ich jäte immer wieder größere Mengen an Wurzelunkraut
(Quecke, Brennessel, Distel), die möchte ich nicht auf den
Kompost werfen, und ich frage mich, ob man die noch
irgendwie verwenden kann. Könnte man daraus
vielleicht eine Jauche herstellen, mit der man düngen kann?
Und ist das Unkraut danach tot, und kann es dann
auf den Kompost?
Vielen Dank für etwaige Ratschläge!
Annette
Annette Jablonka schrieb:
Hallo
..also ich kenne die erstklassige Düngewirkung von verdünnter (1:7),
gut vergorener, brutal stinkender Brennesseljauche und setze diese Form
der Düngung auch ein.
Aaaaaber: Ich würde an Deiner Stelle vermeiden B. zu verwenden, die
schon Samen angesetzt haben. Mit anderen Kräutern kenn ich mich nicht
aus, aber AFAIL müsste es bei allen jauchen eine Düngewirkung geben..
Gruß Lutz
(in meiner KNOW-HOW-Rubrik findest Du eine Kurzanleitung)
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Hallo Annette,
>ich jäte immer wieder größere Mengen an Wurzelunkraut
>(Quecke, Brennessel, Distel), die möchte ich nicht auf den
>Kompost werfen,
hei warum nein? Wenn du das Zeugs erst antrocknen läßt, macht es bei
der Kompostierung keinen Mucks mehr.
Soweit das Zeugs allerdings Samen angesetzt hat, sollte es schon ins
innere des Komposthaufens wg der dort höheren Wärmeentwicklung.
>und ich frage mich, ob man die noch
>irgendwie verwenden kann. Könnte man daraus
>vielleicht eine Jauche herstellen, mit der man düngen kann?
Jauche macht man eigentlich nicht anstatt Kompostierung sondern
gezielt wg der Düngewirkung der Jauche. Und dafür verwendet man eben
die Brennessel, weil die als Stickstoffsammler gilt.
Beste Grüße G e r h a r d
> >ich jäte immer wieder größere Mengen an Wurzelunkraut
> >(Quecke, Brennessel, Distel), die möchte ich nicht auf den
> >Kompost werfen,
> hei warum nein? Wenn du das Zeugs erst antrocknen läßt, macht es bei
> der Kompostierung keinen Mucks mehr.
> Soweit das Zeugs allerdings Samen angesetzt hat, sollte es schon ins
> innere des Komposthaufens wg der dort höheren Wärmeentwicklung.
Das mit dem Vertrocknen lassen klingt verlockend, aber wie lange
dauert es wohl, bis Queckenwurzeln vertrocknet sind?
> >und ich frage mich, ob man die noch
> >irgendwie verwenden kann. Könnte man daraus
> >vielleicht eine Jauche herstellen, mit der man düngen kann?
> Jauche macht man eigentlich nicht anstatt Kompostierung sondern
> gezielt wg der Düngewirkung der Jauche. Und dafür verwendet man eben
> die Brennessel, weil die als Stickstoffsammler gilt.
Ach so. Ich werde das mal ausprobieren.
(Brennesseln habe ich nämlich genug.)
Vielen Dank
Annette
Hallo Annette,
>> hei warum nein? Wenn du das Zeugs erst antrocknen läßt, macht es bei
>> der Kompostierung keinen Mucks mehr.
>Das mit dem Vertrocknen lassen klingt verlockend, aber wie lange
>dauert es wohl, bis Queckenwurzeln vertrocknet sind?
nicht vertrocknen, nur antrocknen reicht schon. Tocken wie Heu muss
das Zeugs nicht sein.
Es ist einfach so, dass eintrocknendes Pflanzengewebe sehr schnell
eine Schwelle überschreitet, wo es für die durch Wasserentzug
geschädigten Zellen kein Zurück ins Leben mehr gibt. Ein typisches
Beispiel sind getopfte Azaleen. Wenn der Ballen mal trocken gefallen
ist, kann man den zwar wieder anfeuchten, aber die Wurzeln belebt man
damit nicht wieder.
An einem sonnigen Sommertag haben Queckenwurzeln wohl keine Chance
einen Tag an der Sonne zu überleben. Jetzt dauert's natürlich etwas
länger.