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Nasse Blätter verbrennen wirklich in der Sonne

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Katharina Mayer

unread,
Jan 14, 2010, 6:00:58 AM1/14/10
to

Hallo Gruppe,

die Wahl des geeigeten Gie�zeitpunkts ist zwar zurzeit keine so ganz
dringende Frage, aber das habe ich gerade auf SPON gefunden:

"G�rtnerweisheit best�tigt
Nasse Bl�tter verbrennen wirklich in der Sonne

Gie�t der G�rtner seine Pflanzen in der Sonne, dann verbrennen die
Bl�tter. Diese banal klingende Gartenregel haben Forscher nun
zumindest f�r einige Arten best�tigt. Der beobachtete Mechanismus
kann, so glauben sie, beim Menschen einen Sonnenbrand verursachen."

weiterlesen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,671766,00.html#ref=rss

Katharina

U.F.H

unread,
Jan 14, 2010, 6:36:16 AM1/14/10
to

Katharina Mayer schrieb:

> die Wahl des geeigeten Gie�zeitpunkts ist zwar zurzeit keine so ganz
> dringende Frage, aber das habe ich gerade auf SPON gefunden:
>
> "G�rtnerweisheit best�tigt
> Nasse Bl�tter verbrennen wirklich in der Sonne
>
> Gie�t der G�rtner seine Pflanzen in der Sonne, dann verbrennen die
> Bl�tter. Diese banal klingende Gartenregel haben Forscher nun
> zumindest f�r einige Arten best�tigt.

Uralte Physik! Wassertropfen wirken als Brenngl�ser.

> Der beobachtete Mechanismus
> kann, so glauben sie, beim Menschen einen Sonnenbrand verursachen."

Auch beim Menschen

> weiterlesen:
> http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,671766,00.html#ref=rss

Immer wieder toll, wie man alte beannte Fakten in den Medien neu als
neue Weisheiten aufbauschen kann.

K�seblatt!


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Ina Koys

unread,
Jan 14, 2010, 8:08:32 AM1/14/10
to
Kathinka Wenz schrieb:

> Und auch wenn der menschliche K�rper etwas haarig ist, so reichen die
> Haare nicht aus, dass die Wassertropfen auf der Haut Abstand zu ihr
> haben. Zumindest bei mir nicht.

Und dann haben die meisten Leute ja auch die merkw�rdige Tendenz sich
abzutrocknen oder aber Bewegungen auszuf�hren. Beides nich gut f�r die
Brennleistung der Tropfen.

> Morgens oder abends gie�en ist auf jeden Fall sinnvoll.

Wobei gegen den Abend noch spricht, dass man auf empfindlichen Pflanzen
damit prima Pilze z�chten kann. Meine Lieblingspflanzen werden morgens
gegossen, weil ich das aber nicht schaffe, kriegen die, die ich f�r
weniger empfindlich halte, ihren Anteil am Abend.

Ina
--
Es w�chst!
http://www.koys.de/Gemuese-Abenteuer/

Christian Kirsch

unread,
Jan 14, 2010, 9:05:55 AM1/14/10
to
U.F.H schrieb:
>
> Katharina Mayer schrieb:
>
>> die Wahl des geeigeten Gieᅵzeitpunkts ist zwar zurzeit keine so ganz

>> dringende Frage, aber das habe ich gerade auf SPON gefunden:
>>
>> "Gᅵrtnerweisheit bestᅵtigt
>> Nasse Blᅵtter verbrennen wirklich in der Sonne
>>
>> Gieᅵt der Gᅵrtner seine Pflanzen in der Sonne, dann verbrennen die
>> Blᅵtter. Diese banal klingende Gartenregel haben Forscher nun
>> zumindest fᅵr einige Arten bestᅵtigt.
>
> Uralte Physik! Wassertropfen wirken als Brennglᅵser.
>

Hm. Sollten die nicht bei der Hitze auch ziemlich schnell verdampfen,
also aufhᅵren, als Brennglᅵser zu wirken? Der SPonline-Artikel sagt ja
*auch*, dass die "besten" Ergebnisse mit Glashemisphᅵren erreicht wurden.

> Immer wieder toll, wie man alte beannte Fakten in den Medien neu als
> neue Weisheiten aufbauschen kann.
>

> Kᅵseblatt!

<Loriot>Ach</Loriot>

Bernd Nomi

unread,
Jan 14, 2010, 11:11:24 AM1/14/10
to
Katharina Mayer schrieb:
> Hallo Gruppe,
>
> die Wahl des geeigeten Gieᅵzeitpunkts ist zwar zurzeit keine so ganz

> dringende Frage, aber das habe ich gerade auf SPON gefunden:
>
> "Gᅵrtnerweisheit bestᅵtigt
> Nasse Blᅵtter verbrennen wirklich in der Sonne

Wer braucht schon Untersuchungen die Binsenweisheiten bestᅵtigen? Sowas
ist genau so Beschᅵftigungstherapie wie Arbeiten ᅵber "Die Bedeutung von
Lasteseln in kleinen autarken Siedlungsgemeinschaften in abgelegenen
Bergregionen Sᅵd-Kaukasiens". Spiegel-Hirnpups! Ich warte noch auf die
wissenschaftlich fundiert belegte Feststellung, dass runde Rᅵder besser
rollen als dreieckige.

Bernd Nomi

unread,
Jan 14, 2010, 11:13:39 AM1/14/10
to
Katharina Mayer schrieb:
> Hallo Gruppe,
>
> die Wahl des geeigeten Gieᅵzeitpunkts ist zwar zurzeit keine so ganz

> dringende Frage, aber das habe ich gerade auf SPON gefunden:
>
> "Gᅵrtnerweisheit bestᅵtigt

> Nasse Blᅵtter verbrennen wirklich in der Sonne
>
> Gieᅵt der Gᅵrtner seine Pflanzen in der Sonne, dann verbrennen die
> Blᅵtter. Diese banal klingende Gartenregel haben Forscher nun
> zumindest fᅵr einige Arten bestᅵtigt. Der beobachtete Mechanismus

> kann, so glauben sie, beim Menschen einen Sonnenbrand verursachen."


Wer braucht schon solche Untersuchungen? Sowas ist genau so
Beschᅵftigungstherapie wie Arbeiten wie: "Die Bedeutung von
Lasteseln in kleinen, autarken Siedlungsgemeinschaften in abgelegenen


Bergregionen Sᅵd-Kaukasiens". Spiegel-Hirnpups! Ich warte noch auf die
wissenschaftlich fundiert belegte Feststellung, dass runde Rᅵder besser
rollen als dreieckige.

--
><(((ᅵ> ><(((*< PRIVATER FLOHMARKT ><(((ᅵ> ><(((*<
www.cyborgs.de/flohmarkt/flohmarkt.htm

Wer mit der Herde geht, kann nur den ᅵrschen folgen

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Ina Koys

unread,
Jan 14, 2010, 4:20:30 PM1/14/10
to
Kathinka Wenz schrieb:

> verbrennen, so wie der gute G�rtner von nebenan es immer wieder sagt. Ich
> habs letzten Sommer probiert und das Ergebnis hier vorgestellt. Das Ergebnis
> war eindeutig, die Bl�tter erhielten keinerlei Schaden durch die
> Wassertropfen.

Sagen wir mal so: es gab oder gibt keine Sch�den im Sinne reingebrannter
L�cher. Trotzdem bin ich sicher, dass kaltes Wasser auf warmen Bl�tter
kontraproduktiv ist. Pflanzen fallen sicher nicht tot davon um, aber sie
sind hochkomplexe Lebewesen. Ein komplizierter chemischer Prozess kann
durch pl�tzlichen Temperatursturz um 10 oder mehr Grad schon mal aus dem
geregelten Gang geworfen werden.
Ich denke, das kalte Wasser ist f�r sie so �hnlich wie f�r uns ein
starker Juckreiz: wir sterben nicht davon, aber w�rden sonstwas daf�r
geben, dass das weggeht.
Nur wir k�nnen uns wenigstens lauthals beschweren, Pflanzen k�nnen nicht
mal still einen Schritt zur Seite machen.

Message has been deleted

Volker Hahn

unread,
Jan 14, 2010, 5:17:15 PM1/14/10
to
In article <hio1oh...@mausi.schnauze-sonst-beule.de>, Kathinka Wenz wrote:
> Nein sorry, Lutz, aber es ist einfach Unsinn, dass die Tropfen die Bl�tter
> verbrennen, so wie der gute G�rtner von nebenan es immer wieder sagt. Ich
> habs letzten Sommer probiert und das Ergebnis hier vorgestellt. Das Ergebnis
> war eindeutig, die Bl�tter erhielten keinerlei Schaden durch die
> Wassertropfen.

War das nicht die Diskussion, in der von irgendwem ein Profi-G�rtner zitiert
wurde, der diesen Bl�tterverbrenn-Unsinn (angeblich) auch so erz�hlt hatte und
das doch ganz bestimmt wissen m�sste, weil er ja Profi w�re?

Bernd Nomi

unread,
Jan 14, 2010, 5:38:46 PM1/14/10
to
Kathinka Wenz schrieb:

> Bernd Nomi <bn...@spamgrave.ru> wrote:
>
>> Wer braucht schon solche Untersuchungen? Sowas ist genau so
>> Beschᅵftigungstherapie wie Arbeiten wie: "Die Bedeutung von
>> Lasteseln in kleinen, autarken Siedlungsgemeinschaften in abgelegenen
>> Bergregionen Sᅵd-Kaukasiens". Spiegel-Hirnpups! Ich warte noch auf die
>> wissenschaftlich fundiert belegte Feststellung, dass runde Rᅵder besser
>> rollen als dreieckige.
>
> Nein sorry, Lutz, aber es ist einfach Unsinn, dass die Tropfen die Blᅵtter
> verbrennen, so wie der gute Gᅵrtner von nebenan es immer wieder sagt. Ich

> habs letzten Sommer probiert und das Ergebnis hier vorgestellt. Das Ergebnis
> war eindeutig, die Blᅵtter erhielten keinerlei Schaden durch die
> Wassertropfen.
>
> Es mag vereinzelt Ausnahmen geben, von empfindlichen exotischen Pflanzen mit
> langen Hᅵᅵrchen und einer Sonneneinstahlung in bestimmten Winkel von
> bestimmter Intensitᅵt bei Wasserhᅵrte drᅵlfzehn und kegelfᅵrmigen Tropfen,
> aber grundsᅵtzlich schadet es den Pflanzen nicht.
>
> Gruᅵ, Kathinka

Ich dachte auch nicht an verbrennen im thermischen Sinn. Diese
Beschreibungen von Effekten sind oft ungenau. Ich kenne einige Pflanzen
die hᅵssliche Flecken bekommen wenn man sie ᅵberbraust und die Flecken
treten noch krasser auf wenn man das im Sommer nicht morgens sondern in
der Mittagshitze macht. Das Brᅵnde ausgelᅵst werden ist kaum denkbar und
es stand ja auch im Artikel bereits ein Hinweis zu lesen: Einerseits
kann ein Brand durch konzentriertes Licht nur entstehen wenn es sehr
trocken ist, wo aber kommt bei der Trockenheit der Tropfen her?
Andererseits kᅵnnte ein Tropfen zumindest theoretisch einen scharf
gebᅵndelten Lichtstrahl erzeugen. Das kann er nur nicht auf seine
Unterlage, das haut mit dem Fokus nicht hin, bei schrᅵg einfallender
Sonne ist das aber was anderes, da kᅵnnte ein hᅵngender Tropfen sehr
wohl einen Strahl bᅵndeln. Aber das ist IMO auch nur Theorie.
I

Ina Koys

unread,
Jan 14, 2010, 5:50:50 PM1/14/10
to
Volker Hahn schrieb:

> War das nicht die Diskussion, in der von irgendwem ein Profi-G�rtner zitiert
> wurde, der diesen Bl�tterverbrenn-Unsinn (angeblich) auch so erz�hlt hatte und
> das doch ganz bestimmt wissen m�sste, weil er ja Profi w�re?

Nein, das war die Diskussion, wo jemand berichtet hatte, dass
Profi-G�rtner im Winter das Gie�wasser wertvoller Kulturen heizen, weil
das deutlich besser vertragen wird. Der Heizende war mein Chef,
seinerzeit einer von vier Leuten in in der DDR, die erfolgreich
Phaphiopedilum-Saaten gro�gezogen haben.
Anthuriengie�wasser wurde �brigens auch geheizt.

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Ina Koys

unread,
Jan 15, 2010, 5:34:26 AM1/15/10
to
Kathinka Wenz schrieb:

> Welche Pflanzen?

Usambaraveilchen z.B. Sind auch keine Gartenpflanzen, wei� ich. Aber bei
denen tritt das ziemlich verl��lich auf, wenn man im Sommer gegen Mittag
Tropfen auf den Bl�ttern l��t.

> Und sicher, dass das keine Kalkflecken sind?

Ja.

Bernd Nomi

unread,
Jan 15, 2010, 5:45:08 AM1/15/10
to
Kathinka Wenz schrieb:
> Bernd Nomi <bn...@spamgrave.ru> wrote:
>
>> Ich dachte auch nicht an verbrennen im thermischen Sinn. Diese
>> Beschreibungen von Effekten sind oft ungenau. Ich kenne einige Pflanzen
>> die hᅵssliche Flecken bekommen wenn man sie ᅵberbraust und die Flecken
>> treten noch krasser auf wenn man das im Sommer nicht morgens sondern in
>> der Mittagshitze macht.
>
> Welche Pflanzen? Butter bei die Fische. Interessiert mich wirklich.

Du kannst Sachen fragen... Ich bin kein Blᅵtenmeer-Gᅵrtner sondern ein
Obst&Gemᅵse Gᅵrtner. Was weiᅵ ich, welche Pflanzen das jetzt ware, ich
hatte nur einen "Anschiss" bekommen. ;) Tatsᅵchlich gab es aber Flecken,
vor allen auf den Blᅵtenblᅵttern. Waren das Pelargonien?

Andy Angerer

unread,
Jan 15, 2010, 6:38:20 AM1/15/10
to
Kathinka Wenz formulierte aufs eloquenteste:

>> Uralte Physik! Wassertropfen wirken als Brenngl�ser.
>

> Und Brenngl�ser funktionieren nicht, wenn man sie direkt auf das zu
> verbrennende Material legt, sie m�ssen einen gewissen Abstand haben.

Dieses Argument taugt nicht.
Deine Brenngl�ser haben einen im Vergleich zum Wassertropfen riesigen
Kr�mmungsradius & daher auch einen weit entfernten Focus. Der Focus des
Tropfens k�nnte durchaus nahe der Blattoberfl�che liegen.

> Au�erdem k�hlt das Wasser das Blatt an genau der Stelle auch ab.

Und wenn die Sonne schr�g draufscheint, so da� der Focus neben dem Tropfen
liegt?

--
Die andere Site
mit den anderen Links
www.angerer-bodenlos.de

Andy Angerer

unread,
Jan 15, 2010, 6:44:15 AM1/15/10
to
Kathinka Wenz formulierte aufs eloquenteste:

> Bernd Nomi <bn...@spamgrave.ru> wrote:
>
>> Ich dachte auch nicht an verbrennen im thermischen Sinn. Diese
>> Beschreibungen von Effekten sind oft ungenau. Ich kenne einige Pflanzen

>> die h�ssliche Flecken bekommen wenn man sie �berbraust und die Flecken


>> treten noch krasser auf wenn man das im Sommer nicht morgens sondern in
>> der Mittagshitze macht.
>

> Welche Pflanzen? Butter bei die Fische. Interessiert mich wirklich.

Meine Pauline zB: Streptocarpus kirkii.
Die hat �brigens samtig-pelzige Bl�tter.

> Und sicher, dass das keine Kalkflecken sind?

Kalkflecken?

Ina Koys

unread,
Jan 15, 2010, 7:22:57 AM1/15/10
to
Bernd Nomi schrieb:

>>> Ich dachte auch nicht an verbrennen im thermischen Sinn. Diese
>>> Beschreibungen von Effekten sind oft ungenau. Ich kenne einige
>>> Pflanzen die hᅵssliche Flecken bekommen wenn man sie ᅵberbraust und
>>> die Flecken treten noch krasser auf wenn man das im Sommer nicht
>>> morgens sondern in der Mittagshitze macht.
>>
>> Welche Pflanzen? Butter bei die Fische. Interessiert mich wirklich.
>
> Du kannst Sachen fragen... Ich bin kein Blᅵtenmeer-Gᅵrtner sondern ein
> Obst&Gemᅵse Gᅵrtner. Was weiᅵ ich, welche Pflanzen das jetzt ware, ich
> hatte nur einen "Anschiss" bekommen. ;) Tatsᅵchlich gab es aber Flecken,
> vor allen auf den Blᅵtenblᅵttern. Waren das Pelargonien?

Auf jeden Fall gibts die Flecken bei Orchideen. Das sind dann aber keine
Brennflecken, sondern (wohl) Pilzbefall. Jedenfalls haben die nichts mit
der Sonneneinstrahlung zu tun, die kannst du auch im Dustern erzeugen.

Ina
--
Es wᅵchst!
http://www.koys.de/Gemuese-Abenteuer/

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Andy Angerer

unread,
Jan 15, 2010, 8:15:57 AM1/15/10
to
Kathinka Wenz formulierte aufs eloquenteste:

> Andy Angerer <and...@angerer-bodenlos.de> wrote:
>
>> Kathinka Wenz formulierte aufs eloquenteste:

>> > Au�erdem k�hlt das Wasser das Blatt an genau der Stelle auch ab.
>> Und wenn die Sonne schr�g draufscheint, so da� der Focus neben dem
>> Tropfen liegt?
>

> Das funktioniert nicht, weil ein Wassertropfen die Form einer Halbkugel
> hat. Wenn da das Licht seitlich draufscheint, wird es gestreut, nicht
> geb�ndelt.

Wie denn dieses?
Ich mag mich jetzt nicht aus dem Fenster lehnen; wissen tu ich das nicht.
Aber so richtig logisch erscheint mir Deine Behauptung nicht.

Andy Angerer

unread,
Jan 15, 2010, 8:59:18 AM1/15/10
to
Kathinka Wenz formulierte aufs eloquenteste:

> Andy Angerer <and...@angerer-bodenlos.de> wrote:
>
>> Kathinka Wenz formulierte aufs eloquenteste:

>> > Welche Pflanzen? Butter bei die Fische. Interessiert mich wirklich.
>> Meine Pauline zB: Streptocarpus kirkii.
>> Die hat �brigens samtig-pelzige Bl�tter.
>

> Ina nannte auch was, aber bisher waren nur Exoten, also nicht winterharte
> Pflanzen dabei.

Stimmt; da geh�rt die Pauline auch dazu.

>> > Und sicher, dass das keine Kalkflecken sind?
>> Kalkflecken?
>

> Kalkflecken halt. Was verstehst du daran nicht? Kalk im Wasser, Wasser
> verdunstet, Kalk bleibt �brig und bildet eine Fleck.

Ahja; merci.
H�tt ja auch sein k�nnen, da� Kalk irgendwelche Ver�tzungen oder sowas
erzeugt; das wollt ich wissen.

Ilka Schröter

unread,
Jan 15, 2010, 10:35:30 AM1/15/10
to
Andy Angerer schrieb:

Wenn du gar nichts dar�ber wei�t, kannst du es
nat�rlich auch logisch nicht begr�nden bzw.
ablehnen, oder? ;-) �ber die Wirkung von
Brennlinsen u.�. l��t sich im Netz ne Menge finden.

Ich kann soviel sagen: Unsere Vermieterin pflegt
seit 50 Jahren unsere gemeinsamen Gartenanlagen
und sie gie�t, wann immer sie Zeit hat. Sie l��t
auch tags�ber manchmal den Sprenger laufen, wenn
es sehr hei� ist, und bei uns ist noch nicht eine
Pflanze, nicht 1 Grashalm in der Sonne verbrannt!

--
Beste Gr��e,
Ilka

Ina Koys

unread,
Jan 15, 2010, 3:40:49 PM1/15/10
to
Ilka Schr�ter schrieb:

> Ich kann soviel sagen: Unsere Vermieterin pflegt
> seit 50 Jahren unsere gemeinsamen Gartenanlagen
> und sie gie�t, wann immer sie Zeit hat. Sie l��t
> auch tags�ber manchmal den Sprenger laufen, wenn
> es sehr hei� ist, und bei uns ist noch nicht eine
> Pflanze, nicht 1 Grashalm in der Sonne verbrannt!

Bo ey, ein Rasen ohne einen einzigen braunen Halm? Hut ab zum Gebet!
Oder nur die braunen Halme nicht nach Br�unungsursache befragt?

Message has been deleted

Andy Angerer

unread,
Jan 16, 2010, 3:56:52 AM1/16/10
to
Kathinka Wenz formulierte aufs eloquenteste:

>> > Das funktioniert nicht, weil ein Wassertropfen die Form einer Halbkugel


>> > hat. Wenn da das Licht seitlich draufscheint, wird es gestreut, nicht
>> > geb�ndelt.
>>
>> Wie denn dieses?
>> Ich mag mich jetzt nicht aus dem Fenster lehnen; wissen tu ich das nicht.
>> Aber so richtig logisch erscheint mir Deine Behauptung nicht.
>

> Ich fand das jetzt sehr logisch: Je runder die Linse wird, desto fr�her
> kommt der Fokuspunkt und wenn sie zu rund ist, dann ist dieser Punkt in
> der Linse und das Licht tritt daher gestreut wieder aus.

Ah ja; so rum.
Ich mu� mich tats�chlich bei Gelegenheit wieder mal mit Linsen & Brechen
besch�ftigen; ist blo� momentan zeitlich nicht drin. Ob man wohl Physiker
�rgern kann mit der Frage, was passiert, wenn der Focus genau auf der
Blattoberfl�che liegt & somit brennt, aber das Wasser k�hlt? Naja;
vermutlich wird dann einfach der Tropfen schnell kleiner, wodurch sich der
Focus verschiebt.

Andy Angerer

unread,
Jan 16, 2010, 4:00:41 AM1/16/10
to
Ilka Schr�ter formulierte aufs eloquenteste:

> Andy Angerer schrieb:
>> Kathinka Wenz formulierte aufs eloquenteste:
>>
>>> Andy Angerer <and...@angerer-bodenlos.de> wrote:
>>>
>>>> Kathinka Wenz formulierte aufs eloquenteste:
>>>>> Au�erdem k�hlt das Wasser das Blatt an genau der Stelle auch ab.
>>>> Und wenn die Sonne schr�g draufscheint, so da� der Focus neben dem
>>>> Tropfen liegt?
>>> Das funktioniert nicht, weil ein Wassertropfen die Form einer Halbkugel
>>> hat. Wenn da das Licht seitlich draufscheint, wird es gestreut, nicht
>>> geb�ndelt.
>>
>> Wie denn dieses?
>> Ich mag mich jetzt nicht aus dem Fenster lehnen; wissen tu ich das nicht.
>> Aber so richtig logisch erscheint mir Deine Behauptung nicht.
>>
>
> Wenn du gar nichts dar�ber wei�t, kannst du es
> nat�rlich auch logisch nicht begr�nden bzw.
> ablehnen, oder?

Es nicht wissen =! gar nichts dar�ber wissen.
Bei den Lichtbrechungsgeschichten war ich in der Schule sogar richtig gut;
ist blo� schon a bi�l her....

> �ber die Wirkung von
> Brennlinsen u.�. l��t sich im Netz ne Menge finden.

Werd ich mir gelegentlich vorkn�pfen.

Peter Lederer

unread,
Jan 16, 2010, 8:00:29 AM1/16/10
to
Am 16.01.2010 schrieb Andy Angerer:

> Ich mu� mich tats�chlich bei Gelegenheit wieder mal mit Linsen & Brechen
> besch�ftigen;

Das w�re dann aber besser in de.rec.mampf aufgehoben ;-)

--
Gr��e
Peter

Ilka Schröter

unread,
Jan 16, 2010, 10:36:32 AM1/16/10
to
Ina Koys schrieb:

> Ilka Schr�ter schrieb:
>
>> Ich kann soviel sagen: Unsere Vermieterin pflegt
>> seit 50 Jahren unsere gemeinsamen Gartenanlagen
>> und sie gie�t, wann immer sie Zeit hat. Sie l��t
>> auch tags�ber manchmal den Sprenger laufen, wenn
>> es sehr hei� ist, und bei uns ist noch nicht eine
>> Pflanze, nicht 1 Grashalm in der Sonne verbrannt!
>
> Bo ey, ein Rasen ohne einen einzigen braunen Halm? Hut ab zum Gebet!
> Oder nur die braunen Halme nicht nach Br�unungsursache befragt?

�bertreibungen sind ein erlaubtes Mittel zur Verdeutlichung. ;-)

Ob du's glaubst oder nicht, der Rasen hat bis auf ein paar L�wenzahn
hier und da durchaus english quality. Und auch den Pflanzen ist das
Besprengen in der Mittagshitze noch nicht schlecht bekommen.

Beste Gr��e,
Ilka

Ilka Schröter

unread,
Jan 16, 2010, 10:37:07 AM1/16/10
to
Peter Lederer schrieb:

Ich mu� nach Linsen nie Brechen. Du? ;-)

Beste Gr��e,
Ilka

Michael Schlücker

unread,
Jan 16, 2010, 10:18:33 AM1/16/10
to

"Ilka Schr�ter" schrieb:

> >
> >> Ich mu� mich tats�chlich bei Gelegenheit wieder mal mit Linsen &
Brechen
> >> besch�ftigen;
>
> Ich mu� nach Linsen nie Brechen. Du? ;-)

Bei Linsen denk ich eher an Pupsen ;-)

Micha

Bernd Nomi

unread,
Jan 16, 2010, 12:31:53 PM1/16/10
to
Peter Lederer schrieb:

> Am 16.01.2010 schrieb Andy Angerer:
>
>> Ich muᅵ mich tatsᅵchlich bei Gelegenheit wieder mal mit Linsen & Brechen
>> beschᅵftigen;
>
> Das wᅵre dann aber besser in de.rec.mampf aufgehoben ;-)

..geht's um speien oder brechen - erst mal mit dem Fachmann sprechen..
[Otto]

Peter Lederer

unread,
Jan 16, 2010, 12:46:02 PM1/16/10
to
Am 16.01.2010 schrieb Bernd Nomi:

> ..geht's um speien oder brechen - erst mal mit dem Fachmann sprechen..
> [Otto]

:) O.K. dann doch wohl besser irgendeine Mediziner-Gruppe.

--
Gr��e
Peter

Andy Angerer

unread,
Jan 17, 2010, 4:52:09 AM1/17/10
to
Peter Lederer formulierte aufs eloquenteste:

Ach?
Ich dachte, die sind dort mehr auf die andere Peristaltikrichtung
spezialisiert?

Volker Mueller

unread,
Jan 17, 2010, 7:54:35 AM1/17/10
to
Kathinka Wenz schrieb:
[...]
> Du darfst das gerne denken, ich glaubs nicht. Ich glaube, dass Gie�en in der
> Mittagshitze schlicht Verschwendung ist, aber mehr auch nicht.

Es tr�gt m�glicherweise zur Versalzung des Bodens bei, da das Wasser
nicht mehr versickert und so seine gel�sten Salze mitnimmt, sondern an
der Oberfl�che verdunstet und die Salze zur�ckl��t.

Au�erdem habe ich bei einigen Pflanzen beobachtet, da� sie, wenn zu
intensiv bei Hitze mit kaltem Brunnenwasser begossen, zusammenfallen.
I.d.R. richten sie sich sp�ter wieder auf, in seltenen F�llen nicht.

Wenn Fl�chenregner etc. zum Einsatz kamen, gab's nie Probleme - die
Tropfen haben sich "unterwegs" weit genug erw�rmt.

Meine Folgerung: _kaltes_ Wasser bei Hitze _kann_ schaden. Weitere
Probleme habe ich noch nicht beobachtet.

Gru�, Volker

J�rgen Exner

unread,
Jan 17, 2010, 8:24:50 AM1/17/10
to
Volker Mueller <volker....@flinux.de> wrote:
>Kathinka Wenz schrieb:
>[...]
>> Du darfst das gerne denken, ich glaubs nicht. Ich glaube, dass Gie�en in der
>> Mittagshitze schlicht Verschwendung ist, aber mehr auch nicht.
>
>Es tr�gt m�glicherweise zur Versalzung des Bodens bei, da das Wasser
>nicht mehr versickert und so seine gel�sten Salze mitnimmt, sondern an
>der Oberfl�che verdunstet und die Salze zur�ckl��t.

In einem ariden Klima ein sehr bekanntes Problem, in den ueblichen
deutschsprachigen Regionen aber sicherlich nicht, zumindest nicht bei
Bewaesserung mit normalem Suesswasser.

jue

Ina Koys

unread,
Jan 17, 2010, 9:48:16 AM1/17/10
to
Volker Mueller schrieb:

> Wenn Fl�chenregner etc. zum Einsatz kamen, gab's nie Probleme - die
> Tropfen haben sich "unterwegs" weit genug erw�rmt.

Das wiederum habe ich meinem Chef seinerzeit nicht geglaubt. Erw�rmung
ist ja nicht so wie Ausgasung, die sehr pl�tzlich erfolgen kann. Wir
sprechen von einer Flugzeit im einstelligen Sekundenbereich und einer
Temperaturdifferenz von sch�tzungsweise 20 Grad. Der Erw�rmungseffekt
d�rfte nahe Null sein.

Volker Mueller

unread,
Jan 17, 2010, 6:30:57 PM1/17/10
to
Ina Koys schrieb:

> Volker Mueller schrieb:
>
>> Wenn Fl�chenregner etc. zum Einsatz kamen, gab's nie Probleme - die
>> Tropfen haben sich "unterwegs" weit genug erw�rmt.
>
> Das wiederum habe ich meinem Chef seinerzeit nicht geglaubt. Erw�rmung
> ist ja nicht so wie Ausgasung, die sehr pl�tzlich erfolgen kann. Wir
> sprechen von einer Flugzeit im einstelligen Sekundenbereich und einer
> Temperaturdifferenz von sch�tzungsweise 20 Grad. Der Erw�rmungseffekt
> d�rfte nahe Null sein.

Naja - der Temperaturunterschied wird sicher nicht null werden - aber
vielleicht reichen die 5 Grad, die ein so kleiner, luftumwirbelter
Tropfen w�rmer werden k�nnte (nein, ich hab' nichts nachgerechnet, kenne
auch nicht die Tropfengr��e). War nur der Bericht �ber eine Beobachtung:
Wenn Brause auf Pflanze, dann Pflanze (zeitweilig) matschig, wenn
Regner, dann nicht. Liegt vielleicht auch am Zeitraum, �ber den verteilt
die Wassermenge auf die Pflanze kommt - und sie genug Zeit hat, sich
selbst zu erw�rmen, bis der n�chste Tropfen kommt. Achja: Ich benutze so
einen schwenkenden Fl�chenregner. Nur, damit wir beide �ber die gleichen
Dinge reden k�nnen ;-)

Gru�, Volker

Klaus Meinhard

unread,
Jan 18, 2010, 3:21:46 AM1/18/10
to
Katharina Mayer wrote:

> Gie�t der G�rtner seine Pflanzen in der Sonne, dann verbrennen die
> Bl�tter. Diese banal klingende Gartenregel haben Forscher nun
> zumindest f�r einige Arten best�tigt. Der beobachtete Mechanismus
> kann, so glauben sie, beim Menschen einen Sonnenbrand verursachen."
>
> weiterlesen:
> http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,671766,00.html#ref=rss

Das ist genau der Vorgang, den ich als Ursache der Verbrennung in dem
damaligen Thread postuliert habe (bis hin zu der Notwendigkeit haariger
Bl�tter), und mit (Internet-)Berechnung der Lichbrechung ann�hernd
kugelf�rmiger Tropfen.

Und was haben manche hier rumget�nt! 8-))

�brigens, liebe Kathinka, steht in dem Link ebenfalls, dass die
Wassertropfen nahezu kugelf�rmig, nicht halbkugelig, sein k�nnen und
etwas Abstand brauchen, den sie auf behaarten Bl�ttern dann auch haben.
Deine Versuche in Ehren, aber keiner hatte behauptet, dass _alle_
Bl�tter verbrennen.

Herzliche Gr��e,

Klaus Meinhard


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Klaus Meinhard

unread,
Jan 20, 2010, 2:28:35 AM1/20/10
to
Ludger Averborg wrote:

> Wenn man noch weiter will als nur "vorstellen" muss man eben mal die
> Kultur der Wahl bei schönem Wetter at high noon besprühen und
> nachsehen, ob/was passiert ist.

Genau so einen Versuch hat Kathinka das letzte Jahr wohl gemacht und
dabei keine Schäden gefunden.

Ich hatte lediglich versucht herauszufinden, ob es theoretisch möglich
und denkbar wäre.

Aber die Zahl der Variablen ist so vielfältig (und die von Dir ins Feld
geführten UV-empfindlichen Jungpflanzen sind eine weitere, welche damals
IIRC nicht mit einbezogen wurde), dass so ein Versuch kaum eine
allgemein gültige Aussage ergibt. In dem jetzt angesprochenen Bericht
haben Versuche offenbar ergeben, dass doch Schäden auftreten können.

Solange Erdstrahlen, Wasseradern und der Mond aus dem Spiel bleiben,
neige ich dazu, erfahrenen Fachleuten (zu denen ich auch Berufsgärtner
zähle) zu vertrauen. Und da sagen halt einige, dass Pflanzen beim
Wässern in der Mirragssonne verbrennen können.

Da auch die höhere Verdunstung in der Mittagssonne für eine Bewässerung
zu anderen Zeiten spricht, vermeide ich einfach beim Wässern die
Mittagszeit.


--
Herzliche Grüße,

Klaus Meinhard

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"G. Wolmershäuser"

unread,
Jan 23, 2010, 1:04:51 PM1/23/10
to
Klaus Meinhard schrieb:

>
> Solange Erdstrahlen, Wasseradern und der Mond aus dem Spiel bleiben,
> neige ich dazu, erfahrenen Fachleuten (zu denen ich auch Berufsgärtner
> zähle) zu vertrauen. Und da sagen halt einige, dass Pflanzen beim
> Wässern in der Mirragssonne verbrennen können.

Vermutlich sind dann z.B. die vorderpfälzer Gemüsebauern keine
erfahrenen Fachleute. Anders ist wohl kaum zu erklären, dass diese zu
jeder beliebigen Tages- und Nachtzeit ihre Gemüsefelder beregnen, also
auch in der prallen Mittagssonne. Oder sollten sich geschädigte Gemüse
tatsächlich besser verkaufen?
Beste Grüße
G.W.

Klaus Meinhard

unread,
Jan 24, 2010, 4:08:44 AM1/24/10
to
"G. Wolmershäuser" wrote:

> Vermutlich sind dann z.B. die vorderpfälzer Gemüsebauern keine
> erfahrenen Fachleute. Anders ist wohl kaum zu erklären, dass diese zu
> jeder beliebigen Tages- und Nachtzeit ihre Gemüsefelder beregnen, also
> auch in der prallen Mittagssonne. Oder sollten sich geschädigte Gemüse
> tatsächlich besser verkaufen?

Dann ist also diese Deine Beobachtung an Kohl allgemein verbindlich für
alle Pflanzen zu jeder Zeit? So eine Art Wolmershäuser Gesetz?

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Volker Hahn

unread,
Jan 24, 2010, 4:46:44 AM1/24/10
to
In article <hj6bc1$jkj$00$1...@news.t-online.com>, Klaus Meinhard wrote:
> Solange Erdstrahlen, Wasseradern und der Mond aus dem Spiel bleiben,
> neige ich dazu, erfahrenen Fachleuten (zu denen ich auch Berufsg�rtner
> z�hle) zu vertrauen. Und da sagen halt einige, dass
^^^^^^
Das entscheidende Wort hab ich mal extra f�r dich unterstrichen.

"G. Wolmershäuser"

unread,
Jan 24, 2010, 11:42:46 AM1/24/10
to
Klaus Meinhard schrieb:

Was soll der Quatsch? Was hat das denn mit deiner Aussage zu tun
"erfahrene Fachleute sagen, dass Pflanzen beim Wässern in der
Mittagssonne verbrennen können"? Im übrigen bin ich der Auffassung, dass
die ursprünglich zitierte Untersuchung, genau das Gegenteil dessen
beweist, was mit der Überschrift suggeriert wird. Verbrennungen
(Nekrosen durch Überhitzung), und damit ist ja wohl die fokussierende
Wirkung von Wassertropfen gemeint, sind unter realistischen
Freilandbedingungen kaum möglich. Das deckt sich nicht nur mit Kathinkas
Erfahrungen sondern auch mit meinen eigenen Beobachtungen. Das schließt
natürlich nicht aus, dass Beregnen in der Mittagssonnen
Wasserverschwendung ist. Das schließt auch nicht aus, dass evtl.
bestimmte Pflanzen bei einer solchen Behandlung unglücklich sind, dann
allerdings aus anderen Gründen.
Beste Grüße
G.W.

Klaus Meinhard

unread,
Jan 24, 2010, 12:10:51 PM1/24/10
to
Volker Hahn wrote:

>> Berufsg�rtner z�hle) zu vertrauen. Und da sagen halt einige, dass
> ^^^^^^
> Das entscheidende Wort hab ich mal extra f�r dich unterstrichen.

Letztendlich glaube ich einem Bericht des Fachjournal "New Phytologist"
sogar noch mehr als dem H�rensagen einiger Berufsg�rtner :-)


--

Klaus Meinhard

unread,
Jan 24, 2010, 12:08:15 PM1/24/10
to
"G. Wolmershäuser" wrote:

>Im übrigen bin ich der Auffassung,
> dass die ursprünglich zitierte Untersuchung, genau das Gegenteil
> dessen beweist, was mit der Überschrift suggeriert wird. Verbrennungen
> (Nekrosen durch Überhitzung), und damit ist ja wohl die fokussierende
> Wirkung von Wassertropfen gemeint, sind unter realistischen
> Freilandbedingungen kaum möglich.

Ceterum censeo dass behaarte Blätter unter "realistischen
Freilandbedingungen" abgeschafft werden. Na gut, Du hast Deine Meinung,
lass Dich bitte nicht von Fakten verwirren.

Mir ist es sorum oder andersrum egal. Ich habe nur gesagt, das es
_möglich_ ist. Und das bestätigt der Bericht.

--
Herzliche Grüße,

Klaus Meinhard

Das deckt sich nicht nur mit

Ina Koys

unread,
Jan 24, 2010, 1:21:33 PM1/24/10
to
G. Wolmershäuser schrieb:

> Klaus Meinhard schrieb:
>>
>> Solange Erdstrahlen, Wasseradern und der Mond aus dem Spiel bleiben,
>> neige ich dazu, erfahrenen Fachleuten (zu denen ich auch Berufsgärtner
>> zähle) zu vertrauen. Und da sagen halt einige, dass Pflanzen beim
>> Wässern in der Mirragssonne verbrennen können.
>
> Vermutlich sind dann z.B. die vorderpfälzer Gemüsebauern keine
> erfahrenen Fachleute. Anders ist wohl kaum zu erklären, dass diese zu
> jeder beliebigen Tages- und Nachtzeit ihre Gemüsefelder beregnen

Da gäbe es z.B. auch noch eine Erklärung wie beim Obstbaumschnitt:
eigentlich sind sich die meisten Profis darüber einig, dass es für den
Baum am besten ist, in Laub geschnitten zu werden. Trotzdem machen es
viele Profis im Winter, weil sie da die Zeit dazu haben und der Nachteil
für die Bäume zumindest nicht gravierend sind.

Ina
--
Es wächst!
http://www.koys.de/Gemuese-Abenteuer/

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Klaus Meinhard

unread,
Jan 25, 2010, 2:55:54 AM1/25/10
to
Kathinka Wenz wrote:

>> Ceterum censeo dass behaarte Bl�tter unter "realistischen
>> Freilandbedingungen" abgeschafft werden.

> Realistische Freilandbedingungen? Lies den Artikel nochmal, das wurde
> nur im Computer simuliert.

Das bezog sich auf die Mail von G. W.

> Au�erdem wurde hier ja schon berichtet, dass es Fachleute gibt, die
> ihr Getreide zur Mittagszeit w�ssern. Es gibt sehr behaarte
> Getreidesorten.

> Aber ich werde den Test gestern diesen Sommer auch mit haarigen
> Bl�ttern wiederholen, zur Zeit es einfach schwer.

Selbst wenn Du 20 Tests machts: Du kannst nicht alle Pflanzen in allen
Entwicklungsstadien erfassen. Du kannst Dir nur zu Deiner Zufriedenheit
beweisen, dass Du Recht hast. Und das glaubst Du doch jetzt schon ;-)

> Das gebe ich dir mal 1:1 zur�ck. Es ist ein Fakt, dass es Fachleute
> gibt, die ihre Pflanzen zur Mittagszeit gie�en. Und au�er Inas
> Lehrmeister kenne ich bisher noch keinen G�rtner, der Gegenteiliges
> behauptet, und bei diesem ging es um Orchideen und �hnliches.

_M�glich_, Kathinka, bedeutet eben genau das: _m�glich_. Und diese
M�glichkeit wurde in dem Artikel, dessen Autoren �brigens nicht so ganz
obskur sind (einer arbeitet am Hamburger Max Planck Institut f�r
Meteorologie, die entsprechende Labore f�r sowas haben und nicht auf
Sonnenschein im Garten angewiesen sind. 2 arbeiten an der Budapester
Uni), nachgewiesen, unter Angabe der Bedingungen, die daf�r n�tig sind.
Hier k�nnte die Diskussion zu Ende sein. Jedes "ich habs probiert,
tausendmal ist nix passiert" widerlegt den o. a. Bericht nicht.

Ich hab mir gerade geschworen, nix, aber auch gar nix mehr zu diesem
Thema zu sagen. Bitte erinnert mich daran, wenn ich r�ckf�llig werden
sollte.

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Ina Koys

unread,
Jan 25, 2010, 8:48:44 AM1/25/10
to
Kathinka Wenz schrieb:

>> Na gut, Du hast Deine Meinung,
>> lass Dich bitte nicht von Fakten verwirren.
>

> Das gebe ich dir mal 1:1 zur�ck. Es ist ein Fakt, dass es Fachleute gibt,
> die ihre Pflanzen zur Mittagszeit gie�en. Und au�er Inas Lehrmeister kenne
> ich bisher noch keinen G�rtner, der Gegenteiliges behauptet, und bei diesem
> ging es um Orchideen und �hnliches.

Moment mal, nicht vermauscheln bitte! In meinem Fall ging es darum, dass
bestimmte empfindliche Pflanzen besser gedeihen, wenn sie mit
temperiertem Wasser gegossen werden. Das Wort "Mittagszeit" spielte in
diesem Fall gar keine Violine und an den Effekt der Tropfenerw�rmung in
der Anflugphase kann ich sowieso nur schwer glauben. In Orchideenh�usern
k�nnen besonders im Sommer gern Tropfen mit Ideal-Brennform stundenlang
unbeweglich auf den Bl�ttern liegen, macht brenntechnisch gar nix. Es
kommt n�mlich auch keine Sonne rauf. Und andere Effekte sind dann auch
andere Effekte.

Andy Angerer

unread,
Jan 25, 2010, 9:08:05 AM1/25/10
to
Ina Koys formulierte aufs eloquenteste:

> an den Effekt der Tropfenerw�rmung in
> der Anflugphase kann ich sowieso nur schwer glauben.

Zu recht, denn, da Wasser lichtdurchl�ssig ist, kann die Sonne die Tropfen
gar nicht erw�rmen. In Wirklichkeit werden die Tropfen durch den Fahrtwind
abgek�hlt. :o)

"G. Wolmershäuser"

unread,
Jan 25, 2010, 10:55:02 AM1/25/10
to
Ina Koys schrieb:

>
> Da gäbe es z.B. auch noch eine Erklärung wie beim Obstbaumschnitt:
> eigentlich sind sich die meisten Profis darüber einig, dass es für den
> Baum am besten ist, in Laub geschnitten zu werden. Trotzdem machen es
> viele Profis im Winter, weil sie da die Zeit dazu haben und der Nachteil
> für die Bäume zumindest nicht gravierend sind.

Ich tue mich allerdings schwer damit, eine Tätigkeit, die sich über Tage
oder Wochen erstreckt mit dem An- und Abschalten der Wasserzufuhr zu
vergleichen. :-) Im Prinzip gebe ich dir aber Recht. Häufig werden Dinge
tradiert, die eigentlich unsinnig sind. Das trifft insbesondere auf
religiöse Vorschriften zu, welche möglicherweise früher einmal sinnvoll
waren, in einem veränderten Umfeld aber sinnentleert sind.
Um beim Thema zu bleiben. Möglicherweise basiert die heftige und
kontroverse Diskussion auf einem Missverständnis, nämlich darauf was
unter "Blattverbrennung" zu verstehen ist. Für mich sind das
Blattnekrosen, welche letztendlich Trockenschäden sind. Ich glaube,
niemand hat hier in Zweifel gezogen, dass der Brennpunkt eines
kugelförmigen Wassertropfens außerhalb der Kugel liegt, was prinzipiell
die Möglichkeit eröffnet, dass ein solcher Tropfen eine Brennglaswirkung
hat. Darauf habe ich übrigens bereits in einer früheren Diskussion
hingewiesen, indem ich ein Experiment angeführt habe, welches ich
bisweilen bei Sicherheitsunterweisungen für chemische Laboratorien
vorgeführt habe: ein in der Sonne stehender wassergefüllter Rundkolben
vermag ein dahinter gehaltenes Papier zu entzünden. Wenn also
Wassertropfen die Ursache für Blattverbrennungen sind, dann sollte es
sich dabei um punktförmige Nekrosen handeln. Möglicherweise treten
solche Nekrosen auch tatsächlich auf, sind dann aber so winzig klein,
dass sie nur mit dem Mikroskop festgestellt werden können. Immerhin hat
der Artikel mit dem Unsinn aufgeräumt, dass auf Blättern aufliegende
Wassertropfen zu Verbrennungen führen. Bleibt also die Frage mit den
behaarten Blättern. Wie wahrscheinlich ist es, dass Tropfen sich exakt
im richtigen Abstand befinden. Wie wahrscheinlich ist unter
realistischen Freilandbedingungen absolute Windstille. Hinzu kommt beim
Beregnen, dass die Blätter durch auftreffende Tropfen sich ständig
bewegen. Außerdem sollte auch noch berücksichtigt werden, dass das
Tropfenvolumen eine große Rolle spielt. "Sonnenbrand" kenne ich übrigens
bei Rhododendron. Die Schäden sind vergleichbar mit winterlichen
"Frostschäden". Aufhellungen zwischen den Seitenrippen nahe der
Mittelrippe, die später dunkel werden und dann vertrocknen. Das sind
aber letztendlich Trockenschäden, wenn in der Mittagshitze viel Wasser
verdunstet und nicht genug nachgeliefert werden kann. Diese Schäden
treten aber ohne Beregnung auf. Nach meinen eigenen Erfahrungen können
diese Schäden sogar durch Beregnung reduziert werden.
In meinem Garten befinden sich auch eine Vielzahl von Pflanzen mit
behaarten Blättern. Insbesondere sind dies verschiedene Unterarten von
Hydrangea aspera und viel Arten von Meconopsis. Bis die in der
Hortensienanlage gepflanzten Bäume groß genug sind um genügend Schatten
zu werfen, beregne ich die Pflanzen im Hochsommer bei Sonnenschein
während der Mittagszeit. Bislang konnte ich bei keiner Pflanze mit dem
bloßen Auge Schäden feststellen. Im Gegenteil. Insbesondere Pflanzen von
Meconopsis 'Lingholm', welche der direkten Sonne ausgesetzt sind
vertrocknen ohne Beregnung (auch wenn der Boden total feucht ist).
Beregnete hingegen fühlen sich wohl. Das alles soll jedoch nicht
ausschließen, dass es Pflanzen gibt, welche auf Beregnung bei direkter
Sonne negativ regieren. Das hat dann aber nichts mit der fokussierenden
Wirkung von Wassertropfen zu tun um die sich die ganze Diskussion dreht.
Beste Grüße
G.W.

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