Jetzt häng ich mich mal mit rein
> Am 03.02.2012 17:28, schrieb Thomas Rachel:
> Am 03.02.2012 15:34 schrieb Ina Koys:
>>> Gestern habe ich einen Geldbaum umgetopft, der aufgrund falscher Pflege
>>> (aufgrund von Ungeduld zu oft und zu viel gegossen) all seine Wurzeln
>>> verloren hat. Da ist kaum noch was an Erde dran. Hat er Zukunft in
>>> Seramis?
Eventuell. Gerade für solche Trockenspezialisten gibts aber bessere
Substrate.[1]
>> Die Frage ist, ob er eine Zukunft ohne Wurzeln hat.
Wenn durch 'Totgießen' keine Fäulnis am Wurzelhals/unteren Stammteil
aufgetreten ist... kein Problem.
> Wie ich grade auf... sehe, ist der Wurzelballen normal schon nicht sehr
> groß und scheint nur aus so "kleinen Fusseln" zu bestehen. D. h. die, die
> meiner hat, haben m. E. gute Chancen, nochmal was zu werden.
Ja. Wenn nicht... siehe oben.
> Wenn sie jetzt weg wären, wäre es eher unwahrscheinlich, daß er dort, wo
> er mal welche hatte, nochmal Wurzeln bekommt? So in der Art eines
> "großen Stecklings"?
Das passt.
>> Kommt auch auf die Größe an. Ich persönlich würde in einer Notoperation
>> einen Steckling von ihm machen, damit ich wenigstens ein Backup habe:
> Das habe ich bereits getan, einmal in einem ganz kleinen Topf mit Erde
> (Durchmesser ca. 4-5 cm), des weiteren ein Steckling in Wasser, was, wie
> grad sehe, eher zum Scheitern verurteilt zu sein scheint... Vielleicht
> setze ich noch ein paar an; hab noch ein paar Töpfe rumstehen.
Wenn Du das machen möchtest, lass wenigstens bei einem Steckling mal
Wasser und Topf weg. Nimm ein Stück, das etwas kräftiger
ist(ca.Bleistiftdicke). Brich es ab. Leg es irgendwo aufs Fensterbrett.
Und lass es da liegen. In zwei bis drei Wochen sieht das richtig Scheiße
aus. Dann darfst Du 'Einpflanzen'.[1]
>> Erstmal rette das Leben deines Geldbaums, dann sehen wir weiter. Nimm
>> ihn auf jeden Fall aus der fauligen Pampe und entferne alles, was nicht
>> mehr fest ist und gesund aussieht.
ACK.
> Das hab ich ja schon; er steht jetzt ja, wie gesagt, in Seramis.
Für Crassula ovata eher schlechte Wahl.
>> Genauer hab ich's nicht, ich hab noch keine Geldbaumwurzeln gesehen -
>> jemand anders hier weiß das bestimmt genauer.
Ja Ina. Ich hab Deine Rufe vernommen ;-)
> Gut zu wissen - d.h. nochmal raus und in Erde neu anwachsen lassen und
> irgendwann viel später erst wieder in Seramis...
Nein[1]
>> Sonst ja auch. Was ist dir an dem Umtopfen so wichtig? Wenn die Pflanze
>> wächst - und ein Geldbaum kann ja ziemlich groß werden, wenn man ihn
>> lässt - musst du auf jeden Fall umziehen in ein größeres Gefäß, und wenn
>> es nur wegen der Standfestigkeit ist.
Man muss nicht lassen. Und Standfestigkeit ist am besten durch breite,
flache Gefäße gewährleistet.
> Mit gefällt diese Seramis-Geschichte einfach und ich würde gerne ein
> wenig damit rumprobieren, ob es wirklich so toll ist, wie gelegentlich
> behauptet wird.
Behauptet? Vorrangig von der Werbung. Alles hat seine Vor- und Nachteile.
Für viele Pflanzen verringert das den Pflegeaufwand. Bei längerer
Abwesenheit ist Hydrokultur aber unschlagbar.
> Das Abstruse ist ja, daß die Pflanze vier Jahre lang in einer wenig
> genutzten Wohnung rumstand (alle paar Wochen mal dort gewesen und selbst
> da nicht regelmäßig gegossen).
[2]
> Da hat sie ziemlich klaglos überlebt. Das
> viele Gießen hingegen mochte sie gar nicht... ich werde sie wohl auch in
> Zukunft dann eher trocken halten...
Hast Du Dir diese selbstverfassten Zeilen mal verstehend durchgelesen?
Da ist nix abstrus. Vorher waren die Lebensbedingungen vielleicht nicht
optimal. Aber schon ziemlich 'standortgerecht'. Jetzt 'kümmerst' Du Dich
zuviel- und die Pflanze 'kümmert' bzw. stirbt.
Fehler 1: zuviel Wasser
Fehler 2: falsches Substrat
[1] steinig, grob, wasserdurchlässig, nährstoffarm
[2] Als ich mein Autobahnleben zwischen Berlin- Arnstadt- und
gelegentlich Stuttgart begann, hatte ich einen Geldbaum in einer flachen
Schale im ungeheizten Berliner Treppenhaus 'deponiert'.
Südfenster. Verwendete 'Erde': ein Gemisch aus 'entsorgtem' Lavasplitt
und Kies aus Aquarien und Kakteenerde.
Gegossen wurde entsprechend Deiner 'Anleitung' ;-)
Dementsprechend sah der 'Treppenhausbonsai' gelegentlich auch aus. Mal
vertrocknet, fast wie verstorben. Mal richtig saftig und wüchsig. Dann
gabs gelegentlich auch mal Kakteendünger.
Es war einmal...
So durfte ich zwei Jahre nacheinander bei wochenendlichen Kurzbesuchen
einen voll in Blüte stehenden Geldbaum bewundern.
Mein endgültiges 'Auswandern' nach Arnstadt war für den Geldbaum dann
eher ungünstig. Kein passender Standort(kühle Ruhezeit zum Blütenansatz)
mehr. Nur noch langweiliges, platzintensives Grüngemüse. Kompost.
Micha