ich habe heute mächtig gerodet, ein ca. 3,5 m hoher Wacholderstrauch und
eine direkt daneben stehende 3 m hohe Zuckerhutfichte mussten weg (260
kg Biomasse zum Recyclinghof gebracht allein von den oberirdischen
Teilen). Jetzt müssen noch die Wurzeln raus. Beide Pflanzen stehen seit
über 30 Jahren an dem Standort, ich tu es mir nicht an, die Wurzeln
auszubuddeln, ein Kumpel hat einen großen Unimog und dicke Drahtseile,
soll sie rausreißen.
Da aber beide Bäume ziemlich dicht an der Grenze zum ungeliebten
Nachbarn standen und gut 1 m weiter schon seine geliebte Thujahecke ist,
wäre es eine ziemliche Katastrophe, wenn beide Bäume Flachwurzler sein
sollten und der Unimog gleich 3 m Hecke plus auf der Grenze
entlanglaufenden Maschendrahtzaun mit ausgräbt, dann müsste ich
wenigstens zur Grenze hin die dicken Wurzeln vorab trennen.
Im www finde ich keine Angaben zum Wurzelbereich dieser Bäume,
spekuliere aber bei Wacholder als originären Sandbodenbewohner auf
Tiefwurzler.
Wer weiß zu beiden Bäumen, wohin deren Wurzeln streben?
Danke!
Jo
Ich kenn die Zuckerhutfichte nicht, aber wenn sie eine Fichte ist, ist
sie ein Flachwurzler. Das sind Fichten nun mal.
Gruß, Monika
--
Monika Schleidt
Mon...@schleidt.org
(bitte, die Ziffer in der Adresse weglassen)
> Da aber beide Bäume ziemlich dicht an der Grenze zum ungeliebten Nachbarn
> standen und gut 1 m weiter schon seine geliebte Thujahecke ist, wäre es
> eine ziemliche Katastrophe, wenn beide Bäume Flachwurzler sein sollten und
> der Unimog gleich 3 m Hecke plus auf der Grenze entlanglaufenden
> Maschendrahtzaun mit ausgräbt, dann müsste ich wenigstens zur Grenze hin
> die dicken Wurzeln vorab trennen.
>
> Im www finde ich keine Angaben zum Wurzelbereich dieser Bäume, spekuliere
> aber bei Wacholder als originären Sandbodenbewohner auf Tiefwurzler.
>
> Wer weiß zu beiden Bäumen, wohin deren Wurzeln streben?
Hi,
das ist ziemlich irrelevant, weil ja auch die Thijas weit wurzeln können.
Und sich die reale Bodensituation je nach Steinen und sonstwas durchaus
"überraschend" gestalten kann. Trete auf der Grenze mit dem Größten Spaten
aus Deiner Waffenkammer einen "Schnitt" herunter, das gbit dann eine
"Sollbruchstelle", sollten die Wurzelsysteme da ineinander verschränken.
Ansonsten halte Dich bereit, längere Wurzeln mit dem Beil oder einer
Handsäge zu kappen; sowieso ist ein Unimog kein gutes System zum
Wurzelziehen, besser man nimmt Seile und eine Ratsche oder Winde. Der LKW
gräbt Dir nur den Garten um. Man setzt die Wurzel unter Spannung und gräbt
dann solange herum, bis es Lose gibt...der Trennschacht erweitert sich dann
zusehends.
Waren es größere Bäume, lohnt die Ausleihe einer kleinen Benzinmotorsäge,
mit der man im engen Grabloch "rangieren" kann. Und die nicht allzu wertvoll
ist, weils verflucht dreckig werden kann.
--
mfg,
gUnther
> Trete auf der Grenze mit dem
> Größten Spaten aus Deiner Waffenkammer einen "Schnitt" herunter, das
> gbit dann eine "Sollbruchstelle", sollten die Wurzelsysteme da
> ineinander verschränken.
Moin,
gute Idee!
> sowieso ist ein Unimog kein
> gutes System zum Wurzelziehen, besser man nimmt Seile und eine Ratsche
> oder Winde. Der LKW gräbt Dir nur den Garten um.
In diesem Fall ist es die Grenze zur Straße, der Unimog macht also
nichts kaputt.
> Waren es größere Bäume, lohnt die Ausleihe einer kleinen
> Benzinmotorsäge, mit der man im engen Grabloch "rangieren" kann. Und die
> nicht allzu wertvoll ist, weils verflucht dreckig werden kann.
Damit ruiniert man jede Kette! NEIN! Ich hab ne Kettensäge, aber in Erde
kommt sie mir nicht rein!
Gruß Jo
Zur Fichte kann ich gar nichts sagen, aber zum Wacholder.
Nachdem "Kyrill" mir einen 7m hohen und einen 3,50m hohen Wachholder
umgefegt hatte, war es kein Problem -nach dem ausgiebigen Fluten des
Erdreichs- beide mit `nem Seilzug (4 Rollen) mit Manneskraft von 2
Leuten wieder aufzurichten.
Die Wurzeln des 7m hohen Wacholders hatten gerade mal die Hälfte der
Pflastersteine eines 1m breiten und ca. 30cm davon entfernt verlaufenden
Weges angehoben. Beim 3,5m hohen Wacholder war es vielleicht ein
Erdballen von weniger als einem Meter Durchmesser.
Bei Deinen Rodungsarbeiten hast Du hoffentlich -in weiser Voraussicht-
einen anständigen Hebelarm von ca. 1,5-2m stehen lassen, wenn Dir klar
war, dass die Wurzeln raus sollen.
Gruß Kalle
>> Waren es größere Bäume, lohnt die Ausleihe einer kleinen
>> Benzinmotorsäge, mit der man im engen Grabloch "rangieren" kann. Und die
>> nicht allzu wertvoll ist, weils verflucht dreckig werden kann.
>
> Damit ruiniert man jede Kette! NEIN! Ich hab ne Kettensäge, aber in Erde
> kommt sie mir nicht rein!
Ach komm, Kette kostet 'ne Mark fuffzig. Außerdem ist sie dananch nicht
hinüber, sondern nur stumpf. Schön einölen, feilen, dann ist sie wieder
wie neu.
Ich hab schon einige im Garten Bäume umgelegt, am Anfang hatte ich die
gleichen Bedenken wie Du und mich entsprechend mit einer sehr(!) scharfen
Axt abgequält.
Jetzt nehm ich die Motorsäge :-)
Gruß
Frank
> Ach komm, Kette kostet 'ne Mark fuffzig. Außerdem ist sie dananch nicht
> hinüber, sondern nur stumpf. Schön einölen, feilen, dann ist sie wieder
> wie neu.
>
> Ich hab schon einige im Garten Bäume umgelegt, am Anfang hatte ich die
> gleichen Bedenken wie Du und mich entsprechend mit einer sehr(!) scharfen
> Axt abgequält.
> Jetzt nehm ich die Motorsäge :-)
Moin Frank,
danke für das Ausräumen meiner Bedenken! OK, also ran mit dem Waldmopped
an die Wurzeln.
@ Karl-Heinz:
Natürlich habe ich einen Hebelarm stehen lassen.
Gruß Jo
Beide haben zwar auch eine oder mehrere Tiefenwurzeln, die Fichte bildet
eine nicht allzu weit reichende Wurzelscheibe, der Wacholder nach 30
Jahren ziemlich weitreichende Flachwurzeln.
Einfach per Unimog rausreißen ist also nicht angesagt, zumindest zum
Nachbarn hin soll ich freigraben und die Wurzeln kappen, sonst gibts
Kollateralschaden an Zaun und Nachbars Hecke. Na denn, auf gehts, wenn
endlich der Regen aufhört.
Gruß Jo
Für Deine "Mark Fuffzig" bekommst Du nicht mal eine Feile um sie zu
schärfen, abgesehen von einer Kette oder einem beschädigtem Schwert.
"Erdarbeiten" würde ich nicht mit einer guten Kette oder Motorsäge
machen, dazu nimmt man alte Maschinen.
Also mal ehrlich, entweder du hast dich verschrieben und meinst 30 statt
3m oder ich verstehe deine Frage nicht. In der Zeit, die du zum
Schreiben dieser Zeilen benötigt hast, hättest du ein solches Bäumchen
mit Manneskraft und einer langen Eisenstange bereits aus dem Boden
gehebelt. ;-)
Beste Grüße
G.W.
Dieses 3 m hohe "Bäumchen" stand aber über 30 Jahre an seinem Platz, hat
einen Stammdurchmesser von 15 cm und damit sicherlich ein ziemlich
üppiges Wurzelwerk entwickelt. Wenn heute der Regen aufhört, mache ich
mich ans Wurzelkappen, Samstag kommt der Unimog vorbei.
Jo
Ist ja gewaltig! Ich bin tief beeindruckt! ;-)
> mich ans Wurzelkappen, Samstag kommt der Unimog vorbei.
Mein Bekannter mit einer Rückemaschine würde mir vermutlich ob eines
solchen Ansinnens die Freundschaft kündigen. ;-) Man kann auch mit
Kanonen auf Spatzen schießen.
Beste Grüße
G.W.
Klingt nach einem Nachmittagsjob für die Frau des Hauses. Koch ihr
derweile was, dann ist sie nach dem Abendbrot wieder voll einsatzfähig.
Ina
--
Es wächst!
http://www.koys.de/Gemuese-Abenteuer/
> Ich hab schon einige im Garten Bäume umgelegt, am Anfang hatte ich die
> gleichen Bedenken wie Du und mich entsprechend mit einer sehr(!) scharfen
> Axt abgequält.
> Jetzt nehm ich die Motorsäge :-)
So, da endlich wieder etwas netteres Wetter ist, hab ich mich heute
Vormittag rangemacht:
Zuckerhutfichte war gar kein Problem. Wurzeln zum Nachbarn hin
abgestochen, Tau rum und zur Anhängerkupplung vom Auto, Gas gegeben und
raus.
Wacholder hatte in 15 - 20 cm Tiefe waagerecht teilweise 8 cm dicke
Wurzeln, ging prima mit der Kettensäge, aber keine Chance, das Ding per
Auto rauszureißen, da muss eine Megawurzel senkrecht sein, also doch
Unimog ranholen.
Jo