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Kompost

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Regina Schoder

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Oct 12, 1999, 3:00:00 AM10/12/99
to
Hätte gerne einen Rat:
Kürzlich hörte ich,daß man gekochtes Obst/Gemüse nicht auf den Kompost geben
soll.Weiß jemand weshalb ?-
Ich habe noch einige Gläser eingemachtes die schon Jahre alt sind bzw.die
ich aus anderen Gründen (Geschmack mißlungen) gern liquidieren würde. Darf
das auf den Kompost?? Biotonne haben wir leider nicht.
Würde mich sehr über Hinweise freuen,Danke vorab.

Regina ( reg...@east.de )

U. Löptien

unread,
Oct 12, 1999, 3:00:00 AM10/12/99
to
Hi Regina!
Mit Lebensmitteln, oder besser allbemein mir Eßbarem, wäre ich vorsichtig in
Bezug auf Komposthaufen.... es sei denn, du magst diese kleinen grauen
Nager, auch Ratten genannt. :-))
In Städten kann man sie leicht mit einem "leckeren" Komposthaufen anlocken.
Außer Schnittgut und sonstigen Gartenabfällen sollte man nichts auf den
Haufen geben.
Schade um dein Eingemachtes!
MFG, Ubbo

Regina Schoder <reg...@east.de> schrieb in im Newsbeitrag:
7tva6o$oo8$1...@hermes.east.de...

Waltraut Hummel

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Oct 12, 1999, 3:00:00 AM10/12/99
to
Hallo Regina!

Regina Schoder schrieb:

> Kürzlich hörte ich,daß man gekochtes Obst/Gemüse nicht auf den Kompost geben
> soll.Weiß jemand weshalb ?

Wegen der Ratten, die Du damit heranlocken könntest!

> Ich habe noch einige Gläser eingemachtes die schon Jahre alt sind bzw.die
> ich aus anderen Gründen (Geschmack mißlungen) gern liquidieren würde. Darf
> das auf den Kompost?? Biotonne haben wir leider nicht.

Ich würde das entweder ins WC befördern oder doch auf den Kompost und mit einer
Erdschicht abdecken - auch wegen der Wespen und anderen Insekten.

Liebe Grüße aus Wien

Waltraut


Berthold Werner

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Oct 13, 1999, 3:00:00 AM10/13/99
to
Hallo Regina Schoder !

Du tippeltest am 12.10.99 zum Thema: Kompost

> Kürzlich hörte ich,daß man gekochtes Obst/Gemüse nicht auf den Kompost geben

> soll.Weiß jemand weshalb ?-

Wurde hier schonmal durchgekaut (Bah ;-). Angeblich weil gekochtes die
Raten anlockt.

--
Bis dann
Berthold

Urlaub in Monaco
http://home.t-online.de/home/Berthold.Werner

Holger Brommer

unread,
Oct 13, 1999, 3:00:00 AM10/13/99
to

Regina Schoder schrieb:

> Hätte gerne einen Rat:


> Kürzlich hörte ich,daß man gekochtes Obst/Gemüse nicht auf den Kompost geben
> soll.Weiß jemand weshalb ?-

Hallo Regina
Ich kenne nur die Verallgemeinerung von 'Gekochte Lebensmittel nicht auf den
Kompost',
da hierdurch die grauen Nager (Ratten) angelockt werden.
Bei Dir handelt es sich jedoch um gekochtes Obst/Gemüse und da hätte ich
keinerei
Bedenken diese zu kompostieren. Allerdings sollte alles mit anderen Abfällen
gut durchmischt
werden, damit eine schnelle und sichere Kompostierung gewährleistet ist.
Gruß Holger

--
Versuche nie einen Esel durch Sturheit zu übertreffen

Ernst F.

unread,
Oct 13, 1999, 3:00:00 AM10/13/99
to

Hoi "Regina Schoder" <reg...@east.de> wrote:
>Hätte gerne einen Rat:>Kürzlich hörte ich,daß man gekochtes Obst/Gemüse nicht
auf den Kompost geben
>soll.Weiß jemand weshalb ?-

Ausschliesslich gekochte Lebensmittel gibt eine sehr schlechte Grundlage für
einen Kompost (Schlechte Struktur/ zu nass). Aber in einen
funktionerenden/vielseitigen Mischkompost ist das kein Problem.

Das Argument mit dem hohen Salzgehalt des gekochten Gemüse stimmt nur bedingt.
Denn wenn du es mit anderen organischem Material mischt, ist die Konzentration
minim.

Kochsalz = Natriumchlorid
Natriumliebende Pflanzen: Rote Beete, Spinat, Selerie, Kohl.
Aber diese bitte nicht mit Kochsalz düngen!!!

>Ich habe noch einige Gläser eingemachtes ... Darf
>das auf den Kompost??

Kompostier dies ohne Bedenken.

Mäuse hat es überall. Auch diese helfen die organische Substanz abbauen.

Ernst

--
_____________________________________________________________
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Gerhard Zahn

unread,
Oct 13, 1999, 3:00:00 AM10/13/99
to
Am 13 Oct 1999 19:36:16 +0100, schrieb "Ernst F." <e...@bluemail.ch> :

Hallo Ernst,


>Kochsalz = Natriumchlorid
>Natriumliebende Pflanzen: Rote Beete, Spinat, Selerie, Kohl.
>Aber diese bitte nicht mit Kochsalz düngen!!!

hm, da bringst du mich ins Grübeln.....

Also, der Mücke, der alte, der schreibt, zu Sellerie:
"Eine leichte Kochsalzgabe ist bei dieser einzigen chlorliebenden
Gemüseart zusätzlich angebracht."

Und unsere Obergärtner hier sind eifrig dabei, jeden Knollensellerie
mit einem Teelöffel Kochsalz zu verwöhnen wg. des Chloridbedarfs.
Hab' ich heuer schon wieder versimpelt...

Dies ist natürlich nur ein Notbehelf, weil der Hobbygärtner weder das
chloridhaltige Nitrophoska rot noch 40er Kali kauft. Er braucht ja
üblicherweise chloridfreien Dünger u zahlt für die Chloridfreiheit
auch noch.

Anders ist das z.B. im Rübenanbau, auch bei Zuckerrüben. Da wird mit
NPK rot u noch mehr mit 40er Kali hantiert, weil Rübiges das Chlorid
neben dem Kali zur Gewebebildung zu benötigen scheint.

Interessant ist dann, dass man aus Zuckerrübenresten durch Veraschung
oder was weiß ich wie, Kali zurückgewinnt. Das ist dann zwar
chloridhaltig, wird aber gleich mit "Pflanzenkali" (so ein Schmarrn!)
tituliert u wie eine Kostbarkeit überteuert verkauft. Da drängt sich
dann der Eindruck auf, dass in Veraschung ein Buchstabe fehlt...:-(

Beste Grüße G e r h a r d

Bernhard Albert

unread,
Nov 8, 1999, 3:00:00 AM11/8/99
to
*Erneuter Versand:*


Ubbo.L...@T-Online.de (U. L÷ptien ) meinte am 12.10.99 im Brett
/DE/REC/GARTEN zum Thema "Re: Kompost":

> In Städten kann man sie leicht mit einem "leckeren"
> Komposthaufen anlocken. Außer Schnittgut und sonstigen
> Gartenabfällen sollte man nichts auf den Haufen geben.
> Schade um dein Eingemachtes!

Da Ratten Allesfresser sind, demnach auch keine Blüten, kein Fallobst,
keine angegammelten Möhren, ... schlicht nichts außer Schnittgut (aber
auch da bloß nichts was Ratten essen, wie Kürbispflanzen,
Maispflanzen, grüne Blätter, saftige Stengel), ... und auch vom
trockenen Schnittgut nicht zuviel, sonst wollen sie womöglich in den
Haufen einziehen, weil es drunter wärmer und gemütlicher ist, als im
Rest des Gartens - mir scheint das leicht paranoid.

Eine der schlichtesten Lösungen ist, falls wirklich massive Probleme
mit Ratten vorhanden sind, alles in einem geschlossenen Behälter,
Schnellkomposter, Eimer mit Löcher im Boden, etc. vorrotten lassen und
erst wirklich auf den offenen Haufen, wenn es zum Fressen zu
unattraktiv geworden ist.

Grüße
Bernhard

Gudrun Bartscher

unread,
Nov 14, 1999, 3:00:00 AM11/14/99
to
Ich habe mal zwei Fragen zum Kompost
(1) Stimmt es, wie mir zwei liebe, nette Menschen geraten haben, dass man
Gipskartonplattenreste auf den Kompost geben kann. Als Begründung gaben sie
an, dass sein auch Kalk, eben nur schwefelsaurer. Nun denke ich mir aber,
dass es ja ein Unterschied ist, ob der Kalk schwefelsauer ist oder
kohlensauer. Kann mir da jemand weiterhelfen?
(2) Kann man das Innere von Höschwindeln kompostieren? Vor Jahren hat
Pampers mal damit für seine Windeln geworben. Habe leider den Prospekt nicht
mehr. Dort stand drin, dass das Zeug, welches das Wasser bindet, auch zur
Verbesserung von Wüstenboden benutzt wird, also für einen Boden eher
nützlich und nicht schädlich ist. Weiß jemand genaueres darüber?

Gudrun

Lutz Bojasch

unread,
Nov 15, 1999, 3:00:00 AM11/15/99
to
Hallo

hier liegt wohl ein grundlegendes Mißverständnis vor: Ein Komposthaufen
ist ein System mit dessen Hilfe man aus minderwertigen, organischen
Abfällen hochwertigen, nährstoffreichen Boden erzeugen kann. Ein Komopst
ist absolut KEIN MÜLLHAUFEN!
Speisereste, hygienisch bedenkliches Material und ähnliches gehören
dort auf keinen Fall hin.


> Ich habe mal zwei Fragen zum Kompost
> (1) Stimmt es, wie mir zwei liebe, nette Menschen geraten haben, dass man
> Gipskartonplattenreste auf den Kompost geben kann. Als Begründung gaben sie
> an, dass sein auch Kalk, eben nur schwefelsaurer. Nun denke ich mir aber,
> dass es ja ein Unterschied ist, ob der Kalk schwefelsauer ist oder
> kohlensauer. Kann mir da jemand weiterhelfen?

..das ist grober Unfug. Kalk ist eben nicht gleich Kalk und speziell
diese Platten enthalten meist stark belastetes Gips, dass auf
Filteranlagen (Rauchwaschanlagen) stammt. Oft sind auch die Kartonlagen
mit feuerhemmenden Chemikalien behandelt (ist, glaube ich, sogar
Vorschrift) Die Leute sollten das Zeug zur Deponie bringen.
Wahrscheinlich suchen sie eine Lösung, den Müll ohne Kosten für die
Entsorgung loszuwerden.

> (2) Kann man das Innere von Höschwindeln kompostieren? Vor Jahren hat
> Pampers mal damit für seine Windeln geworben. Habe leider den Prospekt nicht
> mehr. Dort stand drin, dass das Zeug, welches das Wasser bindet, auch zur
> Verbesserung von Wüstenboden benutzt wird, also für einen Boden eher
> nützlich und nicht schädlich ist. Weiß jemand genaueres darüber?

In großtechnisch kontrollierten Anlagen ist das sicher möglich weil da
Dauertemperaturen von ca 70 Grad gewährleistet sind. Auf dem heimischen
Kompost haben Fäkalien nichts zu suchen. Du könntest Dir ganz schnell
eine Anzeige beim Gesundheitsamt einhandeln (Verbreitung von
Krankheitskeimen (Coli-bakterien u.v.a)

Gruß Lutz

G. Wolmershäuser

unread,
Nov 15, 1999, 3:00:00 AM11/15/99
to
Gudrun Bartscher schrieb:

>
> Ich habe mal zwei Fragen zum Kompost
> (1) Stimmt es, wie mir zwei liebe, nette Menschen geraten haben, dass man
> Gipskartonplattenreste auf den Kompost geben kann. Als Begründung gaben sie
> an, dass sein auch Kalk, eben nur schwefelsaurer. Nun denke ich mir aber,
> dass es ja ein Unterschied ist, ob der Kalk schwefelsauer ist oder
> kohlensauer. Kann mir da jemand weiterhelfen?

Hallo Gudrun,
wie Du schon bemerkt hast, ist Gips kein Kalk. Beide enthalten zwar
Ca2++ als Kation aber die Anionen Sulfat und Carbonat sind verschieden.
Das bedingt auch eine unterschiedliche Wirkung. Während Kalk den pH-Wert
erhöht, ändert Gips als neutrales Salz nichts am pH-Wert. Es fragt sich
nun, was Du denn mit dem Gips auf dem Komposthaufen erreichen willst.
Verrotten im eigentlichen Sinn kann er nicht. Die Gipsbrocken werden nur
im Laufe der Zeit etwas zerbröseln. Zur Bodenlockerung bei schwerem
Boden soll Gips allerdings durchaus geeignet sein. Dafür braucht es aber
nicht den Umweg über den Komposthaufen. Der Gips selbst ist für den
Boden sicherlich unproblematisch und zwar unabhängig davon, ob es
Rauchgasentschwefelungs-Gips oder Naturgips ist. Die Kartonage würde ich
allerdings vorher versuchen abzutrennen und zu entsorgen.
Gruß
G.W.
--
G. Wolmershaeuser
wolm...@chemie.uni-kl.de

Joachim Decker

unread,
Nov 27, 1999, 3:00:00 AM11/27/99
to
Hallo Grudrun!

In article <80neso$ssa$8...@news06.btx.dtag.de>,
"Gudrun Bartscher" <Fam.Ba...@t-online.de> wrote:

>(2) Kann man das Innere von Höschwindeln kompostieren? Vor Jahren hat
>Pampers mal damit für seine Windeln geworben. Habe leider den Prospekt nicht
>mehr. Dort stand drin, dass das Zeug, welches das Wasser bindet, auch zur
>Verbesserung von Wüstenboden benutzt wird, also für einen Boden eher
>nützlich und nicht schädlich ist. Weiß jemand genaueres darüber?

Genaueres weiß ich zwar auch nicht, aber ich könnte mir denken, daß es als
"Bodenverbesserer" wie Steinwolle funktioniert. Es hält halt die
Feuchtigkeit und sorgt für eine lockere Bodenstruktur. Aber kompostierbar
ist es deshalb nicht unbedingt.
Mein Vorschlag: Versuche es doch einfach mal mit einer.

Gruß, Joachim

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