ich dachte immer, dass ich in meinem Garten nie Maulwürfe bekomme, denn ich
wohne dort wo es nur Sandboden gibt.
... denkste, plötzlich habe ich (und meine Nachbarn auch) überall diese
Hügel.
Jaetzt habe ich mir diese "Vertreiber" von Neudorff (kleine Holzstäbe die in
den Boden gesteckt werden) geholt.
Wie werde ich den Kerl richtig los? Mein Opa hatte sich morgens gaaanz ruhig
auf einen Stuhl gesetzt mit einem Spaten in der Hand... und dann wurde aus
einem Maulwurf plötzlich zwei (der Spaten war stärker).
.. aber diese Zeiten sind jetzt wohl (leider) vorbei.
Hat jemand ein RICHTIG gute Mittel welches wirklich hift und nicht nur Geld
kostet?
EIn Kumpel erzählte was von "Altöllappen in den Boden stecken"?!?!
Wer hätte einen Tipp (gegoogelt habe ich schon bis zum Erbrechen, ist nicht
ganz so toll, jedenfalls nix neues)
Mit freundlichen Grüssen
Klaus Schoenherr
Google doch mal ein wenig, das Thema kommt hier regelmaessig alle paar
Wochen wieder mit immer wieder den selben Argumenten und Streitereien.
Es ist _wirklich_ nicht noetig es nochmal durchzukauen.
jue
Und ich dachte immer, das einzige, was Maulwürfe abhält ist massiver
Beton... <G>
SCNR
Ulla ;-)
Ursula Noeker wrote:
> Und ich dachte immer, das einzige, was Maulwürfe abhält ist massiver
> Beton... <G>
LACH!
Aber mal ernsthaft: Wie tief bewegen sich Mundschmisse eigentlichen? Und
bewegen sie sich an Hindernissen auch mal oberirdisch?
Meine Idee für die, die was gegen die Hügel haben: Ein schmaler Graben
ums Grundstück, x cm tief und diesen mit schweren Kies füllen. Dürfte
leichter zu machen sein, als betonieren. Weiß halt nur nicht, ob
Mundschmiß dann zur Not ("Ich will da rein!") drüber marschiert oder
halt noch tiefer drunter her gräbt.
Viele Grüße...
Frederic
[Die vorhergegange Diskussion legt nahe, dass Mundschmisse = Maulwuerfe]
Mein Vater hatte sich damals in den 60ern die Muehe gemacht, Eternitplatten
senkrecht zu vergraben. Direkt auf der Grundstuecksgrenze, 80cm tief, dicht
an dicht. Wo die Platten nicht genau zusammenpassten und kleine Luecken
waren (z.B. an den Zaunpfaehlen) hat er diese mit Flaschenscherben
aufgefuellt. Der normale Maschendrahtzaun wurde 30 oder 40cm hoch mit
Kaninchendraht verstaerkt, so dass der Kaninchendraht direkt an die
Oberkante der Eternitplatten anschloss. (Ja, Maulwuerfe laufen auch an der
Erdoberflaeche)
Gegen die bereits vorhandenen Maulwuerfe hat er dann mit einem Schlauch die
Abgase eines alten Mopeds, das nur noch aus Rahmen mit Tank, Motor, Staender
und Aupuff bestand, direkt in die Gaenge geleitet.
Man mag von diesen Methoden halten was man will, aber sie haben geholfen.
Man sollte auch bedenken, das alles ist 40 Jahre her, heute gelten andere
Regeln. Aber im Gegensatz zu unseren Nachbarn konnten wir unser Gemuese
selber essen anstatt zuzusehen, wie die Kaninchen jede Nacht ein Festmahl
hielten.
Und mit Maulwuerfen haette mein Vater danach auch nur noch sehr selten
Probleme, alle paar Jahre mal ein oder zwei bei uns. Bei den Nachbarn
regelmaessig jedes Jahr etliche.
jue
> Gegen die bereits vorhandenen Maulwuerfe hat er dann mit einem Schlauch die
> Abgase eines alten Mopeds, das nur noch aus Rahmen mit Tank, Motor, Staender
> und Aupuff bestand, direkt in die Gaenge geleitet.
Hallo
Dein Vater scheint dieser Naturterrorist "mogger" zu sein ;)
> Man mag von diesen Methoden halten was man will, aber sie haben geholfen.
> Man sollte auch bedenken, das alles ist 40 Jahre her, heute gelten andere
> Regeln.
Das ist wahr. Heute ist sowas zum Glück bei Strafe verboten.
Lutz
>ich dachte immer, dass ich in meinem Garten nie Maulwürfe bekomme, denn ich
>wohne dort wo es nur Sandboden gibt.
Tja, Maulwuerfe. Ich habe jetzt auch einen :-) Haette nie gedacht,
dass der durch _den_ verdichteten Lehmboden kommt. Aber ploetzlich
seit ein paar Tagen habe ich taeglich 1-2 Haufen auf dem Rasen liegen.
Ich wuerde den Kerl mal gern sehen, der muss Wahnsinnshaende haben.
Du siehst, man sollte der Sache Positives abgewinnen. Ich persoenlich
habe das Problem, dass ich meinen Kindern immer gesagt habe, wie
nuetzlich Maulwuerfe sind und dass ich mich freuen wuerde, einen zu
haben. Jetzt muss ich zu meinem Wort stehen...
--
Winfried Vorbeck
wvor...@brockhaus-ag.de
vielen Dank für die Infos.
Mir ist es völlig egal auf welchem Wege ich diesen Typen in meinem
Untergrund loswerde.
Es ist IMHO sauärgerlich, wenn man im vergangenem Jahr aus einer Wüste hat
einen ansehnlichen Garten hat entstehen lassen. Und dann kommt irgendjemand
"um die Ecke" und pflügt das Ganze wieder um.
Ich habe mir jetzt drei Pakete von diesen Holzstäbchen von Nezdorff geholt
und diese verteilt.... das stört ihn recht wenig. Zusätzlich habe ich jeden
Haufen abgetragen, den Gang freigelegt und Knoblauch reingeschmissen und
wieder zugeschüttet.
Beim nächsten Haufen werde ich sicherlich rabiater werden (Roller
hinstellen, Schlauch an den Auspuff und rein damit bis nix mehr geht). Wenn
auch dan nix nützt setze ich mich gaaaanz ruhig auf einen Stuhl in der Nähe
der Haufen und warte.... wenn sich was tut nehme ich meinen Spaten... dann
ist Ruhe...
Klaus
> Hallo,
>
> vielen Dank für die Infos.
> Mir ist es völlig egal auf welchem Wege ich diesen Typen in meinem
> Untergrund loswerde.
jaja, wenn des Guten Deutschen heilige Ordnung gestört wird, rastet er
aus. Nur kein Leben zulassen wenn man es selbst nicht kontrollieren kann!
Sorry, für die Mordpläne in Sachen Mauswurf hast Du die Umweltsau in
Gold redlich verdient. (von Verstoß gegen das Naturschutz- und
Tierschutzgesetz mal abgesehen)
Wie heißt es doch so schön in Deiner Email-Adresse:
"klaus[wech damit].d.[wech damit]schoenherr"@gmx.de
Wech damit! In dem Fall mir Dir in den Filter weil solche Freaks
unbelehrbar sind. Du kannst ja mit Mogger spielen, der da schon seit
Jahren schmort.
Lutz
Winfried Vorbeck wrote:
> Tja, Maulwuerfe. Ich habe jetzt auch einen :-) Haette nie gedacht,
> dass der durch _den_ verdichteten Lehmboden kommt. Aber ploetzlich
> seit ein paar Tagen habe ich taeglich 1-2 Haufen auf dem Rasen liegen.
> Ich wuerde den Kerl mal gern sehen, der muss Wahnsinnshaende haben.
Ja, überhaupt wo doch obenauf die Erde noch gefroren ist!
>
> Du siehst, man sollte der Sache Positives abgewinnen. Ich persoenlich
> habe das Problem, dass ich meinen Kindern immer gesagt habe, wie
> nuetzlich Maulwuerfe sind und dass ich mich freuen wuerde, einen zu
> haben. Jetzt muss ich zu meinem Wort stehen...
Finde ich toll! Aber sieh es auch positiv in der Hinsicht, dass Du für
Blumenumsetzen, Anzuchterde usw. in Zukunft kein Geld mehr ausgeben
musst. Sobald bei uns ein Maulwurfshaufen auftaucht, schaufle ich die
Erde in einen Behälter. Bei Bedarf wird diese Maulwurfserde dann mit
Sand und/oder Kompost und/oder Hordnspänen gemischt je nach
Verwendungszweck. Übrigens ist das Einsammeln der Maulwurfserde eine
bei meiner Enkelin (6 Jahre alt) besonders beliebte Tätigkeit. Und
durch das Entfernen der Erde statt dem flachen Verteilen sieht man die
Schäden im Rasen nach kürzester Zeit nicht mehr.
Natürlich wäre es mir auch lieber, Freund Grabepfote würde sich einen
anderen Teil des großen Gartens aussuchen, aber irgendwie freue ich
mich doch immer wieder, denn die Anwesenheit von Maulwürfen ist doch
auch ein Hinweis auf Vorhandensein von genügend Regenwürmern und
ähnlichem Getier, was doch auf eine halbwegs intakte Umwelt hindeutet.
Wenn man schon absolut nicht möchte, den eigenen Lebensraum mit einem
Maulwurf zu teilen, dann soll man halt Wege finden, ihn zu vertreiben,
aber ich finde es krankhaft, gleich alles umbringen zu wollen, was
nicht in mein Weltbild passt.
Liebe Grüße
Waltraut
Liebe Grüße
Waltraut
>
Hallo Klaus,
>auch dan nix nützt setze ich mich gaaaanz ruhig auf einen Stuhl in der Nähe
>der Haufen und warte.... wenn sich was tut nehme ich meinen Spaten... dann
>ist Ruhe...
wie unzulässig das ist, wird man dir hier gleich erzählen.
Wenn du den Spaten richtig handhabst und den Maulwurf nur aus der Erde
hebst und dann umsiedelst, dann bist du zwar immer noch nicht auf der
Seite des gründämlichen Gesetzes, aber du hast für den Maulwurf
vermutlich entscheidend mehr getan als die, die ihn mit irgendwas zum
Nachbarn treiben, der dann den Spaten holt...
Ich möchte nicht wissen, wie vielen Maulwürfen alle Jahre wieder in
Gärten (darunter verstehe ich nicht eingezäunte Natur) der Garaus
gemacht wird. Aber umsiedeln darf man sie ja nicht, nicht einmal
"stören"... :-(
Beste Grüße G e r h a r d
>Wenn man schon absolut nicht möchte, den eigenen Lebensraum mit einem
>Maulwurf zu teilen, dann soll man halt Wege finden, ihn zu vertreiben,
>aber ich finde es krankhaft, gleich alles umbringen zu wollen, was
>nicht in mein Weltbild passt.
*unterschreib*
Katharina
--
EMails >100KB werden ungelesen gelöscht.
> Waltraut Hummel <waltrau...@aon.at> wrote:
>
>>Wenn man schon absolut nicht möchte, den eigenen Lebensraum mit einem
>>Maulwurf zu teilen, dann soll man halt Wege finden, ihn zu vertreiben,
>>aber ich finde es krankhaft, gleich alles umbringen zu wollen, was
>>nicht in mein Weltbild passt.
>
> *unterschreib*
>
> Katharina
dito! Wer gegen die Natur lebt, kann nur verlieren. Einige werden das
nie begreifen.
Gruß Lutz
leg? doch nicht alles auf die Goldwaage.
Ist es nicht normal, dass man ein bischen gefrustet ist, wenn solch ein Kerl
einem den ganzen Garten umwühlt.
.. oder fändest Du es lustig, wenn Du Deine Terasse (welche soeben -und das
nicht ganz billig- neu verlegt worden ist) jedes Jahr neu pflastern musst,
weil die Platten an den Kanten teilweise bis zu 8cm hochstehen?
... klar fällt es leicht, wenn man selbst nicht betroffen ist...
... so habe ich es früher einmal auch gesehen als ich selbst nicht betroffen
war..
.. nichts für ungut, aber ich bin derzeit damit befasst ihn erst einmal zu
vertreiben, denn nebenan hat er eine 500m² goße Wiese wo er sich
austoben(buddeln) kann. Nur wie bringe es es ihm bei?
Gruß Klaus
>Ja, überhaupt wo doch obenauf die Erde noch gefroren ist!
Naja, bei uns an der Grenze zwischen Muensterland und Ruhrgebiet ist
der Winter nicht so streng wie sonst in Deutschland. Der Boden ist bei
uns z.Zt. nicht dauerhaft gefroren.
>Aber sieh es auch positiv in der Hinsicht, dass Du für
>Blumenumsetzen, Anzuchterde usw. in Zukunft kein Geld mehr ausgeben
>musst.
Nee, den Aspekt kann ich vergessen. Der Bursche graebt das hoch, was
auch unten drin ist: Lehmboden. Klar, die Erde nicht ganz lehmig,
sonst wuerden dort auch keine Wuermer sein, aber zur Verwertung fuer
Blumentopefe reicht es nicht.
>die Anwesenheit von Maulwürfen ist doch
>auch ein Hinweis auf Vorhandensein von genügend Regenwürmern und
>ähnlichem Getier, was doch auf eine halbwegs intakte Umwelt hindeutet.
Stimmt. Hauptsache er laesst mir noch ein paar Wuermer, damit die zur
Verbesserung der Bodenqualitaet auch noch ihren Beitrag leisten
koennen. Soll er sich doch die Engerlinge schnappen, die schon einen
Flieder und einen Korkenzieher-Haselnuss auf dem Gewissen haben.
Schade, dass ihm keine Wuehlmaeuse schmecken.
--
Winfried Vorbeck
wvor...@brockhaus-ag.de
>.. nichts für ungut, aber ich bin derzeit damit befasst ihn erst einmal zu
>vertreiben, denn nebenan hat er eine 500m˛ goße Wiese wo er sich
>austoben(buddeln) kann. Nur wie bringe es es ihm bei?
Mottenkugeln in die Löcher (die stinkenden, nicht die
modernen, geruchslosen).
Gruß,
INge
--
Mit freundlichen Grüssen
Klaus Schoenherr
"-=Mogger=-" <Mog...@linux.local> schrieb im Newsbeitrag
news:8i9v409kekonqbv12...@4ax.com...
> On Wed, 10 Mar 2004 21:27:54 +0100, Gerhard Zahn <gerhar...@gmx.de>
> wrote:
>
> Hi Gerhard,
> und dort wo ein neuer Haufen geworfen wird ein Loch damit gräbt, so
> groß daß ein 10 L Eimer hinein passt und dessen Rand unterhalb des
> Ganges liegt. Dann legt man nur noch ein Brett obenauf und spart sich
> die dusselige Wartezeit.
So, heute Nachmittag habe ich das eine Ende des Ganges gefunden und mich
dann von dem entgegengesetzten Ende an dieses genähert. Dadurch hatte ich
Anfang und Ende gefunden.
...Also Eimer eingegraben, Holzplatte drauf, am anderen ende 1/2"
Gartenschlauch kein, Rest Erde festgeklopft, Roller vom Sohn her, Schlauch
auf den Auspuff, Roller an und ne Zeit laufen lassen.
Hat aus dem einen Ende kräftig gequalmt, aber kein Erdbewohner ist in den
Eimer (KEIN Wasser drin) gefallen.
Der der Kerl jetzt immer an einer Gehwegkante immer wieder entlang seinen
Gang baut, habe ich auf dieser Strecke (die jeden morgen/vormittag wieder
neu hergestellt ist) zwei Eimer (tiefer als sein Gang, er müsste also
reinfallen) eingegraben.
Nun werde ich schauen was passiert..... Sollte er in einen Eimer gefallen
sein, dann bringe ich ihn ca. 1,5Km weiter weg auf ein altes Grundstück.
Wenn er mir nicht den Gefallen tut in den Eimer zu fallen und neue Hügel
aufwühlt, dann kommt nochmals der Roller her. Mein Nachbar hat mir auch scho
Karbit angeboten. Ich versuche aber zunächst auf normalen Wegen den Kerl auf
die Schliche zu kommen.
gruß
Klaus
> >
> tschüs Peter
> --
> Achtung - G10 - Achtung ,
> Inhalt entspricht der FDGO.
Hallo,
>>Wenn du den Spaten richtig handhabst und den Maulwurf nur aus der Erde
>>hebst und dann umsiedelst, dann bist du zwar immer noch nicht auf der
>>Seite des gründämlichen Gesetzes, aber du hast für den Maulwurf
>>vermutlich entscheidend mehr getan als die, die ihn mit irgendwas zum
>>Nachbarn treiben, der dann den Spaten holt...
>und dort wo ein neuer Haufen geworfen wird ein Loch damit gräbt, so
>groß daß ein 10 L Eimer hinein passt und dessen Rand unterhalb des
>Ganges liegt. Dann legt man nur noch ein Brett obenauf und spart sich
>die dusselige Wartezeit. Wenn man ihn nicht nur fangen, sondern auch
>exterminieren will macht man ein drittel Wasser in den Eimer.
letztes wäre mir zuwider.
Das Fangen in einem versenkten Eimer mag zwar möglich sein, hat aber
den Nachteil, dass ein gefangener Maulwurf darin kaum Stunden
überleben dürfte. Wenn schon, dann möchte ich ihn aber bei bester
Gesundheit in sichere Gefielde umsiedeln.
Den militanten Naturschützern trage ich nach, dass es ihnen bis heute
noch nicht gelungen ist, eine fängige Falle mit Alarm bei Erfolg zu
entwickeln.
Noch mehr trage ich ihnen nach, dass sie so betriebsblind sind, dass
sie nicht wissen oder nicht wissen wollen, dass Maulwürfe in Gärten
eine Überlebenschance haben, die gegen Null geht.
Daran ändert sich auch dann nichts, wenn sie vor dem Exitus ein paar
mal von da nach dort und wieder zurück vergrämt wurden.
Die Maulwurfsvertreiber Richtung Gartennachbarn müssen sich nicht groß
in die Brust werfen, sie sind allesamt schäbige Mittäter! :-(((
Dem, der findig genug ist und sich die Arbeit macht, einen Maulwurf
vor der Falle, der Hacke oder der Giftpatrone des Nachbarn
wegzuschnappen und ihn an sicherer Stelle wohlbehalten auszusetzen,
dem gebürt mehr Lob und Zuspruch, als den Obertheoretikern mit ihren
hohlen und praxisfernen Verordnungen, die mir nur dazu nützlich
erscheinen, dass ein paar Oberfingerzeiger jahraus, jahrein damit
unterm Arm durch die group lärmen.
> Noch mehr trage ich ihnen nach, dass sie so betriebsblind sind, dass
> sie nicht wissen oder nicht wissen wollen, dass Maulwürfe in Gärten
> eine Überlebenschance haben, die gegen Null geht.
Haben sie in meinem Garten doch gar nicht - auf der Wiese sind sie
ebenso geduldet wie in den Beeten. Sie haben mir noch nie so geschadet,
dass ich die Verfolgung in irgendeiner Weise erwogen hätte. Die
abgesackten Wege gehen fast ausschließlich auf Kosten der Wühlmäuse und
die erwische ich ab Jagdbeginn inzwischen innerhalb einer Stunde.
Gruß
Bernhard
--
Ihr erreicht mich privat und persönlich
schneller und zuverlässiger unter
b <punkt> albert <at-Zeichen> link-f <punkt> org
Offensichtlich solltest _du_ Kurse über die Wühlmausjagd veranstalten. ;-)
Wo wir mal wieder beim Thema sind: ich habe letztes Wochenende unseren
Problemgarten an der Havel nördlich von Berlin besucht (Bäume radikal
niedriger gesägt).
Das ganze Grundstück ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Überall
Feldmauslöcher, manchmal mehr als 10 auf einem Quadratmeter, manchmal nur
drei..
Einige 'Rennbahnen'/Trampelpfade an der Oberfläche (vermutlich unter dem
Schnee angelegt). Einige Löcher sind aber auch deutlich größer. Davor liegt
sehr feines trockenes Gras von recht einheitlicher Länge und Struktur -
vermutlich Nestmaterial (0,5-1 Liter ?). Eingerseits sah es aus, als ob da
etwas einige Mauselöcher aufgegraben hat - andererseits frage ich mich,
warum das Nestmaterial dann relativ kompakt vor dem Loch lag und nicht über
einen Quadratmeter verteilt.
Hat das schonmal jemand beobachtet? Irgendwelche Ideen, was das gewesen sein
könnte? Katzen habe ich dort noch keine gesehen, es müßte aber in der
Nachbarschaft schon welche geben (habe aber noch keine Katze eine Maus
ausgraben sehen). Unter einem umgedrehten Kahn haben wir letztes Jahr einen
Dachs aufgestört - keine Ahnung ob der nochmal zurückkam. Hunde dürften
eigentlich nicht in den Garten kommen. Waschbären könnte es in der weiteren
Umgebung geben, habe aber noch keinen gesehen.
Was mache ich jetzt bloß mit den Mäusen? Ich will dort dieses Jahr viele
Obstgehölze pflanzen, ein Dutzend verschiedene Kürbisse ziehen und etwas
Gemüse anbauen. Giftweizen ist eigentlich nicht mein Stil.
(Wenn ich bloß den verrückten Pudel meiner Großmutter für zwei Wochen dort
rumtoben lassen könnte. Der hält sich oft für eine Katze - jagd Mäuse und
klettert sogar auf einen Baum.) Fleißige Katzen, Mauswiesel oder Schlangen
(wenn es wärmer wird) wären auch nicht schlecht...
...wenn ich es recht bedenke fehlt mir ein Maulwurf! In dem Garten gibt es
keinen 'Rasen', keine Wegplatten, keine Blumenbeete, nur eine
Löwenzahn-Quecke-Sauerampfer-Wiese. Maulwürfe fressen junge Mäuse und
helfen mir beim Umgraben. Wenn jemand in der Region Berlin also ein
Maulwurfproblem hat: her mit dem kleinen Wühler, aber lebendig.
...allerdings brauche ich dann auch eine günstige Bezugsquelle für Sperren,
die ich an den Grundstücksgrenzen eingraben kann. :-(
Bye,
Robert
Hallo Bernhard,
>> Noch mehr trage ich ihnen nach, dass sie so betriebsblind sind, dass
>> sie nicht wissen oder nicht wissen wollen, dass Maulwürfe in Gärten
>> eine Überlebenschance haben, die gegen Null geht.
>
>Haben sie in meinem Garten doch gar nicht - auf der Wiese sind sie
>ebenso geduldet wie in den Beeten. Sie haben mir noch nie so geschadet,
>dass ich die Verfolgung in irgendeiner Weise erwogen hätte.
ja du bist ja eine der rühmlichen Ausnahmen. Die gibt es freilich
auch, sonst wären ja die Überlebenschancen in allen Gärten Null.
Drum schrieb ich ja, dass sie "nur" gegen Null gehen.
Das was sie anrichten, kann man ja eigentlich auch gar nicht als
"Schaden" bezeichnen. Jo, im Jungpflanzenbeet werden sie schon einiges
zerdeppern.
Aber das ist es doch nicht, was sie auf die Abschussliste der meisten
Gärtner bringt. Die wollen keine Haufen in der Wiese und schon gar
nicht im Rasen und die haben auch die Blumen- und Gemüsebeete nicht
gelockert, damit sich die Maulwürfe darin wohler fühlen.
Nein, die werden nervös und kribbelig, wenn da einer wühlt, wo nur sie
wühlen dürfen und bevor sie nicht mehr ruhig schlafen können, stellen
sie das ab, mit dem Ergebnis, dass es wieder einen Maulwurf weniger
gibt.... :-)
Also machen wir es mal ganz klein: da gibt es liebevoll überpflegte
Reihenhausgärten von sagenhaften Breiten mit 7,52 m und einer Länge,
die Breite mal gerade übertrifft. Davon gibt's dann aber gleich 25 am
Stück und immer eine Häuserreihe weiter mit Fußweg dazwischen wieder
und wieder 25.
Die Gärten haben nur einen winzigen Fehler: an irgend einem Ende haben
sie Anschluss zur umgebenden Kulturlandschaft und von da kommt doch
glatt bisweilen ein Maulwurf bis zum Garten 17.
Wetten, dass der nicht mehr zurück kommt?
Wer's nicht glaubt, denn kann ich nur weiterhin im Wolkenkuckucksheim
leben lassen.
>Die
>abgesackten Wege gehen fast ausschließlich auf Kosten der Wühlmäuse und
>die erwische ich ab Jagdbeginn inzwischen innerhalb einer Stunde.
Toll. Erzähl mal!
Dummlall-Troll
plonk
> So, heute Nachmittag habe ich das eine Ende des Ganges gefunden und mich
> dann von dem entgegengesetzten Ende an dieses genähert.
[restlichen Mist gesnippt]
Sag mal, geht's noch? :-(
--
cu
Monika ã|ã
Hallo
scheinbar macht Mogger jetzt sowas durch wie eine
Persönlichkeitsspaltung. Es würde mich nicht wundern, wenn es die
gleiche Person ist. Die Email-Adresse hat sich von gestern zu heute auch
schon wieder geändert - deshalb musste ich den Filter ändern.
Vergess den Troll!
Lutz
Es ist manchmal besser sich einfach rauszuhalten, wenn man selbst nicht
konstruktives beitragen kann.
... Typisch nur RUMMOTZEN und dumme Kommentare abgeben...
.. also einfach klappe halten oder sich an einen Sebstfindungskurs
beteiligen... wird aber wahrscheinlich auch nicht mehr helfen...
Klaus
... besser man bleibt einfach konstuktiv..
Klaus
Hallo Klaus,
reg Dich nicht auf, ich hopse hier erst seit zwei Tagen rum und diese
Schwatzbacke, mit seinen nichtssagenden Kommentaren, ist mir auch
schon aufgefallen! Solche Tiefflieger wirst Du immer wieder treffen!
Übrigens meine Mutter sammelt auch Maulwurferde für die Blumentöpfe...
Viele Grüße an Dich und Deinen Maulwurf!
Frank
Es ist ratsam, diesen seit Jahren netzweit bekannten Querulanten gleich von
Anfang an zu filtern. Falls nicht, mußt Du ihn wie einen kläffenden Köter
ertragen. Früher oder später gerät fast jeder mit dem hiesigen Blockwart
aneinander ..............
Winfried Vorbeck wrote:
>>Aber sieh es auch positiv in der Hinsicht, dass Du für
>>Blumenumsetzen, Anzuchterde usw. in Zukunft kein Geld mehr ausgeben
>>musst.
>
>
> Nee, den Aspekt kann ich vergessen. Der Bursche graebt das hoch, was
> auch unten drin ist: Lehmboden. Klar, die Erde nicht ganz lehmig,
> sonst wuerden dort auch keine Wuermer sein, aber zur Verwertung fuer
> Blumentopefe reicht es nicht.
Zum Mischen reicht es sicher, und Du ersparst Dir auf Dauer doch eine
Menge.
> Stimmt. Hauptsache er laesst mir noch ein paar Wuermer, damit die zur
> Verbesserung der Bodenqualitaet auch noch ihren Beitrag leisten
> koennen. Soll er sich doch die Engerlinge schnappen, die schon einen
> Flieder und einen Korkenzieher-Haselnuss auf dem Gewissen haben.
Bei Euch gibt es wirklich noch so viele Engerlinge? Und alle vier
Jahre eine Maikäferplage? Super! Das ist bei uns schon lange her! Ich
bin froh, dass ich ein einziges Mal meiner Tochter (jetzt 26) einen
lebenden Maikäfer zeigen konnte, und Engerlinge finde ich beim
Umstechen kaum noch. In meiner Kindheit hingegen haben wir in der
Früh, solange es noch kühl war, die Fliederbäume und Obstbäume
abgeschüttelt und die Maikäfer gesammelt und den Hühnern gegeben.
> Schade, dass ihm keine Wuehlmaeuse schmecken.
Da bin ich nicht einmal so sicher, dass nicht Wühlmausbabies von ihm
geschätzt werden, aber ich weiß es natürlich nicht. Wenn Du aber von
Wühlmäusen sprichst, so vermute ich, dass die Bäume eher von denen
gekillt wurden als von den Engerlingen.
Liebe Grüße
Waltraut
Cholita Guarra wrote:
> Es ist ratsam, diesen seit Jahren netzweit bekannten Querulanten gleich von
> Anfang an zu filtern. Falls nicht, mußt Du ihn wie einen kläffenden Köter
> ertragen. Früher oder später gerät fast jeder mit dem hiesigen Blockwart
> aneinander ..............
Es kommt immer darauf an, wie man in den Wald hineinruft. Bei falschem
"Rufen" reagiere ich mit Nichtbeachten, Lutz eben mit Gegenattacke.
Ich persönlich empfinde die Reaktionen von Lutz manchmal auch zu
stark, aber doch berechtigt. Ein Querulant ist er meiner Meinung
absolut nicht, und seine Fachkenntnisse können sich wirklich sehen lassen.
Wenn Du persönlich nicht klarkommst mit seinem Stil, dann filtere ihn
eben, aber mit Beleidigungen (drei in drei Zeilen) bist Du in dieser
Newsgroup sicher nicht richtig.
So - und jetzt zurück zu Gartenthemen! Ich freue mich auf Deine
diesbezüglichen Beitrage!
Liebe Grüße
Waltraut
Hallo Waltraut,
>> Schade, dass ihm keine Wuehlmaeuse schmecken.
>
>Da bin ich nicht einmal so sicher, dass nicht Wühlmausbabies von ihm
>geschätzt werden, aber ich weiß es natürlich nicht.
selbstverständlich schätzt der Maulwurf Wühlmausbabies.
Dabei wird er's dann aber auch bewenden lassen oder sich eine rote
Nase holen, die bis weit hinter die Ohren reicht...
Hast du schon einmal das Gebiss eines ausgewachsenen Wühlmauserichs
gesehen? Schauderhaft! Zwar für Wurzeln gedacht, aber sicher auch zur
Verteidigung des Nachwuchses geeignet.
>Wenn Du aber von
>Wühlmäusen sprichst, so vermute ich, dass die Bäume eher von denen
>gekillt wurden als von den Engerlingen.
Genau, Engerlingen schmecken weiche Wurzeln von Gemüsen und Kräutern
deutlich besser. Dass Engerlinge spürbare Schäden in Gemüse anrichten
können, soll Fakt sein. Dass sie Bäume killen, wäre mir neu.
Gerhard Zahn wrote:
> selbstverständlich schätzt der Maulwurf Wühlmausbabies.
> Dabei wird er's dann aber auch bewenden lassen oder sich eine rote
> Nase holen, die bis weit hinter die Ohren reicht...
Schlaue Maulwürfe warten halt, was die Wühlmäuse auf Futtersuche sind! :-)
> Genau, Engerlingen schmecken weiche Wurzeln von Gemüsen und Kräutern
> deutlich besser. Dass Engerlinge spürbare Schäden in Gemüse anrichten
> können, soll Fakt sein.
Aber wohl nur, wenn es eine ausgesprochene Plage gibt. Bei uns - wie
gesagt - seit meiner Kindheit nicht mehr, und das ist nun schon ein
ziemliches Weilchen her.
Dass sie Bäume killen, wäre mir neu.
Dachte ich mir eben auch!
Liebe Grüße
Waltraut
>Bei Euch gibt es wirklich noch so viele Engerlinge?
Nee. Aber als meine Frau den Korkenzieher ausgegraben hat, hat sie ein
paar gut genaehrte Engerlinge gefunden. War eine junge Pflanze, so ein
Teil vom Aldi. Maikaefer sind auch bei uns absolute Raritaeten.
Wuehlmaeuse hatten wir da noch nicht. Die haben wir erst seit letztem
Herbst. Die bloeden Viecher sitzen in und unter unseren Pflanzringen.
Der Maulwurf scheint nun weiter gezogen zu sein. Seit 4 Tagen kein
Haufen mehr.
--
Winfried Vorbeck
wvor...@brockhaus-ag.de
> Nee. Aber als meine Frau den Korkenzieher ausgegraben hat, hat sie
ein
> paar gut genaehrte Engerlinge gefunden. War eine junge Pflanze, so
ein
> Teil vom Aldi. Maikaefer sind auch bei uns absolute Raritaeten.
Gibt eine Reihe von Käfern, die kleiner sind als Maikäfer z.B. die
sogenannten Junikäfer, auch so braun, aber nicht so auffällig wie die
Maikäfer, die auch als Engerling anfangen, nachdem sie Ei waren. Sie
sind ähnlich gefrässig wie die Larven des Maikäfers, wir hatten sie
schon in den zwei Monate alten Kohlraben, die sie komplett von den
Wurzeln befreit haben.
> Das was sie anrichten, kann man ja eigentlich auch gar nicht als
> "Schaden" bezeichnen. Jo, im Jungpflanzenbeet werden sie schon
einiges
> zerdeppern.
Stimmt schon - kommt aber kaum vor - zumal zumindest das Voranzuchtbeet
von unten her mit Hasendraht geschützt ist.
> Toll. Erzähl mal!
Habe ich doch schon häufiger:
1. Das Umfeld betrachten: Was hat die Wühlmaus gerade gefressen? Wie
kann ich ihr am besten das Gleich nochmal anbieten?
2. Sind die Gänge sehr oberflächlich und einsturzgefährdet, suche ich
mit einem mittleren Baudraht die Stellen im Boden, wo die Gänge am Rand
des durchwühlten Feldes mehr in die Tiefe gehen. Man merkt es, wenn der
Draht an einer Stelle erst schwer und dann plötzlich leichter in den
Boden geht.
3. Dann Zigarette aus und dafür sorgen, dass Du nichts mehr an Dir
hast, das stark riecht. Am besten Finger waschen, vor allem wenn Du
parfümierte Cremes nimmst oder qualmst oder verschwitzt von der
Gartenarbeit bist oder gerade Dünger ausgebracht oder gekokelt hast.
4. Handschuhe anziehen und zwar die, die immer im Geräteschuppen liegen
und nur für Gartenarbeit verwendet werden und nicht z.B. zum Feuer
machen
und deshalb kaum anders riechen, als alles, was im Garten ist. Die
sollten natürlich auch nicht auf dem Dünger liegen oder auf anderen
stark
riechenden Sachen. Ich habe dafür ein Extrapaar, dass ich nur dafür
nehme in der Kiste, in der auch die Fallen sind.
5. Zwei Fallen aus der Kiste nehmen, die ebenfalls im Geräteschuppen
steht und nicht auf dem Dünger oder auf anderen stark riechenden
Sachen. Die Fallen gut mit frischer Erde aus dem Beet abreiben,
in dem die Maus gefangen werden soll - innen und außen abreiben.
6. Beide Falle mit etwas bestücken, was gerade gefressen wurde - ist
die Maus gerade im Stück mit Giersch und Quecke oberhalb der Hütte,
dann knotet man eben Giersch und Queckenwurzeln um die Falle. Sonst
nimmt man halt Topinambur in den Topinambur, Kartoffeln in den
Kartoffeln etc. Bei manchen Sachen benötigt man schon einen Draht, für
den nötigen Halt an der Falle und man muss natürlich bereit sein auch
nochmal ein Opfer von dem zu bringen, was die Wühlmaus gerade hatte.
Ist sie in den Obstbäumen oder den Rosen vergrößere ich allerdings den
Beobachtungsradius, denn davon opfere ich keinen zusätzlich, fast
immer finden sich noch Wurzelreiste oder Fraßspuren in Nachbarbeeten.
Irgendwelche Pflanzen, die sie teilweise in Erde gezogen hat - nicht
selten sind es irgendwelche Unkräuter, die ich eh nicht will. Ich habe
aber auch schon ein Stück Wurzel vom Obstbaum genommen - über
den einen oder anderen stolpert man ja oft schon beim Freilegen der
Gänge - selbst wenn die Maus schon da war.
7. Erst jetzt den Gang selbst freilegen und zwar so dass in jede
Richtung
eine Falle gestellt werden kann. Keinesfalls früher, sonst kann es
geschehen, dass die Maus entweder eine andere Richtung einschlägt oder
einen Teil des Ganges zuwühlt. Die merkt nämlich recht schnell, dass
Licht, Luft und neue Düfte in ihren Bau kommen. Sie legt auch
unterirdisch immer mal Gänge still - insofern hilft es nicht immer,
wenn man erst beobachet, wo sie den Gang zumacht um dann in der
Gegenrichtung die Falle zu stellen. Zudem habe ich den Eindruck, dass
sie einen ehemals offenen Gang eine Weile meidet, anders als eine
verwühlte Falle - da steht sie drauf (siehe 12).
8. Die beiden Fallen so aufstellen, dass sie direkt an den Gang
anschließen - möglichst ganz ohne Lücke. Deshalb auch den Boden
unter der Falle möglichst glatt ziehen. Sie muss in die Falle laufen
können, ohne dass sie irgendwo aneckt oder über etwas stolpert oder
seitlich oder oben einen Luftzug spürt.
9. Will man den Maulwurf schützen, der sich in den Gängen auch
herumtreiben könnte - die Kollegen benutzen nicht immer die eigenen
Gänge, hausen oft dicht beeinander und je nach Untergrund sind ein
Maulwurf- und ein Wühlmausgang auch mal optisch nicht zu
unterscheiden - also will man den Maulwurf schützen, überprüft man, ob
der Boden unterhalb der Stelle, an der die Falle stehen wird, frei ist
von Steinen und Wurzeln. Er wird eine mit Grünzeug gefüllte Falle dann
im Normalfall untergraben, da er mangels Nagezähne nicht auf die Idee
käme sich den Weg durch Pflanzen und Wurzeln frei zu nagen.
10. Je nach Tiefe, in der die Falle steht, kommt dann ein Garteneimer
(bei mir stehen die immer im Freien und riechen deshalb nur nach
Garten) drüber oder eine Gehwegplatte. So schütze ich den
Fangbereich vor Licht und Luft - irgendwo zieht es sonst bestimmt noch.
Ich sorge aber dafür, dass ich mir die Falle nicht zu sehr verbaue,
immerhin will ich ohne viel Aufwand mal einen Blick darunter werfen,
um herauszufinden ob die Falle zugeschnappt ist.
11. Jetzt verlasse ich die Gegend, trampel ganz woanders weiter
herum die Handschuhe kommen direkt wieder zurück in die Kiste
und ich arbeite wirklich ganz woanders weiter, damit bei der Maus
wieder Ruhe einkehrt und die Maus in ihren normalen Rhythmus
zurückfindet.
12. Hat die Falle nach einer halben Stunde - solange warte ich
mindestens ohne mich wieder in die Nähe zu begeben - nicht
geschnappt oder ist sie gar schon verwühlt, suche ich nach
alternativen Aufstellmöglichkeiten. Ich grabe dann z.B. einfach
etwas weiter in den Gang hinein und stelle die Falle erneut.
Die Maus wühlt sie gezielt komplett und oft sehr schnell dicht zu,
der Maulwurf sucht einen Umweg, ist dabei weniger in Eile und drückt
beim Untergraben die Erde weniger dicht in die Falle.
Spätestens bei diesem zweiten Ansatz ist die Falle dann fängig -
offensichtlich nimmt die Maus dann an der Falle oder verwühlten Erde
ihren eigenen Geruch wahr oder wundert sich nicht mehr, dass in dem
Gangbereich irgendetwas ungewohnt ist. Wenn die Falle nicht verwühlt
und dennoch nicht fängig ist oder es aus irgendeinem Grund (Weg, Baum
etc.) nicht möglich ist, den Gang weiter freizulegen, nehme ich wieder
meinen mittleren Baudraht und suche an verdächtig aussehenden Stellen
in der Nähe nach weiteren Gängen der Maus.
Wenn die Falle wieder nicht fängt, dann muss davon ausgegangen
werden, dass die Maus diesen Gangbereicht aktuell nicht mehr nutzt.
Natürlich läuft auch die zweite Runde mit Handschuhen etc. ab - nur die
Fallen reibe ich nicht mehr neu ab und ich bestücke sie auch nicht neu
mit Ködern.
Meine Erfahrungen zeigen, dass Genauigkeit und Sauberkeit die besten
Garanten für ein gutes Fangergebnis sind.
> .. nichts für ungut, aber ich bin derzeit damit befasst ihn erst einmal
> zu vertreiben, denn nebenan hat er eine 500m˛ goße Wiese wo er sich
> austoben(buddeln) kann. Nur wie bringe es es ihm bei?
Ich habe kürzlich davon gehört: http://www.talpadex.de/
Soll ganz gut sein (einige Leute, die es selbst benutzten, verkaufen
es vor Begeisterung jetzt selbst), aber mangels Garten habe ich
selbst keine eigenen Erfahrungen damit gemacht.
Smurfy
Hallo Bernhard,
>> Das was sie anrichten, kann man ja eigentlich auch gar nicht als
>> "Schaden" bezeichnen. Jo, im Jungpflanzenbeet werden sie schon
>> einiges zerdeppern.
>
>Stimmt schon - kommt aber kaum vor - zumal zumindest das Voranzuchtbeet
>von unten her mit Hasendraht geschützt ist.
so weit haben wir es hier bisher nicht treiben müssen. Es kommt
relativ selten vor, dass mal Wühlmäuse von umliegenden Biotopen in die
Gärten ausscheren (daher wohl der Name "Schermaus"?). Nur eine Ecke
unserer Gartenanlage ist permanent davon gefährdet. Aber die stellen
sich auch an...
>2. Sind die Gänge sehr oberflächlich und einsturzgefährdet, suche ich
>mit einem mittleren Baudraht die Stellen im Boden, wo die Gänge am Rand
>des durchwühlten Feldes mehr in die Tiefe gehen. Man merkt es, wenn der
>Draht an einer Stelle erst schwer und dann plötzlich leichter in den
>Boden geht.
Den Baudraht solltest du noch vervollständigen zum echten
Wühlmaussuchstab: vorn zuspitzen und unmittelbar am Auslauf der Spitze
einen kleinen Knuttel mit dünnem Draht aufwickeln und mit Uhu-Plus
glatt streichen. Das nachfolgende Stück Draht verursacht dann wegen
dieser Verdickung keine Reibung mehr.
>3. Dann Zigarette aus
Aha! Da outet sich einer... :-)
Und du meinst, man könnte die Risiken, die das Rauchen für 50 % der
Nichtüberlebenden durch biologisch-dynamisches Gärtnern ausgleichen?
Du hast keine Chance, aber nutze sie...
>5. Zwei Fallen aus der Kiste nehmen,
Welche Art Fallen benützt du? Ich hatte bisher nur die Bügelfallen im
Einsatz.
>6. Beide Falle mit etwas bestücken, was gerade gefressen wurde - ist
>die Maus gerade im Stück mit Giersch und Quecke oberhalb der Hütte,
>dann knotet man eben Giersch und Queckenwurzeln um die Falle. Sonst
>nimmt man halt Topinambur in den Topinambur, Kartoffeln in den
>Kartoffeln etc. Bei manchen Sachen benötigt man schon einen Draht, für
>den nötigen Halt an der Falle und man muss natürlich bereit sein auch
>nochmal ein Opfer von dem zu bringen, was die Wühlmaus gerade hatte.
Ich denke, auf was besseres steigen die schon auch um.
> Zudem habe ich den Eindruck, dass
>sie einen ehemals offenen Gang eine Weile meidet,
Hm, also ich habe es bisher immer als sicheres Zeichen auf
Wühlmausbefahrung gewertet, wenn ein geöffneter Gang in weniger als
einer Stunde wieder zugeschoben wurde. Manchmal dauert es nur eine
halbe Stunde.
>Meine Erfahrungen zeigen, dass Genauigkeit und Sauberkeit die besten
>Garanten für ein gutes Fangergebnis sind.
Na ja, dein 12-Punkte-Programm zeigt schon, dass es sich lohnt, sich
mit der Wühlmausfängerei etwas intensiver zu befassen. Die vielen
Misserfolge, von denen immer wieder berichtet wird, spechen auch
dafür.
Mir liegt die Fallenstellerei weniger. Hatte auch schon diverse
Misserfolge.
Also bleibe ich lieber bei meiner Methode, den Wühlmäusen am
geöffneten Loch aufzulauern und sie dann mit feinem Spatenstich ins
Jenseits zu befördern.
Erstens leiden sie da weniger, weil eine halbierte Wühlmaus sofort tot
ist.
Zweitens erkenne ich, ob ein Maulwurf daher kommt. Der schiebt nämlich
das Loch zu, während es die Wühlmaus zuscharrt.
Damit hat auch ein Maulwurf die Chance, wohlbehalten gefangen und
umgesetzt zu werden.
> so weit haben wir es hier bisher nicht treiben müssen. Es kommt
> relativ selten vor, dass mal Wühlmäuse von umliegenden Biotopen in
die
> Gärten ausscheren (daher wohl der Name "Schermaus"?).
Bei uns kommen die häufiger und zwar von 3 Seiten - da sind die
Nachbarn weniger konsequent als ich. An manchen Wochenenden fange ich
gleich vier oder fünf von ihnen. Zum Glück nur an manchen, sonst könnte
ich mir das Ernten bald sparen.
>> 2. Sind die Gänge sehr oberflächlich und einsturzgefährdet, suche
ich
>> mit einem mittleren Baudraht die Stellen im Boden, wo die Gänge am
>> Rand des durchwühlten Feldes mehr in die Tiefe gehen. Man merkt es,
>> wenn der Draht an einer Stelle erst schwer und dann plötzlich
>> leichter in den Boden geht.
>
> Den Baudraht solltest du noch vervollständigen zum echten
> Wühlmaussuchstab: vorn zuspitzen und unmittelbar am Auslauf der
Spitze
> einen kleinen Knuttel mit dünnem Draht aufwickeln und mit Uhu-Plus
> glatt streichen. Das nachfolgende Stück Draht verursacht dann wegen
> dieser Verdickung keine Reibung mehr.
Das kann ich mir trotz Beschreibung nicht so recht vorstellen. Der
Baudraht ist schon spitz - aber was soll dann der Knuddel - so ein
Baudraht hat doch schon so eine gewisse Dicke - so etwa wie der kleine
Finger.
>> 3. Dann Zigarette aus
>
> Aha! Da outet sich einer... :-)
Nein - ich bin Nichtraucher. Aber Rauchgeruch im Gang beunruhigt die
Maus mit Sicherheit und erst recht Rauchgeruch an der Falle - die Angst
vor Feuer dürfte sogar angeboren sein.
>> 5. Zwei Fallen aus der Kiste nehmen,
>
> Welche Art Fallen benützt du? Ich hatte bisher nur die Bügelfallen im
> Einsatz.
Ich nehme die Fallen von Neudorff - die lassen sich am einfachsten in
alle Richtungen abdichten.
>> 6. Beide Falle mit etwas bestücken, was gerade gefressen wurde - ist
>> die Maus gerade im Stück mit Giersch und Quecke oberhalb der Hütte,
>> dann knotet man eben Giersch und Queckenwurzeln um die Falle. Sonst
>> nimmt man halt Topinambur in den Topinambur, Kartoffeln in den
>> Kartoffeln etc. Bei manchen Sachen benötigt man schon einen Draht,
>> für den nötigen Halt an der Falle und man muss natürlich bereit sein
>> auch nochmal ein Opfer von dem zu bringen, was die Wühlmaus gerade
>> hatte.
>
> Ich denke, auf was besseres steigen die schon auch um.
Nach meiner Erfahrung nehmen ältere Wühlmäuse im Kartoffelbeet keine
Topinambur an. Am Hang wo Quecke wächst, konnte ich sie weder mit
Karotte noch mit Sellerie locken - erst als ich Queckenwurzel in die
Falle gegeben habe, als ich sie entdeckt habe, hat sie gerade Quecken
in ihren Gang gezogen, war die Falle fängig. Ich nehme an, dass auch
Wühlmäuse über so etwas wie ein Gedächtnis verfügen und sie von dem
unerwarteten Geruch erst einmal abgeschreckt werden.
>> Zudem habe ich den Eindruck, dass
>> sie einen ehemals offenen Gang eine Weile meidet,
>
> Hm, also ich habe es bisher immer als sicheres Zeichen auf
> Wühlmausbefahrung gewertet, wenn ein geöffneter Gang in weniger als
> einer Stunde wieder zugeschoben wurde. Manchmal dauert es nur eine
> halbe Stunde.
Stimmt - aber wenn ich danach eine Falle stelle, habe ich oft erst am
nächsten Tag eine Maus gefangen, manchmal auch gar nicht. Daraus
schließe ich, dass die Maus den Gang, den sie gerade erst zugeschoben
hat, so beunruhigend findet, dass sie ihn erstmal eine Weile meidet.
Seit ich die Falle gleich stelle und nicht mehr darauf warte, dass sie
den Gang zuwühlt, habe ich bessere Ergebnisse
Ich glaube übrigens nicht, dass Dein Spaten besser trifft als die
Falle. Ich habe schon des öfteren Fallen schnappen gehört und bin dann
sofort zur Falle, warum warten, wenn die Maus drin ist, die Mäuse haben
allesamt nicht einmal mehr gezuckt.
Hallo Bernhard,
>>> 2. Sind die Gänge sehr oberflächlich und einsturzgefährdet, suche
>ich
>>> mit einem mittleren Baudraht die Stellen im Boden, wo die Gänge am
>>> Rand des durchwühlten Feldes mehr in die Tiefe gehen. Man merkt es,
>>> wenn der Draht an einer Stelle erst schwer und dann plötzlich
>>> leichter in den Boden geht.
>>
>> Den Baudraht solltest du noch vervollständigen zum echten
>> Wühlmaussuchstab: vorn zuspitzen und unmittelbar am Auslauf der
>Spitze
>> einen kleinen Knuttel mit dünnem Draht aufwickeln und mit Uhu-Plus
>> glatt streichen. Das nachfolgende Stück Draht verursacht dann wegen
>> dieser Verdickung keine Reibung mehr.
>
>Das kann ich mir trotz Beschreibung nicht so recht vorstellen. Der
>Baudraht ist schon spitz - aber was soll dann der Knuddel - so ein
>Baudraht hat doch schon so eine gewisse Dicke - so etwa wie der kleine
>Finger.
also nehmen wir mal an der Bau- oder Schweißdraht hätte 6 mm
Durchmesser und ist vorn zugespitzt.
Der minimale Knuddel unmittelbar hinter der Spitze hat vielleicht 8 -
9 mm Durchmesser.
Wenn du jetzt auf einen Wühlmausgang in 20 cm Tiefe stichst, dann hat
dein Ohne-Baudraht auf 20 cm Reibung im Erdreich und du fühlst kaum,
dass vorn keine mehr ist.
Dagegen macht der Knuddel auf 20 cm Tiefe eine 9-mm-Röhre. Der
restliche Stab hat hinter dem Knuddel in der Erde fast keine Reibung
und du fühlst leichter, dass jetzt auch vorn keine mehr ist.
Mag schon sein, dass er sich in manchen Bereichen auskennt, aber er
spielt sich hier als der letzte Universalgelehrte auf und versucht
Chemiker über Wirkstoffe, Maschinenbauer über Treibstoffe und Motoren
und promovierte Biologen über alles, was kreucht und fleucht zu
belehren und wird extrem untergriffig, ausfällig und persönlich, wenn
er auf jemanden trifft, der in einem Fachbereich mehr weiß als er.
Und genau deshalb, weil er es nicht schafft, seine "so ist es, ich
habe gesprochen, hugh, und wer mir widerspricht ist ein
Arschloch"-Aussagen auf das zu beschränken, wo er sich auskennt, weil
er es nicht aushält, wenn jemand in einer Nische des Globalbereichs
"Garten" objektiv mehr weiß als er und weil er ein Problem mit seinem
Selbstwertgefühl hat, wenn Widerspruch kommt, hat er sich für mich
einfach generell disqualifiziert. Und da interessiert es mich auch
nicht mehr, ob 10%, 25% oder vielleicht sogar 50% seiner Beiträge
brauchbar sind.
--
Frage an Radio Eriwan: Kann ein Troll schwimmen?
Antwort: Im Prinzip ja, er ist ja hohl. Trotzdem wird er
untergehen, weil er nicht ganz dicht ist.
Hallo
Ops, die Alpen-Heidrun hat endlich einen ebenso alten Thread entdeckt!
Herzlichen Glühstumpf!
> Mag schon sein, dass er sich in manchen Bereichen auskennt, aber er
> spielt sich hier als der letzte Universalgelehrte auf und versucht
> Chemiker über Wirkstoffe, Maschinenbauer über Treibstoffe und Motoren
> und promovierte Biologen über alles, was kreucht und fleucht zu
> belehren und wird extrem untergriffig, ausfällig und persönlich, wenn
> er auf jemanden trifft, der in einem Fachbereich mehr weiß als er.
Ganz zu schweigen von den regelmäßig auftauchenden "Dies und das ist
bekanntlich so und so"-Postings, bei denen auf die Frage nach
irgendwelchen belegen dann bestenfalls Lutz' Erinnerung an irgendwelche
vor 20 Jahren mal im Stern auch schon ohne Quellenangabe erwähnten
Studien genannt werden. Wobei das schon viel ist, meistens wird die
Frage nach Belegen für Behauptungen ja als Prookation empfunden.
> Und genau deshalb, weil er es nicht schafft, seine "so ist es, ich
> habe gesprochen, hugh, und wer mir widerspricht ist ein
> Arschloch"-Aussagen auf das zu beschränken, wo er sich auskennt, weil
> er es nicht aushält, wenn jemand in einer Nische des Globalbereichs
> "Garten" objektiv mehr weiß als er und weil er ein Problem mit seinem
> Selbstwertgefühl hat, wenn Widerspruch kommt, hat er sich für mich
> einfach generell disqualifiziert. Und da interessiert es mich auch
> nicht mehr, ob 10%, 25% oder vielleicht sogar 50% seiner Beiträge
> brauchbar sind.
Ich sah das mal anders als Du. Mittlerweile nicht mehr.
Gruß,
Michael
--
Die Adresse im From existiert, wird aber nicht gelesen. Daher:
Sollte ausnahmsweise eine Mail-Antwort auf ein Posting vonnöten sein,
bitte folgende Adresse verwenden: newsreply@<Absender-Domain>.