im letzten Heft von Mein Schöner Garten hatten Leser ihre
Engelstrompeten vorgestellt. Einer davon gab 40 -60 Liter Wasser
täglich und einmal wöchentlich 4 Hände voll Blaudünger aufgelöst. Nun
kommt mir das sehr viel vor, allerdings habe ich noch einen
angefangenen Sack Blaudünger rumliegen, den ich eh nicht mehr
verwende, da im Garten nur noch mit Kompost gedüngt wird.
Ich habe eine riesige Engelstrompete, allerdings blüht sie nicht so
toll wie die auf den Bildern. Wie siehts aus mit dem Dünger? Welche
Mengen gebt Ihr und welchen?
Ciao Tini
Hallo Tini ,
als Duengerloesung koennen Daturas und Brugmansias bis
2000 ppm ab , das heist dass auf 1 Liter max. 2 gr. Duenger
kommen , also wieg dir am besten mal die Menge ab , die du fuer
deine Gieskanne benoetigst und such dir dann einen passenden
Messloeffel dafuer , so dass du dann taeglich deine Datura beim
giessen duengen kannst , sie danken es dir mit reichlich Blueter
und enormen Zuwachs , aus dem du beim Rueckschnitt entsprechend
viele Ableger machen kannst .
Tschuess Peter
Hallo Udo
>Nun
>kommt mir das sehr viel vor, allerdings habe ich noch einen
>angefangenen Sack Blaudünger rumliegen, den ich eh nicht mehr
>verwende, da im Garten nur noch mit Kompost gedüngt wird.
ich will ja nicht für Blaukorn plädieren, aber im Garten nur noch
mit Kompost düngen, wer hat dich denn auf die Idee gebracht?
Beste Grüße G e r h a r d
Gerhard Zahn schrieb:
> ich will ja nicht für Blaukorn plädieren, aber im Garten nur noch
> mit Kompost düngen, wer hat dich denn auf die Idee gebracht?
Nur Kompost ist auf Dauer vielleicht zu wenig, aber es geht völlig
ohne Chemie. Schon mein Großvater kam ohne sowas aus, früher konnte man
sich derartigen Luxus auch kaum leisten. So wurde der Berliner Sandboden
regelmäßig mit Kompost und alle paar Jahre mal mit einer Gabe Stallmist
aufgepeppt. Ich halte es, seitdem wir in Bayern leben und einen
schweren, eher lehmigen Boden haben ebenso - mit Erfolg: Der Boden ist
inzwischen auf den Nutzflächen locker und krümelig, so wie er sein
sollte. (eine kleine Ecke, die ich vernachlässigte, kommt jetzt "ran".
Mineraldünger kommen bei mir nicht in den Garten obwohl es so einfach
und billig wäre, mal einen Eimer beim Nachbarn (bauer) zu holen. Was ich
zusätzlich zu Kompost und Stallmist (alle 3 Jahre vielleicht) benutze
ist gezielte Düngung mit Brennesseljauche
Gruß Lutz
Lutz Bojasch schrieb:
>
> Hallo
>
> Gerhard Zahn schrieb:
>
> > ich will ja nicht für Blaukorn plädieren, aber im Garten nur noch
> > mit Kompost düngen, wer hat dich denn auf die Idee gebracht?
>
> Nur Kompost ist auf Dauer vielleicht zu wenig, aber es geht völlig
> ohne Chemie. Schon mein Großvater kam ohne sowas aus, früher konnte man
> sich derartigen Luxus auch kaum leisten.
Stimmt, früher hatten wir aber auch einen Kaiser und Hungersnöte. Die
Landwirtschaft, mit ihrem "Kompost", konnte nicht die ganze Bevölkerung
ernähren. Das wurde erst mit der "Chemie" möglich. Das sollte man
vielleicht nicht ganz vergessen. Natürlich alles in Maßen!
Tschau
Steffi
So wurde der Berliner Sandboden
> regelmäßig mit Kompost und alle paar Jahre mal mit einer Gabe Stallmist
> aufgepeppt. Ich halte es, seitdem wir in Bayern leben und einen
> schweren, eher lehmigen Boden haben ebenso - mit Erfolg: Der Boden ist
> inzwischen auf den Nutzflächen locker und krümelig, so wie er sein
> sollte. (eine kleine Ecke, die ich vernachlässigte, kommt jetzt "ran".
> Mineraldünger kommen bei mir nicht in den Garten obwohl es so einfach
> und billig wäre, mal einen Eimer beim Nachbarn (bauer) zu holen. Was ich
> zusätzlich zu Kompost und Stallmist (alle 3 Jahre vielleicht) benutze
> ist gezielte Düngung mit Brennesseljauche
> Gruß Lutz
--
http://www.garvita.de - Alles für meinen Garten
Stefanie Sarembe
garvita AG
Comeniusstraße 1
40545 Düsseldorf
Tel. 0211-57792511
Fax. 0211-57792525
mailto:stefanie...@garvita.de
Udo Schmitt schrieb in Nachricht <3911ea9...@news.btx.dtag.de>...
:Hallo,
:
:im letzten Heft von Mein Schöner Garten hatten Leser ihre
:Engelstrompeten vorgestellt. Einer davon gab 40 -60 Liter Wasser
:täglich und einmal wöchentlich 4 Hände voll Blaudünger aufgelöst. Nun
:kommt mir das sehr viel vor, allerdings habe ich noch einen
:angefangenen Sack Blaudünger rumliegen, den ich eh nicht mehr
:verwende, da im Garten nur noch mit Kompost gedüngt wird.
:
:Ich habe eine riesige Engelstrompete, allerdings blüht sie nicht so
:toll wie die auf den Bildern. Wie siehts aus mit dem Dünger? Welche
:Mengen gebt Ihr und welchen?
:
:Ciao Tini
:
:http://home.t-online.de/home/U.Schmitt
Stefanie Sarembe schrieb:
>
> Lutz Bojasch schrieb:
> > Gerhard Zahn schrieb:
> >
> > > ich will ja nicht für Blaukorn plädieren, aber im Garten nur noch
> > > mit Kompost düngen, wer hat dich denn auf die Idee gebracht?
> >
> > Nur Kompost ist auf Dauer vielleicht zu wenig, aber es geht völlig
> > ohne Chemie. Schon mein Großvater kam ohne sowas aus, früher konnte man
> > sich derartigen Luxus auch kaum leisten.
> Stimmt, früher hatten wir aber auch einen Kaiser und Hungersnöte. Die
> Landwirtschaft, mit ihrem "Kompost", konnte nicht die ganze Bevölkerung
> ernähren. Das wurde erst mit der "Chemie" möglich. Das sollte man
> vielleicht nicht ganz vergessen. Natürlich alles in Maßen!
Wir haben zwar keinen Kaiser mehr aber Hungersnöte gibt es immer noch
auf der Welt.
Ich brauche keine Chemie, in unseren Gemüsegarten kommt im Herbst
Stallmist (schon halbkompostiert) und alles wächst bombig, na ja, wir
wollen ja auch nicht die Welt ernähren und die EG zwingt uns auch nicht
zum vernichten und der Pflanze ist´s egal woher der Stickstoff kommt.
;-)
Gruss Werner
Stefanie Sarembe schrieb:
> > Nur Kompost ist auf Dauer vielleicht zu wenig, aber es geht völlig
> > ohne Chemie. Schon mein Großvater kam ohne sowas aus, früher konnte man
> > sich derartigen Luxus auch kaum leisten.
> Stimmt, früher hatten wir aber auch einen Kaiser und Hungersnöte. Die
> Landwirtschaft, mit ihrem "Kompost", konnte nicht die ganze Bevölkerung
> ernähren.
Hallo
na, Du hast ja echt Ahnung ;) - jetzt willst Du mir vielleicht noch
erklären warum ein Privatgarten auf Ertragsmaximierung achten sollte!??
Ich baue im Garten Obst und Gemüse an weil ich gerade dort die
Möglichkeit habe, frische Sachen ohne Chemie zu ernten. Es macht doch
Spaß, etwas aus dem Boden zu ziehen, am Ärmel abzustreifen und sofort
essen zu können, also ich bin extra dafür auf's Land gezogen.
Dein 2, eigentlich noch größerer Irrtum: Agrarchemie bekämpft keine
Hungersnöte! Die Industrie stabilisiert durch Abhängigkeiten die
ungerechte Verteilung der Nahrungsmittel auf der Welt und ist, so
gesehen, einer der Ursachen von Ausbeutung und Hungersnöten. Bei uns
werden auf Kosten von Grundwasser, Luftbelastung und Gesundheit aller,
Millionen Tonnen überproduziert (Butterberg, Fleischberg, usw..) Um
Preise zu stabilisieren (für die Industrie!, nicht für die Erzeuger)
werden immer wieder riesige Mengen vernichtet. Erst kürzlich kam heraus,
dass sich Agrarfirmen (Saatguthersteller) weigern, "normales" Korn an
"Drittwelt-Länder" anzugeben. Damit diese nicht, wie seit Jahrtausenden
üblich, einen Teil der Ernte im Folgejahr als kostenloses Saatgut
verwenden können, besteht man auf der Abgabe von Hybrid_saatgut. In
meinen Augen ein menschenverachtender Zynismus!
In privaten Gärten wird lt. statistischem Landesamt (hatte mal vor
Jahren so einen Bericht in der Hand) wesentlich mehr Chemie angewendet
wie in der Landwirtschaft - das nur nebenbei. Ein Grund mehr für mich,
genau darauf zu achten, dass ich nur den Apfelsaft aus der Mostpresse
bekomme, der von meinen eigenen Äpfeln kommt..
Gruß Lutz
--
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> In privaten Gärten wird lt. statistischem Landesamt (hatte mal vor
>Jahren so einen Bericht in der Hand) wesentlich mehr Chemie angewendet
>wie in der Landwirtschaft - das nur nebenbei.
Das kannst du glauben. Immer wenn ich im Baumarkt mit bin, staun ich ueber das
viele Giftzeugs, was die Leute kaufen.
Tschau,
Vava
--
Was mich bewog, die Hoffnung nicht aufzugeben, war ein Zwerg. Nur anderthalb
Meter gross, stand er verschuechtert am Waldesrand und betrachtete mich voller
Staunen. Er hatte eine gelbliche Haut, starke Backenknochen und
hochintelligente Augen.
Lutz Bojasch schrieb:
> In privaten Gärten wird lt. statistischem Landesamt (hatte mal vor
> Jahren so einen Bericht in der Hand) wesentlich mehr Chemie angewendet
> wie in der Landwirtschaft - das nur nebenbei. Ein Grund mehr für mich,
> genau darauf zu achten, dass ich nur den Apfelsaft aus der Mostpresse
> bekomme, der von meinen eigenen Äpfeln kommt..
>
> Gruß Lutz
Guten Morgen Lutz,
ja ich hab Ahnung ;-o), ich komme nur nicht so ganz mit dieser ewigen
Diskussion über das Thema Blaukorn klar. Ich denke nicht, das ich mich
mit der Agrarchemie so total irre, und ich werde hier und jetzt auf
keinen Fall solch eine Welle lostreten. Wenn wir beginnen darüber zu
debattieren werden wir wahrscheinl. aus der NG gefeuert. Jedem seine
Überzeugung zu den von Dir genannten Argumenten. Es ist interessant
Deine Meinung zu lesen und darüber nachzudenken aber ich kann dem nicht
in allen Punkten zustimmen. Meines Erachtens wird nur von vielen Leuten
(ich denke, Du fällst nicht darunter) das Wort Chemie und vor allem
Blaukorn in Zusammenhang mit Garten und Natur so sehr verteufelt. Was
mich daran so stört, die Leute haben 1. kaum Ahnung wovon sie quasseln
und 2. sind das meistems die Typen, die zuhause Domestos und den ganzen
Krempel verwenden oder sich mit diesem künstlichen Vitamintabletten
vollpumpen. Ist das etwa Natur? Wenn Du bei den meisten Leuten
nachfragst warum sie Blaukorn so verteufeln, kommt doch meistens nie
eine Antwort.
Es stimmt auch mit der Anwendung von Chemie im privaten Garten aber das
bezieht sich vor allem auf die Verwendung von Spritzmitteln (wobei mit
mineralischem Dünger auch ganz schön geast wird). Warum sprechen aber
die Leute bei Dünger sprich Blaukorn von "igitt Chemie" knallen aber
gleichzeitig alles mögliche an Pestiziden usw. auf ihre Pflanzen. Dieser
Tatbestand nervt mich und hat mich eigentlich veranlaßt Dir das mit den
Hungersnöten und dem Kaiser zu schreiben.
Sonnige Grüße aus dem Rheinland
Steffi
Guten Morgen Lutz,
ja, ich denke, ich hab etwas Ahnung ;-o). Ich komme nur nicht so ganz
Stefanie Sarembe schrieb:
> ja, ich denke, ich hab etwas Ahnung ;-o). Ich komme nur nicht so ganz
> mit dieser ewigen Diskussion über das Thema Blaukorn klar. Ich denke
> nicht, das ich mich mit der Agrarchemie so total irre,
...um genau zu sein, steht Blaukorn stellvertretend für alle
Kunstdünger. Natürlich kann man Böden auch mit org. Düngern
überversorgen, keine Rede, mit diesen Mittelchen ist es aber leichter
und wird größtenteils auch gemacht. In der NG liest man dann so
Hilferufe, dass alle möglichen Pflanzenschäden auftreten oder das sogar
die Mineralsalze ausblühen (Die Leute meinen dann, der Boden im
Gewächshaus würde schimmeln)
> Es ist interessant Deine Meinung zu lesen und darüber nachzudenken aber
> ich kann dem nicht in allen Punkten zustimmen. Meines Erachtens wird nur
> von vielen Leuten (ich denke, Du fällst nicht darunter) das Wort Chemie
> und vor allem Blaukorn in Zusammenhang mit Garten und Natur so sehr
> verteufelt.
Deshalb ist es wichtig immer wieder darüber zu reden. Vielleicht denkt
doch mal dere eine oder andere "Chemiegärtner" darüber nach. Chemie ist
gut wo sie überwiegend nützt - im Garten ist das eben nicht der Fall
weil die natürlichen Kreisläufe zerstört werden und dann schnell neuen
Chemieeinsatz nötig machen. Wer anfängt so zu düngen, kann sich gleich
auch Spritzmittel zulegen, Schädlinge lieben schnell wachsende Pflanzen
mit butterweichen Zellwänden ;-)
> Was mich daran so stört, die Leute haben 1. kaum Ahnung
> wovon sie quasseln und 2. sind das meistems die Typen, die zuhause
> Domestos und den ganzen Krempel verwenden oder sich mit diesem
> künstlichen Vitamintabletten vollpumpen. Ist das etwa Natur?
Nein, natürlich nicht - das ist ein "perfekter, einseitiger
Verdrängungsmechanismus" Die Leute lieben ja auch Mikrowellen, Babyphone
mit krebserregendem Elektrosmog, rauchen usw.. Die Risiken sind vielen
bekannt, nur werden sie verdrängt indem man sich einredet: "passiert mir
doch nicht"..."das bischen schadet doch nicht.." usw. So erklärt sich
auch, dass viele den Garten mit einem schlechten Gewissen z.B. mit
Blaukorn düngen und möglichst auch, wenn es keiner sieht ;-)
> Dieser
> Tatbestand nervt mich und hat mich eigentlich veranlaßt Dir das mit den
> Hungersnöten und dem Kaiser zu schreiben.
> Sonnige Grüße aus dem Rheinland
Aach so, so war das gemeint. Naja, mich nervt es in der Hinsicht auch.
Das bei solchem Chemieeinsatz auch ganze Teile des Ökosystems zerstört
werden, kommt noch hinzu. Ich wünschte mir, dass die Folgen solchen Tuns
jeder "Täter" sofort selbst spüren müsste... Natur stirbt langsam - und
schweigend.
Gruß Lutz
Lutz Bojasch schrieb:
>
> Hallo,
> nur die Ruhe, jetzt hast Du aus Aufregung den Beitrag gleich 2 mal
> weggeschickt ;-)
Jau, ich hab mich auch ziemlich geärgert.
--
>Im Artikel <3916EB3C...@cyborgs.de>, Lutz Bojasch <lu...@cyborgs.de>
>schreibt:
>Das kannst du glauben. Immer wenn ich im Baumarkt mit bin, staun ich ueber das
>viele Giftzeugs, was die Leute kaufen.
zumal man im Baumarkt kaum die richtig wirkungsvollen Mittelchen
bekommt . Wer heutzutage Phosporsaeureester braucht muss schon ueber
das Wissen verfuegen , um die Synthese im Hobbylabor ausfuehren zu
koennen . Im Baumarkt stehen sogar Pyrethroide im Giftschranck , LOL !
Und wer natuerlich duengen will , z.b. mit Holzasche von Holz aus dem
eigenen Garten , der darf es nicht dank Uebergruener .
Wie sagte mir letztens der Leiter des Kreisumweltamtes :
Wenn`se Holzasche brauchen , holen sie sich Holzkohle (billige
Importkohle aus dem Regenwald) grillen sie schoen , dann hamse
Holzasche - Ihr Gartenholz gehoert in die Gruene Tonne .
Na sauber !!!
mfg mogger
--
Mogger`s Homepage :
http://extra.newsguy.com/~monitor/
Normalerweise muß man das anmelden.
Hatte ich auch schon mal versucht.
Was der mir dann aber am Telefon vorleierte was ich darf und nicht da
Bis dann
LothaR!
.
--
Die perry Rhodan Galaxiendatenbank http://www.perry-rhodan-galaxien.de.vu
Androcon, ein Science Fiction PBeM http://www.androcon.de.vu
3D Grafikgalerie http://www.3d-galerie.de.vu
Mein Heimatort http://user.exit.de/silwingen/index.html
lothar bauer schrieb:
>
> Normalerweise muß man das anmelden.
> Hatte ich auch schon mal versucht.
> Was der mir dann aber am Telefon vorleierte was ich darf und nicht da
>
> Bis dann
> LothaR!
Aha!
Lutz
Hallo,
>Gerhard Zahn schrieb:
>
>> ich will ja nicht für Blaukorn plädieren,
aber das hat wieder einmal nichts genutzt.
Denn kaum erwähnt man hier mineralische Dünger,
reagieren manche Leute über...
>>aber im Garten nur noch
>> mit Kompost düngen, wer hat dich denn auf die Idee gebracht?
Und nur das "nur mit Kompost düngen" war in Frage gestellt.
> Nur Kompost ist auf Dauer vielleicht zu wenig,
Bei Mittelstark- u Starkzehrern, die die Biowelle, wie sie manche
Leute verstehen, nicht mitgekriegt haben, ist Kompost einerseits mit
Sicherheit zu wenig oder andererseits mit Sicherheit zu viel.
Ganz einfach deshalb, weil das Profil der Hauptnährstoffe nicht
passt u nie passen wird.
>aber es geht völlig ohne Chemie.
Genau das halte ich für ein Gerücht.
Spätestens bei Kali- u Magnesiummangel ist Ende der Fahnenstange.
Aber da kann man natürlich nur mitreden, wenn man mal versehentlich
eine Bodenuntersuchung machen lässt, denn die Pflanzen taugen nicht
so recht als Indikatoren für die einzelnen Nährstoffe.
>Schon mein Großvater kam ohne sowas aus, früher konnte man
>sich derartigen Luxus auch kaum leisten.
Heute leisten wir uns den Luxus von Mist, den ich zB - obwohl in
einer Kleinstadt wohnend - inzwischen 15 km hertransportieren lassen
muss. Dabei bin ich jetzt schon beim fünften Kleinbauern gelandet,
weil die anderen vier aufgegeben haben.
Das Weltmistaufkommen hat sich zugunsten der Güllewirtschaft
verschoben u ist deshalb massivst rückläufig. Und der Mist, mit dem
du düngst, steht schon keinem anderen mehr zur Verfügung.
Mist u alle organischen Dünger stehen nur begrenzt zur Verfügung -
sonst hätte es noch nie Hungertote gegeben. Inzwischen dürften die
in den Handel gelangenden Nahrungsmittel zu mehr als 90 % ganz oder
teilweise mineralisch gedüngt sein.
>So wurde der Berliner Sandboden
>regelmäßig mit Kompost und alle paar Jahre mal mit einer Gabe Stallmist
>aufgepeppt. Ich halte es, seitdem wir in Bayern leben und einen
>schweren, eher lehmigen Boden haben ebenso - mit Erfolg: Der Boden ist
>inzwischen auf den Nutzflächen locker und krümelig, so wie er sein
>sollte. (eine kleine Ecke, die ich vernachlässigte, kommt jetzt "ran".
Grundsätzlich gute Empfehlung.
Aber geradezu typisch sind auch so geniale Mengenangaben wie "alle
paar Jahre eine Gabe Stallmist". Das hört sich an, wie Hauptsache
Null Mineraldünger, dagegen sind einigermaßen exakte Mengenangaben
bei Mist überflüssig.
Außerdem, was nützt das Plädoyer den 90 % der Gärtner, die heute
schlechterdings nicht mehr an Mist rankommen oder die Schufterei mit
dem Auf- u Abladen u schubkarrenweisen Verfrachten u Umsetzen auf
dem Mistkomposthaufen vielleicht nicht schaffen....
>Mineraldünger kommen bei mir nicht in den Garten obwohl es so einfach
>und billig wäre, mal einen Eimer beim Nachbarn (bauer) zu holen.
Ich hoffe, dass alle Mistanwender genau so genau dosieren, wie die
mineralisch Düngenden, die eine gramm-genaue Anweisung auf jedem
Düngersack vorfinden u sich hoffentlich auch daran halten u die
Düngergaben dann auch noch auf mehrere Raten verteilen.
Überdüngung ist nämlich Überdüngung, ob mineralisch oder mistig.
Und Nährstoffmangel ist Nährstoffmangel, egal was fälschlicherweise
oder aus Unwissenheit vernachlässigt wurde.
Dagegen kann man ausgewogen gedüngtem Gemüse usw. bis auf weiteres
nicht nachweisen, ob es mineralisch oder organisch gedüngt wurde.
Gegenteiliges ist Wunschdenken vieler Schreiberlinge u
Abschreiberlinge.
>Was ich
>zusätzlich zu Kompost und Stallmist (alle 3 Jahre vielleicht) benutze
>ist gezielte Düngung mit Brennesseljauche
Da fehlt wieder jegliche Mengenangabe zu Kompost u Stallmist u zur
Brennnesseljauche. Und wenn man in der group zurückschaut findet man
mit Sicherheit auch keine.
Jo, so einfach ist Düngen mit Kompost u Stallmist u
Brennnesseljauche usw.
Jetzt frage ich mich nur, wer aus diesem Mix über Jahre hinweg eine
sach- u bedarfsgerechte Düngung hinkriegt....
Bei den Landwirten ist das schon ganz anders, die müssen eine
Bodenuntersuchung machen u entsprechende Aufschreibungen. Für
tierische Wirtschaftsdünger gibt es diverse Einschränkungen,
speziell bei Stallmist wg. der Gefahr der Phosphatanreicherung.
Hier aber gilt: Kunstdünger ist bäh, Mist u Co. sind o.k.
Hallo Stefanie,
>ja ich hab Ahnung ;-o),
dann nenn' das, was hier bisweilen so abgeht doch nicht Diskussion.
> ich komme nur nicht so ganz mit dieser ewigen
>Diskussion über das Thema Blaukorn klar. Ich denke nicht, das ich mich
>mit der Agrarchemie so total irre, und ich werde hier und jetzt auf
>keinen Fall solch eine Welle lostreten. Wenn wir beginnen darüber zu
>debattieren werden wir wahrscheinl. aus der NG gefeuert.
Von wem?
>Es stimmt auch mit der Anwendung von Chemie im privaten Garten aber das
>bezieht sich vor allem auf die Verwendung von Spritzmitteln
Das ist erst mal eine Behauptung. Und wo bleiben die Argumente?
>(wobei mit mineralischem Dünger auch ganz schön geast wird).
Ach? Noch so eine Behauptung.
Zum Diskutieren gehört aber etwas mehr als derlei
Pauschalgeschimpfe.
Beste Grüße G e r h a r d
> Zum Diskutieren gehört aber etwas mehr als derlei
> Pauschalgeschimpfe.
Das ist kein "Pauschalgeschimpfe" es ist einfach die Wahrheit - und das
kann Dir ein Blick in divere Statistiken (Bundesumweltamt,
Verkaufszahlen der Raiffeisen-Genossenschaft usw.) belegen. Wenn Du
jedoch für alle Bemerkungen-auch wenn sie längst zum Allgemeinwissen
jeden Gärtners gehören sollten, schriftliche Beweise brauchst, dann
kümmere Dich doch mal intensiver um das Thgema und versuche nicht
pauschal (du machst das nämlich!) alles reinwaschen zu wollen..
Gruß Lutz
Gerhard Zahn schrieb:
Hallo
soviel Aufregung, und noch mehr Wissenschaftsfanatismus!
Ich fordere jetzt eine abgeschlossene Ausbildung in Chemie, Botanik,
Agrarwissenschaft und den Nachweis eines Hauseigenen Labors. Wer das
nicht nachweisen kann, darf keinen Garten besitzen!
Mann Gerhard - schon mal was vom Beobachten der Pflanzen gehört - oder
was von Gespür für Pflanzen und das, was sie brauchen ?? Je
wissenschaftlicher man sowas anpackt, desto eher geht es schief! Ab nach
Holland - Tomaten düngen!
> Aber da kann man natürlich nur mitreden, wenn man mal versehentlich
> eine Bodenuntersuchung machen lässt, denn die Pflanzen taugen nicht
> so recht als Indikatoren für die einzelnen Nährstoffe.
Nöö, deshalb kontrollieren auch die Experten der großen Ökoverbände
zuerst mal die Felder. Dort kann man schon ohne Labor sehen ob z.B.
Herbizide irgendwelcher Art eingesetzt wurden.. Beim Düngen ist das
evtl. schwerer zu unterscheiden, kann ich nicht sagen weil ich keiner
diser Leute bin. Es werden dann aber auch Bodenproben genommen. U.a. in
der Konverntionellen Landwirtschaft gibt es "nähstoffanhängige"
Subventionen oder Abschläge..
> Das Weltmistaufkommen hat sich zugunsten der Güllewirtschaft
> verschoben
Ach ja? Interessant.. ;)
> Außerdem, was nützt das Plädoyer den 90 % der Gärtner, die heute
> schlechterdings nicht mehr an Mist rankommen oder die Schufterei mit
> dem Auf- u Abladen u schubkarrenweisen Verfrachten u Umsetzen auf
> dem Mistkomposthaufen vielleicht nicht schaffen....
(gibt es auch im Sack zu kaufen wenn es sein muss (Fa. Oscorna:
Rinderdung)
> Überdüngung ist nämlich Überdüngung, ob mineralisch oder mistig.
> Und Nährstoffmangel ist Nährstoffmangel, egal was fälschlicherweise
> oder aus Unwissenheit vernachlässigt wurde.
Richtig! deshalb Dünge ich erst, wenn ich bemerke, dass es nötig ist.
und nach 2 Jahren Starkzehrern und 1 Jahr schwachzehrer ist das nötig.
>
> Dagegen kann man ausgewogen gedüngtem Gemüse usw. bis auf weiteres
> nicht nachweisen, ob es mineralisch oder organisch gedüngt wurde.
> Gegenteiliges ist Wunschdenken vieler Schreiberlinge u
> Abschreiberlinge.
Jaja, und dass künstlich gedüngtes Weißkraut im Gärtopf eher fault als
zu Sauerkraut vergärt, das Blumenkohl teilweise erbärmlich stinkt, ist
natürlich auch ein Märchen.. Behalte mal Deine Blauäugigkeit ;) Du
scheinst ein Betrieb zu haben, der solche Dünger vetreibt oder benutzt.
>
> Jetzt frage ich mich nur, wer aus diesem Mix über Jahre hinweg eine
> sach- u bedarfsgerechte Düngung hinkriegt....
Das sieht man den Pflanzen an und merkt man auch, wenn diese gesund sind
und nicht von Schädlingen zerfressen werden.. Wo ist nur das Gefühl
für's Gärtnern hin.
Wenn ich so "arbeiten" sollte, würde ich es dann lieber ganz lassen!
>Ab nach
>Holland - Tomaten düngen!
Und was nimmt man dafür?
Uns wurde geraten, auf keinem Fall Baukorn, sondern Kalk-Amon-Salpeter.
Hat jemand bessere Vorschläge?
cu.
Juergen
--
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
\ Freie Bits für frei Buerger \
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
>Und wer natuerlich duengen will , z.b. mit Holzasche von Holz aus dem
>eigenen Garten , der darf es nicht dank Uebergruener .
Welche Nährstoffe enthält Holzasche denn?
jetzt kann ich einfach nicht mehr. Also, bei den Engelstrompeten und
anderen starkzehrenden Topfpflanzen greife ich auch zu Blaukorn, aber
auf mein Gemüse kommt mir als Chemikerin das Zeug nicht drauf. (Außerdem
schmeckt es oft durch).
Susanne
>jaja Herr Zahn
>> Zum Diskutieren gehört aber etwas mehr als derlei
>> Pauschalgeschimpfe.
Damit man sieht, worum's überhaupt ging, darf ich wiederholen, was
da stand:
>>>(wobei mit mineralischem Dünger auch ganz schön geast wird).
>>Ach? Noch so eine Behauptung.
>
>>Zum Diskutieren gehört aber etwas mehr als derlei
>>Pauschalgeschimpfe.
>Das ist kein "Pauschalgeschimpfe" es ist einfach die Wahrheit - und das
>kann Dir ein Blick in divere Statistiken (Bundesumweltamt,
>Verkaufszahlen der Raiffeisen-Genossenschaft usw.) belegen.
Ja freilich. Und die Wahrheit, die hast du gepachtet...
Und das klingt dann so:
> naja, fast! Der "Witz" ist, entweder man arbeitet giftfrei oder mit
>Gift dazwischen gibt es nichts.
Na also, dann ist doch alles klar. Wozu dann noch diskutieren.
Und wer aus Verkaufszahlen der Raiffeisen-Genossenschaft auf den
Düngermittelverbrauch in Privatgärten schließen kann, muss Hellseher
sein. Und Statistiken muss man halt auch lesen können u dazu muss
man heutzutage als erstes hinterfragen, für welchen Zweck sie
gemacht wurden.
>Wenn Du
>jedoch für alle Bemerkungen-auch wenn sie längst zum Allgemeinwissen
>jeden Gärtners gehören sollten, schriftliche Beweise brauchst, dann
>kümmere Dich doch mal intensiver um das Thgema und versuche nicht
>pauschal (du machst das nämlich!) alles reinwaschen zu wollen..
Ach? Für mich steckt in dem Wörtchen Allgemeinwissen immer noch ganz
auffallend das Wörtchen Wissen. Und dazu gehören halt wenigstens
zwischendurch ein paar brauchbare Grundlagen.
Und wenn du solche Sachen von dir gibst wie folgende und nie etwas
zu deren Untermauerung beiträgst, außer der Behauptung mal vor
Jahren etwas dazu gelesen zu haben, kriegt man das halt langsam
über:
>na, Du hast ja echt Ahnung ;) - jetzt willst Du mir vielleicht noch
>erklären warum ein Privatgarten auf Ertragsmaximierung achten sollte!??
Ich habe hier noch keine Anfrage gesehen, die sich
Ertragsmaximierung zum Ziel gesetzt hat, warum dann immer wieder
derlei Einwürfe?
>Zuviel
>Dünger ist einer der größten und häufigsten Fehler den Hobbygärtner
>immer wieder machen.
Ja, ja, das hast du auch vor Jahren irgendwo gelesen...
Also ich mache da seit Jahren andere Beobachtungen: Seit das
Dauergesumse der Grünen und Biofanatiker dazu übergegangen ist,
Mineraldünger sowieso und speziell Stickstoffstoffdüngung
schlechthin zu verteufeln, hat sich zwar der Wissensstand der
Privatgärtner nicht erhöht, denn Wissen wurde ja nicht vermittelt,
aber das Düngen wird zunehmend vernachlässigt u der Mangel ist
vorprogrammiert.
Und da ich für gewöhnlich meine Aussagen zu begründen oder zu
belegen versuche dazu folgendes:
Die Auswertung von 30 Bodenproben aus unserer Gartenanlage, die auf
pH-Wert, Phosphat u Kali untersucht wurden ergab nachfolgendes
aufschlussreiches Ergebnis:
pH P K
gemessene Normalwerte 10 3 10
" Überdüngungen(11) 8 - 3
" Düngerdefizite (56) 12 27 17
pH: Die mit Kalküberschüssen gemessenen 8 Proben bringen nichts
alarmierendes, da sie nur jeweils wenige Zehntel über den
vorgesehenen Normalwerten liegen. Ein Jahr keine Kalk u wenn möglich
keine oder wenig kalkhaltige Dünger u es müsste wieder alles im Lot
sein.
Soweit Kalkdefizite festgestellt wurden, fällt auf, dass bei etwa
der Hälfte der 12 Proben der pH-Wert nur um wenige Zehntel angehoben
werden muss, dass aber bei der anderen Hälfte die Werte bis zu einen
ganzen pH-Wert im Minus liegen (ein Hochbeet lag bei 4,6 pH!). Dies
deutet - von Sonderkulturen abgesehen - bereits auf massiven
Kalkmangel hin.
Phosphat: Bei Phosphat gab es im Unterschied zu früheren Jahren
keine einzige Überdüngung mehr!
Aber nur 3 Proben lagen überhaupt im Soll. Die restlichen 27 Proben
= 90 % tummeln sich im Mangelbereich. Während 11 der 27 Mangelproben
immerhin noch etwa die Hälfte der Sollwerte erreichen, liegen 16
Proben deutlich unter den halben Sollwerten, einige schon bei nur
noch einem Drittel der als normal vorgegebenen Phosphatwerte!
Früher lagen zwei Drittel der gemessenen Phosphatwerte über Soll,
heute 90 % im Minus - da soll noch einer sagen, die Kleingärtner
seien nicht lernfähig....
Kali: Auch hier überwiegt inzwischen deutlich der Mangel! 17 von 30
Proben liegen unter den Normwerten u zwar alle gleich unter 50 %,
bei 8 Proben konnte überhaupt kein Kali gemessen werden.
Die drei Proben, die über der Norm lagen, finden sich fast bei den
doppelten Normwerten. Den Ursachen dafür ist noch nachzugehen.
Jedenfalls kommen diese drei Proben alle aus Gärten von
"Organischdüngern".
Hier wurden also 30 mal 3 = 90 Werte untersucht und die Anzahl der
Mangelwerte liegt 56 deutlich über den Werten mit Überdüngungen
(11).
Dieselbe Tendenz zeigte sich bei weiteren 77 Untersuchungen auf
weitere 231 Werte in anderen Kleingartenanlagen.
Wer diese Entwicklung zum Mangel nicht sieht, den kann man auch
nicht helfen.
Aber man muss natürlich weiterhin immerzu verbreiten, dass
Privatgärtner auf Maximalerträge aus sind, massiv überdüngen u mehr
Chemie einsetzen als irgendwer....
> In privaten Gärten wird lt. statistischem Landesamt (hatte mal vor
>Jahren so einen Bericht in der Hand) wesentlich mehr Chemie angewendet
>wie in der Landwirtschaft
Ich weiß nicht recht, was ein Vergleich zwischen privaten Gärten
einerseits u Landwirtschaft andererseits bringen soll, falls die
jemals so einen Vergleich gemacht haben.
Wäre doch ziemlich gezielt daneben. Oder gewollt daneben.
Einen Vergleich zwischen privaten Gärten mit all ihrer Vielfalt u
Obst- u Gartenbaubetrieben käme der Sache schon näher.
Außerdem wäre heute von Interesse, wie sich die Dinge seit "vor
Jahren" bis heute entwickelt haben.
Es soll ja auch bei privaten Gärtnern noch Lernfähigkeit geben...
>Das ist kein "Pauschalgeschimpfe" es ist einfach die Wahrheit - und das
>kann Dir ein Blick in divere Statistiken (Bundesumweltamt,
>Verkaufszahlen der Raiffeisen-Genossenschaft usw.) belegen. Wenn Du
>jedoch für alle Bemerkungen-auch wenn sie längst zum Allgemeinwissen
>jeden Gärtners gehören sollten, schriftliche Beweise brauchst, dann
>kümmere Dich doch mal intensiver um das Thgema und versuche nicht
>pauschal (du machst das nämlich!) alles reinwaschen zu wollen..
Ich muß mal heir eine Lanze für Gerhard brechen. Ich glaube Du liest
die Postings von Gerhard wirklich nur mit Deiner eigenen Brille. Für
weniger Chemie zu plädieren ist die eine Sache, sie ist richtig und
gut, aber alles andere was zu Recht angeführt wird zu ignorieren,
nennt man IGNORANZ. Und dieses Wort ist nicht unbedingt positiv
belegt.
Chemische Grundstoffe sind auch NATÜRLICHEN Ursprunges; wenn man Natur
als Ganzes versteht, halt nur in reinerer Form. Man kann, wenn man es
richtig anwendet, gezielter die Nährstoffe, die gebraucht werden dem
Boden und den Pflanzen zuführen ! Ganau das kann man mit
Mischsubstraten, wie dem Kompost ALLEIN, eben nicht tun. Genau deshalb
plädiert Gerhard ja immer und immer wieder für eine Bodenuntersuchung
und der Auswahl des richtigen Düngemittels.
Erst die fehlenden Informationen über Boden und Düngebedarf der
einzelnen Pflanzen führen zu den von Dir zu Recht angeprangerten
Überdüngungen und Auswaschungen ins Grundwasser.
Ganau das ist nämlich passiert, als Gülle (ein dem Kompost sehr
ähnlicher Stoff) im Übermass in der Landwirtschaft auf die Felder
gekippt wurde (als Düngung der Bevölkerung verkauft, in Wirklichkeit
Abfallbeseitigung). Da hat der Gesetzgeber zu Recht einen Riegel
vorgeschoben.
Geh bitte mal in Dich und lese die Postings von Gerhard noch einmal in
Ruhe und mit Verstand, dann wirst Du erkennen müssen, dass Gerhard in
keinem seiner Postigs die chemischen Anwendungsstoffe als das allein
Seeligmachende hinstellt, sondern für eine gezielte Mischform der
Anwendungen plädiert.
Genau das muss in der modernen Landwirtschaft, dem Gartenbau und auch
bei den Kleingärtnern, das Ziel sein. Den Pflanzen ganau das zu
geben, was sie für Wachstum und Ertrag benötigen, den Boden nicht mit
Überflüssigem zu belasten und auf Humusbildung und gesundes Bodenleben
zu achten.
Grüße aus dem grünen Münsterland
Horst
Gerhard Zahn schrieb:
> Ja freilich. Und die Wahrheit, die hast du gepachtet...
> Und das klingt dann so:
>
> > naja, fast! Der "Witz" ist, entweder man arbeitet giftfrei oder mit
> >Gift dazwischen gibt es nichts.
> Na also, dann ist doch alles klar. Wozu dann noch diskutieren.
Diese Bemerkung machte ich in einem Thread wo es um Schutz vor
Schädlingen ging - nicht um Düngemittel!
Und diese Behauptung ist wahr, was Dir jeder, der rein biologischen
Pflanzenschutz anwendet, bestätigen kann.
Aber, wie Du schon sagst, es hat keinen Sinn, so zu diskutieren, mit
Polemik und Sinnverdrehungen und sogar mutwillig gefälschten
(importierten) Zitaten nicht! Lebe Du Dein Chemieleben, ich will und
brauche das nicht im Garten.
Ciao, Lutz
Vor allem Kali und Kalk.
Gruß - Wolfgang
--
*** Don't Call Us, We'll Call You ***
*** Thu, 11 May 2000 07:41 +0200 ***
Eine weitere Frage zu Blaukorn:
Hab mal wo gelesen, dass -ueberspitzt ausgedrueckt-
Blaukorneinsatz die Regenwuermer vertreiben soll ?
Ist da was dran?
Wenn ja warum?
Gruss vom
--
Walter
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>Hab mal wo gelesen, dass -ueberspitzt ausgedrueckt-
>Blaukorneinsatz die Regenwuermer vertreiben soll ?
Ach Quatsch, unsere sind bis 50cm lang.
Und enthält auch meist hohe Schwermetall-Werte. (Auch naturbelassenes Holz) und
hebt auch den pH-Wert.
Darum Asche nur ganz gezielt einsetzen.
Mit einem gärtnerischen Gruss
Ernst
PS auf Anfrage könnte ich einen durchschnittlichen Nährstoffgehalt heraussuchen.
--
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Hallo,
> soviel Aufregung, und noch mehr Wissenschaftsfanatismus!
>Ich fordere jetzt eine abgeschlossene Ausbildung in Chemie, Botanik,
>Agrarwissenschaft und den Nachweis eines Hauseigenen Labors. Wer das
>nicht nachweisen kann, darf keinen Garten besitzen!
na ja, wer sich mit ein bisschen Theorie u vielleicht der Auswertung
einer Boden überfordert sieht, kann auch nicht gerade das Maß aller
Dinge sein.
>Mann Gerhard - schon mal was vom Beobachten der Pflanzen gehört - oder
>was von Gespür für Pflanzen und das, was sie brauchen ?? Je
>wissenschaftlicher man sowas anpackt, desto eher geht es schief!
Jede an der Theorie vorbeigehende Praxis ist Gefühlsduselei.
Wer's braucht.
>Ab nach Holland - Tomaten düngen!
Die wachsen inzwischen in Spanien. Nicht ganz auf dem Laufenden, ha?
Wüßte nicht, wann ich die letzen Hollandtomaten gesehen hätte.
>> Aber da kann man natürlich nur mitreden, wenn man mal versehentlich
>> eine Bodenuntersuchung machen lässt, denn die Pflanzen taugen nicht
>> so recht als Indikatoren für die einzelnen Nährstoffe.
>
>Nöö, deshalb kontrollieren auch die Experten der großen Ökoverbände
>zuerst mal die Felder. Dort kann man schon ohne Labor sehen ob z.B.
>Herbizide irgendwelcher Art eingesetzt wurden..
Die werden bei Bodenstandarduntersuchungen auch nicht einbezogen.
>Beim Düngen ist das
>evtl. schwerer zu unterscheiden, kann ich nicht sagen weil ich keiner
>diser Leute bin. Es werden dann aber auch Bodenproben genommen.
Ach? Auch von denen? Scheinen ja doch etwas auszusagen.
>> Außerdem, was nützt das Plädoyer den 90 % der Gärtner, die heute
>> schlechterdings nicht mehr an Mist rankommen oder die Schufterei mit
>> dem Auf- u Abladen u schubkarrenweisen Verfrachten u Umsetzen auf
>> dem Mistkomposthaufen vielleicht nicht schaffen....
>
>(gibt es auch im Sack zu kaufen wenn es sein muss (Fa. Oscorna:
>Rinderdung)
Sehr spaßig. Ein Fuder Mist, so 12 Schubkarren voll, krieg ich für
35 Märker vor den Garten gekippt.
Bei Abgepacktem reicht dies gerade für die Verpackung u den
Transport....
>
>> Überdüngung ist nämlich Überdüngung, ob mineralisch oder mistig.
>> Und Nährstoffmangel ist Nährstoffmangel, egal was fälschlicherweise
>> oder aus Unwissenheit vernachlässigt wurde.
>
>Richtig! deshalb Dünge ich erst, wenn ich bemerke, dass es nötig ist.
>und nach 2 Jahren Starkzehrern und 1 Jahr schwachzehrer ist das nötig.
Erstaunliche Rezepte gibt es.
>> Dagegen kann man ausgewogen gedüngtem Gemüse usw. bis auf weiteres
>> nicht nachweisen, ob es mineralisch oder organisch gedüngt wurde.
>> Gegenteiliges ist Wunschdenken vieler Schreiberlinge u
>> Abschreiberlinge.
>
>Jaja, und dass künstlich gedüngtes Weißkraut im Gärtopf eher fault als
>zu Sauerkraut vergärt, das Blumenkohl teilweise erbärmlich stinkt, ist
>natürlich auch ein Märchen..
Das mit dem Sauerkraut habe ich hier auch schon mehr als ein halbes
Dutzend Male anhören müssen.
Jetzt frage ich mich nur, ob das Sauerkraut, das in Massen von
renomierten Firmen erzeugt u in Dosen verpackt wird, alles organisch
gedüngt ist. Bei dem Bedarf den Weißkohlköpfe als Starkzehrer haben,
und bei den Riesenflächen, die damit bebaut werden, halte ich das
zunächst mal für ein Gerücht. Lass' mich aber gern belehren.
Dass überdüngtes Kraut im Gärtopf quer läuft u überdüngter Kohl im
Topf stinkt, ist zwar bekannt, aber macht es schon wieder mal einen
Unterschied, ob zu viel Jauche oder zuviel Mineraldünger aufs Feld
kam?
Na klar, nur zuviel Mineraldünger stinkt....
>Behalte mal Deine Blauäugigkeit ;) Du
>scheinst ein Betrieb zu haben, der solche Dünger vetreibt oder benutzt.
Wenn dir sonst nichts mehr einfällt, bist du also mit brauchbaren
Argumenten am Ende...
>> Jetzt frage ich mich nur, wer aus diesem Mix über Jahre hinweg eine
>> sach- u bedarfsgerechte Düngung hinkriegt....
>
>Das sieht man den Pflanzen an und merkt man auch, wenn diese gesund sind
>und nicht von Schädlingen zerfressen werden..
Gleich krieg ich einen Lachkrampf.
Gibt es dazu einigermaßen fundierte Werte?
Gruß - Wolfgang
--
*** Don't Call Us, We'll Call You ***
*** Fri, 12 May 2000 08:16 +0200 ***
Also hier in Hamburg gibt es noch immer Hollandtomaten. Hinzu
kommen belgische Fleischtomaten, die vermutlich ebenfalls nur
künstliche Höhensonne kennen und in einer Nährlösung stehend
aufgewachsen sind.
Du hast aber recht damit, dass die Spanier inzwischen kräftig
aufgeholt haben.
Gruß - Wolfgang
--
*** Don't Call Us, We'll Call You ***
*** Fri, 12 May 2000 08:51 +0200 ***
Gerhard Zahn schrieb:
>
> Am Wed, 10 May 2000 08:20:08 +0200, schrieb Lutz Bojasch
> <lu...@cyborgs.de> :
> >Jaja, und dass künstlich gedüngtes Weißkraut im Gärtopf eher fault als
> >zu Sauerkraut vergärt, das Blumenkohl teilweise erbärmlich stinkt, ist
> >natürlich auch ein Märchen..
> Das mit dem Sauerkraut habe ich hier auch schon mehr als ein halbes
> Dutzend Male anhören müssen.
> Jetzt frage ich mich nur, ob das Sauerkraut, das in Massen von
> renomierten Firmen erzeugt u in Dosen verpackt wird, alles organisch
> gedüngt ist. Bei dem Bedarf den Weißkohlköpfe als Starkzehrer haben,
> und bei den Riesenflächen, die damit bebaut werden, halte ich das
> zunächst mal für ein Gerücht. Lass' mich aber gern belehren.
>
> Dass überdüngtes Kraut im Gärtopf quer läuft u überdüngter Kohl im
> Topf stinkt, ist zwar bekannt, aber macht es schon wieder mal einen
> Unterschied, ob zu viel Jauche oder zuviel Mineraldünger aufs Feld
> kam?
> Na klar, nur zuviel Mineraldünger stinkt....
Nee,
wer immer nur auf Gott vertraut
und im Sommer Kappes klaut,
hat im Winter Sauerkraut. ;-)
So einfach ist das.
Gruss Werner
>> Und enthält auch meist hohe Schwermetall-Werte.
>
>Gibt es dazu einigermaßen fundierte Werte?
>
Leider habe ich die Grenzwerte und die Analyseresultate meines Betriebes nicht
gerade Griffbereit. Wir heizen mit naturbelassenen Hackholzschnitzeln. Die
Feuerungsanlage hat eine Heizleistung von 200 kW. Wir mussten an das Amt letzes
Jahr eine Aschenanalyse abliefern. Die Grenzwerte wurden nirgends überschritten,
aber auf die gesammte Aschenmenge kommen da schon einige Gramm Schwemetall
zusammen. Kupfer, Zink, Blei, Cadmium, Quecksilber in Spuren.... :-(
Habe ein Seite im "Netz" gefunden: http://www.lwf.uni-muenchen.
de/veroef/veroef97/lwfbericht14/index.htm , da sind weitere Infos zu Holzasche.
Gruss
Ernst
Hallo Jürgen,
>>Ab nach
>>Holland - Tomaten düngen!
>
>Und was nimmt man dafür?
>
>Uns wurde geraten, auf keinem Fall Baukorn, sondern Kalk-Amon-Salpeter.
>Hat jemand bessere Vorschläge?
Tomaten gehören zu den Mittelstarkzehrern.
Die bräuchten erst mal Volldünger u dann noch etwas Stickstoff.
Als Volldünger würde ich einen organischen Volldünger nehmen u den
Stickstoff per Hornmehl nachschieben.
Und etwas Kalimagnesia sobald Früchte ausgebildet werden soll dieses
fördern.
Beste Grüße G e r h a r d
Hallo Wolfgang,
>Also hier in Hamburg gibt es noch immer Hollandtomaten. Hinzu
>kommen belgische Fleischtomaten, die vermutlich ebenfalls nur
>künstliche Höhensonne kennen und in einer Nährlösung stehend
>aufgewachsen sind.
>
>Du hast aber recht damit, dass die Spanier inzwischen kräftig
>aufgeholt haben.
gegen letzteres wäre ja nichts einzuwenden.
Aber hier wird gemunkelt, dass es in Spanien sehr viele holländische
Tomatenspezialisten geben soll....:-(