mal eine (ok, zwei) kurze Frage:
womit dichte ich die Verschraubung bei den baumarktüblichen eisernen
(verzinkten) Wasserrohren (zwischen Winkelstück und Rohr, Rohr und
Wandscheibe, Wandscheibe und Wasserhahn)? Hanf, Teflon, gar nix,
Silikon?
Und die Zusatzfrage: wie ist das beim Übergang Kunststoff-
(Aussen)Gewinde auf Eisen (Innengewinde)?
Das ganze ist für ein paar Wasserhähne (aus der Zisterne bedient) im
Garten gedacht, das Plastikrohr bis zum Hahn laufen zu lassen kommt
aus ästhetischen gründen nicht in Frage - Zionkrohre sind zwar auch
nicht hübsch, aber immerhin etwas weniger häßlich als blaugestreifte
schwarze Plastikrohre. Heißt dann (wenn das ein Rolle spielen sollte)
als Zusatzbedingung, daß die Verschraubung im Winter trocken fällt,
wenn ich das Wasser ablasse.
Gruß
Markus
> Und die Zusatzfrage: wie ist das beim Übergang Kunststoff-
> (Aussen)Gewinde auf Eisen (Innengewinde)?
>
Hab ich keine Erfahrung damit.
Könnte aber prinzipiell genauso funktionieren.
sg Ragnar
Statt der Paste kann auch Öl oder Fett benutzt werden. Sollte nur nicht
unbedingt giftig sein, das Zeug. Ziel ist hier primär, dass das Hanf
möglichst ohne große Beschädigung ins Gewinde läuft. Wenn das trocken
gemacht wird, dann wird ein großer Teil des Hanfs vom Gewinde
"zerschnipselt".
CU
Manuel
--
www.jetzt-abwaehlen.de Wählen gehen 2009! Ein Aufruf etwas zu ändern.
Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt untergeht, wird die
eines Experten sein, der versichert, das sei gar nicht möglich.
Ja, wenn es sich sich um konische Rohrgewinde aus Stahl handelt, aber:
>>Und die Zusatzfrage: wie ist das beim Übergang Kunststoff-
>>(Aussen)Gewinde auf Eisen (Innengewinde)?
>>
Generell sind Kunststoffverschraubungen nicht besonders gut fuer Hanf
und Dichtpaste geeignet, da die Haftung zu gering ist. Das ist ein Fall
fuer Teflonband. Hanf koennte hier vielleicht noch gerade gehen, weil es
eine gemischte Verschraubung ist. Falls es sich bei den
Kunststoffgewinden aber um gerade Gewinde handelt, dann muss es ohnehin
Teflon sein.
Gruss
Klaus
Das ist bedeutungslos. Es geht um den Schutz des Hanfs vor dem
Verrotten, mehr nicht.
Greetz,
MK
--
Religion? War das nicht der Schwachsinn, der jedes Jahr aufs Neue zu
exact den Dingen führt, die in der jeweiligen Glaubensrichtung
eigentlich verboten sind? So nach dem Motto "Ich glaube an die 10
Gebote, also töte ich jene die das nicht tun."
Hanf + Fermit oder nur Teflonband. Hanf und Fermit haben den Vorteil,
dass Du da auch mal getrost etwas zurück drehen kannst und es bleibt
dicht, mit Teflon abgedichtete Gewinde kannste dann komplett neu
eindichten.
> Und die Zusatzfrage: wie ist das beim Übergang Kunststoff-
> (Aussen)Gewinde auf Eisen (Innengewinde)?
Teflonband. Immer.
> Heißt dann (wenn das ein Rolle spielen sollte)
> als Zusatzbedingung, daß die Verschraubung im Winter trocken fällt,
> wenn ich das Wasser ablasse.
Das ist in dem Zusammenhang egal.
Das Fermit dient der Erhaltung des Hanfs. Ohne selbiges würde der Hanf
auf Dauer verrotten und damit das Gewinde undicht werden. "Dicht" macht
Fermit gar nichts (Plastik-Fermit für Abläufe natürlich ausgenommen).
> mal eine (ok, zwei) kurze Frage:
> womit dichte ich die Verschraubung bei den baumarktüblichen eisernen
> (verzinkten) Wasserrohren (zwischen Winkelstück und Rohr, Rohr und
> Wandscheibe, Wandscheibe und Wasserhahn)? Hanf, Teflon, gar nix,
> Silikon?
Hanf+Fermit. Teflon geht auch, Hanf ist dankbarer.
> Und die Zusatzfrage: wie ist das beim Übergang Kunststoff-
> (Aussen)Gewinde auf Eisen (Innengewinde)?
Teflonband. Hanf haelt hier mangels Reibung nicht gut.
Tschau,
Joerg
sg Ragnar
> Aha... da hat mir mein Onkel (Installateur) was anderes beigebracht.
> Seine Begründung für häufige Undichtheiten bei uralten Gasleitungen
> (aus Stadtgaszeiten, teilweise über 100 Jahre alt) war: "Die haben
> damals eben noch keine Dichtpaste sondern nur Fett benützt und das ist
> mit der Zeit wirkungslos geworden. Das Stadtgas enthielt mehr
> Wasserdampf, der die Hanflagen aufquellen ließ, deswegen war das kein
> Problem, mit Erdgas trocknen sie aus und werden undicht."
Da hat dein Onkel durchaus recht. Nur widerspricht dies nicht meiner
Aussage.
Wenn Du Hanf ohne Fermit bei Wasserleitungen einsetzt, wird der Hanf auf
Dauer verrotten. Bei Erdgas fehlt da schlicht der notwendige Sauerstoff,
gleiches gilt z.B. auch bei Heizungsleitungen.
Eine Schraubverbindung zwischen Kunststoff und Eisen ist aufgrund
meiner Erfahrung grundsätzlich kritisch. Wenn man die beiden Teile
nicht exakt zusammenschraubt, dann schneidet das Eisen sein eigenes
Gewinde in den Kunststoff.
Wenn man trotzdem Eisen und Kunstoff unbedingt zusammenschrauben will,
dann sollte man drauf achten, dass das Kunstoffteil ggf. preiswert
durch ein Neues ersetzt werden kann. Also nicht so wie ich einen
Metallnippel schräg in den Kunstoffanschluß (Teil des Pumpengehäuses)
des Gardena Hauswasserwerks drehen :-( Und dann - wie schon gesagt -
an dieser Stelle nicht mit dem sonst bevorzugten Hanf, sondern
Teflonband.
Hanf ohne Paste (für Wasser) hab ich bloß einmal bei einem bereits
nicht mehr existierenden Provisorium gemacht.
sg Ragnar
> Generell sind Kunststoffverschraubungen nicht besonders gut fuer Hanf
> und Dichtpaste geeignet, da die Haftung zu gering ist. Das ist ein Fall
> fuer Teflonband.
Ich habe vor kurzem das erste mal mit Loctite 55 gearbeitet, gefällt mir
besser als Hanf und Teflonband zusammen.
-andreas
Ähm... hä? Nein. Auch da dichtet Fermit nicht ab. Es hält bloss das
Dichtmittel Hanf "am leben".
> Hanf ohne Paste (für Wasser) hab ich bloß einmal bei einem bereits
> nicht mehr existierenden Provisorium gemacht.
Kann man auch tun. Das hält mehrere Jahre, sogar Jahrzehnte wenn man
Glück hat.
sg Ragnar
>>> Hanf ohne Paste (für Wasser) hab ich bloß einmal bei einem bereits
>>> nicht mehr existierenden Provisorium gemacht.
>> Kann man auch tun. Das hält mehrere Jahre, sogar Jahrzehnte wenn man
>> Glück hat.
>>
> Tja, das war ein Y-Stück beim Geschirrspüleranschluß in der
> Studentenwohnung einer guten Freundin... die wollte das so schnell,
> provisorisch und billig wie möglich ausgeführt haben und ich hab meine
> Tube Fermit nicht gefunden.
> 1 1/2 Jahre hats gehalten, im Gegensatz zum professionell montierten
> Ablauf der nie dicht war.
Und das soll mir genau was sagen? Das auch meine Ex-Berufskollegen
teilweise Stümper sind oder das Hanf anderthalb Jahre auch ohne Fermit
aushält? Das sind beides keine Neuigkeiten. Ich kenne GWS-"Fachmänner",
die wissen nicht, wozu eine Niederdruckarmatur gedacht ist ;(, leider.
Aber ist ja eh wurscht, dem OP dürfte geholfen worden sein.
sg Ragnar
> Aber ist ja eh wurscht, dem OP dürfte geholfen worden sein.
>
Ist es, danke. Aber der Thread ist so schön gewachsen, da wollte ich
nicht unterbrechen ;-)
Gruß
Markus