Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Wärmedämmeigenschaften einer Holzbalkendecke

287 views
Skip to first unread message

Lutz Schulze

unread,
Oct 1, 2000, 3:00:00 AM10/1/00
to
Hallo alle miteinander,

angesichts der steigenden Energiepreise macht man sich ja auch über
mögliche Sparpotentiale Gedanken.

Eine der Schwachstellen unseres Hauses scheint mir die Holzbalkendecke
des Obergeschoßes (ca 65 qm) zum kalten, nicht gedämmten Dachboden zu
sein. Eine Neudeckung und damit Dämmung des Daches ist erst in 5 -8
Jahren geplant.

Welchen Dämmwert kann man in etwa für eine Decke annehmen, die von
oben nach unten wie folgt aufgebaut ist:

2 cm starke Holzdielen auf Balken (Balkenabstand ca. 90 cm)
5 cm hohe Schlacke zwischen Balken
1,5 cm starke Holzschalung zwischen Balken
10 cm Luft zwischen Balken
1,5 cm starke Holzschalung unter Balken
1 cm Putz von unten an der Schalung
5 cm Luft durch abgehängte Decke
1 cm starke Paneele aus gepreßten Holzspänen

Für eine Schätzung oder eine Quelle mit Formeln
für die Berechnung dankt

Lutz


--
Jede Menge kommentierte Links zu Informationen rund um Netzwerke:
http://www.netzwerkseite.de

wern...@my-deja.com

unread,
Oct 2, 2000, 3:00:00 AM10/2/00
to

> angesichts der steigenden Energiepreise macht man sich ja auch über
> mögliche Sparpotentiale Gedanken.
>
> Eine der Schwachstellen unseres Hauses scheint mir die Holzbalkendecke
> des Obergeschoßes (ca 65 qm) zum kalten, nicht gedämmten Dachboden zu
> sein.

Ist mit Sicherheit richtig :-)

> Eine Neudeckung und damit Dämmung des Daches ist erst in 5 -8
> Jahren geplant.

IMHO gibt es auch wenig Grund, die Pfannen vorzeitig auf den Müll zu
werfen - das ist auch nicht gerade umweltschonend, brauchbare
Bausubstanz mit dem Grund "Energiesparen" zu verschrotten.


>
> Welchen Dämmwert kann man in etwa für eine Decke annehmen, die von
> oben nach unten wie folgt aufgebaut ist:
>
> 2 cm starke Holzdielen auf Balken (Balkenabstand ca. 90 cm)

Fast 0, wegen der Fugen dazwischen

> 5 cm hohe Schlacke zwischen Balken
> 1,5 cm starke Holzschalung zwischen Balken
> 10 cm Luft zwischen Balken
> 1,5 cm starke Holzschalung unter Balken
> 1 cm Putz von unten an der Schalung
> 5 cm Luft durch abgehängte Decke
> 1 cm starke Paneele aus gepreßten Holzspänen
>
> Für eine Schätzung oder eine Quelle mit Formeln

Holz hat lambda = 0,13, Putz und Schlacke 0,3, stehende Luft hat einen
kon´stanten Wert - weiß ich aber nicht auswendig. lambda x dicke = 1/k.
bei mehreren Schichten: erst addieren, dann Kehrwert. Wenn keiner was
schlaueres postet, seh ich mal genauer nach :-)

Viel kommt dabei nicht herum. Ich hätte folgenden Vorschlag:
Kauf das Dämmmaterial und leg es auf dem Boden aus. Darunter eine Lage
Baupappe, um Konvektion zu verhindern.
Wenn das Dach "dran" ist, nimms Du die Dämmung auf und baust sie
hinterher ins Dach ein. Da ist die von mir immer mal wieder gelobte
Zellulosedämmung gut im Rennen: alle 2 m ein Brett senkrecht auf den
Boden, als höhenvorgabe, Z. dazwischen, mit der Richtlatte oder Brett
abziehen. Gegen rumstauben Wassernebel drüber sprühen, dann backt die
Oberfläche zusammen - so ähnlich wie bei Pappmachee.

Hab ich mal aus dem Netz gesaugt: 'Wärmeschutz-Programm 3.0 -
Schulversion' von Holzer-Software, Oeltzschner Str.80, 06217 Merseburg.
Die Software ist frei zum Spielen. Leider habe ich den Link nicht mehr.


Viele Grüße
Werner Reimann


Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.

Martin Rabers

unread,
Oct 2, 2000, 3:00:00 AM10/2/00
to
> Leider habe ich den Link nicht mehr.

http://www.baunet.de/holzer-software/schulversion.html ..... unten auf
"laden" drücken!

Lutz Schulze

unread,
Oct 3, 2000, 3:00:00 AM10/3/00
to
On Mon, 02 Oct 2000 08:04:36 GMT, wern...@my-deja.com wrote:


>Holz hat lambda = 0,13, Putz und Schlacke 0,3, stehende Luft hat einen
>kon´stanten Wert - weiß ich aber nicht auswendig. lambda x dicke = 1/k.
>bei mehreren Schichten: erst addieren, dann Kehrwert. Wenn keiner was
>schlaueres postet, seh ich mal genauer nach :-)
>

Habe nach dieser Anregung nochmal im Web recherchiert und meine
Formelsammlung aus den 80'ern rausgekramt.

Für ruhende Luft habe ich Lambda 0,026 (ähnlich Schaumstoff) gefunden.

Allerdings habe ich nach der Formelsammlung Lambda/Stärke rechnen
müssen, passt dann auch mit der Einheit für den K-Wert W/m²*K.

In meiner Formelsammlung ist das als Wärmedurchlässigkeit (WD)
bezeichnet. Die Kehrwerte der einzelnen Wärmedurchlässigkeitswerte
werden addiert und ergeben dann den Kehrwert des K-Wertes der
Gesamtkonstruktion.

Stärke in m Material Lambda WD 1/WD
0,05 Schlacke 0,3 6,00 0,17
0,015 Holz 0,13 8,67 0,12
0,1 Luft 0,026 0,26 3,85
0,015 Holz 0,13 8,67 0,12
0,01 Putz 0,3 30,00 0,03
0,05 Luft 0,026 0,52 1,92
0,01 Holz 0,13 13,00 0,08

1 / K-Wert 6,28
K-Wert 0,16

(Tabelle bitte mit 'Fixed Pitch Font' (rechte Maustaste) betrachten! )

Allerdings erscheint mir das Ergebnis mit K= 0,16 dann doch zu
günstig. Allerdings, wenn ruhende Luft wirklich so gut dämmt, warum
nicht.

Vielleicht findet ja noch jemand einen Fehler?


Wie in Werners Posting benannte Software bringt mir leider immer einen
'Illegal Function Call'. (Windows 98)

Robert Pflüger

unread,
Oct 3, 2000, 3:00:00 AM10/3/00
to
Hallo Lutz,
nach DIN 4108:
waagerechte Luftschichten, die nicht mit der Außenluft in Verbindung
stehen:
10 bis 20 mm 1/Lambda = 0,14 m²K/W
über 20 bis 500 mm 1/Lambda = 0,17 m²K/W

die Wärmeleitfähigkeit von Kalkputz ist 0,87 W/(mK), die von Gipsputz
0,35

Die Wärmeübergangswiderstände für eine Decke unter nicht ausgebautem
Dachgeschoß: innen 0,13 m²K/W und außen 0,08 m² K/W

Gruß,
Robert

Lutz Schulze wrote:
>
> On Mon, 02 Oct 2000 08:04:36 GMT, wern...@my-deja.com wrote:
>
> >Holz hat lambda = 0,13, Putz und Schlacke 0,3, stehende Luft hat einen
> >kon´stanten Wert - weiß ich aber nicht auswendig.

> ...

0 new messages