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Hartlöten an Fahrradrahmen, womit?

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Hubert Krause

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Jul 9, 1998, 3:00:00 AM7/9/98
to
Hallo allerseits,

ich grübele darüber nach was für ein Lötgerät ich mir zulegen soll. Zum
einen will ich kleine Anlötteile an einen Fahrradrahmen löten, zum
anderen später vieleicht einen eigenen Rahmen löten.

Ich hab noch nicht sehr viel Erfahrungen im Hartlöten, ich hab mit einem
08/15 Turbolöter aus dem Installationsbedarf bereits Teile am Fahrad
festgelötet, dabei hab ich aber einen ziemlich großen Bereich
(Wesentlich größer als die Lötstelle) bis zum glühen erhitzt. Ich hab
mir sagenlassen, das das nicht gerade der Haltbarkeit des Rahmen
zuträglich ist. Ich hab mir dann in einem Kaufanfall so ein
mini-Schweißset mit Sauerstoff- und Gasflasche zugelegt, das ist aber
nur für "Microarbeiten" (Modeschmuck etc), wie sich später zeigte.

Nun öffnen sich mir zwei Alternativen. Entweder ich kaufe mir ein
größeres Autogenschweißgerät, oder ich kaufe mir Turbobrenner mit
kleinerer Düse. Bei lezteren weiß ich nicht ob die Energie dann noch zum
Löten reicht, bei ersteren hab ich Bedenken wegen Sicherheit der
Lagerung und dem Preis.

Was würdet ihr mir empfehlen?

--
e-mail: Hubert...@Kassel.netsurf.de
homepage: http://home.kassel.netsurf.de/hubert.krause

Gerhard Brubacher

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Jul 9, 1998, 3:00:00 AM7/9/98
to
hubert...@kassel.netsurf.de (Hubert Krause) wrote:

>ich grübele darüber nach was für ein Lötgerät ich mir zulegen soll. Zum
>einen will ich kleine Anlötteile an einen Fahrradrahmen löten, zum
>anderen später vieleicht einen eigenen Rahmen löten.

Wenn du mit Buntmetall bauen willst kommst du an den
Flaschen nicht vorbei. Für ein Fahrrad wird das aber kaum
wirtschaftlich sein.

Eine Alternative gibts: Zusammenschrauben

--
Bye Gerhard Brubacher GBrubacher at t-online de

Zu jedem drängenden Menschheitsproblem findet man im
WWW einen link auf einen link auf einen link ...


Gerhard Brubacher

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Jul 10, 1998, 3:00:00 AM7/10/98
to
>hubert...@kassel.netsurf.de (Hubert Krause) wrote:

>>ich grübele darüber nach was für ein Lötgerät ich mir zulegen soll. Zum
>>einen will ich kleine Anlötteile an einen Fahrradrahmen löten, zum
>>anderen später vieleicht einen eigenen Rahmen löten.

Da gibts noch ne Möglichkeit Kleinteile zu befestigen: Epoxidharz.

Vorher blank schmirgeln.
Es gibt 5 Minuten Epoxid. Das bleibt zähelastisch.
Und langsamtrocknendes, das wird glashart.
Welches da besser ist, keine Ahnung.
Falls du damit experimentierst, poste mal deine Erfahrungen.

Rainer Zocholl

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Jul 11, 1998, 3:00:00 AM7/11/98
to
(Hubert Krause) 09.07.98 in /de/rec/heimwerken:

>Hallo allerseits,


>
>ich grübele darüber nach was für ein Lötgerät ich mir zulegen soll.
>Zum einen will ich kleine Anlötteile an einen Fahrradrahmen löten, zum
>anderen später vieleicht einen eigenen Rahmen löten.

Soweit ich weis "will" "man" keine Fahrrad-Rahmen "löten".
"Man", d.h. der Massenfertiger, muss es, weil es sehr "billig"
zu automatisieren ist: Muffen drüber, Flammen dran, Flux und Lot drauf,
fertig...Versuche einmal solche Nähte mit einem Roboter zu schweissen...


>Nun öffnen sich mir zwei Alternativen. Entweder ich kaufe mir ein
>größeres Autogenschweißgerät, oder ich kaufe mir Turbobrenner mit
>kleinerer Düse. Bei lezteren weiß ich nicht ob die Energie dann noch
>zum Löten reicht, bei ersteren hab ich Bedenken wegen Sicherheit der
>Lagerung und dem Preis.

Würdest Du ein solches groeseres A-Gerät überhaupt bekommen?
(Schweisser-Scheine?)
Evtl. nur ein ganz grosses....


>Was würdet ihr mir empfehlen?

Ein Schutzgas-E-Schweissgerät :-) ist schöööööönn

Rainer---<=====>
//
//
<=====>--------------ocholl, Kiel, Germany ------------

Wilfried Föderl

unread,
Jul 11, 1998, 3:00:00 AM7/11/98
to

Rainer Zocholl schrieb:

> Soweit ich weis "will" "man" keine Fahrrad-Rahmen "löten".
> "Man", d.h. der Massenfertiger, muss es, weil es sehr "billig"
> zu automatisieren ist: Muffen drüber, Flammen dran, Flux und Lot drauf,
> fertig...Versuche einmal solche Nähte mit einem Roboter zu schweissen...

Har nichts mit roboter zu tun !Die heutzutage im fahrradrahmenbau
verwendeten hochlegierten stähle
oder auch mal stahlsorten mit einem kohlenstoffanteil > 0.6% sind
i.d.R. nur bedingt schweissbar da durch erhitzen über einen gewissen
temperaturpunkt gefügeveränderungen auftreten die zu aushärtung
oder ähnlich unerwünschten effekten führen.Hartgelötet kann je
nach zugabewerkstoff schon bei sehr viel geringeren temperaturen
werden.
Zum anderen sind hartlötverbindungen bei weitem"elastischer" als
eine schweissnaht, was im rahmenbau durchaus erwünscht ist

> Ein Schutzgas-E-Schweissgerät :-) ist schöööööönn

Würde sagen wenn schon schutzgas für diesen zweck
dann eine WIG-Anlage, sollte er aber schon können
da dieses nicht ganz so einfach ist.Vor allem sollte
bei so dünnen rohren eher schon mit formiergas
gearbeitet werden.


mfg
wf


Wilfried Föderl

unread,
Jul 11, 1998, 3:00:00 AM7/11/98
to

Wilfried Föderl

unread,
Jul 11, 1998, 3:00:00 AM7/11/98
to
Rainer Zocholl schrieb:

> Soweit ich weis "will" "man" keine Fahrrad-Rahmen "löten".
> "Man", d.h. der Massenfertiger, muss es, weil es sehr "billig"
> zu automatisieren ist: Muffen drüber, Flammen dran, Flux und Lot drauf,
> fertig...Versuche einmal solche Nähte mit einem Roboter zu schweissen...

Har nichts mit roboter zu tun !Dieheutzutage im

Rainer Maier

unread,
Jul 12, 1998, 3:00:00 AM7/12/98
to
On Thu, 9 Jul 1998 00:30:34 +0100, hubert...@kassel.netsurf.de
(Hubert Krause) wrote:


>Ich hab noch nicht sehr viel Erfahrungen im Hartlöten, ich hab mit einem
>08/15 Turbolöter aus dem Installationsbedarf bereits Teile am Fahrad
>festgelötet, dabei hab ich aber einen ziemlich großen Bereich
>(Wesentlich größer als die Lötstelle) bis zum glühen erhitzt. Ich hab
>mir sagenlassen, das das nicht gerade der Haltbarkeit des Rahmen
>zuträglich ist.

Weder dem Rahmen noch der Lötstelle zuträglich!
Hol dir doch aus einer Bücherei mal ein Buch über Metallbearbeitung
und Hartlöten, das würd ich mal als Grundwissen betrachten bevor ich
mich auf einen selbstgelöteten Rahmen draufsetze.

Im Baumarkt gibts "relativ" günstig solche Brenner mit kleinen
Blech-Sauerstoffdosen und irgendeinem Brenngas, Acetylen gibts
eigentlich nur in relativ teuren Flaschen. Diese Brenner sollten
eigentlich für den ab- und zu-Benutzer ausreichen, eine richtige
Autogenausrüstung ist sauteuer.


Gruss Rainer

Patrick Schelauske

unread,
Jul 13, 1998, 3:00:00 AM7/13/98
to
In article <1dbv5pp.1o3...@pm1-ns-73.ks.compoint.de>, hubert...@kassel.netsurf.de (Hubert Krause) writes:
>Hallo allerseits,
>
>ich grübele darüber nach was für ein Lötgerät ich mir zulegen soll. Zum
>einen will ich kleine Anlötteile an einen Fahrradrahmen löten, zum
>anderen später vieleicht einen eigenen Rahmen löten.
>
>Ich hab noch nicht sehr viel Erfahrungen im Hartlöten, ich hab mit einem
>08/15 Turbolöter aus dem Installationsbedarf bereits Teile am Fahrad
>festgelötet, dabei hab ich aber einen ziemlich großen Bereich
>(Wesentlich größer als die Lötstelle) bis zum glühen erhitzt.

mir ist das nie so toll gelungen, bei meine Versuchen
(vor 6 Jahren) haben wir die Loetstellen fuer die Cantisockel gerade
leicht Kirschrot (ganz Dunkelrot) bekommen. Das reichte knapp fuer das
Loeten mit niedrigschmelzendem (sehr teuerem) Silberlot. Dem Rohr macht
_diese_ Temperatur nichts aus.

Wenn du mit Silberlot arbeitest bist du auf der sicheren Seite was die
Temperaturen angeht. Industrierahmen werden bei der Herstellung viel
staerker termisch belastet (Messinglot).


>
>Was würdet ihr mir empfehlen?

Rahmen selber loeten ist ein sehr komplizierter und teuerer Spass.


Hast du mal ueber eine Elektro-Schutzgas-Schweissgeraet (MIG)
nachgedacht? Diese 400 DM Geraet muessten fuer Fahrradrohrwandstaerken
(<= 1 mm) ausreichen. Probiert hab ich es noch nicht.

Die Tips mit dem Epoxi sind wohl der Witz?
Ich bin ein Epoxy Fan (Surfbrettbau) und verarbeite das Zeug Kiloweise,
aber bei mir hat leider nicht mal der Kettenaufleger so gehalten :(


Patrick Schelauske

Martin Trautmann

unread,
Jul 13, 1998, 3:00:00 AM7/13/98
to
Rainer Zocholl wrote:

> Soweit ich weis "will" "man" keine Fahrrad-Rahmen "löten".
> "Man", d.h. der Massenfertiger, muss es, weil es sehr "billig"
> zu automatisieren ist: Muffen drüber, Flammen dran, Flux und Lot drauf,
> fertig...Versuche einmal solche Nähte mit einem Roboter zu schweissen...

Noe, da scheinst du falsch zu 'wisen'. Preis und Haltbarkeit waren
frueher Gruende und sind's nun nur noch teilweise - geschweisste Rahmen
sind heute Standard. Mit Schweissnaehten kriegst du auch "jede" Form
hin, wo sonst erst Muffen gefertigt werden muessen. Neuere Materialien
(z.B. extrem duennwandige Rohre oder temperatur-behandelte Staehle)
erfordern hingegen schon wieder besonderen Fertigungsverfahren. Und
schon alleine beim Loeten gibt's sowohl die von dir genannte
Muffenloetung, als auch Spaltloetung (an vielen Stellen der meisten
Rahmen, selten auch fuer die Hauptrohre), als auch die Auftragsloetung.

Zum Schweissen: Es gibt hier durchaus auch Schweissroboter, die mit so
komplizierten Naehten zurechtkommen. Min. ein grosser deutscher
Fahrradhersteller hat laut Werbung so ein Teil im Einsatz.

> >Was würdet ihr mir empfehlen?
>

> Ein Schutzgas-E-Schweissgerät :-) ist schöööööönn

Ja, klingt empfehlenswert.

Gerhard Brubacher

unread,
Jul 13, 1998, 3:00:00 AM7/13/98
to
Patrick.S...@hl.siemens.de (Patrick Schelauske) wrote:

>Die Tips mit dem Epoxi sind wohl der Witz?
>Ich bin ein Epoxy Fan (Surfbrettbau) und verarbeite das Zeug Kiloweise,
>aber bei mir hat leider nicht mal der Kettenaufleger so gehalten :(

Ist es wirklich Epoxid, kiloweise? Oder ist es Polyesterharz?

Ich hab mal eine gebrochene Riemenscheibe zusammengekittet und...

...hab eben noch mal nachgeschaut: Sie läuft noch.
Kann nicht mal die Stelle mit dem Riß erkennen.
Der Klebstoff war: Minuten Epoxi von Weicon.

Frank Baur

unread,
Jul 21, 1998, 3:00:00 AM7/21/98
to
On Thu, 9 Jul 1998 00:30:34 +0100, Hubert Krause
<hubert...@kassel.netsurf.de> wrote:
> Hallo allerseits,
>
> ich grübele darüber nach was für ein Lötgerät ich mir zulegen soll. Zum
> einen will ich kleine Anlötteile an einen Fahrradrahmen löten, zum
> anderen später vieleicht einen eigenen Rahmen löten.
>
> Ich hab noch nicht sehr viel Erfahrungen im Hartlöten, ich hab mit einem
> 08/15 Turbolöter aus dem Installationsbedarf bereits Teile am Fahrad
> festgelötet, dabei hab ich aber einen ziemlich großen Bereich
> (Wesentlich größer als die Lötstelle) bis zum glühen erhitzt. Ich hab
> mir sagenlassen, das das nicht gerade der Haltbarkeit des Rahmen
> zuträglich ist. Ich hab mir dann in einem Kaufanfall so ein

so isses.

> Was würdet ihr mir empfehlen?

Frag auch mal in de.rec.fahrrad bzw. suche bei www.dejanews.com
nach alten d.r.f postings. Da ist das Thema IMHO ausgiebigst
behandelt worden.

Gru\3
Frank

--
WWW * http://igv113.igv.kfa-juelich.de/frank/ * WWW
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Frank Baur (eMail: f.b...@fz-juelich.de)
IGV - Forschungszentrum Jülich GmbH, D - 52425 Jülich

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