ich habe jetzt eine Reihe Radies abgeerntet und stehe vor der Frage, was
ich dort als Nachfrucht säen bzw. setzen kann. Das bezieht sich nicht
nur auf Radies, sondern später auch auf andere Gemüsesorten.
Konkret suche ich eine "Vorfrucht-Nachfrucht-Tabelle", habe aber mit
diesen Begriffen oder auch mit "Fruchtfolge" im Netz nichts Passendes
gefunden. Auch nicht in meinen Gartenbüchern.
Weiß jemand Rat?
Noch zur Info: ich habe dieses Jahr mit Mischkultur angefangen. Also auf
einem Beet je eine Reihe Radies, Möhren, Salat, Kohlrabi und dann wieder
von vorne (ob das so richtig ist, weiß ich nicht; aber dazu mache ich
lieber mal einen eigenen Thread auf).
Andere Gemüsesorten wie Rosenkohl, Gurken, Bohnen, Mangold ... haben
Extrabeete, z.T. auch wegen entsprechend größerer Kulturschutznetze
(Rosenkohl z.B.).
Gruß
Matten
> ich habe jetzt eine Reihe Radies abgeerntet und stehe vor der Frage,
> was ich dort als Nachfrucht säen bzw. setzen kann. Das bezieht sich
> nicht nur auf Radies, sondern später auch auf andere Gemüsesorten.
Meine ersten Radieschen stehen am Rand des Beetes neben den Reihen mit
den Puffbohnen. Den Platz werden die Puffbohnen nun brauchen.
Zwischen die beiden Puffbohnen-Reihen hatte ich die Rote Beete ausgesät.
Die werde ich dort nun vereinzeln und die meisten woanders hin setzen.
Das hat sich hier bewährt.
Wenn die Puffbohnen weg sind, kommen dort wohl Erdeeren hin.
> Konkret suche ich eine "Vorfrucht-Nachfrucht-Tabelle", habe aber mit
> diesen Begriffen oder auch mit "Fruchtfolge" im Netz nichts Passendes
> gefunden. Auch nicht in meinen Gartenbüchern.
>
> Weiß jemand Rat?
Also in der FAQ haben wir etwas:
http://www.drg-faq.info/gemueseanbau/fruchtfolge/
In einem Buch habe ich einen wunderschönen Vorschlag. Scan ist bei
http://www.flickr.com/photos/17664403@N02
Wenn ich das dort auf "groß" stelle, kann ich es sogar lesen. Du
vielleicht auch. Bei Bedarf kann ich dir den Scan auch gerne mailen.
Diese Vorschläge enthalten aber so viel von manchem
Gemüse, wie ich es gar nicht haben will.
> Noch zur Info: ich habe dieses Jahr mit Mischkultur angefangen. Also
> auf einem Beet je eine Reihe Radies, Möhren, Salat, Kohlrabi und dann
> wieder von vorne (ob das so richtig ist, weiß ich nicht; aber dazu
> mache ich lieber mal einen eigenen Thread auf).
Jahrelang habe ich so eine Art Mischkultur gemacht, allerdings in langen
Reihen auf den 1.20m breiten Beeten. Dabei habe ich mich nach der
Verträglichkeit der Sorten gerichtet. Der Abstand zwischen den einzelnen
Reihen war 15 cm, damit ich dazwischen mit dem schmalen Dreizahn noch
lockern konnte.
Im vorigen Jahr wollte ich ganz schlau sein und Rotkohl mit Buschbohnen
"gemischt". Der Rotkohl gewann, er erdrückte die Bohnen.
Anna
--
Namen und Bilder von Unkraut bei http://tinyurl.com/5vn879
Am 10.06.10 11:03, schrieb Anna Mosler:
> In einem Buch habe ich einen wunderschönen Vorschlag. Scan ist bei
> http://www.flickr.com/photos/17664403@N02
> Wenn ich das dort auf "groß" stelle, kann ich es sogar lesen. Du
> vielleicht auch. Bei Bedarf kann ich dir den Scan auch gerne mailen.
> Diese Vorschläge enthalten aber so viel von manchem
> Gemüse, wie ich es gar nicht haben will.
Klasse. Danke, ist rel. gut lesbar. Aus welchem Buch ist das? Ich habe
mal auf amazon gesucht: Gut bewertet ist "Mischkultur im Hobbygarten -
von Christa Weinrich". Irgendein Buch werde ich mir besorgen müssen.
> Jahrelang habe ich so eine Art Mischkultur gemacht, allerdings in langen
> Reihen auf den 1.20m breiten Beeten. Dabei habe ich mich nach der
> Verträglichkeit der Sorten gerichtet. Der Abstand zwischen den einzelnen
> Reihen war 15 cm, damit ich dazwischen mit dem schmalen Dreizahn noch
> lockern konnte.
So mache ich es auch, nur eben die Reihen auf die Breite (1,20 m).
Ich habe über folgendes Problem nachgedacht: Theoretisch müsste ich doch
für meinen Gartenplan jede Reihe nachmessen und notieren, damit ich
nächstes Jahr nicht wieder auf die selben Stellen z.B. Kohl pflanze? Wie
düngt man in Mischkultur? Salat hat doch einen anderen Nährstoffbedarf
als Kohlrabi etc. Mache ich da einen Denkfehler?
Gruß
Matten
Verfasser: Dr. Oetker und Wolf
Titel: Das große Garten- und Kochbuch
ISBN 3-7670-0-171-3
1983, Ceres-Verlag, Mohndruck Gütersloh.
Vielleicht bei ebay ab und zu zu finden.
Damals verkaufte die Firma Wolf nicht nur Geräte zur Bodenbearbeitung,
sondern auch Samen.
Hallo,
>Ich habe �ber folgendes Problem nachgedacht: Theoretisch m�sste ich doch
>f�r meinen Gartenplan jede Reihe nachmessen und notieren, damit ich
>n�chstes Jahr nicht wieder auf die selben Stellen
wieso nur n�chstes Jahr?
Fruchtfolge geht �ber mehrere Jahre. So sollten Kreuzbl�tler erst
wieder nach 4 oder 5 Jahren auf demselben Beet stehen.
Strick dir gleich mal ein Programm, man neigt bei der Fummelei zum
Durchdrehen. :-)
>z.B. Kohl pflanze?
Wieso "Kohl" - wenn du das Problem der Fruchtfolge weiter durchdrungen
hast, wirst du merken, das nicht nur Kohl auf Kohl nicht geht sondern
vielmehr Kreuzbl�tler auf Kreuzbl�tler.
Und schon wirst du feststellen, dass du viel zu viele Fl�chen mit
Kreuzbl�tlern belegst und f�r eine weite Fruchtfolge noch etlich
Kartoffelbeete brauchst. :-)
>Wie
>d�ngt man in Mischkultur? Salat hat doch einen anderen N�hrstoffbedarf
>als Kohlrabi etc. Mache ich da einen Denkfehler?
Ja.
Bei Mischkultur soll man nicht denken, sondern glauben, sonst bringt
die nix.
Jedenfalls kannst du dir eine weitgestellte Fruchtfolge per
Mischkultur total abschminken. Geht nicht.
Fruchtfolge ist schon ohne Mischkultur eine Kunst, wenn du im f�nften
Jahr noch weist, wo hin mit den Kreuzbl�tlern usw.
Ach ja, kennst du einen Gem�se-Gartenbaubetrieb, der Mischkultur
betreibt?
Wenn ich nebeneinander drei Beete habe mit Bohnen, Blumenkohl, Gurken,
ist das dann keine Mischkultur, weil zu weit voneinander entfernt?
Wenn nein, ist mir das auch egal, aber ich kann wenigstens
einigerma�en auf weite Fruchtfolge achten. Und das ist allemal
wirksamer als die ganze geheimnissvolle Mischerei.
Beste Gr��e G e r h a r d
Am 10.06.10 19:56, schrieb Gerhard Zahn:
>>Ich habe über folgendes Problem nachgedacht: Theoretisch müsste ich doch
>>für meinen Gartenplan jede Reihe nachmessen und notieren, damit ich
>>nächstes Jahr nicht wieder auf die selben Stellen
>
> wieso nur nächstes Jahr?
> Fruchtfolge geht über mehrere Jahre. So sollten Kreuzblütler erst
> wieder nach 4 oder 5 Jahren auf demselben Beet stehen.
Nun ja, ich wollte das nicht in die Länge ziehen mit meinem Beitrag. Ist
mir bekannt ;). BTW: was passiert in dem Zeitraum? Wodurch erholt sich
der Boden?
>>z.B. Kohl pflanze?
>
> Wieso "Kohl" - wenn du das Problem der Fruchtfolge weiter durchdrungen
> hast, wirst du merken, das nicht nur Kohl auf Kohl nicht geht sondern
> vielmehr Kreuzblütler auf Kreuzblütler.
s.o. ;)
> Mache ich da einen Denkfehler?
>
> Ja.
> Bei Mischkultur soll man nicht denken, sondern glauben, sonst bringt
> die nix.
LOL!
> Ach ja, kennst du einen Gemüse-Gartenbaubetrieb, der Mischkultur
> betreibt?
Nein. Aber ich gehe mal davon aus, dass die spritzen. Ist es nicht Sinn
der Mischkultur, ohne Chemie gesunde Pflanzen zu bekommen? Ob das hilft,
weiß ich nicht. Aber: alles dann nur Aberglaube? Oder gibt es seriöse
Untersuchungen, die das belegen bzw. widerlegen? Wobei: ich habe die
letzten Jahre auch Beet für Beet angebaut, mein Vater davor ca. 50
Jahre. Ohne Chemie, ohne Probleme :)
> Wenn ich nebeneinander drei Beete habe mit Bohnen, Blumenkohl, Gurken,
> ist das dann keine Mischkultur, weil zu weit voneinander entfernt?
> Wenn nein, ist mir das auch egal, aber ich kann wenigstens
> einigermaßen auf weite Fruchtfolge achten. Und das ist allemal
> wirksamer als die ganze geheimnissvolle Mischerei.
Überzeugend :)
Gruß
Matten
Hallo,
>> wieso nur nächstes Jahr?
>> Fruchtfolge geht über mehrere Jahre. So sollten Kreuzblütler erst
>> wieder nach 4 oder 5 Jahren auf demselben Beet stehen.
>
>Nun ja, ich wollte das nicht in die Länge ziehen mit meinem Beitrag. Ist
>mir bekannt ;). BTW: was passiert in dem Zeitraum? Wodurch erholt sich
>der Boden?
na ja, es scheint halt die Eigenart bestimmter Pflanzen zu sein, den
Boden so richtig auszulaugen. Typisch ist das bei Petersilie. Die
hinterlassen einen eigenartig harten, brockigen Boden. Nachbau von
Petersilie nach Petersilie scheitert deshalb ziemlich zuverlässig.
Dann begünstigen z.B. alle Kreuzblütler die Kohlhernie. Über etliche
Jahre lassen sich die Pilzsporen im Boden aushungern, hoffentlich.
Inzwischen bin ich z.B. auf angeblich kohlhernieresistenten Blumenkohl
umgestiegen.
Dann sind aber immer noch zu viele Kreuzblütler im Gemüsegarten.
Auch Tomaten kennen einige Wurzelkrankheiten, so dass längst vom
wiederholten Anbau an gleicher Stelle auch abgeraten wird. Es wird
aber auch weiterhin behauptet, Tomaten immer an der gleichen Stelle
würden sich sehr wohl fühlen...
Und dann gibt es noch so ein paar Schädlinge, wie die
Lauchminierfliege, die Zwiebelfliege usw., die sich an Ort und Stelle
verpuppen und natürlich gut bedient sind, wenn wieder Liliengewächse
folgen.
Tja, und diverse Schadpilze, die die Kraut- und Braunfäule an Tomaten
und Kartoffeln, Mehltau an Zwiebeln, Falscher Mehltau an Gurken, die
überwintern ja auch an Ort und Stelle. Da kann es dann schon etwas
bringen, beim Nachbau einen kleinen Ortswechsel einzubauen.
>> Ach ja, kennst du einen Gemüse-Gartenbaubetrieb, der Mischkultur
>> betreibt?
>
>Nein. Aber ich gehe mal davon aus, dass die spritzen.
Und ob die spritzen. Sie leben schließlich davon, dass sie läusefreien
Salat, lauchmottenfreien Lauch, 1a Radieschen ohne Blattschäden und
Schneckenfraß und reinweiße Rettiche ohne Madengänge sowie Kohlköpfe
ohne Fleischeinlage verkaufen.
Rate denen mal zum angeblichen Allheilmittel Mischkultur und sie
lachen sich kaputt.
>Ist es nicht Sinn
>der Mischkultur, ohne Chemie gesunde Pflanzen zu bekommen? Ob das hilft,
>weiß ich nicht.
Gesunde Pflanzen bekomme ich auch ohne Chemie und ohne reihenweise
Mischkultur oder sogar noch mischen in den Reihen.
Nur bekomme ich halt auch etlichen Ausschuss. Der hat mich allerdings
mit der ausnahme von vorbeugenden Spritzungen der Freilandtomaten und
Streichung des Lauchanbaus, nicht zur Chemie im Gemüsegarten gebracht.
Ich kann es mir ja leisten, dass mal ein Satz Rettiche Mitesser
beinhaltet oder ein Satz Kopfsalat verlaust ist. Nur sollte das bitte
nicht überhand nehmen.
>Aber: alles dann nur Aberglaube?
Die einen sagen so und die anderen so.
Inzwischen soll es ja dagegen auch schon etwas geben, nämlich Amulette
gegen Aberglauben. :-)
>Oder gibt es seriöse
>Untersuchungen, die das belegen bzw. widerlegen?
Die einen glauben nicht dran und machen auch keine Versuche, um die
angebliche Wirkung der Mischkulturen zu widerlegen. Und die anderen
sind froh darüber, dass das so ist und so bleibt.
Aber wer eine seriöse Testreihe kennt: immer her damit.
Ansonsten ist halt die Mischkultur ein gar so schönes filigranes
Spielzeug, das so richtig das Gefühl vermittelt, dass man jetzt
wirklich alles getan hat.... :-)
>Wobei: ich habe die
>letzten Jahre auch Beet für Beet angebaut, mein Vater davor ca. 50
>Jahre. Ohne Chemie, ohne Probleme :)
Na ja, ohne Probleme würde ich nicht sagen. Ich finde, die Kraut- und
Braunfäule war früher nicht so agressiv, die Lauchmotten kannte ich
nicht und die Zwiebelfliege auch nicht. Und der Falsche Mehltau an den
Gurken kam nach der Ernte und nicht bei deren Beginn.
>
>> Wenn ich nebeneinander drei Beete habe mit Bohnen, Blumenkohl, Gurken,
>> ist das dann keine Mischkultur, weil zu weit voneinander entfernt?
>> Wenn nein, ist mir das auch egal, aber ich kann wenigstens
>> einigermaßen auf weite Fruchtfolge achten. Und das ist allemal
>> wirksamer als die ganze geheimnissvolle Mischerei.
>
>Überzeugend :)
So. Na dann mach ich mal so weiter. :-)
Was das Mischen angeht, gibt es aber ein noch ganz anderen Problem:
Wenn man alles übers Jahr aus den Gemüsebeeten "geerntete" Unkraut
samt Wurzel- und Bodenanhang kompostiert und den Kompost über alle
Beete verteilt, sollten auch alle im Kompost nicht total umgekommenen
Schadpilze ausreichend gleichmäßig verteilt sein.
Das führt dann z.B. bei uns in vielen Gärten dazu, dass man keine
Erdbeeren mehr anzubauen braucht. Die bleiben nämlich hocken oder
wachsen gar rückwärts. :-(
Aber ich werde doch nichts gegen die ach so heilige Kuh Kompost sagen,
sondern fröhlich weiterkompostieren und verteilen und.... :-)
Beste Grüße G e r h a r d
Am 10.06.10 23:20, schrieb Gerhard Zahn:
>> BTW: was passiert in dem Zeitraum? Wodurch erholt sich
>> der Boden?
> na ja, es scheint halt die Eigenart bestimmter Pflanzen zu sein, den
> Boden so richtig auszulaugen. Typisch ist das bei Petersilie. Die
> hinterlassen einen eigenartig harten, brockigen Boden. Nachbau von
> Petersilie nach Petersilie scheitert deshalb ziemlich zuverlässig.
Danke für die ausführliche Antwort. Was bei mir gar nicht gut aussieht,
ist der Hokkaido. Den habe ich dummerweise auf das selbe Beet gepflanzt,
auf dem ich letztes Jahr Zierkürbis hatte :(
> Ich kann es mir ja leisten, dass mal ein Satz Rettiche Mitesser
> beinhaltet oder ein Satz Kopfsalat verlaust ist. Nur sollte das bitte
> nicht überhand nehmen.
Für mich war das immer ein Ekelfaktor. Wenn jetzt mal eine Raupe über
den Teller kriecht, was soll's. Überhand nimmt hier immer der
Kohlweißling am Rosenkohl. Da sammel ich ab bzw. werde ich dieses Jahr
mal ein Netz drüber spannen.
>>Wobei: ich habe die
>>letzten Jahre auch Beet für Beet angebaut, mein Vater davor ca. 50
>>Jahre. Ohne Chemie, ohne Probleme :)
>
> Na ja, ohne Probleme würde ich nicht sagen. Ich finde, die Kraut- und
> Braunfäule war früher nicht so agressiv, die Lauchmotten kannte ich
> nicht und die Zwiebelfliege auch nicht. Und der Falsche Mehltau an den
> Gurken kam nach der Ernte und nicht bei deren Beginn.
Teils, teils. Dafür sehe ich seit Jahren keine Kartoffelkäfer.
Krautfäule an Tomaten hatte ich auch noch nicht, die Läuse im Salat muss
ich übersehen haben ;). Mal sehen, was die Gurken dieses Jahr machen ...
> Das führt dann z.B. bei uns in vielen Gärten dazu, dass man keine
> Erdbeeren mehr anzubauen braucht. Die bleiben nämlich hocken oder
> wachsen gar rückwärts. :-(
Meine mit Kompost gedüngten Erdbeeren (stehen teilweise schon im fünften
Jahr) gedeihen prächtig und sind brechend voll :).
Gruß
Matten
> Am Thu, 10 Jun 2010 22:48:27 +0200 schrieb Matthias Klodt:
>>> wieso nur nächstes Jahr?
>>> Fruchtfolge geht über mehrere Jahre. So sollten Kreuzblütler erst
>>> wieder nach 4 oder 5 Jahren auf demselben Beet stehen.
>>
>>Nun ja, ich wollte das nicht in die Länge ziehen mit meinem Beitrag. Ist
>>mir bekannt ;). BTW: was passiert in dem Zeitraum? Wodurch erholt sich
>>der Boden?
>
> na ja, es scheint halt die Eigenart bestimmter Pflanzen zu sein, den
> Boden so richtig auszulaugen. Typisch ist das bei Petersilie. Die
> hinterlassen einen eigenartig harten, brockigen Boden. Nachbau von
> Petersilie nach Petersilie scheitert deshalb ziemlich zuverlässig.
Ich denke hier ist nur eins zuverlässig. ;-)
Ich habe seit ca. 5 Jahren einen Topf Petersilie vom Lidl eingepflanzt.
Es bedienen sich *sämtliche* Nachbarn (4-5) und trotzdem muß ich noch
zurückschneiden.
bis denne, karl-otto
Hallo,
>> na ja, es scheint halt die Eigenart bestimmter Pflanzen zu sein, den
>> Boden so richtig auszulaugen. Typisch ist das bei Petersilie. Die
>> hinterlassen einen eigenartig harten, brockigen Boden. Nachbau von
>> Petersilie nach Petersilie scheitert deshalb ziemlich zuverlässig.
>
>Ich denke hier ist nur eins zuverlässig. ;-)
>Ich habe seit ca. 5 Jahren einen Topf Petersilie vom Lidl eingepflanzt.
>Es bedienen sich *sämtliche* Nachbarn (4-5) und trotzdem muß ich noch
>zurückschneiden.
dann hast du eine wahre Wunderpflanze und die heißt wirklich
Petersilie?
Wir ernten von einem knappen Quadratmeter gerade so viel Petersilie,
das der Haushalt gut versorgt ist.
Im Jahr nach der Aussaat wird auch noch gezupft und dann geht die
Petersilie in Blüte. Dann wird sie ausgegraben und auf dem Kompost
weiterverwertet.
Wer kann Erfahrungen mit 5-jähriger Petersilie für mehrere Haushalte
bestätigen?
Hallo,
>Danke für die ausführliche Antwort. Was bei mir gar nicht gut aussieht,
>ist der Hokkaido. Den habe ich dummerweise auf das selbe Beet gepflanzt,
>auf dem ich letztes Jahr Zierkürbis hatte :(
ob der das so übel nimmt, wage ich zu bezweifeln.
Meine beiden Hokkaidos mickern auch an neuen Standorten, gehen nicht
recht vorwärts, haben nur kleine Blätter und schon Fruchtansatz.
Ich meine, dass denen die vergangenen kühlen Wochen am meisten
zugesetzt haben.
>
>> Ich kann es mir ja leisten, dass mal ein Satz Rettiche Mitesser
>> beinhaltet oder ein Satz Kopfsalat verlaust ist. Nur sollte das bitte
>> nicht überhand nehmen.
>
>Für mich war das immer ein Ekelfaktor. Wenn jetzt mal eine Raupe über
>den Teller kriecht, was soll's. Überhand nimmt hier immer der
>Kohlweißling am Rosenkohl. Da sammel ich ab bzw. werde ich dieses Jahr
>mal ein Netz drüber spannen.
Dann halte das Netz aber auf Abstand zu den Blättern. Sonst sind die
weiterhin an Bord.
>
>>>Wobei: ich habe die
>>>letzten Jahre auch Beet für Beet angebaut, mein Vater davor ca. 50
>>>Jahre. Ohne Chemie, ohne Probleme :)
>>
>> Na ja, ohne Probleme würde ich nicht sagen. Ich finde, die Kraut- und
>> Braunfäule war früher nicht so agressiv, die Lauchmotten kannte ich
>> nicht und die Zwiebelfliege auch nicht. Und der Falsche Mehltau an den
>> Gurken kam nach der Ernte und nicht bei deren Beginn.
>
>Teils, teils. Dafür sehe ich seit Jahren keine Kartoffelkäfer.
Kartoffelkäfer hatte ich noch nie. Die sind aber auch in der weiteren
Umgebung kaum noch aufgefallen. Kann auch daran liegen, dass hier kein
intensiver Kartoffelanbau heimisch ist.
>Krautfäule an Tomaten hatte ich auch noch nicht, die Läuse im Salat muss
>ich übersehen haben ;). Mal sehen, was die Gurken dieses Jahr machen ...
Na was wohl: Falschen Mehltau werden sie bekommen und das nicht im
September sondern schon im Juli. :-(
Ein bisschen Aliette hätte ich noch.
>> Das führt dann z.B. bei uns in vielen Gärten dazu, dass man keine
>> Erdbeeren mehr anzubauen braucht. Die bleiben nämlich hocken oder
>> wachsen gar rückwärts. :-(
>
>Meine mit Kompost gedüngten Erdbeeren (stehen teilweise schon im fünften
>Jahr) gedeihen prächtig und sind brechend voll :).
Kompost hätten meine auch. Ich könnte dir davon mal ein paar Gramm
schicken. Dann hören deine sofort auf zu wuchern. :-)
> Gerhard Zahn <gerhar...@gmx.de> wrote:
>
>> Am Fri, 11 Jun 2010 09:27:28 +0200 schrieb Karl-Otto Simonsen:
>>> Ich habe seit ca. 5 Jahren einen Topf Petersilie vom Lidl eingepflanzt.
>>> Es bedienen sich *s�mtliche* Nachbarn (4-5) und trotzdem mu� ich noch
>>> zur�ckschneiden.
>>
>> Dann hast du eine wahre Wunderpflanze und die hei�t wirklich
>> Petersilie?
>>
>> Wir ernten von einem knappen Quadratmeter gerade so viel Petersilie,
>> das der Haushalt gut versorgt ist. Im Jahr nach der Aussaat wird auch
>> noch gezupft und dann geht die
>> Petersilie in Bl�te. Dann wird sie ausgegraben und auf dem Kompost
>> weiterverwertet. Wer kann Erfahrungen mit 5-j�hriger Petersilie f�r
>> mehrere Haushalte
>> best�tigen?
>
> Vermutlich meint er, dass er seit f�nf Jahren immer wieder an die gleiche
> Stelle einen Topf Petersilie vom Lidl pflanzt. Wenn die Nachbarn den
> abgeerntet haben (also nach ein bis zwei Tagen) pflanzt er halt an die
> gleiche Stelle einen neuen. Und es gibt dann keine Erm�dungserscheinungen
> im Boden. ;-)
>
> Falls er wirklich eine Pflanze meint, die da seit f�nf Jahren w�chst und
> ein paar Familien versorgt, nehme ich an, dass er es mit Liebst�ckl
> verwechselt hat.
Nei nein, ich meine schon Petersilie und auch die gleiche Pflanze.
Vielleicht
t�usche ich mich in der Anzahtlder Jahre. Es k�nnen auch 4 oder 6 Jahre
sein.
Ich pfl�cke mir mal zum Gurkensalat oder zu Erbsen- und Wurzelgem�se
ein bi�chen und die Nachbarn schw�rmen auch nicht jeden Tag ein.
Deshalb mu� ich auch immer wieder runterschneiden damit sie nicht in Saat
geht.
bis denne, karl-otto
> Am Fri, 11 Jun 2010 09:27:28 +0200 schrieb Karl-Otto Simonsen:
>
> Hallo,
>
>>> na ja, es scheint halt die Eigenart bestimmter Pflanzen zu sein, den
>>> Boden so richtig auszulaugen. Typisch ist das bei Petersilie. Die
>>> hinterlassen einen eigenartig harten, brockigen Boden. Nachbau von
>>> Petersilie nach Petersilie scheitert deshalb ziemlich zuverlässig.
>>
>>Ich denke hier ist nur eins zuverlässig. ;-)
>>Ich habe seit ca. 5 Jahren einen Topf Petersilie vom Lidl eingepflanzt.
>>Es bedienen sich *sämtliche* Nachbarn (4-5) und trotzdem muß ich noch
>>zurückschneiden.
>
> dann hast du eine wahre Wunderpflanze und die heißt wirklich
> Petersilie?
Ja.
> Wir ernten von einem knappen Quadratmeter gerade so viel Petersilie,
> das der Haushalt gut versorgt ist.
Ich esse auch noch andere Sachen, sooo viel benötigen wir nicht.
> Im Jahr nach der Aussaat wird auch noch gezupft und dann geht die
> Petersilie in Blüte.
Dann wird sie abgeschnitten und grünt neu aus.
bis denne, karl-otto
Am 11.06.10 11:59, schrieb Gerhard Zahn:
>>Danke f�r die ausf�hrliche Antwort. Was bei mir gar nicht gut aussieht,
>>ist der Hokkaido. Den habe ich dummerweise auf das selbe Beet gepflanzt,
>>auf dem ich letztes Jahr Zierk�rbis hatte :(
>
> ob der das so �bel nimmt, wage ich zu bezweifeln.
> Meine beiden Hokkaidos mickern auch an neuen Standorten, gehen nicht
> recht vorw�rts, haben nur kleine Bl�tter und schon Fruchtansatz.
> Ich meine, dass denen die vergangenen k�hlen Wochen am meisten
> zugesetzt haben.
Na, dann habe ich noch Hoffnung. Meine beiden sehen so aus wie du deine
beschreibst. Muss mal ein Bild machen.
> Dann halte das Netz aber auf Abstand zu den Bl�ttern. Sonst sind die
> weiterhin an Bord.
Aber selbstverst�ndlich :)
>>Krautf�ule an Tomaten hatte ich auch noch nicht, die L�use im Salat muss
>>ich �bersehen haben ;). Mal sehen, was die Gurken dieses Jahr machen ...
>
> Na was wohl: Falschen Mehltau werden sie bekommen und das nicht im
> September sondern schon im Juli. :-(
> Ein bisschen Aliette h�tte ich noch.
Das hilft? Spritzt du vorbeugend? Wobei: ich habe dieses Jahr die Gurke
"La Diva". Zitat: "Sie ist widerstandsf�hig gegen Echten und Falschen
Mehltau. F�r Freiland und Gew�chshaus." (G�rtner P�tschke)
Gru�
Matten
Hallo,
>>>Krautfäule an Tomaten hatte ich auch noch nicht, die Läuse im Salat muss
>>>ich übersehen haben ;). Mal sehen, was die Gurken dieses Jahr machen ...
>>
>> Na was wohl: Falschen Mehltau werden sie bekommen und das nicht im
>> September sondern schon im Juli. :-(
>> Ein bisschen Aliette hätte ich noch.
>
>Das hilft? Spritzt du vorbeugend?
auch Aliette hilft nur vorbeugend und man muss wirklich spätestens
dann spritzen, wenn sich - meist an den Blatträndern - die ersten
Anzeichen von Falschem Mehltau zeigen.
Dieser Schadpilz ist ja sehr leicht eindeutig zu identifizieren. Aber
dann ist Eile geboten. Denn wenn sich die zweite Sporenwelle
festsetzt, ist meist alles schon zu spät.
Außerdem braucht man eine gekröpfte Spritze, sonst kann man die
Blätter nicht von oben und unten behandeln.
Wenn ich sehe, wie alle Jahre wieder ganze Kleingewächshäuser vom
Falschen Mehltau heimgesucht werden, dann werde ich sehr wachsam.
Die Devise lautet hier: erst ernten, dann Mehltau und nicht erst
Mehltau, dann alles futsch.
>Wobei: ich habe dieses Jahr die Gurke
>"La Diva". Zitat: "Sie ist widerstandsfähig gegen Echten und Falschen
>Mehltau. Für Freiland und Gewächshaus." (Gärtner Pötschke)
Tja, diesen Kataloglobpreisungen glaube ich kein Wort mehr.
Da steht ja auch nichts von "resistent", was auch schon ein dehnbarer
Begriff ist. Und was glaubst du, wie dehnbar erst der Begriff
"widerstandsfähig" ist, meist so weit, dass das für meinen kleinen
Garten zu weit ist. :-)
Und außerdem säe ich Gurken nach deren Geschmack. Denn resistent gegen
irgendetwas und kann auch dazu führen, dass ich resistent gegen die
Gurke bin. :-)
>> Ich habe über folgendes Problem nachgedacht: Theoretisch müsste ich doch
>> für meinen Gartenplan jede Reihe nachmessen und notieren, damit ich
>> nächstes Jahr nicht wieder auf die selben Stellen
>
> wieso nur nächstes Jahr?
> Fruchtfolge geht über mehrere Jahre. So sollten Kreuzblütler erst
> wieder nach 4 oder 5 Jahren auf demselben Beet stehen.
Ja, ich versuch das auch einigermaßen hinzukriegen. Klappt aber so gut
wie nicht. Trotzdem wächst das Zeug.
Ich versuche, so gut wie möglich den Nachbau von Verwandten zu
vermeiden, aber wenn nicht klappt, klappts nicht. Ich kann mir auch
nicht vorstellen, dass ich bei der kleinräumig bunten Truppe bei mir
große Probleme erzeuge. Ich muss ja nur mal richtig hacken, und schon
ist auf dem Beet alles durcheinander :) Allerdings scheint mir, dass das
Beet nach ca. 4 oder mehr Jahren Stangenbohnen an der selben Stelle dort
erstmal keine mehr haben wollte. Das hab ich jetzt (vorübergehend)
akzeptiert. Dort stehen momentan nicht Stangenbohnen, sondern Puffbohnen :)
Ina
--
Es wächst!
http://www.koys.de/Gemuese-Abenteuer/
>> F�r mich war das immer ein Ekelfaktor. Wenn jetzt mal eine Raupe �ber
>> den Teller kriecht, was soll's. �berhand nimmt hier immer der
>> Kohlwei�ling am Rosenkohl. Da sammel ich ab bzw. werde ich dieses Jahr
>> mal ein Netz dr�ber spannen.
>
> Dann halte das Netz aber auf Abstand zu den Bl�ttern. Sonst sind die
> weiterhin an Bord.
Ich hab ja keinen Kohl, dass ich das ausprobieren k�nnte. Aber ich hab
ja schon berichtet: die Kohlwei�linge waren bei mir WILD auf
Rattenschwanzradies, aber die Raupen haben das Futter nicht vertragen.
Ich hab nur ganz vereinzelte gefunden und das im Babyalter, keine
nennenswert gewachsenen. Ob das als Pflanzenschutzma�nahme taugt, sollte
wirklich mal einer probieren. Wie gesagt: mir mangelts am Kohl dazu.
Ina
--
Es w�chst!
http://www.koys.de/Gemuese-Abenteuer/
> Naja, P�tschke will dir was verkaufen und Papier ist geduldig. Au�erdem
> wei� ich aus eigener Erfahrung, dass P�tschke dir nicht unbedingt das
> schickt, was du bestellt hast. Die Zuverl�ssigkeit lag in etwa bei der
> von Discountern.
Die letzten Tulpen, die ich gekauft habe, stammten von dort. Ich h�tte
nicht den dortigen Beteuerungen vertrauen sollen, dass das mit dem
sichtbaren Pilzbefall harmlos ist und bei Handelsware normal. Ich hab
n�mlich seitdem einen praktisch tulpenfreien Garten - nach der
vormaligen Tulpenschwemme.
>> ...P�tschke...
>
> Die letzten Tulpen, die ich gekauft habe, stammten von dort. Ich h�tte
> nicht den dortigen Beteuerungen vertrauen sollen, dass das mit dem
> sichtbaren Pilzbefall harmlos ist und bei Handelsware normal. Ich hab
> n�mlich seitdem einen praktisch tulpenfreien Garten - nach der
> vormaligen Tulpenschwemme.
Geh�rt eben auch der Vergangenheit[tm] an, da� 'P�tschke' noch ein Name
war, der f�r Qualit�t und Vertrauen stand. Heutzutage ist das wohl
ziemlich egal, ob man dort oder bei A&S oder B..xxx ordert. Immer
dickere Kataloge mit mit immer mehr (zunehmend auch noch miserabel)
photoshopgefakten Werbebildchen- f�r von Jahr zu Jahr zunehmend mehr
'Wunderpflanzen', die schon die alten Indianer, Inkas, Mayas,
Neandertaler oder sonstwas kannten- um ihr ewiges Leben...
==> Kataloge/ Werbung abbestelltmiit gleich drei W�nschen- �hh-
Begr�ndungen:
- spart mir Entsorgung von Altpapier
- spart den 'Anbietern' Druck- und Versandkosten
- schont die Umwelt, da f�r den Schei� nicht unn�tig Papier bedruckt und
verschwendet werden muss
Micha