beim Renovieren unserer Altbauwohnung (Baujahr 1900, renoviert
vermutlich in den 70ern und Mitte der 80er) stösst man hier ständig
auf neue Überraschungen - insbesondere tauchen öfter mal
asbestverdächtige Materialien auf.
Die PVC-Böden und das Dämmmaterial unter dem Lino habe ich vor der
Entfernung schon analysieren lassen - aber jetzt finde ich unter
http://www.umweltinstitut.org/frames/faq/faq_asbest.htm
eine Andeutung, es gäbe auch asbesthaltigen Estrich, bzw.
Spachtelmasse ... und die Zementschicht zwischen Dielenuntergrund und
PVC-Boden wurde beim Entfernen des (mörderisch fest verklebten) Bodens
so beschädigt (teilweise abgeplatzt), dass ich sie (bzw. die
verbliebenen Reste...) eigentlich rausschlagen wollte.
Auch einen Hinweis, dass Fliesenkleber asbesthaltig sein könnte (muss
ich erwähnen, dass morgen die Fliesen in der Küche raus sollten?) habe
ich gefunden - war aber von einer Firma, die total überteuerte
Analysen (175 Euro / Probe) verkaufen wollte und insofern ohne weitere
Bestätigung wohl nicht sehr vertrauenswürdig.
Hat hier irgendjemand nähere Info dazu?
Gab es tatsächlich asbesthaltige Zement- und Kleberprodukte zur
Verarbeitung durch Hand-/Heimwerker und gibt es sichtbare Kennzeichen
zur Erkennung oder zur Abschätzung, ob eine Laboranalyse notwendig
ist?
So langsam keimt bei mir der Verdacht, das man eigentlich alles auf
Asbest analysieren lassen sollte, was nicht eindeutig Naturstein oder
Massivholz ist (letzteres dafür auf Holzschutzmittel :-( )
Mit freundlichen (aber zunehmenden paranoiden ;-) Grüssen
Axel
[X-Post über: de.rec.heimwerken, de.sci.architektur, de.soc.umwelt]
Ich x-poste jetzt auch, da ich nicht weiss, wohin der Followup-to am
besten gehen sollte ...
> [...] jetzt finde ich unter
>
> http://www.umweltinstitut.org/frames/faq/faq_asbest.htm
>
> eine Andeutung, es gäbe auch asbesthaltigen Estrich, bzw.
> Spachtelmasse ... und die Zementschicht zwischen Dielenuntergrund und
> PVC-Boden wurde beim Entfernen des (mörderisch fest verklebten) Bodens
> so beschädigt (teilweise abgeplatzt), dass ich sie (bzw. die
> verbliebenen Reste...) eigentlich rausschlagen wollte.
>
> Auch einen Hinweis, dass Fliesenkleber asbesthaltig sein könnte (muss
> ich erwähnen, dass morgen die Fliesen in der Küche raus sollten?) habe
> ich gefunden - war aber von einer Firma, die total überteuerte
> Analysen (175 Euro / Probe) verkaufen wollte und insofern ohne weitere
> Bestätigung wohl nicht sehr vertrauenswürdig.
>
> Hat hier irgendjemand nähere Info dazu?
Ja.
Es stimmt, auch in zementgebundenen Fliesenklebern wurde Asbest
eingesetzt, und zwar als Rheologiehilfsmittel. Auf deutsch: Der
Asbestzusatz bewirkte vor allem, dass auch schwere Fliesen nicht
abrutschen. Ich selbst habe 1984 meine erste Arbeitsstelle in einem
Baustofflabor angetreten und kann die Verwendung von Asbest noch aus
eigener Erfahrung bestätigen. Zu dem Zeitpunkt war er jedoch schon aus
den allermeisten Produkten draussen, jedoch kann ich mich noch gut an
die ständige Suche nach besseren Asbestersatzprodukten erinnern. Die
ersten Generationen dieser Ersatzprodukte waren noch nicht so toll und
als Baustoffentwickler hat man stets nach neuen, besseren, Produkten
Ausschau gehalten.
Frei zugängliche Belege dafür ... an die Rezepturen der Hersteller kommt
man so ohne weiteres nicht dran ;-) ... gibt es zum Beispiel in der
Patentliteratur. Ich habe hier eine sehr schöne deutsche Patentanmeldung
aus dem Jahr 1983 gefunden. Einreicher war die Wolff Walsrode AG (eine
Tochter der Bayer AG), die auch heute noch ein bedeutender
Additivlieferant für die Trockenmörtelindustrie ist. Das folgende hat
also nicht irgendein ausgeflippter Techniker bei einer kleinen Klitsche
geschrieben, sondern jemand der sich mit den gängigen
Trockenmörtel-Zusatzmitteln sehr gut auskannte:
,---- [ DE 3339860, Anmeldedatum 04.11.1983, Anmelder: Wolff Walsrode AG ]
| Titel: Wasserlösliche, mit Polymeren modifizierte
| Hydroxyalkylmethylcellulose und deren Verwendung als Zusatzmittel für
| asbestfreie Fliesenkleber-Formulierungen
|
| [...] In vielen Fliesenkleberformulierungen wird auch heute Asbest als
| notwendiges Zusatzmittel verwendet, da dadurch die gewünschte hohe
| Verdickungsgeschwindigkeit, Quelleigenschaft und ein Armierungseffekt
| des Fliesenklebers erreicht wird. Diese Eigenschaften sind erforderlich,
| um die notwendige Standfestigkeit, Abrutschfestigkeit und
| Haftzugfestigkeit zu gewährleisten. Da aber die allgemeinen Bemühungen,
| insbesondere in der Bauindustrie, dahingehen, den Asbest zu ersetzen,
| besteht ein großer Bedarf, Fliesenkleber bereitzustellen, die zumindest
| den bisherigen asbesthaltigen Fliesenklebern entsprechen, wenn nicht
| diese übertreffen. [...]
`----
> Gab es tatsächlich asbesthaltige Zement- und Kleberprodukte zur
> Verarbeitung durch Hand-/Heimwerker
Ja, s.o. - betroffen sind vor allem all jene Produkte die entweder sehr
gutes Standvermögen brauchen (Fliesenkleber, standfeste Spachtelmassen)
und/oder keine Schwindrisse bekommen durften (Betonreparaturmörtel).
Selbstverlaufende Spachtelmassen gehören IMO nicht zu den asbesthaltigen
Baustoffen, da der Asbestzusatz das Fließvermögen stark negativ
beeinflusst hätte.
> und gibt es sichtbare Kennzeichen
> zur Erkennung oder zur Abschätzung, ob eine Laboranalyse notwendig
> ist?
Nein.
> So langsam keimt bei mir der Verdacht, das man eigentlich alles auf
> Asbest analysieren lassen sollte, was nicht eindeutig Naturstein oder
> Massivholz ist (letzteres dafür auf Holzschutzmittel :-( )
Ich habe da leider keinen Rat für Dich. Ich weiss zwar wie ich selbst
*für mich* entscheiden würde, mag aber keine Gefahreneinschätzung für
andere abgeben. :-/
Ich habe schließlich im Lacktechnikum beim Herstellen von
Epoxidharz-Teer-Beschichtungsmassen die Hände auch schon mal in Teer
(dem Benzo[a]pyren-haltigen) "gebadet" und hinterher mit Benzol wieder
abgewaschen. ;-(
Andrea
--
http://www.baustoffchemie.de/
Hallo Axel, jetzt mach mal keinen auf Panik :-)
Solange du das Zeug nicht sägst, bohrst oder mit einem Trennschleifer
bearbeitest...
Also solange du keine feinen Staubpartikel in Massen erzeugst, sehe ich kein
grosses Problem. Atemschutz in einfacher Form ist sicher empfehlenswert,
und immer gut lüften.
Ralf Reske
Hallo Ralf,
> [...] jetzt mach mal keinen auf Panik :-)
Du weißt schon - ich halte es mit dem Satz: "dass du paranoid bist,
heißt nicht, dass sie nicht hinter dir her sind" :-)
>Solange du das Zeug nicht sägst, bohrst oder mit einem Trennschleifer
>bearbeitest...
Hatte ich nicht vor - aber ohne Hammer und Meißel ist nichts zu
machen, und das staubt ja auch.
>Also solange du keine feinen Staubpartikel in Massen erzeugst, sehe ich kein
>grosses Problem.
Es gibt ganz offenbar sehr unterschiedliche Risikoabschätzungen in
Bezug auf Asbest - die offizielle geht wohl mehr in die Richtung, dass
bei *jeder* mechanischen Bearbeitung Gefahr besteht.
Worauf stützt Du deine Zuversicht?
(ich würde mich Dir diesbezüglich gern anschließen :-)
> Atemschutz in einfacher Form ist sicher empfehlenswert,
...die berühmte P2-Maske oder einfach das Teil aus dem Baumarkt?
>und immer gut lüften.
...und feuchthalten?
Gruß
Axel
Hallo Andrea,
Zunächst mal vielen Dank für Deine informative Antwort.
>Es stimmt, auch in zementgebundenen Fliesenklebern wurde Asbest
>eingesetzt, [...]
Nicht dass ich mit einer positiven Überraschung gerechnet hätte ;->
>> Gab es tatsächlich asbesthaltige Zement- und Kleberprodukte zur
>> Verarbeitung durch Hand-/Heimwerker
>Ja, s.o. - betroffen sind vor allem all jene Produkte die entweder sehr
>gutes Standvermögen brauchen (Fliesenkleber, standfeste Spachtelmassen)
> [...]
Was mich wundert, ist, dass lt. den Abfallratgebern der Landkreise
Fliesenkleber als "Bauschutt" entsorgt wird und auch im
Sanierungsratgeber von Warentest alle möglichen Asbestverstecke
angegeben werden, nicht aber dieses - also:
- war das nicht so verbreitet,
- ist die Entfernung und Entsorgung ohne Vorsichtsmassnahmen
problemlos möglich oder
- gibt es ein Problem, das nur nicht so bekannt ist?
Wie hoch waren die die Asbestgehalte dieser Produkte denn, und gibt es
Infos über die Bindungsfestigkeit bzw. die Freisetzung von Fasern bei
mechanischer (nicht schleifender) Bearbeitung aus
>Selbstverlaufende Spachtelmassen gehören IMO nicht zu den asbesthaltigen
>Baustoffen, da der Asbestzusatz das Fließvermögen stark negativ
>beeinflusst hätte.
Ich weiß jetzt natürlich nicht, ob das selbstverlaufend war - aber
unter der Annahme, dass der Handwerker sich das Verstreichen leicht
machen wollte, wird er wohl nicht das Standfesteste genommen haben.
>Ich habe da leider keinen Rat für Dich. Ich weiss zwar wie ich selbst
>*für mich* entscheiden würde, mag aber keine Gefahreneinschätzung für
>andere abgeben. :-/
Neugierig, was Du tätest, wäre ich ja schon - wenn ich die volle
Verantwortung überneme und einen Haftungsausschluss unterschreibe :-)?
>Ich habe schließlich im Lacktechnikum beim Herstellen von
>Epoxidharz-Teer-Beschichtungsmassen die Hände auch schon mal in Teer
>(dem Benzo[a]pyren-haltigen) "gebadet" und hinterher mit Benzol wieder
>abgewaschen. ;-(
Frag nur nicht nach meinem Praktikum in der Galvanik beim Entfetten im
Trichloräthylenbad :-)
...zumindest ich werde aber mit zunehmendem Alter vorsichtiger, und
ausserdem gibt es ja auch noch ein Kind in dieser Wohnung...
Gruss,
Axel
Dann kannst du aber langsam mal anfangen, die ganze Republik zu evakuieren.
Und am Besten fängst du hier an der Uni an, da stecken in den Altbauten
die Wände voll mit dem Zeug, allerdings alle Platten in Reinkultur.
Deshalb werden hier auch bei Arbeiten an den Wänden inzwischen!!!
extreme Schutzmassnahmen getroffen.
> Worauf stützt Du deine Zuversicht?
Ich sage mal, das Zeug ist ja zu 99,9% gebunden,
immer noch, auch nach deinem Werken.
> (ich würde mich Dir diesbezüglich gern anschließen :-)
>
> > Atemschutz in einfacher Form ist sicher empfehlenswert,
>
> einfach das Teil aus dem Baumarkt?
Du sagst es.
> >und immer gut lüften.
> ...und feuchthalten?
Genau. Bloss nicht soviel Staub aufwirbeln.
Und das Kleinkind würde ich aufs Land bei die Verwandtschaft geben.
Gruss Ralf
Ralf Reske schrieb:
>
> Hallo Axel, jetzt mach mal keinen auf Panik :-)
Du kannst es ihm ja ausbauen. Für Asbestfasern gibt es m.W. keine
Toleranzschwelle, d.h. eine Faser kann reichen, man weiß nur nicht
welche. Wenn Du das bei unbekannter Konzentration mit ein bischen
lüften und Bauhausmaske machen würdest: bitte. Ich würde mir vorher
in Innenräumen noch ein paar mehr Gedanken machen.
Der häufig meiner Meinung nach fahrlässige Umgang (immer gerne mit
dem Hinweis, daß die »Behörden« das nacher auch nur vergraben,
Beutelschneiderei, administrative Gängelei und Schikane) mit
eingebautem Asbest ist eher der weiten Verbreitung dieser Fasern als
der Ungefährlichkeit geschuldet.
Mit
--
Gruß vom schönen Titisee: Thomas Borghoff
Dipl.-Ing. (FH), Fon: +49 7651 4410, Fax: 4440
Franz-Schubert-Weg 2, 79822 Titisee-Neustadt
mailto:tho...@borghoff.de http://www.borghoff.de
Man will es ja nicht glauben, Ralf macht mal ausnahmsweise keine
Panikmache.
Volle Zustimmung, wenn Du jetzt nur bei anderen Gefahren genau so
rational waerst (wie z.B. Radioaktivitaet).
Zum Wind, sicher hast Du recht, dass das Auto viel gefaehrlicher ist.
Mal so grob ueberschlagen komme ich beim Auto auf so 50 Millionen
Todesopfer pro Jahrhundert, Milliarden Verletzte und ueber 10
Billionen Euro Sachschaden. Ziemlich heftig, Leute setzen sich aber
trotzdem ins Auto, oder haben Uebergewicht etc (Uebergewicht duerfte
uebers naechste Jahrhundert auch so ein paar Milliarden Jahre an
verlorener Lebenszeit kosten, sprich ein paar Milliarden Menschen mal
1 bis 2 Jahre weniger Lebenserwartung).
AKW's und Wind sind so sicher (gemessen an Menschen, die bei Unfaellen
sterben) da ist es voellig vernachlaessigbar, dass pro kWh Wind wohl
zehnmal so viele Opfer fordert als AKW's (sind ja immer noch fast
keine).
Der Vergleich ist wichtig, warum sollten uns bei Wind oder AKW's
Menschenleben eine Milliarde Euro wert sein, wenn man in der
Verkehrssicherheit mit ein paar hundert tausend Euro (oder sogar
weniger, man muss auch einrechnen, was man spart, wenn's weniger
Verkehrsunfaelle gibt) schon Leben retten kann?
Bei AKW's geht's gegebenenfalls um Bruchteile von Sekunden, die die
Bevoelkerung dadurch an durchschnittlicher Lebenserwartung verliert.
Beim Rauchen ist es eher ein oder zwei Jahre. Man muss hier mal die
Relationen richtig sehen, und die Gefahren bekaempfen, bei denen es
sich wirklich lohnt.
(zum Asbest, es duerfte bedeutend wahrscheinlicher sein, bei der Fahrt
zum Baumarkt zu sterben, als aufgrund der Renovierung einer Wohnung,
in der etwas Asbest im Fliesenkleber verwendet worden ist, Lungenkrebs
zu bekommen, mich wuerde es nicht wundern, wenn es hier um mehrere
Groessenordnungen ginge, so was wie ein Faktor eine Million oder auch
eine Milliarde Unterschied)
Heiko, England
>> Atemschutz in einfacher Form ist sicher empfehlenswert,
>
>...die berühmte P2-Maske oder einfach das Teil aus dem Baumarkt?
Bei Asbest ist immr P3 vonnoeten.
gilt uebrigens auch fuer Arbeiten mit diversen Holzsorten!
Volker
--
In dang ist es da ähnlich wie im Bundestag. Nur gibt's hier für
Unflätigkeiten keine Ordnungsrufe, sondern Plonks.
[Uwe Tetzlaff in d.a.n.g]
Wenn er um die Ecke wohnen würde, warum nicht.
>Für Asbestfasern gibt es m.W. keine
> Toleranzschwelle, d.h. eine Faser kann reichen, man weiß nur nicht
> welche.
Na toll. Da wurde das Zeug jahrelang in den Bremsanlagen der Kfz
geschreddert
und in der Luft verteielt. Vielleicht ist ja noch einiges unterwegs.
Aus was sind überhaupt die Bremsbeläge der Osteuropäischen LKWs,
die hier massenhaft durch die Gegend donnern ?
Und die alten Eternitabdeckungen. Vielleicht bearbeitet dein Nachbar gerade
eine.
> Wenn Du das bei unbekannter Konzentration mit ein bischen
> lüften und Bauhausmaske machen würdest: bitte. Ich würde mir vorher
> in Innenräumen noch ein paar mehr Gedanken machen.
Na dann leg mal los. Was würdest du denn so anstellen ?
Gutachten einholen, Spezialfirma anheuern, oder die Bude mit Beton
ausgiessen ?
Und vor 10 Jahren war alles noch harmlos. Und jeder hat fröhlich losgelegt.
> Der häufig meiner Meinung nach fahrlässige Umgang (immer gerne mit
> dem Hinweis, daß die »Behörden« das nacher auch nur vergraben,
> Beutelschneiderei, administrative Gängelei und Schikane) mit
> eingebautem Asbest ist eher der weiten Verbreitung dieser Fasern als
> der Ungefährlichkeit geschuldet.
Wart ab, was man vielleicht morgen in deinem Umfeld alles entdeckt.
Kannst ja schon mal anfangen Schlaflosigkeit zu üben.
Das Problem liegt doch darin, dass sich in den ganzen Jahren bis heute
keiner die Mühe machte, die Produkte im Vorfeld zu untersuchen.
Noch nicht mal 10% aller chemischen Substanzen, welche im Umlauf
sind, wurden bis heute systematisch auf ihre Langzeitwirkung untersucht.
Da Zeug wurde angepriesen und flottwegverkauft.
Und nun sitzen die Leute auf ihren Kram. Was sollen sie eigentlich tun?
Alles stehe und liegen lassen und abhauen ?
Ralf Reske
PS: Im übrigen hoffe ich, dass Du keinen krebserregenden Dieselruss
verbreitest.
Ack
Du kannst den Müll ja in deiner Bude lagern.
500 Meter dadrunter und in Glas gerne. Das Risiko ist fuer mich
kleiner, als wenn ich auf der Strasse an einem Raucher vorbeigehen.
Aber nur solange kein "Blitz" in das AKW einschlägt.
Kannst Du mal genauer erlaeutern, was da passieren soll?
Jetzt bleibt mal auf dem Teppich, Heiko. Wo sind denn deine
Windleichen ?
Du verstehst mich falsch. Es sind zwar ein paar Leute von Windturbinen
gefallen oder erschlagen worden, nur bin ich ebenfalls der Meinung,
dass
genug dagegen unternommen wird. Die meisten Turbinen stehen weit genug
weg von Haeusern, dass das Risiko teure Massnahmen zur Bekaempfung
nicht wert ist. Das Geld sollte man lieber in Krankenhaeuser oder
Krebsforschung etc.. stecken.
Wenn ich rauche, dann bring ich mich um.
Wenn ich es lasse, dann nicht.
Passiv rauchen bringt auch eine ganze Menge Leute um.
Wenn Dein AKW hochgeht, fall ICH vielleicht auch tot um.
Da erhoeht sich sehr vielleicht Deine Chance Krebs zu bekommen von 20
auf 20,01%. Ein paar Zigaretten passiv geraucht bringt genauso viel.
Willst Du Autos verbieten, weil die ein Risiko dastellen?
Wie steht's mit Haeusern? Koennte doch ein Dachziegel auf Deinen Kopf
fallen?
Baeume? Alles abholzen, weil Dir vielleicht ein Ast auf den Kopf
fallen koennte?
Das sowieso, allein der Dieselruss aus den Millionen Auspufftöpfen
...
Oh Wunder, hier bist Du mit Bjorn Lomborg einer Meinung.
Heiko, England
Axel_G...@t-online.de (Axel Gutmann) schrieb:
> On Fri, 23 Aug 2002 01:00:34 +0200, Andrea Glatthor wrote:
^^^^^^
Oops. So lange ist das schon her? Das Laufrad meines Newsgrup-Hamsters
war defekt (Festplatte kaputt) und ich suche mir jetzt gerade mühsam die
alten Threads wieder raus. Sorry für die Funkstille.
[...]
> Was mich wundert, ist, dass lt. den Abfallratgebern der Landkreise
> Fliesenkleber als "Bauschutt" entsorgt wird und auch im
> Sanierungsratgeber von Warentest alle möglichen Asbestverstecke
> angegeben werden, nicht aber dieses - also:
>
> - war das nicht so verbreitet,
> - ist die Entfernung und Entsorgung ohne Vorsichtsmassnahmen
> problemlos möglich oder
> - gibt es ein Problem, das nur nicht so bekannt ist?
Gute Frage. Verbreitet war es in zementären Fliesenklebern (nur in
Dünnbettfliesenklebern!) durchaus. Manchmal frage ich mich, in welchen
Werkstoffen eigentlich *kein* Asbest eingesetzt wurde.
> Wie hoch waren die die Asbestgehalte dieser Produkte denn, und gibt es
> Infos über die Bindungsfestigkeit bzw. die Freisetzung von Fasern bei
> mechanischer (nicht schleifender) Bearbeitung aus
Also die Zusatzmenge lag in der Größenordnung von 1% IIRC und von den
sonstigen Eigenschaften kannst Du die Bindung Zement <--> Asbestfaser
mit jener vom Asbestzement gleichsetzen.
[...]
>> Ich habe da leider keinen Rat für Dich. Ich weiss zwar wie ich selbst
>> *für mich* entscheiden würde, mag aber keine Gefahreneinschätzung für
>> andere abgeben. :-/
>
> Neugierig, was Du tätest, wäre ich ja schon - wenn ich die volle
> Verantwortung überneme und einen Haftungsausschluss unterschreibe :-)?
Also ich würde alles tun, was mir technisch an Staubvermeidung möglich
ist. Nass halten, Staub absaugen wo möglich und überall die geeigneten
Feinststaubfilter einsetzen (Staubsauger und Atemschutz).
Und dann "Augen zu und durch". :-|
Zu viel Sorgen machen auch krank (Magengeschwüre oder Hypochondrie).
Andrea
--
Bauchemie Webverzeichnis http://www.bauchemie-info.de/
>Also ich würde alles tun, was mir technisch an Staubvermeidung möglich
>ist. Nass halten, Staub absaugen wo möglich und überall die geeigneten
>Feinststaubfilter einsetzen (Staubsauger und Atemschutz).
>Und dann "Augen zu und durch". :-|
Nicht zu vergessen diese klebrigen Tücher vom Lackierer. Sind nicht
teuer, und binden den allerfeinsten Staub -- auch den, den Wischen und
Staubsaugen zurücklässt. Kosten AFAIK so ca. 1 Euro für einen Lappen
mit einem Quadratmeter. Sehr gut geeignet, um hinterher z.B. den
Staubsaufger wieder sauberzumachen usw.
Thomas Prufer
Hi ihr,
auf den Staubsauger würde ich verzichten, da das Problem der
Asbestfaser ihre Größe, d.h. ihre Kleinheit ist - nun mal recht
schwer ohne riesen Aufwand aus der Luft zu filtern - und saugen
führt eher zu einer Verteilung.
Asbest wurde auch meines Wissens auch in alten Zigarettenfiltern
eingesetzt (alte Zigaretten nicht rauchen :-) )
Die Lösung mit dem Wasser ist gut, wobei oft gewischt werden muss
hinterher, um möglichst viele Fasern zu binden (im Wasser).
Da es sich um einen Bodenbelag handelt, bzw. Kleber, würde ich
die Fläche gut einnässen, dann mit einer Folie abdecken (Streifen)
um die Feuchte zu halten und Faserflug einzudämmen. Dann
Gummihandschuhe - und den Mörtel unter der Folie mit dem
Spachtel abziehen. Mörtelreste mit Schwamm + Wasser beseitigen.
Folie hinterher nach unten umschlagen, so dass die saubere Seite
aussen ist.
Staubmaske ist gut - alle Fenster weit öffnen noch besser :-)
Alle Reste gut in Folie einwickeln - und in den Hausmüll.
Ich hatte auch noch Asbestzementplatten - die habe ich mehrlagig
in Folie eingewickelt (nachdem gut eingenässt) und mit dem
Hammer zerkleinert. Dann das geschlossene Paket in den Müll :-)
Gruß
Tobias
> Nicht zu vergessen diese klebrigen Tuecher vom Lackierer. Sind nicht
> teuer, und binden den allerfeinsten Staub -- auch den, den Wischen und
> Staubsaugen zuruecklaesst. Kosten AFAIK so ca. 1 Euro fuer einen Lappen
Was genau sind das fuer Tuecher und wo bekommt man die? Du meinst ja
sicherlich nicht "Swiffer"...;-)
ciao, Dirk
--
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>Was genau sind das fuer Tuecher und wo bekommt man die? Du meinst ja
>sicherlich nicht "Swiffer"...;-)
Ääääh, ah, ääh -- jemand vom Fach hier? Hooorst?!
Keine Ahnung, wie die auf Deutsch richtig heißen, auf Englisch "tack
rags".
Sind so klebrige Tücher aus dünnem, recht grobem Stoff, mit einem
dauerklebrigen harzähnlichen Papp getränkt, AFAIK einzeln in kleinen
Plastiktüten abgepackt. Der Papp geht nicht auf die zu lackierende
Fläche über, macht die Finger aber irgendwann pappig. Meine (aus'm
08/15 Baumarkt in den USA) sind 1 Meter 1 Meter und bierfilzgroß
zusammengefaltet.
Ich habe sie hier in Deutschland in einem Berner- oder Würth-Katalog
gesehen. Wie von den Autolackierern gerne genommen, weil es wirklich
auch den letzten Staub aufnimmt. Nach Staubsaugen und feucht abwischen
geht da immer noch einiges weg...
Thomas Prufer
Jaja, schon da.
http://www.google.de/search?q=staubbindet%FCcher&ie=ISO-8859-1&hl=de&m
eta=
Staubbindetücher werden die genannt und sollten bei jedem
Farben_fach_geschäft zu kaufen/bestellen sein.
Der Rest dazu ist schon gesagt ;-)
Gruß
Horst