Aus gegebenem Anlass mal eine Frage:
Nebenan in de.rec.denksport hat jemand eine Frage zu einem Mystery-Cache gestellt:
<news:061aa9a4-c642-442c...@b38g2000prf.googlegroups.com>
Der OP cacht wohl selbst nicht, sondern wurde selber nur um Hilfe gebeten. (Die
Möglichkeit, daß sich hier ein Cacher verstellt wollen wir mal auslassen. ;-))
Im Laufe der Diskussion ergab sich eine Frage, deren Antwort mich auch mal
interessieren würde:
Was haltet *ihr* davon, wenn jemand in öffentlichen Foren nach Hilfe fragt?
Also Usenet, Foren oder Frage-/Antwortdienste.
Erstaunlicherweise ist dies (meines Wissens nach) nicht besonders verbreitet,
aber wieso eigentlich?
Ich persönlich halte nicht allzuviel davon. Aber das ist mehr ein Gefühl als
eine gut begründete Meinung. Ich halte einen Bekannten zu fragen eigentlich
schon für das Äußerste.
Dafür sprechen würde:
- Jeder soll selbst wissen, wie er seinen Spaß am Cache hat.
- Ob nun einen Bekannten oder Unbekannten fragen, wo ist der Unterschied?
Gründe die dagegen sprächen sind:
- Unnötige Aufmerksamkeit
- Hinterlassen von Spoilern
- Eine gewisse "Unsportlichkeit".
Wie sieht es aus mit Expertendiensten wie Wer-Weiß-Was? Dort wird ein direkter
Kontakt hergestellt, gespoilert wird also nicht.
Empfinde ich persönlich jedoch auch als grenzwertig.
Meinungen?
Robin Koch
--
Von zwei Sachen, die nicht zusammenpassen, alle beide zu glauben, mit
der Idee im Kopf, es gebe irgendwo noch eine dritte, die sie vereint -
das ist Gläubigkeit. - (Umberto Eco)
> Erstaunlicherweise ist dies (meines Wissens nach) nicht besonders
> verbreitet,
> aber wieso eigentlich?
... verstehe ich das nicht. Ein Mystery ist ja gerade dazu da, sein
Denkorgan auf Trab zu bringen. Es einen anderen lösen zu lassen, finde
ich persönlich doof. Klar, bei ganz fiesen oder wenn ich annehme, daß
ich mich gedanklich in einer Sackgasse verrannt habe, frage ich schon
mal andere nach Ideen oder den Owner nach einem Tipp, aber auf die
Lösung will ich schon selbst kommen. Hab auch noch eine lange Liste
von gelösten, aber nicht gehobenen Mysterys hier...
> Ich halte einen Bekannten zu fragen eigentlich
> schon für das Äußerste.
Ebenso.
> Wie sieht es aus mit Expertendiensten wie Wer-Weiß-Was? Dort wird
> ein direkter
> Kontakt hergestellt, gespoilert wird also nicht.
> Empfinde ich persönlich jedoch auch als grenzwertig.
Da würde ich eher noch den Owner nach den Koordinaten fragen. Hilft
bestimmt oft auch..
> Meinungen?
Ja, aber nur meine...
Gruß
Ingo
> Was haltet *ihr* davon, wenn jemand in öffentlichen Foren nach Hilfe
> fragt?
Das soll IMHO jeder halten wie er mag. Ich selbst bin eh nicht so der
Mystery-Fan, wenn sich das Teil nicht innerhalb von 10 Minuten lösen und
somit zum Tradi umwandeln lässt lass ich ihn sein. Schließlich will ich
Dosen zur Erholung suchen, denken muss ich auf Arbeit genug.
Wenn aber jemand ganz verbissen nach der Lösung sucht und diese nicht
allein findet, warum nicht? Wäre ich der Owner würde es mich nicht stören,
schließlich versteckt man die Dose ja damit sie gefunden wird...
Good Byte,
Maik
--
Altmetall - Schrottie und die große weite Welt
Aus dem Leben eines Notrufdisponenten!
http://www.bischiweb-online.de/wp/
> Da würde ich eher noch den Owner nach den Koordinaten fragen. Hilft
> bestimmt oft auch..
Nach meinen Erfahrungen reagieren Owner nur sehr selten. Also bei ganz
normalen Anfragen. Da dürfte die Chance einer Antwort bei der Bitte um
Lösung noch um einiges geringer sein.
> Wenn aber jemand ganz verbissen nach der Lösung sucht und diese nicht
> allein findet, warum nicht? Wäre ich der Owner würde es mich nicht stören,
> schließlich versteckt man die Dose ja damit sie gefunden wird...
Bei einem Rätsel gehe ich aber mal davon aus, dass der Owner will, dass
gerätselt wird. Wäre sonst ja witzlos, sich das Ganze auszudenken.
Wobei natürlich auch manche Rätselcaches grenzwertig (oder grenzdebil?)
sind. Hatte da mal nen Musikcache, wo die Soundfragmente ganz oft zu
ganz obskuren Genres oder Interpreten gehörten. Ohne Handy mit
Musikerkennungssoftware wäre ich nie auf die Koordinaten gekommen.
>Dafür sprechen würde:
>- Jeder soll selbst wissen, wie er seinen Spaß am Cache hat.
>- Ob nun einen Bekannten oder Unbekannten fragen, wo ist der Unterschied?
>
>Gründe die dagegen sprächen sind:
>- Unnötige Aufmerksamkeit
>- Hinterlassen von Spoilern
>- Eine gewisse "Unsportlichkeit".
>Meinungen?
Soll jeder selber wissen, wieviel eigener Gehirnschmalz drinsteckt. In einigen
logs steht ja auch drin, gelöst mit Denkanstoß von XY, oder "sowieso hatte
gelöst, ich bin mitgelaufen". Da wird nicht mit fremden Federn geschmückt, und
ist so ehrlich.
Ein Problem hätte ich damit, wenn gespoilert wird. Also ein wenig mehr Arbeit
als den Cachenamen eingeben und Lösung anklicken darf schon sein -- also
Denkstoß ja, aber Fertig-Lösung ROT-13 oder sonstwie verstecken, ich will selber
denken dürfen!
Thomas Prufer
> Nach meinen Erfahrungen reagieren Owner nur sehr selten. Also bei ganz
> normalen Anfragen. Da dürfte die Chance einer Antwort bei der Bitte um
> Lösung noch um einiges geringer sein.
Ich habe oft einige Anfragen übersehen, weil Geocaching sie mit der
Original-Emailadresse des Senders versehen hatte, sie aber über
geocaching.com eingeliefert hatte.
Das ist für gmx ein Zeichen für Spam.
Offenbar ist das nun besser geworden, ich hatte mich zumindest vorher
bei geocaching dahingehend beschwert. (Natürlich habe ich auch versucht,
den Spamverdacht dahingehend zu korrigieren)
In der letzten Zeit sind Anfragen in meinem Posteingang und nicht im
Spamverdacht-Ordner.
Viele Grüße von Dani