ich bin auf der suche nach des Rätsels Lösung! ;-)
Habe eine Sarracenia geschenkt bekommen, laut Bezeichnung ist Sie Sarracenia
Hybride.
Aber ein Hybride ist doch eine Kreuzung zweier verschiedener Arten oder?
Ich hab auf meiner HP ein paar Bilder bereitgestellt, wer mag kann ja mal
schauen und mir vielleicht des Rätsels Lösung nennen ;-)
http://sir.christian.deerberg.bei.t-online.de
Mfg
Christian Deerberg
Hallo,
es könnte eine Sarr. purpurea sein. Sie sieht ihr nämlich ziemlich ähnlich.
Die eingekreuzte Art kann ich aber nicht herausbekommen.
Gruß
André
>Habe eine Sarracenia geschenkt bekommen, laut Bezeichnung ist Sie Sarracenia
>Hybride.
>Aber ein Hybride ist doch eine Kreuzung zweier verschiedener Arten oder?
>
Mindestens ;-) So richtig interessant wird es dann, wenn Hybriden
weitergekreuzt werden. Sarracenia x "Extreme Unction" zB ist laut
Literatur Sarracenia minor x [(psittacina x flava) x flava]...
Gerade bei Sarracenien scheint bei der gleichzeitigen Haltung mehrerer
Arten eine Hybridisierung häfiger zu sein als eine artreine Vermehrung
- im Moorbeet hat man irgendwann "Haribo bunte Mischung".
>Ich hab auf meiner HP ein paar Bilder bereitgestellt, wer mag kann ja mal
>schauen und mir vielleicht des Rätsels Lösung nennen ;-)
>
Könnte S. purpurea x flava sein, der purpurea-Anteil ist eigentlich
klar erkennbar.
Der Züchter dürfte laut Schild die Gärtnerei "Gartenbau Weilbrenner"
sein, sie liefern Karnivoren vor allem an Baumärkte. URL hab ich
leider nicht.
HTH,
Thomas
--
Wir sind auf dem richtigen Weg -
10.000 Lemminge können sich nicht irren!
Hallo Thomas,
>>Habe eine Sarracenia geschenkt bekommen, laut Bezeichnung ist Sie Sarracenia
>>Hybride.
>>Aber ein Hybride ist doch eine Kreuzung zweier verschiedener Arten oder?
>>
>Mindestens ;-)
keinesfalls.
Es ist den echten Arten so eigen, dass sie sich gar nicht miteinander
kreuzen lassen. Mal von Übergangsformen abgesehen, die sich zwar gerade
noch kreuzen lassen, dann aber keine keimfähigen Samen mehr ansetzen.
Was gekreuzt wird, sind immer Sorten ein u derselben Art.
Und bei Hybriden sind es meist reinerbige Linien von zwei Sorten, die
miteinander gekreuzt Samen hervorbringen, die zu F1-Hybriden werden.
Weiterkreuzen dieser Hybriden bringt dann meist nur noch Verdruss u
Enttäuschung. Aber zur Weitervermehrung werden Hybridsorten ja auch
nicht empfohlen.
Beste Grüße G e r h a r d
>keinesfalls.
>Es ist den echten Arten so eigen, dass sie sich gar nicht miteinander
>kreuzen lassen. Mal von Übergangsformen abgesehen, die sich zwar gerade
>noch kreuzen lassen, dann aber keine keimfähigen Samen mehr ansetzen.
>
Hab Erbarmen, ich bin kein Biologe ;)
Im Ernst - ich hab mich bisher immer danach gerichtet, ob die Pflanze
nun einen eigenen wissenschaftlichen Artnamen hatte oder nicht.
Sarracenia purpurea und S. psittacina wären demnach zB zwei
verschiedene Arten, S. purpurea ssp purpurea und S. purpurea ssp
venosa zwei Varianten der gleichen Art.
Gerüchten zufolge ist der größte Teil der Flora eh hybridogen, die
Grenzen sollen die Fachleute ziehen. Ich sehe lieber beim Wachsen zu
;-)
CU, Thomas
>>>Habe eine Sarracenia geschenkt bekommen, laut Bezeichnung ist Sie
>>>Sarracenia Hybride.
>>>Aber ein Hybride ist doch eine Kreuzung zweier verschiedener Arten oder?
>>>
>>Mindestens ;-)
>
> keinesfalls.
> Es ist den echten Arten so eigen, dass sie sich gar nicht miteinander
> kreuzen lassen. Mal von Übergangsformen abgesehen, die sich zwar gerade
> noch kreuzen lassen, dann aber keine keimfähigen Samen mehr ansetzen.
>
> Was gekreuzt wird, sind immer Sorten ein u derselben Art.
> Und bei Hybriden sind es meist reinerbige Linien von zwei Sorten, die
> miteinander gekreuzt Samen hervorbringen, die zu F1-Hybriden werden.
Ähhhm. Also hier muss ich nochmal nachhaken: Bezieht sich obige Aussage
bezüglich der Kreuzbarkeit jetzt (a) speziell auf Sarracenia oder (b)
Pflanzen im allgemeinen? Im Fall (a) kann ich dazu nichts sagen (kenne mich
mit der Gattung nicht genug aus), im Fall (b) hätte ich aber meine ganz
erheblichen Zweifel...
Gruß, jsaul
Hallo,
>> Es ist den echten Arten so eigen, dass sie sich gar nicht miteinander
>> kreuzen lassen. Mal von Übergangsformen abgesehen, die sich zwar gerade
>> noch kreuzen lassen, dann aber keine keimfähigen Samen mehr ansetzen.
>>
>> Was gekreuzt wird, sind immer Sorten ein u derselben Art.
>> Und bei Hybriden sind es meist reinerbige Linien von zwei Sorten, die
>> miteinander gekreuzt Samen hervorbringen, die zu F1-Hybriden werden.
>
>Ähhhm. Also hier muss ich nochmal nachhaken: Bezieht sich obige Aussage
>bezüglich der Kreuzbarkeit jetzt (a) speziell auf Sarracenia oder (b)
>Pflanzen im allgemeinen?
bezieht sich auf Pflanzen im allgemeinen.
> Im Fall (a) kann ich dazu nichts sagen (kenne mich
>mit der Gattung nicht genug aus), im Fall (b) hätte ich aber meine ganz
>erheblichen Zweifel...
Tja, dann solltest du deine ganz erheblichen Zweifel irgendwie
begründen.
Und vielleicht gleich die Frage mit beantworten, warum für die
generative Vermehrung der einen Pflanzen etwas anderes gelten soll, als
für andere.
Und unsere mitwirkenden Biologen sollten sich da schleunigst auch
einbringen. Also: hepp! :-)
>>> Es ist den echten Arten so eigen, dass sie sich gar nicht miteinander
>>> kreuzen lassen. Mal von Übergangsformen abgesehen, die sich zwar gerade
>>> noch kreuzen lassen, dann aber keine keimfähigen Samen mehr ansetzen.
>>>
>>> Was gekreuzt wird, sind immer Sorten ein u derselben Art.
>>> Und bei Hybriden sind es meist reinerbige Linien von zwei Sorten, die
>>> miteinander gekreuzt Samen hervorbringen, die zu F1-Hybriden werden.
>>
>>Ähhhm. Also hier muss ich nochmal nachhaken: Bezieht sich obige Aussage
>>bezüglich der Kreuzbarkeit jetzt (a) speziell auf Sarracenia oder (b)
>>Pflanzen im allgemeinen?
>
> bezieht sich auf Pflanzen im allgemeinen.
>
>> Im Fall (a) kann ich dazu nichts sagen (kenne mich
>>mit der Gattung nicht genug aus), im Fall (b) hätte ich aber meine ganz
>>erheblichen Zweifel...
>
> Tja, dann solltest du deine ganz erheblichen Zweifel irgendwie
> begründen.
[Ich sollte vorab erwähnen, dass ich kein Biologe bin]
Bisher bin ich davon ausgegangen, dass Kreuzbarkeit nicht unbedingt als
Argument angeführt werden kann dafür, ob es sich um verschiedene Arten
handelt. Es gibt ja wirklich im ganzen Tier- und Pflanzenreich zuhauf
Beispiele für Kreuzbarkeit nicht nur zwischen verschiedenen Arten innerhalb
einer Gattung, sondern sogar zwischen verschiedenen Gattungen. Wobei der
Art- und Gattungsbegriff vom Menschen erfunden wurde, und die Pflanzen das
natürlich nicht wissen...
Beispiel Orchideen. Da gibt es Kreuzungen zwischen Arten verschiedener
Gattungen, die sich nicht im entferntesten ähneln. Die zwar noch der selben
Unterfamilie angehören, mehr aber auch nicht. Und solche Gattungshybriden
sind meistens noch nicht einmal steril, sondern können wiederun mit anderen
Gattungen gekreuzt werden. Um nicht ganz gen OT abzudriften, möchte ich als
Beispiel die Gattungen Cattleya und Brassavola anführen. Völlig verschieden
im Aussehen, und auch nicht allzu variablel. Aber problemlos kreuzbar.
Sicher sind die Gattungen verwandt, aber dennoch derart unterschiedlich,
dass der Gattungsstatus absolut gerechtfertigt scheint. Du argumentierst
jedoch, dass die Kreuzbarkeit nicht nur impliziere, es handele sich um ein
und dieselbe Gattung, sondern um ein und dieselbe Art. Was, wenn du dir mal
Fotos oder Pflanzen der erwähnten Gattungen ansiehst, absolut grotesk ist.
> Und vielleicht gleich die Frage mit beantworten, warum für die
> generative Vermehrung der einen Pflanzen etwas anderes gelten soll, als
> für andere.
Ich verstehe, woraus du hinaus willst: Art vs. Population. Wenn ich mir
ansehe, was Systematiker z.B. mit den Kakteen treiben, sträuben sich mir
die Haare. Da wird einer Varietät wegen etwas längerer Stacheln oder leicht
abweichender Blütenfarbe gleich Artstatus zugesprochen, während
offensichtlich verschiedene "Arten" in einer einzigen "Art" zusammengefasst
werden. Solche Widersprüche lassen sich sogar innerhalb einer einzigen
Gattung beobachten. Beispiel: Rebutia.
> Und unsere mitwirkenden Biologen sollten sich da schleunigst auch
> einbringen. Also: hepp! :-)
Die Meinung der Biologen würde mich allerdings auch mal interessieren.
Gruß, jsaul
Hallo,
>> Tja, dann solltest du deine ganz erheblichen Zweifel irgendwie
>> begründen.
>
>[Ich sollte vorab erwähnen, dass ich kein Biologe bin]
Dies zu sein, habe ich auch verpasst..:-(
Leider hat bisher keiner der Biologen hier ordnend eingegriffen...:-(
>Bisher bin ich davon ausgegangen, dass Kreuzbarkeit nicht unbedingt als
>Argument angeführt werden kann dafür, ob es sich um verschiedene Arten
>handelt.
Kreuzbarkeit mit fortdauernder Fertilität der Nachkommen (wirklich
dauerhaft fortdauernd u nicht nach zwei, drei Generationen versiegend)
wäre aber doch wohl ein umwerfendes Argument von einer Art auszugehen.
So wie im umgekehrten Fall verloren gehende Fertilität wohl kaum für
eine Art spricht. Eine nach Kreuzung zum Aussterben verdammte Art wäre
ja wohl eine höchst eigenartige Art, die lediglich gut dazu wäre, zum
"Artensterben" beizutragen.
>Es gibt ja wirklich im ganzen Tier- und Pflanzenreich zuhauf
>Beispiele für Kreuzbarkeit nicht nur zwischen verschiedenen Arten innerhalb
>einer Gattung, sondern sogar zwischen verschiedenen Gattungen.
Na ja, im Tierreich gibt's das wohl weniger, wenngleich auch hier die
Einordnung verschiedenster Lokalformen von zB sog. "Killifischen" in den
letzten Jahrzehnten schon die tollsten Blüten getrieben hat. Das
Zuordnungs- u Benennungsunwesen krankt dabei u. a. auch daran, dass
natürlich jeder Ergeizling seine eigene Art entdeckt u bestimmt haben
will, möglichst mit seinem Namen benamst.
>Wobei der
>Art- und Gattungsbegriff vom Menschen erfunden wurde, und die Pflanzen das
>natürlich nicht wissen...
Die Pflanzen sollen mal genau das machen, was wozu sie von Natur aus
fähig sind. Danach hat sich dann der Mensch mit seinen schlauen
Ordnungssystemen zu richten. Umgekehrt wär's ja wohl irgendwie
überheblich.
>Beispiel Orchideen. Da gibt es Kreuzungen zwischen Arten verschiedener
>Gattungen, die sich nicht im entferntesten ähneln. Die zwar noch der selben
>Unterfamilie angehören, mehr aber auch nicht. Und solche Gattungshybriden
>sind meistens noch nicht einmal steril, sondern können wiederun mit anderen
>Gattungen gekreuzt werden. Um nicht ganz gen OT abzudriften, möchte ich als
>Beispiel die Gattungen Cattleya und Brassavola anführen. Völlig verschieden
>im Aussehen, und auch nicht allzu variablel. Aber problemlos kreuzbar.
>Sicher sind die Gattungen verwandt, aber dennoch derart unterschiedlich,
>dass der Gattungsstatus absolut gerechtfertigt scheint. Du argumentierst
>jedoch, dass die Kreuzbarkeit nicht nur impliziere, es handele sich um ein
>und dieselbe Gattung, sondern um ein und dieselbe Art. Was, wenn du dir mal
>Fotos oder Pflanzen der erwähnten Gattungen ansiehst, absolut grotesk ist.
Na ja, sonach ist es auch grotesk, rot- u weißblühende Rosensorten für
artgleich zu halten, was sie aber wohl sein können.
Ich denke, dass Äußerlichkeiten, egal ob im Habitus oder in Blütenfarben
usw. für die systematische Zuordnung im Zweifelsfall nicht taugen,
solange sie durch beliebige Kreuzungen hin- u herübertragen, gefördert,
unterdrückt u wieder herausgekreuzt werden können.
Solange man aber davon ausgeht, dass genetische Schranken künftige
Fertilität nicht in Frage stellen dürfen, wird das System schlagartig
klarer aber vielleicht manchem zu einfach.
>> Und vielleicht gleich die Frage mit beantworten, warum für die
>> generative Vermehrung der einen Pflanzen etwas anderes gelten soll, als
>> für andere.
>
>Ich verstehe, woraus du hinaus willst: Art vs. Population. Wenn ich mir
>ansehe, was Systematiker z.B. mit den Kakteen treiben, sträuben sich mir
>die Haare. Da wird einer Varietät wegen etwas längerer Stacheln oder leicht
>abweichender Blütenfarbe gleich Artstatus zugesprochen, während
>offensichtlich verschiedene "Arten" in einer einzigen "Art" zusammengefasst
>werden. Solche Widersprüche lassen sich sogar innerhalb einer einzigen
>Gattung beobachten. Beispiel: Rebutia.
Jo u solche Spielchen können die Herren Wissenschaftler u
Pseudo-Wissenschaftler auch so weit treiben, bis ihre Systematik keiner
mehr sonderlich ernst nimmt.
>> Und unsere mitwirkenden Biologen sollten sich da schleunigst auch
>> einbringen. Also: hepp! :-)
>
>Die Meinung der Biologen würde mich allerdings auch mal interessieren.
Die kommen uns, wenn überhaupt, bestimmt mit was weiß ich was für
Ausnahmen daher u das auch noch mit Begründung...:-)