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Unterputzdosen "tieferlegen": Wieviel Aufwand?

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Ralph Aichinger

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Jun 20, 2016, 2:20:18 AM6/20/16
to
Wenn man zwecks Heimautomatisierung bei ein paar Unterputzdosen
mehr Tiefe braucht (damit hinten ein Aktor oder Sensor reinpaßt),
dann ist wohl die sinnvollste Vorgehensweise die alte Dose
rauszuziehen/rauszuschneiden und dann tiefer zu bohren/stemmen.

Wieviel Gewürge ist das in der Praxis? Was ist da die sinnvollste
Vorgehensweise (guter Topfbohrer oder SDS-Meißel, Handstemmeisen)?

Und vor allem: Wie erreicht man dabei, daß seitlich einmündende
Kabel nicht beschädigt werden?

Und: Wie tief sind denn die tiefsten Dosen die noch Sinn ergeben?

TIA
/ralph

Thomas Krenzel .

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Jun 20, 2016, 2:28:28 AM6/20/16
to
Am 20.06.2016 um 08:20 schrieb Ralph Aichinger:
> Wenn man zwecks Heimautomatisierung bei ein paar Unterputzdosen
> mehr Tiefe braucht (damit hinten ein Aktor oder Sensor reinpaßt),
> dann ist wohl die sinnvollste Vorgehensweise die alte Dose
> rauszuziehen/rauszuschneiden und dann tiefer zu bohren/stemmen.

Bohr doch mal ein Loch neben eine vorhandene Dose um zu gucken; und setz
dort eine weitere nach deinen unbekannten Vorgaben ein. Könnte sein das
es viel einfacher ist eine neue Dose zu setzen wenn Du schon so viele
Befürchtungen hast bevor Du angefangen hast.

> Und: Wie tief sind denn die tiefsten Dosen die noch Sinn ergeben?

Das hängt doch von deinem Einsatzzweck ab. Wenn Du 10cm Tiefe benötigst
dann musst Du eben 10cm+ bohren.

T*

Ralph Aichinger

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Jun 20, 2016, 2:45:36 AM6/20/16
to
Thomas Krenzel . <thurga...@gmx.de> wrote:
> Bohr doch mal ein Loch neben eine vorhandene Dose um zu gucken; und setz
> dort eine weitere nach deinen unbekannten Vorgaben ein. Könnte sein das
> es viel einfacher ist eine neue Dose zu setzen wenn Du schon so viele
> Befürchtungen hast bevor Du angefangen hast.

Ich hab keine "Befürchtungen", ich würd nur gerne die Erfahrung "wenn
mir das wer vorher gesagt hätte, so gehts einfacher" nicht haben ;)

Das mit den Dosen daneben würde ich gerne vermeiden, denn die muß man
irgendwie abdecken, und das schaut so gut wie immer häßlich aus,
zumindest in Griffhöhe. Oben an der Decke ist es was anderes. Und ja,
ich hab auch eine "unsichtbar" abgedeckte Dose, prinzipiell geht
das, aber das ist halt auch ein Dokumentationsirrsinn (10 Jahre
später weiß das keiner mehr).

/ralph

Thorsten Böttcher

unread,
Jun 20, 2016, 3:38:02 AM6/20/16
to
On 20.06.2016 08:20, Ralph Aichinger wrote:

> Wieviel Gewürge ist das in der Praxis? Was ist da die sinnvollste
> Vorgehensweise (guter Topfbohrer oder SDS-Meißel, Handstemmeisen)?

Das hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab.
Ist die Dose in einer Ständerwand mit Gipskarton, dann ist das leicht.
Ist die Dose in einer gegossenen Betonwand, wirds schwieriger.

Davon ist auch abhängig ob man den Meißel nimmt, oder direkt zu
Bohrkrone greift.

Und dann hängt es auch davon ab, wie viel Leitungen in der Dose sind.
Eine simple Ausschaltung ist einfacher als eine Kreuzschaltung.

> Und vor allem: Wie erreicht man dabei, daß seitlich einmündende
> Kabel nicht beschädigt werden?

Vorsichtig arbeiten?

Auch wenn das nicht unbedingt korrekt ist, wird man in der Praxis
wahrscheinlich einfach den Boden wegstemmen, und den Rest der Dose drin
lassen.

Ansonsten heißt es Wand aufmachen, Leitungen aus der Dose ziehen, Dose
entfernen, Loch tiefer setzen, Dose mit Leitungen wieder einsetzen, Wand
neu verputzen.

Wolfgang Kynast

unread,
Jun 20, 2016, 3:52:39 AM6/20/16
to
On Mon, 20 Jun 2016 08:28:27 +0200, "Thomas Krenzel ." posted:

...
>Das hängt doch von deinem Einsatzzweck ab. Wenn Du 10cm Tiefe benötigst
>dann musst Du eben 10cm+ bohren.

Wandtiefe *vorher* messen ;-)

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Lutz Schulze

unread,
Jun 20, 2016, 4:08:56 AM6/20/16
to
Am Mon, 20 Jun 2016 09:52:36 +0200 schrieb Wolfgang Kynast:

>>Das hängt doch von deinem Einsatzzweck ab. Wenn Du 10cm Tiefe benötigst
>>dann musst Du eben 10cm+ bohren.
>
> Wandtiefe *vorher* messen ;-)

Wartungsöffnung hinten ist doch auch praktisch ;-)

Lutz

--
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Ralph Aichinger

unread,
Jun 20, 2016, 4:17:34 AM6/20/16
to
Thorsten Böttcher <thorste...@gmx.net> wrote:
> Das hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab.
> Ist die Dose in einer Ständerwand mit Gipskarton, dann ist das leicht.
> Ist die Dose in einer gegossenen Betonwand, wirds schwieriger.

Ein Großteil meiner Wände sind entweder mit Beton gefüllte Hohlkammer-
Ziegel oder die klassischen rötlichen Ziegeln, von Wand zu Wand
verschieden (tragende eher ersteres, andere Wände eher letzteres).
Der Putz drüber ist leider sehr bröckelig und verabschiedet sich
sehr schnell.

> Vorsichtig arbeiten?

Ja, eh. Nur kann man das prinzipiell schaffen oder sollte man
es eher bleibenlassen (mit der Bohrkrone).

> Auch wenn das nicht unbedingt korrekt ist, wird man in der Praxis
> wahrscheinlich einfach den Boden wegstemmen, und den Rest der Dose drin
> lassen.
>
> Ansonsten heißt es Wand aufmachen, Leitungen aus der Dose ziehen, Dose
> entfernen, Loch tiefer setzen, Dose mit Leitungen wieder einsetzen, Wand
> neu verputzen.

Danke, solche Tips aus der Praxis hab ich mir erhofft.

/ralph

Hans-Jürgen Meyer

unread,
Jun 20, 2016, 4:34:43 AM6/20/16
to
Am 20.06.2016 um 08:20 schrieb Ralph Aichinger:
> Wenn man zwecks Heimautomatisierung bei ein paar Unterputzdosen
> mehr Tiefe braucht (damit hinten ein Aktor oder Sensor reinpaßt),
> dann ist wohl die sinnvollste Vorgehensweise die alte Dose
> rauszuziehen/rauszuschneiden und dann tiefer zu bohren/stemmen.
>
Kann man machen. Muss man aber nicht... :)

> Wieviel Gewürge ist das in der Praxis? Was ist da die sinnvollste
> Vorgehensweise (guter Topfbohrer oder SDS-Meißel, Handstemmeisen)?
>
Das mach so gar keinen Spass. Speziell deswegen:

> Und vor allem: Wie erreicht man dabei, daß seitlich einmündende
> Kabel nicht beschädigt werden?
>
Vorher freilegen... :(

> Und: Wie tief sind denn die tiefsten Dosen die noch Sinn ergeben?
>
Das kommt auf die Dicke der Wand an.

Aber denk mal nicht in rund sondern in eckig. Zumindest wenn es sich um
Verteilerdosen handelt. Also sowas:
https://www.conrad.de/de/341304001-up-verteilerdose-629510.html
Gibt es in verschiedenen Größen.

oder so etwas:
https://www.hv-store.de/Geraeteabzweigdose eine UP mit Stutzen.

Loch größer machen ist meist einfacher und sauberer als tiefer. Und die
Gefahr von Kabelbeschädigungen kleiner...

Hans-Jürgen





Jo Warner

unread,
Jun 20, 2016, 4:49:18 AM6/20/16
to
Am 20.06.2016 um 09:38 schrieb Thorsten Böttcher:

> Davon ist auch abhängig ob man den Meißel nimmt, oder direkt zu
> Bohrkrone greift.
>
> Und dann hängt es auch davon ab, wie viel Leitungen in der Dose sind.
> Eine simple Ausschaltung ist einfacher als eine Kreuzschaltung.

Wenn nicht alle Leitungen vorher rund um die bisherige Dose freigelegt
und aus der bisherigen Dose rausgezogen wurden fällt Bohrkroneneinsatz
definitiv aus. Außerdem müssen die Leitungen in die neue/tiefere Dose
nach deren Montage seitlich reingesteckt werden.

Thomas Einzel

unread,
Jun 20, 2016, 6:12:41 AM6/20/16
to
Am 20.06.2016 um 08:20 schrieb Ralph Aichinger:
> Wenn man zwecks Heimautomatisierung bei ein paar Unterputzdosen
> mehr Tiefe braucht (damit hinten ein Aktor oder Sensor reinpaßt),
> dann ist wohl die sinnvollste Vorgehensweise die alte Dose
> rauszuziehen/rauszuschneiden und dann tiefer zu bohren/stemmen.
>
> Wieviel Gewürge ist das in der Praxis? Was ist da die sinnvollste
> Vorgehensweise (guter Topfbohrer oder SDS-Meißel, Handstemmeisen)?

Der Aufwand ist es wie eine neue Dose zusetzen...

> Und vor allem: Wie erreicht man dabei, daß seitlich einmündende
> Kabel nicht beschädigt werden?

Vorsichtig heraus"pickern" und Leitungen/Rohre seitlich sichern, SDS
Dosenbohrer, neue Dose mit Leitungen/Rohren wieder eingipsen

> Und: Wie tief sind denn die tiefsten Dosen die noch Sinn ergeben?

Hast du fertige Dosen schon über ca. 65mm Tiefe gesehen? Kaiser
Elektronikdose u.ä. ist oft auch eine gute Wahl, du muss ja sowieso die
Leitungen/Rohre heraus ähm - stemmen.

Ich habe auch schon zwei Mehrfachdosen übereinander geklebt und den
Boden der ersten hinterher "Thermisch" heraus geschnitten, das sind aber
nicht kaufbare Speziallösungen.

Tipp: da du mehr Platz brauchst, nimm tiefe Mehrfachdosen mit
gemeinsamen Innenraum, keine aneinandergereihten einzelnen Dosen. In
letztere passt oft die Bustechnik zwar gut rein, aber Leitungen und
Klemmen werden zur Qual und ein Taster soll oft auch noch oben drauf.

Was auch noch geht: statt eine einzelne Dose in der Tiefe zu
"erweitern", eine zusätzliche Dose im richtigen Abstand z.B. darunter
als tiefe Dose oder Elektronikdose setzen, eine Verbindung zur vorhanden
herstellen, Doppelrahmen mit einem Blinddeckel.

Und für Taster gibt es _auch_ EnOcean... ohne Leitungen und ohne
Batterien :-)

--
Thomas

HC Ahlmann

unread,
Jun 20, 2016, 6:40:15 AM6/20/16
to
Thomas Krenzel . <thurga...@gmx.de> wrote:

...und hoffen, dass noch etwas Wand stehen bleibt (Innenwandstärke ab
11,5cm beachten).
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Jo Warner

unread,
Jun 20, 2016, 8:09:31 AM6/20/16
to
Am 20.06.2016 um 12:40 schrieb HC Ahlmann:

>> Das hängt doch von deinem Einsatzzweck ab. Wenn Du 10cm Tiefe benötigst
>> dann musst Du eben 10cm+ bohren.
>
> ...und hoffen, dass noch etwas Wand stehen bleibt (Innenwandstärke ab
> 11,5cm beachten).

Und wenn die Krone selbst bei 10 cm ist, steckt der Zentrierbohrer auf
12 cm oder bei nichttragenden Wänden eventuell beides zusammen schon
vorher in der Schalterdose vom Nebenraum.

Gerd Kluger

unread,
Jun 20, 2016, 8:30:01 AM6/20/16
to
Bei einer 11er Wand sitzen zwei gegenüberliegende tiefe Dosen genau
Popo an Popo, zweckdienlicher Weise bohrt man erst das Zentrierloch
und dann von beiden Seiten. Bei einseitiger Dose oder dickeren Wänden
gibt es üblicherweise keine Probleme.

Gruß
Gerd

Georg Wieser

unread,
Jun 20, 2016, 2:42:01 PM6/20/16
to
Am 20.06.2016 um 14:20 schrieb Gerd Kluger:

>
> Bei einer 11er Wand sitzen zwei gegenüberliegende tiefe Dosen genau
> Popo an Popo,


hat den Vorteil, Du kannst aus den Kinderzimmer umklemmen ohne den
Wohnzimmerschrank abbauen zu müssen :-)

Martin D. Bartsch

unread,
Jun 21, 2016, 6:52:50 AM6/21/16
to
On Mon, 20 Jun 2016 08:20:17 +0200 (CEST), Ralph Aichinger
<r...@pi.h5.or.at> wrote:

>
>Und vor allem: Wie erreicht man dabei, daß seitlich einmündende
>Kabel nicht beschädigt werden?

Wenn auf der anderen Seite der Wand keine Dose ist, würde ich mittig
durch die Dose durchbohren und dann von der anderen Seite der Wand die
Bohrkrone ansetzen.

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