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knarrende Verlegeplatten beruhigen

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Günter Hackel

unread,
Mar 25, 2008, 5:14:45 AM3/25/08
to
Hallo
in einem großen, aber recht verwinkelten Raum im Dachgeschoß habe ich
mir ein Studio eingerichtet. Weil dort manchmal auch Tonaufnahmen mit
Mikrofonen gemacht werden, nervt es, dass beim umhergehen die ehemals
schlecht verlegten Verlegeplatten unter dem Teppichboden knarren. Jetzt
kommt neuer Boden rein (Laminat) und dazu habe ich den Teppichboden
schon mal rausgerissen. Zusätzliche Verschraubungen haben nichts
gebracht, vermutlich ist auch der Unterbau nicht sehr sorgfältig verlegt
worden. Die Platten komplett rausreißen wäre das Beste aber das kommt
z.B. schon deshalb nicht in Frage weil es ein gemietetes Haus ist und
der Eigentümer das nicht möchte.
Frage: Würde es wohl etwas nützen, wenn ich an den schlimmsten
Stellen Löcher in den Boden bohre und dort Montageschaum reinspritze?
Eigentlich müssten dadurch die Platten verklebt und gleichzeitig auch
noch unterstützt werden. Ein wenig besser wird es vielleicht auch nach
der Verlegung des Laminats mit Dampfsperre und zusätzlicher
Trittschalldämmung.
Was meint ihr, ist es einen Versuch wert?
gh

Robert Pflüger

unread,
Mar 25, 2008, 5:30:46 AM3/25/08
to
Günter Hackel schrieb:
> ...

> Frage: Würde es wohl etwas nützen, wenn ich an den schlimmsten Stellen
> Löcher in den Boden bohre und dort Montageschaum reinspritze?

ich denke das wird nicht funktionieren ... und es ist auch das
Einverständnis des Vermeiters notwedig.

1. weiß man nicht wo man den Schaum plaziert. Ist der
Konstruktionsaufbau bekannt, Lage der Balken, Fehlboden vorhanden? Das
gibt "im verborgenen" nur eine sauerei. Gewünschte Wirkung wäre purer
Zufall.

2. dort wo es knarrt reibt Holz auf Holz. in diese Pressfuge wirst Du
keinen Schaum bekommen.

Fersuch den Ort wo das Geräusch her kommt möglichst genau zu orten und
kauf noch eine Packung Schrauben.

--
mit freundlichem Gruß


Robert

Jürgen Exner

unread,
Mar 25, 2008, 8:43:56 AM3/25/08
to
Günter Hackel <inv...@invalid.invalid> wrote:
>schlecht verlegten Verlegeplatten unter dem Teppichboden knarren. Jetzt
> Frage: Würde es wohl etwas nützen, wenn ich an den schlimmsten
>Stellen Löcher in den Boden bohre und dort Montageschaum reinspritze?

Montageschaum ist mechanisch nicht stabil, d.h. unter staendig wechselnder
Last beim Daruebergehen wird er langsam zerbroeseln.

jue

Günter Hackel

unread,
Mar 25, 2008, 2:36:52 PM3/25/08
to
Jürgen Exner schrieb:

Hallo
stimmt, das ist mir inzwischen auch eingefallen. Ich werde die
Schaumparty also sausen lassen und es zur Not eben knarren lassen - ging
ja bisher auch.
gh

Lutz Schulze

unread,
Mar 25, 2008, 2:50:51 PM3/25/08
to
Am Tue, 25 Mar 2008 19:36:52 +0100 schrieb Günter Hackel:

>>> Frage: Würde es wohl etwas nützen, wenn ich an den schlimmsten
>>>Stellen Löcher in den Boden bohre und dort Montageschaum reinspritze?
>>
>> Montageschaum ist mechanisch nicht stabil, d.h. unter staendig wechselnder
>> Last beim Daruebergehen wird er langsam zerbroeseln.
>
> Hallo
> stimmt, das ist mir inzwischen auch eingefallen. Ich werde die
> Schaumparty also sausen lassen und es zur Not eben knarren lassen - ging
> ja bisher auch.
> gh

Ich hatte vor 8 etwa Jahren das Problem, dass ein neu aufgebauter Fussboden
in einem kleinen Bad (alte Holzbalkendecke) vor dem verlegen der Fliesen bei
betreten an einigen Stellen etwas mehr nachgab als das eigentlich geplant
war. Die Schüttung hatte sich scheinbar etwas zu sehr verdichtet bzw. war
dort nicht ausreichend eingebracht.

Die Alternative zum alles wieder auseinandernehmen war, an den Stellen etwa
8mm durch Fermacell und OSB zu bohren und etwas Schaum einzubringen. Hält
bis heute.

Was will man machen, nicht alles gelingt 100%.

Lutz

--
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Frank Lassowski

unread,
Mar 25, 2008, 2:54:40 PM3/25/08
to
Günter Hackel schrub:

Moin Günter,

mir fällt auch nicht wirklich was vernünftiges außer neu oder 5 kg Spax
ein. Aber etwas völlig aus dem Bauch: Robert schreibt ja richtig, dass da
irgendwo Holz auf Holz reibt, ich vermute stark, dass die Verlegeplatten
nicht verleimt wurden. Wie isses mit *ölen* oder *wachsen*? Ich könnte mir
vorstellen, dass flüssiges Kerzenwachs in Maßen auf die Fugen geschüttet
oder ein wenig Öl Linderung verschafft. Dazu muss das Zeugs aber auch
wirlich gründlich in die Fuge, vielleicht vorsichtig mit Heißluftfön
nachhelfen.

Aber, wie gesagt, das ist nur aus dem Bauch - bei Schubläden
funktioniert's ja auch...

Gruß

Frank

Jürgen Exner

unread,
Mar 25, 2008, 4:11:54 PM3/25/08
to
Lutz Schulze <lsch...@netzwerkseite.de> wrote:
>Ich hatte vor 8 etwa Jahren das Problem, dass ein neu aufgebauter Fussboden
>in einem kleinen Bad (alte Holzbalkendecke) vor dem verlegen der Fliesen bei
>betreten an einigen Stellen etwas mehr nachgab als das eigentlich geplant
>war. Die Schüttung hatte sich scheinbar etwas zu sehr verdichtet bzw. war
>dort nicht ausreichend eingebracht.

Die Schuettung ist nie ein tragendes Element. Sie dient nur der
Schall-/Waermedaemmung und erhoeht das Gewicht der Decke, so dass sie nicht
so leicht in Schwingung kommt.
Aber die Dielen werden nie durch die Schuettung getragen.

jue

Lutz Schulze

unread,
Mar 25, 2008, 4:53:25 PM3/25/08
to

Ich könnte was drauf wetten dass die Dielen hier weniger schwingen bzw. sich
bei Belastung nicht so stark durchbiegen weil sie auch auf der Schüttung und
dadurch auf dem darunterliegenden Blindboden aufliegen. Der ist sehr stabil
ausgeführt.

Ungefähr so wie hier http://de.wikipedia.org/wiki/Holzbalkendecke
unter 'Geschlossene Decke:' beschrieben:

'Da diese Konstruktion sehr stark zu Schwingungen neigt, auch nur bedingt
Wärme und Schall dämmt, ist für Wohngebäude ein aufwendigerer Aufbau
notwendig: Zur Dämmung und Dämpfung der Schwingungen muss die Decke
beschwert werden, was üblicherweise durch Befüllung zwischen den Balken
erreicht wird. Das Füllmaterial („Schüttung“) besteht beispielsweise aus
Hochofenschlacke oder Sand, der auf einem so genannten „Blindboden“ aus
Holzbrettern liegt. Dieser Aufbau wird auch als Fehlboden bezeichnet. Man
verwendet oft Brennsand, der erhitzt und damit praktisch keimfrei ist;
andere Arten der Befüllung sind Formelemente aus Gips oder gebranntem Ton.
Moderne oder modernisierte Decken haben zusätzlich eine Dämmung aus
Mineralwolle oder Ähnliches.'

Michael Ströder

unread,
Mar 25, 2008, 4:52:48 PM3/25/08
to

Es gibt auch Bodenaufbauten mit trittfester (Ausgleichs-)Schüttung.

Ciao, Michael.

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