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Asbest in Gehwegplatten?

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Axel Gentzsch

unread,
Mar 18, 2007, 8:50:13 AM3/18/07
to
Hallo,

ich habe einen Garten übernommen und bin ihn gerade am Umbauen. Dabei
fallen viele alte Gehwegplatten (ca.30x30x5cm) an. Die Platten sind
zum größten Teil vermutlich aus Beton gegossen, auf der einen Seite
flach und auf der andereren quadratisch geriffelt. Ich will die nun
zerschlagen und quasi als Drainage entsorgen.
Dabei staubts und ich frage mich, ob da seinerzeit vielleicht Asbest
eingearbeitet wurde?
Woran erkennt man Asbestzement und wofür wurde der verwendet?
Weiß da vielleicht jemand was darüber?

Viel Grüße,
Axel

Jürgen Exner

unread,
Mar 18, 2007, 8:57:52 AM3/18/07
to
Axel Gentzsch wrote:
> ich habe einen Garten übernommen und bin ihn gerade am Umbauen. Dabei
> fallen viele alte Gehwegplatten (ca.30x30x5cm) an. Die Platten sind
> zum größten Teil vermutlich aus Beton gegossen, auf der einen Seite
> flach und auf der andereren quadratisch geriffelt. Ich will die nun
> zerschlagen und quasi als Drainage entsorgen.
> Dabei staubts und ich frage mich, ob da seinerzeit vielleicht Asbest
> eingearbeitet wurde?

Sehr unwahrscheinlich. Sand/Kies ist und war erheblich billiger als Asbest.

> Woran erkennt man Asbestzement

An der chemischen Analyse

> und wofür wurde der verwendet?

Viele Zwecke, z.B. zum feuerfesten Isolieren von Stahltraegern oder auch
fuer Faserzementplatten, z.B. Well"blech"- oder Eternitplatten. Die sind
aber niemals 5cm stark eben weil sie durch Fasern verstaerkt sind.

jue


Axel Gentzsch

unread,
Mar 18, 2007, 3:00:21 PM3/18/07
to
"Jürgen Exner" <jurg...@hotmail.com> schrieb:

>Axel Gentzsch wrote:
>> ...ob da seinerzeit vielleicht Asbest eingearbeitet wurde?


>Sehr unwahrscheinlich. Sand/Kies ist und war erheblich billiger als Asbest.

>> und wofür wurde der verwendet?


>Viele Zwecke, z.B. zum feuerfesten Isolieren von Stahltraegern oder auch
>fuer Faserzementplatten, z.B. Well"blech"- oder Eternitplatten. Die sind
>aber niemals 5cm stark eben weil sie durch Fasern verstaerkt sind.

Danke Jürgen, das beruhigt mich.
An Eternitplatten lag hier auch einiges herum, haben wir schon
entsorgt.

Gruß,
Axel

Jürgen Exner

unread,
Mar 18, 2007, 3:13:04 PM3/18/07
to
Axel Gentzsch wrote:
>> Axel Gentzsch wrote:
>>> ...ob da seinerzeit vielleicht Asbest eingearbeitet wurde?

> An Eternitplatten lag hier auch einiges herum, haben wir schon
> entsorgt.

Wobei Eternit schon seit Jahrzehnten auch kein Asbest mehr enthaelt.

jue


Axel Gentzsch

unread,
Mar 19, 2007, 2:30:12 PM3/19/07
to
"Jürgen Exner" <jurg...@hotmail.com> schrieb:

>Wobei Eternit schon seit Jahrzehnten auch kein Asbest mehr enthaelt.

Die von der Entsorgungsstelle wollen aber auch Geld verdienen und
meinten, bei so einem alten Garten wäre Asbest im Eternit schon gut
möglich.

Gruß,
Axel

Günter Hackel

unread,
Mar 19, 2007, 7:13:49 PM3/19/07
to
Axel Gentzsch schrieb:

Hallo
sorry, das ist Stammtisch! Die Mitarbeiter haben überhaupt nichts
davon, wenn sie Material falsch klassifizieren und auch mehr Geld dafür
berechnen. Jedes Kilo besonders zu behandelnder Abfall kostet nämlich
auch der Abfallwirtschaft Geld denn der Privatkunde zahlt in dem Fall
keine kostendeckenden Tarife. Der versteckte Vorwurf der Abzocke ist
dämlich. Zum Zweiten ist es den Mitarbeitern weder möglich noch erlaubt,
irgendwelche Stoffe zu analysieren. Im Fall Asbest gilt wegen der
Gefährdung: Wenn der Verdacht besteht, dass es sich um asbesthaltige
Abfälle handelt, müssen diese auch so behandelt werden.
Und noch was: Asbesthaltiges Material wird heute noch immer trotz
Verbotes (Anfang der 80er) immer noch verwendet. Da wird noch immer
altes Material aufgehoben um es wiederzuverwenden oder man säubert mit
Hochdruckreinigern oder Winkelschleifern mit Bürstenvorsatz alte Platten
voller Flechten ab oder verschenkt alte Platten "großzügig"
gh

Ernst Keller

unread,
Mar 20, 2007, 6:11:12 AM3/20/07
to
On Tue, 20 Mar 2007 00:13:49 +0100, Günter Hackel
<search_for...@invalid.invalid> wrote:

>Axel Gentzsch schrieb:
>> "Jürgen Exner" <jurg...@hotmail.com> schrieb:
>>
>>>Wobei Eternit schon seit Jahrzehnten auch kein Asbest mehr enthaelt.
>>
>> Die von der Entsorgungsstelle wollen aber auch Geld verdienen und
>> meinten, bei so einem alten Garten wäre Asbest im Eternit schon gut
>> möglich.
>
>Hallo
> sorry, das ist Stammtisch! Die Mitarbeiter haben überhaupt nichts
>davon, wenn sie Material falsch klassifizieren und auch mehr Geld dafür
>berechnen. Jedes Kilo besonders zu behandelnder Abfall kostet nämlich
>auch der Abfallwirtschaft Geld denn der Privatkunde zahlt in dem Fall
>keine kostendeckenden Tarife.

Da die Entsorgungsstellen oft Gewinnorientiert arbeiten müssen ist der Vorwurf
nicht so abwegig, man verlangt die höherer Gebühr im Wissen dass man es als
unbedenkliches Material entsorgen kann. Allerdings gilt Eternit beim Entsorgen,
zumindest in der CH, als unbedenkliches Material.

Ernst

--
Was ist TOFU? Wieso finden die anderen meine Artikel schwer zu lesen?
TOFU steht für "Text Oben, Fullquote Unten". Das ist eine Unart, die einen
nicht nur in dieser Newsgroup, sondern im ganzen Netz unbeliebt macht.
Lies "Wie zitiere ich im Usenet?": http://www.afaik.de/usenet/faq/zitieren/.

Günter Hackel

unread,
Mar 20, 2007, 9:17:17 AM3/20/07
to
Ernst Keller schrieb:

> Da die Entsorgungsstellen oft Gewinnorientiert arbeiten müssen ist der Vorwurf
> nicht so abwegig, man verlangt die höherer Gebühr im Wissen dass man es als
> unbedenkliches Material entsorgen kann. Allerdings gilt Eternit beim Entsorgen,
> zumindest in der CH, als unbedenkliches Material.

Wie das in der Schweiz ist, weiß ich nicht. In DE stimmt der Vorwurf der
Gewinnorientierung nicht, das ist absurd. Hierzulande wurde vor
X-Jahren per Abfallwirtschaftgesetz vorgeschrieben, dass sich das System
selbst trägt und nicht aus Steuern bezuschusst werden soll. Neben der
normalen Müllensorgung und der getrennten Sammlung von Wertstoffen
(Kreislaufwirtschaftsgesetz) gibts für Haushalte auch Sonderaktionen
damit Gefahrstoffe nicht von den Bürgern illegal entsorgt werden. So
gibt es beispielsweise in unserer Region 2x im Jahr eine
Problemmüllsammlung. Dann stehen an bestimmten Orten für einige Zeit
Container und ein Team, zu dem auch ein Chemiker gehört, ist vor Ort.
Dort kann man dann z.B. Gifte, Lösemittel u.a. persönlich und kostenlos
abgeben. Bei "Asbestabfällen" gibts wieder andere Möglichkeiten. Hier
bekommt man kostenlos entsprechendes Verpackungsmaterial (das Zeug muss
staubdicht verpackt werden), Hilfen zum Umgang mit dem Material und die
Entsorgung ist vergleichsweise sehr günstig. Ich kann gerade keine
aktuellen Preise nennen, es geht aber um etwa 40 Euro pro Kubikmeter,
normal ist das etwa das 10-fache. Allerdings muss man die verpackten
Stoffe selbst nan einem bestimmten Tag zur angegebenen Deponie bringen
wo sie dann zusammen gelagert und zum Abend hin gleich abgedeckt werden.
gh

Axel Gentzsch

unread,
Mar 20, 2007, 8:15:02 PM3/20/07
to
Aber hallo,

habe nichts von Abzocke geschrieben.
Ich habe die Platten beim Sondermüll kostenfrei abgegeben, weil nicht
sicher war, ob sie Asbest enthalten oder nicht. Wer das klassifiziert
ist mir wurscht. Da soll sich doch die Abfallwirtschaft drum kümmern.
Wenn sie Asbest enthalten sollten, hoffe ich natürlich auch, das die
Platten dann nicht günstig nach Afrika "verschenkt", sondern
hierzulande kostendeckend entsorgt werden.
Heute schon dämliche Vorwürfe gemacht? ;)

Gruß,
Axel

Günter Hackel

unread,
Mar 21, 2007, 3:42:43 AM3/21/07
to
Axel Gentzsch schrieb:

Deine Worte:
> Die von der Entsorgungsstelle wollen aber auch Geld verdienen ...

heute schon dämliche Ausreden gefunden?

Ich habe ja wohl deutlich genug geschrieben, dass ich da einen
VERSTECKTEN VORWURF DER ABZOCKE herauszulesen glaubte.
Wenn das kostenfrei angenommen wurde, sei doch froh darüber.
gh

Axel Gentzsch

unread,
Mar 21, 2007, 5:47:40 AM3/21/07
to
>Ich habe ja wohl deutlich genug geschrieben, dass ich da einen
>VERSTECKTEN VORWURF DER ABZOCKE herauszulesen glaubte.

Dann schreib ich dir mal ganz offen, das du sehr spitzfindig und
dünnhäutig zu sein scheinst und das ist nicht mein Problem.
Gruß,
Axel

Günter Hackel

unread,
Mar 21, 2007, 1:47:54 PM3/21/07
to
Axel Gentzsch schrieb:

Vielleicht hast Du damit Recht und ich lese manchmal mehr als nur Worte.
Spitzfindig könnte man z.B. jemanden bezeichnen, der Botschaften auch
erkennt wenn sie nicht ausgesprochen werden. (Gutes Kabarett lebt
davon). Der Vorwurf der Dünnhäutigkeit setzt voraus, dass sich derjenige
angegriffen oder verletzt fühlt - beides ist bei mir nicht der Fall und
deshalb meine ich, dass diese Begriffe unglücklich verwendet wurden.
Dein "Problem" ist mir aus meiner Zeit, als ich einen Recyclinghof
managte, wohl bekannt: Es geht darum, dass sich sehr viele beim
Einkaufen nicht einen Gedanken daran verschwenden, dass irgendwelche
Produkte auch mal wieder "entsorgt" werden müssen. Wenn es dann soweit
ist, wird selbstverständlich erwartet, dass sich "wer auch immer" um den
Müll kümmert und ihn kostenlos beseitigt, möglichst sogar noch abholt.
Schon klar, das war deutlich zu verstehen - nur kanns so nicht
funktionieren.
gh

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