im Herbst bekam ich eine Zitronen-Verbene geschenkt, von der jetzt leider
alle Blätter abgefallen sind. Nun stehen die Ästchen so kahl da...
Vermutlich habe ich einmal zuviel gegossen, was mir die Verbene
übelgenommen hat: Die Blätter sind trotz Wassers welk geworden und dann
weggetrocknet.
Ich habe den Wurzelballen komplett abtrocknen lassen und nun wieder ganz
moderat angefeuchtet sowie die Ästchen ein wenig zurückgeschnitten. Hat
jemand da Erfahrungen, treibt die Verbene nochmal neu aus oder ist alles
zu spät, wenn erst einmal alle Blätter abgefallen sind?
In der Hoffnung auf Mut und Zuspruch, ;-)
/Thomas.
--
Thomas Bahls | "Wege entstehen dadurch, daß man sie geht."
Greifswald, Germany | -- Franz Kafka
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Heißt auf deutsch: Wegen Wasserüberschusses sind die Wurzeln erstickt
und in der Folge ist die Pflanze im Wasser stehend vertrocknet, weil ja
keine/nicht genug lebende Wurzeln mehr da.
>
> Ich habe den Wurzelballen komplett abtrocknen lassen
Je nach deiner Auffassung von "komplett" war das wahrscheinlich exakt
das Gegenteil von hilfreich. Trockenheit ist durch Trockenheit nicht
bekämpfbar.
> und nun wieder ganz
> moderat angefeuchtet sowie die Ästchen ein wenig zurückgeschnitten. Hat
> jemand da Erfahrungen, treibt die Verbene nochmal neu aus oder ist alles
> zu spät, wenn erst einmal alle Blätter abgefallen sind?
Weiß ich nicht. Aber wenn irgendwas noch klappt, dann ein Steckling von
einem ggf. noch lebenden Teil. Das, von dem du bis eben noch gedacht
hast, dass es eine Wurzel hat, hat wahrscheinlich die geringeren
Chancen. Und wenn die Pflanze doch noch wird, dann wird sie nie wieder,
was sie vorher war. Du kannst ihr durch das Schneiden des Stecklings/der
Stecklinge nicht schaden, also versuch es auf jeden Fall. Machs aber
gleich richtig:
http://www.drg-faq.info/anzucht-vermehrung/stecklingsvermehrung/
Ina
--
"Wer mit seinem Garten zufrieden ist, verdient ihn nicht!"
(Karl Foerster)
>im Herbst bekam ich eine Zitronen-Verbene geschenkt, von der jetzt leider
>alle Blätter abgefallen sind.
Das hat sie so an sich :-) Kalt und fast trocken überwintern, dann
treibt sie im Frühjahr wieder aus.
Mehr Info z.B. bei http://www.kraeuter-und-duftpflanzen.de
--
Gruß,
Wolfgang
http://www.wolfgang-kynast.de
Mails bitte nur an ReplyTo, From wird nicht gelesen!
Wo hast du sie denn stehen? Drinnen? Draußen? Im Topf könnte es ihr
jetzt zu warm sein, jedenfalls, wenn sie bei Zimmertemperatur steht.
Ich bringe meine auch gerade erstmalig über den Winter, steht im sehr
kühlen Wintergarten. Sie hat kaum noch grüne Blätter, aber gibt noch
Lebenszeichen von sich :-)
--
Herzliche Grüsse, Wanda.
________________________________________________
Mail Wanda Puvogel direct at:
mail@<firstname><lastname>.com
>Heißt auf deutsch: Wegen Wasserüberschusses sind die Wurzeln erstickt
>und in der Folge ist die Pflanze im Wasser stehend vertrocknet, weil ja
>keine/nicht genug lebende Wurzeln mehr da.
Hmm, so in die Richtung gingen meine schlimmsten Befürchtungen, die du nun
zu bestätigen scheinst. Im übrigen wirft der Umstand, daß im Wasser
stehende Pflanzen durch zuviel Wasser ersticken können, aber die Frage
auf, warum denn Hydrokulturen damit augenscheinlich kein Problem haben.
Sind das andere Wurzeln, geht also nur bei bestimmten Pflanzen?
>Und wenn die Pflanze doch noch wird, dann wird sie nie wieder,
>was sie vorher war. Du kannst ihr durch das Schneiden des Stecklings/der
Das läßt mich jetzt leider etwas mutlos zurück, aber ich werd' mich mal
darauf einstellen, daß es nix mehr wird.
Trotzdem :-) schönes Wochenende,
>Das hat sie so an sich :-) Kalt und fast trocken überwintern, dann
>treibt sie im Frühjahr wieder aus.
>
>Mehr Info z.B. bei http://www.kraeuter-und-duftpflanzen.de
Auf der Website steht auch, daß sie es keinesfalls zu naß mag... Wie ich
schon auf Inas Posting hin schrieb, bin ich nun doch ein wenig mutlos,
werde es aber vielleicht doch bis zum Frühjahr noch weiter probieren. Man
soll die Flinte nicht vorschnell ins Korn werfen und bisweilen überrascht
einen die Natur ja doch ganz gehörig. :-)
Danke für den Link, kann man sich direkt mal merken.
Schöne Grüße,
>Wo hast du sie denn stehen? Drinnen? Draußen? Im Topf könnte es ihr
>jetzt zu warm sein, jedenfalls, wenn sie bei Zimmertemperatur steht.
>Ich bringe meine auch gerade erstmalig über den Winter, steht im sehr
>kühlen Wintergarten. Sie hat kaum noch grüne Blätter, aber gibt noch
>Lebenszeichen von sich :-)
Sie steht bei ca. 18 Grad nahe am Fenster. Einen kühleren Platz (so
ungefähr 16 Grad) kann ich ihr durchaus noch zuweisen, kälter ist es bei
uns (drinnen) "leider" nicht machbar. :-o Vielleicht klappt's ja.
Schöne Grüße,
> Im übrigen wirft der Umstand, daß im Wasser
> stehende Pflanzen durch zuviel Wasser ersticken können, aber die Frage
> auf, warum denn Hydrokulturen damit augenscheinlich kein Problem haben.
> Sind das andere Wurzeln, geht also nur bei bestimmten Pflanzen?
In einem Hydrokulturgefäß darf der Wasserstand höchstens 1/3 der Gefäßhöhe
betragen, das Wasser muss regelmäßig fast ganz eintrockenen und die
Pflanzen haben im Prinzip keine Faserwurzeln mit großer Oberfläche, sondern
dickere "Wasserwurzeln". Stecklinge, die in Wasser gestellt werden,
entwickeln auch diese "Wasserwurzeln" und gehen dann beim Eintopfen in Erde
oft ein, weil die Wurzeloberfläche zu gering ist.
--
Hannelore Goos
http://www.sonnenastro.de
http://www.neomarica.de
Letztes Jahr habe ich einen Teil der Zitronen-Verbene in einen Topf
gepflanzt
und mit ins Haus genommen. Den anderen Teil habe ich im Garten gelassen.
Die Zitronen-Verbene im Topf ist relativ schnell eingegangen. Die Verbene im
Garten ist im Frühjahr wieder ausgeschossen. Hätte ich nicht gedacht. Habe
mich aber trotzdem riesig gefreut. :)
Kerstin
>Pflanzen haben im Prinzip keine Faserwurzeln mit großer Oberfläche, sondern
>dickere "Wasserwurzeln". Stecklinge, die in Wasser gestellt werden,
>entwickeln auch diese "Wasserwurzeln" und gehen dann beim Eintopfen in Erde
>oft ein, weil die Wurzeloberfläche zu gering ist.
Das könnte erklären, warum ich neulich mit einem eingetopften Ranker Pech
hatte, obwohl es normalerweise gut klappt, im Wasser zunächst sich kleine
Wurzeln bilden zu lassen und dann einzutopfen. Ich hatte den recht lange
im Wasser und er hatte schon recht dicke "Wasserwurzeln"...
Einleuchtende Erklärung, danke!
Allen einen schönen 2. Advent,
ich schneide meine Zitronenverbene vor dem Umsetzen von draußen nach
drinnen stark zurück, da sie alleine aufgrund ihrer Größe echte Probleme
im Winterquartier macht. Dabei ernte ich auch gleich die Blätter von den
abgeschnittenen Zweigen und hab meine Teevorräte wieder voll.
Erfahrungsgemäß schmeißt sie aus Protest wegen des Standortwechsels
erstmal alle Blätter. Was aber nix macht, sie treibt wieder aus. Gießen:
nur sehr mäßig, kühl halten (unbeheizter Flur), steht leider nicht ganz
so hell wie sie sollte, deshalb mickert sie im Winter immer ein
bisschen: schache Triebe. Am besten man lässt sie so hässlich, einsam
und unbeachtet. Sobald sie wieder nach draußen kommt, holt sie auf.
Nachdem du aber wohl fleissig weitergegossen hast, besteht die Gefahr,
dass du sie einfach ersäuft hast. Vielleicht mal nach den Wurzeln schauen.
Gruss
Karla
>> Pflanzen haben im Prinzip keine Faserwurzeln mit großer Oberfläche, sondern
>> dickere "Wasserwurzeln". Stecklinge, die in Wasser gestellt werden,
>> entwickeln auch diese "Wasserwurzeln" und gehen dann beim Eintopfen in Erde
>> oft ein, weil die Wurzeloberfläche zu gering ist.
>
> Das könnte erklären, warum ich neulich mit einem eingetopften Ranker Pech
> hatte, obwohl es normalerweise gut klappt, im Wasser zunächst sich kleine
> Wurzeln bilden zu lassen und dann einzutopfen.
War das vor oder nach dem Link, das ich gepostet hatte? Da steht nämlich
drin, wie richtig geht.
On Sun, 09 Dec 2007 10:24:46 +0100, Ina Koys wrote:
>War das vor oder nach dem Link, das ich gepostet hatte? Da steht nämlich
>drin, wie richtig geht.
es war vorher, deutlich vorher. Rein zeitlich schon kann es gar nicht
anders sein. ;-)
Schöne Grüße,