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Hilfe Erdbeeren !

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Heinz Mybach

unread,
Mar 10, 2001, 9:50:12 AM3/10/01
to
Moin Hobbygärtner(innen), Maulwurfjäger und Gartenmöbelputzer *ggg

Folgendes..., ich bin ein Städtler, frisch auf´s Land gezogen und habe
plötzlich einen riesen Garten und keinen Plan davon, das sage ich hier ganz
ehrlich :o)

Ich war eben mit meiner Freundin in einem Baumarkt, habe mir gleich fünf (!)
kleine Treibhäuser gekauft (ca. 30cm x 50cm), diese kleinen gepreßten
Topfbällchen im Netz zur "Anzucht" (sagt man das so?) *ggg und natürlich
eine Menge Samen im Beutel, wie z.B. Erdbeeren. Wie, wann und wo die Dinger
geplanzt werden steht ja auf der Packung, aber wieviele Samen muß ich in so
ein Torfbällchen legen, eins? fünf? oder 20?

Ich bin für jeden Tipp dankbar!


Gruß
Heinz (manchmal auch mit Petra) :o)

--
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Gerhard Zahn

unread,
Mar 10, 2001, 4:15:02 PM3/10/01
to
On 10 Mar 2001 08:50:12 -0600 "Heinz Mybach" <Heinz...@web.de> wrote:

Hallo Heinz (manchmal auch mit Petra) :o),


>Folgendes..., ich bin ein Städtler, frisch auf´s Land gezogen und habe
>plötzlich einen riesen Garten und keinen Plan davon, das sage ich hier ganz
>ehrlich :o)

na, das kann ja noch lustig werden.:-)

>Ich war eben mit meiner Freundin in einem Baumarkt, habe mir gleich fünf (!)
>kleine Treibhäuser gekauft (ca. 30cm x 50cm),

Hm. Jetzt weiß ich endlich wer das Spielzeugs haufenweise kauft.
Ich hab's nach 25 Jahren Gärtnern noch immer zu keinem gebracht...:-)

>diese kleinen gepreßten
>Topfbällchen im Netz zur "Anzucht" (sagt man das so?) *ggg und natürlich
>eine Menge Samen im Beutel,

Das Ganze ist recht aufwändig u mich würde mal interessieren, ob es hier
in der group jemanden gibt, der aus praktischer Erfahrung berichten
kann, welche Aussaaten in solchen Torfpresslingen besser gelingen als in
üblicher Aussaaterde oder dergl.

>wie z.B. Erdbeeren. Wie, wann und wo die Dinger
>geplanzt werden steht ja auf der Packung, aber wieviele Samen muß ich in so
>ein Torfbällchen legen, eins? fünf? oder 20?

Ohne die Erdbeersorte zu kennen, lässt sich nichts genaueres sagen. Es
könnte sich ja sowohl um Walderdbeeren als auch um Klettererdbeeren
handeln.
Bei ersteren würde ich schon vier Korn reinlegen u dann zwei stehen
lassen, bei letzteren eher nur zwei u davon eine stehen lassen.

Aber: Dir ist hoffentlich bekannt, dass die üblicherweise angebotenen
Erdbeeren u seien's die auf dem Kuchen, über Jungpflanzen weitervermehrt
werden.

Also: Von welcher Erdbeersorte hast du Samen erstanden?

Beste Grüße G e r h a r d

Heinz Mybach

unread,
Mar 10, 2001, 4:27:12 PM3/10/01
to

Das sind Walderdbeeren, auf der Tüte steht noch "garten perle", wird wohl
die Vertriebsfirma sein.

Gruß
Heinz

Ulrike Pasching

unread,
Mar 11, 2001, 3:06:27 AM3/11/01
to
Hallo Gerhard,

ich verwende die Turfpresslinge vor allem für Stecklinge (wachsen viel
besser an als in allen anderen Erden bzw. -mischungen) und für heiklere
Samen. Meine Erfahrungen sind sehr gut. Eigentlich sollte man ja nur ein
Samenkorn (bei feinen Samen wie Lobielien mehrere) heiniengeben. Z.B.
fangen einige Topfchen mit Anzuchterde an, dan der Oberfläche zu schimmeln,
bei den Torfpresslingen gibt's so etwas nicht.

Erdbeeren kauft man besser als Jungpflanzen (nach meiner Erfahrung).

Liebe Grüße Ulli


Robert Gummi

unread,
Mar 11, 2001, 9:01:34 AM3/11/01
to

Heinz Mybach wrote:
[...]


> Ich war eben mit meiner Freundin in einem Baumarkt, habe mir gleich fünf (!)
> kleine Treibhäuser gekauft (ca. 30cm x 50cm), diese kleinen gepreßten
> Topfbällchen im Netz zur "Anzucht" (sagt man das so?) *ggg und natürlich
> eine Menge Samen im Beutel, wie z.B. Erdbeeren. Wie, wann und wo die Dinger
> geplanzt werden steht ja auf der Packung, aber wieviele Samen muß ich in so
> ein Torfbällchen legen, eins? fünf? oder 20?

Versuche es mal mit 2-3 Samen, nicht zu dicht, wenn mehrere Pflanzen
aufgehen, dann nur die stärkste stehenlassen.
Ich habe diese Torfbällchen früher gerne verwendet. So praktisch, so
abzählbar, ordentlich... Mittlerweile bin ich weiser geworden... ;-)
Diese Torftabletten bekommt man in aufgequollener Form kaum wieder
feucht, wenn sie austrocken. Und sie trocknen viel zu schnell aus. Die
Ergebnisse waren nie so richtig toll. Jetzt würde ich sie nur noch für
spezielle Fälle verwenden.

Für Aussaaten am besten geeignet sind immernoch flache schalenförmige
Gefäße. Eventuell auch Eierkartons aus Pappe. Macht zwar etwas mehr
Umpflanzarbeit, aber die Pflanzen werden meist besser. Ich habe hier
zwei Minigewächshäuser (40x30x20cm ?), Oberteil mit zwei
Lüftungsschiebern, einigermaßen stabiler Kunststoff.
Im Unterteil hatte ich beim erstenmal die Torftabletten, jetzt die Erde
direkt drin. Pikiert werden die Pflänzchen dann in schwarze
Kunststofftöpfchenträger (wie nennt man die? Es sind 10 oder 12
viereckige Töpfchen zusammen, Gärtnereien verkaufen darin
Stiefmütterchen, Männertreu, Erdbeeren ;-) u.ä.).

Erdbeeren kauft man eigentlich eher als Pflänzchen.

Bye,
Robert

Gerd Krug

unread,
Mar 10, 2001, 7:33:00 PM3/10/01
to
gerhar...@gmx.de meinte am 10.03.01
zum Thema "Re: Hilfe Erdbeeren !":

aber Gerhard,

> Das Ganze ist recht aufwaendig u mich wuerde mal interessieren, ob es

> hier
> in der group jemanden gibt, der aus praktischer Erfahrung berichten
> kann, welche Aussaaten in solchen Torfpresslingen besser gelingen als
> in

> ueblicher Aussaaterde oder dergl.

verschone bitte etwas die Birkhuehner der Torfmoore, und beraube sie
zur Sammlung praktischer Erfahrungen nicht ihres Lebensraumes ):-((

BTW: Ich habe mal Tomatenanzucht in Torfpresslingen probiert; da hatte

ich die Rache der Torfmoore

-> Gruesse aus meinem kleinen Gartenhaeuschen, Gerd

Annette Beisert

unread,
Mar 11, 2001, 2:34:16 PM3/11/01
to

Heinz Mybach <Heinz...@web.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3aaa3e9a$0$2349$45be...@newscene.com...
An dieser Stelle kann man Dir eigentlich nur ein gutes Gartenbuch empfehlen,
wie z.B. "Der Biogarten" von Marie-Luise -Kreuter.
Und falls Du in diesem Jahr noch in den Genuss von Erdbeeren kommen
möchtest, kauf Dir Pflanzen!
Viel Erfolg Annette


Gerhard Zahn

unread,
Mar 11, 2001, 2:45:31 PM3/11/01
to
On 10 Mar 2001 15:27:12 -0600 "Heinz Mybach" <Heinz...@web.de> wrote:

Hallo Heinz,

>Das sind Walderdbeeren, auf der Tüte steht noch "garten perle", wird wohl
>die Vertriebsfirma sein.

Aha, Walderdbeere (Fragária vésca) u dann keine Sortenname?
Da gäb's zB die "Verbesserte Rügen".

Die wollen angeblich bei 18° C keimen.
Samen nicht bedecken, nur festdrücken.
Wie macht man das eigentlich in Torfpresslingen?

So ab dem Entwickeln der ersten echten Blätter brauchen sie wohl auch
Dünger. Aber dazu sollte was bei den Presslingen stehen.

Und dann pflanze sie mal mit so 10 Stück je qm an einen halbschattigen
Platz mit tief gelockertem, humusreichen immer leicht feuchten u
nährstoffhaltigen Boden, pH-Wert neutral.

Nächstes Jahr gibt's hoffentlich die ersten Früchtchen.

Gerhard Zahn

unread,
Mar 11, 2001, 2:45:32 PM3/11/01
to
On Sun, 11 Mar 2001 09:06:27 +0100 "Ulrike Pasching"
<ulrike....@aon.at> wrote:

Hallo Ulrike,

>ich verwende die Turfpresslinge vor allem für Stecklinge (wachsen viel
>besser an als in allen anderen Erden bzw. -mischungen)

denkste. Selbst für empfindliche Stecklinge brauchts keine Presslinge.
Für sowas habe ich einen Beutel TKS 1, ein Torfkultursubstrat, das
minimal aufgekalkt u minimal aufgedüngt ist. Das lässt sich prima mit
scharfem Sand strecken u das Topfvolumen kann man so auch selbst
bestimmen.
Vielleicht lassen die sich mal ein Torfersatzsubstrat einfallen, dann
experimentiere ich mit dem weiter.

Darin lassen sich zB Erdbeerableger, die nur zwei Blätter haben,
bewurzeln. Muss man nur eine Woche unter Folie halten.

>und für heiklere
>Samen. Meine Erfahrungen sind sehr gut. Eigentlich sollte man ja nur ein
>Samenkorn (bei feinen Samen wie Lobielien mehrere) heiniengeben.

Ob man mehrere hineingibt u dazu neige ich grundsätzlich, hängt aber
eher von zu erwartenden Ausfällen u von der zügigen Keimung ab. Es ist
ja dann schon eine gesunde Auslese, wenn man ein oder zwei schwächere
Keimlinge wegknipst.

Z.B.
>fangen einige Topfchen mit Anzuchterde an, dan der Oberfläche zu schimmeln,
>bei den Torfpresslingen gibt's so etwas nicht.

Das liegt daran, dass bei den Anzucht- u Blumenerden auch gemogelt wird
u es fast keine Standards gibt. TKS 1 aber hat zB eine fixe
Zusammensetzung.

>Erdbeeren kauft man besser als Jungpflanzen (nach meiner Erfahrung).

Jo. Und wenn's denn schon Walderdbeeren sein müssen, sät man vielleicht
besser gleich nach der Samenernte an Ort u Stelle.

Ulrike Pasching

unread,
Mar 11, 2001, 2:57:51 PM3/11/01
to
Hallo Gerhard,

viele Gartenbücher und empfehlen TKS 1. Allerdings habe ich das noch nie
in einem Geschäft gesehen (in Österreich).

Ich habe mich über die schlechten Erfahrungen der anderen NG-Teilnehmer
gewundert, ich habe nur gute Resultate gehabt, vor allem bei den
Stecklingen.

Liebe Grüße Ulli


Langmesser

unread,
Mar 11, 2001, 5:39:50 PM3/11/01
to
Heinz Mybach <Heinz...@web.de> wrote:

Hi,
ich habe zwar nicht UNmengen, aber reichlich Walderdbeeren (echte!) in
Vor- und anderem Garten. Vor Jahren ein Walderdbeerchen im Walde beim
Spazierengehen entdeckt, freundlich zum Mitkommen eingeladen, und nun
tummeln sie sich allueberall im Garten.
Schmecken wunderbar, gibt jedes Jahr mindestens 500 Gramm von den
kleinen Dingern, wobei ich reichlich fuer Voegel und artverwandte Berufe
stehen lasse.
Schaut Euch nur um - man entdeckt genug Zeugs fuer den eigenen kleinen
Garten in Gottliebs freier Natur...
NB: ich hope, es koemmt meine Nachricht richtig ueber, es ist mein
erster Versuch, mich an derartiger Konversation zu beteiligen. Hab die
"Teufelsmaschine" erst vor ca. neun Monaten zum "81" vom
dienstaeltesten Sohnemann geschenkt gekriegt bekommen. Also:
bitte Nachsicht, wenn da Fehler drin sind. Ruhig ein paar zwischen die
Ohren, aber nicht zu gewalttaetig...
Vielleicht meld ich mich wieder mal, Jungs.
Peter Langmesser (Realname!!!)

Ralf Gutzki

unread,
Mar 12, 2001, 8:02:44 AM3/12/01
to

Gerhard Zahn schrieb:
> ...


> Vielleicht lassen die sich mal ein Torfersatzsubstrat einfallen, dann
> experimentiere ich mit dem weiter.

Hi Gerhard,

Sa. war ich bei Bekannten, die hat Kokusfasern benutzt.
Leider fingen diese an zu Schimmeln, weißes Pilzgeflecht :>(
Beim strecken der Blumenerde mit diesen Kokusblöcken hatte sie
keine Probleme.

Ich kaufe immer ein Sack Aussaaterde doch da sind auch
Torfanteile vorhanden.
Gibt es eigentlich Aussaaterde ohne Torf zu kaufen?

Meine Wild-Erdbeeren hatte ich übrigens in dieser Aussaaterde
keimen lassen. Das ging ohne Probleme.

tschüs ... ralf

Katrin Neumann

unread,
Mar 12, 2001, 8:14:19 AM3/12/01
to
Am besten, so wenig Samenkörner wie möglich in die Pflanztöpfe geben. Die
Pflanzen gedeihen dann besser.

Horst Hollensteiner

unread,
Mar 12, 2001, 2:42:44 PM3/12/01
to
Hallo Ulrike, hallo Gerhard,

Ulrike Pasching schrieb am Sun, 11 Mar 2001 20:57:51 +0100:


>viele Gartenbücher und empfehlen TKS 1. Allerdings habe ich das noch nie
>in einem Geschäft gesehen (in Österreich).

Auch ich habe es noch nicht, selbst bei Raiffeisens, gefunden :-((.

Haben nur "Anzuchterde" von Compo Sana. Ist allerding ein komisches
Zeugs, sieht aus wie Komposterde, die vor (!) dem Kompostieren mit
Torf versetzt wurde.

Habe gerade nachgeschaut, es handelt sich um

96% Hochmoortorf (pfui, hab` ich aber jetzt erst gesehen)
4% Perlite
+ Agrosil-Wurzelaktivator (Bayer?)
+ echtem Seevogelguano, Kalk und "allen wichtigen Pflanzennähstoffen".

Die wichtigsten Nährstoffe sind auch angegeben:

verfügbarer Nitratstickstoff 100 - 250 mg/l
verfügbares Phosphat P2O5 100 - 250 mg/l
verfügbares Kaliumoxid K2O 150 - 300 mg/l
Salzgehalt 1 - 1,5 mg/l
pH-Wert 5 - 6,5

Was haltet ihr davon?
Grüße aus dem südlichen Münsterland
Horst

Gerhard Zahn

unread,
Mar 12, 2001, 3:38:59 PM3/12/01
to
On 11 Mar 2001 00:01:11 GMT noema...@gmx.de (Hannes Birnbacher) wrote:

Hallo Hannes,

>>Das Ganze ist recht aufwändig u mich würde mal interessieren, ob es
>>hier in der group jemanden gibt, der aus praktischer Erfahrung
>>berichten kann, welche Aussaaten in solchen Torfpresslingen besser
>>gelingen als in üblicher Aussaaterde oder dergl.
>>
>

>Bei mir ist fast alles verreckt, was ich in die komischen Torfballen
>gesät habe, wie Sonnenblumen etc.

na für so'n Grobzeug würde ich ja keinen solchen Aufwand treiben.
Trotzdem ist es verwunderlich, dass sie nicht damit zurecht kommen.
Keimen müssten sie auf jeden Fall, denn genau darauf sind die
Torfpresslinge ausgelegt. Es besteht aber die Gefahr, dass besonders die
nährstoffbedürftigen Gewächse danach verhungern, weil keine Nährstoffe
drin sind. Dann muss man halt düngen.
Andererseits gibt es auch ganz normale Erdpresslinge, so dass man wohl
je nach Vertreiber auf Tests angewiesen ist.

>Ich hab die dann weggeschmissen. Ich
>kenn nur noch nette Menschen, und hatte somit keinen, dem ich die
>Restvorräte schenken konnte. Schließlich hab ich meine Ernährung ne
>Zeitlang auf vorwiegend Joghurt umgestellt, Saucen mit H-Schmand aus
>kleinen Bechern angerichtet usw. usf. und meine Sachen in den
>durchlöcherten Plastikbechern, die ich in eine Mörtelwanne bzw. in
>diverse Balkonkästen mit ca. 1 cm Wasser drin gestellt habe, in
>gesiebter Gartenerde gezogen, dann ging's.

Hm. Haben die dann immer nasse Füße? Das kann's wohl auch nicht sein.
Die Profis arbeiten doch da irgendwie mit einem speziellen Vlies, oder?
Außerdem ist gesiebte Gartenerde nur sehr bedingt als Aussaatsubstrat
geeignet, zB für solche, die nährstoffbedürftig sind.
Schon bei etwas anspruchsvolleresn Stauden geht da nicht mehr viel, weil
die Samen teils empfindlich gegen Nährstoffe bzw. gelöste Mineralien
sind. Da müsste man dann schon kräftig mit Sand strecken.

ernst F.

unread,
Mar 12, 2001, 3:05:03 PM3/12/01
to
Hoi Horst Hollensteiner <horst.hol...@planet-interkom.de> wrote:
...

>>viele Gartenbücher und empfehlen TKS 1. Allerdings habe ich das noch nie
>>in einem Geschäft gesehen (in Österreich).


TKS 1 ist ein Produkt aus dem Erwerbsgartenbau. TKS 1 steht für:
Torf-Kultur-Substrat, eine nährstoffarme, salzarme Torfmischung, bestens geeignet
für sehr feines, empfindliches Saatgut. Gemüse keimt natrürlich auch gut.... .


>
>Auch ich habe es noch nicht, selbst bei Raiffeisens, gefunden :-((.
>
>Haben nur "Anzuchterde" von Compo Sana. Ist allerding ein komisches
>Zeugs, sieht aus wie Komposterde, die vor (!) dem Kompostieren mit
>Torf versetzt wurde.
>
>Habe gerade nachgeschaut, es handelt sich um
>
>96% Hochmoortorf (pfui, hab` ich aber jetzt erst gesehen)
> 4% Perlite
>+ Agrosil-Wurzelaktivator (Bayer?)
>+ echtem Seevogelguano, Kalk und "allen wichtigen Pflanzennähstoffen".
>
>Die wichtigsten Nährstoffe sind auch angegeben:
>
>verfügbarer Nitratstickstoff 100 - 250 mg/l
>verfügbares Phosphat P2O5 100 - 250 mg/l
>verfügbares Kaliumoxid K2O 150 - 300 mg/l
>Salzgehalt 1 - 1,5 mg/l
>pH-Wert 5 - 6,5
>
>Was haltet ihr davon?
>Grüße aus dem südlichen Münsterland


Wenn schon naturnah, dann bitte tieferen, oder keinen Torfgehalt.


Torf ist eingentlich ein vollwertiges Bio-Produkt. Aufgekalkt ein gutes Aussaat-
und Stecklingssubstrat. Doch sollten wir die Tofmoore schützen und erhalten. Es
gibt zwar noch deutsche Moore, doch viel Torf wird von Russland nach Europa
gekarrt :-((( , auch wurde vor 2?Jahren gar amerikanischer Torf nach Europa
geschifft. :-((


Meine Substratmischung (Erwerbsgartenbau) bsteht zur Zeit aus 33% Torf, 33%
Toresa (aufgefaserte, angerottete, mit N imprägnierte Holzfasern), 33%
sterilisierten Kompost.


Für Experimentierfreudige, mögliche Torf-Ersatz Soffe,
Kokosfasern
Reisspelzen
Holzfasern
Perlit
Kompost
Hydrokultur: Lecca, Steinwolle, Glasfasern, Polyuretan? ...
Karton
Chinaschilf
Hanffasern
Dinkelspreu
verottete Strohhäcksel (mit N angereichert)
Styropor fein
und was ich sonst noch vergessen habe...


so grob: das Aussaatsubstrat sollte möglichst einen tiefen Salzgehalt haben,
einen pH-Wert zwischen 6 -7 (H2O), luftig, wasserhaltend, keimfrei, frei von
pflanzenschädigende Stoffe, den N nicht stark bindend und nicht zu stark
biologisch aktiv.


Bin selbst auf der Suche nach optimale, torfreduzierte (torffreie) Substrate.


Wer hat noch weitere Erfahrungen/Ideen?


Mit einem gärtnerischen Gruss
Ernst F.
--
_____________________________________________________________
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Margarethe Meyer (GMX)

unread,
Mar 12, 2001, 4:29:52 PM3/12/01
to
Hallo Hannes,
ich bin erstaunt, kenne Dich eigentlich nur von einer anderen Newsgroup.
Hast allerdings lange nichts mehr von Dir hören lassen. Du bist nun wohl in
die Natur geflüchtet, weil einem an anderen Orten eben zur Zeit ständig
"die Petersilie verhagelt" wird.

"Hannes Birnbacher" <noema...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:98h81i.3...@hannes-birnbacher.de...
...
> der ein Stück Waldrand mit allem, was darin ist (Erdbeeren, Brombeeren,
> Dornen auf Brombeerranken, Wühlmäuse, Feuersalamander...) auf dem
> Grundstück sein eigen nennt;-.
>
> Gruß, Hannes

Stephan Romahn

unread,
Mar 13, 2001, 4:55:17 AM3/13/01
to
Hallo,

> >viele Gartenbücher und empfehlen TKS 1. Allerdings habe ich das noch nie
> >in einem Geschäft gesehen (in Österreich).
>
> Auch ich habe es noch nicht, selbst bei Raiffeisens, gefunden :-((.

TKS heißt TorfKulturSubstrat und war mal zu Anfängen der industriellen
Substratproduktion in Mode.
Es ist eigentlich nur aufgekalkter und gedüngter Torf. die Menge der
Nährstoffe entscheidet, ob es TKS 1 (wenig aufgedüngte Anzuchterde) oder TKS
2 (Mehr gedüngtes Substrat) ist.

Da ich Torf sehr viel lieber im Moor sehe, hab cih da was gegen. Zudem haben
torfstubstrate die Eigenschaft, daß sie nach Austrocknung kaum wieder
benetzbar sind.

>
> Haben nur "Anzuchterde" von Compo Sana. Ist allerding ein komisches
> Zeugs, sieht aus wie Komposterde, die vor (!) dem Kompostieren mit
> Torf versetzt wurde.
>
> Habe gerade nachgeschaut, es handelt sich um
>
> 96% Hochmoortorf (pfui, hab` ich aber jetzt erst gesehen)

Das mit dem Pfui finde ich sympathisch

> 4% Perlite
Perlite ist aufgeschäumtes "Vulkanglas" es dient vor allem zur Belüftung und
zur Sicherung der Strukturfähigkeit

> + Agrosil-Wurzelaktivator (Bayer?)

Dürfte wohl AGrosil SR von Bayer sein. Vom Prinzip eine gute Sache.
Compo ist übrigens eine Bayer-Tochter ;-)

> + echtem Seevogelguano, Kalk und "allen wichtigen Pflanzennähstoffen".
>
> Die wichtigsten Nährstoffe sind auch angegeben:
>
> verfügbarer Nitratstickstoff 100 - 250 mg/l
> verfügbares Phosphat P2O5 100 - 250 mg/l
> verfügbares Kaliumoxid K2O 150 - 300 mg/l
> Salzgehalt 1 - 1,5 mg/l
> pH-Wert 5 - 6,5

ph-Wert-Spanne ist etwas groß (HALLO RALF ;-)))

> > Was haltet ihr davon?
Kann man mit leben, ist wegen Torf aber nicht so unproblematisch.
Compo Sana ist unter den Handelssubstraten eines der besseren.

Lieber sind mir Substrat mit einem Anteil an Ton. Wenn etwas von Ton, oder
Montmorillionit oder Bentonit auf der Tüte steht oder "Einheitserde", dann
ist mir das sympathischer.


--

Freundliche Grüße

Dipl.- Ing. Stephan Romahn
Garten- und Landschaftsarchitekt
-----
----> www.sr-gruenhaus.de <--------
----> Ökologische Dachbegrünung <---------
----> Know how, Material und Pflanzen <--------
----> Infos zur Bauwerksbegrünung <--------

Stephan Romahn

unread,
Mar 13, 2001, 5:05:02 AM3/13/01
to
Hallo Ernst,

>
> Wenn schon naturnah, dann bitte tieferen, oder keinen Torfgehalt.
>
>
> Torf ist eingentlich ein vollwertiges Bio-Produkt. Aufgekalkt ein gutes
Aussaat-
> und Stecklingssubstrat. Doch sollten wir die Tofmoore schützen und
erhalten. Es
> gibt zwar noch deutsche Moore, doch viel Torf wird von Russland nach
Europa
> gekarrt :-((( , auch wurde vor 2?Jahren gar amerikanischer Torf nach
Europa
> geschifft. :-((
>
>
> Meine Substratmischung (Erwerbsgartenbau) bsteht zur Zeit aus 33% Torf,
33%
> Toresa (aufgefaserte, angerottete, mit N imprägnierte Holzfasern), 33%
> sterilisierten Kompost.

Machst Du die selber?
Torfersatzstoffe wie TORESA sidn ja leider für die Kollegen Hobbygärtner
meines Wissens noch nicht uaf dem Markt erhältlich. Hast Du einen Tipp, wo
unsereiner das Zeug für eigene Mischungen kaufen kann? Bin bei meiner
letzten Nachfrage letztendlich immer bei den einschlägigen Substratwerken
gelandet.

>
> Für Experimentierfreudige, mögliche Torf-Ersatz Soffe,
> Kokosfasern
> Reisspelzen
> Holzfasern

aber bitte ggf. N-Problematik bedenken.
> Perlit

Besser noch ist Vermiculit!
> Kompost
Wobei Kompost und Kompost nicht das selbe ist. Nährstoffgehalte und
Rottegrade beachten!

> Hydrokultur: Lecca, Steinwolle, Glasfasern, Polyuretan? ...

Hiiiiiilfe ;-(( Sage cih zumindest als Öko.

Alternativen (Auch z.B. Hydrokultur, eher Dachbegrünugn ;-)): Lava, Bims


> Karton
> Chinaschilf
> Hanffasern
> Dinkelspreu
> verottete Strohhäcksel (mit N angereichert)
> Styropor fein

Nochmals Hiiiiiielfe ;-(((


> und was ich sonst noch vergessen habe...
>

... ist mir womöglich eingefallen :-))

> so grob: das Aussaatsubstrat sollte möglichst einen tiefen Salzgehalt
haben,
> einen pH-Wert zwischen 6 -7 (H2O), luftig, wasserhaltend, keimfrei, frei
von
> pflanzenschädigende Stoffe, den N nicht stark bindend und nicht zu stark
> biologisch aktiv.
>
> Bin selbst auf der Suche nach optimale, torfreduzierte (torffreie)
Substrate.
>
>
> Wer hat noch weitere Erfahrungen/Ideen?
>

Ideen siehe oben. Meine Erfahrungen beruhen eher auf Mineralsubstraten, da
ich Stauden für die Dachbegrünung heranziehe.

Wobei wir wieder beim Thema sind: Vor zwei Jahren habe ich wilde Erdbeeren
auf meinem damalig aktuellen Mineralsubstrat ( 40 % Lava; 40%Bims, 20 %
Grüngutkompost) direkt in Multitopfplatten auf dem Freiland ausgesäht.
Keimte zwar spät aber wächst saumäßig gut!!!

Ralf Gutzki

unread,
Mar 13, 2001, 4:57:39 AM3/13/01
to

"ernst F." schrieb:
>...

> Für Experimentierfreudige, mögliche Torf-Ersatz Soffe,
> Kokosfasern
> Reisspelzen
> Holzfasern
> Perlit
> Kompost
> Hydrokultur: Lecca, Steinwolle, Glasfasern, Polyuretan? ...
> Karton
> Chinaschilf
> Hanffasern
> Dinkelspreu
> verottete Strohhäcksel (mit N angereichert)
> Styropor fein
> und was ich sonst noch vergessen habe...

Hi Ernst,

schöne Liste :>) Besten Dank :>x

Bei Kokosfasern kam das Problem Schimmelpilz.
Bei Komost sind mir viele Keimlinge eingegangen;>(

> ...


> Wer hat noch weitere Erfahrungen/Ideen?

Der Frage schlisse ich mich an!

tschüs ... ralf


Anni Ostermann

unread,
Mar 13, 2001, 7:59:40 AM3/13/01
to

"Hannes Birnbacher" <noema...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:98jhfa.3...@hannes-birnbacher.de...
Hallo Hannes!
>
> Ausserdem käme ich mir entsetzlich dämlich vor, Erde für den
> Garten in Säcken zu kaufen. Mir macht die Idee Spaß, etwas zu
> tun, was man schon vor 100, 1000 und, in anderen Gegenden,
> mindestens 5000 Jahren getan hat. Mit dem _Auto_ in den
> _Supermarkt_ zu fahren, um in _Plastik_ _verpackte_ Erde zu
> _kaufen_, gehört da nicht zu...
>
Applaus! Applaus! das ist auch meine Kragenweite! aber das Wissen von heute,
das fließt auch mit ein!


Horst Hollensteiner

unread,
Mar 13, 2001, 1:45:52 PM3/13/01
to
Hallo Stephan,

Stephan Romahn schrieb am Tue, 13 Mar 2001 11:05:02 +0100:

ber bitte ggf. N-Problematik bedenken.
>> Perlit
>
>Besser noch ist Vermiculit!

Wo ist da der Unterschied?
Perlite und Vemeculite sind meines Wissens beides körnige Dämmstoffe
aus aufgeschäumten anorganischen Materialien.


>Wobei wir wieder beim Thema sind: Vor zwei Jahren habe ich wilde Erdbeeren
>auf meinem damalig aktuellen Mineralsubstrat ( 40 % Lava; 40%Bims, 20 %
>Grüngutkompost) direkt in Multitopfplatten auf dem Freiland ausgesäht.
>Keimte zwar spät aber wächst saumäßig gut!!!

Als Öko? Hast du mal in der Eifel gesehen wie z.B. die Eifellava
abgebaut wird? Da werden ganze Berge im Tagebau entfernt und ganze
Landschaften zerstört. Bims kommt m.W. fast nur noch aus Griechenland,
rechne dir mal den Schadstoffausstoss (Stichwort CO2) allein für die
Fracht aus.
Tja, alles ist relativ ;-((.


Grüße aus dem südlichen Münsterland

Horst

Thomas Petlusch

unread,
Mar 13, 2001, 2:55:55 PM3/13/01
to

"Stephan Romahn" <s_ro...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:98kvso$2ebto$1...@ID-63663.news.dfncis.de...

Hallo Stephan,

> Dürfte wohl AGrosil SR von Bayer sein. Vom Prinzip eine gute Sache.
> Compo ist übrigens eine Bayer-Tochter ;-)

da muß ich leider sagen: Stimmt nicht.
Compo war bis vor kurzem noch BASF-Tochter
und
Gehört seit dem letzten Jahr zu K+S (Kali+Salz).

Gruß
Thomas


Gerhard Zahn

unread,
Mar 13, 2001, 4:38:40 PM3/13/01
to
On Mon, 12 Mar 2001 20:42:44 +0100 Horst Hollensteiner
<horst.hol...@planet-interkom.de> wrote:

Hallo Horst,


>
>Haben nur "Anzuchterde" von Compo Sana. Ist allerding ein komisches
>Zeugs, sieht aus wie Komposterde, die vor (!) dem Kompostieren mit
>Torf versetzt wurde.
>
>Habe gerade nachgeschaut, es handelt sich um
>
>96% Hochmoortorf (pfui, hab` ich aber jetzt erst gesehen)

schrei nicht so laut pfui, finde erst mal gute Anzuchterde ohne Torf...

> 4% Perlite
>+ Agrosil-Wurzelaktivator (Bayer?)

Mit so'nem Zeugs experimetieren auch die Zierpflanzen-Betriebe.
Scheint wirklich die Bewurzelung zu fördrn.

>+ echtem Seevogelguano,

Auch pfui, da sehr weit gereist...:-(

>Die wichtigsten Nährstoffe sind auch angegeben:
>
>verfügbarer Nitratstickstoff 100 - 250 mg/l
>verfügbares Phosphat P2O5 100 - 250 mg/l
>verfügbares Kaliumoxid K2O 150 - 300 mg/l
>Salzgehalt 1 - 1,5 mg/l
>pH-Wert 5 - 6,5
>
>Was haltet ihr davon?

Als Markensubstrat wird man da kaum viel dran deuteln können.
Für Aussaaten würde ich nochmal mit 50 % Sand strecken.

Gerhard Zahn

unread,
Mar 13, 2001, 4:38:38 PM3/13/01
to
On Mon, 12 Mar 2001 14:02:44 +0100 Ralf Gutzki <r.gu...@t-online.de>
wrote:

Hallo Ralf,

>Sa. war ich bei Bekannten, die hat Kokusfasern benutzt.
>Leider fingen diese an zu Schimmeln, weißes Pilzgeflecht :>(
>Beim strecken der Blumenerde mit diesen Kokusblöcken hatte sie
>keine Probleme.

ich fand zu Kokosfasern:
Finden schon länger in Kultursubstraten Verwendung. Auch hier handelt es
sich um einen Reststoff. Der Stickstoffhaushalt dieses
Substratzuschlagstoffes ist weitgehend stabil. Sie haben eine hohe
Strukturstabilität, hohe Luftkapazität, jedoch geringe Wasserkapazität.

Frag' mich nicht, warum die anfingen zu schimmeln. Wahrscheinlich muss
man sie zu häufig befeuchten.

>Ich kaufe immer ein Sack Aussaaterde doch da sind auch
>Torfanteile vorhanden.
>Gibt es eigentlich Aussaaterde ohne Torf zu kaufen?

Ich habe noch keine gesehen.
Es wird zwar mit verschiedenen torflosen Substraten experimentiert, aber
die haben alle ihre Macken...

ernst F.

unread,
Mar 13, 2001, 5:47:49 PM3/13/01
to
Hoi Stephan Romahn

>Hallo Ernst,
>>
>> Wenn schon naturnah, dann bitte tieferen, oder keinen Torfgehalt.


>>


>> Meine Substratmischung (Erwerbsgartenbau) bsteht zur Zeit aus 33% Torf,
>33%
>> Toresa (aufgefaserte, angerottete, mit N imprägnierte Holzfasern), 33%
>> sterilisierten Kompost.
>
>Machst Du die selber?

Ja, da handeslübliche Aussat und Pikiersubstrate meist höheren Torfgehalt haben.
Eine etwas einfache Gleichung:
Je mehr Torf, desto günstiger das Substrat.
(Ich weiss, es ist eine Verallgemeinerung, aber trifft leider oft zu) :-(


>Torfersatzstoffe wie TORESA sidn ja leider für die Kollegen Hobbygärtner
>meines Wissens noch nicht uaf dem Markt erhältlich. Hast Du einen Tipp, wo
>unsereiner das Zeug für eigene Mischungen kaufen kann? Bin bei meiner
>letzten Nachfrage letztendlich immer bei den einschlägigen Substratwerken
>gelandet.

In der CH wohl in Gartencenter erhältlich. (Sonst nachfragen)
http://www.ricoter.ch/g/default.asp?index=hobby


Anfangs Jahr hatte mein Lieferant mühe mit der Toresa-Lieferung.
Meine Vermutung: Die Holzfasern waren mit organischen N angereichert, dass es
nicht zu einer
N-Bindung der Mikroorganismen kommt. In der CH ist seit 1.1.2001 ein
Handelsverbot von organischen
Düngern (BSE), Ausnahme Sonderregelung (http://www.hauert.com/info.htm). Dies
bewirkte, dass die
Substrate keinen organischen Dünger mehr enthalten.

>>
>> Für Experimentierfreudige, mögliche Torf-Ersatz Soffe,
>> Kokosfasern
>> Reisspelzen
>> Holzfasern
>aber bitte ggf. N-Problematik bedenken.
>> Perlit
>
>Besser noch ist Vermiculit!
>> Kompost
>Wobei Kompost und Kompost nicht das selbe ist. Nährstoffgehalte und
>Rottegrade beachten!
>
>> Hydrokultur: Lecca, Steinwolle, Glasfasern, Polyuretan? ...
>Hiiiiiilfe ;-(( Sage cih zumindest als Öko.
>
>Alternativen (Auch z.B. Hydrokultur, eher Dachbegrünugn ;-)): Lava, Bims
>> Karton
>> Chinaschilf
>> Hanffasern
>> Dinkelspreu
>> verottete Strohhäcksel (mit N angereichert)
>> Styropor fein
>Nochmals Hiiiiiielfe ;-(((
>> und was ich sonst noch vergessen habe...
>>

>.... ist mir womöglich eingefallen :-))


Tonscherben (Salzgehalt beachten)


>
>> so grob: das Aussaatsubstrat sollte möglichst einen tiefen Salzgehalt
>haben,
>> einen pH-Wert zwischen 6 -7 (H2O), luftig, wasserhaltend, keimfrei, frei
>von
>> pflanzenschädigende Stoffe, den N nicht stark bindend und nicht zu stark
>> biologisch aktiv.

>> Wer hat noch weitere Erfahrungen/Ideen?
>>
>Ideen siehe oben. Meine Erfahrungen beruhen eher auf Mineralsubstraten, da
>ich Stauden für die Dachbegrünung heranziehe.
>
>Wobei wir wieder beim Thema sind: Vor zwei Jahren habe ich wilde Erdbeeren
>auf meinem damalig aktuellen Mineralsubstrat ( 40 % Lava; 40%Bims, 20 %
>Grüngutkompost) direkt in Multitopfplatten auf dem Freiland ausgesäht.
>Keimte zwar spät aber wächst saumäßig gut!!!

>Dipl.- Ing. Stephan Romahn
>Garten- und Landschaftsarchitekt


Mit erinem gärtnerischen Gruss

Ralf Gutzki

unread,
Mar 14, 2001, 5:44:34 AM3/14/01
to

Gerhard Zahn schrieb:
> ...


> Frag' mich nicht, warum die anfingen zu schimmeln. Wahrscheinlich
> muss man sie zu häufig befeuchten.

Hi Gerhard,

die Kokosblöcke sind gepresst und müssen in 10 Liter Wasser.
Danach sind sie pitsche Nass.
Das sich da Pilze bilden ist kein Wunder.
Vermischt mit Erde, im Blumenkasten oder Topf für größere
Pflanzen, habe ich noch keine Probleme gehabt.
Für die Anzucht muß da wohl ein Fungizit mit rein.

tschüs ... ralf

Stephan Romahn

unread,
Mar 14, 2001, 5:26:02 AM3/14/01
to
Hallo Ernst,
> >>
> >> Wenn schon naturnah, dann bitte tieferen, oder keinen Torfgehalt.
>
>
> >>
> >> Meine Substratmischung (Erwerbsgartenbau) bsteht zur Zeit aus 33% Torf,
> >33%
> >> Toresa (aufgefaserte, angerottete, mit N imprägnierte Holzfasern), 33%
> >> sterilisierten Kompost.
> >
> >Machst Du die selber?
> Ja, da handeslübliche Aussat und Pikiersubstrate meist höheren Torfgehalt
haben.
> Eine etwas einfache Gleichung:
> Je mehr Torf, desto günstiger das Substrat.
> (Ich weiss, es ist eine Verallgemeinerung, aber trifft leider oft zu) :-(

Das dürfte im Moment so der Regelfall sein. >


>
> >Torfersatzstoffe wie TORESA sidn ja leider für die Kollegen Hobbygärtner
> >meines Wissens noch nicht uaf dem Markt erhältlich. Hast Du einen Tipp,
wo
> >unsereiner das Zeug für eigene Mischungen kaufen kann? Bin bei meiner
> >letzten Nachfrage letztendlich immer bei den einschlägigen Substratwerken
> >gelandet.
> In der CH wohl in Gartencenter erhältlich. (Sonst nachfragen)
> http://www.ricoter.ch/g/default.asp?index=hobby
>
>
> Anfangs Jahr hatte mein Lieferant mühe mit der Toresa-Lieferung.
> Meine Vermutung: Die Holzfasern waren mit organischen N angereichert, dass
es
> nicht zu einer
> N-Bindung der Mikroorganismen kommt. In der CH ist seit 1.1.2001 ein
> Handelsverbot von organischen
> Düngern (BSE), Ausnahme Sonderregelung (http://www.hauert.com/info.htm).
Dies
> bewirkte, dass die
> Substrate keinen organischen Dünger mehr enthalten.

Ich gehe mal davon aus, daß Toresa mit mineralischem Stickstoff behandelt
wird.
In der Taspo habe ich neulich gelesen, daß ein deutsches ERdenwerk wegen
Qualitätsproblemen vorübergehend keine Mischungen mit Torfersatzstoffen
hehrstellt. Da war wohl beim Produzenten der Wurm drin.
Leider ist ja auch die produzierte Menge noch bei weitem nicht genug um
direkt den ganzen Torf ersetzen zu können.

Soweit ich weiß, ist das aber wieder entschärft worden. Hornprodukte dürft
Ihr Eidgenossen doch wieder einsetzen ?!


> >>
> >> Für Experimentierfreudige, mögliche Torf-Ersatz Soffe,

[snip]
> Tonscherben (Salzgehalt beachten)

Wenn Du Recycling-Tonsplitt meinst, wäre ich da sehr sehr vorsichtig.
Die Streubreite ist wegen der verschiedenen Vorkommen sehr sehr weit. Zudem
ist oft löslicher viel löslicher Kalk, Fliesenreste, Glas etc. drin. In
einer neuen Fachzeitschrift ist ein Artikel mit einem Vergleichstest
verschiedener Schüttstoffe für Dachbegrünungssubstrate.
Bei den Ziegelvorkommen sind die Werte breit gestreut und teilweise
verheerend. Den Vogel schoß ein Material mit über 250 g Salz je Liter ab .
Aufgrund schlechter Erfahtungen baue ich Ziegelrecycling nur noch als
Material für Wege und Pkw-Zufahrten ein.

Bei neuem Ziegelsplitt und guten gesicherten RC-Vorkommen mag die Lage
anders sein.

--

Freundliche Grüße

Dipl.- Ing. Stephan Romahn
Garten- und Landschaftsarchitekt

Stephan Romahn

unread,
Mar 14, 2001, 5:15:52 AM3/14/01
to
Hallo Horst,

> ber bitte ggf. N-Problematik bedenken.
> >> Perlit
> >
> >Besser noch ist Vermiculit!
>
> Wo ist da der Unterschied?
> Perlite und Vemeculite sind meines Wissens beides körnige Dämmstoffe
> aus aufgeschäumten anorganischen Materialien.

Soweit hast Du recht, aber:.
Perlite ist ein unterseeisches vulkanisches Glas, das dann aufgeschäumt
wird.
Vermikulite ist ein Dreischicht-Tonmineral, das ebenfalls gebläht werden
kann.

Beide können z.B als Dämmstoffe, vor allem für Feuerdämmende Bauweisen
genommen werden. Vielfach wird vor allem auch Vermiculite als Beimengung in
Torfstubstrate zur Sicherung der Duchtlüftung genommen. Das sind dann die
weißen Kügelchen/Bröckchen, die nicht so aussehen wie Styropor ;-)
Vermiculite hat wie alle Dreischichtminerale für us Gärtner interessante
elektrische Eigenschaften. Durch die Ladungsverhältnisse
im Mineral können Nährstoffionen reversivel angelagert werden. Vermiculit
ist also ein "Nährstoffspeicher" oder korrekter ein Ionenaustauscher.
Perlite ist elekrisch neutral.

>
> >Wobei wir wieder beim Thema sind: Vor zwei Jahren habe ich wilde
Erdbeeren
> >auf meinem damalig aktuellen Mineralsubstrat ( 40 % Lava; 40%Bims, 20 %
> >Grüngutkompost) direkt in Multitopfplatten auf dem Freiland ausgesäht.
> >Keimte zwar spät aber wächst saumäßig gut!!!
>
> Als Öko? Hast du mal in der Eifel gesehen wie z.B. die Eifellava
> abgebaut wird? Da werden ganze Berge im Tagebau entfernt und ganze
> Landschaften zerstört.

Jawohl. Für Torf werden Moore zerstört, Für Kies/Sand werden Löcher
gebuddelt und Für Lava werden einige Eifelberge abgetragen.
Meine Meinung zu Torf dürfte inzwischen bekannt sein. Leider läßt es sich
für die Gewinnung von Baustoffen nicht vermeiden, daß wir die Natur nutzen
und teilweise auch zerstören.
Sofern - wie das in der Eifel ist - die Abbauflächen nachher wertvolle
Sekundärbiotope ergeben oder rekultiviert werden, kann ich da mit einigen
Bauchschmerzen mit leben. Die "Zerstörung ganzer Landschaften" ist da wohl
etwas übertrieben.
Auch Deine Kläranlagen und Kanalrohre wachsen leider nicht vom Himmel, wie
auch unser aller Straßen und Häuser (sofern sie nicht aus Holz sind).

Also ich bin ökologisch gesinnt, kompromissbereit und keinesfalls fanatisch.

>Bims kommt m.W. fast nur noch aus Griechenland,
> rechne dir mal den Schadstoffausstoss (Stichwort CO2) allein für die
> Fracht aus.

Mein Bims für die Dachbegrünung kommt immer noch aus dem Neuwieder Becken.
Aber Du hast recht: Die dort ansässige Baustoffindustrie importiert per
Schiff viel ausländischen Bims für die Produktion von Leichtbaustoffen
(Bimsbetonsteine etc.), da der deutsche Bims knapper wird und komischerweise
teurer als der Import-Bims ist.
... und die Baustoffe werden dann für ökologische Niedrigenergiehäuser
verbaut .......

> Tja, alles ist relativ ;-((.

Da hast Du relativ recht ;-)

Es ist halt allles eine Abwägungssache. Alternativen wären die künstlich
geblähten Leichtbaustoffe Blähton und Blähschiefer. Die sind aber erst mal
vegetationstechnisch für mich wesentlich schlechter, teurer und mit hohem
Einsatz von Primärenerrgie produziert. Da gehe ich halt den Kompomiss ein,
ab und an mal einen LKW mit vulianischem Material durch Deutschland fahren
zu lassen.

Mit gewissen Recyclingmaterialien in Substraten habe ich auch schon so meine
schlechten und teurern Erfahrungen gemacht, daß mir Ziegelrecycling auf
Bauabbruch nicht mehr reinkommt.

Aber zu Deinem Trost: Als Ersatz für die Lava habe ich für künftige
Mischungen seit wenigen Tagen ein anderes Recyclinmaterial im Auge.

Stephan Romahn

unread,
Mar 14, 2001, 5:27:41 AM3/14/01
to
Hallo Thomas,

> > Dürfte wohl AGrosil SR von Bayer sein. Vom Prinzip eine gute Sache.
> > Compo ist übrigens eine Bayer-Tochter ;-)
>
> da muß ich leider sagen: Stimmt nicht.
> Compo war bis vor kurzem noch BASF-Tochter
> und
> Gehört seit dem letzten Jahr zu K+S (Kali+Salz).

Also ganz daneben war ich nicht: Compo ist eng verwandt mit einem der
größten Deutschen Chemiekonzerne ;-()

Stephan Romahn

unread,
Mar 14, 2001, 5:35:42 AM3/14/01
to
Hallo Gerhard,

> >Haben nur "Anzuchterde" von Compo Sana. Ist allerding ein komisches
> >Zeugs, sieht aus wie Komposterde, die vor (!) dem Kompostieren mit
> >Torf versetzt wurde.
> >
> >Habe gerade nachgeschaut, es handelt sich um
> >
> >96% Hochmoortorf (pfui, hab` ich aber jetzt erst gesehen)
>
> schrei nicht so laut pfui, finde erst mal gute Anzuchterde ohne Torf...
>
> > 4% Perlite
> >+ Agrosil-Wurzelaktivator (Bayer?)
>
> Mit so'nem Zeugs experimetieren auch die Zierpflanzen-Betriebe.
> Scheint wirklich die Bewurzelung zu fördrn.

Agrosil ist ein Silikat-Koloid mit Gel-Sol-Eigenschaften.
Es fördert die Bodenstruktur und die Aufnahme der Wurzen für Phosphate. Am
Ende kommt tatsächlich besseres Wurzelwerk heraus.
Selbiges geht auch mit Braunalgen-Extrakten wie ich sie einsetze.


>
> >+ echtem Seevogelguano,
>
> Auch pfui, da sehr weit gereist...:-(

Sehe ich auch so.


>
> >Die wichtigsten Nährstoffe sind auch angegeben:
> >
> >verfügbarer Nitratstickstoff 100 - 250 mg/l
> >verfügbares Phosphat P2O5 100 - 250 mg/l
> >verfügbares Kaliumoxid K2O 150 - 300 mg/l
> >Salzgehalt 1 - 1,5 mg/l
> >pH-Wert 5 - 6,5
> >
> >Was haltet ihr davon?
>
> Als Markensubstrat wird man da kaum viel dran deuteln können.
> Für Aussaaten würde ich nochmal mit 50 % Sand strecken.

..... und so bekommst Du auch aus jeder herkömmlichen Handelserde oder gar
selbst gemischten Mischung ein passables Anzuchtsubstrat. :-))))

Ich kann mich an meine Lehre erinnern: da haben wir gewisse Stecklinge im
Treibkasten in puren Sand gesteckt. Die Lehrlinge mußten zwar häufig mit
Wasser sprengen, aber es ging einwandfrei.

Ralf Gutzki

unread,
Mar 14, 2001, 6:14:37 AM3/14/01
to

Stephan Romahn schrieb:
> ...
> Aber zu Deinem Trost: Als Ersatz für die Lava habe ich für künftige
> Mischungen seit wenigen Tagen ein anderes Recyclinmaterial im Auge.

Hi Stephan,

welches, welches ....
Drück es uns aufs Auge .>)

tschüs ... ralf

G Wolmershaeuser

unread,
Mar 14, 2001, 1:16:39 PM3/14/01
to
Stephan Romahn schrieb:

>
> Perlite ist ein unterseeisches vulkanisches Glas, das dann aufgeschäumt
> wird.

Hallo Stephan,
unterseeisch? Dort kann man dieses Gestein zwar auch finden. Aber die
Hauptabbaugebiete z.B. in New Mexico liegen an Land.

> ..... Perlite ist elekrisch neutral.

Vermiculit ist natürlich auch elektrisch neutral (trotz seiner leicht
austauschbaren Kationen in den Zwischenschichten)

Gruß
G.W.
--
G. Wolmershaeuser
wolm...@chemie.uni-kl.de

Pamela Riedl

unread,
Mar 14, 2001, 1:36:03 PM3/14/01
to
Hallo Ulrike!

"Ulrike Pasching" schrieb:

> viele Gartenbücher und empfehlen TKS 1. Allerdings habe ich das noch nie
> in einem Geschäft gesehen (in Österreich).

Ich bilde mir ein, ich habe es im Lagerhaus gesehen. Könnte aber auch TKS 2
gewesen sein. Wenn ich das nächste Mal vorbeifahre, werde ich genau schauen.

Pamela


Horst Hollensteiner

unread,
Mar 14, 2001, 2:52:21 PM3/14/01
to
Hallo Stephan,

Stephan Romahn schrieb am Wed, 14 Mar 2001 11:15:52 +0100:


>Also ich bin ökologisch gesinnt, kompromissbereit und keinesfalls fanatisch.

Ab und zu muss ich mal ein wenig piksen, damit alles "auf dem Teppich"
bleibt.
Wir hatten ja mal schon so eine Diskussion, Ich kann mir aber immer
noch nicht vorstellen, dass es wichtigere und weniger wichtige
Naturräume auf unserem Erdball gibt. Nur der Mensch ist so vermessen,
entsprechende Einteilungen vorzunehmen. Eben weil er es ja ist, der
die Lebensräume der anderen Mitgeschöpfe auf Grund seines ungebremsten
Fortpflanzungstriebes zerstört.

snip

>Es ist halt allles eine Abwägungssache. Alternativen wären die künstlich
>geblähten Leichtbaustoffe Blähton und Blähschiefer. Die sind aber erst mal
>vegetationstechnisch für mich wesentlich schlechter, teurer und mit hohem
>Einsatz von Primärenerrgie produziert. Da gehe ich halt den Kompomiss ein,
>ab und an mal einen LKW mit vulianischem Material durch Deutschland fahren
>zu lassen.
>
>Mit gewissen Recyclingmaterialien in Substraten habe ich auch schon so meine
>schlechten und teurern Erfahrungen gemacht, daß mir Ziegelrecycling auf
>Bauabbruch nicht mehr reinkommt.
>
>Aber zu Deinem Trost: Als Ersatz für die Lava habe ich für künftige
>Mischungen seit wenigen Tagen ein anderes Recyclinmaterial im Auge.

Ab und an müssen wir mal einen alten Trpfkörper abbrechen. Da fallen
dann so zwischen 300 und 1000 cbm Eifellava auf einen Schlag an. Die
Entsorgung ist nicht so einfach, weil es sich um ein grobkörniges aber
gleichförmiges Material handelt (Korngrösse so 30-60 mm). Manche
Behörden halten es für kontaminiert "weil ja Abwasser darüber verteilt
wurde". Ist aber völliger Quatsch, die in geringen Mengen eingelageten
Bakterienkulturen (die bilden sich nämlich auf dem Material und
reinigen das Abwasser) sind, was Untersuchungen nachgewiesen haben,
keinesfalls toxisch verseucht. Die Schwermetallgehalte dürften sich
ebenfalls wegen der geringen Mengen an organischer Masse in kaum
nachweisbaren Grenzen halten. Falls du Interesse hast, schick mir mal
´ne Mail. Das Material müsste jedoch für deine Zwecke noch über einen
Brecher. Im Augenblick ist der Abbruch für die alte Kläranlage
Sendenhorst im Ausschreibungsverfahren, da fallen so 400-600 cbm
Eifellava an.

Ulrike Pasching

unread,
Mar 14, 2001, 3:21:49 PM3/14/01
to
Halo Pamela,

herzlichen Dank! Ich gehe selten ins Lagerhaus, vor allem wegen der
dämlichen Öffnungszeiten (Samstag wird um 12 geschlossen). Jetzt muß ich
es doch mal heimsuchen!

Gruß Ulli


Gerhard Zahn

unread,
Mar 14, 2001, 5:13:03 PM3/14/01
to
On Wed, 14 Mar 2001 11:44:34 +0100 Ralf Gutzki <r.gu...@t-online.de>
wrote:

Hallo Ralf,

>> Frag' mich nicht, warum die anfingen zu schimmeln. Wahrscheinlich

>> muss man sie zu häufig befeuchten.

zwischenzeitlich habe ich gelesen, dass Kokosfaser, Perlit u feine Rinde
zu gleichen Teilen gemischt ein brauchbares Substrat für die
Stecklingsvermehrung aus Koniferen abgibt.
Also vermute ich mal eher, dass das mit dem Schimmeln ein Ausrutscher
war.

>die Kokosblöcke sind gepresst und müssen in 10 Liter Wasser.
>Danach sind sie pitsche Nass.
>Das sich da Pilze bilden ist kein Wunder.

Ein Wunder ist es, wenn sich bei Nässe in einem Saat- oder
Pflanzsubstrat keine Pilze bilden.
Insoweit ist Torf ein Wundersubstrat.

>Vermischt mit Erde, im Blumenkasten oder Topf für größere
>Pflanzen, habe ich noch keine Probleme gehabt.

>Für die Anzucht muß da wohl ein Fungizit mit rein.

Wie bitte?
Da flippen die Leute aus, wenn man rät, Samen zu beizen um
Auflaufkrankheiten zu vermeiden u dann kommst du mit dem Vorschlag,
gleich das ganze Anzuchtsubstrat mit einem Fungizid zu versetzen?
Das kann's ja wohl nicht sein. Auf so ein Substrat kann ich gerne
verzichten....

Stephan Romahn

unread,
Mar 15, 2001, 7:58:29 AM3/15/01
to
Hallo Ralf,
>
> Letztes Jahr habe ich einen Versuch mit Gartenerde/Vogelsand
> gemisch gemacht.
> Ergebnis:
> schnell zu trocken, also mußte ich täglich Befeuchten
> viele Unerwünschte Wildkräuter und Moose dabei
> wärend das Brokkolie recht gut würde ist mir Majoran eingegangen,
> das Majoran in der Aufzuchterde kam dagegen Prima.
> die Tomate wurde nur sehr mickrich im Vergleich zu dennen
> in Anzuchterde und mit dem Salbei war es genauso
> der Kapuzinerkresse war es scheinbar egal die kamm
> in beiden Substraten gleich gut
>
> Dieses Jahr werde ich ein Versuch mit:
> 1/3 Gartenerde
> 1/3 Vogelsand
> 1/3 Kokosfasern
> etwas Wurzelhormon
> Algan (Algenmittel)
> Schachtelhalm
>
Den Vogelsand/Quarzsand würde ich durch andere materialien ersezten.
Entweder ungewaschenen Lehmsand (dann Gartenerde-Anteil evtl verringern)
oder offenporige Materialien. Wenn Du Bims oder Lava 0/3 oder 0/5´bekämest
wäre da ideal.

> Oder sollte ich die Gartenerde lieber ganz weg lassen?
Kommt drauf an, was außer Garten noch in der Erde ist ;-))
Ein bisschen Lehm/Ton und Leben im Substrat ist jedenfalls immer gut.

Stephan Romahn

unread,
Mar 15, 2001, 7:53:34 AM3/15/01
to
Hallo,

>
> Ein Wunder ist es, wenn sich bei Nässe in einem Saat- oder
> Pflanzsubstrat keine Pilze bilden.
> Insoweit ist Torf ein Wundersubstrat.

..... denn darauf bilden sich nur Algen ;-(

Stephan Romahn

unread,
Mar 15, 2001, 7:51:39 AM3/15/01
to
Hallo Horst,

>
> >Also ich bin ökologisch gesinnt, kompromissbereit und keinesfalls
fanatisch.
>
> Ab und zu muss ich mal ein wenig piksen, damit alles "auf dem Teppich"
bleibt.

Solange Du nicht so fest piekst, daß Blut auf den Teppich läuft, gerne ;-)

> Wir hatten ja mal schon so eine Diskussion, Ich kann mir aber immer
> noch nicht vorstellen, dass es wichtigere und weniger wichtige
> Naturräume auf unserem Erdball gibt.

Hat das jemand behauptet? Es gibt nur wchtige Lebensräume.

>Nur der Mensch ist so vermessen,
> entsprechende Einteilungen vorzunehmen. Eben weil er es ja ist, der
> die Lebensräume der anderen Mitgeschöpfe auf Grund seines ungebremsten
> Fortpflanzungstriebes zerstört.
>
> snip
>
> >Es ist halt allles eine Abwägungssache. Alternativen wären die künstlich
> >geblähten Leichtbaustoffe Blähton und Blähschiefer. Die sind aber erst
mal
> >vegetationstechnisch für mich wesentlich schlechter, teurer und mit hohem
> >Einsatz von Primärenerrgie produziert. Da gehe ich halt den Kompomiss
ein,
> >ab und an mal einen LKW mit vulianischem Material durch Deutschland
fahren
> >zu lassen.
> >
> >Mit gewissen Recyclingmaterialien in Substraten habe ich auch schon so
meine
> >schlechten und teurern Erfahrungen gemacht, daß mir Ziegelrecycling auf
> >Bauabbruch nicht mehr reinkommt.
> >
> >Aber zu Deinem Trost: Als Ersatz für die Lava habe ich für künftige
> >Mischungen seit wenigen Tagen ein anderes Recyclinmaterial im Auge.
>
> Ab und an müssen wir mal einen alten Trpfkörper abbrechen. Da fallen
> dann so zwischen 300 und 1000 cbm Eifellava auf einen Schlag an.

Wobei wir wieder einmal sehen: Auch für die Abwassermänner gibt es nichts
besserse als offenporige Naturmaterialien.

> Entsorgung ist nicht so einfach, weil es sich um ein grobkörniges aber
> gleichförmiges Material handelt (Korngrösse so 30-60 mm).

Ich würde es durch eine mobile Brecheranlage laufen lassen, sieben und
günstig an Gärtner verkaufen :-))
Man kann auch ohne Zerkeinerung z. B. den weltallerbesten Schotterrasen
damit bauen.

>Manche
> Behörden halten es für kontaminiert "weil ja Abwasser darüber verteilt
> wurde".

.... und Klärschlamm ist ja auch in mancher Augen automatisch Sondermüll
....

>Ist aber völliger Quatsch, die in geringen Mengen eingelageten
> Bakterienkulturen (die bilden sich nämlich auf dem Material und
> reinigen das Abwasser) sind, was Untersuchungen nachgewiesen haben,
> keinesfalls toxisch verseucht.

Sonst wären die ja auch ziemlich tot und würden keinen Belebtschlamm bilden,
oder ?

>Die Schwermetallgehalte dürften

"dürfen" oder halten sie sich tatsächlich ??

>sich ebenfalls wegen der geringen Mengen an organischer Masse in kaum
> nachweisbaren Grenzen halten. Falls du Interesse hast, schick mir mal
> ´ne Mail.

Interesse ist hiermit bekundet.

>Das Material müsste jedoch für deine Zwecke noch über einen
> Brecher.

Habe ich auch schon festgestellt.

>Im Augenblick ist der Abbruch für die alte Kläranlage Sendenhorst im
Ausschreibungsverfahren, da fallen so 400-600 cbm
> Eifellava an.

Aber Sendenhorst hört sich nach weit weg und teuer Fracht an. Aber
schaun´mer mal.
Wäre evtl. interessant zur Verbesserung meines Ackerbodens.

Ralf Gutzki

unread,
Mar 15, 2001, 5:18:47 AM3/15/01
to
Gerhard Zahn schrieb:
> ...

> zwischenzeitlich habe ich gelesen, dass Kokosfaser, Perlit u feine
> Rinde
> zu gleichen Teilen gemischt ein brauchbares Substrat für die
> Stecklingsvermehrung aus Koniferen abgibt.
> Also vermute ich mal eher, dass das mit dem Schimmeln ein
> Ausrutscher war.

Hi Gerhard,

der Ausrutscher kamm dann aber auch gleich zwei mal vor :>(
Bei einer Bekannten und bei mir.
Vielleicht war die Ware auch mit Pilzsporen belastet, wir
haben nähmlich im gleichen Laden eingekauft.

Ich habe noch einen Kokosblock und werde es nochmal
ausprobiren.

>...

> >Für die Anzucht muß da wohl ein Fungizit mit rein.
>
> Wie bitte?
> Da flippen die Leute aus, wenn man rät, Samen zu beizen um
> Auflaufkrankheiten zu vermeiden u dann kommst du mit dem
> Vorschlag, gleich das ganze Anzuchtsubstrat mit einem Fungizid
> zu versetzen?

Als Vorschlag war das von mir nicht gedacht.
Ist meine Persönliche Schlußfolgerung gewesen.

> Das kann's ja wohl nicht sein. Auf so ein Substrat kann ich
> gerne verzichten....

Mich hat das auch geschockt ;>(
Darum habe ich mir wieder Aufzuchterde gekauft. Wegen des
Torfanteils bin ich damit jedoch nicht Glücklich ;>(

Letztes Jahr habe ich einen Versuch mit Gartenerde/Vogelsand
gemisch gemacht.
Ergebnis:
schnell zu trocken, also mußte ich täglich Befeuchten
viele Unerwünschte Wildkräuter und Moose dabei
wärend das Brokkolie recht gut würde ist mir Majoran eingegangen,
das Majoran in der Aufzuchterde kam dagegen Prima.
die Tomate wurde nur sehr mickrich im Vergleich zu dennen
in Anzuchterde und mit dem Salbei war es genauso
der Kapuzinerkresse war es scheinbar egal die kamm
in beiden Substraten gleich gut

Dieses Jahr werde ich ein Versuch mit:
1/3 Gartenerde
1/3 Vogelsand
1/3 Kokosfasern
etwas Wurzelhormon
Algan (Algenmittel)
Schachtelhalm

Oder sollte ich die Gartenerde lieber ganz weg lassen?

tschüs ... ralf

Stephan Romahn

unread,
Mar 15, 2001, 7:39:08 AM3/15/01
to
Hallo,

> >
> > Perlite ist ein unterseeisches vulkanisches Glas, das dann aufgeschäumt
> > wird.
>
> Hallo Stephan,
> unterseeisch? Dort kann man dieses Gestein zwar auch finden. Aber die
> Hauptabbaugebiete z.B. in New Mexico liegen an Land.

Mag sein, aber als der Vulkan geblubbert hat, war Wasser drüber. Alles was
wir so z. B. als Kalkstein haben war auch mal unter Wasser, und die Alpen
auch ;-)))
Die ERde hebt und senkt sich halt im Lauf von vielen tausend Jahren.


>
> > ..... Perlite ist elekrisch neutral.
>
> Vermiculit ist natürlich auch elektrisch neutral (trotz seiner leicht
> austauschbaren Kationen in den Zwischenschichten)

Von mir aus gerne, denn ich bin Gärtner und weder Chemiker noch Elekriker
;-))
Jedernfalls kann Vermikulite durch elektrische Ladungen Ionen reversibel
anlagern.

Ralf Gutzki

unread,
Mar 15, 2001, 10:08:19 AM3/15/01
to
Stephan Romahn schrieb:
>...

> Den Vogelsand/Quarzsand würde ich durch andere materialien ersezten.

Hi Stephan,

ach! ich dachte durch die Mineralien im Vogelsand sei dieser Ideal.
Gibt es einen Grund warum Du ihn nicht nehmen würdest?

> Entweder ungewaschenen Lehmsand
> (dann Gartenerde-Anteil evtl verringern)
> oder offenporige Materialien. Wenn Du Bims oder Lava 0/3 oder
> 0/5´bekämest wäre da ideal.

Da werde ich mal im Baumarkt schauen.
Auch das Gartencenter werde ich mal Befragen.

> > Oder sollte ich die Gartenerde lieber ganz weg lassen?
> Kommt drauf an, was außer Garten noch in der Erde ist ;-))

Lehm und Sand zu etwa gleichen Teilen mit etwas Ton und
ordentlich Humus. Wildkräuter Samen und Moose inklusive.

tschüs ... ralf

Ralf Gutzki

unread,
Mar 16, 2001, 5:09:57 AM3/16/01
to
Stephan Romahn schrieb:
> >(RG)

> > ach! ich dachte durch die Mineralien im Vogelsand sei dieser Ideal.
> > Gibt es einen Grund warum Du ihn nicht nehmen würdest?
> >
>
> Sogar zwei:
> Erstens ist das Zeug zu fein und zweitens zu teuer.

Hi Stephan,

das mit dem zu teuer kann ich bei meinen Mengen noch
verkraften :>) aber das mit dem zu fein ist nicht fein :>(

Wie sieht es mit Sand für Kindersandkisten aus?
Der müßte doch gröber sein, ist Sauber und auch
in kleinen Mengen zu bekommen.

>....


> > Da werde ich mal im Baumarkt schauen.
> > Auch das Gartencenter werde ich mal Befragen.
>

> Ich denke mal, da wird es bei Hobby-Gärtner-Kleinmengen schlecht
> aussehen.
> Ich könnte Dir ja einen LKW voll liefern lassen ;-)

Fein, leider zu viel und dann zu teuer :>)

> ...


> >Wildkräuter Samen und Moose inklusive.
>

> Das könnte wiederum problematisch werden ;-(

Würde es auch ;>(

tschüs ... ralf

G Wolmershaeuser

unread,
Mar 16, 2001, 10:08:49 AM3/16/01
to
Stephan Romahn schrieb:

>
> Mag sein, aber als der Vulkan geblubbert hat, war Wasser drüber.

Sicher? Willst Du allen Ernstes behaupten, es gäbe nur unterseeischen
Vulkanismus?

> Alles was
> wir so z. B. als Kalkstein haben war auch mal unter Wasser, und die Alpen
> auch ;-)))

Was hat karbonatisches Sedimentgestein mit magmatischem Gestein zu
tun?

> Von mir aus gerne, denn ich bin Gärtner und weder Chemiker noch Elekriker
> ;-))

Schon gut, aber würdest Du es auch klaglos hinnehmen, wenn ich als
Nicht-Gärtner z.B. behauptete, Rhododendron meddianum var.
atrokermesianum sei ideal zur Dachbegrünung in Frostlagen?

Stephan Romahn

unread,
Mar 15, 2001, 12:12:27 PM3/15/01
to
Hallo Ralf,

> > Den Vogelsand/Quarzsand würde ich durch andere materialien ersezten.
>
> Hi Stephan,
>
> ach! ich dachte durch die Mineralien im Vogelsand sei dieser Ideal.
> Gibt es einen Grund warum Du ihn nicht nehmen würdest?
>

Sogar zwei:


Erstens ist das Zeug zu fein und zweitens zu teuer.

> > Entweder ungewaschenen Lehmsand


> > (dann Gartenerde-Anteil evtl verringern)
> > oder offenporige Materialien. Wenn Du Bims oder Lava 0/3 oder
> > 0/5´bekämest wäre da ideal.
>
> Da werde ich mal im Baumarkt schauen.
> Auch das Gartencenter werde ich mal Befragen.

Ich denke mal, da wird es bei Hobby-Gärtner-Kleinmengen schlecht aussehen.


Ich könnte Dir ja einen LKW voll liefern lassen ;-)

> > > Oder sollte ich die Gartenerde lieber ganz weg lassen?


> > Kommt drauf an, was außer Garten noch in der Erde ist ;-))
>
> Lehm und Sand zu etwa gleichen Teilen mit etwas Ton und

> ordentlich Humus. #

Das ist gut :-)

>Wildkräuter Samen und Moose inklusive.

Das könnte wiederum problematisch werden ;-(

--

Stephan Romahn

unread,
Mar 19, 2001, 8:50:22 AM3/19/01
to
Hallo Gerd,

> > Mag sein, aber als der Vulkan geblubbert hat, war Wasser drüber.

Jawohl, in diesmFall sicher :-))

> Sicher? Willst Du allen Ernstes behaupten, es gäbe nur unterseeischen
> Vulkanismus?

Habe ich jemals behauptet, es gäbe NUR unterseeischen Vulkanismus ???
Es gibt beides.


>
> > Alles was
> > wir so z. B. als Kalkstein haben war auch mal unter Wasser, und die
Alpen
> > auch ;-)))
>
> Was hat karbonatisches Sedimentgestein mit magmatischem Gestein zu
> tun?

Nichts, außer das es hart ist und wie Vermiculite mal unter Wasser war ;-))

> > Von mir aus gerne, denn ich bin Gärtner und weder Chemiker noch
Elekriker
> > ;-))
>
> Schon gut, aber würdest Du es auch klaglos hinnehmen, wenn ich als
> Nicht-Gärtner z.B. behauptete, Rhododendron meddianum var.
> atrokermesianum sei ideal zur Dachbegrünung in Frostlagen?

Mit Fußbodenheizung und entsprechendem Substrat könnte das evtl. sogar
klappen ;-)

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