ich habe folgendes Problem:
Ich habe an einer bestimmten Stelle ein Loch mit dem Bohrer gebohrt, um
anschließend einen Dübel (6mm) reinzuschieben. Da das Loch geringfügig
falsch plaziert war, habe ich ein wenig (ca. 0,8cm) daneben ein weiteres
Loch gebohrt. Es kam natürlich, wie es kommen mußte: Die beiden Löcher haben
sich "verbunden", da der Abstand anscheinend zu gering war. Nun habe ich ein
einziges Riesenloch...:-(
"Schlau" wie ich bin, habe ich die Löcher anschließend mit Moltofill
zugemacht, einen Tag gewartet und wollte an der selben Stelle wieder ein
Loch bohren. Doch die Substanz, sprich das hart gewordene Moltofill, hat
mitnichten die Stärke, Stabilität etc. der ursprünglichen Mauer. Ein Bohren
ist daher unmöglich, das Loch "stürzt immer wieder in sich zusammen"...
Daher meine Frage: Ich muß leider genau an dieser bereits mit Moltofill
behandelten Stelle das Loch mit Dübel haben. Gibt es irgendeine Möglichkeit,
sprich eine bedeutend festere *Fertig*-Spachtelmasse etc., die wirklich
(zumindest annährend) die Härte der ursprünglichen Mauer besitzt (man kann
richtig darin bohren!)...? Wenn ja, wie heißt dieses "Zeug" bzw. könnt Ihr
mir was (außer Flüssigbeton...lol!) empfehlen?
Vielen dank! ;-))
--
Viele Grüße
Susan
[Reply-Adresse wird nur sporadisch gelesen]
> Daher meine Frage: Ich muß leider genau an dieser bereits mit Moltofill
> behandelten Stelle das Loch mit Dübel haben. Gibt es irgendeine
Du hast ein zu großes Loch in der Wand? Du willst es zuspachteln um ein
kleineres zu bohren? Wiso die Arbeit mit neu bohren?
Nimm dein Moltofill, schmier das Loch zu und stecke den Dübel dort rein
wo er benötigt wird ;-)
Michael(MO)
>...
> Du hast ein zu großes Loch in der Wand? Du willst es zuspachteln um
> ein kleineres zu bohren? Wiso die Arbeit mit neu bohren?
> Nimm dein Moltofill, schmier das Loch zu und stecke den Dübel dort
> rein wo er benötigt wird ;-)
>
Habe ich auch schon versucht: Das Teil, was ich da ranschraube ist zu
schwer; das feste Moltofill mit Dübel gibt nach und bricht (zumindest
teilweise) in sich zusammen...auch mit der o.g. Variante...
Es muß doch noch irgendetwas *härteres* für den Privatgebrauch (also ohne
Betonmischmaschine etc..) als das Moltofill-Zeug (Naturgips mit
Methylcellulosen) geben, oder?
Nochmals danke! ;-))
> Es muß doch noch irgendetwas *härteres* für den Privatgebrauch (also ohne
> Betonmischmaschine etc..) als das Moltofill-Zeug (Naturgips mit
> Methylcellulosen) geben, oder?
Racofix, AKA Schnellzement
Nick
--
Motor Modelle // Engine Models
<http://www.motor-manufaktur.de>
DIY-DRO // Eigenbau-Digitalanzeige
<http://www.yadro.de>
"Nick Müller" wrote:
> Susan Seitz <cand...@yahoo.com> wrote:
>
>> Es muß doch noch irgendetwas *härteres* für den Privatgebrauch (also
>> ohne Betonmischmaschine etc..) als das Moltofill-Zeug (Naturgips mit
>> Methylcellulosen) geben, oder?
>
> Racofix, AKA Schnellzement
>
> Nick
Gibt es sowas auch im Baumarkt zu kaufen, oder muß man dafür in
Spezialläden...?
> > Racofix, AKA Schnellzement
> Gibt es sowas auch im Baumarkt zu kaufen, oder muß man dafür in
> Spezialläden...?
In jedem Baumarkt. Tip: das Zeug bleibt in einem Marmeladeglas jahrelang
haltbar, in der originalen Packung nur einige Monate.
Gruß Dieter
> In jedem Baumarkt. Tip: das Zeug bleibt in einem Marmeladeglas jahrelang
> haltbar, in der originalen Packung nur einige Monate.
Was hast du zu Hause für Marmeladengläser? ;-)
ci
--
Ich möchte Microsoft wirklich nicht zerstören.
Dies wird nur ein gänzlich unbeabsichtigter Nebeneffekt sein
(Linus Torvalds)
>> Nimm dein Moltofill, schmier das Loch zu und stecke den Dübel dort
>> rein wo er benötigt wird ;-)
>>
>
> Habe ich auch schon versucht: Das Teil, was ich da ranschraube ist zu
> schwer; das feste Moltofill mit Dübel gibt nach und bricht (zumindest
> teilweise) in sich zusammen...auch mit der o.g. Variante...
Einen größeren Dübel nehmen und Schraube?
Oder den Dübel so einstecken, dass die Spreizung nicht in Richtung Langloch
zeigt.
Oder 8´er Loch bohren und ein Stück Rundholz d=10mm einschlagen, danach
einfach eine Spax einschrauben.
Tiefer Bohren und 5 cm längere Schraube nehmen.
Durchbohren und Gewindestange auf der anderen Seite der Wand mit U-Scheibe
ud Mutter sichern (ggf. Nachbarn fragen)
Loch aussaugen und mit Heiskleber füllen. In den frischen Kleber die
Schraube reinstecken.
HTH
Horst
Martin Gerdes schrieb:
> Moltofill ist grundsätzlich Gips, und Gips braucht Wasser zum Aushärten. Für
> eine gute Verbindung muß die Spachtelmasse komplett durchhärten können,
> dafür darf man ihr das Wasser nicht klauen. Wenn Du aber Molto in eine total
> trockene Wand streichst, passiert genau das: Die Wand saugt das Wasser auf
> wie ein Schwamm, dadurch kann zumindest die Randzone nicht korrekt
> aushärten. Ergebnis: Du hast einen Pfropfen Moltofill, den Dir bei
> geringster Belastung wieder entgegenkommt.
>
> Abhilfe: Wirklich sorgfältig vornetzen. Laß Dir Zeit dabei (Ich nehme für
> solche Zwecke eine Spritze mit Kanüle, ohne die kommst Du bei einem Bohrloch
> nicht in die Tiefe.
>
> Es gibt in der Tat für Deinen Zweck härtere Materialien als Gips, aber auch
> mit Schnellzement hast Du grundsätzlich das oben dargestellte Problem: Auch
> Schnellzement braucht Wasser zur Aushärtung, und er wird an der Oberfläche
> nicht hart, wenn man ihn direkt auf einen stark saugenden Untergrund bringt.
Dieses Grundwissen über hydraulische Bindemittel ist sicher nützlich,
allerdings ist Gips für mechanische Belastung (Dübel) ohne Ausnahme
ungegeignet weil zu bröselig.
Ernst-Peter
Danke für den Tip, das werde ich mal versuchen...;-))
Was würdest Du dann empfehlen, Ernst? Racofix? Oder etwas ganz anderes...?
Ich nehme Hagalith. Bekommst Du im Baumarkt. Wir holen es immer in 20
(oder 25?)-Kilosäcken. Allerdings haben wir auch einen Altbau, den wir
so allmählich renovieren.
Es geht aber auch so ziemlich jeder andere "Füllspachtel". Wichtig:
Untergrund muss staubfrei und gut angefeuchtet sein (wurde schon
ausgeführt). Ich nehme dazu bei kleineren Löchern eine Blumenspritze.
Die stelle ich auf sprühen und halte dann in das Loch rein. Und gib
ihm! Unter das Loch am besten einen Lappen an die Wand drücken, von
wegen der Schweinerei auf dem guten Parkettboden.
Bislang hat das immer noch geklappt. Auch bei den Hängeschränken in
der Küche - und das in unserem Altbau, wo der Putz von der Tapete
zusammen gehalten wird.
Nur Mut!
Heimwerken ist, wenn man trotzdem lacht.
Gruß aus Arft,
Dirk Weber
--
dirk-...@web.de
Valid but for spam only
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Yeppi!! ;-)))
Martin Gerdes schrieb:
> Ernst-Peter Nawothnig <E.P.Na...@t-online.de> schrieb:
>>>Schnellzement braucht Wasser zur Aushärtung, und er wird an der Oberfläche
>>>ni >
>
>>>Abhilfe: Wirklich sorgfältig vornetzen.
>>>Es gibt in der Tat für Deinen Zweck härtere Materialien als Gips,
aber auch
>>>mit Schnellzement hast Du grundsätzlich das oben dargestellte
Problem.: Auch
cht hart, wenn man ihn direkt auf einen stark saugenden Untergrund bringt.
>>
>
>>Dieses Grundwissen über hydraulische Bindemittel ist sicher nützlich,
>>allerdings ist Gips für mechanische Belastung (Dübel) ohne Ausnahme
>>ungeeignet, weil zu bröselig.
>
>
> Du kennst meinen Gips offenbar nicht.
> Davon abgesehen aber: Wie würdest Du das Problem denn lösen?
Wurde schon gesagt: Zement ist das Mittel der Wahl. Entweder den Dübel
mit Schnellzement direkt einsetzen, oder eben wenn Zeit ist Normalzement
nehmen. Damit kann man jede Wand u.U. auch großflächig "plombieren" und
beste Bohrqualität herstellen.
Ernst-Peter
Martin Gerdes schrieb:
>>Wurde schon gesagt: Zement ist das Mittel der Wahl. Entweder den Dübel
>>mit Schnellzement direkt einsetzen, oder eben wenn Zeit ist Normalzement
>>nehmen. Damit kann man jede Wand u.U. auch großflächig "plombieren" und
>>beste Bohrqualität herstellen.
>
>
> Vorausgesetzt halt, man schafft es, daß der Zementbatzen eine gute
> Verbindung mit der Wand eingeht. Gerade bei kleinen und tiefen Löchern
> erfordert das speziell sorgfältige Arbeit.
Ausblasen, vornässen, am besten verdünntes Material vor der eigentlichen
Füllung einarbeiten. Eine Flaschenbürste arbeitet optimal.
Ernst-Peter