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Muss ein Birkenstumpf entfernt werden?

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Jörg Barres

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Jun 4, 2017, 4:26:06 AM6/4/17
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Hallo Gartenfreunde,

wir haben eine alte Birke gefällt, die recht nah am Haus stand und schon
teilweise morsch bzw. abgestorben war.

Jetzt haben wir von verschiedenen Stellen gehört, der Stumpf müsse auch
entfernt werden, weil die Wurzeln immer noch das Fundament angreifen
könnten.

Im Web finde ich nicht wirklich Antworten, deshalb meine Frage an euch:

Reicht es, den Stumpf "natürlich" vermodern zu lassen, oder sollte der
tatsächlich rausgefräst werden?

Wer kennt zu diesem Thema Websites oder kann eigene Erfahrungen beisteuern?

Schönes Wochenende für euch alle,

Jörg

---
Diese E-Mail wurde von AVG auf Viren geprüft.
http://www.avg.com

Django

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Jun 4, 2017, 6:41:27 AM6/4/17
to
Am 04.06.2017 um 10:26 schrieb Jörg Barres:
> Hallo Gartenfreunde,
>
> wir haben eine alte Birke gefällt, die recht nah am Haus stand und schon
> teilweise morsch bzw. abgestorben war.
>
> Jetzt haben wir von verschiedenen Stellen gehört, der Stumpf müsse auch
> entfernt werden, weil die Wurzeln immer noch das Fundament angreifen
> könnten.
>
> Im Web finde ich nicht wirklich Antworten, deshalb meine Frage an euch:
>
> Reicht es, den Stumpf "natürlich" vermodern zu lassen, oder sollte der
> tatsächlich rausgefräst werden?
>
> Wer kennt zu diesem Thema Websites oder kann eigene Erfahrungen beisteuern?

Django hat da gute Erfahrungen mit Natronlauge gemacht.
Einfach 1/2 kg Rohrreiniger auf den Baumstumpf streuen.


Django

Heinz Schmitz

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Jun 4, 2017, 7:49:16 AM6/4/17
to
Jörg Barres wrote:

>wir haben eine alte Birke gefällt, die recht nah am Haus stand und schon
>teilweise morsch bzw. abgestorben war.
>
>Jetzt haben wir von verschiedenen Stellen gehört, der Stumpf müsse auch
>entfernt werden, weil die Wurzeln immer noch das Fundament angreifen
>könnten.

Vor drei Jahren habe ich eine Birke gefällt, den Stumpf bis knapp
unter Boden entfernt, und Erde drüber gezogen. Da ist noch nichts
nachgekommen. Einige dicke Seitenwurzeln habe ich dieses Jahr
rausgepolkt, um wieder umgraben und neu bepflanzen zu können.

Das Vermodern dauert lange. Wenn Du mal in einen Braunkohlen-
Tagebau kommst, kannst Du noch Teile der Baum-Stämme sehen.

Grüße,
H.


Karl-Heinz Rekittke

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Jun 4, 2017, 7:52:04 AM6/4/17
to
Am 04.06.2017 um 10:26 schrieb Jörg Barres:

> wir haben eine alte Birke gefällt, die recht nah am Haus stand und
> schon teilweise morsch bzw. abgestorben war.
>
> Jetzt haben wir von verschiedenen Stellen gehört, der Stumpf müsse
> auch entfernt werden, weil die Wurzeln immer noch das Fundament
> angreifen könnten.
>
> Im Web finde ich nicht wirklich Antworten, deshalb meine Frage an
> euch: Wer kennt zu diesem Thema Websites oder kann eigene Erfahrungen
> beisteuern?

Man könnte ja zunächst die verschiedenen Stellen nach deren jeweiligen
Quellen befragen. Ich könnte mir vorstellen, dass von denen etwas
ziemlich falsch verstanden wurde.

Wenn Stumpf und Wurzeln u.a. von Pilzen zersetzt werden, könnten die,
wenn sie ihren Job erledigt haben, auch Appetit auf andere noch gesunde
Wurzeln weiterer Bäume entdecken - wird häufig kolportiert.

Selbst erlebt habe ich das allerdings noch nie, und in unserem Garten
sind schon etliche Stümpfe wieder zu Erde geworden, oder sie befinden
sich in froher Erwartung dies zu tun (Fichten, Wacholder, Robinien,
Kastanien, Walnussbäume, Lärchen, Holunder, eine Linde, ein Birnbaum,
ein riesiger Exote, dessen Namen ich nicht kenne ...).

Wäre etwas dran an dieser "Weisheit", müssten sich nach einem
Blitzeinschlag im Wald, die entstehenden Lichtungen im Wald immer derart
erweitern, bis der ganze Wald verschwunden wäre, denn der Appetit
exponentiell anwachsender Zahlen von Holzvertilgern könnte erst dann
gezügelt werden, wenn es nichts mehr zu holen gäbe.

Sicher wird es auch Organismen geben, die Beton zersetzen können, aber
die kommen sicherlich nicht vorrangig aus dem Pool derer, die es gewohnt
sind, sich an Holz zu vergreifen.

> Reicht es, den Stumpf "natürlich" vermodern zu lassen, oder sollte
> der tatsächlich rausgefräst werden?

Das ist letztendlich eine Geschmacksfrage und auch davon abhängig, was
man mit dem gewonnenen Terrain vorhat. Soll darauf gebaut werden, muss
der Stumpf entfernt werden, weil es sonst zu Setzungen kommen kann.

Mir fällt gerade auf, dass das auch ein fast schlüssiger Grund für die
These sein könnte, dass " ... die Wurzeln immer noch das Fundament
angreifen könnten ...", wenn das Gebäude flach gegründet wäre (nicht
unterkellert, Kriechkeller) und der "Herzwurzler" Birke, starke Wurzeln
unter das Gebäude geschoben haben sollte.

Das äußerst schwierige Entfernen der Wurzeln unter dem Gebäude würde
dabei das Problem aber nicht lösen sondern verschlimmern, weil die
entstehenden Hohlräume dann noch aufwändig (mit Material gleicher
Plastizität wie dem Gründungsmaterial) verpresst werden müssten.
Angemessen wäre es in diesem Fall, die Wurzeln unter dem Gebäude zu
belassen und auf Zeit und Materialschläue (Spannungsreserven,
Gewölbebildung über nichttragenden Bereichen) zu setzen.

Will man die Fläche neu begrünen, muss man dort mit Verwerfungen
rechnen, wie man sie auch von Friedhöfen kennt, wenn die Wurzeln im
Boden verbleiben. Außerdem werden sich dort über einen längeren Zeitraum
die Fruchtkörper von Pilzen zeigen und der Baum wird mit der restlichen
Energie, die ihm verblieb, immer wieder versuchen neu auszutreiben. Je
früher man die Neutriebe daran hindert Photosynthese zu betreiben, desto
schneller kann man dem Einhalt gebieten. Robinie, Walnussbaum und Linde
haben es bei uns 1,5 bis 2,5 Jahre lang immer wieder versucht.

Aber auch dann, wenn der Stumpf entfernt wird, kommt es zu Verwerfungen,
wenn die entstandene Grube nicht aufwändig, lagenweise verdichtet wird.
Ganz verhindern lässt sich das sowieso nicht, weil Setzungen kriechend,
in sehr großen Zeiträumen vonstatten gehen.

--
Gruß,
Kalle

Erkläre mir und ich werde vergessen.
Zeige mir und ich erinnere.
Lass es mich tun und ich verstehe.
(Konfuzius)

Ina Koys

unread,
Jun 4, 2017, 9:34:24 AM6/4/17
to
Am 04.06.2017 um 14:38 schrieb Ludger Averborg:

> Es dauert allerdings Ewigkeiten, bis so ein Stubben wirklich
> weg ist.

Birkenholz ist bei Pilzen so beliebt, dass da wahrscheinlich eine halbe
Ewigkeit reicht.

Ina
--
Es gibt wieder frisches Gemüse!
http://www.koys.de/Gemuese-Abenteuer/
In Wärme und Geschichte:
http://www.VonLuxorNachAbuSimbel.de

Ina Koys

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Jun 4, 2017, 9:40:03 AM6/4/17
to
Am 04.06.2017 um 10:26 schrieb Jörg Barres:
> Hallo Gartenfreunde,
>
> wir haben eine alte Birke gefällt, die recht nah am Haus stand und schon
> teilweise morsch bzw. abgestorben war.
>
> Jetzt haben wir von verschiedenen Stellen gehört, der Stumpf müsse auch
> entfernt werden, weil die Wurzeln immer noch das Fundament angreifen
> könnten.

Kann ich mir nicht vorstellen. Die Wurzeln wachsen ca. im Gleichgewicht
mit der Krone. Ist keine Krone mehr dran, werden auch die Wurzeln nicht
mehr weiter entwickelt, selbst wenn der Baum noch leben und wieder
austreiben sollte - habe ich bei Birken aber noch nicht gesehen.
Ich denke, dass die "verschiedenen Stellen" da andere Wurzeln meinten,
z.B. Bambus oder Japanischen Knöterich. Da kommt das vor, weil das auch
die Art ist, auf die sich die Pflanze verbreitet. Oder aber vorher
eingetretene Schäden werden erst so nach und nach sichtbar, z.B. weil
eine eingewachsene Wurzel verrottet und die Mauerstelle nun spürbar
durchlässig wird, während sie vorher von der eingewachsenen Wurzel
abgedichtet wurde.

Gerd Schweizer

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Jun 4, 2017, 10:02:42 AM6/4/17
to
Jörg Barres schrieb:
> Hallo Gartenfreunde,
>
> wir haben eine alte Birke gefällt, die recht nah am Haus stand und schon
> teilweise morsch bzw. abgestorben war.
>
> Jetzt haben wir von verschiedenen Stellen gehört, der Stumpf müsse auch
> entfernt werden, weil die Wurzeln immer noch das Fundament angreifen
> könnten.
>
> Im Web finde ich nicht wirklich Antworten, deshalb meine Frage an euch:
>
> Reicht es, den Stumpf "natürlich" vermodern zu lassen, oder sollte der
> tatsächlich rausgefräst werden?
Wenn keine frischen Triebe kommen, besteht keine Gefahr mehr. Dann
beginnt der Moderprozess. Bei uns sind ein paar Wurzelstöcke im Garten,
die nun immer stärker verrotten.
Sollten noch Triebe kommen kann ich Erfahrung von Efeu und Blauregen
beibringen.

--
Liebe Grüße, Gerd
Satelliten FAQ, DVB-T, Katzen, Mopped, Garten, Heimwerken:
http://www.satgerd.de/

Jürgen Exner

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Jun 4, 2017, 10:10:46 AM6/4/17
to
Jörg Barres <ne...@traicon.net> wrote:
>Jetzt haben wir von verschiedenen Stellen gehört, der Stumpf müsse auch
>entfernt werden, weil die Wurzeln immer noch das Fundament angreifen
>könnten.

Ja, genau. Die Wurzeln holen jetzt ihre Kalaschnikows und Hiltis und
nehmen am Fundament Rache.

Wenn der Baum tot ist, dann ist er tot. Und die Wurzeln tun genau gar
nichts mehr.
Falls der Stubben wieder austreibt, ok, dann werden irgendwann auch die
Wurzeln wieder anfangen zu wachsen. Aber selbst das wird Jahre dauern,
weil im Moment erstmal ein Ueberangebot von Wurzel einem sehr kleinen
Bedarf von neuen Wuchs gegenuebersteht.

jue

Fritz

unread,
Jun 4, 2017, 10:42:33 AM6/4/17
to
Am 04.06.17 um 13:49 schrieb Heinz Schmitz:
Von großen Fichten, die ich vor 10 Jahren fällen ließ sind zwar die
Baumscheiben noch zu sehen, die Wurzeln zerfallen aber schon, wenn man
mit dem Spaten darauf sticht.
Nur eines ist passiert, auf den Baumstümpfen ist ein Art von weißem
Baumschwamm zu sehen, der vermutlich auch andere Bäume angreift.
So sind im Umkreis z.B. Haselnusssträucher, Gelber China Wacholder
vermutlich an Pilzkrankheit abgestorben. Eine Zierkirsche habe ich heuer
nun ebenfalls entfernt, sie zeigte am Stamm knapp über den Boden,
ebenfalls diesen Pilz und der ausgegrabene Wurzelstock hatte schon
einige vermoderte Wurzelstränge.

--
Fritz
Usenet Akronyme auf Alpenländisch:
PLUMPS = PLONK (im österreichischen Dialekt)
Hierconf(s) ~ DHDDDODH = do hockn de do de oiweu do hockn

Fritz

unread,
Jun 4, 2017, 10:44:01 AM6/4/17
to
Am 04.06.17 um 13:52 schrieb Karl-Heinz Rekittke:
> Wenn Stumpf und Wurzeln u.a. von Pilzen zersetzt werden, könnten die,
> wenn sie ihren Job erledigt haben, auch Appetit auf andere noch gesunde
> Wurzeln weiterer Bäume entdecken - wird häufig kolportiert.

Das kann ich auch bestätigen.

Siehe
Message-ID:
<6622f085-cde9-261d...@tb.alba.fritz-fqdn.dd-dns.de>
in diesem Thread

Karl-Heinz Rekittke

unread,
Jun 4, 2017, 1:17:15 PM6/4/17
to
Ich glaube, ich weiß was du meinst. Wir hatten etwas ähnliches hier in
der Nähe am Altenheim. Bei Gelegenheit werde ich mal schauen, was daraus
geworden ist und Fotos machen.

--
Gruß,
Kalle

- Vögel und andere Viecher -
Begegnungen am Bach II:
https://youtu.be/ls9i7R4UZEs
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