ich wollte mich nochmal für alle Ratschläge, die ich bei meiner
letzten Anfrage (Thema "Feuchter Außenputz" im Terassenbereich)
erhielt, bedanken. Ich habe letzlich, wie mehrmals geraten, das
Terassenpflaster im Randbereich nochmal aufgemacht, die Hauswand
abgedichtet und wieder gepflastert. Jetzt ist Ruhe.
Nun hab ich schon wieder eine Frage zum Außenputz. In der Regenzeit
der letzten Wochen ist mir aufgefallen, daß an der Wetterseite unseres
Hauses der Putz bei Regen richtig fleckig wird. Und zwar kann man
deutlich die Mauerstruktur sehen. An den Mörtelfugen (waagrecht und
senkrecht) ist der Putz naß (=> dunkel), die Steinreihen sind trocken
(=> hell). Sobald der Regen aufhört, trocknet das innerhalb weniger
Stunden ab und es ist nichts mehr zu sehen.
Ich stelle mir das so vor, daß der Putz Wasser aufnimmt. Dort wo ein
Ziegelstein ist, wird das Wasser vom Zielstein aufgesaugt (=> Putz ist
trocken), die Mörtelfuge dagegen saugt das Wasser nicht auf (=> Putz
ist naß).
- Bin ich da einigermaßen richtig mit der Vermutung ?
- Ist das normal, oder haben wir was verkehrt gemacht beim verputzen ?
- Kann die Mauer durch die Feuchtigkeit Schäden bekommen, bzw. sinkt
der Wärmedämmwert ?
- Kann das irgendwann mal Probleme machen (Risse etc.) ?
- Was kann man jetzt noch dagegen tun (Wand ist fertig verputzt und
gestrichen) ?
Wir haben das Haus mit Hilfe von Maurern aus der Bekanntschaft selbst
verputzt. Die wissen allerdings auch keinen Rat.
Wenn ich so die anderen Häuser ansehe, dann ist dort der Putz bei
Regen entweder vollständig naß oder er sieht relativ trocken aus. Bei
keinem Haus in unserer Siedlung ist die Mauerstruktur zu sehen. Und
die Maurer, die bei uns mitverputzt haben, die haben einige der Häuser
in unserer Siedlung ebenfalls verputzt.
Unser Nachbar hat erst neulich außen verputzt. Dort wurde vor der
letzten Lage eine "Aufbrennsperre" (anscheinend sowas wie Tiefengrund)
aufgestrichen. Das wurde bei uns nicht gemacht. Ist das vielleicht der
Fehler ?
Bin für jeden Rat dankar.
Wandaufbau zur Info: Wärmedämmziegel, mit Wärmedämmörtel gemauert.
Außenputz: 1. Lage = Wärmedämmputz, ca. 2 bis 2,5 cm stark, 2. Lage =
Mineralischer Außenputz, 3 mm Körnung (beide von Fa. Hasit). Das ganze
ist ein Neubau
cu
Klaus Teichmann
> Unser Nachbar hat erst neulich außen verputzt. Dort wurde vor der
> letzten Lage eine "Aufbrennsperre" (anscheinend sowas wie Tiefengrund)
> aufgestrichen. Das wurde bei uns nicht gemacht. Ist das vielleicht der
> Fehler ?
>
> Bin für jeden Rat dankar.
Hallo, ich kann Dir zwar zu Deinem Hauptproblem nicht helfen, aber wofür
die Aufbrennsperre ist, kann ich Dir einigermaßen sagen.
Diese wird in Bereichen mit unterschiedlich stark saugenden Untergründen
genutzt, und verhindert dann ein ungleichmäßiges "ziehen" des Putzes,
damit es beim Austrocknen weniger Risse gibt. Als "Sperrschicht" gegen
Wasser ist mir die Aufbrennsperre unbekannt und hat wohl mit Deinem
Problem nichts zu tun.
HTH , Armin.
Hallo Klaus,
> Ich stelle mir das so vor, daß der Putz Wasser aufnimmt. Dort wo ein
> Ziegelstein ist, wird das Wasser vom Zielstein aufgesaugt (=> Putz ist
> trocken), die Mörtelfuge dagegen saugt das Wasser nicht auf (=> Putz
> ist naß).
> - Was kann man jetzt noch dagegen tun (Wand ist fertig verputzt und
> gestrichen) ?
Das gleiche Problem hatte ich auch; zur Loesung scheint es verschiedene
Impraegnierungen zu geben.
Ich habe auf der Wetter- und Ostseite Silikonharzimpraegnierung
aufgepinselt. Pro Liter kostete das Zeug ca. 10.- DM. Mit 30 l kam ich
1995 ganz schoen weit (offiziell ab 0,3 l/qm Verbrauch). Diese Teile
bleiben trocken, halten also Waermedaemmung besser.
Im naechsten Jahr will ich den Rest des Neubaus (von 92) behandeln. Aber
durch die Pinselei verkleckert mir zuviel nutzlos in den Boden. Deshalb
werde ich eine 5-l Gartenspritze von Einhell (3 bar) fuer 30.- DM kaufen
und damit arbeiten.
Es gibt da viele Hersteller; Lugato "trock'ne Mauer" ist ein Beispiel,
Westfalia "Royal Fassadenschutz" ein weiteres. Nach Expertenaussagen
laesst die Wirkung nach 10 - 15 Jahren allmaehlich nach, dann muss man
wiederholen.
-> Gruesse aus meinem kleinen Gartenhaeuschen, Gerd
Nicht ganz, aber einigermaßen.
> - Ist das normal, oder haben wir was verkehrt gemacht beim verputzen ?
Ich denke schon!
> - Kann die Mauer durch die Feuchtigkeit Schäden bekommen, bzw. sinkt
> der Wärmedämmwert ?
Die Mauer wird in den nächsten Jahrzehnten keinen Schaden
bekommen, aber der Wärmedämmwert in Putz und Mauer ist gleich
- 0 -
> - Kann das irgendwann mal Probleme machen (Risse etc.) ?
Natürlich: Risse bis Putzabplatzungen.
> - Was kann man jetzt noch dagegen tun (Wand ist fertig verputzt und
> gestrichen) ?
Mit welcher Farbe? Genau .....
>
> Wir haben das Haus mit Hilfe von Maurern aus der Bekanntschaft selbst
> verputzt. Die wissen allerdings auch keinen Rat.
Bessere Sachwarzarbeiterkolonne angagieren.
> Wenn ich so die anderen Häuser ansehe, dann ist dort der Putz bei
> Regen entweder vollständig naß oder er sieht relativ trocken aus. Bei
> keinem Haus in unserer Siedlung ist die Mauerstruktur zu sehen. Und
> die Maurer, die bei uns mitverputzt haben, die haben einige der Häuser
> in unserer Siedlung ebenfalls verputzt.
? mit gleichem Putzsystem????
>
> Unser Nachbar hat erst neulich außen verputzt. Dort wurde vor der
> letzten Lage eine "Aufbrennsperre" (anscheinend sowas wie Tiefengrund)
> aufgestrichen. Das wurde bei uns nicht gemacht. Ist das vielleicht der
> Fehler ?
Wars nun Tiefgrund? oder .........
>
> Bin für jeden Rat dankar.
>
> Wandaufbau zur Info: Wärmedämmziegel, mit Wärmedämmörtel gemauert.
> Außenputz: 1. Lage = Wärmedämmputz, ca. 2 bis 2,5 cm stark, 2. Lage =
> Mineralischer Außenputz, 3 mm Körnung (beide von Fa. Hasit). Das ganze
> ist ein Neubau
>
2. Lage: Welche Ausführungsart ??
Mit kommunikativen Grüßen dem Schwabenland
=====================================================
Karl-Alfred Niebling Tel.: ( 07123 ) 1 49 17
Stukkateurgeschäft Fax.: ( 07123 ) 4 18 11
Kelternstr. 42
72555 Metzingen
http://home.t-online.de/home/stuck.niebling/home.htm
====================================================
On 22 Nov 1998 13:02:56 GMT, stuck.n...@t-online.de (Karl-Alfred
Niebling) wrote:
>> Ich stelle mir das so vor, daß der Putz Wasser aufnimmt. Dort wo ein
>> Ziegelstein ist, wird das Wasser vom Zielstein aufgesaugt (=> Putz ist
>> trocken), die Mörtelfuge dagegen saugt das Wasser nicht auf (=> Putz
>> ist naß).
>> - Bin ich da einigermaßen richtig mit der Vermutung ?
>
>Nicht ganz, aber einigermaßen.
Was ist denn nicht richtig an der Vermutung ?
>> - Kann das irgendwann mal Probleme machen (Risse etc.) ?
>
>Natürlich: Risse bis Putzabplatzungen.
>
>> - Was kann man jetzt noch dagegen tun (Wand ist fertig verputzt und
>> gestrichen) ?
>
>Mit welcher Farbe? Genau .....
Silikat-Farbe für Außenwände, 2 x gestrichen, genaue Bezeichnung weiß
ich nicht, Hersteller ist glaube ich Fa. Bayerwald (so aus dem Kopf
heraus)
>> Wenn ich so die anderen Häuser ansehe, dann ist dort der Putz bei
>> Regen entweder vollständig naß oder er sieht relativ trocken aus. Bei
>> keinem Haus in unserer Siedlung ist die Mauerstruktur zu sehen. Und
>> die Maurer, die bei uns mitverputzt haben, die haben einige der Häuser
>> in unserer Siedlung ebenfalls verputzt.
>
>? mit gleichem Putzsystem????
Ja.
>> Unser Nachbar hat erst neulich außen verputzt. Dort wurde vor der
>> letzten Lage eine "Aufbrennsperre" (anscheinend sowas wie Tiefengrund)
>> aufgestrichen. Das wurde bei uns nicht gemacht. Ist das vielleicht der
>> Fehler ?
>
>Wars nun Tiefgrund? oder .........
Auf dem Gebinde stand Aufbrennsperre. Bei Hasit gibts etwas ähnliches,
das Putzgrund heißt.
>> Wandaufbau zur Info: Wärmedämmziegel, mit Wärmedämmörtel gemauert.
>> Außenputz: 1. Lage = Wärmedämmputz, ca. 2 bis 2,5 cm stark, 2. Lage =
>> Mineralischer Außenputz, 3 mm Körnung (beide von Fa. Hasit). Das ganze
>> ist ein Neubau
>>
>2. Lage: Welche Ausführungsart ??
Ich weiß jetzt nicht, was Du mit Ausführungsart meinst. Es wurde die
erste Lage Putz vorgenäßt, die zweite Lage mittels Aufziehblech
aufgezogen und mit Kunststoff-Brett gerieben. Fertig. Oberfläche ist
relativ glatt. Kein Reibeputz oder sowas in der Richtung. Ist nur eine
leicht körnige Oberflächenstruktur.
>
>Mit kommunikativen Grüßen dem Schwabenland
>Karl-Alfred Niebling
Ebensolche Grüße aus Niederbayern,
Klaus Teichmann
1. Wurde die Silikatfarbe in der richtigen Konsistenz
verarbeitet?
a. 1. Anstrich
b. 2. Anstrich
2. Hast du noch etwas Originalfarbe?
3. Besprühe doch bitte einmal ganz fein ca 1 qm der
Fassadenfläche mit Wasser, - ohne starke Tropfenbildung - und
schildere mir dann sofern möglich die sichtbaren
Farbunterschiede zur unbenetzten Fassadenfläche nach 5 - 10 -
15 Minuten Besprühen 5 - 10 - 15 Minuten. Jetzt noch ca. 1
Minutte stark benetzen. Àber bitte nicht bei Frost
4. Wann wurde das Haus verputzt?
5. Sind Mauerwerksfugen auch unter Fenstersimsen sichtbar?
6. Welcher Wärmedämmstein - Größe, Gewicht cbm -
welcher Wärmedämmmörtel?
Nachricht bitte per e-Mail
Mit kommunikativen Grüßen aus dem Schwabenland