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Brunnen bohren mit der Hand/ 200 mm Arbeitsrohr

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Hermann Hofmann

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Jul 15, 2004, 3:42:42 PM7/15/04
to
Hallo Leute, wir sind jetz, nachdem nur noch Sand und sowas ähnliches wie
Knete oder Ton aus der Erde kam, bei 5,30 auf W A S S E R gestoßen. Haben
jetzt im Arbeitsrohr ungefähr 25 cm Wasser stehen. Wie tief sollten wir noch
bohren, damit das Filterrohr genug Wasser bekommt ? Der nächste superheiße
Sommer kommt bestimmt.
Hermann


Thomas Holle

unread,
Jul 15, 2004, 6:22:17 PM7/15/04
to
Ohje.

Wenn ich jetzt 3 Jahre zurück denke (ca. 5,50 m Handbohrer) dann hoffe ich
nicht, dass du die gleiche Plackerei erlebst.
Sieh dich erst mal auf http://www.der-brunnen.de/ um (Bohrbrunnen)

Nach den 5,5 Metern hat sich mein Bohrer im Wasser festgesogen (Lehm- Kleie-
Wasser) und nach entsprechender Anstrengung kam der Pötter ins Spiel.
Das hat dann so richtig Spass gemacht und ich glaube, dass in dem dann fast
halben Jahr mehr "Wutflüssigkeiten (Bier)" bei der Maloche in meinen Hals
gelaufen sind, als der Brunnen jemals fördern wird.

Wenn die Kiesbüchse nicht funktioniert;> dann setzt einen Rammbrunnen in das
Rohr. (Max 8-9 Meter)

Wie tief liegt denn der Grundwasserspiel; haben andere Nachbarn einen
Brunnen; was können sie dir berichten?

(Ich bin hier der Einzige, der den Brunnen geschafft hat- aber wenn ich
zurückdenke, dann hätte ich es lieber gelassen- Das bleibt aber unter uns-
Die Nachbarn sind neidisch)


Viel Spass noch und
vergiss nach Erfolg die automatische Gartenbewässerung nicht!

Das macht dann beim Zurücklehnen richtig Spass und belohnt auch die Arbeit.
(Nachbarn danken dir dann im heissen Soomer mit ganz neidischen Blicken...)


Ich wünsche dir viel Glück
Thomas


"Hermann Hofmann" <hermann...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:cd6mmv$ch2$02$1...@news.t-online.com...

Lutz Bojasch

unread,
Jul 16, 2004, 2:25:35 AM7/16/04
to
Hermann Hofmann schrieb:

Hallo
Auf diese Frage kann man genauso präzise antworten wie auf die Frage
on es Weihnachten Neuschnee gibt. Vielleicht bringt weiter bohren
tatsächlich einen höheren Wasserstand, vielleicht durchstösst der Bohrer
aber auch eine wasserundurchlässige Schicht und das bischen Wasser
fließt dann nach unten weg - und dann ist "Schicht im Schacht"
Gruß Lutz

Klaus Nickisch

unread,
Jul 16, 2004, 3:17:00 AM7/16/04
to

"Hermann Hofmann" <hermann...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:cd6mmv$ch2$02$1...@news.t-online.com...
Ich habe selbst keinen Bohr- oder Spülbrunnen, aber soweit ich weiß, muss
der Filter im Sand sitzen. Ton bzw. Klei wird den Filter zusetzen. Hiesige
Firmen spülen solange, bis Sand während des Spülens nach oben kommt.
Ob eine 25 cm hohe Wassersäule zum Pumpen ausreicht, wage ich zu bezweifeln.
Da läuft nicht schnell genug Wasser nach, bevor es gepumpt ist. Fällt dann
der Wasserspiegel unter den Schlitzen des Filters, saugt die Pumpe Luft an.
Dann wird die Pumpe keinen Druck ausbauen.

Gruß
Klaus


Thomas Holle

unread,
Jul 16, 2004, 3:34:38 AM7/16/04
to

"Lutz Bojasch" <Lutz.B...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:2lpam9F...@uni-berlin.de...
> Hermann Hofmann schrieb:

>
> Hallo
> Auf diese Frage kann man genauso präzise antworten wie auf die Frage
> on es Weihnachten Neuschnee gibt.

Ich erahne meine Prophezeiung und bekomme jetzt schon einen Muskelkater.

> Vielleicht bringt weiter bohren tatsächlich einen höheren Wasserstand,
vielleicht durchstösst der Bohrer
> aber auch eine wasserundurchlässige Schicht und das bischen Wasser
> fließt dann nach unten weg - und dann ist "Schicht im Schacht"


dito
ohne exakte Kenntnisse würde ich nicht mehr per Hand an die 7 - 9 Meter
gehen.
So schön ein Brunnen ist:
"Ob sich das rentiert?"

Material; Pumpe ist dagegen das Wenigste.
Ich würde es per Hand nicht noch einmal machen und habe vor lauter Wut nach
einem 3/4 Jahr ein paar dicke Steine in das Rohr geworfen.
(Ich bin doch nicht doof und und maloche 30-40 Stunden mit dem Pötter für
vielleicht 3 cm)

von 5,50 Meter- auf vielleicht 7,50- 8,00 Meter habe ich ein halbes Leben
verbracht.
Vielleicht hätte ich es wenig tiefer geschafft; aber nur vielleicht- hatte
aber ehrlich die Schnauze voll und mit dem Einwurf das Ende der Aktion
eingeläutet.

25 cm ist nichts; ich habe 3 Meter im 150er Rohr und Pumpe meinen Brunnen
innerhalb von vielleicht 15 min. leer.
Klar- eine halbe Stunde später habe ich wieder 3-400 Liter Wasser.

Das war aber nicht unbedingt meine Vorstellung (Teich 17.000)

auf www.der-brunnen.de wird besschrieben, dass man einen Bohrbrunnen wg.
"zu schwer" nicht manuell herstellen soll.
Ich hatte es zu spät gelesen-

Vielleicht hat Hermann mehr Glück; bei der Plackerei würde ich es mit
"Hoffnung" auf diese Art nicht mehr versuchen.
Alleine für die Materialkosten kann ich meinen Garten 5 Jahre wunderbar
begießen.

(Mein 2. Hauswasserwerk, da das Erste in einem Wutanfall mit der Kiesbüchse
getroffen wurde)

Somit habe ich dann für 7 Jahre Ruhe und immer noch keinen funktionierenden
Brunnen.
Die Arbeit vergesse ich zwecks Aufrechterhaltung meiner guten Laune einfach
mal

Grüße
Thomas;
___
der zumindes einen halbwegs funktionierenden Brunnen mit viel Schweiß und
Geld für "ein wenig Bewässerung" geschafft hat.
Ich weiß auch, warum ich hier der Einzige bin.

> Gruß Lutz
>


Thomas Holle

unread,
Jul 16, 2004, 3:44:18 AM7/16/04
to
Hallo,

Vereinfachung:
2 Kästen Bier für die freiwillige Feuerwehr und das Leben wird dank
Spülbrunnen vielleicht leichter.

25 cm ist nichts- Sickerwasser - bei 2 Metern können wir dann weiter
diskutieren.

Vorschlag: "Spülbrunnen"


MfG
Thomas

"Klaus Nickisch" <k.nic...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:cd7vd7$1gl$04$1...@news.t-online.com...

Mona Klock

unread,
Jul 16, 2004, 9:58:18 AM7/16/04
to
"Thomas Holle" <thomas...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:cd80e0$241j$1...@ulysses.news.tiscali.de...

> Ich weiß auch, warum ich hier der Einzige bin.

Danke für die detaillierten Warnungen (BTW, hat Dein Familienleben das heil
überstanden?)! ;-)

Immerhin kenne ich noch einen, der es geschafft hat... es klang so einfach,
als er von seinem Brunnen stolz erzählte. Aber er mußte doch 7m tief bohren,
bis er unter sandiger Geest auf Wasser stieß.

In meinem jetzigen Garten kann ich das eh vergessen, hier dominieren
Geschiebemergel und innige Gemenge aller Körnergrößen (auch Findlinge!), die
aufgrund
innige Gemenge aller Korngrößen, dieaufgrund ihres Feinkornanteils (Ton
undihres Feinkornanteils inkl. Ton und Schluff wahrscheinlich jeden halbwegs
transportablen Bohrer zur Kapitulation zwingen würden.

Eigentlich muß man nur ältere Landwirte aus der Gegend fragen, wenn man
wissen will, ob sich ein Brunnen lohnt.

Gruß
Mona


Thomas Holle

unread,
Jul 16, 2004, 10:52:45 AM7/16/04
to

"Mona Klock" <mo...@xmit.de> schrieb im Newsbeitrag
news:cd8mvg$4th$03$1...@news.t-online.com...

> "Thomas Holle" <thomas...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:cd80e0$241j$1...@ulysses.news.tiscali.de...
>
>
> Danke für die detaillierten Warnungen (BTW, hat Dein Familienleben das
heil
> überstanden?)! ;-)

Wenn ich meine 2 Kinder frage, dann wissen die immer noch, wo das tiefe
Loch ist.


>
> Immerhin kenne ich noch einen, der es geschafft hat... es klang so
einfach,
> als er von seinem Brunnen stolz erzählte. Aber er mußte doch 7m tief
bohren,
> bis er unter sandiger Geest auf Wasser stieß.

Es klingt einfach; je nach Bodenbeschaffenheit geht es ganz übel aus...

> In meinem jetzigen Garten kann ich das eh vergessen, hier dominieren
> Geschiebemergel und innige Gemenge aller Körnergrößen (auch Findlinge!),
die
> aufgrund
> innige Gemenge aller Korngrößen, dieaufgrund ihres Feinkornanteils (Ton
> undihres Feinkornanteils inkl. Ton und Schluff wahrscheinlich jeden
halbwegs
> transportablen Bohrer zur Kapitulation zwingen würden.

Den Test würde ich auch vermeiden.

> Eigentlich muß man nur ältere Landwirte aus der Gegend fragen, wenn man
> wissen will, ob sich ein Brunnen lohnt.

Richtig; und wenn auch kein Nachbar einen Brunnen hat, dann wissen die auch
den Grund.
Wennn sie dich mögen, dann sagen sie es dir> Gegenteilig; jeder wundert sich

So richtig geschafft habe ich es nicht und ich garantiere, dass ich es nicht
noch einmal testen werde.
Das ist ein Erlebnis live

> Gruß
> Mona


Grüße auch von mir; ich geh jetzt wieder an meinen Teich

Thomas


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