wir sind neu - lesen zwar schon einige Zeit mit, haben aber (bisher) noch
nichts produktives bei Diskussionen beitragen können.
Wir haben das Elternhaus aufgestockt und werden im Sommer (endlich)
umziehen, ... Naja, soviel zur Vorgeschichte.
Worum es geht ist folgendes: Direkt an unserer Einfahrt steht ein Strommast
(Holz, teilweise mit schwarzer Lasur (?), ca. 5-6m hoch), der nicht gerade
sehr einladend aussieht. Gerne wollen wir eine Kletterpflanze hinaufwachsen
lassen, dass das ganze nicht so trostlos aussieht.
Wir wissen nur nicht, welche Pflanze wir da am besten nehmen sollen, und ob
da überhaupt etwas selbst hinaufwächst.
Ursprünglich wollen wir ja Knöterich nehmen, aber im Thread
'Schnellwachsende Rankpflanze' wurde ja geschrieben, dass er eine Rankhilfe
benötigt uns außerdem sehr 'wuchsstark' ist (und wir doch Bedenken haben, ob
er uns letztlich nicht doch über den 'Kopf' wächst - zurückschneiden ist bei
dieser Höhe nicht unbedingt einfach). Efeu wäre auch toll, aber ob der auch
selbst nach oben wächst?
Vielleicht habt Ihr ja Tipps für uns oder jemand von Euch hatte selbst
dieses Problem.
Ach ja: bei uns ist es sehr windig (sicherlich auch ein wichtiges
Kriterium).
Liebe Grüße
Yvonne und Friedbert Winbeck
Hallo Ihr beiden,
willkommen bei d.r.g.!
>...
> Worum es geht ist folgendes: Direkt an unserer Einfahrt steht ein
Strommast
> (Holz, teilweise mit schwarzer Lasur (?), ca. 5-6m hoch), der nicht
gerade
> sehr einladend aussieht. Gerne wollen wir eine Kletterpflanze
hinaufwachsen
> lassen, dass das ganze nicht so trostlos aussieht.
>...
> Vielleicht habt Ihr ja Tipps für uns oder jemand von Euch hatte selbst
> dieses Problem.
Der Strommast dürfte nicht Euch gehören, sondern IMHO dem Stromversorger.
Dort würde ich zuvor anfragen, ob Ihr diesen Mast überhaupt bepflanzen
dürft! Ich könnte mir durchaus denken, dass Sicherheitsbedenken dagegen
sprechen. Was passiert denn, wenn die Kletterpflanzen hoch zu den den
stromführenden Teilen gewachsen ist? Kurzschlüsse bei Regen vieleicht? Und
wie wollt Ihr diese Pflanze ggf. nach oben beschneiden? Auf einen
stromführenden Strommast würde ich nicht unbedingt klettern, die Spannung
kann überspringen, je nach Stromstärke mehrere Meter! Also Achtung,
Lebensgefahr! Bitte fragt also unbedingt zuvor Euren Stromversorger
deswegen, es geht ggf. um Euer Leben!
Könntet Ihr nicht statt der Rankpflanze einen schönen Busch dicht an den
Strommast setzen, aber dann natürlich eine Sorte, die nur 2-3m (je nach
Strommasthöhe) hoch wird. Vieleicht ist soetwas ja eine sichere
Alternative für Euch.
Grüsse,
Axel
> Worum es geht ist folgendes: Direkt an unserer Einfahrt steht ein Strommast
> (Holz, teilweise mit schwarzer Lasur (?), ca. 5-6m hoch), der nicht gerade
> sehr einladend aussieht. Gerne wollen wir eine Kletterpflanze hinaufwachsen
> lassen, dass das ganze nicht so trostlos aussieht.
Hallo
absolut unzulässig, man wird Euch die Rechnung für das entfernen der
Pflanzen zustellen.
Gruß Lutz
> stromführenden Strommast würde ich nicht unbedingt klettern, die Spannung
> kann überspringen, je nach Stromstärke mehrere Meter! Also Achtung,
> Lebensgefahr! Bitte fragt also unbedingt zuvor Euren Stromversorger
> deswegen, es geht ggf. um Euer Leben!
rechne ca. 1mm pro 1kV. Bei 400kV=400mm ->0,4m Überschlag ... bei feuchtem
Wetter gern auch ein bißchen mehr. :-)
400kV-Leitungen sind aber nicht an geteertem Holz befestigt! Vielleicht
Ortsnetz bis zu 250V (Überschlagsstrecke ca. 0,25mm).
Den Efeu könnte man mit einer kleinen Leiter bequem auf ca. 3 m Höhe
rundherum abschneiden und so höheren Wuchs verhindern. Allerdings bindet der
sicherlich Staunässe, was dem Masten sicherlich nicht gut tut und dem EVU
nicht gefallen dürfte. :-)
In Irland sieht man übrigens viele dieser berankten Strommasten - der Efeu
wuchert dort bequem den Stamm hoch und dann munter auf der Leitung weiter.
Ich habe an der Westcoast Stellen gesehen, wo die Pflanzen die
Grünüberbrückung zwischen zwei Masten komplett geschafft hatten (Co. Mayo,
war 1997).
Rankenden Gruß,
Helmut
> absolut unzulässig, man wird Euch die Rechnung für das entfernen der
>Pflanzen zustellen.
Da würde ich mich aber erstmal querstellen.
Erstens hätte sich das Zeug da selbst eingesamt. ;-)
Zweitens: Wenn es tatsächlich jemanden stören sollte, entfernte ich es
auf meinem Grund selbstverständlich kurzerhand und kostenfrei selbst,
sofern das nicht zu deren Lasten zur Wartung gehört und entsprechend
im Preis mit drin ist.
Erinnert mich an den Kumpel, der nach einem Autounfall eine Grasnarbe
für den Straßengraben bezahlt halt...
Liebe Grüße
Astrid
Hallo
wer seine Zeit gerne mit Don Quixote'schen Kämpfen ausfüllt.....warum
nicht. Ich würde es einfach lassen und nicht schlafende Hunde wecken.
Ein Freund von mir, jetzt etwas über 60 Jahre alt, ist auch so ein
"Quersteller". Nicht dass ich für Duckmäuserei plädieren möchte, wo es
jedoch um fremdes Eigentum und auch noch um öffentliche
Sicherheitsbelange geht, würde ich einfach solche Pläne nie ohne
schriftliche Anfrage/Genehmigung anpacken. Der erwähnte Freund hat seine
Wohnung vollgestellt mit Schränken voller Prozessakten und hat
inzwischen nur(!) noch Ärger mit Firmen und Behörden, hat sich dabei
aber nie was unrechtes getan, sich einfach nur stets "quergelegt" Ok,
das gehört aber hier nicht her ;)
Gruß Lutz
> Könntet Ihr nicht statt der Rankpflanze einen schönen Busch dicht an den
> Strommast setzen, aber dann natürlich eine Sorte, die nur 2-3m (je nach
> Strommasthöhe) hoch wird. Vieleicht ist soetwas ja eine sichere
> Alternative für Euch.
Hallo Axel,
danke für Deine Antwort. Das mit dem Busch ist zwar eine schöne Idee, geht
aber leider nicht, da der Strommast auf einem nur ca. 40-50 cm breiten
Streifen (direkt an unserem Zaun) sitzt. Um den Strommast herum bzw. an der
ganzen Länge vor unserem Zaun sitzen bereits kleinwachsende Büsche,
Bodendecker, Narzissen, .... (so á lá Vorzaunbepflanzung, wo dahinter der
eigentliche Garten angeht)
Ich will damit nur sagen, ein so hoher Busch wird ja auch etwas breiter -
nur soviel Platz haben wir leider nicht, da daneben gleich die Straße (wenig
befahren - der Ort hat nur 42 Einwohner *g* und wir wohnen am Ortsrand
Richtung Wald und Feld, ...) entlang geht.
Die Kletterpflanzen fanden wir eine tolle Idee, da der Mast dann 'versteckt'
ist. Aber die Gefahr - das stimmt - ist auch nicht zu verachten. Bei uns in
der Gegend sind viele (Beton-)Straßenlaternen mit Wildem Wein o.ä.
bewuchert, daher kam die Idee, das beim Strommast genauso zu machen.
Naja, da müssen wir uns nun doch noch einmal genauer beraten, oder wir
lassen diesen 'Schandfleck' so stehen, ...
Liebe Grüße
Yvonne Winbeck
Hallo Lutz,
naja, wenn aber wirklich etwas 'zufällig' von alleine hinaufwachsen würde,
wie z. B. Efeu, der ja auch als Bodendecker verwendet werden kann; ist man
dann verpflichtet, den Efeu zu entfernen?
Ist nicht das EVU für die 'Pflege' der Masten verantwortlich?
Verstehe mich nicht falsch, ich begreife schon, dass wir wenn es hart auf
hart gehen sollte, die Kosten übernehmen müssen.
Aber der Strommast sieht wirklich hässlich aus, zudem auch noch
Verstrebungen direkt in unseren Vorgarten gehen, ...
Liebe Grüße
Yvonne Winbeck
> Hallo Lutz,
>
> naja, wenn aber wirklich etwas 'zufällig' von alleine hinaufwachsen würde,
> wie z. B. Efeu, der ja auch als Bodendecker verwendet werden kann; ist man
> dann verpflichtet, den Efeu zu entfernen?
>
> Ist nicht das EVU für die 'Pflege' der Masten verantwortlich?
Hallo
in dem Fall natürlich nicht, so kleinlich sind die Arbeiter auch
garnicht. Nur wenn es hart auf hart geht, wird man mit Gesetzen und
Verordnungen um sich werfen (vor allem die Gelbschlipsträger). Die
Arbeiter der EVU's schneiden ja auch Bäume zurück, sie gehen aber nicht
gerade zimperlich damit um. Man sollte sowas möglichst selbst tun
solange es eigene Bäume sind.
> Aber der Strommast sieht wirklich hässlich aus, zudem auch noch
> Verstrebungen direkt in unseren Vorgarten gehen, ...
Das ist sicher auch juristisch interessant, ich würde vielleicht die
unteren Teile mit einem Busch (wurde wohl schon empfohlen) verdecken.
Kletterpflanzen scheiden ja schon aus Sicherheitsgründen aus.
Gruß Lutz
--
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> > Aber der Strommast sieht wirklich hässlich aus, zudem auch noch
> > Verstrebungen direkt in unseren Vorgarten gehen, ...
So langsam stellt sich das Problem etwas anders dar. Sztrommast ist eine
Sache, Abspannung eine andere....
Der Strommast selbst hat einen Durchmesser von schätzungsweise 25 bis 35
cm. Kaum eine Kletterpflanze, außer einem Selbstklimmer kommt ohne Hilfe
daran hoch - bei Wildem Wein und Efeu, die das als Selbstklimmer mit
ziemlicher Wahrscheinlichkeit schaffen, geht eine Gefahr vom eventuellen
Kontakt (ggf. auch Überschlägen) mit den stromführenden Leitungen aus. Den
bisher geäußerten Bedenken muß man sich also anschließen, soweit es sich
um den Bewuchs des Holzmastes dreht.
Die Abspannungen sind dagegen viel dünner und damit auch für
schwachwüchsige Schlingpflanzen (z.B. einige Arten/Sorten von Lonicera
oder Actinidia, Memispermum usw.) erklimmbar. Geht man von einer Masthöhe
um 6 m und von einer maiximalen Wuchshöhe entsprechender Pflanzen von
(max.) 4 m aus, dann könnte ich mir vorstellen, dass man sogar eine
"offizielle" Genehmigung zur Begrünung der Abspannung (verzinkte Stange?)
durchsetzten kann....
> Das ist sicher auch juristisch interessant, ich würde vielleicht die
> unteren Teile mit einem Busch (wurde wohl schon empfohlen) verdecken.
> Kletterpflanzen scheiden ja schon aus Sicherheitsgründen aus.
Richtig: Kletterpflanzen, die ohne Hilfe selbstständig den Holzmast
erklimmen können, scheiden aus - nicht jedoch, Kletterpflanzen, die an
diesem Mast nicht klettern können. Auch der Mast ist mit kleinwüchsigen
Kletterpflanzen sicher begrünbar - allerdings nur durch Anbringung
geeigneter Kletterhilfen. Das geht auch in Zusammenarbeit mit dem
Masteigentümer - jedenfalls dann, wenn es sich um einen Verkehrsbetrieb
handelt, der Fahrdrahtmasten begrünen will/soll.....
Man kann wenn man will - nur nicht unreflektiert und billig.....
Grüße
Thorwald Brandwein
>gerade
>sehr einladend aussieht. Gerne wollen wir eine Kletterpflanze hinaufwachsen
>lassen, dass das ganze nicht so trostlos aussieht.
>
Hallo Yvonne,
wir haben an den Strommasten vor unserem Haus ( auf dem Grundstück) Wilden Wein
gepflanzt und kappen ihn, wenn er zu lang auf die Leitung wächst. Die MKW hats
noch nicht interessiert, die kümmern sich auch nicht um Äste, die die Leitung
tangieren.
Gruß Gabriela
> Hallo Yvonne,
> wir haben an den Strommasten vor unserem Haus ( auf dem Grundstück) Wilden Wein
> gepflanzt und kappen ihn, wenn er zu lang auf die Leitung wächst. Die MKW hats
> noch nicht interessiert, die kümmern sich auch nicht um Äste, die die Leitung
> tangieren.
> Gruß Gabriela
Hallo
vielleicht mal einen Unterschied machen zwischen Telefonleitungen und
Stromleitungen. Wenn Pflanzen eine Starkstromleitung erreichen gibt es
sofort Kurzschlüsse, bei höheren Spannungen einen, durch die Verkohlung
erheblichen Lichtbogen.
Gruß Lutz
Hallo Lutz,
vielleicht hängen bei Euch ja die nackten Stromleitungen in der Gegend rum, bei
uns sind sie jedenfalls ummantelt.
Den Unterschied zwischen Telefon- und Stromleitung kenne ich durchaus... und
ich versuche auch nicht meinen Föhn in der Telefonbuchse anzuschließen. ;-)
Gabriela
Hallo
ooch jetzt wirds technisch. Ummantelte Leitungen gibt es auch, das
hängt aber davon ab um welche Art von Leitung es sich handelt. Im
Regelfall sind sie eben nicht - ummantelt (Kosten, Wärmeabfuhr). Bei
Großspannungen würde die Ummantelung auch kaum was bringen, die paar cm
die man da an Isolatoren und Masthöhe gewinnen würde, machen den Kohl
nicht fett. Vermutlich sind das Leitungen die nur max. 400Volt führen.
Und nochmals: Machs einfach, Erfahrung macht klug.
Gruß Lutz
EOD.