen ...

Wolfgang

Werner Maier

unread,
Dec 3, 2010, 11:35:55 AM12/3/10
to
Am 03.12.2010 01:17, schrieb Wolfgang May:

>
> Wobei ich so langsam Zweifel auch an dem vorliegenden Statikplan
> bekomme.

Wie gesagt, die Stützbewehrung sagt aus, dass die Wand tragend ist. 11,5
cm Dicke deutet aber darauf hin, dass sie auch nicht tragend sein
könnte. In diesem Fall stimmt dann dein Bewehrungsplan nicht. Was
stimmt, kann dir nur ein Tragwerksplaner nach einer Ortsbesichtigung
sagen. Wenn sie nicht tragend ist, kannst du (fast) alles machen.

Vielleicht sollte ich mir das doch nicht so genau
> anschauen ...

Doch, jedoch sollte das ein Tragswerksplaner machen. Du greifst ggf. in
die Statik des Hauses ein, das ist keine Heimwerkerarbeit.

W.

Sabine Sauer

unread,
Dec 3, 2010, 12:44:57 PM12/3/10
to

"Wolfgang May" <m...@informatik.uni-goettingen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:id9cv8$2ape$1...@gwdu112.gwdg.de...


> Werner Maier <nos...@gmx.de> wrote:
>> Am 02.12.2010 22:40, schrieb Wolfgang May:
>>
>>
>> >
>> > Ja, sieht so aus. In dem Plan sind im wesentlichen die Decken mit
>> > Unterteilungen, Tuerstuerze (jeweils mit Nummer, wo die statische
>> > Berechnung dazu ist), und (einige, nicht alle) Waende enthalten.
>> > Das war mal der eine Punkt der mich interessierte. Ob ich die Idee
>> > gleich
>> > kicken kann, oder ob es die Wand nicht direkt betrifft.
>> >
>> > Im Stockwerk drunter, das fast denselben Grundriss hat, ist an der
>> > Stelle (von Anfang an) eine Tuere.
>> >
>>
>> Das ist die Stützbewehrung für die Decke (Richtungsmatte 221 = 2,21
>> cm²/m in Spannrichtung der Decke) im Bereich der Wand. Da ein
>> Stützbewehrung vorhanden ist, heißt das, dass die Wand tragend ist.
>> Einen Türdurchbruch (Sturz einbauen) herzustellen ist technisch kein
>> Problem, jedoch muss der erforderliche Sturz von einem Tragwerksplaner
>> bemessen werden.
>
> Ok, danke.
> Das heisst, ein komplett offener, deckenhoher Durchbruch kommt sowieso
> nicht in Frage. Das grenzt das ganze schon mal ein.
> Kann man ohne weitere Angaben grobe Hausnummern bestimmen, was
> sich daraus an Einschraenkungen ergibt?
> * Wie dick/hoch wird der Sturz/Traeger, der dann rein muss grob sein
> (die Mauer ist 11.5 dick - breiter sollte der Traeger nicht sein)

nett ausgedrückt ;-) Schon mal nen Sturz gesehen, der breiter als die Wand
ist ;-)
Das macht man dann durch Höhe wett.
Schaut sonst echt scheisse aus......

> Raumhoehe 250cm, also Durchgangshoehe maximal 250-Traegerhoehe.
> 210-220 wuerde ich mir (wenns breiter als eine normale Tuere wird)
> wuenschen ... ginge das?

Wenns breiter als ne normale Tür ist schliesse ich mich ausnahmsweise den
Berufsbedenkenträgern an, die nicht mal ne Steckdose anklemmen wollen.
Bei breiteren Durchgängen schadet fragen nicht. Ich musste 2 zusätzliche
Bewehrungseisen mit einbetonieren, der 0815 Sturz war nicht mehr alleine
zulässig. ABER! Die Wand war tragend und trägt wirklich einen nicht
unwesentlichen
Teil eines fast 6m Wohnzimmerdeckenelements. Da wollte der Statiker der
Deckenfirma
eine tragende Sturzkonstuktion sehen. Die Wände drunter durften jedoch mit
grossformat
Ziegeln gemauert werden. Für die Tragbacken des Überzugs im Wohnzimmer
musste ich
auf 75cm Höhe von oben Kleinformate Poroton vermauern. (Die tragen angeblich
die Last besser ab)


> * Wieviel muss er auf den Seiten neben dem Durchbruch aufliegen?
> Da daneben (nach innen) noch der Schornstein ist sind sozusagen
> ca. 2.40 Luecke und dann 80cm der Wand quasi neben dem Schornstein.
> In die eine Richtung koennte man den Traeger neben den Schornstein
> weitergehen lassen (einfacher waere es aber sicher, wenn man
> das nicht tut und dann von beiden Seiten bauen kann?).
> Aber in Richtung zur Aussenwand muss wohl ein Stueck Wand stehen
> bleiben. Wieviel etwa/mindestens so nach Erfahrungen?
> Hat 30 Mauer-180 Oeffnung-30 Mauer noch eine Chance?
>
> Wobei ich so langsam Zweifel auch an dem vorliegenden Statikplan
> bekomme. Im Stockwerk drunter ist dasselbe, diese Wand oben auch mit
> Zulage, aber fuer den Tuersturz drin keine Berechnungsposition in der
> Statik (Badtuere analog, aber zwei andere Tuerstuerze mit Berechnung
> und ohne Zulage). Und der Schornstein ist woanders, und eine Wand
> fehlt ganz. Und ein paar handschriftliche Bemerkungen, dass man auf die
> Ausfuehrung eines Stahltraegers uber der Wohnzimmertuere doch
> verzichtet. Vielleicht sollte ich mir das doch nicht so genau
> anschauen ...

Und genauso wird es Dir mit Deiner Türe bei einem 11,5er Wändchen gehen....
Eine nichttragende Wand mit einem Baumarktsturz eine Türe reinzumachen,
da trägt der Sturz gerade mal das Gewicht der paar Ziegel über dem Sturz.
Ich hätte bei meinem Haus keinerlei Bedenken an jeglicher Stelle einer
normalen
Innenwand eine (normal breite) Türe mit einem handelsüblichen Sturz drüber
reinzukloppen ohne irgendwen zu fragen.

Du solltest vielleicht nicht den Eckpfosten deines Wohnzimmers, auf dem die
gesamte
Last Deiner Wohnzimmerdecke liegt durch eine Türe ersetzen ;-)

Oder wird heute wirklich schon so knapp gebaut, was die Statik angeht?

Der Druck über einer normalen Türe verbreitet sich doch auch im 45 Grad
winkel,
so dass der Deckendruck bereits auf die Wangen des Türausschnitts drückt,
wenn die
Höhe über der Tür die Hälfte der Ausschnittbreite ist. Daher sind diese 0815
Stürze auch
nicht wirklich so massiv.

In Deinem Fall ist das anders. Es ist nicht mein Haus. Du solltest den
Statiker immer fragen.


mfg

SS

Wolfgang May

unread,
Dec 3, 2010, 3:59:03 PM12/3/10
to
Werner Maier <nos...@gmx.de> wrote:
> Am 03.12.2010 01:17, schrieb Wolfgang May:
>
> >
> > Wobei ich so langsam Zweifel auch an dem vorliegenden Statikplan
> > bekomme.
>
> Wie gesagt, die Stützbewehrung sagt aus, dass die Wand tragend ist. 11,5
> cm Dicke deutet aber darauf hin, dass sie auch nicht tragend sein
> könnte. In diesem Fall stimmt dann dein Bewehrungsplan nicht. Was
> stimmt, kann dir nur ein Tragwerksplaner nach einer Ortsbesichtigung
> sagen.

Prinzipiell nehme ich dann lieber an, dass sie tragend ist. In den
Plan habe ich nachdem ich ihn mir genauer angeschaut habe, eher wenig
Vertrauen (offensichtliche Abweichungen zur Realitaet,
handschriftliche Kommentare). Ortsbesichtigung und Planlesen waere
dann auch fuer einen Profi nur Kaffeesatzlesen.

> Wenn sie nicht tragend ist, kannst du (fast) alles machen.
>
> Vielleicht sollte ich mir das doch nicht so genau
> > anschauen ...
>
> Doch, jedoch sollte das ein Tragswerksplaner machen. Du greifst ggf. in
> die Statik des Hauses ein, das ist keine Heimwerkerarbeit.

Selber machen sowieso nicht. Momentan gehts mir mal darum, einen
Ueberblick zu bekommen, was moeglich sein sollte, und was nicht (und
an sich auch darum, irgendwas von dem Plan zu verstehen). Und dann
eine Loesung, die hoechstwahrscheinlich die Bedingungen erfuellt (und
die mir plausibel ist - nach den Erfahrungen in der Neubaukommission
unseres Instituts kaufe ich hier keinen Plan, den ich nicht selber
nachvollziehen kann) als Basis nehmen.

Also Einschraenkung auf "falls sie tragend ist, was muss dann gemacht
werden".

Wolfgang

Wolfgang May

unread,
Dec 3, 2010, 4:21:26 PM12/3/10
to
Sabine Sauer <Sabinch...@arcor.de> wrote:
>
>
> "Wolfgang May" <m...@informatik.uni-goettingen.de> schrieb im Newsbeitrag

> > Ok, danke.


> > Das heisst, ein komplett offener, deckenhoher Durchbruch kommt sowieso
> > nicht in Frage. Das grenzt das ganze schon mal ein.
> > Kann man ohne weitere Angaben grobe Hausnummern bestimmen, was
> > sich daraus an Einschraenkungen ergibt?
> > * Wie dick/hoch wird der Sturz/Traeger, der dann rein muss grob sein
> > (die Mauer ist 11.5 dick - breiter sollte der Traeger nicht sein)
>
> nett ausgedrückt ;-) Schon mal nen Sturz gesehen, der breiter als die Wand
> ist ;-)
> Das macht man dann durch Höhe wett.
> Schaut sonst echt scheisse aus......

Im Prinzip ginge das sogar, wie mir spaeter einfiel: 11.5-Wand komplett raus,
30 (oder aehnlich) breite "Pfeiler" an die beiden Enden, und 30 breiten
und dafuer flachen Traeger drueber.
Saehe auch nicht schlecht aus ...

> > Raumhoehe 250cm, also Durchgangshoehe maximal 250-Traegerhoehe.
> > 210-220 wuerde ich mir (wenns breiter als eine normale Tuere wird)
> > wuenschen ... ginge das?
>
> Wenns breiter als ne normale Tür ist schliesse ich mich ausnahmsweise den
> Berufsbedenkenträgern an, die nicht mal ne Steckdose anklemmen wollen.
> Bei breiteren Durchgängen schadet fragen nicht. Ich musste 2 zusätzliche
> Bewehrungseisen mit einbetonieren, der 0815 Sturz war nicht mehr alleine
> zulässig. ABER! Die Wand war tragend und trägt wirklich einen nicht
> unwesentlichen
> Teil eines fast 6m Wohnzimmerdeckenelements. Da wollte der Statiker der
> Deckenfirma eine tragende Sturzkonstuktion sehen.

Mal fuer die Groessenordnung: wie gross (Breite des Durchgangs, Breite/Hoehe
der Sturzkonstruktion) ist das dann?

[...]

> Oder wird heute wirklich schon so knapp gebaut, was die Statik angeht?

Lass mich's mal so sagen: nachdem ich ein paar Beispiele kenne, wie
hier heute geplant und gebaut wird, will ich fuer mich auf Nummer
sicher gehen. D.h. neben der Aussage eines Statikers will ich fuer
mich Plausibilitaet haben, dass die neue Konstruktion mindestens so
gut ist wie die alte.

Wolfgang

Message has been deleted

Werner Maier

unread,
Dec 3, 2010, 5:49:01 PM12/3/10
to
Am 03.12.2010 21:59, schrieb Wolfgang May:

>
> Also Einschraenkung auf "falls sie tragend ist, was muss dann gemacht
> werden".

Dann muss sich in jedem Fall ein Tragwerksplaner vor Ort die Situation
anschauen und beurteilen. Erst dann kann er dir sagen, was geht und was
nicht. Möglich ist mit entsprechendem Aufwand auch bei einer tragenden
Wand sehr viel.

W.

Sabine Sauer

unread,
Dec 4, 2010, 5:00:02 AM12/4/10
to

"Wolfgang May" <m...@informatik.uni-goettingen.de> schrieb im Newsbeitrag

news:idbn0m$19al$3...@gwdu112.gwdg.de...

21er Wand. Durchgang ca 230cm breit, Deckenhoch bis auf den Sturz.
Der Sturz selbst besteht aus einem üblichen Fertigsturz der hat so ungefähr
7cm.
Dieser wurde als tragendes Element für die Schalung verwendet um nicht
unterstützen
zu müssen.
Links und rechts ein Schalbrettchen oben 2 daumendicke Armierungseisen rein
und das ganze mit 13cm B25 ausgegossen.
Summe Sturz mit Putz somit rund 20cm.


mfg

SS

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Maik Koenig

unread,
Dec 5, 2010, 7:29:45 AM12/5/10
to
Am 05.12.2010 13:00, schrieb Martin Gerdes:
> "Sabine Sauer" <Sabinch...@arcor.de> schrieb:

>>Oder wird heute wirklich schon so knapp gebaut, was die Statik angeht?
>
> Der Statiker, der mal für mich ein Haus gerechnet hat, hat im eigenen
> Haus _alle_ Innenwände (auch die tragenden) in 11,5 cm Stärke gebaut.

Was Null Aussagekraft hat. Es macht halt doch einen kleinen Unterschied,
ob ich da 11.5cm Beton habe oder 11.5cm Gasbetonsteine. Und letztere
haben auch noch unterschiedliche Festigkeiten, was das Ganze noch
lustiger werden lässt.

Greetz,
MK
--
GRMPF

Wolfgang May

unread,
Dec 5, 2010, 1:16:10 PM12/5/10
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
> Wolfgang May <m...@informatik.uni-goettingen.de> schrieb:

>
> >> > Im Stockwerk drunter, das fast denselben Grundriss hat, ist an der
> >> > Stelle (von Anfang an) eine Tuere.
>
> >> Das ist die Stützbewehrung für die Decke (Richtungsmatte 221 = 2,21
> >> cm²/m in Spannrichtung der Decke) im Bereich der Wand. Da ein
> >> Stützbewehrung vorhanden ist, heißt das, dass die Wand tragend ist.
> >> Einen Türdurchbruch (Sturz einbauen) herzustellen ist technisch kein
> >> Problem, jedoch muss der erforderliche Sturz von einem Tragwerksplaner
> >> bemessen werden.
>
> >Ok, danke.
> >Das heisst, ein komplett offener, deckenhoher Durchbruch kommt sowieso
> >nicht in Frage. Das grenzt das ganze schon mal ein.
>
> Das heißt das nicht. Wenn Du einen deckenhohen Durchbruch willst, muß
> halt die Decke an der Stelle verstärkt werden. Der Statiker weiß, wie
> das geht.

Natuerlich. Es ginge auch, das Haus abzureissen, und mit den
entsprechenden Veraenderungen neu aufzubauen.



> >Kann man ohne weitere Angaben grobe Hausnummern bestimmen, was
> >sich daraus an Einschraenkungen ergibt?
> >* Wie dick/hoch wird der Sturz/Traeger, der dann rein muss grob sein
> > (die Mauer ist 11.5 dick - breiter sollte der Traeger nicht sein)
> > Raumhoehe 250cm, also Durchgangshoehe maximal 250-Traegerhoehe.
> > 210-220 wuerde ich mir (wenns breiter als eine normale Tuere wird)
> > wuenschen ... ginge das?
>

> Frag den Statiker --

spaeter. Jetzt frage ich erstmal einfach in die Runde, ob Leute bereit
sind, ihr Wissen, Ideen und Erfahrungen mitzuteilen und auszutauschen.
Ist auch inspirierender.

> schließlich will und bekommt der Geld von Dir.

Der Satz lautet eigentlich "Der XY will nur Dein Bestes: Dein Geld".

Dazu habe ich mehrfach die Erfahrung gemacht, dass man als Kunde, wenn
offensichtlich ist, dass man wenig Ahnung hat nicht unbedingt
zielfuehrend und manchmal sogar unzureichend oder falsch beraten
(insbesondere wenn man selber nicht mal genau weiss, wonach man
eigentlich fragen bzw auf was man achten muss). Von daher moechte ich
zumindest ansatzweise auf Augenhoehe sein (wozu z.B. gehoert, dass ich
den Bauplan einigermassen verstehe), und einigermassen wissen, welche
Loesungen und Begriffe es gibt, und wie diese aussehen. Die Zeit dazu
moechte ich mir nehmen, und wenn das abgeschlossen ist, koennte im
naechsten Schritt ein Statiker mit einer dann hoffentlich ziemlich
konkreten Aufgabe das Geld bekommen, das er will.

Wolfgang


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Wolfgang May

unread,
Dec 5, 2010, 3:15:42 PM12/5/10
to
Sabine Sauer <Sabinch...@arcor.de> wrote:

> >> Wenns breiter als ne normale Tür ist schliesse ich mich ausnahmsweise den
> >> Berufsbedenkenträgern an, die nicht mal ne Steckdose anklemmen wollen.
> >> Bei breiteren Durchgängen schadet fragen nicht. Ich musste 2 zusätzliche
> >> Bewehrungseisen mit einbetonieren, der 0815 Sturz war nicht mehr alleine
> >> zulässig. ABER! Die Wand war tragend und trägt wirklich einen nicht
> >> unwesentlichen
> >> Teil eines fast 6m Wohnzimmerdeckenelements. Da wollte der Statiker der
> >> Deckenfirma eine tragende Sturzkonstuktion sehen.
> >
> > Mal fuer die Groessenordnung: wie gross (Breite des Durchgangs,
> > Breite/Hoehe
> > der Sturzkonstruktion) ist das dann?
>
> 21er Wand. Durchgang ca 230cm breit, Deckenhoch bis auf den Sturz.
> Der Sturz selbst besteht aus einem üblichen Fertigsturz der hat so ungefähr
> 7cm.
> Dieser wurde als tragendes Element für die Schalung verwendet um nicht
> unterstützen
> zu müssen.
> Links und rechts ein Schalbrettchen oben 2 daumendicke Armierungseisen rein
> und das ganze mit 13cm B25 ausgegossen.
> Summe Sturz mit Putz somit rund 20cm.

Danke. Damit nehme ich als weitere Arbeitshypothese mal an, dass quasi
dasselbe mit Breite ca. 14cm (soviel sind die anderen 11.5er Waende
hier mit Putz) fuer den Fall wohl reichen sollte um das unauffaellig
oben draufzukriegen. Zum einen ist der Durchgang kleiner, zum anderen
die Breite des Raumes/Deckenelementes kuerzer, und die vorherige Wand
war ja auch schmaler.

Wobei die andere Loesung, die sich aus dem "zu breiten" Traeger ergab -
Wand komplett raus, neue Konstruktion rein- auch gefallen koennte.
Oder gibt es Argumente, die das folgende sowieso komplett ausschliessen:
- Wand auf voller zugreifbarer Breite raus (ca. 2.40m, zwischen
Aussenwand (Dicke 30cm) am einen Ende, und auf der anderen
Seite bleiben noch 80 cm der urspruenglichen Wand entlang des
Schornsteins, dann 30er Innenwand)
- in die Luecke nur einen "Rahmen", d.h. linker Pfosten, rechter Pfosten,
Traeger oben drueber, rein?
Dann duerften die Auflagepunkte dieses Rahmens unten zu klein sein,
bzw die Belastung des Bodens (der auch die Decke des darunterliegenden
Stockwerks ist) zu gross. Also stattdessen unten einen Traeger
im Boden (da sind ca. 8 cm hoch irgendwas auf der Betondecke,
wahrscheinlich Daemmung+Estrich) auf die existierende Decke
bauen, wo vorher die Wand war, und die beiden Pfosten draufstellen
und Traeger obendrauf.
Dieser Rechteckrahmen muss dann die Stabilitaet der 11.5er Wand haben.

Falls jemand eine Abschaetzung hat, ob das totaler Schmarrn ist, bzw
wie breit/dick die Aussenpfeiler ca. waeren, wuerde ich mir ueber eine
Einschaetzung freuen.

Wolfgang

Wolfgang May

unread,
Dec 5, 2010, 3:37:54 PM12/5/10
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
> Maik Koenig <usene...@maikkoenig.de> schrieb:

>
> >>>Oder wird heute wirklich schon so knapp gebaut, was die Statik angeht?
>
> >> Der Statiker, der mal für mich ein Haus gerechnet hat, hat im eigenen
> >> Haus _alle_ Innenwände (auch die tragenden) in 11,5 cm Stärke gebaut.

Hier sind manche 11,5 und die anderen 24 bzw 30. Als Vorwort ist das
quasi mit "Das Gebaeude wird durch Massivplatten ueberspannt. Durch
eine ausreichende Zahl von Laengs- und Querwaenden wird das Gebaeude
ausgesteift" beschrieben.
Was auch wieder darauf hindeutet, dass die besprochene Wand eher nicht
viel zu tragen hat, sondern im wesentlichen da sein soll. (parallel
dazu auf der anderen Seite des einen Zimmers ist noch eine andere
Wand, die es im Statikplan garnicht gibt, die kann gerne bei der
Versteifung mithelfen).

> >Was null Aussagekraft hat. Es macht halt doch einen kleinen Unterschied,


> >ob ich da 11.5cm Beton habe oder 11.5cm Gasbetonsteine.
>

> Stimmt. Allerdings schien mir das Haus gemauert zu sein, was die
> Dimension bereits andeutet.


>
> >Und letztere haben auch noch unterschiedliche Festigkeiten, was das
> >Ganze noch lustiger werden lässt.
>

> Ich weiß, daß Du viele Dinge anders siehst als ich, dennoch erschließt
> sich mir nicht, was an einer Statik "lustig" sein soll.
>
> Der Statiker hat im Gespräch erläutert, daß er sein Haus (zu Gunsten des
> Innenraums)

... und um ein paar Pfennige fuer Steine zu sparen ;)

> so knapp wie irgend möglich dimensioniert habe. Ich habe das
> damals einfach so hingenommen und gebe es hier schlichtweg zur
> geflissentlichen Kenntnisnahme wieder.

Man kann sicher ein Steckenpferd bis zu mathematisch berechenbaren
Grenzen reiten. Wenn dann aber irgendwas dazwischenkommt
(Rechenfehler, Materialfehler, kleines Erdbeben, Bodensenkung,
Erdwaermebohrung (wem das nix sagt -> google nach "Staufen" und
Erdwaerme)) ist man ueber die Grenze raus und es broeckelt.

Das waere eben einer der Punkte, weswegen ich unbedingt eine eigene
Einschaetzung von den Dingen haben will, bevor ich blind einem Statiker
vertraue.

Wolfgang

Werner Maier

unread,
Dec 6, 2010, 12:42:56 PM12/6/10
to
Am 05.12.2010 21:15, schrieb Wolfgang May:
> Falls jemand eine Abschaetzung hat, ob das totaler Schmarrn ist, bzw
> wie breit/dick die Aussenpfeiler ca. waeren, wuerde ich mir ueber eine
> Einschaetzung freuen

Schmarrn.

W.

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