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konische Dichtung einhanfen

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Mark Sein

unread,
Aug 23, 2012, 4:31:22 PM8/23/12
to
Hallo,

werden konisch dichtende Verschraubungen eingehanft oder mit einem
Schmier- oder Montagemittel versehen?

Ich meine z.B. so eine Verschraubung hier:
http://www.schrauben-normen.de/umrechnung.html

(nicht das Rohrgewinde, sondern den Teil, den man mit der Überwurfmutter
festzieht)


Ich habe dazu gelesen, dass man dort Schmiermittel oder auch neo Fermit
einsetzt. Andere nehmen sogar Teflonband oder Hanf.
Wozu das Dichtmittel allerdings gut sein soll, verstehe ich nicht. Die
Dichtebene ist doch zwischen der runden und der konischen Fläche und
nicht im Gewinde.

--
Mark

Ned Kelly

unread,
Aug 23, 2012, 8:06:42 PM8/23/12
to
Am 23.08.2012 22:31, schrieb Mark Sein:
> Ich habe dazu gelesen, dass man dort Schmiermittel oder auch neo Fermit
> einsetzt. Andere nehmen sogar Teflonband oder Hanf.
> Wozu das Dichtmittel allerdings gut sein soll, verstehe ich nicht. Die
> Dichtebene ist doch zwischen der runden und der konischen Flᅵche und
> nicht im Gewinde.

Schmiermittel oder Neo-Fermit, je nach Einstzgebiet,
verwendet man, um die Verschraubung besser anziehen
zu kᅵnnen ohne sich reinzuhᅵngen wie ein Stier.
Damit wirds dann auch leichter dicht.
Du brauchst nur die konischen Flᅵchen leicht
zu benetzen.
--
Ciao, Ned.

Lutz Illigen

unread,
Aug 23, 2012, 11:40:21 PM8/23/12
to
Mark Sein <ma...@arcor.de> wrote:

> werden konisch dichtende Verschraubungen eingehanft oder mit
> einem Schmier- oder Montagemittel versehen?

habe ich weder noch.

> Ich meine z.B. so eine Verschraubung hier:
> http://www.schrauben-normen.de/umrechnung.html

Da sehe ich nix.

> (nicht das Rohrgewinde, sondern den Teil, den man mit der
> Überwurfmutter festzieht)

Ist mir schon klar.

> Ich habe dazu gelesen, dass man dort Schmiermittel oder auch
> neo Fermit einsetzt.

Wodenn?

Lutz

Mark Sein

unread,
Aug 24, 2012, 5:46:54 AM8/24/12
to
Lutz Illigen schrieb am 24.08.2012 05:40:
> Mark Sein <ma...@arcor.de> wrote:

>> Ich meine z.B. so eine Verschraubung hier:
>> http://www.schrauben-normen.de/umrechnung.html
>
> Da sehe ich nix.

Tschuldigung. Das hier wollte ich verlinken:

http://www.bilderhoster.net/img.php?id=b4gvzrvf.jpg

>> Ich habe dazu gelesen, dass man dort Schmiermittel oder auch
>> neo Fermit einsetzt.
>
> Wodenn?

http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/107958/Verschraubung-konisch-oder-flach-dichtend-

Da schreibt einer, dass er eine konische Dichtung nicht dicht bekommen
hat und dort anerkannte Fachleute antworten.
Ob, und, wenn ja, was davon Ironie ist, wei� ich nicht.

Ich habe eine Zeit lang geholfen Klimaanlagen und gr��ere
Kaltwasseranlagen einzubauen und zu reparieren. Dort sind die konischen
Verschraubungen allesamt ohne irgendwelche Mittelchen montiert worden.
Das k�nnte aber nat�rlich auch daran liegen, dass Klimaanlagen
empfindlicher auf Dreck reagieren, oder dass es in dem Betrieb, in dem
ich geholfen habe, einfach nur verschlampt worden ist.

--
Mark

Mark Sein

unread,
Aug 24, 2012, 5:52:47 AM8/24/12
to
Ned Kelly schrieb am 24.08.2012 02:06:
> Am 23.08.2012 22:31, schrieb Mark Sein:
>> Ich habe dazu gelesen, dass man dort Schmiermittel oder auch neo Fermit
>> einsetzt. Andere nehmen sogar Teflonband oder Hanf.
>> Wozu das Dichtmittel allerdings gut sein soll, verstehe ich nicht. Die
>> Dichtebene ist doch zwischen der runden und der konischen Flᅵche und
>> nicht im Gewinde.
>
> Schmiermittel oder Neo-Fermit, je nach Einstzgebiet,

Im konkreten Fall mᅵchte ich eine Verschraubung in einen
Heizungskreislauf einbauen. Ich hatte dazu einen falschen Link gesetzt.
Das Ding hier soll verbaut werden:
http://www.bilderhoster.net/img.php?id=b4gvzrvf.jpg

> verwendet man, um die Verschraubung besser anziehen
> zu kᅵnnen ohne sich reinzuhᅵngen wie ein Stier.
> Damit wirds dann auch leichter dicht.
> Du brauchst nur die konischen Flᅵchen leicht
> zu benetzen.

Sind die Verbindungen bzgl. der Dichtheit dann gleichwertig?
Wenn man die Verschraubung mit Neo-Fermit weniger fest anziehen muss,
dichtet dann das Neo-Fermit letztlich ab, sodass die Verschraubung
undicht wird, wenn das Neo-Fermit irgendwann mal erodiert sein sollte?

--
Mark

Mark Sein

unread,
Aug 24, 2012, 5:54:21 AM8/24/12
to
Mark Sein schrieb am 23.08.2012 22:31:

> werden konisch dichtende Verschraubungen eingehanft oder mit einem
> Schmier- oder Montagemittel versehen?
>
> Ich meine z.B. so eine Verschraubung hier:

Tschuldigung. Da hier hatte ich etwas Falsches verlinkt:
Das meinte ich:
http://www.bilderhoster.net/img.php?id=b4gvzrvf.jpg

> http://www.schrauben-normen.de/umrechnung.html
>
> (nicht das Rohrgewinde, sondern den Teil, den man mit der ᅵberwurfmutter
> festzieht)


--
Mark

Horst Scholz

unread,
Aug 24, 2012, 8:29:12 AM8/24/12
to

"Mark Sein" <ma...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:50374ef0$0$6577$9b4e...@newsspool3.arcor-online.net...
> Ned Kelly schrieb am 24.08.2012 02:06:
>> Am 23.08.2012 22:31, schrieb Mark Sein:
>>> Ich habe dazu gelesen, dass man dort Schmiermittel oder auch neo
>>> Fermit
>>> einsetzt. Andere nehmen sogar Teflonband oder Hanf.
>>> Wozu das Dichtmittel allerdings gut sein soll, verstehe ich nicht. Die
>>> Dichtebene ist doch zwischen der runden und der konischen Flᅵche und
>>> nicht im Gewinde.
>>
>> Schmiermittel oder Neo-Fermit, je nach Einstzgebiet,
>
> Im konkreten Fall mᅵchte ich eine Verschraubung in einen
> Heizungskreislauf einbauen. Ich hatte dazu einen falschen Link gesetzt.
> Das Ding hier soll verbaut werden:
> http://www.bilderhoster.net/img.php?id=b4gvzrvf.jpg


Die konische Flᅵche darf nicht extra abgedichtet werden.

1

Ned Kelly

unread,
Aug 24, 2012, 9:03:56 AM8/24/12
to
Am 24.08.2012 11:52, schrieb Mark Sein:
> Sind die Verbindungen bzgl. der Dichtheit dann gleichwertig?

Ja. Ich wᅵrde die Dichtheit mit Schmierstoffen
als hᅵher einstufen, da Unebenheiten ausgeglichen
und durch die Schmierung ein hᅵherer Druck
auf die Dichtflᅵchen aufgebaut werden kann.

> Wenn man die Verschraubung mit Neo-Fermit weniger fest anziehen muss,
> dichtet dann das Neo-Fermit letztlich ab, sodass die Verschraubung
> undicht wird, wenn das Neo-Fermit irgendwann mal erodiert sein sollte?

Ist nichts bekannt darᅵber, daᅵ Neo-Fermit
erodiert.

Ciao, Ned.


Harald Klotz

unread,
Aug 24, 2012, 9:25:48 AM8/24/12
to
Mark Sein schrieb:

> Sind die Verbindungen bzgl. der Dichtheit dann
> gleichwertig?
> Wenn man die Verschraubung mit Neo-Fermit weniger fest
> anziehen muss, dichtet dann das Neo-Fermit letztlich ab,
> sodass die Verschraubung undicht wird, wenn das
> Neo-Fermit irgendwann mal erodiert sein sollte?

Neo Fermit dient in erster Linie als Schmiermittel, welches
die Flächen leichter ineinander gleiten lässt, du kannst
auch Fett nehmen.
Die Dichtwirkung kann bestenfalls minimalste Unebenheiten
ausgleichen, ist nahezu 0.

Grüße Harald

Uwe St?ckel

unread,
Sep 14, 2012, 3:30:08 AM9/14/12
to
Mark Sein <ma...@arcor.de> wrote:

>werden konisch dichtende Verschraubungen eingehanft oder mit einem
>Schmier- oder Montagemittel versehen?

Ich verwende f�r Verscharubungen f�r Wasser und Druckluft nur noch den
Faden von Loctite (Nummer gerade vergessen).
Das Get�del mit dem Hanf und Fermit ist damit passee und im Gegensatz
von Teflonband kann man die Verschraubung noch korrigieren.
Ich hab noch ein fl�ssiges Dichtmittel von Loctite (so ein wei�es
Zeug) in der Werkzeugkiste. Das verwende ich gelegentlich bei
Druckluftverschraubungen, bei denen nichts eingestellt werden mu�.
--
Sachkunde kann eine lebhafte Diskussion nur behindern

Helmut Hullen

unread,
Sep 14, 2012, 4:06:00 AM9/14/12
to
Hallo, Uwe,

Du meintest am 14.09.12:

>> werden konisch dichtende Verschraubungen eingehanft oder mit einem
>> Schmier- oder Montagemittel versehen?

> Ich verwende f�r Verschraubungen f�r Wasser und Druckluft nur noch
> den Faden von Loctite (Nummer gerade vergessen).

Vielleicht

http://www.loctite55.de/

Viele Gruesse!
Helmut

Uwe St?ckel

unread,
Sep 14, 2012, 5:28:04 AM9/14/12
to
genau das ist es :o)
Die Rolle liegt in der Kiste, einfach Faden nehmen, richtig herum (!)
aufwickeln, Verbindung festdrehen (ev. einstellen), fertig

Eduard Heimann

unread,
Sep 14, 2012, 1:48:41 PM9/14/12
to
Genau so ist es! Die Dichtung entsteht, indem die Metallfl�chen (aus Messing
oder Kupfer) mit grosser Kraft aufeinander gepresst werden. An den
Ber�hrungsfl�chen verformt sich das Metall und es entsteht die dichte Verbindung.
Irgendwelche Mittelchen (wom�glich aus bunt bedruckten Tuben) auf der
Dichtfl�che sind absolut fehl am Platz. Im schlimmen Fall verursacht man
Korrosion, oder chemische Reaktionen. Das einzig empfohlene Hilftmittel ist Fett
auf dem Gewinde und an der Reibfl�che der �berwurfmutter zum Nippel hin. Mit dem
Einfetten erreicht man eine gr�ssere und gleichm�ssigere Anpresskraft und
verhindert ein Verkanten der zu verpressenden Teile beim Festdrehen...

Im �brigen wird jeder organische Stoff (wie Hanf, Kunststoff o.�.) vom Metall
gnadenlos zerquetscht und zerrissen, sodass keine Dichtwirkung entsteht.

Mark Sein

unread,
Sep 15, 2012, 6:19:42 AM9/15/12
to
Der Hanf soll ja genau dort verbleiben, wo L�cken im Metall sind.
Angenommen, man h�tte eine Riefe in der Dichtfl�che, die sich durch das
Verschrauben nicht schlie�t, k�nnte dieser Bereich durch den Hanf
ausgef�llt und abgedichtet werden.


--
Mark

Eduard Heimann

unread,
Sep 15, 2012, 9:44:47 AM9/15/12
to
Aus meiner langj�hrigen Bastelerfahrung w�rde ich sagen, dass so etwas nur alle
paar Schaltjahre funktioniert, um dann nach k�rzester Zeit wieder in die Br�che
zu gehen.
Wenn Hanf, Teflonband etc. verwendent wird, so m�ssen die Dichtfl�chen eine
grosse Oberfl�che haben und parallel zueinander stehen. In diesen Spalt wird das
Dichtmaterial gepresst, es f�llt diesen Zwischenraum aus. Die grosse Kunst ist,
das Dichtmaterial dabei nicht zu besch�digen (zerreissen, zerquetschen, an
Graten zerschneiden).

Dagegen hat die konische Dichtung eine theoretisch unendlich kleine
Auflagefl�che: Kugel sitzt in Kegel. Wenn Material da hineinkommt, wird es in
erster Linie zerschnitten. Wenn Riefen da sind, hat das bisschen Hanf, das da
hinein passt, �berhaupt keine Kraft dem Wasserdruck entgegenzuwirken.

H�tte ich so ein "Problem", w�rde ich die Dichtfl�chen entfetten, mit fester
Schraubensicherung oder Epoxy benetzen (je nach Medium), gut festdrehen und
abwarten bis der Kleber gut ausgeh�rtet ist. W�rde ziemlich sicher halten...

Mark Sein

unread,
Sep 15, 2012, 12:03:41 PM9/15/12
to
Eduard Heimann schrieb am 15.09.2012 15:44:
> On 09/15/12 12:19, Mark Sein wrote:

> Dagegen hat die konische Dichtung eine theoretisch unendlich kleine
> Auflagefl�che: Kugel sitzt in Kegel. Wenn Material da hineinkommt, wird es in
> erster Linie zerschnitten. Wenn Riefen da sind, hat das bisschen Hanf, das da
> hinein passt, �berhaupt keine Kraft dem Wasserdruck entgegenzuwirken.

Ich w�sste auch nicht, wo und wie man den Hanf bei so einer
Verschraubung anbringen sollte.
Zwischen Kegel und Kugel sehe ich keine M�glichkeit, den Hanf zum Halten
zu bekommen. Deswegen war meine Vermutung, dass man den Bereich einhaft,
auf dem sp�ter die �berwurfmutter dr�ckt. Damit h�tte man dann praktisch
ein zweite Dichtebene.

> H�tte ich so ein "Problem", w�rde ich die Dichtfl�chen entfetten, mit fester
> Schraubensicherung oder Epoxy benetzen (je nach Medium), gut festdrehen und
> abwarten bis der Kleber gut ausgeh�rtet ist. W�rde ziemlich sicher halten...

Jo, als Bastlerl�sung ist das sicher brauchbar, aber das w�re dann
vermutlich nicht fachgerecht.
Mir ging es in erster Linie darum herauszufinden, wie man es richtig
macht. Und das, was dort im Fach-Forum steht, liest sich so, als geh�re
tats�chlich Hanf an die kegelige Verbindung.

Statt Schraubensicherung oder Epoxy h�tte ich vermutlich zuerst nach
Plastic-Fermit geguckt.
Damit habe ich z.B. die 120mm gro�e Dichtung an unserem
Warmwasserspeicher geflickt. Die Dichtfl�che muss irgendeine Macke
haben, die ich nicht sehe. 3 Versuche mit einem neuen O-Ring waren
erfolglos. Erst als ich Plastic-Fermit in die Dichtschale gelegt hatte,
war das Ding dicht. Und das bis 6 bar.

--
Mark
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