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Re: F1-Tomaten vermehren

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Ina Koys

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Sep 13, 2017, 4:35:03 AM9/13/17
to
Am 13.09.2017 um 10:19 schrieb Ludger Averborg:

> Jetzt fragt sich, ob ich die bei +7...10° überwintern kann.

Theoretisch kannst du. Tomaten sind Stauden. Praktisch wird aber
wahrscheinlich entweder die Weiße Fliege zuschlagen oder eben die
Pflanze aus der Form geraten. Sie ist im Frühjahr eben ein alter
Knochen, kein junger Sämling. Man müsste dann wahrscheinlich zum
passenden Zeitpunkt neue Stecklinge machen.

Bei mir ist vor Jahren auch mal ein Tomaten-Aufhebeprojekt gescheitert,
ich hab aber vergessen woran. Temperatur war es jedenfalls nicht.

Ina
--
Es gibt wieder frisches Gemüse!
http://www.koys.de/Gemuese-Abenteuer/
In Wärme und Geschichte:
http://www.VonLuxorNachAbuSimbel.de

Karl-Heinz Rekittke

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Sep 13, 2017, 6:45:47 AM9/13/17
to
Am 13.09.2017 um 10:19 schrieb Ludger Averborg:
> Ich hab jetzt mal versucht, Stecklinge von (F1) Tomaten zu
> machen. Geiztriebe schräg glatt abgeschnitten, in einen
> Blumentopf mit gut gewässerter Blumenerde aus der Tüte (Aldi
> Sondernagebot), dann 14 Tage in eine Plastiktüte gesetzt und
> oben verschlossen. Danach 14 Tage im Wintergarten, ziemlich
> feucht gehalten.
> Ergebnis: vier von vier Stecklingen wachsen grünen und
> gedeihen.
>
> Jetzt fragt sich, ob ich die bei +7...10° überwintern kann.
>
> Es gäbe auch noch die andere Möglichkeit, im Frühjahr so
> eine gekaufte Pflanze zu vermehren.

Du betreibst aber einen riesigen Aufwand! Aus Macht der Gewohnheit
stecke ich fast jeden Geiztrieb (auch F1) direkt neben der Pflanze, von
der sie stammen, in die Erde und zu fast 100% wurzeln die dann an, wenn
man regelmäßig gießt. Allein unser Sommer ist zu kurz, um davon zu
profitieren.

Mit der Überwinterung, so könnte ich es mir vorstellen, dürfte es dir
ähnlich ergehen, wie mir mit meinen Physalis (aus Samen von
Aldi-Früchten), die ich mal vor Weihnachten angezogen hatte. Selbst in
ungeheizten Räumen nahmen die dann Ausmaße an, die kaum noch zu
beherrschen waren. Mit den Physalis hat das noch geklappt und wenn das
mit deinen Tomaten funktionieren sollte, dürftest du dich auf eine
reiche Ernte freuen können.

--
Gruß und viel Glück dabei,
Kalle

- Zeitraffer -
Seerose III weiß:
https://youtu.be/1DvVi07m7cU

Ina Koys

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Sep 13, 2017, 1:00:47 PM9/13/17
to
Am 13.09.2017 um 15:34 schrieb Hendrik Bohm:

>> Es gäbe auch noch die andere Möglichkeit, im Frühjahr so
>> eine gekaufte Pflanze zu vermehren.
> Ja, das ist aussichtsreicher!

Da wird er aber sehr früh anfangen müssen, damit die Stecklinge noch
Ernte bringen. Und wenn ich mir die Dinger so vorstelle, die es deutlich
zu früh zu kaufen gibt...

Herbert Kleebauer

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Sep 13, 2017, 5:28:20 PM9/13/17
to
On 13.09.2017 19:00, Ina Koys wrote:
> Am 13.09.2017 um 15:34 schrieb Hendrik Bohm:

>>> Es gäbe auch noch die andere Möglichkeit, im Frühjahr so
>>> eine gekaufte Pflanze zu vermehren.

>> Ja, das ist aussichtsreicher!

> Da wird er aber sehr früh anfangen müssen, damit die Stecklinge noch
> Ernte bringen.
Das ist nicht das Problem, die haben schon seit Wochen reife
Tomaten. Das Problem ist, dass die nicht veredelt sind und daher
viel anfälliger für Pilzbefall sind. Ich hab die auch nicht wegen
der Tomaten angebaut, sondern weil ich die entfernten Triebe nicht
einfach verdorren lassen wollte und bei den Tomaten wachsen halt
alle an. Und bei der Menge kann man sie dann nur ins Freie
verpflanzen wo halt nicht nur die Blätter sondern auch ein
erheblicher Teil der Tomaten ein Opfer von Pilzen wird.

Ina Koys

unread,
Sep 14, 2017, 5:20:23 AM9/14/17
to
Am 13.09.2017 um 23:28 schrieb Herbert Kleebauer:
> On 13.09.2017 19:00, Ina Koys wrote:
>> Am 13.09.2017 um 15:34 schrieb Hendrik Bohm:
>
>>>> Es gäbe auch noch die andere Möglichkeit, im Frühjahr so
>>>> eine gekaufte Pflanze zu vermehren.
>
>>> Ja, das ist aussichtsreicher!
>
>> Da wird er aber sehr früh anfangen müssen, damit die Stecklinge noch
>> Ernte bringen.
> Das ist nicht das Problem, die haben schon seit Wochen reife
> Tomaten. Das Problem ist, dass die nicht veredelt sind

Siehste. Da scheiden sich die Geister. Sicher kann man das machen. Aber
ich persönlich werde immer Sorten bevorzugen, die auch auf eigener
Wurzel gut tragen. Und da gibt es diverse, die meinen Bedarf locker
decken. Auch im Freiland.
Ich bin nicht generell gegen Veredelungen, ich habe das an Obst und
Rosen mit unterschiedlichem Erfolg auch selber gemacht. Aber mein Gemüse
muss ohne auskommen und tut es auch.

Herbert Kleebauer

unread,
Sep 14, 2017, 8:17:46 AM9/14/17
to
On 14.09.2017 11:20, Ina Koys wrote:

>> Das ist nicht das Problem, die haben schon seit Wochen reife
>> Tomaten. Das Problem ist, dass die nicht veredelt sind
>
> Siehste. Da scheiden sich die Geister. Sicher kann man das machen. Aber
> ich persönlich werde immer Sorten bevorzugen, die auch auf eigener
> Wurzel gut tragen.

Das ist nicht das Problem, die tragen jede Menge Tomaten. Das
Problem ist, dass sie ungeschützt vor Regen im Freien stehen
und dann vom Pilz befallen werden (und ich nehme an, veredelte
Tomatenpflanzen sind da robuster). Mir tun einfach die Seitentriebe
leid, die man abschneidet und die dann am Boden vertrocknen müssen.
Wenn man sie nur 2 cm in den Boden steckt, dann wachsen die
sofort an und ergeben neue Pflanzen. Auf diese Weise stehen
nun über 25 Tomatenpflanzen, als Nachkommen der gekauften, nur
mit einem Spiralstab versehen, aber sonst sich selbst überlassen,
im Garten. Wenn man die, wie die Originalpflanzen auch, in einem
Glashaus oder zumindest regengeschützt unterbringen würde, wäre
das Pilzproblem wahrscheinlich auch nicht so groß, aber ich kann
die Tomaten ja sowieso nicht brauchen, die Originalpflanzen
liefern mehr als genug.


Ina Koys

unread,
Sep 14, 2017, 8:43:25 AM9/14/17
to
Am 14.09.2017 um 14:17 schrieb Herbert Kleebauer:
> On 14.09.2017 11:20, Ina Koys wrote:
>
>>> Das ist nicht das Problem, die haben schon seit Wochen reife
>>> Tomaten. Das Problem ist, dass die nicht veredelt sind
>>
>> Siehste. Da scheiden sich die Geister. Sicher kann man das machen. Aber
>> ich persönlich werde immer Sorten bevorzugen, die auch auf eigener
>> Wurzel gut tragen.
>
> Das ist nicht das Problem, die tragen jede Menge Tomaten. Das
> Problem ist, dass sie ungeschützt vor Regen im Freien stehen
> und dann vom Pilz befallen werden

Das ist mir schon aufgefallen. Und ich lege eben Wert darauf, dass die
Tomaten auch im Freiland alleine tragen sollen.

> Tomatenpflanzen sind da robuster). Mir tun einfach die Seitentriebe
> leid, die man abschneidet und die dann am Boden vertrocknen müssen.

Wobei das Erhalten der Seitentriebe aber auch erst wieder Mode ist, seit
man kleinfrüchtige Sorten mag. Vorher hat man jahrzehntelang und aus
gutem Grund keine Seitentriebe geduldet. Bei Fleischtomaten ist auch die
reine Statik der Todfeind von Seitentrieben.

> Wenn man sie nur 2 cm in den Boden steckt, dann wachsen die
> sofort an und ergeben neue Pflanzen. Auf diese Weise stehen
> nun über 25 Tomatenpflanzen, als Nachkommen der gekauften, nur
> mit einem Spiralstab versehen, aber sonst sich selbst überlassen,
> im Garten.

Verstehe ich jetzt nicht - ich denke, du verwendest veredelte? Im
Übrigen denke ich, dass man mit größerfrüchtigen Sorten bei der
Verarbeitung weniger Arbeit hat. Und die einfach wachsen zu lassen ist
einfach kontraproduktiv.

> Wenn man die, wie die Originalpflanzen auch, in einem
> Glashaus oder zumindest regengeschützt unterbringen würde, wäre
> das Pilzproblem wahrscheinlich auch nicht so groß, aber ich kann
> die Tomaten ja sowieso nicht brauchen, die Originalpflanzen
> liefern mehr als genug.

Moment mal: du hast die nur draußen zu stehen um die Pilzsporen nicht
verhungern zu lassen? Das ist aber auch eine sehr eigene Art von
Liebhaberei.

Herbert Kleebauer

unread,
Sep 14, 2017, 12:12:11 PM9/14/17
to
On 14.09.2017 14:43, Ina Koys wrote:

> Das ist mir schon aufgefallen. Und ich lege eben Wert darauf, dass die
> Tomaten auch im Freiland alleine tragen sollen.

Was hat den die Ertragsstärke einer Sorte mit der Pilzresistenz
zu tun.


> Wobei das Erhalten der Seitentriebe aber auch erst wieder Mode ist, seit
> man kleinfrüchtige Sorten mag. Vorher hat man jahrzehntelang und aus
> gutem Grund keine Seitentriebe geduldet.

Hab ich doch geschrieben, dass ich die Seitentriebe entferne. Und
wenn diese dann am Boden liegen, kann man sie entweder liegen lassen,
so dass sie verdorren oder man bückt sich und steckt sie 2 cm in die
Erde, dann wachsen sie an und man hat eine neue Tomatenpflanze.
Aber wenn sie 20-30 cm groß sind und einen Wurzelballen gebildet
haben, muss man sie halt irgendwo hin versetzen. Und wenn man die
Pflanzen eigentlich nicht braucht, treibt man keinen großen Aufwand
sie vor Regen zu schützen sondern überlässt sie einfach sich selbst.
Der Pilz schlägt zwar zu, aber sie liefern immer noch jede Menge
reifer Tomaten.

Und wenn du sowieso unveredelte Pflanzen benutzt, dann haben die
Nachkommen keinen Nachteil gegenüber dem Original. Und die ersten
Stecklinge sind nicht viel später dran als das Original, die
liefern sicherlich noch reife Tomaten.


>> Wenn man sie nur 2 cm in den Boden steckt, dann wachsen die
>> sofort an und ergeben neue Pflanzen. Auf diese Weise stehen
>> nun über 25 Tomatenpflanzen, als Nachkommen der gekauften, nur

> Verstehe ich jetzt nicht - ich denke, du verwendest veredelte?

Die Originalpflanzen sind veredelt, leider vererbt sich dass nicht auf
die als Steckling verwendeten Seitentriebe.


> Im
> Übrigen denke ich, dass man mit größerfrüchtigen Sorten bei der
> Verarbeitung weniger Arbeit hat.

Nicht nur bei der Verarbeitung, die schmecken auch besser. Nur
gab es die nicht als veredelte Pflanzen als man im Frühjahr die
ersten kaufen konnte.


> Moment mal: du hast die nur draußen zu stehen um die Pilzsporen nicht
> verhungern zu lassen? Das ist aber auch eine sehr eigene Art von
> Liebhaberei.

Ich hab sie draußen stehen, weil ich denke, die abgeschnittenen
Triebe wachsen lieber anstatt gleich zu verdorren, auch wenn sie
dann später dem Pilz zum Opfer fallen (einige bleiben aber auch
von ihm verschont). Ich bevorzuge auch Pflücksalat gegenüber
Kopfsalat: er liefert Salatblätter und darf trotzdem weiterwachsen
bis er im Herbst eines natürlichen Todes stirbt.








Ina Koys

unread,
Sep 14, 2017, 2:25:35 PM9/14/17
to
Am 14.09.2017 um 18:12 schrieb Herbert Kleebauer:
> On 14.09.2017 14:43, Ina Koys wrote:
>
>> Das ist mir schon aufgefallen. Und ich lege eben Wert darauf, dass die
>> Tomaten auch im Freiland alleine tragen sollen.
>
> Was hat den die Ertragsstärke einer Sorte mit der Pilzresistenz
> zu tun.

Ganz einfach: wenn die Pflanze vor der Ernte abstirbt ist die Erntemenge
gleich 0. Und solche Sorten gibt es. Früher, als der Pilz noch weniger
fit war, blieben die Blätter alle bis zum Frost grün, wenn man sich
nicht zu blöd anstellte. Das kann sich heute kaum noch einer vorstellen.

>> Wobei das Erhalten der Seitentriebe aber auch erst wieder Mode ist, seit
>> man kleinfrüchtige Sorten mag. Vorher hat man jahrzehntelang und aus
>> gutem Grund keine Seitentriebe geduldet.
>
> Hab ich doch geschrieben, dass ich die Seitentriebe entferne. Und
> wenn diese dann am Boden liegen, kann man sie entweder liegen lassen,

oder kompostieren,

> so dass sie verdorren oder man bückt sich und steckt sie 2 cm in die
> Erde, dann wachsen sie an und man hat eine neue Tomatenpflanze.
> Aber wenn sie 20-30 cm groß sind und einen Wurzelballen gebildet
> haben, muss man sie halt irgendwo hin versetzen. Und wenn man die
> Pflanzen eigentlich nicht braucht, treibt man keinen großen Aufwand
> sie vor Regen zu schützen sondern überlässt sie einfach sich selbst.

Und züchtet dann Erreger darauf. Find ich toll.

> Und wenn du sowieso unveredelte Pflanzen benutzt, dann haben die
> Nachkommen keinen Nachteil gegenüber dem Original. Und die ersten
> Stecklinge sind nicht viel später dran als das Original

Dann war das Original sehr eigenartig. Oder die Seitentriebe wurden viel
zu spät ausgebrochen. Wenn man das rechtzeitig macht, sind sie viel zu
klein zum Anwurzeln.

>> Im
>> Übrigen denke ich, dass man mit größerfrüchtigen Sorten bei der
>> Verarbeitung weniger Arbeit hat.
>
> Nicht nur bei der Verarbeitung, die schmecken auch besser.

Der Geschmack hat mit der Fruchtgröße nichts zu tun. Er resultiert aus
der Sorte und dem Boden, daneben noch der Sonneneinstrahlung, der
Wasserversorgung und vermutlich noch anderen Bedingungen. Aber
geschmacklose Früchte gibts in allen Größen, aromatische auch.

>> Moment mal: du hast die nur draußen zu stehen um die Pilzsporen nicht
>> verhungern zu lassen? Das ist aber auch eine sehr eigene Art von
>> Liebhaberei.
>
> Ich hab sie draußen stehen, weil ich denke, die abgeschnittenen
> Triebe wachsen lieber anstatt gleich zu verdorren, auch wenn sie
> dann später dem Pilz zum Opfer fallen

Philosophie über Hygiene also. Mal abgesehen von der müßig zu
diskutierenden Frage ob Pflanzen etwas wollen können, ist es vollkommen
üblich in der Natur, dass massenweise gebrochen und gestorben wird. Es
muss immer die Mehrzahl sterben, damit die Minderzahl leben kann. So ist
dieser Planet eingerichtet. Und es ist ebenso das Grundprinzip des
Gartenbaus. Oder um eine Zootierpflegerweisheit zu zitieren: Wer Tiere
züchten will, muss auch Tiere töten können.

Ich werde bei mir jedenfalls keine Nährböden für Infektionen züchten,
die sonst weiter keine Verwendung haben.

Ina Koys

unread,
Sep 14, 2017, 2:29:46 PM9/14/17
to
Am 14.09.2017 um 18:10 schrieb Hendrik Bohm:

> Aber dann fiel mein Blick auf aufgefädelte Chillies in der Sonne :-)))
> Da waren wir sofort im Gespräch..
> Die Samen stammen aus seiner Heimat (Serbien), sind wunderbar scharf
> und er säht sie _Ende Februar_ (drinnen) aus.

Ja. Was ist jetzt daran besonders? Normale Chili-Zeit. Und wenn du was
Scharfes suchst, schick mir noch mal deine Adresse. Ich habe deutlich
mehr 'Rotes Teufele', als ich in den kommenden Jahren brauchen kann. An
einer nicht stattlichen Pflanze.

Herbert Kleebauer

unread,
Sep 14, 2017, 5:45:27 PM9/14/17
to
On 14.09.2017 20:25, Ina Koys wrote:

> Dann war das Original sehr eigenartig. Oder die Seitentriebe wurden viel
> zu spät ausgebrochen. Wenn man das rechtzeitig macht, sind sie viel zu
> klein zum Anwurzeln.

Dann nimm doch nächstes Jahr einfach einen 5-10 cm langen
Seitentrieb und steck ihn in den Boden, dann wirst du sehen
wie schnell der wächst.


> Der Geschmack hat mit der Fruchtgröße nichts zu tun. Er resultiert aus
> der Sorte und dem Boden, daneben noch der Sonneneinstrahlung, der
> Wasserversorgung und vermutlich noch anderen Bedingungen. Aber
> geschmacklose Früchte gibts in allen Größen, aromatische auch.

Die großen sind halt üblicherweise die Fleischtomaten und Fruchtfleisch
schmeckt nun mal besser als als die wässrige Kernsuppe im Inneren
normaler Tomaten.


> Ich werde bei mir jedenfalls keine Nährböden für Infektionen züchten,
> die sonst weiter keine Verwendung haben.

Man kann den Garten auch zubetonieren und Kunstrasen verlegen,
dann gibt es kein Unkraut und Ungeziefer. Und wenn du Salat oder
Tomaten willst, lässt du die einfach in Hydokulturgefäßen
wachsen.

Soweit ich mich erinnere, sind Pilze von zentraler Bedeutung für die
Natur. Und nur weil etwas hinsichtlich der Nahrung in Konkurrenz zum
Menschen steht, muss es nicht unbedingt schlecht sein.

Ina Koys

unread,
Sep 15, 2017, 3:03:43 AM9/15/17
to
Am 14.09.2017 um 23:45 schrieb Herbert Kleebauer:
> On 14.09.2017 20:25, Ina Koys wrote:
>
>> Dann war das Original sehr eigenartig. Oder die Seitentriebe wurden viel
>> zu spät ausgebrochen. Wenn man das rechtzeitig macht, sind sie viel zu
>> klein zum Anwurzeln.
>
> Dann nimm doch nächstes Jahr einfach einen 5-10 cm langen
> Seitentrieb und steck ihn in den Boden, dann wirst du sehen
> wie schnell der wächst.

Wenn ich einen nicht erwünschten 5-10 cm langen Seitentrieb habe, muss
ich noch mal in mich gehen, ob ich das so ernst meine.
>> Ich werde bei mir jedenfalls keine Nährböden für Infektionen züchten,
>> die sonst weiter keine Verwendung haben.
>
> Man kann den Garten auch zubetonieren und Kunstrasen verlegen,
> dann gibt es kein Unkraut und Ungeziefer.

Stimmt.

> Und wenn du Salat oder
> Tomaten willst, lässt du die einfach in Hydokulturgefäßen
> wachsen.

Bei mir funktioniert es auch ganz gut einfach ausgepflanzt. Ich brauche
weder Hydrokultur noch Veredelungen. Ich bevorzuge einfach Methoden und
Sorten, die sich mit den hiesigen Bedingungen gut vereinbaren lassen.

> Soweit ich mich erinnere, sind Pilze von zentraler Bedeutung für die
> Natur. Und nur weil etwas hinsichtlich der Nahrung in Konkurrenz zum
> Menschen steht, muss es nicht unbedingt schlecht sein.

Mit der hiesigen Natur haben weder Tomaten noch Kraut- und Braunfäule
irgendwas zu tun.

Gerhard Hoffmann

unread,
Sep 18, 2017, 6:08:30 AM9/18/17
to
Am 14.09.2017 um 11:20 schrieb Ina Koys:

> Siehste. Da scheiden sich die Geister. Sicher kann man das machen. Aber
> ich persönlich werde immer Sorten bevorzugen, die auch auf eigener
> Wurzel gut tragen. Und da gibt es diverse, die meinen Bedarf locker
> decken. Auch im Freiland.
> Ich bin nicht generell gegen Veredelungen, ich habe das an Obst und
> Rosen mit unterschiedlichem Erfolg auch selber gemacht. Aber mein Gemüse
> muss ohne auskommen und tut es auch.

Ich hatte mal Chillies, Apache F1, die haben sich recht bald
wieder auseinanderentwickelt; wie zu erwarten, wenn man sie aus
Samen nachzieht.
Dankbare Sorte übrigens.

Gruß, Gerhard

Frank Müller

unread,
Sep 18, 2017, 7:37:49 AM9/18/17
to
Hendrik Bohm schrieb:
> Hallo Ina,
>
>>Ja. Was ist jetzt daran besonders? Normale Chili-Zeit. Und wenn du was
>>Scharfes suchst, schick mir noch mal deine Adresse. Ich habe deutlich
>>mehr 'Rotes Teufele', als ich in den kommenden Jahren brauchen kann.
> geht mir fast genauso :-))
>
> Doch herzlichen Dank für Dein Angebot!
>
> Hier habe ich doch noch die `alten Griechen` (vermutlich ne
> Tabasco-Art), zwischen durch mal nen `Mexicaner` bekommen und jetzt
> noch die `neuen Serben`. Ich weiss nicht was passiert, wenn die alle
> hier blühen, keine Ahnung, ob die kreuzen. Kann spannend werden.. :-))

Wenn sie relativ eng zusammen sind dann kreuzen die sich, aber nicht
nur die Chili untereinander. Wenn man Gemüsepaprika mit dabei hat
dann kann es sein daß man im nächsten Jahr Gemüsepaprikagroße Chilis
hat. Ist mir selber schon mehrmals passiert...

Frank

Ina Koys

unread,
Sep 18, 2017, 7:43:31 AM9/18/17
to
Ja klar, aber das hat mit Veredelungen nichts zu tun.

> Dankbare Sorte übrigens.

Wäre auch Käse, wenn die F1 noch nicht mal mit Vorteilen verbunden wäre.
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