hält der Kessel 5 bar aus?
der eingefüllte Vordruck im Kessel ist der Druck der mindestens von der
Pumpe aufgebaut werden muss um Wasser in den Kessel drücken zu können.
Fällt der Systemdruck unterhalb des Vordruckes, ist der Kessel leer.
also würde ich den Vordruck auf 2,1 bar einstellen.
--
mit freundlichem Gruß
Robert
> [Vordruck Membrandruckbehälter]
Zumeist beträgt der Vordruck 1,8 bar. Er sollte auf jeden Fall niedriger
als der Einschaltdruck der Pumpe sein.
Je größer die Spreizung zwischen Einschalt- und Ausschaltdruck ist, umso
mehr nutzbaren Wasservolumen kann der Druckbehälter aufnehmen.
Allerdings sollte die Summe aus Vordruck und Ausschaltdruck nicht den
zulässigen Gesamtdruck übersteigen.
> Horst Willingshofer schrieb:
>
>> [Vordruck Membrandruckbehälter]
>
> Zumeist beträgt der Vordruck 1,8 bar. Er sollte auf jeden Fall niedriger
> als der Einschaltdruck der Pumpe sein.
Nein! Der Vordruck* sollte idealer Weise genau dem Einschaltdruck
entsprechen. So wird das verfügbare Volumen maximal ausgenutzt, damit die
Pumpe möglichst selten schaltet. Der Ausgleichsbehälter ist dann genau
leer, wenn der Einschaltdruck erreicht wird. Allerdings kann der
Wasserdruck einen kurzen Augenblick komplett zusammenbrechen, bevor die
Pumpe angelaufen ist. Daher empfiehlt es sich das Gaspolster* z.B. 0,1 bar
_höher_ aufzupumpen.
> Je größer die Spreizung zwischen Einschalt- und Ausschaltdruck ist, umso
> mehr nutzbaren Wasservolumen kann der Druckbehälter aufnehmen.
Stimmt. Zusätzlich gilt: Je weiter der Gasdruck* unter dem Einschaltdruck
liegt, desto größer ist das ungenutzte Wasservolumen, das niemals
entnommen wird (solange Strom verfügbar ist).
*) Gemeint ist hier der Gasdruck, während der Wasserdruck Null ist, also
kein Wasser im Behälter ist.
--
Gruß Ludwig
http://info.kopp-verlag.de/video.html
Das sollte 0,8 bar heißen und bezieht sich auf die werksmäßige
Voreinstellung. Allerdings habe ich die eigentliche Frage damit nicht
beantworte, was ich hiermit nachholen möchte.
> Nein! Der Vordruck* sollte idealer Weise genau dem Einschaltdruck
> entsprechen. So wird das verfügbare Volumen maximal ausgenutzt, damit die
> Pumpe möglichst selten schaltet. Der Ausgleichsbehälter ist dann genau
> leer, wenn der Einschaltdruck erreicht wird. Allerdings kann der
> Wasserdruck einen kurzen Augenblick komplett zusammenbrechen, bevor die
> Pumpe angelaufen ist. Daher empfiehlt es sich das Gaspolster* z.B. 0,1 bar
> _höher_ aufzupumpen.
Nein, keinesfalls. Üblicherweise liegt der Vordruck um 0,14 bar
niedriger als der Ausschaltdruck. Ansonsten verwirrst du nur den
Druckschalter. Die Pumpe soll außerdem nicht erst dann zu laufen
beginnen, wenn der Druckbehälter knochentrocken ist, sonder eben erst
kurz bevor der Behälter leer ist. Dies erreicht man nur dann, wenn der
Vordruck niedriger als der Einschaltdruck ist. Sonst bekommt man nämlich
genau den Effekt, den du oben beschrieben hast.
In erster Linie ergibt sich die Druckbehältergröße aus der
Durchflussleistung der Pumpe z.B ltr/min, der Mindestlaufzeit der Pumpe
üblicherweise mind. 30 Sekunden und der Spreizung zwischen Einschalt-
und Ausschaltpunkt.
Der Einschaltpunkt hängt u.a. auch davon, welche Höhendifferenz zu
überwinden ist. Wenn du über 20 mtr Höhendifferenz gehen muss und du
willst, das oben noch genügend Druck in der Leitung ist, dann kannst du
den Einschaltpunkt der Pumpe nicht auf 1,5 bar stellen.
Konkret an einem Beispiel gerechnet
Druckbehältervolumen: 65 ltr
Einschaltdruck: 2,5 bar
Vordruck: 2,5 bar - 0,14bar = 2,36 bar
Ausschaltdruck: 5,5 bar
Luftdruck: 1,024 bar
Q Pumpe: 50 ltr/min (=3 cbm/h)
geplante Mindestlaufzeit: 0,5 min
ergäbe z.B ein tatsächlich nutzbares Wasservolumen von 25 ltr. Im
vorliegendem Fall wird also die Pumpenmindestlaufzeit von 30Sek
eingehalten
Verringern wir den Einschaltdruck in diesem Beispiel um 0,1 bar, so
haben wir gerade mal 1 ltr gewonnen, was sich auf die verlängerte
Pumpenlaufzeit nur marginal im Bereich von 0,8 Sekunden auswirkt.
Also nochmals an den OP: Der Vordruck richtet sich nach dem
Einschaltdruck und sollte 0,14bar niedriger als dieser sein.
> Ludwig Körner schrieb:
>> Daher empfiehlt es sich das Gaspolster* z.B. 0,1
>> bar _höher_ aufzupumpen.
>
> Nein, keinesfalls. Üblicherweise liegt der Vordruck um 0,14 bar
> niedriger als der Ausschaltdruck. Ansonsten verwirrst du nur den
> Druckschalter. Die Pumpe soll außerdem nicht erst dann zu laufen
> beginnen, wenn der Druckbehälter knochentrocken ist, sonder eben erst
> kurz bevor der Behälter leer ist. Dies erreicht man nur dann, wenn der
> Vordruck niedriger als der Einschaltdruck ist. Sonst bekommt man nämlich
> genau den Effekt, den du oben beschrieben hast.
Sorry für die Verwirrung, du hast völlig Recht! (Außer vielleicht mit der
Behauptung, dass der Druckschalter verwirrt wird. Ein steiler Druckabfall
nach Trockenfallen des Behälters sollte diesen zuverlässig einschalten.)
> Also nochmals an den OP: Der Vordruck richtet sich nach dem
> Einschaltdruck und sollte 0,14bar niedriger als dieser sein.
Richtig!
Das sollte 0,8 bar heißen und bezieht sich auf die werksmäßige
Voreinstellung. Allerdings habe ich die eigentliche Frage damit nicht
beantworte, was ich hiermit nachholen möchte.
> Nein! Der Vordruck* sollte idealer Weise genau dem Einschaltdruck
> entsprechen. So wird das verfügbare Volumen maximal ausgenutzt, damit die
> Pumpe möglichst selten schaltet. Der Ausgleichsbehälter ist dann genau
> leer, wenn der Einschaltdruck erreicht wird. Allerdings kann der
> Wasserdruck einen kurzen Augenblick komplett zusammenbrechen, bevor die
> Pumpe angelaufen ist. Daher empfiehlt es sich das Gaspolster* z.B. 0,1 bar
> _höher_ aufzupumpen.
Nein, keinesfalls. Üblicherweise liegt der Vordruck um 0,14 bar
niedriger als der Einschaltdruck. Ansonsten verwirrst du nur den
Druckschalter. Die Pumpe soll außerdem nicht erst dann zu laufen
beginnen, wenn der Druckbehälter knochentrocken ist, sonder eben erst
kurz bevor der Behälter leer ist. Dies erreicht man nur dann, wenn der
Vordruck niedriger als der Einschaltdruck ist. Sonst bekommt man nämlich
genau den Effekt, den du oben beschrieben hast.
In erster Linie ergibt sich die Druckbehältergröße aus der
Durchflussleistung der Pumpe z.B ltr/min, der Mindestlaufzeit der Pumpe
üblicherweise mind. 30 Sekunden und der Spreizung zwischen Einschalt-
und Ausschaltpunkt.
Der Einschaltpunkt hängt u.a. auch davon, welche Höhendifferenz zu
überwinden ist. Wenn du über 20 mtr Höhendifferenz gehen muss und du
willst, das oben noch genügend Druck in der Leitung ist, dann kannst du
den Einschaltpunkt der Pumpe nicht auf 1,5 bar stellen.
Konkret an einem Beispiel gerechnet
Druckbehältervolumen: 65 ltr
Einschaltdruck: 2,5 bar
Vordruck: 2,5 bar - 0,14bar = 2,36 bar
Ausschaltdruck: 5,5 bar
Luftdruck: 1,024 bar
Q Pumpe: 50 ltr/min (=3 cbm/h)
geplante Mindestlaufzeit: 0,5 min
ergäbe z.B ein tatsächlich nutzbares Wasservolumen von 25 ltr. Im
vorliegendem Fall wird also die Pumpenmindestlaufzeit von 30Sek
eingehalten
Verringern wir den Einschaltdruck in diesem Beispiel um 0,1 bar, so
haben wir gerade mal 1 ltr gewonnen, was sich auf die verlängerte
Pumpenlaufzeit nur marginal im Bereich von 0,8 Sekunden auswirkt.
Also nochmals an den OP: Der Vordruck richtet sich nach dem
>>> Daher empfiehlt es sich das Gaspolster* z.B. 0,1
>>> bar _höher_ aufzupumpen.
>> Nein, keinesfalls. Üblicherweise liegt der Vordruck um 0,14 bar
>> niedriger als der Ausschaltdruck. ....
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*seufz* Das muss Einschaltdruck heißen.
> Sorry für die Verwirrung, du hast völlig Recht!
Und ich sollte nicht mehr so spät Postings abschicken und/oder sie vor
dem Absenden erst mal 3 Tage ruhen lassen. Ich habe mir das vor dem
Posten gründlich durchgelesen und dennoch ist mir obiger Fehler nicht
aufgefallen. Bedenklich! :-(
wenn der Vordruck 0,1 bar höher ist als der Einschaltdruck macht das dem
Druckschalter gar nichts. Aber man hat halt bei der Wasserentnahme, wenn
der Wsserdruck unter den eingestellten Vordruck fällt, einen rasanten
Druckabfall der weit unter den Einschaltdruck fallen kann, da das
Ausdehnungsgefäß unterhalb des Vordruckes kein Wasser mehr raus drücken
kann. Die Druckschwankungen können (langfristig) Probleme bereiten.
Ob nun der Vordruck 0,1 0der 0,2 oder 0,14 bar unterhalb des
Einschaltdruckes liegt, wäre im Einzelfall auszuprobieren und ist im
Wesentlichen von der aktuellen Entnahme und der "Geschwindigkeit" der
Pumpe und der Größe des Ausdehnungsgefäßes abhängig.
Aber ich glaub da sind wir ohnehin einer Meinung.