Danke und Gruß
Petra Hübner
Keine Ahnung. Aber meine Eltern hatten eine Blutpflaume im Garten,
die als Baum wuchs. Jetzt, wo Du's sagst, fällt mir ein, dass der
(also ein Hochstamm, der bis Kopfhöhe keine Äste hatte) ziemlich
dicht wuchs, nicht etwa wie ein Walnußbaum mit einzelnen dicken
Ästen. Aber von buschig keine Spur. Den in einem frühen Stadium
zurückzuschneiden, wäre eine Sünde. Wenn natürlich ein zentraler
Trieb oder gar Seitentriebe von den Ästen meterhoch über alle
anderen hinweg nach oben schießen, wäre die Schere angesagt.
Vielleicht gibt's verschiedene Sorten?
Sonst kann ich nur jedem einen Kurs im Baumschnitt empfehlen. Das
machen Volkshochschulen oder auch manche Gartencenter an einem
oder mehreren Nachmittagen. Jetzt im Herbst kommt wieder die Zeit.
Unvergessen der Hinweis eines engagierten aber abgeklärten
Meisters in so 'nem Center, die Leute, die sich wundern, dass ihre
Forsythia nie blüht, seien oft dieselben, die dem Strauch (der
zweijährig blüht) jährlich einen Postbeamten-Haarschnitt (ringsrum
ab) verpassen;-). Literaturhinweise hab ich keine parat. Ich habe
ein sehr gutes(und schönes:-) Time-Life Buch"Pfropfen und
Beschneiden" darüber, das sicher längst vergriffen ist, und die
beste komprimierte Anleitung war sage und schreibe rückseitig auf
der Blisterkarte einer 3,50-Mark-Gartenschere vom Wühltisch...
--
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Hallo Petra,
ich kann Hannes Ausführungen nur bestätigen. - In der
Nachbarschaft meines Elternhauses wachsen/wuchsen etliche
Blutpflaumen. Sie bilden alle einen Hochstamm aus. Die Zweige mit
den Blättern beginnen etwa in 1,60 m Höhe. Die "Bäume" werden max
6 Meter hoch. In der Nachbarschaft wurde eine Blutpflaume vor ca
6 - 8 Jahren beschnitten (Parkplätze bauen) und sie hat daraufhin
senkrechte Wassertriebe gebildet. Das sieht bis heute nicht schön
aus.
Reinhardt
>
> > Wann kann ich eine Blutpflaume zurückschneiden?
> > Macht dies überhaupt Sinn, um diese buschiger zu machen?
>
> Ja, Blutpflaume ist schnittverträglich. Auch wenn bisher nur
> anderes behauptet wurde, die Blutpflaume ist in erster Linie ein
> Strauch, der eben auch als kleiner Baum gezogen werden kann.
Dann gibt's eben verschiedene. Die ich meine, war um 6 mtr. hoch
und definitiv nie vom Strauch zum Baum beschnitten worden.
Hallo Kathinka,
es ist der Prunus cerasifera "Nigra". Wir haben sie vor 7 Jahren
gepflanzt. Bis auf ein Jahr, als irgendein Pilz sich ausgebreitet hatte,
haben wir nur Freude dran. Nach der diesjährigen Behandlung durch
Kupferkalk trat er nicht mehr auf.
Sie steht bei uns als Großstrauch. Das scheint auch der natürliche Wuchs
zu sein. Sie kommt so mit ihrer frühen Blütenpracht und ihren rötlichen
Blättern danach schön zur Geltung.
Schneiden kann man eigentlich immer, aber wir haben bisher nur störende
Zweige abgeschnitten, sonst nach der Blüte oder im Herbst.
Viele Grüße
Dieter
> Blutpflaumen gibt es nach meinem Wissen nur eine, die als Baum oder
> Strauch gezogen werden können. Das halt die Gärtnerei wohl in der Hand.
Hallo,
Meitens handelt es sich um Prunus cerasifera `Nigra` - wächst im Alter immer
baumartig und wird um 7 m hoch. Ob es ein Hochstamm ist, hängt natürlich
vom Erziehungsschnitt ab.
Daneben wird Prunus x cistena (Zwerg-Blut-Pflaume) angeboten - wird nur
maximal 2,5 m.
Bei der Pflanzung sollte man unbedingt die passende Art wählen, denn einen
Rückschnitt wird der Baum problemlos überleben, aber die Krone ist zerstört
und auch kaum mehr hinzubekomen. Gegen einen Erziehungsschnitt ist
natürlich nichts zu sagen.
Gruß
Peter
Unsere Blutpflaume ist jetzt über 20 Jahre alt, etliche Meter hoch, ziemlich
dick, wächst zwar baumartig, hat aber keinen Hochstamm, sondern teilt sich
dicht über dem Boden. Offenbar so ähnlich wie bei Kathinka. Außerdem hat
sie auf ein starkes Einkürzen (armdicke Äste, weil sie zu hoch wurde) mit
starker Wasserschoß-Bildung reagiert, so wie Reinhardt schreibt und wie es
wohl alle Obstbäume machen würden.
Ich folgere daraus: Die Blutpflaume sollte man auf keinen Fall als 'normalen
Strauch' betrachten, wie eine Forsythie o.ä.. Man sollte eher Platz für
einen Baum einplanen, sowohl von der Höhe als auch von der Breite her (und
vom Wasserbedarf. Dem Rasen in der Nähe der Blutpflaume sieht man
jedenfalls an, daß da jemand anders das Wasser wegsaugt). Dann wird sie
meiner Meinung nach am schönsten.
Das soll aber auch nicht heißen, daß man gar nicht schneiden soll. Unsere
Nachbarn haben auch zwei Blutpflaumen, genauso alt wie unsere. Aber unsere
sieht in meinen Augen um Längen besser aus.
> Macht dies überhaupt Sinn, um diese buschiger zu machen?
Wenn du mit 'buschiger' meinst 'dichter', dann halte ich das für weniger
sinnvoll. Wenn du einfach eine schönere Wuchsform haben willst, dann
solltest du dich nach allemeinen Schnittregeln, wie sie in vielen Büchern
stehen, richten. Also quer in die Krone wachsende oder aneinander reibenden
Äste abschneiden, lange dünne Triebe um ein Drittel (?) einkürzen, totes
Holz weg etc.
Deine Blutpflaume ist wahrscheinlich noch sehr klein. So ein 1,5m-Bäumchen
mit ein paar Verzweigungen sieht vermutlich etwas spillerig aus. Man hätte
es gerne dichter, damit es wie ein verkleinerter Baum aussieht. Das klappt
weniger gut, denn die Abstände zwischen den Verzweigungen sind von Natur
aus nicht in dem gleichen Maße kürzer, wie es der kleine Baum gegenüber dem
großen ist. Die Proportionen sind einfach anders.
Versuche lieber, dir dein Bäumchen in 10 oder 20 Jahren vorzustellen. Die
jetzigen Haupttriebe werden dann arm- oder beindicke Stammteile sein. Geh
dir 20 Jahre alte Blutpflaumen angucken. Versuche dir vorzustellen, sie
aussahen, als sie jung gepflanzt waren. Schneide dein Bäumchen so, daß du
mit den Ästen auch in vielen Jahren noch glücklich bist. Was willst du mit
Stammteilen, die im Zickzack wachsen, weil du es jetzt dichter wolltest?
(Na ja, einiges verwächst sich auch. Und manche Nebenästchen verdorren
einfach, ein Baum duldet nicht beliebig viele Stämme oder Hauptäste. Aber
eines gilt bei Bäumen immer: Längenwachstum findet nur an der Spitze statt.
Eine Astgabel, die jetzt in 40cm Höhe über dem Boden ist, wird dort auch
noch 30 Jahren sein.)
Ich schneide auf jeden Fall vor der Blüte viele Äste ab, gewissermaßen als
'Ernte' - denn sie kommen in die Vase. Oft sind es mehrere Äste, von denen
jeder einzelne größer ist als die ganze Blutpflaume ein Jahr nach ihrer
Pflanzung... :-) ...und man sieht nichtmal, wo ich etwas abgeschnitten
habe.
Das mit dem Platz einplanen ist ernst gemeint. Sie wird locker 7m hoch und
wirft eine Menge Schatten. Nach so vielen Jahren sägt man einen Baum, der
ein so markanter und schöner Teil des Gartens ist, nicht einfach ab. Und
auch einkürzen der oberen Triebe ist keine gute Dauerlösung. Pflanz sie
nicht irgendwo hin, wo du jetzt einen einen dunkelroten Stauch schön
findest. Pflanz sie dahin, wo dir auch in 10 oder 20 Jahren noch ein
dunkelroter mittelkleiner Baum gefallen würde.
Bye,
Robert
Unsere Blutpflaume ist jetzt über 20 Jahre alt, etliche Meter hoch, ziemlich
dick, wächst zwar baumartig, hat aber keinen Hochstamm, sondern teilt sich
dicht über dem Boden. Offenbar so ähnlich wie bei Kathinka. Außerdem hat
sie auf ein starkes Einkürzen (armdicke Äste, weil sie zu hoch wurde) mit
starker Wasserschoß-Bildung reagiert, so wie Reinhardt schreibt und wie es
wohl alle Obstbäume machen würden.
Ich folgere daraus: Die Blutpflaume sollte man auf keinen Fall als 'normalen
Strauch' betrachten, wie eine Forsythie o.ä.. Man sollte eher Platz für
einen Baum einplanen, sowohl von der Höhe als auch von der Breite her (und
vom Wasserbedarf. Dem Rasen in der Nähe der Blutpflaume sieht man
jedenfalls an, daß da jemand anders das Wasser wegsaugt). Dann wird sie
meiner Meinung nach am schönsten.
Das soll aber auch nicht heißen, daß man gar nicht schneiden soll. Unsere
Nachbarn haben auch zwei Blutpflaumen, genauso alt wie unsere. Aber unsere
sieht in meinen Augen um Längen besser aus.
> Macht dies überhaupt Sinn, um diese buschiger zu machen?
Wenn du mit 'buschiger' meinst 'dichter', dann halte ich das für weniger
sinnvoll. Wenn du einfach eine schönere Wuchsform haben willst, dann
solltest du dich nach allemeinen Schnittregeln, wie sie in vielen Büchern
stehen, richten. Also quer in die Krone wachsende oder aneinander reibenden
Äste abschneiden, lange dünne Triebe um ein Drittel (?) einkürzen, totes
Holz weg etc.
Deine Blutpflaume ist wahrscheinlich noch sehr klein. So ein 1,5m-Bäumchen
mit ein paar Verzweigungen sieht vermutlich etwas spillerig aus. Man hätte
es gerne dichter, damit es wie ein verkleinerter Baum aussieht. Das klappt
weniger gut, denn die Abstände zwischen den Verzweigungen sind von Natur
aus nicht in dem gleichen Maße kürzer, wie es der kleine Baum gegenüber dem
großen ist. Die Proportionen sind einfach anders.
Versuche lieber, dir dein Bäumchen in 10 oder 20 Jahren vorzustellen. Die
jetzigen Haupttriebe werden dann arm- oder beindicke Stammteile sein. Geh
dir 20 Jahre alte Blutpflaumen angucken. Versuche dir vorzustellen, sie
aussahen, als sie jung gepflanzt waren. Schneide dein Bäumchen so, daß du
mit den Ästen auch in vielen Jahren noch glücklich bist. Was willst du mit
Stammteilen, die im Zickzack wachsen, weil du es jetzt dichter wolltest?
(Na ja, einiges verwächst sich auch. Und manche Nebenästchen verdorren
einfach, ein Baum duldet nicht beliebig viele Stämme oder Hauptäste. Aber
eines gilt bei Bäumen immer: Längenwachstum findet nur an der Spitze statt.
Eine Astgabel, die jetzt in 40cm Höhe über dem Boden ist, wird dort auch
noch 30 Jahren sein.)
Ich schneide auf jeden Fall _vor_ der Blüte viele Äste ab, gewissermaßen als
Irgendwie hat er ja recht... die Blutpflaume blüht wirklich schön.
Vielleicht kann man die Blutpflaume genauso kurz halten wie eine Buche,
dann bilden sich wahrscheinlich genauso 'Kopfweidenartige' Verdickungen,
dort wo man ständig die Triebe abschneidet. Ich finde das nicht schön (auch
nicht bei Buchen, weshalb ich auch keine Hainbuchenhecke mag. ...Oder das
Beispiel, welches ich jahrelang bei Großelterns Nachbarn sehen konnte, war
besonders schlecht geschnitten.)
Am schönsten blühen die dünnen, leicht gebogenen Zweige. Ich weiß nicht, ob
die trotz starker Schnittmaßnahmen entstehen können.
Forsythien kann man immer wieder zum Boden zurückschneiden. Bei einer
Pflaume kann ich mir das nicht so recht vorstellen, außerdem ist sie ja
veredelt. Die Wildtriebe aus den Wurzeln können ganz schön nervig sein...
> Ich will ganz sicher südlich von der Terrasse keinen 7m hohen Baum
> haben, ich werde die Blutpflaume also regelmäßig beschneiden, um sie als
> Busch von maximal 2m Höhe zu erhalten. Wenn man regelmäßig dabei bleibt,
> geht das ja vielleicht, denn armdick werden die Äste dann wohl kaum. Ich
> werde es sehen.
Vielleicht kannst du ihn noch umpflanzen?
Bye,
Robert