wir haben am Wochenende leckeren Hokaidu-Kürbis gefuttert, und ich hab
eine Handvoll der darin enthaltenen Samen gerettet. Die will ich
anzüchten, nur hab ich keine Ahnung, wie. Kann da jemand helfen?
--
Ciao,
Holger (GUS-KOTAL, GUS#1100)
90-92 Honda CB400 10 Mm | 93-95 Yamaha TDM 850 26 Mm
95-97 KTM 620 LC4 13 Mm | seit 97 BMW R1100GS 42 Mm (Die Renndrecksau!)
cu @ http://www.issle.de
Hallo
warte bis zum nächsten Frühjahr, stecke dann die Samen in mit
Pflanzerde gefüllte Töpfe und halte diese feucht (nicht nass!). Stelle
sie auf eine Styropor-Unterlage an ein sonniges Fensterbrett.
Kürbissamen machen keine Probleme.
Rauspflanzen erst wenn kein Frost mehr droht und wenn die Pflänzchen
groß genug sind (ca 3-4 Blätter würde ich meinen).
Gruß Lutz
--
x-no-archive: yes http://www.cyborgs.de ><(((°> ><(((*<
Synthesizer,Synthy-Kurs,Musik,Testberichte,USA-Reisetagebücher,
Naturheilkunde,Therapien,Heilkräuter,Giftpflanzen, Gartentips,
Hundesport Agility, Konzertbilder Frank Zappa und vieles mehr
>wir haben am Wochenende leckeren Hokaidu-Kürbis gefuttert, und ich hab
>eine Handvoll der darin enthaltenen Samen gerettet. Die will ich
>anzüchten, nur hab ich keine Ahnung, wie. Kann da jemand helfen?
Ich hab von einem Pumpkin ich glaub vor 3 Jahren einfach die Samen
rausgenommen, getrocknet und mitgenommen. 4 Samen hab ich heuer im
Fruehjahr in einem Minitreibhaus in Erde gesetzt, davon sind 2
gekommen, die hab ich in den Garten auf das grobe Zeug gesetzt, das
aus dem Kompost ausgesiebt war. Davon hatte ich heuer 6 Kuerbisse mit
6-11 kg Gewicht, kann also nicht allzuverkehrt gewesen sein :-)
Gurkenkerne soll man angaeren lassen, vielleicht erhoeht das bei
Kuerbissen auch die Vermehrungsrate?
--
Cu
Monika ©¡©
http://MonikaCisch.bei.t-online.de
Aquaristische Stilblueten
> warte bis zum nächsten Frühjahr,
Wann etwa? Februar oder eher April?
> Kürbissamen machen keine Probleme.
Das freut mich zu hören!
On Mon, 09 Sep 2002 10:40:44 +0200, Monika Cisch wrote:
> Gurkenkerne soll man angaeren lassen, vielleicht erhoeht das bei
> Kuerbissen auch die Vermehrungsrate?
Meinst Du Salatgurken? Die kann man auch so vermehren? Gut, wird
probiert. Wie funktioniert das mit dem angären? Sorry, ich bin
neu-Gärtner, hab also wenig Ahnung.
Hallo
je nach Klima bei Dir, ich würde zu Mitte April raten. Guter
Pflanzplatz: Komposthaufen. Gegen Schneckenfraß hilft kurzfristig wenn
man etwas Wellplastik (Beeteinfassung drum herum stellt) und natürlich
Schneckenkorn (kein Gift benutzen)
Samen trocken lagern.
>Meinst Du Salatgurken? Die kann man auch so vermehren? Gut, wird
Jein :-) Mit denen vom Supermarkt kannste's vielleicht probieren,
Erfolgsaussichten duerften aber eher gering sein. Hoechstens die
'Gaertnergurken' koennten's tun. Gurken, die Du schon erfolgreich
selber angebaut hast, lassen sich so vermehren, sofern es keine F1
Hybriden sind.
>probiert. Wie funktioniert das mit dem angären? Sorry, ich bin
>neu-Gärtner, hab also wenig Ahnung.
Sorry, ich auch ;-) Angaeren=in Wasser schmeissen, 1-2 Tage warten,
spuelen, trocknen. Trocken lagern (hat Lutz eh schon geschrieben) und
dann entweder im Mai gleich raussaen oder ich hab sie im Haus
vorgezogen, das war glaub ich Ende April/Anfang Mai und dann nach den
Eisheiligen rausgetan.
Ich würde nur garantiert sortenreines Saatgut verwenden
siehe:
http://www.beobachter.ch/reusable/detail.cfm?ObjectID=27DB8CDB-4AC3-48A0-931
25BAA3C2DB215&navid=150
In der Kürbissaison häufen sich die Anfragen beim Schweizerischen
Toxikologischen Informationszentrum. «Das Problem sind nicht die Speise-,
sondern die Zierkürbisse», sagt Pflanzenexpertin Andrée Meier-Abt.
In den letzten Jahren habe der Anbau von Zierkürbissen in der Schweiz stark
zugenommen. Diese sind zwar eine Augenweide, bilden aber die giftigen
Bitterstoffe Cucurbitacine, die beim Menschen bereits nach einigen Bissen zu
heftigem Brechreiz und Durchfall führen. Da die Befruchtung über Bienen
erfolgt, können Kreuzungen von Zier- mit Esskürbissen über grosse Distanzen
stattfinden.
Meier-Abt rät, jeden Kürbis aus dem eigenen Garten vor der Zubereitung kurz
zu testen: Schmeckt das Gemüse bitter, muss es sofort ausgespuckt und
entsorgt werden. Kochen nützt nichts, denn die giftigen Stoffe sind
hitzestabil.
Problemlos sind hingegen Kürbisgewächse, die in Gärtnereien kultiviert
wurden: «Samen und Gemüse aus dem Fachhandel sind kontrolliert und
giftfrei», versichert der Baselbieter Kantonschemiker Niklaus Jäggi.
Gruss
Hubert
> Ich würde nur garantiert sortenreines Saatgut verwenden
Ist schon aus den beschriebenen Gründen sinnvoll - ich habe das aber auch
schon anders gemacht - das Ergebnis war nicht berauschend, wenn auch
interessant. In jedem Fall wurden aus den Samen, die ich einem gekauften
Hokkaido entnommen habe, ziemlich undefiniertbare Mischlinge, die mich
geschmacklich überhaupt nicht zufrieden gestellt haben, sie waren ziemlich
fade und mehlig.
Wenn es einfach nur um den Spass geht - als ausprobiert.
Gruß
Bernhard
>Wenn es einfach nur um den Spass geht - als ausprobiert.
Oder wenn's nur drum geht, Pumpkins zu carven :-) Wobei die Kuerbisse
bei mir schon so ausschauen wie der/die, wo ich die Samen rausgenommen
habe. Kann aber gut dran liegen, dass drueben halt einfach alles ein
bisschen groesser ist, also auch die Felder...
--
Cu
Monika ŠĄŠ
http://MonikaCisch.bei.t-online.de
Aquaristische Stilblueten
Hallo Monika,
>Gurkenkerne soll man angaeren lassen, vielleicht erhoeht das bei
>Kuerbissen auch die Vermehrungsrate?
wie meinst du das mit dem "angären lassen".
Ich weiß zwar, dass Gurkensamen ziemlich lange keimfähig bleiben, so um
die sieben Jahre macht ihnen keine Probleme und vorkeimen zwischen
feuchten Kaffeefiltern bringt auch etwas, zumindest für die Optik, aber
"angären"?
Beste Grüße G e r h a r d
Bernhard Albert wrote:
> "Hubert Felber" <fel...@abacus.ch> schrieb im Newsbeitrag
> news:ali67h$a6v$1...@dc2-03-su-03.t-systems.ch...
>>Ich würde nur garantiert sortenreines Saatgut verwenden
> Ist schon aus den beschriebenen Gründen sinnvoll -
Ja, so kann man mit 'pseudowissenschaftlichen Artikeln' schnell die
Pferde scheu machen. ;-)
Das Gen, dass für die Entwicklung von Cucurbitacin in toxischen
Mengen verantwortlich ist, ist nur in Sommerkürbissen und Kalebassen
, zu denen zählen _die meisten_ Zierkürbisse, vorhanden. Diese
Gruppe (curc.pepo) kreuzt sich aber nicht so ohne weiteres mit
Winterkürbisse (curc.max.) und Moschuskürbisse (curc.mosch.).
Mir sind solche Artikel übrigens unverständlich, wer meint bitteres
Zeug (ist eigentlich schon ein Warnhinweis der Natur) löffelweise
schlucken zu müssen, ist selbst schuld.
> ich habe das aber auch
> schon anders gemacht - das Ergebnis war nicht berauschend, wenn auch
> interessant. In jedem Fall wurden aus den Samen, die ich einem gekauften
> Hokkaido entnommen habe, ziemlich undefiniertbare Mischlinge, die mich
> geschmacklich überhaupt nicht zufrieden gestellt haben, sie waren ziemlich
> fade und mehlig.
Vermutlich war das gekaufte Exemplar ein F1-Hybride? Sortenechte
Rassen werden für Industrie- und Marktzwecke nur noch selten angebaut.
Aber auch bei sortenechten Rassen kann man Überraschungen erleben,
ein Kürbis von einer Pflanze gleicht nicht dem anderen. Wie ein
Kürbis von innen aussieht, von welcher Konsistenz sein Fruchtfleisch
ist, dass merkt man erst wenn man ihn aufschneidet und zubereitet.
> Wenn es einfach nur um den Spass geht - als ausprobiert.
Den Spaß kann man um Genuss erweitern, wenn man ein paar Cent für
Saat aufwendet, aus der das wächst, was sie verspricht.
Gruß, Werner
--
Für den Gartenfreund:
http://www.hw-boehnke.de/MeinGarten/Kuerbis/Kuerbis.html
http://www.kleingaertnerverein-itzehoe.de/
Monika Cisch wrote:
> Oder wenn's nur drum geht, Pumpkins zu carven :-) Wobei die Kuerbisse
> bei mir schon so ausschauen wie der/die, wo ich die Samen rausgenommen
> habe. Kann aber gut dran liegen, dass drueben halt einfach alles ein
> bisschen groesser ist, also auch die Felder...
Welcher anspruchsvolle Kürbis möchte sich denn schon freiwillig mit
einem faden geschmacklosen 'Connecticut-field' vermählen? ;-)
Und ich habe es ungeprüft geglaubt - dabei habe ich doch sicher Literatur
dazu - unglaublich >.-((
> Vermutlich war das gekaufte Exemplar ein F1-Hybride? Sortenechte
> Rassen werden für Industrie- und Marktzwecke nur noch selten angebaut.
Das kann schon sein - es kann aber auch ganz einfach daran liegen, dass es
in unserer Region eine Reihe von Bauern gibt, die auf ihren Feldern Reihe
für Reihe verschiedene Kürbissorten anbauen, so dass die Blüten anderer
Sorten oft näher dran liegen, als die eigenen.
> Aber auch bei sortenechten Rassen kann man Überraschungen erleben,
> ein Kürbis von einer Pflanze gleicht nicht dem anderen. Wie ein
> Kürbis von innen aussieht, von welcher Konsistenz sein Fruchtfleisch
> ist, dass merkt man erst wenn man ihn aufschneidet und zubereitet.
Und das kommt dann auch noch dazu.
Gruß
Bernhard
> >Gurkenkerne soll man angaeren lassen, vielleicht erhoeht das bei
> >Kuerbissen auch die Vermehrungsrate?
>
> wie meinst du das mit dem "angären lassen".
Zu Gurken:
Die Samen werden der Frucht entnommen und ohne das man sie weiter säubert
mit wenig Wasser in eine Schüssel gegeben. Dann stellt man sie an einem
warmen aber dunklen Ort, 2-3 Tage zum Gären auf, das Ganze wird zweimal am
Tag umgerührt und ist fertig, wenn die Samenkapseln an der Wasseroberfläche
schwimmen und die Samen sich nach unten abgesetzt haben. Bei künstlicher
Wärme (max 32 Grad) geht der Fermentationsprozess deutlich schneller.
Mit Samenkapseln sind nicht die Schalen, sondern die glitschigen Hüllen, um
die Samen gemeint.
Zu Kürbissen:
Kürbissamen werden meist nicht so aufwendig vorbehandelt, obgleich es in der
Literatur manchmal auch empfohlen wird, sie werden üblicherweise nur
gereinigt und dann getrocknet.
Kürbisse und Gurken:
Beide sollten für die Saatgutgewinnung an der Pflanze zur Vollreife kommen
und anschließend noch 2-3 Wochen gelagert werden - das erhöht die Zahl der
keimfähigen Samen erheblich.
Das soweit aus dem Gedächtnis - nachlesen kann man das genauer in
"Saatgutgewinnung im Hausgarten" von Suzanne Ashworth.
Gruß
Bernhard
>Welcher anspruchsvolle Kürbis möchte sich denn schon freiwillig mit
>einem faden geschmacklosen 'Connecticut-field' vermählen? ;-)
Auch 'n Argument :-). Dem kann man aber notfalls schon Geschmack
beibringen, wenn man daraus mit Weissbrot, Kaese & Wein Suppe kocht
(ist er nicht gecarvt, im Kuerbis kochen & servieren, schaut dann
huebsch aus). Ich bin mir uebrigens nicht sicher, ob es
Conneticut-Field ist, dazu sind die Kuerbisse (teilweise) zu
laenglich. Vermutlich hab ich sowieso 2 verschiedene angesaet, und
dass es Hybriden waren, ist auch nicht unwahrscheinlich. Irgendwas in
Richtung Howden koennte reinspielen, aber in Pflanzen bestimmten bin
ich ganz furchtbar schlecht :-)
>Mir sind solche Artikel übrigens unverständlich, wer meint bitteres
>Zeug (ist eigentlich schon ein Warnhinweis der Natur) löffelweise
>schlucken zu müssen, ist selbst schuld.
Noe. Mein Pa hat uns mal ein ganzes Steinpilzgericht versaut, weil er
bitter nicht schmeckt...
>wie meinst du das mit dem "angären lassen".
So, wie ich's im anderen Post geschrieben hab - in Wasser schmeissen,
warten, abspuelen. Kann sein, dass ich da aber die Kreuterin nur
falsch verstanden hab. War ja auch ein Fragezeichen dahinter. ;-)
>Ich weiß zwar, dass Gurkensamen ziemlich lange keimfähig bleiben, so um
>die sieben Jahre macht ihnen keine Probleme und vorkeimen zwischen
>feuchten Kaffeefiltern bringt auch etwas, zumindest für die Optik, aber
>"angären"?
Wenn's auch so geht, spar ich mir die Arbeit, so ich mal meine Augen
aufmach beim Kaufen und keine Hybriden kauf ;-)
Hallo Werner,
>Aber auch bei sortenechten Rassen kann man Überraschungen erleben,
>ein Kürbis von einer Pflanze gleicht nicht dem anderen.
grübel, grübel...
Wie kann das sein?
Von ungleichen witterungsmäßigen Abläufen und ungleichen Reifezuständen
oder gar schädigenden Einwirkungen von außen mal abgesehen, müssten
eigentlich alle Kürbisse ein und derselben Kürbispflanze gleich sein.
Die kann gar nicht anders, dächte ich mal.
>Wie ein
>Kürbis von innen aussieht, von welcher Konsistenz sein Fruchtfleisch
>ist, dass merkt man erst wenn man ihn aufschneidet und zubereitet.
Da hast du auch wieder Recht...:-)
Hallo Bernhard,
>Das soweit aus dem Gedächtnis - nachlesen kann man das genauer in
>"Saatgutgewinnung im Hausgarten" von Suzanne Ashworth.
das war mir ganz neu.
Sowohl bei Gurken wie bei Tomaten habe ich bisher die Samen halt
zwischen Küchenpapier oder ähnlichem verrieben und nach dem Trocknen
wieder eingesammelt.
Bei der Massengewinnung von Samen kann das Fermentieren natürlich
hilfreich sein. Aber was mach' ich dann mit 273 Gurkensamen...:-)
Hallo Monika,
>Wenn's auch so geht, spar ich mir die Arbeit, so ich mal meine Augen
>aufmach beim Kaufen und keine Hybriden kauf ;-)
es geht auch so!
Aber: keine F1-Hybriden zu kaufen, das geht schon fast nicht mehr...
> Sowohl bei Gurken wie bei Tomaten habe ich bisher die Samen halt
> zwischen Küchenpapier oder ähnlichem verrieben und nach dem Trocknen
> wieder eingesammelt.
Gerade bei Tomaten gilt aber das Gleiche wie bei Gurken. Die geleeartige
Substanz um die Samen enthält keimhemmende Stoffe. So verhindert die
Pflanze, dass der Samen noch in der Tomate keimt. Tomatensamen werden samt
dem Fruchtsaft für drei Tage fermentiert, dabei werden diese Stoffe
abgebaut. Danoch sollte man sie sehr zügig trocknen, aber weder im Herd noch
in direktem Sonnenlicht. Wobei die Stoffe natürlich, wenn auch langsamer
abgebaut werden, wenn man die Samen aussäht, wie in der Natur eben
Der Fermentierungsprozess kann auch in den Verdauungsorganen von Tieren
geschehen - es gibt wohl sogar Samen, die überhaupt erst nach der Verdauung
bzw. der Vergärung keimen - so hat man es mir in meiner Jugend bei den
Vogelfreunden mal für die Anlage von Naturhecken geschildert. Ich weiß aber
leider nicht mehr bei welchen Sträuchern, dass ohne gar nicht ging.
Es ist eine Technik für Perfektionisten, oder für Menschen, die aus wenig
Samen ohne nennenswerte Ausfälle möglichst viele Pflanzen ziehen wollen.
Gruß
Bernhard
Gerhard Zahn wrote:
> grübel, grübel...
Ich bezog mich dabei hauptsächlich auf sein 'Innenleben'.
> Wie kann das sein?
> Von ungleichen witterungsmäßigen Abläufen und ungleichen Reifezuständen
> oder gar schädigenden Einwirkungen von außen mal abgesehen, müssten
> eigentlich alle Kürbisse ein und derselben Kürbispflanze gleich sein.
> Die kann gar nicht anders, dächte ich mal.
Von der Form und Farbe sind sie es meistens auch (von denen aus
Billigsaattüten mal abgesehen), aber das 'Innenleben ist doch sehr
unterschiedlich und hat wohl hauptsächlich die von Dir genannten
Ursachen.
Na ja, mal sehen, am Wochenende soll der AG zur Waage abtransportiert
werden, nach Messtabelle hat er immerhin etwas über zwei Zentner.
Die Farbe ist ein schönes leuchtendes Orange und ich hoffe,
dass es nicht zwei Zentner 'Biomüll' sind.
Ansonsten, was das Gewicht betrifft, die Fehler
(schlechte Startphase, abgebrochener Haupttrieb usw.) sind notiert
und der nächste Sommer kommt bestimmt. :-)
Bernhard Albert wrote:
> Gerade bei Tomaten gilt aber das Gleiche wie bei Gurken. Die geleeartige
> Substanz um die Samen enthält keimhemmende Stoffe. So verhindert die
> Pflanze, dass der Samen noch in der Tomate keimt. Tomatensamen werden samt
> dem Fruchtsaft für drei Tage fermentiert, dabei werden diese Stoffe
> abgebaut. Danoch sollte man sie sehr zügig trocknen, aber weder im Herd noch
> in direktem Sonnenlicht. Wobei die Stoffe natürlich, wenn auch langsamer
> abgebaut werden, wenn man die Samen aussäht, wie in der Natur eben
Das mag ja alles richtig sein, bei meinen diesjährigen
Anzüchtigungen (die Samen waren alle, wie aus der Tomate entnommen,
im eigenen Säuremantel auf einem Stück Papier (an dem sie noch
klebten) getrocknet (also ohne Fermentierung) sind alle Samen
aufgegangen, eine Verzögerung konnte ich auch nicht feststellen.
Aber schon klar, dass im Handel einzelne Samenkörner besser
ankommen, als ein Klumpen der aussieht wie vom Vogel hinterlassen. ;-)
Bernhard Albert wrote:
> Gerade bei Tomaten gilt aber das Gleiche wie bei Gurken. Die geleeartige
> Substanz um die Samen enthält keimhemmende Stoffe. So verhindert die
> Pflanze, dass der Samen noch in der Tomate keimt. Tomatensamen werden samt
> dem Fruchtsaft für drei Tage fermentiert, dabei werden diese Stoffe
> abgebaut. Danoch sollte man sie sehr zügig trocknen, aber weder im Herd noch
> in direktem Sonnenlicht. Wobei die Stoffe natürlich, wenn auch langsamer
> abgebaut werden, wenn man die Samen aussäht, wie in der Natur eben
Das mag ja alles richtig sein, bei meinen diesjährigen Anzüchtungen
(die Samen waren alle, wie aus der Tomate entnommen, im eigenen
Säuremantel auf einem Stück Papier (an dem sie noch klebten)
getrocknet (also ohne Fermentierung) sind alle Samen aufgegangen,
eine Verzögerung konnte ich auch nicht feststellen.
Aber schon klar, dass im Handel einzelne Samenkörner ohne
Säuremantel besser ankommen, als ein Klumpen der aussieht wie vom
> Na ja, mal sehen, am Wochenende soll der AG zur Waage abtransportiert
Es ist zwar vielleicht spinnert, aber würdest Du mir vielleicht ein
paar Gramm dieses AK (in Samenform) zuikommen lassen wollen? Eine
perfekte Kompostmiete in Südwestlage und genug Platz zum wachsen
drumrum wären bei mir vorhanden ;-)
Hi Gerhard,
normale Sorten sind zwar im Prinzip einheitlich, aber sie haben trotzdem
noch eine gewisse genetische Vielfalt bewahrt. Ohne eine dauernde
Auslese und Weiterzüchtung (nicht nur Erhaltungsvermehrung) fächern sie
immer weiter auf. Das ist auch ganz gut so - damit hat man zum Einen die
Chance, vorhandene Sorten an neue Bedingungen und Ansprüche anzupassen
und zum anderen werden von den verschiedenen Pflanzen aus einem
Samentütchen immer welche dabei sein, die mit speziellen Gegebenheiten
vor Ort besser zurechtkommen...
Ich bin u. a. gerade dabei "meine" Zwiebelsorte zu züchten. Ich nehme
die Zwiebeln, die sich am besten in meinem Erdkeller lagern lassen und
am spätesten durchtreiben als Mutterzwiebeln, pflanze sie wieder ein und
gewinne Saatgut von ihnen. Irgendwann hba ich dann perfekte
"Kellerkinder", die sich solange lagern lassen, bis die neuen Zwiebeln
erntereif sind ;-) Das Auswahlkriterium hat halt auch den Vorteil sich
zerstörungsfrei evaluieren zu lassen.
Ciao ciao
Marion
Holger Issle wrote:
> Es ist zwar vielleicht spinnert, aber würdest Du mir vielleicht ein
> paar Gramm dieses AK (in Samenform) zuikommen lassen wollen? Eine
> perfekte Kompostmiete in Südwestlage und genug Platz zum wachsen
> drumrum wären bei mir vorhanden ;-)
So spinnert finde ich Deinen Wunsch gar nicht, allerdings habe ich
in diesem Jahr keine 'gesicherte' Handpollination vorgenommen, da
ich eh vorhabe, mir für die kommende Saison Kerne aus den Staaten
bzw. Kanada, von 800-1000 lbs Kürbissen, zu besorgen. Wenn Du über
so gute lagemäßige Voraussetzungen verfügst und vorhast die
Nachbarschaft zu schockieren ;-), würde ich Dir vorschlagen das auch
zu tun.
An den Kernen aus meinem AG hättest Du sicher keine Freude, da in
unmittelbarer Nähe noch andere Winterkürbisse gepflanzt sind und
eine Sortenechtheit der Kerne nicht garantiert ist.
BTW, hat schon mal Jemand hier die 'Three Sister´s'-Methode
(Corn-Pumpkin-Beans) ausprobiert und damit Erfahrungen in unserem
Klima gemacht?
> ich eh vorhabe, mir für die kommende Saison Kerne aus den Staaten
> bzw. Kanada, von 800-1000 lbs Kürbissen, zu besorgen. Wenn Du über
360-450kg! Pro Frucht! Wer kann das denn ohne Kran noch ernten? ;-)
Man stelle sich vor, es kommt ein Autokran. Die Nachbarn fragen "macht
ihr euer Dach neu?" und die Antwort "Ach nö, wir ernten heut Kürbis".
Nenn doch mal bitte Adressen und Preise (oder Webseiten) dazu. Ist der
AK eigentlich essbar, und schmeckt der dann auch noch bei so einer
Größe?
> Aber schon klar, dass im Handel einzelne Samenkörner ohne
> Säuremantel besser ankommen, als ein Klumpen der aussieht wie vom
> Vogel hinterlassen. ;-)
Das Buch für die Saatgutbehandlung orientiert sich an der eigenen Nachzucht
und an der Saatguterhaltung durch engagierte private Saatguterhalter. Im
Buch werden, wo immer das möglich ist, sehr einfache unaufwändige Methoden
beschrieben. Ich gehe also davon aus, dass es ernst zu nehmende sachliche
Gründe für die Fermentierung gibt. Aber womöglich macht sich das nicht bei
den Samen aus dem letzten Jahr bemerkbar, sondern erst bei solchen, die im
fünften mit einer nicht mehr ganz so hohen Bereitschaft zum Keimen an den
Start gehen - oder bei solche, die längere Zeit bei tieferen Temperaturen
aufbewahrt wurden. Natürlich alles Vermutungen - aber ohne Grund raten
sicher auch die beiden bekanntesten Vereine zur Saatguterhaltung (Arche Noah
e.V. und VEN e.V.) nicht dazu. Das sind in dem Metier schon Profis oder
Laien, die sich gezielt von Profis haben weiterbilden lassen.
Statistische Angaben und Verweise auf wissenschaftliche Literatur sind in
dem Praxisratgeber nicht vorhanden - die Texte sind alle bewußt knapp und
klar gehalten und nicht überfrachtet.
Gruß
Bernhard
> normale Sorten sind zwar im Prinzip einheitlich, aber sie haben trotzdem
> noch eine gewisse genetische Vielfalt bewahrt. Ohne eine dauernde
> Auslese und Weiterzüchtung (nicht nur Erhaltungsvermehrung) fächern sie
> immer weiter auf.
Doch Gerhard schrieb:
> grübel, grübel...
> Wie kann das sein?
> Von ungleichen witterungsmäßigen Abläufen und ungleichen Reifezuständen
> oder gar schädigenden Einwirkungen von außen mal abgesehen, müssten
> eigentlich alle Kürbisse ein und derselben Kürbispflanze gleich sein.
> Die kann gar nicht anders, dächte ich mal.
Nun frage ich mich ernsthaft, ob ich einen Kürbis im Auge habe:
Meint ihr tatsächlich es gäbe innerhalb einer einzigen Pflanze eine größere
genetische Vielfalt, die man durch Auslese und Weiterzüchtung reduzieren
kann. Und aufgrund der genetischen Vielfalt könnten an ein und der selben
Pflanze auch ganz ohne Veredlung ganz unterschiedliche Kürbisse wachsen.
Leute ihr verblüfft mich zusehends.
Das man Saatgut durch Auslese verbessern kann ist mir ja bewusst, aber bei
mir geschieht das durch Saatgutgewinnung. Nehmen wir mal die Gartenmelde -
da wollten trotzt vorherigem Keimtest (98%) vom gekauften Saatgut nur ganz
wenige Pflanzen wirklich bei mir wachsen, von denen habe ich Samen genommen.
Im nächsten Jahr wollten schon deutlich mehr und inzwischen geht praktisch
jedes selbst gezogene Korn auf. Leider hatte ich dann einen ziemlich
heftigen Ausfall durch Schädlinge. Von den neuerlich gekauften Samen wurden
wieder kaum welche zu großen Pflanzen. Die Auslese des Saatgutvermehrers von
dem ich sie bezogen habe, zieht Gartenmelde im übrigen auf Sandboden und ich
auf Lehm - vielleicht ist schon das ein Grund.
Gruß
Bernhard
>Aber: keine F1-Hybriden zu kaufen, das geht schon fast nicht mehr...
Nun, bei den Erdbeeren hab ich Mieze Schindler gefunden, beim Mais per
Zufall erst eine Hybride (hat nix getaugt) und dann Golden Bantham
(Bantam? Je nach Quelle), der war gut. Im Internet gibt es doch ein
paar Versender, die alte Sorten verschicken; wenn die genauso
zuverlaessig sind wie Enderle, vereinfacht das die Sache ungemein :-)
Im Laden ist es echt schwierig - 1000 Packerln Karotten und nur 3
Sorten, wenn ueberhaupt so viele...
Hi Bernhard,
sorry, da habe ich das OP nicht genau genug gelesen, bzw. missverstanden.
Unterschiedliche Früchte an einer Pflanze - da müsste man noch wissen
WORIN der Unterschied besteht. Unterschiedliche Form kann zB von
ungleichmässiger befruchtung kommen - dann entwickeln sich die Kürbisse
ungleichmässig.
Ausserdem haben die Früchte ja auch Erbgut der Vaterpflanze. Angeblich
wirkt sich das zB bei Erdbeeren aus, dh man bekommt kleinere Früchte von
den Gartenerdbeeren, wenn neben den grossen auch noch kleinfrüchige
Monatserdbeeren stehen. Keine Ahnung ob das stimmt, man liest es immer
wieder mal in Gartenbüchern.
> Das man Saatgut durch Auslese verbessern kann ist mir ja bewusst, aber bei
> mir geschieht das durch Saatgutgewinnung. Nehmen wir mal die Gartenmelde -
> da wollten trotzt vorherigem Keimtest (98%) vom gekauften Saatgut nur ganz
> wenige Pflanzen wirklich bei mir wachsen, von denen habe ich Samen genommen.
> Im nächsten Jahr wollten schon deutlich mehr und inzwischen geht praktisch
> jedes selbst gezogene Korn auf.
Ist bei mir zB bei Petersilie auch so. Aber man kann auch sehr gut auf
ganz bestimmte Lagereigenschaften selektieren - da muss man halt den
"Umweg" über geerntete Früchte gehen. Zahlt sich aber wohl bei vielen
zweijährigen Gemüsen (Zwiebel, rote Bete, Gelbe Rüben, usw.) aus.
Leider ist das gnaze ziemlich langwierig - meine heuer geeernteten Samen
von einer Zwiebel aus 2001 (nur sehr sehr wenige, weil die Mutterpflanze
bei eionem Sturm umgefallen ist und die Schnecken quasi über Nacht 3/4
der Samenstände gefressen haben) säe ich kommendes Jahr aus, ziehe davon
aber erst mal Steckzwiebeln. Direkt gesät klappt auf meinem Lehmboden
einfach nicht. Die Zwiebel ernte ich also nächstes Jahr, Auswahl und
Neupflanzung erst 2004. Ich bekomme also in 3 Jahren eine Generation, da
dauert es schon bis sich einzelne Merkmale festigen.
> dem ich sie bezogen habe, zieht Gartenmelde im übrigen auf Sandboden und ich
> auf Lehm - vielleicht ist schon das ein Grund.
Das macht sicherlich viel aus.
Ciao ciao
Marion
> Im Internet gibt es doch ein paar Versender, die alte Sorten verschicken;
Dann spuck doch mal die URLs aus, keine Angst wir kaufen Dir nicht
alles weg.
Holger Issle wrote:
> 360-450kg! Pro Frucht! Wer kann das denn ohne Kran noch ernten? ;-)
> Man stelle sich vor, es kommt ein Autokran. Die Nachbarn fragen "macht
> ihr euer Dach neu?" und die Antwort "Ach nö, wir ernten heut Kürbis".
LOL
> Nenn doch mal bitte Adressen und Preise (oder Webseiten) dazu. Ist der
> AK eigentlich essbar, und schmeckt der dann auch noch bei so einer
> Größe?
http://www.backyardgardener.com/pumpkin.html
http://www.howarddill.com/
Bernhard Albert wrote:
> Das Buch für die Saatgutbehandlung orientiert sich an der eigenen Nachzucht
> und an der Saatguterhaltung durch engagierte private Saatguterhalter. Im
> Buch werden, wo immer das möglich ist, sehr einfache unaufwändige Methoden
> beschrieben. Ich gehe also davon aus, dass es ernst zu nehmende sachliche
> Gründe für die Fermentierung gibt.
Welche sollten das sein?
Vielleicht der Ernst zu nehmende sachliche Grund ein Buch zu schreiben?
> Aber womöglich macht sich das nicht bei
> den Samen aus dem letzten Jahr bemerkbar, sondern erst bei solchen, die im
> fünften mit einer nicht mehr ganz so hohen Bereitschaft zum Keimen an den
> Start gehen - oder bei solche, die längere Zeit bei tieferen Temperaturen
> aufbewahrt wurden.
Ist nicht der Säuremantel ein natürlicher Keimschutz?
> Natürlich alles Vermutungen - aber ohne Grund raten
> sicher auch die beiden bekanntesten Vereine zur Saatguterhaltung (Arche Noah
> e.V. und VEN e.V.) nicht dazu. Das sind in dem Metier schon Profis oder
> Laien, die sich gezielt von Profis haben weiterbilden lassen.
Profies verkörpern nicht die endgültige Wahrheit.
> Statistische Angaben und Verweise auf wissenschaftliche Literatur sind in
> dem Praxisratgeber nicht vorhanden - die Texte sind alle bewußt knapp und
> klar gehalten und nicht überfrachtet.
Eine wissenschaftliche Begründung würde hier sicher klärend wirken.
Hallo Marion,
>
>normale Sorten sind zwar im Prinzip einheitlich, aber sie haben trotzdem
>noch eine gewisse genetische Vielfalt bewahrt. Ohne eine dauernde
>Auslese und Weiterzüchtung (nicht nur Erhaltungsvermehrung) fächern sie
>immer weiter auf.
da verstandest du etwas miss...
Es ging um die Einheitlichkeit von Früchten an ein und derselben
Pflanze. Und da fächert nu mal nix auf.
>Hi Gerhard
>
>>Aber: keine F1-Hybriden zu kaufen, das geht schon fast nicht mehr...
>
>Nun, bei den Erdbeeren hab ich Mieze Schindler gefunden,
die Mieze hat ja nu mal gar nix mit F1 zu tun. Die wird seit Jahrzehnten
immerzu vegetativ vermehrt, keinesfalls über Samen.
>beim Mais per
>Zufall erst eine Hybride (hat nix getaugt) und dann Golden Bantham
>(Bantam? Je nach Quelle), der war gut.
Auch Bantam taugt nix, wenn zufällig ein Futtermaisfeld in der Nähe
liegt...:-)
>Im Internet gibt es doch ein
>paar Versender, die alte Sorten verschicken; wenn die genauso
>zuverlaessig sind wie Enderle, vereinfacht das die Sache ungemein :-)
>Im Laden ist es echt schwierig - 1000 Packerln Karotten und nur 3
>Sorten, wenn ueberhaupt so viele...
Auf die so viel gepriesenen alten Sorten steh' ich eher weniger.
Bekanntlich ist das Bessere des Guten Feind...:-)
Und die Samensorten wechseln halt mit den unterschiedlichen
Gartencentern usw. Jeder führt da nur noch ein Standardsortiment seines
Hauptlieferanten, selten das von zweien und das war's dann. Beim
nächsten kriegt man dann wieder andere Sorten.
Hallo Marion,
>Ausserdem haben die Früchte ja auch Erbgut der Vaterpflanze.
ja, ja, immer auf die Väter....:-)
Auf die Früchte hat das bei normal verlaufender Befruchtung usw. meines
Wissens keinen Einfluss, nur auf die Samen.
Deshalb zB die Gefahr, dass Zuckermais neben Futtermais verpfuschte
Samen bringt, die nicht mehr so süß sind.
>Angeblich
>wirkt sich das zB bei Erdbeeren aus, dh man bekommt kleinere Früchte von
>den Gartenerdbeeren, wenn neben den grossen auch noch kleinfrüchige
>Monatserdbeeren stehen. Keine Ahnung ob das stimmt, man liest es immer
>wieder mal in Gartenbüchern.
Halte ich eher für weniger glaubhaft.
>Ist bei mir zB bei Petersilie auch so. Aber man kann auch sehr gut auf
>ganz bestimmte Lagereigenschaften selektieren - da muss man halt den
>"Umweg" über geerntete Früchte gehen. Zahlt sich aber wohl bei vielen
>zweijährigen Gemüsen (Zwiebel, rote Bete, Gelbe Rüben, usw.) aus.
>Leider ist das gnaze ziemlich langwierig - meine heuer geeernteten Samen
>von einer Zwiebel aus 2001 (nur sehr sehr wenige, weil die Mutterpflanze
>bei eionem Sturm umgefallen ist und die Schnecken quasi über Nacht 3/4
>der Samenstände gefressen haben) säe ich kommendes Jahr aus, ziehe davon
>aber erst mal Steckzwiebeln. Direkt gesät klappt auf meinem Lehmboden
>einfach nicht. Die Zwiebel ernte ich also nächstes Jahr, Auswahl und
>Neupflanzung erst 2004. Ich bekomme also in 3 Jahren eine Generation, da
>dauert es schon bis sich einzelne Merkmale festigen.
Huch, und du glaubst so länger haltbare Zwiebeln zu bekommen.
Na ja, ich will ja nur 107 Jahre alte werden, was hast du denn so
vor?..:-)
Länger haltbare Zwiebeln, das hat ja wohl schon so mancher versucht, das
hat aber wohl seine Grenzen.
Und ich glaube, die Optimierung der Kultur (Sortenwahl, gute
Kaliversorgung, nicht zu spät ernten, damit die äußere Schale erhalten
bleibt) und Lagerung (nahe 0 °C bei nur 65 -70 % Luftfeuchtigkeit)
bringt da mehr.
Aber, was erzähl ich das einer Gärtnerin...:-)
> Das Buch für die Saatgutbehandlung orientiert sich an der eigenen
Nachzucht
> und an der Saatguterhaltung durch engagierte private Saatguterhalter. Im
> Buch werden, wo immer das möglich ist, sehr einfache unaufwändige Methoden
> beschrieben. Ich gehe also davon aus, dass es ernst zu nehmende sachliche
> Gründe für die Fermentierung gibt.
>> Welche sollten das sein?
Eben den den natürlichen Keimschutz abzubauen. Der wird nämlich beim reinen
Trocknen konserviert - in der Natur aber nicht.
Wie an anderer Stelle geschrieben, hat man mir in meiner Jugend sogar
erklärt, dass bestimmte Samen eine so starke Keimhemmung haben, dass diese
gezielt nur durch Vergärung oder den Darm von Vögeln oder Säugern überwunden
werden kann. Und gezielt anbauen - das ist ja die Absicht der Menschen.
Wenn ihr es wirklich so genau wissen wollt, ich hatte da damals sogar eine
Statistik über Keimraten aus einer Broschüre zu Vogelschutzhecken, die
stammte von irgendeinem Amt und wir hatten nur eine davon, abgemalt - damit
wollte ich meine Biologie-Lehrerin beeindrucken. Leider sind die Sachen aus
meiner Kinderzeit aber längst vom Dachboden meiner Eltern verschwunden.
> Statistische Angaben und Verweise auf wissenschaftliche Literatur sind in
> dem Praxisratgeber nicht vorhanden - die Texte sind alle bewußt knapp und
> klar gehalten und nicht überfrachtet.
> Eine wissenschaftliche Begründung würde hier sicher klärend wirken.
Wenn Du denkst, dass man alle Aussagen in dem Buch wissenschaftlich
begründen muss, dann musst Du mir erklären, wer die tausenden von Seiten
kaufen und lesen wird.
Allein über Tomaten könnte man beim Stand der Wissenschaft sicher ein Buch
mit einem Umfang von 3000-10000 Seiten schreiben und hätte dabei allenfalls
das wesentlichste systematisch erfasst und würde auf ein so große Zahl an
Forschungslücken stoßen, dass man das Projekt ein umfassendes Werk zu
erstellen, schließendlich aufgeben müßte.
Allein der Nachweis für die Aussage "Botaniker glauben, daß unsere Gurken
ursprünglich aus dem Himalajagebiet stammen" könnte jahrzehntelange
Ausgrabungen und Genanalysen erforderlich machen und ganze Bibliotheken und
Archive mit Material füllen, dabei ist das nur ein Satz auf 146 Seiten zur
Saatguterhaltung. Und dann im nächsten Satz die Sache mit der Bitterkeit der
Gurken und der damit verbundenen leichten Giftigkeit - wenn man der auf den
Grund gehen wollte, würden wieder Regalmeter gefüllt und Labor um Labor
eingerichtet und womöglich hängt die dann nicht nur mit der genetischen
Situation der Gurken, sondern auch mit der des Menschen zusammen und steht
dann noch mit 100en von anderen Substanzen in komplizierten
Wechselwirkungen. Die Autorin wollte eben nur darauf hinweisen, dass man bei
der Saatgutvermehrung darauf achten sollte, ob man tendenziell eher bittere
Gurken hat oder nicht, um die Giftigkeit bei der Saatgutvermehrung nicht
verstärkt in die Gurken hineinzuzüchten. Dabei gibt sie auch noch auf den
Weg, dass die Bitterkeit nur sehr begrenzt mit der Wassergabe zusammenhängt,
woher weiß sie denn das nun schon wieder und wieder geht die
wissenschaftliche Recherche los, ...
So geht es eben nicht - die Leute brauchen im Alltag erstmal
praxisorientiertes Faktenwissen - vor allem wenn sie Saatgutvermehrung mit
dem Zweck der Nachzucht mehrerer Sorten für den Eigenbedarf betreiben
wollen. Die wollen sich selbst Gemüse ziehen und nicht mehrere Semester das
Leben der Tomaten studieren, sonst wären sie Hochschulprofessoren und keine
Freizeitgärtner.
Vielleicht findet ja noch einer einen guten einfachen Grund für die
Vergärung bei der Saatgutvermehrung - aber einer liegt in der Keimrate - und
solange mir keiner belegt, dass das nicht mehr Stand der Forschung ist,
werde ich mich nicht wundern, wenn diese Information immer wieder auftaucht,
auch ohne dass alle beteiligten Stoffe, ihre Abbaurate, ihre chemischen
Abbauprodukte, ... grafisch dargestellt und wissenschaftlich exakt
nachgewiesen sind.
Gruß
Bernhard
> Auf die Früchte hat das bei normal verlaufender Befruchtung usw. meines
> Wissens keinen Einfluss, nur auf die Samen.
> Deshalb zB die Gefahr, dass Zuckermais neben Futtermais verpfuschte
> Samen bringt, die nicht mehr so süß sind.
Es gibt auch keine sinnvollen halbwegs nachvollziehbaren Grund für eine
Veränderung der Frucht und nicht des Samens. Es gibt allerdings einen
Zusammenhang zwischen Fruchtbildung und Fruchtgröße zwischen nicht
befruchtet oder befruchtet. Das wird mit Signalstoffen in Verbindung
gebracht, die befruchtete Samen abgeben. Ich frage mich aber neugierig -
kann eine bestimmte Befruchtung Einfluss auf diese Signalstoffe haben? Wenn
ja könnte das den Vorgang erklären.
Ich gebe zu, dass ich das selbst für ziemlich abgedreht halte - aber der
Natur ist ja eine Menge zuzutrauen.
Gruß
Bernhard
> Huch, und du glaubst so länger haltbare Zwiebeln zu bekommen.
> Na ja, ich will ja nur 107 Jahre alte werden, was hast du denn so
> vor?..:-)
> Länger haltbare Zwiebeln, das hat ja wohl schon so mancher versucht, das
> hat aber wohl seine Grenzen.
Hi Gerhard,
im Prinzip schon - aber eben nicht generell länger lagerfähige, sondern
ich will die selektieren, die unter den bei MIR herrschenden Bedingungen
lange lagerfähig sind. Ich denke, dass man da relativ (hahaha ;-)
schnell einen Fortschritt erreicht. Ich will ja keine neue Eigenschaft
hinzuzüchten oder eine vorhandene deutlich verändern, sondern nur eine
"standort/lagerort"-angepasste Varietät.
> bleibt) und Lagerung (nahe 0 °C bei nur 65 -70 % Luftfeuchtigkeit)
> bringt da mehr.
Bei mir ist die Luftfeuchtigkeit etwas zu hoch und je nach Winter auch
die Temperatur. Zudem habe ich nur einen geeigneten Lagerraum und
deshalb Obst und Gemüse nur unzureichend getrennt, was sich ja auch
negativ auf die Haltbarkeit von Zwiebeln und Kartoffeln auswirkt.
> Aber, was erzähl ich das einer Gärtnerin...:-)
Immer wieder interessantes ;-) Ich bin ja "nur" eine BluZieGä
(Fachrichtung Blumen und Zierpflanzen) und hab von den speziellen
Gemüsedingen nicht soo viel Ahnung. Hat ja wohl keiner die Weisheit
mit'm Löffel gfress'n ;-)
Ciao ciao
Marion
>die Mieze hat ja nu mal gar nix mit F1 zu tun. Die wird seit Jahrzehnten
>immerzu vegetativ vermehrt, keinesfalls über Samen.
Na, irgendwann muss sie ja mal entstanden sein :-) Und das geht
vegetativ nu mal nicht. Gut, sonst kann man bei Erdbeeren wegen der
vegetativen Vermehrung drueber streiten.
>Auch Bantam taugt nix, wenn zufällig ein Futtermaisfeld in der Nähe
>liegt...:-)
Lag nicht, neben der nicht tauglichen Hybride aber auch nicht, die
stand naemlich direkt neben dem Bantham :-) Futtermaisfelder sind Gott
sei Dank keine auf ein paar km (Glueck gehabt)
>>Im Internet gibt es doch ein
>>paar Versender, die alte Sorten verschicken; wenn die genauso
Also, Holger, aufgepasst:
http://www.allerleirauh.com/
http://www.dreschflegel-saatgut.de/produkte.htm
http://www.syringa-samen.de/schaugarten.html
http://www.bio-saatgut.de/
http://www.kartoffelvielfalt.de/
die vertreiben Samen. Irgendwer hat letztens nach Syringa gefragt, da
wurde der falsche link (www.syringa.de) angegeben, ich find den Post
aber nicht mehr. mit www.syringa*-samen*.de ohne die Sternderln
natuerlich funzt's.
http://www.nutzpflanzenvielfalt.de/
das ist ein Verein. Gegen geringe Gebuehr von 30 (euro oder dm?) pro
Jahr darf man beitreten und Samen weitervermehren, ohne Beitritt kommt
man scheint's nicht an Samen.
Meine Schwiema hat mir ein paar Tueterln von Greenpeace gegeben, da
hab ich bisher nur Laibacher Eis ausprobiert zu saehen, aber nicht an
die Voegel gedacht => nur ein Kopf gekommen und der im Urlaub
ausgeschossen.
>Auf die so viel gepriesenen alten Sorten steh' ich eher weniger.
Meine Meinung dazu sag ich Dir, wenn ich sie ausprobiert hab :-)
>Bekanntlich ist das Bessere des Guten Feind...:-)
Du meinst?
>Und die Samensorten wechseln halt mit den unterschiedlichen
>Gartencentern usw. Jeder führt da nur noch ein Standardsortiment seines
>Hauptlieferanten, selten das von zweien und das war's dann. Beim
>nächsten kriegt man dann wieder andere Sorten.
Hier krieg ich Samentueterln von Sperli, Kiepenkerl (oder so
aehnlich), Flora Frey und noch 2. Natuerlich in verschiedenen Laeden,
sonst waer's ja zu einfach. Ein Laden ist dabei, der fuehrt glatt 3
Firmen auf einmal.
Das Sortiment der Firmen gleicht sich gigantisch. Sperli hat manchmal
eigene Ideen, der sticht da echt raus. Nur bei Tomaten hat der halt
auch nur sweet 100, Roma, Fleischtomaten irgendeiner Art, runde
irgendeiner Art - rund 5-8 Sorten, kein Vergleich zu dem, was
http://www.syringa-samen.de/ oder
http://www.bio-saatgut.de/ an Auswahl hat
--
Cu
Monika ©¡©
http://MonikaCisch.bei.t-online.de
Aquaristische Stilblueten
Bernhard Albert wrote:
> Eben den den natürlichen Keimschutz abzubauen. Der wird nämlich beim reinen
> Trocknen konserviert - in der Natur aber nicht.
Die Natur lagert Samen auch nicht jahrelang, sondern nur bis zu den
nächstgünstigsten Keimbedingungen. Ist es nicht unsinnig, den
natürlichen Keimschutz zu zerstören, um dann für längere Lagerzeiten
wieder Keimschutzmaßnahmen (tiefkühlen etc.) zu ergreifen?
> Wie an anderer Stelle geschrieben, hat man mir in meiner Jugend sogar
> erklärt, dass bestimmte Samen eine so starke Keimhemmung haben, dass diese
> gezielt nur durch Vergärung oder den Darm von Vögeln oder Säugern überwunden
> werden kann. Und gezielt anbauen - das ist ja die Absicht der Menschen.
Und dafür lagert man Samen am besten in seinem natürlichen
Keimschutz. Es gibt Möglichkeiten diesen (bei Bedarf) auch schnell
zu überwinden.
> Wenn ihr es wirklich so genau wissen wollt, ich hatte da damals sogar eine
> Statistik über Keimraten aus einer Broschüre zu Vogelschutzhecken, die
> stammte von irgendeinem Amt und wir hatten nur eine davon, abgemalt - damit
> wollte ich meine Biologie-Lehrerin beeindrucken. Leider sind die Sachen aus
> meiner Kinderzeit aber längst vom Dachboden meiner Eltern verschwunden.
Die Jagdgemeinschaft hier vor Ort verkauft jeden Herbst Pflanzgut
für Vogelschutzhecken, die IMHO allesamt aus Stecklingen oder
Ablegern bzw. Absenkern gezogen werden.
> Wenn Du denkst, dass man alle Aussagen in dem Buch wissenschaftlich
> begründen muss, dann musst Du mir erklären, wer die tausenden von Seiten
> kaufen und lesen wird.
Es reicht eine sinnvolle Begründung für das Fermentieren, und die
gibt es IMO nicht.
> So geht es eben nicht - die Leute brauchen im Alltag erstmal
> praxisorientiertes Faktenwissen - vor allem wenn sie Saatgutvermehrung mit
> dem Zweck der Nachzucht mehrerer Sorten für den Eigenbedarf betreiben
> wollen. Die wollen sich selbst Gemüse ziehen und nicht mehrere Semester das
> Leben der Tomaten studieren, sonst wären sie Hochschulprofessoren und keine
> Freizeitgärtner.
Es reicht, wenn der Sinn einer Handlung nachvollziehbar ist.
> Vielleicht findet ja noch einer einen guten einfachen Grund für die
> Vergärung bei der Saatgutvermehrung - aber einer liegt in der Keimrate -
Das ist IMO genauso überflüssig, wie das Baden von Saatgut in
Kamille oder das 'Backen' von Anzuchtsubstrat. Vielmehr bin ich der
Auffassung, dass Sämlinge, die so natürlich wie möglich zum Keimen
und zum Wachsen gebracht werden, kräftige gesunde Pflanzen ergeben.
> Die Natur lagert Samen auch nicht jahrelang, sondern nur bis zu den
> nächstgünstigsten Keimbedingungen. Ist es nicht unsinnig, den
> natürlichen Keimschutz zu zerstören, um dann für längere Lagerzeiten
> wieder Keimschutzmaßnahmen (tiefkühlen etc.) zu ergreifen?
Da sind wir wieder an so einem Punkt - Du deutest an, dass man in
Saatgutarchiven auf einen "unnatürlichen" Keimschutz z.B. Tiefkühlen
verzichten soll und statt dessen auf den natürlichen Keimschutz setzen.
Dabei machst Du Dir nicht bewusst, dass es nur in den seltensten Fällen der
natürliche Keimschutz ist, der dafür sorgt, das Saatgut sich länger oder
kürzer hält. Der spielt vorwiegend dort eine Rolle, wo die Samen auch nach
ihrer Reife noch großer Feuchtigkeit bei Keimtemperaturen ausgesetzt sind.
Wenn man Deinen Gedanken konsequent weiterverfolgt, heisst das auch, dass
Pflanzen, die keinen oder kaum einen natürlichen Keimschutz haben oder die
aus anderen Gründen bei "natürlichen" Temperaturen so schnell die
Keimfähigkeit verlieren, dass man sie jährlich nachziehen müsste, nicht
erhaltenswert sind und eben verworfen werden sollen, wenn die entsprechenden
personellen oder ökonomischen Kapazitäten nicht vorhanden sind. Ein Plädoyer
in diese Richtung muss ja nicht grundsätzlich falsch sein. Aber bestraft man
sich nicht selbst, wenn man auf entsprechende Lagerung und darunter durchaus
interessante Sorten verzichtet, nur weil man aktuell noch nicht ausreichend
überzeugend war, um eine jährliche Nachzucht durchzusetzen?
> Und dafür lagert man Samen am besten in seinem natürlichen
> Keimschutz. Es gibt Möglichkeiten diesen (bei Bedarf) auch schnell
> zu überwinden.
Wie macht man das?
> Die Jagdgemeinschaft hier vor Ort verkauft jeden Herbst Pflanzgut
> für Vogelschutzhecken, die IMHO allesamt aus Stecklingen oder
> Ablegern bzw. Absenkern gezogen werden.
Schön - das können die gerne machen, was dies mit der Nachzucht aus Beeren
zu tun hat, ist mir unklar.
> Es reicht eine sinnvolle Begründung für das Fermentieren, und die
> gibt es IMO nicht.
Das finde ich zu kurz gedacht, denn andere Menschen haben andere Fragen und
suchen andere Begründungen.
> Es reicht, wenn der Sinn einer Handlung nachvollziehbar ist.
Ist es ohne Nachweis für Dich nachvollziehbar, dass das bittere bei Gurken
leicht giftig ist.
>> Vielleicht findet ja noch einer einen guten einfachen Grund für die
>> Vergärung bei der Saatgutvermehrung - aber einer liegt in der Keimrate -
> Das ist IMO genauso überflüssig, wie das Baden von Saatgut in
> Kamille oder das 'Backen' von Anzuchtsubstrat.
Das mit der Kamille kann ich nicht beurteilen - das mit dem Anzuchtsubstrat
halte ich für falsch - gerade wenn ich Pflanzen ziehe, die sich nur sehr
schwer aus Samen ziehen lassen, die sehr empfindlich sind, muss ich durch
gedämpfte Erde wesentlich weniger Pflanzerde und wesentliche weniger
Töpfchen einsetzen. Aber vermutlich würdest Du jeden Biogärtner, der seltene
Kräuter vermehrt und die Erde vorher dämpft, weil er sich die Ausfälle gar
nicht leisten kann und jeden botanischen Garten der gleiches tut, schließen.
Auch ich muss wesentlich weniger Arbeitszeit einsetzen und kann verhindern,
dass ich in der Erde Pflanzenschädlinge habe, die mir auf einen Satz, auch
eine ganze Aussaatpalette zugrunde richten können. Es kostet immens Zeit
Saatgut selbst zu ziehen, oder gar eine Zuchtauslese zu betreiben, da will
ich schon optimalen Erfolg, bei minimalem Einsatz - zumal man im Hausgarten
z.B. bei der Vermehrung von Kohl (frostfreie Lagerung im Winter - häufig
Fäulnis etc.) von 5 oder 6 Pflanzen oft nur 2 bis 3 übrig behält für die
Nachzucht. Will ich dann noch einen möglichst großen Teil der Samen
weitergeben, muss ich zusehen, dass ich nicht schon selbst eimerweise
Saatgut einsetze, um neue Pflanzen zu ziehen.
> Vielmehr bin ich der
> Auffassung, dass Sämlinge, die so natürlich wie möglich zum Keimen
> und zum Wachsen gebracht werden, kräftige gesunde Pflanzen ergeben.
Jetzt sagst Du mir ich dürfe in meinem Garten keine Gurken ziehen, weil die
hier nie natürlich wachsen würden und ich kann Dir sagen, dass selbst
heimische Gemüse in meinem Garten oft nicht hochkommen würden, wenn ich sie
nicht geschützt im Frühbeet oder hinter einem Schneckenzaun aufziehen und
dann erst auspflanzen würde. Demnach dürfte ich konsequent wie Du in meinem
Garten gar keine Gemüse anbauen.
Langsam wird es absurd.
Bernhard
> Auf die so viel gepriesenen alten Sorten steh' ich eher weniger.
> Bekanntlich ist das Bessere des Guten Feind...:-)
Das würde ich keineswegs verallgemeinern! Viele moderne Sorten sind leider
weniger robust und stellen höhere Anforderungen an den Boden, den Schutz,
die Bewässerung, ... und von manchen Pflanzen werden ja leider nicht mal
moderne Sorten gezogen.
Andererseits gibt es natürlich auch ganz hervorragende moderne Sorten mit
attraktiven Resistenzen und deutlich besseren Aromen.
Viele Grüße
Bernhard
> Hat ja wohl keiner die Weisheit mit'm Löffel gfress'n ;-)
Doch doch, ich hab schon als Kind täglich meinen Lebertran mit'm Löffel
bekommen - für die grauen Zellen.
Gruß
Bernhard
>Das ist IMO genauso überflüssig, wie das Baden von Saatgut in
>Kamille oder das 'Backen' von Anzuchtsubstrat. Vielmehr bin ich der
>Auffassung, dass Sämlinge, die so natürlich wie möglich zum Keimen
>und zum Wachsen gebracht werden, kräftige gesunde Pflanzen ergeben.
Da bin ich nicht ganz Deiner Meinung :-) Wenn ich die Erde fuer den
Zuckermais nicht gebacken haette, haett ich eine Ausfallrate von 80%
gehabt. Da bin ich ganz sicher, weil ich den Mais erst mal so in die
Erde gesteckt hatte. Nach 2 Wochen waren da von ca. 10 Koernern ganze
3 Pflaenzchen, von denen ich noch dazu eine beim Umsetzen geknickt
hab, die kam dann aber doch noch. Alle anderen Koerner waren von
irgendwelche Nematoden oder was auch immer gefressen. Der 2. Versuch
mit gebackener Erde hat dann geklappt, die Pflanzen wurden trotzdem
kraeftig und ausgerechnet die von der ungebackenen Erde ist mir
umgekippt...
> Nach 2 Wochen waren da von ca. 10 Koernern ganze
> 3 Pflaenzchen, von denen ich noch dazu eine beim Umsetzen geknickt
> hab, die kam dann aber doch noch. Alle anderen Koerner waren von
> irgendwelche Nematoden oder was auch immer gefressen.
Das ist bei mir ganz genauso - allerdings sind es bei mir keine Nematoden,
... sondern winzige Tausendfüßler und kleine schwarze Schnecken. Die
Tausendfüßler sind eher durchsichtig, haben aber kleine rote Punkte auf der
Seite haben, die schaffen jede zweite Bohne und fast jedes Maiskorn. Nur im
Frühbeet mit zugekaufter Erde und warmem Fuß (Pferdemist) oder in Töpfen mit
gedämpfter Erde (auch hier mische ich Gartenerde bei) wachsen Mais und
Bohnen wirklich gut - oder wenn ich die Bohnen bis an den richtigen Punkt
habe vorkeimen lassen, ab einem bestimmten Punkt sind sie wohl uninteressant
für die Tausendfüßler.
Gebackene Erde ist wohl falsch ausgedrückt, auch Du machst sie sicher vorher
feucht und gibst sie in einen Bratenschlauch. Das ist dann gedämpfte Erde.
Profis haben für das Dämpfen von Aussaat- oder Stecklingserden spezielle
Geräte. Manche dämpfen sogar ganze Beete.
Es gibt auch Profis, die nicht dämpfen, wenn man dann aber nachfragt,
erfährt man, dass sie die Pflanzen in besonders günstiger Lage kultivieren
(Weinbaugebiet, nahrhafter, wasserhaltiger Boden) und fürs Vorziehen keine
Erde aus dem eigenen Freigelände beimischen, sondern solche, die sie sich
liefern lassen. Die verwendete Erde wird bei manchen sogar mit kompostiert
und dann als Pflanzerde für Privatgärten verkauft.
Gruß
Bernhard
Hilft aber nicht viel, oder? :-)
SCNR
Ciao ciao
Marion
Bernhard Albert wrote:
> Da sind wir wieder an so einem Punkt - Du deutest an, dass man in
> Saatgutarchiven auf einen "unnatürlichen" Keimschutz z.B. Tiefkühlen
> verzichten soll und statt dessen auf den natürlichen Keimschutz setzen.
Wir reden aneinander vorbei, ich rede vom Hobby- und
Freizeitgärtnern im Nutzgarten und nicht vom Saatgutarchiv.
> Wenn man Deinen Gedanken konsequent weiterverfolgt, heisst das auch, dass
> Pflanzen, die keinen oder kaum einen natürlichen Keimschutz haben oder die
> aus anderen Gründen bei "natürlichen" Temperaturen so schnell die
> Keimfähigkeit verlieren, dass man sie jährlich nachziehen müsste, nicht
> erhaltenswert sind und eben verworfen werden sollen, wenn die entsprechenden
> personellen oder ökonomischen Kapazitäten nicht vorhanden sind. Ein Plädoyer
> in diese Richtung muss ja nicht grundsätzlich falsch sein. Aber bestraft man
> sich nicht selbst, wenn man auf entsprechende Lagerung und darunter durchaus
> interessante Sorten verzichtet, nur weil man aktuell noch nicht ausreichend
> überzeugend war, um eine jährliche Nachzucht durchzusetzen?
Du kannst meine Gedanken verfolgen, na sowas aber auch. ;-)
Über die Weiterzucht von Nostalgiesorten, sofern es sich nicht um
die ursprüngliche Wildform handelt, kann man geteilter Meinung sein.
Verhält sich wohl ähnlich wie mit den Oldtimern, reine Ansichtssache
und Geschmackssache.
Was meine Gedanken betrifft, ich suche mir die Sorten nach meinem
Geschmack aus und danach, welche Sorte auf dem mir zur Verfügung
stehenden Boden Ertrag verspricht.
[Keimschutz schnell reduzieren]
> Wie macht man das?
Zum Beispiel die Samen mit feinem Quarzsand zwischen den Händen reiben.
[Vogelschutzhecken Beerensamen vers. Stecklinge]
> Schön - das können die gerne machen, was dies mit der Nachzucht aus Beeren
> zu tun hat, ist mir unklar.
Es verdeutlicht, das Dein Beispiel heute in der Praxis unüblich ist.
> Ist es ohne Nachweis für Dich nachvollziehbar, dass das bittere bei Gurken
> leicht giftig ist.
NW/WN und 'Wer wird schon eingestehen, dass seine Gurken bitter
sind?' ;-)
> Das mit der Kamille kann ich nicht beurteilen - das mit dem Anzuchtsubstrat
> halte ich für falsch - gerade wenn ich Pflanzen ziehe, die sich nur sehr
> schwer aus Samen ziehen lassen, die sehr empfindlich sind, muss ich durch
> gedämpfte Erde wesentlich weniger Pflanzerde und wesentliche weniger
> Töpfchen einsetzen. Aber vermutlich würdest Du jeden Biogärtner, der seltene
> Kräuter vermehrt und die Erde vorher dämpft, weil er sich die Ausfälle gar
> nicht leisten kann und jeden botanischen Garten der gleiches tut, schließen.
Das bestimmte Pflanzenarten besondere Anzuchtmethoden erfordern ist
mir klar. Wir reden hier aber über Kürbis, Tomaten und Kollegen
(nicht über Orchideen), da gilt für mich, wer sich gegen
'Kinderkrankheiten' durchsetzen kann, der kann auch im Gartenbeet
bestehen, also : 'Nur die Harten kommen in den Garten'.
> Auch ich muss wesentlich weniger Arbeitszeit einsetzen und kann verhindern,
> dass ich in der Erde Pflanzenschädlinge habe, die mir auf einen Satz, auch
> eine ganze Aussaatpalette zugrunde richten können. Es kostet immens Zeit
> Saatgut selbst zu ziehen, oder gar eine Zuchtauslese zu betreiben, da will
> ich schon optimalen Erfolg, bei minimalem Einsatz - zumal man im Hausgarten
> z.B. bei der Vermehrung von Kohl (frostfreie Lagerung im Winter - häufig
> Fäulnis etc.) von 5 oder 6 Pflanzen oft nur 2 bis 3 übrig behält für die
> Nachzucht. Will ich dann noch einen möglichst großen Teil der Samen
> weitergeben, muss ich zusehen, dass ich nicht schon selbst eimerweise
> Saatgut einsetze, um neue Pflanzen zu ziehen.
Vielleicht solltest Du dann wegen der Gefahr von Kohlhernie oder
Nematoden auf Steinwolle pflanzen. ;-) Nein, im Ernst, das sind
vielleicht Deine Erfahrungswerte, ich kann da natürlich nichts zu
sagen, außer, dass ich mit meinen Aussaaten von Kohlrabi, Broccoli,
Blumenkohl und Kollegen, in normaler gekaufter Anzuchterde, im
unbeheizten Gewächshaus, gute Erfolge habe.
> Jetzt sagst Du mir ich dürfe in meinem Garten keine Gurken ziehen, weil die
> hier nie natürlich wachsen würden und ich kann Dir sagen, dass selbst
> heimische Gemüse in meinem Garten oft nicht hochkommen würden, wenn ich sie
> nicht geschützt im Frühbeet oder hinter einem Schneckenzaun aufziehen und
> dann erst auspflanzen würde. Demnach dürfte ich konsequent wie Du in meinem
> Garten gar keine Gemüse anbauen.
Wo habe ich derartiges gesagt? Bei mir wachsen Paprika, Treibgurken
und Kollegen auch unter Glas. Ich habe lediglich gesagt, dass ich
das Vorbehandeln von Saatgut und sterilisieren von Aussaatsubstrat
übertrieben finde. Allerdings, wer es machen will, soll es machen.
> Langsam wird es absurd.
Stimmt, was Du alles in meine Aussagen hineininterpretierst. ;-)
Monika Cisch wrote:
> Da bin ich nicht ganz Deiner Meinung :-) Wenn ich die Erde fuer den
> Zuckermais nicht gebacken haette, haett ich eine Ausfallrate von 80%
> gehabt. Da bin ich ganz sicher, weil ich den Mais erst mal so in die
> Erde gesteckt hatte. Nach 2 Wochen waren da von ca. 10 Koernern ganze
> 3 Pflaenzchen, von denen ich noch dazu eine beim Umsetzen geknickt
> hab, die kam dann aber doch noch.
Mais (ich mag diese Pflanze nicht, aber meine Tochter :-)) lege ich
im Freiland unter Flies, kam bisher immer prächtig. Liegt vielleicht
an der Sorte 'Tasty sweet trophy F1' und am Boden.
> Alle anderen Koerner waren von
> irgendwelche Nematoden oder was auch immer gefressen. Der 2. Versuch
> mit gebackener Erde hat dann geklappt, die Pflanzen wurden trotzdem
> kraeftig und ausgerechnet die von der ungebackenen Erde ist mir
> umgekippt...
War vielleicht ein Zufallstreffer? :-) Zum Glück haben wir in
unserem Garten keine Probleme mit Nematoden.
Habe überigens neulich gelesen, dass man, wenn man Nematoden im
Boden hat, anstatt irgendwelchen Gründünger auf dem Stück zu säen,
Tagetes auspflanzen oder aussäen soll, Tagetes sendet einen
Botenstoff aus, der die Nematoden zum schlüpfen anregt und wenn die
geschlüpft sind, findet der Machwuchs keine Nahrung und verhungert,
weil Tagetes nicht zu ihrer Nahrung gehört, das hat zur Folge, der
Nematodenbestand wird geringer.
>Mais (ich mag diese Pflanze nicht, aber meine Tochter :-)) lege ich
>im Freiland unter Flies, kam bisher immer prächtig. Liegt vielleicht
>an der Sorte 'Tasty sweet trophy F1' und am Boden.
Wenn die Viecher von oben kamen, ist das sicher gut. Ich vermute in
meinem Fall leider die Tierlein in der Erde.
>War vielleicht ein Zufallstreffer? :-) Zum Glück haben wir in
>unserem Garten keine Probleme mit Nematoden.
Keine Ahnung :-).
>Habe überigens neulich gelesen, dass man, wenn man Nematoden im
>Boden hat, anstatt irgendwelchen Gründünger auf dem Stück zu säen,
>Tagetes auspflanzen oder aussäen soll, Tagetes sendet einen
>Botenstoff aus, der die Nematoden zum schlüpfen anregt und wenn die
>geschlüpft sind, findet der Machwuchs keine Nahrung und verhungert,
>weil Tagetes nicht zu ihrer Nahrung gehört, das hat zur Folge, der
>Nematodenbestand wird geringer.
Ja, das hab ich auch schon gelesen. Bin nur noch nicht dazu gekommen,
den Garten bewirtschaft ich erst seit ca. April/Mai, davor war er mehr
oder weniger brachgelegen :-) Ich hab heuer mehr ausprobiert, was so
gehen koennte. Tagetes sind fuer naechstes Jahr schon eingeplant, auch
wenn sie imho furchtbar stinken.
>Das ist bei mir ganz genauso - allerdings sind es bei mir keine Nematoden,
>... sondern winzige Tausendfüßler und kleine schwarze Schnecken. Die
Meine waren sicherlich weiss. Fuesse weiss ich nicht, die Biester
waren zu klein. Naechstes mal vergroesser ich sie mir ;-)
>Tausendfüßler sind eher durchsichtig, haben aber kleine rote Punkte auf der
>Seite haben, die schaffen jede zweite Bohne und fast jedes Maiskorn. Nur im
Bohnen auch? Hmm, das wuerde mir erklaeren, wo meine Ladybeans
geblieben sind... Ich hatte die Schnecken verdaechtigt.
>Bohnen wirklich gut - oder wenn ich die Bohnen bis an den richtigen Punkt
>habe vorkeimen lassen, ab einem bestimmten Punkt sind sie wohl uninteressant
>für die Tausendfüßler.
Ist notiert fuer naechstes Jahr
>Gebackene Erde ist wohl falsch ausgedrückt, auch Du machst sie sicher vorher
>feucht und gibst sie in einen Bratenschlauch. Das ist dann gedämpfte Erde.
>Profis haben für das Dämpfen von Aussaat- oder Stecklingserden spezielle
>Geräte. Manche dämpfen sogar ganze Beete.
Noe, die hab ich ernsthaft gebacken :-) In ne Schuessel, rin in den
Backofen und so 20 min 100 Grad. Feucht war sie allerdings vom Garten
noch, hinterher hab ich sie halt wieder gegossen. Normal mach ich das
nicht, nur, wenn was halt gar ned will. Broccoli, Salat etc kam von
alleine, teils wurd's dann von Voegeln oder Schnecken niedergemacht.
Dagegen gibt's dann naechstes Jahr Schneckenzaun und AOL ;-)
Hallo Bernhard,
>> Auf die Früchte hat das bei normal verlaufender Befruchtung usw. meines
>> Wissens keinen Einfluss, nur auf die Samen.
>> Deshalb zB die Gefahr, dass Zuckermais neben Futtermais verpfuschte
>> Samen bringt, die nicht mehr so süß sind.
>
>Es gibt auch keine sinnvollen halbwegs nachvollziehbaren Grund für eine
>Veränderung der Frucht und nicht des Samens.
Hm. Da las ich gerade, das die Profis davon ausgehen, dass
Speisekürbisse im Geschmack negativ beeinflusst werden können, wenn im
Umkreis von 200 m Zierkürbisse angebaut werden....
Grübel....
>Hi Werner,
>
>> ich eh vorhabe, mir für die kommende Saison Kerne aus den Staaten
>> bzw. Kanada, von 800-1000 lbs Kürbissen, zu besorgen. Wenn Du über
>
>360-450kg! Pro Frucht! Wer kann das denn ohne Kran noch ernten? ;-)
gibt es in den usa wirklich. ich habe ein photo gesehen, wo der
gaertner neben dem kuerbis eher laecherlich klein ausgesehen hat
(obwohl amis inzwischen dazu neigen, ebenso breit auszusehen)
ob diese "saecke" geschmacklich noch irgendeinen reiz haben, kann ich
nicht sagen. es geht wohl auch eher um den wettbewerb an sich und
wahrscheinlich sind dabei auch unmengen mineralduenger im spiel.
duerfte wie bei rassehuehnern sein, die halten in der legeleistung
auch nicht mit einfachen leghorns mit, sehen aber halt nobel aus...
>Nenn doch mal bitte Adressen und Preise (oder Webseiten) dazu. Ist der
>AK eigentlich essbar, und schmeckt der dann auch noch bei so einer
>Größe?
such mal auf den amerikanischen webseiten, die kuerbisse zum thema
haben, da findest du solche bilder von kuerbiskolossen... zum
groessenvergleich: stell dir mal eine tomate von der groesse eines
wassereimers vor.
ich tipp mal: beide schmecken eher nicht, weil sich die inhaltsstoffe
auf ein riesengrosses volumen verteilen und nicht mit dem zellwachstum
mithalten koennen.
klaus
>
>> Auf die Früchte hat das bei normal verlaufender Befruchtung usw. meines
>> Wissens keinen Einfluss, nur auf die Samen.
>> Deshalb zB die Gefahr, dass Zuckermais neben Futtermais verpfuschte
>> Samen bringt, die nicht mehr so süß sind.
>
>Es gibt auch keine sinnvollen halbwegs nachvollziehbaren Grund für eine
>Veränderung der Frucht und nicht des Samens.
doch, parthenokarpie (man koennte es primitiv als jungfernzeugung
beschreiben) z.b hat einen massiven einfluss auf die fruchtform.
befruchtete fruechte von arten, die auch ohne befruchtung fruechte
tragen, sehen befruchtet meist ganz anders aus als unbefruchtete.
klassisches beispiel : gurken. immer wieder beliebte frage: wie
vermehrt man samenlose fruechte wie tangelinos oder kernlose
weintrauben ????
>befruchtet oder befruchtet. Das wird mit Signalstoffen in Verbindung
>gebracht, die befruchtete Samen abgeben. Ich frage mich aber neugierig -
>kann eine bestimmte Befruchtung Einfluss auf diese Signalstoffe haben? Wenn
>ja könnte das den Vorgang erklären.
es gibt arten, bei denen eine mehrfachbefruchtung groessere fruechte
bringt als eine einfachbefruchtung (die aber zur fruchtbildung
ausreicht). gilt zum beispiel auch fuer aepfel, ist aber kaum
bekannt..mehrfache befruchtung einer bluete fuehrt zu groesseren
fruechten.. bienenvoelker in obstplantagen sind wichtiger als man
gemeinhin annimmt. die varroamilbe ist inzwischen eine echt bedrohung
fuer den obstbau, weil es nicht mehr genug bienenvoelker gibt (wohl
auch wegen der laecherlichen preise fuer honig durch billigstimporte
aus dem ostblock). finanziell lohnen tut sich imkerei wohl wirklich
nicht mehr..
>Ich gebe zu, dass ich das selbst für ziemlich abgedreht halte - aber der
>Natur ist ja eine Menge zuzutrauen.
immer wieder !!!
klaus
>> und an der Saatguterhaltung durch engagierte private Saatguterhalter. Im
>> Buch werden, wo immer das möglich ist, sehr einfache unaufwändige Methoden
>> beschrieben. Ich gehe also davon aus, dass es ernst zu nehmende sachliche
>> Gründe für die Fermentierung gibt.
>
>>> Welche sollten das sein?
>
>Eben den den natürlichen Keimschutz abzubauen. Der wird nämlich beim reinen
>Trocknen konserviert - in der Natur aber nicht.
nur sehr bedingt, der keimschutz basiert auf einer hormonellen
balance, alle hormone werden aber unterhalb von ca. 10% wassergehalt
inaktiviert und die hormone bauen sich einfach durch alterung oder
mikrobiellen abbau kontinuierlich ab. nach einem jahr ist die primaere
dormanz bei allen cucurbitaceaen auch bei trockener lagerung abgebaut
und es kommt nur noch die sekundaere dormanz zur wirkung, die von
anderen externen faktoren abhaengig ist und auch sehr viel schwaecher
als die primaere ist und ueber das jahr schwankt. die liegt dann im
zweiten jahr bestenfalls noch im (unteren) einstelligen
prozentbereich. die keimruhe ist bei den kuerbisgewaechsen genau wie
bei den solanaceaen recht schwach ausgepraegt. der eine oder andere
wird sogar schon erlebt haben, dass gurken, kuerbis- oder tomatensamen
schon in der frucht ankeimen und wurzeln erkennbar sind.
>Wie an anderer Stelle geschrieben, hat man mir in meiner Jugend sogar
>erklärt, dass bestimmte Samen eine so starke Keimhemmung haben, dass diese
>gezielt nur durch Vergärung oder den Darm von Vögeln oder Säugern überwunden
>werden kann. Und gezielt anbauen - das ist ja die Absicht der Menschen.
die ist artenabhaengig. extremes beispiel sind sicher die leguminosen,
bei denen noch nach 7-8 jahren die hartschaligkeit fuer "spaetzuender"
sorgt. eine andere gruppe sind sie arten, die erst ein feuer ueberlebt
haben muessen und bei denen erst nach raucheinwirkung eine keimung
erfolgt (ueberwiegend arten der subtrop. savanne). im anbau extrem
unbeliebt ..
>Wenn ihr es wirklich so genau wissen wollt, ich hatte da damals sogar eine
>Statistik über Keimraten aus einer Broschüre zu Vogelschutzhecken, die
>stammte von irgendeinem Amt und wir hatten nur eine davon, abgemalt - damit
>wollte ich meine Biologie-Lehrerin beeindrucken. Leider sind die Sachen aus
>meiner Kinderzeit aber längst vom Dachboden meiner Eltern verschwunden.
hecken gehoeren ueberwiegend zu den holzigen arten und ebenso wie bei
den baeumen ist dort eine stratifikation (frosteinwirkung, oftmals
auch erst zusammen mit lysis durch pilze/bakterien) fast schon
standard.
>> Statistische Angaben und Verweise auf wissenschaftliche Literatur sind in
>> dem Praxisratgeber nicht vorhanden - die Texte sind alle bewußt knapp und
>> klar gehalten und nicht überfrachtet.
>> Eine wissenschaftliche Begründung würde hier sicher klärend wirken.
>
>Wenn Du denkst, dass man alle Aussagen in dem Buch wissenschaftlich
>begründen muss, dann musst Du mir erklären, wer die tausenden von Seiten
>kaufen und lesen wird.
>
>Allein über Tomaten könnte man beim Stand der Wissenschaft sicher ein Buch
>mit einem Umfang von 3000-10000 Seiten schreiben und hätte dabei allenfalls
>das wesentlichste systematisch erfasst und würde auf ein so große Zahl an
>Forschungslücken stoßen, dass man das Projekt ein umfassendes Werk zu
>erstellen, schließendlich aufgeben müßte.
>
>Allein der Nachweis für die Aussage "Botaniker glauben, daß unsere Gurken
>ursprünglich aus dem Himalajagebiet stammen" könnte jahrzehntelange
>Ausgrabungen und Genanalysen erforderlich machen und ganze Bibliotheken und
>Archive mit Material füllen,
das haben sie bereits,-))) gilt besonders fuer gensequenzierung, bei
der man nicht den hauch von praktischen kenntnissen haben muss. daher
an unis sehr beliebt..;-))
>Saatguterhaltung. Und dann im nächsten Satz die Sache mit der Bitterkeit der
>Gurken und der damit verbundenen leichten Giftigkeit - wenn man der auf den
>Grund gehen wollte, würden wieder Regalmeter gefüllt und Labor um Labor
>eingerichtet und womöglich hängt die dann nicht nur mit der genetischen
>Situation der Gurken, sondern auch mit der des Menschen zusammen und steht
>dann noch mit 100en von anderen Substanzen in komplizierten
>Wechselwirkungen. Die Autorin wollte eben nur darauf hinweisen, dass man bei
>der Saatgutvermehrung darauf achten sollte, ob man tendenziell eher bittere
>Gurken hat oder nicht, um die Giftigkeit bei der Saatgutvermehrung nicht
>verstärkt in die Gurken hineinzuzüchten. Dabei gibt sie auch noch auf den
>Weg, dass die Bitterkeit nur sehr begrenzt mit der Wassergabe zusammenhängt,
>woher weiß sie denn das nun schon wieder und wieder geht die
>wissenschaftliche Recherche los, ...
der pharmaphykologie-papst p. duke gibt maximal gemessene 16.000 ppm
im samen an und weisst extra daraufhin, dass es sich um werte im samen
handelt, die im fruchtfleisch in diesen gehalten noch niemals gemesse
wurden. also eher ein rein theoretisches problem, weil ich keinen
hobby-kuerbis-anbauer kenne, der die samen auch isst. und die
serioesen abpacker von kuerbissamen zum verzehr lassen vorm verkauf
die partien auf cucurbitacin untersuchen.
>Gurkenkerne soll man angaeren lassen, vielleicht erhoeht das bei
>Kuerbissen auch die Vermehrungsrate?
genau das hab ich auch mal gelernt und in vielen alten (deutschen)
buechern steht das drin und wird dann von buch zu buch
weitergeschleppt. ich habe 3 buecher zwischen 1880 und 1960
erschienen, in denen das empfohlen wird. weiter zurueck werd ich die
quelle sicher nicht verfolgen. an der uni giessen wurde es allerdings
schon nicht gemacht
vor 2 jahren haben wir einige untersuchungen fuer einen grossen
kuerbiszuechter gemacht, der genau damit eine pleite erlebt hat. weil
da viel geld dahinterstreckte und ich selbst so als hobby kuerbisse
zuechte (sie sind eine dankbare quelle, den einfluss von
fremdbefruchtung zu beobachten, hab ich mich dahintergeklemmt und u.a.
in diversen fachforen im web nachgefragt. die wirklichen zuchtexperten
hocken logischerweise in den usa und zentralasien. ALLE haben
geantwortet, dass angaeren bei gurken ueblich sei, aber bei kuerbissen
nahezu toedlich fuer den samen. ihre empfehlung war: auschaben und
langsam trocknen lassen. keinesfalls wieder nass werden lassen und am
schluss ganz vorsichtig kuenstlich trocknen (auf keinen fall ueber 40
grad c.) kuerbis ist auch insofern eine ausnahme, dass man ihn zum
lagern moeglichst auf einen eher unueblichen 6-7% wassergehalt
runtertrocknen sollte (die meisten samen vertragen das nicht).
ziemlich unempfindlich sind die kleinsamigen kuerbisse, bei denen die
samen so aehnlich wie bei gurken aussehen, wirklich grosse sorgfalt
muss man bei den artensorten walten lassen, die an der seite so eine
art "falz" haben (wie den muskatkuerbis) und nass dann genau dort
aufquellen und platzen. haben sie dort schon einen riss, kann man sich
weitere muehen sparen und sie direkt auf den kompost werfen.
bei der vermehrung gibt es noch nicht sehr viele f1-hybriden. die
sache ist a bisserl komplex, weil unsere kuerbisse nicht zu einer art
gehoeren, sondern entweder c. maxima, mixta, moschata oder c. pepo
sind (rein formelle einteilung, die fao-liste fuehrt so grob mehr als
1000 unterarten auf und kaum jemand blickt noch durch, auch bei den
zuechtern). das bedeutet: ziemliche heterogenitaet und das gilt auch
fuer die f1-generation. man soll sich also nicht wundern, wenn daraus
ein rechter mischmasch entsteht (auch oder wenn man genetiker fragt
GERADE bei der f1). .
genau deshalb gibt es auch das thema cucurbiticin. das entsteht, wie
Du schon schriebst, vor allem bei den zierkuerbissen (das sind pepos).
so ganz grob kann man zierkuerbisse heute nur noch an ein paar
merkmalen erkennen: warzenkuerbisse, pear, eindeutige zucchiniformen
und kalebassen sind immer welche. beim rest gibt es tatsaechlich keine
klare regel (und eine unglaubliche menge an mischmasch) ausser je
groesser und je weicher das fruchtfleisch, desto weniger cucurbiticin.
moschusmelone (yep, botanisch kein kuerbis) und netzkuerbis neigen
auch zur bildung. und bei der (uebertriebenen) panik liegst du wohl
eher auch richtig. die inder verwenden traditionell genau diese
cucurbiticinhaltigen sorten getrocknet als entwurmungsmittel (was sich
nicht ausschliesst und direkt mit der giftwirkung zusammenhaengt) und
gegen verstopfungen und genau dafuer findet es sich auch in der
pharmacopeia. ubersetztes zitat: "bei sehr hohen gehalten kann die
aufnahme zu starken kopfschmerzen fuehren". cucurbitin ist ein
pflanzeneigenes triterpenoid zur abwehr von frassschaedlingen. je
weniger also drin ist, desto staerker werden die kuerbisse
angefressen. die hohen gehalte sind aber eh nur im samen zu finden.
allerdings kann man sich nicht mal mehr auf sortenreine samen 100%
verlassen (eben weil sie gar nicht so sortenrein sind, wie man das von
anderen arten kennt), durch starke temperaturschwankungen oder lange
heisse trockenperioden kann sich das zeug in einigen fruechten
unerwartet bilden, obwohl sie als curcurbitinarm gelten. einzige
allgemeine regel: schmeckt der kuerbis bitter -> sofort weg damit und
ihm nicht hinterherjammern (macht ja auch keine sinn, den dann zu
essen. die definition von bitter ist auch eher eine
interpretationssache). kommt aber wirklich selten vor und darum
scheint auch den pharmakologen das thema cucurbitacin etwas
"hochgekocht". lustiger nebeneffekt: eines der isomere von
cucurbitacin gilt inzwischen als stark anticancerogen und wird von
einem der pharmakonzerne in tabletten gepresst. ne andere firma
verkaufts als pflanzenschutzmittel in mais.
was ich auch noch rausgefunden habe: kuerbissamen wollen es - anders
als viele glauben - auf keinen fall nass bei der keimung. kraeftiges
angiessen im beet oder vorquellen ist also ziemlich das falscheste,
was man machen kann. die ersten 3-4 tage eher trocken halten, bis sie
ANgequollen sind. aber dann.....
ne recht gute seite (vor allem die links auf die amerikanischen
seiten) ist
klaus
>So geht es eben nicht - die Leute brauchen im Alltag erstmal
>praxisorientiertes Faktenwissen - vor allem wenn sie Saatgutvermehrung mit
>dem Zweck der Nachzucht mehrerer Sorten für den Eigenbedarf betreiben
>wollen. Die wollen sich selbst Gemüse ziehen und nicht mehrere Semester das
>Leben der Tomaten studieren, sonst wären sie Hochschulprofessoren und keine
>Freizeitgärtner.
ooch, so kannste das nicht sagen. ich habe einen teil meiner
ausbildung bei prof. schuster am inst. fuer zuchtung der uni giessen
gemacht, der hat nicht nur gelesen und studiert, sondern hat eifrig
praktisch gezuechtet, war mehr mit gelaendigen klamotten zu sehen als
ohne und wir verdanken dem guten mann einige interessante sorten.
>Vielleicht findet ja noch einer einen guten einfachen Grund für die
>Vergärung bei der Saatgutvermehrung - aber einer liegt in der Keimrate - und
>solange mir keiner belegt, dass das nicht mehr Stand der Forschung ist,
>werde ich mich nicht wundern, wenn diese Information immer wieder auftaucht,
s.o. ich glaube, wirklich einen guten teil der kuerbiszuechter per
email abgegrast zu haben - die info ist nach angaben ALLER antworten
schlicht falsch. wenn man dieses spiel jahrelang mitgemacht hat, lernt
man, dass eine ganze reihe "wissen" frei nach wilhelm busch
"setz dich an des tisches mitte,
nimm zwei buecher, schreib das dritte"
weiterverbreitet wird. noch so ein beispiel ist eine brandkrankheit
(t. intermedia), die in der literatur eifrig mitgeschleppt wird. bei
der art habe ich wirklich bei der zuechtung auf brandresistenzen
weltweit fast hundert mails an zuechter, forschungsinstitute, cymmit,
universitaeten usw. geschickt. ergebnis: KEINER hat die art je zu
gesicht bekommen, in keiner mikrobiologischen sammlung findet man sie,
keiner kann mir ein muster zusenden, die internat. mikrobiol.
gesellschaft beschreibt sie als "ausgestorben" trotzdem hat sie
regelmaessig mal wieder irgendjemand in der literatur identifiziert...
eigentlich ein normaler selektionsprozess ;-))
klaus
Gerhard Zahn wrote:
> Hm. Da las ich gerade, das die Profis davon ausgehen, dass
> Speisekürbisse im Geschmack negativ beeinflusst werden können, wenn im
> Umkreis von 200 m Zierkürbisse angebaut werden....
Kann eigentlich nicht sein, da sich das Erbgut (wenn es denn
übertragen wird) erst bei der nächsten Pflanze auswirkt.[1]
Gruß, Werner
[1]Bekommt eine Frau, die von einem Nativafrikaner schwanger wird,
einen schwarzen Bauch?
> Noe, die hab ich ernsthaft gebacken :-) In ne Schuessel, rin in den
> Backofen und so 20 min 100 Grad. Feucht war sie allerdings vom Garten
> noch, hinterher hab ich sie halt wieder gegossen.
Ich würde die Schüssel dann an Deiner Stelle künftig mit einem Deckel
verschließen, tatsächlich verkohlen sonst die Humusanteile und das ist nicht
im Sinne des Erfinders.
Gruß
Bernhard
> Du kannst meine Gedanken verfolgen, na sowas aber auch. ;-)
> Über die Weiterzucht von Nostalgiesorten, sofern es sich nicht um
> die ursprüngliche Wildform handelt, kann man geteilter Meinung sein.
> Verhält sich wohl ähnlich wie mit den Oldtimern, reine Ansichtssache
> und Geschmackssache.
Es gibt eine Reihe von Nutzpflanzen, die sich nicht mehr auf ursprüngliche
Wildformen zurückführen lassen. Dann sind bei vielen dieser Oldtimer
Qualitäten herausgezüchtet worden, die man bei keiner der ursprünglichen
Wildformen findet. Das ist z.B. beim Mais der Fall, weshalb hier auch immer
wieder systematisch mit Oldtimern rückgekreuzt wird und nicht mit
Wildformen.
>> [Vogelschutzhecken Beerensamen vers. Stecklinge]
>> Schön - das können die gerne machen, was dies mit der Nachzucht aus
Beeren
>> zu tun hat, ist mir unklar.
> Es verdeutlicht, das Dein Beispiel heute in der Praxis unüblich ist.
Tatsächlich war man damals durchaus in der Lage, das auch in der
beschriebenen Weise zu tun, wollte das aber nicht.
> Vielleicht solltest Du dann wegen der Gefahr von Kohlhernie oder
> Nematoden auf Steinwolle pflanzen. ;-) Nein, im Ernst, das sind
> vielleicht Deine Erfahrungswerte, ich kann da natürlich nichts zu
> sagen, außer, dass ich mit meinen Aussaaten von Kohlrabi, Broccoli,
> Blumenkohl und Kollegen, in normaler gekaufter Anzuchterde, im
> unbeheizten Gewächshaus, gute Erfolge habe.
Da sind wir doch wieder an dem Punkt - da kaust Du also definitiv
Anzuchterde, womöglich auch noch in Säcken und dann ist die womöglich sogar
schon bei der Produktion gedämpft worden. Ich mische Anzuchterde nicht
selten selbst aus reifem Kompost, Erde aus meinem Garten und Sand - dafür
dämpfe ich dann eben. Bei uns sind Haus und Garten ein paar Kilometer
auseinander, wenn ich zuhause vorziehe nehme ich der Bequemlichkeit halber
auch gekaufte Anzuchterde. Da hatte ich aber auch schon Totalausfälle, die
ausgesäten Gemüse hatten alle die Stengelfäule (auch Schwarzbeinigkeit oder
Umfallkrankheit), die tritt nicht etwa nur bei schwachem Saatgut oder
übermäßiger Wässerung auf, sondern auch bei einem Übermaß an im Boden
vorhandenen Pilzsporen oder Bakterien. Da wir nicht immer beim gleichen
Händler kaufen, konnten wir auch schon direkt vergleichen. In der einen Erde
lief es, in der anderen fielen alle Pflanzen noch vor dem Bilden des zweiten
Blattpaares um. Die schlechte Erde habe ich dann gedämpft und prombt gab es
auch da keine Probleme mehr. Worauf lässt das schließen?
Gruß
Bernhard
> Ja, das hab ich auch schon gelesen. Bin nur noch nicht dazu gekommen,
> den Garten bewirtschaft ich erst seit ca. April/Mai, davor war er mehr
> oder weniger brachgelegen :-) Ich hab heuer mehr ausprobiert, was so
> gehen koennte. Tagetes sind fuer naechstes Jahr schon eingeplant, auch
> wenn sie imho furchtbar stinken.
Und auch keine Chancen gegen Schnecken haben! Ich habe in Jahren nicht eine
Tagetes hochbekommen - bin aber sonst nur bei Dahlien ähnlich erfolglos.
Gruß
Bernhard
>Und auch keine Chancen gegen Schnecken haben! Ich habe in Jahren nicht eine
>Tagetes hochbekommen - bin aber sonst nur bei Dahlien ähnlich erfolglos.
Also auch vorziehen... Dahlien wachsen hier, ich hab sie aber nicht
gepflanzt, sind Schwiemas ;-)
--
Cu
Monika ©¡©
die so Zeuchs, dass man im Herbst rausholen muss, eh nicht brauchen
kann, da sie das rausholen vergisst ;-)
>Ich würde die Schüssel dann an Deiner Stelle künftig mit einem Deckel
>verschließen, tatsächlich verkohlen sonst die Humusanteile und das ist nicht
>im Sinne des Erfinders.
Das laesst sich bewerkstelligen. Brauch ich eh nur fuer den Mais,
alles andere ist klaglos gekommen.
Bernhard Albert wrote:
> Da sind wir doch wieder an dem Punkt - da kaust Du also definitiv
> Anzuchterde, womöglich auch noch in Säcken und dann ist die womöglich sogar
> schon bei der Produktion gedämpft worden.
Möglich ist das, muss ich echt mal nachfragen wie die verarbeitet
wurde, auf jeden Fall, wenn, dann nehme ich Qualitätserde (bilde ich
mir jedenfalls ein dass es welche ist) ist allerdings auch etwas
teurer. Ich hab aber auch schon, in Ermangelung solcher Erde,
einfach die Erde aus dem Garten genommen, was aber bei unserem
schweren Kleiboden nicht gerade das Wahre ist, na ja, 10-20% Ausfall
ist wohl eh normal bei Saatgut, oder?
> Ich mische Anzuchterde nicht
> selten selbst aus reifem Kompost, Erde aus meinem Garten und Sand - dafür
> dämpfe ich dann eben. Bei uns sind Haus und Garten ein paar Kilometer
> auseinander, wenn ich zuhause vorziehe nehme ich der Bequemlichkeit halber
> auch gekaufte Anzuchterde. Da hatte ich aber auch schon Totalausfälle, die
> ausgesäten Gemüse hatten alle die Stengelfäule (auch Schwarzbeinigkeit oder
> Umfallkrankheit), die tritt nicht etwa nur bei schwachem Saatgut oder
> übermäßiger Wässerung auf, sondern auch bei einem Übermaß an im Boden
> vorhandenen Pilzsporen oder Bakterien.
Solche Krankheiten werden nicht selten bereits mit dem Saatgut
(billige Tütenware) mitgeliefert. Da braucht das Substrat nur für
vier Stunden bestimmte Eigenschaften aufweisen und die mitgelieferte
Krankheit kann sich voll entwickeln. Es dürfte klar sein, dass
Pilzsporen in bakterienfreier Erde keine Feinde haben, das spricht
IMO gegen das Sterilisieren von Pflanzsubstrat.
> Da wir nicht immer beim gleichen
> Händler kaufen, konnten wir auch schon direkt vergleichen. In der einen Erde
> lief es, in der anderen fielen alle Pflanzen noch vor dem Bilden des zweiten
> Blattpaares um. Die schlechte Erde habe ich dann gedämpft und prombt gab es
> auch da keine Probleme mehr. Worauf lässt das schließen?
Das kann verschiedene Ursachen haben, ich bin kein Hellseher.
Bernhard Albert wrote:
> Und auch keine Chancen gegen Schnecken haben!
Wenn ich das schon lese, keine Chance gegen Schnecken?
Unser Kleingarten befindet sich in einer Flußniederung und grenzt
unmittelbar an eine Grasmähwiese. Das reinste Schneckenbiotop,
trotzdem, mit Schneckenfallen (feuchte halbvermoderte Bretter und
auf den kopf gestellte Blumenkästen in den Randwegen) und abend- und
morgendlichem Absammeln haben wir die Schnecken voll im Griff.
Außerdem hilft uns noch der 'Goldschmied', der unsere Verstecke und
auch die Schnecken gern mag.
> Ich habe in Jahren nicht eine
> Tagetes hochbekommen - bin aber sonst nur bei Dahlien ähnlich erfolglos.
Ich ziehe Tagetes in Töpfen vor und pflanze sie aus, wenn sie 20 cm
hoch sind, dann scheinen sie dem Schneck nicht mehr zu schmecken,
außerdem kommen die Schleimis bei einer bestimmte Höhe einer Pflanze
nicht mehr gegen deren Wachstum gegen an. Aber wie gesagt, ständige
Kontrolle der Viecher ist wichtig.
Um Dahlien stelle ich eh einen 20 cm hohen Plastikzaun um jede Pflanze.
Gruß, Werner
--
Für den Gartenfreund:
http://www.hw-boehnke.de/MeinGarten/Kuerbis/Kuerbis.html
Hallo Werner,
>> Hm. Da las ich gerade, das die Profis davon ausgehen, dass
>> Speisekürbisse im Geschmack negativ beeinflusst werden können, wenn im
>> Umkreis von 200 m Zierkürbisse angebaut werden....
>
>
>Kann eigentlich nicht sein, da sich das Erbgut (wenn es denn
>übertragen wird) erst bei der nächsten Pflanze auswirkt.[1]
jo, davon bin ich bisher grundsätzlich auch ausgegangen.
Aber das ist aus einer Mitteilung von Profis an Profi-Kürbiserzeuger.
Vielleicht hake ich bei denen mal nach.
Gerhard Zahn schrieb:
> Hm. Da las ich gerade, das die Profis davon ausgehen, dass
> Speisekürbisse im Geschmack negativ beeinflusst werden können, wenn im
> Umkreis von 200 m Zierkürbisse angebaut werden....
diese Behauptung (der "Profis") ist wissenschaftlich nicht fundiert und
sicherlich auch nicht richtig. Hingegen stimmt es, dass nebeneinander
gepflanzte Zierkürbisse der Art C. pepo und Gartenkürbisse sich ohne
weiteres kreuzen und dass die aus den Samen gezüchteten Nachkommen im
nachfolgenden Jahr eventuell bitter und ungenissbar sind.
Gruss Bernhard
> Wenn ich das schon lese, keine Chance gegen Schnecken?
> Unser Kleingarten befindet sich in einer Flußniederung und grenzt
> unmittelbar an eine Grasmähwiese.
Das trifft bei uns nicht ganz zu, es ist keine Flussniederung aber ein
Bachlauf in der Nähe. Unser Garten grenzt nach unten und zur Seite an
verwilderte Wiesen und dergleichen an, nach oben gibt es einen Hang, der mit
seinen Steinhaufen den idealen Schneckenunterstand bildet.
> Das reinste Schneckenbiotop,
> trotzdem, mit Schneckenfallen (feuchte halbvermoderte Bretter und
> auf den kopf gestellte Blumenkästen in den Randwegen) und abend- und
> morgendlichem Absammeln haben wir die Schnecken voll im Griff.
Das ist schön für Euch - ich denken kaum, dass es eine ökologisch oder
sonstwie sinnvolle Sache ist, wenn ich morgens vor und abends nach der
Arbeit in den Garten fahre. Deshalb mache ich das bei ausreichend feuchtem
Wetter nur am Wochenende und bei trockener Witterung noch einmal in der
Woche zum Gießen. An Wochenenden, die ich dort verbringe sammle ich
zeitweise am Abend einen fünf Liter Eimer rote spanische Wegschnecken und am
Morgen bei Sonnenaufgang nochmal einen halben und das an verlängerten
Wochenenden auch drei Tage hintereinander. Dann wird es natürlich jeden Tag
etwas schwieriger solche Mengen zusammen zu bekommen. Wenn ich mir aber
anschaue, wieviele neue Schnecken sich in feucht kühlen Ecken sammeln, wenn
ich nur ein paar Tage nicht oben war, dann weiß ich, dass in einer Woche
zuwandert, was ich in drei Tagen sammle.
Ich bin immer wieder erstaunt, dass wir dennoch recht gute Erträge haben,
die Kollegen interessieren sich offensichtlich eben nicht nur für unser
Gemüse. Dahlien und Tagetes aber, die ziehen sie absolut jedem anderen
Fressen vor. Ich habe nach so einem erfolgreichen Sammelwochenende einmal am
Sonntag Abend auf eine Baumscheibe 25 Tagetes gesetzt - sehr große kräftige
Pflanzen, von einem Gartenbauer hier bei Frankfurt im Freiland angezogen.
Von denen waren schon am Dienstag Abend nur noch die Stengel vorhanden,
obwohl ein Nachbar, der auch oft unter der Woche da ist, das Trauerspiel
nicht mit ansehen konnte und am Montag Abend dutzende von Schnecken von den
Tagetes gelesen hatte.
Nun muss ich zugeben, dass es so ein richtig schön feuchtwarmes
Schneckenwetter war - aber als Wochenendgärtner bekommt man das nie so in
den Griff wie Du das beschreibst und auch besagter Nachbar hat nach 2-3
Monaten täglichem Schneckensammeln die Nase gestrichen voll - er hat
inzwischen die Anbaufläche vergrößert und erreicht so, dass halbwegs genug,
die Schneckenattacken übersteht. Im Frühjahr lässt er sogar immer die Hühner
auf die Beete, die alle kleinen Schnecken und Eier sehr gerne aufnehmen -
aber auch das verzögert die Schneckenattacken auf Grund des
Zuwanderungsdrucks nur etwas und ab 1,5 Zentimeter Länge nimmt es keines der
Hühner mehr mit den spanischen Wegschnecken auf, die wenden sich dann
angeekelt ab.
> Außerdem hilft uns noch der 'Goldschmied', der unsere Verstecke und
> auch die Schnecken gern mag.
Wen Du damit meinst ist mir schleierhaft, ich mutmaße einen Vogel - ich kann
Dir versichern: Vögel interessieren sich nicht für spanische Wegschnecken.
Vermutlich habt ihr eine Horde neckiger Häuserschnecken - die lassen wir
hier sogar leben, weil sie wirklich kaum Schaden anrichten.
>> Ich habe in Jahren nicht eine
>> Tagetes hochbekommen - bin aber sonst nur bei Dahlien ähnlich erfolglos.
> Ich ziehe Tagetes in Töpfen vor und pflanze sie aus, wenn sie 20 cm
> hoch sind, dann scheinen sie dem Schneck nicht mehr zu schmecken,
Das trifft nach meiner Erfahrung überhaupt nicht zu!
> außerdem kommen die Schleimis bei einer bestimmte Höhe einer Pflanze
> nicht mehr gegen deren Wachstum gegen an.
Fünf bis sechs ausgewachsene spanische Wegschnecken kommen problemlos gegen
jedes Tagetes-Wachstum an.
Zehn bis fünfzehn locker gegen das Wachstum jeder Kartoffelpflanze.
> Aber wie gesagt, ständige
> Kontrolle der Viecher ist wichtig.
Das heißt ich soll einen Schwarzarbeiter einstellen, der in meinem
Geräteschuppen wohnt und für 2 Euro die Stunde Schnecken sammelt?
Gruß
Bernhard
> Nun muss ich zugeben, dass es so ein richtig schön feuchtwarmes
> Schneckenwetter war - aber als Wochenendgärtner bekommt man das nie so in
> den Griff wie Du das beschreibst und auch besagter Nachbar hat nach 2-3
> Monaten täglichem Schneckensammeln die Nase gestrichen voll - er hat
> inzwischen die Anbaufläche vergrößert und erreicht so, dass halbwegs
genug,
> die Schneckenattacken übersteht.
Ich vergaß - bis vor vier Jahren, gab es nur einzelne Schneckenjahre. Die
Nachbarn, die ihre Gärten zum Teil schon über Generationen haben, berichten,
dass Schneckenplagen so alle 3-6 Jahre auftraten und dass sich die die roten
Wegschnecken und auch irgendwann dann die spanischen dann über mehrere Jahre
wieder kaum blicken ließen.
Aber seit vier Jahren, werden es nur immer mehr - obgleich alle inzwischen
mit Bierfallen, Schneckenkorn und Co. gegen sie vorgehen.
Gruß
Bernhard
Bernhard Albert wrote:
> Das trifft bei uns nicht ganz zu, es ist keine Flussniederung aber ein
> Bachlauf in der Nähe. Unser Garten grenzt nach unten und zur Seite an
> verwilderte Wiesen und dergleichen an, nach oben gibt es einen Hang, der mit
> seinen Steinhaufen den idealen Schneckenunterstand bildet.
Na ja, ich kenne die Steinhaufen nicht, aber manchmal beherbergen
solche Steinhaufen auch anderes Getier, das schneckenfeindlich ist.
Obwohl, gibt es überhaupt ein Tier, das diese 'braunen
Kackröllchen' frisst?
> Das ist schön für Euch - ich denken kaum, dass es eine ökologisch oder
> sonstwie sinnvolle Sache ist, wenn ich morgens vor und abends nach der
> Arbeit in den Garten fahre. Deshalb mache ich das bei ausreichend feuchtem
> Wetter nur am Wochenende und bei trockener Witterung noch einmal in der
> Woche zum Gießen.
OK, das ist sicher von der Entfernung zum Garten abhängig. Der
unserige ist mit dem Auto in fünf Minuten und wenn nichts zu
transportieren ist, auch mit dem Rad oder zu Fuß immer noch in
angemessener Zeit zu erreichen.
> An Wochenenden, die ich dort verbringe sammle ich
> zeitweise am Abend einen fünf Liter Eimer rote spanische Wegschnecken und am
> Morgen bei Sonnenaufgang nochmal einen halben und das an verlängerten
> Wochenenden auch drei Tage hintereinander. Dann wird es natürlich jeden Tag
> etwas schwieriger solche Mengen zusammen zu bekommen. Wenn ich mir aber
> anschaue, wieviele neue Schnecken sich in feucht kühlen Ecken sammeln, wenn
> ich nur ein paar Tage nicht oben war, dann weiß ich, dass in einer Woche
> zuwandert, was ich in drei Tagen sammle.
Da würde ich mir dann bei 'schützenswerten' Anpflanzungen schon
Gedanken über einen Schneckenzaun machen.
> Ich bin immer wieder erstaunt, dass wir dennoch recht gute Erträge haben,
> die Kollegen interessieren sich offensichtlich eben nicht nur für unser
> Gemüse. Dahlien und Tagetes aber, die ziehen sie absolut jedem anderen
> Fressen vor. Ich habe nach so einem erfolgreichen Sammelwochenende einmal am
> Sonntag Abend auf eine Baumscheibe 25 Tagetes gesetzt - sehr große kräftige
> Pflanzen, von einem Gartenbauer hier bei Frankfurt im Freiland angezogen.
> Von denen waren schon am Dienstag Abend nur noch die Stengel vorhanden,
> obwohl ein Nachbar, der auch oft unter der Woche da ist, das Trauerspiel
> nicht mit ansehen konnte und am Montag Abend dutzende von Schnecken von den
> Tagetes gelesen hatte.
Ich hab irgendwo gelesen und kann das auch bei uns im Garten
nachvollziehen, dass Schnecken angegriffene oder verletzte Pflanzen
den gesunden bevorzugen. Tagetes lassen ja beim Umpflanzen schnell
'die Flünken hängen' bevor sie sich dann wieder erholen. Vielleicht
ist das ein Grund, weshalb die von den Schnecken bevorzugt wurden.
Oft wird dann IMHO der Fehler gemacht, die von den Schnecken halb
angefressene Pflanze sofort zu entfernen, dass hat zur Folge, dass
die Schnecke dann auch gleich wieder die neue Ersatzpflanze frisst,
oder sich die nächste Nachbarpflanze aussucht.
> Nun muss ich zugeben, dass es so ein richtig schön feuchtwarmes
> Schneckenwetter war - aber als Wochenendgärtner bekommt man das nie so in
> den Griff wie Du das beschreibst und auch besagter Nachbar hat nach 2-3
> Monaten täglichem Schneckensammeln die Nase gestrichen voll - er hat
> inzwischen die Anbaufläche vergrößert und erreicht so, dass halbwegs genug,
> die Schneckenattacken übersteht. Im Frühjahr lässt er sogar immer die Hühner
> auf die Beete, die alle kleinen Schnecken und Eier sehr gerne aufnehmen -
> aber auch das verzögert die Schneckenattacken auf Grund des
> Zuwanderungsdrucks nur etwas und ab 1,5 Zentimeter Länge nimmt es keines der
> Hühner mehr mit den spanischen Wegschnecken auf, die wenden sich dann
> angeekelt ab.
Im Frühjahr lässt er die Hühner auf die Beete? Merkwürdige
Gartennachbarn hast Du. ;-)
>>Außerdem hilft uns noch der 'Goldschmied', der unsere Verstecke und
>>auch die Schnecken gern mag.
> Wen Du damit meinst ist mir schleierhaft, ich mutmaße einen Vogel - ich kann
> Dir versichern: Vögel interessieren sich nicht für spanische Wegschnecken.
> Vermutlich habt ihr eine Horde neckiger Häuserschnecken - die lassen wir
> hier sogar leben, weil sie wirklich kaum Schaden anrichten.
Das ist ein Laufkäfer, davon haben wir jede Menge, die fressen zwar
keine großen Schnecken, aber die Eier und Babyschnecken sollen
angeblich auf deren Speisezettel zu oberst stehen.
>>Ich ziehe Tagetes in Töpfen vor und pflanze sie aus, wenn sie 20 cm
>>hoch sind, dann scheinen sie dem Schneck nicht mehr zu schmecken,
>>
> Das trifft nach meiner Erfahrung überhaupt nicht zu!
Schon mal versucht, Tagetes in 8cm Töpfen selbst zu ziehen und in
der Größe auszupflanzen? Ich gieße Morgens die Planzstellen und die
Töpfe _kräftig_ und abends wird, ohne die Wurzelballen zu
beschädigen ausgepflanzt, macht zwar ein bissschen mehr Arbeit, aber
die Pflanzen haben kein Problem mit der Umsetzung.
> Fünf bis sechs ausgewachsene spanische Wegschnecken kommen problemlos gegen
> jedes Tagetes-Wachstum an.
> Zehn bis fünfzehn locker gegen das Wachstum jeder Kartoffelpflanze.
Ein Grund mehr etwas dagegen zu tun. ;)
> Das heißt ich soll einen Schwarzarbeiter einstellen, der in meinem
> Geräteschuppen wohnt und für 2 Euro die Stunde Schnecken sammelt?
Ob und was Du dagegen machen willst bleibt Dir überlassen.
Das die Nacktschnecken eine Plage sind bestreitet ja wohl Niemand.
Andererseits ist es doch eine Herausforderung für den Gärtner
vor der er nicht kapitulieren sollte.
Genau so verhält es sich in diesem Jahr bei und mit dem
Kohlweißling, der krampfhaft versucht uns den Herbstbroccoli, den
Rosen- und Grünkohl zu vermiesen.
Bernhard Albert wrote:
> Aber seit vier Jahren, werden es nur immer mehr - obgleich alle inzwischen
> mit Bierfallen, Schneckenkorn und Co. gegen sie vorgehen.
Bierfallen entspringen wohl eher der Idee eines Alkoholikers. ;-)
Hallo Bernhard,
>Wen Du damit meinst ist mir schleierhaft, ich mutmaße einen Vogel - ich kann
>Dir versichern: Vögel interessieren sich nicht für spanische Wegschnecken.
Irrtum!
Ich habe mal beobachtet, wie Stare dutzendweise gut halbwüchsige
Wegschnecken von einem nassgeregneten Asphaltsträßchen wegputzten.
Leider nahmen sie nur die auf dem Präsentierteller, im Garten haben sie
nicht danach gesucht....
> >Wen Du damit meinst ist mir schleierhaft, ich mutmaße einen Vogel - ich
kann
> >Dir versichern: Vögel interessieren sich nicht für spanische
Wegschnecken.
>
> Irrtum!
> Ich habe mal beobachtet, wie Stare dutzendweise gut halbwüchsige
> Wegschnecken von einem nassgeregneten Asphaltsträßchen wegputzten.
>
> Leider nahmen sie nur die auf dem Präsentierteller, im Garten haben sie
> nicht danach gesucht....
Und das trotzt jahreweise Starenplage. Aber leider würden die paar, die
durchkommen, doch für ein paar Eimer reichen, so rießig wie die werden.
Gruß
Bernhard
>Irrtum!
>Ich habe mal beobachtet, wie Stare dutzendweise gut halbwüchsige
>Wegschnecken von einem nassgeregneten Asphaltsträßchen wegputzten.
Waren es bestimmt Spanische Wegschnecken? Es gibt auch (fast gleich
aussehende) heimische so genannte "Grosse Wegschnecken", die wohl
nicht so toll Bitterschleim absondern koennen und daher wohl auch
Voegeln schmecken.
--
Hi Rüdiger,
das mit den Igeln kannste vergessen, Laufkäfer bohren die Schnecken an,
Igel fressen mit Vorliebe Laufkäfer. Schneckenenten, Hühner und für die
großen Schnecken die großßen Federviecher - Puten. Hilft aber nur, wenn
Du deinen Garten mit einer federviehbewehrten Sperrzone umgibst. Selbst
getestet und für gut befunden.
Ciao ciao
Marion
Marion Linhuber wrote:
> das mit den Igeln kannste vergessen, Laufkäfer bohren die Schnecken an,
> Igel fressen mit Vorliebe Laufkäfer. Schneckenenten, Hühner und für die
> großen Schnecken die großßen Federviecher - Puten. Hilft aber nur, wenn
> Du deinen Garten mit einer federviehbewehrten Sperrzone umgibst. Selbst
> getestet und für gut befunden.
Ich glaube kaum, dass das Federvieh _nachts_ den 'Todesstreifen'
kontrolliert. Und wenn die Schecken erst im Garten sind, verstecken
und vermehren sie sich auch dort. Wir haben in diesem Jahr manchmal
allein unter einem Eisbergsalat Schneckenparties mit 5-7 Schnecken
aufgelöst und an den Eissalat möchte ich keine Pute ranlassen. Womit
wir wieder beim eigenhändigen Absammeln, als IMO beste
Abwehrmaßnahme wären.
Gruß, Werner
--
Für den Gartenfreund:
http://www.hw-boehnke.de/MeinGarten/Kuerbis/Kuerbis.html
Hi Werner,
bei uns bis fast finster und ab Morgendämmerung. Ausserdem halten die
Huhnis den Todesstreifen schön kurz und sauber und kratzen alle
würmer-schneckeneier-versprechenden Stellen immer wieder auf.
Und wenn die Schecken erst im Garten sind, verstecken und
> vermehren sie sich auch dort. Wir haben in diesem Jahr manchmal allein
> unter einem Eisbergsalat Schneckenparties mit 5-7 Schnecken aufgelöst
> und an den Eissalat möchte ich keine Pute ranlassen.
ACK - der Befallsdruck wird mit Todesstreifen einfach geringer. Hier
sprach ja keine von Ausrotten. Und im herbst/Winter werden nur die
Feldsalatbeete augezäunt und dann der ganze Garten freigegeben - auf sie
mit Gebrüll.
> Womit wir wieder
> beim eigenhändigen Absammeln, als IMO beste Abwehrmaßnahme wären.
Wann schläfst Du?
Ciao ciao
Marion
Marion Linhuber wrote:
> bei uns bis fast finster und ab Morgendämmerung. Ausserdem halten die
> Huhnis den Todesstreifen schön kurz und sauber und kratzen alle
> würmer-schneckeneier-versprechenden Stellen immer wieder auf.
Na ja, 'sauber'? Zum Glück oder leider, wie man´s nimmt, ist in
unserer Kleingartenanlage das halten von Federvieh nicht erlaubt.
> ACK - der Befallsdruck wird mit Todesstreifen einfach geringer. Hier
> sprach ja keine von Ausrotten. Und im herbst/Winter werden nur die
> Feldsalatbeete augezäunt und dann der ganze Garten freigegeben - auf sie
> mit Gebrüll.
Hühner fressen aber nicht nur Schädlinge sondern auf Nützlinge.
> Wann schläfst Du?
Wird nicht verraten, vielleicht lesen hier Schnecken mit? ;-)