Wir haben Kinder im Alter von ein und drei Jahren und haben
vor kurzem ein Haus mit Garten erworben.
Als letztens ein Nachbar zu Besuch war stellte er fest, dass einer unserer
schönen Bäume eine Eibe ist und dass Eiben so giftig sind, dass sie nicht
auf Spielplätzen gepflanzt werden dürfen. Er meinte, dass wir den Baum
absägen sollten.
Bevor ich nun zur Tat schreite, wollte ich noch einmal fragen, wie giftig
die Bestandteile des Baumes sind:
Wie viel muss ein Kind von welchem Bestandteil essen, bevor
gesundheitliche Störungen eintreten?
Wie gerne essen Kinder die giftigen Teile bzw. wie häufig treten
Vergiftungen in der Praxis auf? Es mag ja sein, dass wegen eines üblen
Geschmacks keine letale Dosis aufgenommen werden kann.
Ist es schon gefährlich teile dieser Pflanze nur zu berühren?
Dafür den Baum nicht zu fällen spricht, dass:
1. Eiben selten sind und deshalb unter Naturschutz stehen
2. der Baum sich an seinem Ort "ganz gut macht"
3. wir einen "Kinder-Garten" von unserem Garten abzäunen wollen, der nicht
die Eibe enthält. Außerhalb dieses "Kinder-Gartens" sollen die Kinder
erstmal nicht unbeaufsichtigt spielen. Hierbei stellt sich die Frage,
wieviel Sicherheitsabstand zwischen Eibe und Zaun eingehalten werden
muss?
Matthias
Hallo Matthias,
wir haben rund ums Haus Eiben-Hecken(brrrr), Wir schneiden die Hecke im
Spätsommer, damit keine roten Beeren dran sind, denn die sind ja das
verlockende für Kinder. Die Beeren, welche nicht erwischt wurden sammle ich
manuell ab. Und wir schärfen den Kindern(3 und 5) schon immer ein, das
Beeren nur für Vögel sind.
Tina
ich hatte als Erzieherin von geistig behinderten Erwachsenen schon mal
den
Fall, daß einer von den Früchten gegessen hat. Also, das ist wohl nicht
ohne, der hatte als Erwachsener grade mal 4 Früchte gegessen und mußte
schon in Krankenhaus, Magen auspumpen. Es gibt da eine Stelle in
Freiburg,
die Vergiftungszentrale, da kannst du dich genau erkundigen.
Gruß Andrea
> Wie viel muss ein Kind von welchem Bestandteil essen, bevor
> gesundheitliche Störungen eintreten?
Die Früchte bestehen aus dem roten, fleischig-schleimigen Teil und einem
härteren Kern. Alles Rote ist absolut harmlos. Der Kern ist giftig. Ein,
zwei Kerne machen vielleicht Bauchweh, drei bis fünf sind Vergiftung,
darüber wirds gefährlich. Individuell sehr verschieden.
Die Früchte schmecken schlecht, so dass ältere Kinder sie ausspucken
werden. Wenn Kinder noch in der Phase sind, dass sie sich alles in den Mund
stopfen, gehören sie sowieso nicht unbeaufsichtigt in den Garten, denn es
gibt jede Menge andere ungesunde Pflanzen und Blumen.
lieber mathias,
die giftproblematik bei pflanzen wird oft übertrieben - todesfälle treten i.d.r.
nach von den eltern zubereiteten pilzmalzeiten auf. um ein vielfaches
wahrscheinlicher ist ein verkehrsunfall bei euch um die ecke (oder setzt sich der
nachbar auch genauso vehement für das verbot von pkws in eurer umgebung ein?)
nichtsdestotrotz: Taxus bacata ist sehr giftig - mit ausnahme des süsslich-fad-
schleimig schmeckenden roten samenmantels (wildobst). der kern ist aber wieder
giftig und hierdrin liegt die hauptsächliche gefahr für kinder.
ich finde es ein wichtiges pädagogisches ziel, dass kinder unterscheiden lernen
zwischen arten, die sie essen könen und anderen, die gefährlich sind. dies zu
unterscheiden kannst du auch schon mit kleinsten kindern anfangen (z.b. eine
beere pflücken und dann ausspucken und 'wilde geräusche', 'aua' usw. machen).
den von euch überlegten weg der abgrenzung finde ich einen gangbaren weg - aber
jedes kind büchst mal aus und daher sollten sie einfach geschult werden in
richtung: was ich nicht kenn, das ess ich nicht. derselbe baum könnte ja auch
beim nachbarn stehn, der die kinder eine minute aus den augen lässt...
vergiftungsfälle durch laub, holz oder wurzeln der eibe sind wegen des
geschmackes sehr unwahrscheinlich.
allergien ausnehmend können eiben hautreaktionen hervorrufen, weniger aber durch
berühren als durch kräftiges hineinfassen. diese hautreaktionen treten aber nicht
bei allen menschen auf und sind nicht lebensgefährlich (wie etwa bei der
herkulesstaude).
den baum zu fällen wegen einer kurzen mühe in der kinderbeaufsichtigung fände
ich schade bzw. auch unnötig - ihr könnt diesen baum auch grade als 'pädagogische
mittel' sehen.
falls du ein paar mehr anregungen zu kindern und garten suchst:
http://www.planten.de/kinder-jahreszeitenblick.html
herzliche grüsse
andreas
--
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alle Pflanzenteile der Eibe (bis auf die äußere Beerenhaut) enthalten
TAXIN, ein hochgiftiges Alkaloid.
Der Giftgehalt soll im Winter am höchsten sein. Früher wurde der
Pflanzensaft als Pfeilgift bei den Kelten und Germanen benutzt.
Besonders "beliebt" bei Kindern sind die Beeren. Je nach Konstitution
können bereits 3-5 Beeren tödlich wirken. Beim Umgang mit EIBE sollte
man intensiven Hautkontakt ebenfalls vermeiden (Handschuhe!) Es gibt
zwar nicht solche dramatischen Erscheinungen wie z.B. beim Berühren von
Seidelbast, aber es kann doch zu Reizungen kommen.
Giftig ist die Eibe auch für Tiere, eigenartigerweise sind besonders
Pferde, Kühe und Esel sehr empfindlich während Rehe und Wildschweine
schon mal ein "Maul voll" vertragen. Bei Katzen und Hunden wirkt eibe
ebenfalls tödlich.
Das schon die Ausdünstungen einer Eibe gefährlich wären, gehört denn
wohl doch in's Reich der Mythen.
TAXIN wurde früher als Herzmittel verwendet doch man kam wieder davon
ab. Andere Zubereitungen wurden ebenfalls probiert, nicht selten mit
tödlichem Ausgang. Die Eibennadeln werden medizinisch heute nur noch
homöopatisch angewendet und helfen z.B. gegen Gicht, Rheuma und
Leberkrankheiten
Gruß Lutz
P.S:
empfehlenswertes Buch zum Thema Bäume, Kultur, Mythen, Heilanwendungen:
"Blätter von Bäumen" von Susanne Fischer, Zweitausendeins - Verlag
--
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ich bin neu im Netz und hoffe, meine Nachricht erreicht Dich. Auch ich habe
Eiben im Garten und meine Tochter kam nie auf die Idee die schönen roten
Beeren zu essen. Angeblich ist nur der schwarze Kern in den Beeren und die
Blätter giftig. Berühren alleine löst keine Vergiftungen aus.
Vielleicht kannst Du Deinen Kindern einen Tauschhandel anbieten:
Gänseblümchen z.B. kann man ohne Bedenken essen, dafür lassen sie den Baum
in Ruhe. Ich denke, daß Kinder aller Alterstufen vernünftig und ruhig
vorgebrachten Argumenten bzw. Erklärungen zugänglich sind und es sehr wohl
zu machen ist, sie davon abzuhalten, von dem Baum zu kosten.
Eine Eibe umzusägen wäre echt schade, die wachsen nämlich sehr langsam. Ich
selbst habe in meinem Garten entgegen allen Unkenrufen bewußt Eiben gesetzt,
um der eintönigen Thujen-Wüste in meiner Gegen zu entgehen.
In diesem Sinne: Viel Glück !
--
Michaela Ehrenreich
Matthias Mueller-Reineke <rei...@mail.desy.de> schrieb in im Newsbeitrag:
Pine.LNX.4.02.100022...@hasy107.desy.de...
Liebe Eltern und Hobby-Gärtner,
Wir haben Kinder im Alter von ein und drei Jahren und haben
vor kurzem ein Haus mit Garten erworben.
Als letztens ein Nachbar zu Besuch war stellte er fest, dass einer unserer
schönen Bäume eine Eibe ist und dass Eiben so giftig sind, dass sie nicht
auf Spielplätzen gepflanzt werden dürfen. Er meinte, dass wir den Baum
absägen sollten.
Bevor ich nun zur Tat schreite, wollte ich noch einmal fragen, wie giftig
die Bestandteile des Baumes sind:
Wie viel muss ein Kind von welchem Bestandteil essen, bevor
gesundheitliche Störungen eintreten?
Wie gerne essen Kinder die giftigen Teile bzw. wie häufig treten
Ich habe als Kind regelmässig und in rauhen Mengen von den Eibenbeeren in unserem Garten gegessen. Mir haben sie damals sehr geschmeckt, weil sie so süss waren, und ihre Schleimigkeit hat mich fasziniert.
Und ich lebe noch.
_ABER_: Nun habe ich selber 3 Kinder und Garten und ich war total geschockt, als ich mich vor einigen Jahren über die Giftigkeit von Gartenpflanzen informiert habe. Ich muss nämlich als Kind unheimlich Glück gehabt haben mit meinen regelmässigen Beerenschmäusen. Es kann nämlich reichen, den Kern ein bisschen mit dem Zahn anzuritzen oder zu quetschen, dass man mittlere bis schwere Vergiftungserscheinungen hat!!!
Ich bin wirklich extrem pflanzen- (und auch tier-)freundlich: Wird ein Baum gefällt, bedeutet das für mich eine grössere Katastrophe, weil er mir so leid tut. Aber kinderfreundlich bin ich eben auch und deshalb würde ich an Deiner Stelle schweren Herzens die Eibe fällen. Und nicht meine Kinder in diesem Alter dem Risiko einer Beerenvergiftung aussetzen. Ich bin durchaus der Meinung, dass man seinen Kindern beibringen kann, dass man nicht alles essen kann, was überall wächst. Aber es gibt genügend unbekömmliche Pflanzen, die mal einfach Durchfall oder Bauchschmerzen verursachen. Sollen sie das mit diesen lernen.
Ich hoffe, Du findest den für Euch richtigen Entscheid
Silvia
>Beeren zu essen. Angeblich ist nur der schwarze Kern in den Beeren und die
>Blätter giftig. Berühren alleine löst keine Vergiftungen aus.
Korrekt. Eine Handvoll Blätter ist allerdings schon tödlich giftig!
Kerne, wenn sie *nicht zerkaut* werden sind laut Literatur nicht so
kritisch (würde ich allerdings nicht darauf setzen). Das Fruchtfleisch
selbst ist vollkommen ungiftig.
Wir hatten hier letztes Jahr den Fall, dass unser Nachbarskind (3 J.)
das Fleisch von 3 oder 4 Beeren gegessen hat, ohne irgendwelche
Symptome zu zeigen.
Matthias Mueller-Reineke schrieb:
> Bevor ich nun zur Tat schreite, wollte ich noch einmal fragen, wie giftig
> die Bestandteile des Baumes sind:
>
hallo nochmal
auf keinen Fall absägen! Wenn es sich um eine Wildform der Eibe handelt,
so ist diese inzwischen recht selten geworden. Kinder muß man aufklären
denn man kann nicht alles, was gefährlich sein könnte absägen,
erschießen usw.. Dann müßten wir ja auch Atomkraftwerke abschalten und
Autos abschaffen.
Trotz der Giftigkeit sind andere, beliebte Pflanzen ebenso giftig,
wenn nicht noch giftiger
(Seidelbast, Eisenhut usw usw.. - in jeder Gärtnerei zu bekommen)
gruß Lutz
> Wenn es sich um eine Wildform der Eibe handelt,
Woran erkenne ich das?
> so ist diese inzwischen recht selten geworden.
MfG
Matthias
> Als letztens ein Nachbar zu Besuch war stellte er fest, dass einer unserer
> schönen Bäume eine Eibe ist und dass Eiben so giftig sind, dass sie nicht
> auf Spielplätzen gepflanzt werden dürfen. Er meinte, dass wir den Baum
> absägen sollten.
Blödsinn - schade um den Baum. Es gibt viele Pflanzen, welche mehr oder
weniger giftig sind. Die kann man doch nicht alle ausrotten. Übrigens
ist Goldregen (Laburnum) ebenso sehr giftig. Dann gibt es noch jede
Menge Blumen und Kräuter, von denen der Durchschnittsmensch garnicht
weiß, daß sie sehr giftig sind. Und wenn man sich einmal intensiver mit
Pilzen beschäftigt und nicht nur die üblichen Büchlein liest, sondern
Bücher, wo mehr als 2.000 heimische Arten beschrieben sind, dann ißt man
überhaupt keine Pilze mehr, wegen der Verwechslungsgefahr.
> Bevor ich nun zur Tat schreite, wollte ich noch einmal fragen, wie giftig
> die Bestandteile des Baumes sind:
>
> Wie viel muss ein Kind von welchem Bestandteil essen, bevor
> gesundheitliche Störungen eintreten?
In meinem Buch steht was von 50-100g Blattmasse als tödliche Dosis
(nehme an, für einen Erwachsenen). Für Kinder müßte man das proportional
nach Körpergewicht runterrechnen.
Bei Goldregen (Laburnum) können schon 2 Stück der Samenkörner bei
Kindern schwere Vergiftungserscheinungen hervorrufen.
Hier mal eine Liste von giftigen Pflanzen, welche man recht oft in
Gärten oder beim Spaziergang im Wald antrifft (mit [G] kennzeichne ich
die in meinem Garten anwesenden, mit [W] in meinem Wald):
Eibe
Stechpalme
Pfaffenhütchen [G,W] - sehr häufig
Seidelbast [W]
Zaunrübe [G] - sehr häufig
Bittersüßer Nachtschatten [G]
Trauben-Holunder
Schneeball [G] - häufig
Rote Heckenkirsche [W]
Maiglöckchen [W]
Schmerzwurz
Aronstab
Christophskraut
Purgier-Kreuzdorn [G,W]
Faulbaum
Efeu [G,W] - häufig, Blüten ziehen Wespen an
Moorbeere
Liguster [G,W] - sehr häufig
Tollkirsche [W]
Schwarzer Nachtschatten [G, W]
Wolliger Schneeball [W]
Einbeere [W]
Wohlriechende Weißwurz [W]
Goldregen [G]
Garten-Bohne - bauen viele als Gemüse an, roh für Kinder giftig!
Kartoffel
Schneebeere [G]
Mutterkornpilz
Sumpf-Schachtelhalm [W]
Käulen-Bärlapp
die meisten Farne
Thuje
Sadebaum
Acker-Rittersporn [G] - sehr häufig
Eisenhut
Leberblümchen
Safran
Küchenschelle
Schwertlilie [G]
Bocksdorn - häufig
Polei-Minze
Oleander [G]
Alpenveilchen - Cyclame [W]
Acker-Gauchheil [G] - sehr häufig
Ginster
Lattich
Rainfarn
Narzisse
Adonisröschen
Bilsenkraut [G]
Götterbaum - Ailanthus - sehr häufig
Mauerpfeffer
Sumpfdotterblume [G]
Hahnenfuß [G]
Weinraute
Buchsbaum [W]
Teichrose [G]
Zypressen-Wolfsmilch [G,W] -sehr häufiges Unkraut
Schöllkraut [G,W] - sehr häufiges Unkraut
Robinie - falsche Akazie
Schneeglöckchen
und die vielen weißen Doldenblütler welche von Hundspetersilie bis
Schierling teilweise extrem giftig sind, zähl ich garnicht auf, weil sie
nicht mal für den geübten Pflanzenfreund unterscheidbar sind.
Übrigens kann sowohl der Giftgehalt von Pflanzen nach Standort und
Jahreszeit sehr stark schwanken, als auch die Verträglichkeit bei
verschiedenen Menschen sehr unterschiedlich sein. Mir wurde - durchaus
glaubhaft - berichtet, daß manche Leute Tollkirschen oder
Stechapfelsamen eßlöffelweise zu sich nehmen (don't try this at
home!!!), was für die meisten Menschen wahrscheinlich tödlich ausgeht.
Also: erzieh deine Kinder so, daß sie prinzipiell nichts essen, was sie
nicht kennen.
Helmut Wollmersdorfer
Helmut Wollmersdorfer schrieb:
> Blödsinn - schade um den Baum.
Hallo
Danke für Deinen Beitrag. Man sollte Gifte und giftige PFlanzen nicht
unterschätzen aber alles ausrotten ist wohl das dümmste was man tun
kann. Für Kinder ist es IMO eine sehr wichtige, geradezu
lebensnotwendige Erfahrung, dass es auch Gefahren gibt die man einfach
akzeptieren und damit leben muß. Genug schräge Vögel die das vielleicht
in der Kindheit nicht gelernt haben und für die Gefahr gleichbedeutend
ist mit persönlicher Herausforderung und "FUN" gibt es heute ja genug
;-)
Gruß Lutz
--
>>>>>>>>>> http://www.cyborgs.de <<<<<<<<<<<
elektr. Musik, Synthykurs, Naturheilkunde, USA-Reisen u.v.a.
NEU: noch mehr Heilkräuter und eine "Gimmick-Seite"
>>>>>>>>>> keine Bannerwerbung, just 4 U <<<<<<<<<<<
Bitte bitte, keine solchen megaquotings, das macht keinen Sinn.
Aber zur Sache. Du weißt, ich vertrete auch Deine Meinung. Bei
Seidelbast ist allerdings das problem ein wenig verschärft weil schon
der Hautkontakt erhebliche Schäden verurschen kann. Wir bzw. meine Frau
hat alle Jahre wieder Leute mit schweren "Hautverbrennungen" und anderen
körperlichen Beschwerden als Notfälle in der Praxis. Tja, da leuchten
ein paar schöne Blüten durch den sonst einheitsfarbigen Wald und schon
versuchen sie die Pflanze abzureißen um sie mit nach Hause zu nehmen..
Die Natur schlägt in dem Fall umgehend zurück.
Pass nur auf, das die Kinder nicht mit den Händen drangehen.
gruß Lutz
P.S: bin zur Zeit gerade schwer am schuften eine Heilkräuterseite zu
erweitern.. Näheres siehe meine Page!
Elisabeth Eder schrieb:
>
> Blödsinn, Schade um den Baum entspricht auch meiner Meinung und Erfahrung,
> ich habe von Seidelbast bis zu Oleander div. Giftpflanzen in meinem Garten.
--
>Bei
> Seidelbast ist allerdings das problem ein wenig verschärft weil schon
> der Hautkontakt erhebliche Schäden verurschen kann. Wir bzw. meine Frau
> hat alle Jahre wieder Leute mit schweren "Hautverbrennungen" und anderen
> körperlichen Beschwerden als Notfälle in der Praxis.
Tja, kommt schon vor, daß man sich an Pflanzen verletzt, wenn man in der
Natur oder im Garten unterwegs ist. Bei mir sind Schnitte von
Krebsschere, Ausschläge von Gras und Adlerfarn an der Tagesordnung.
Letzteres versuche ich zu vermeiden, indem ich bei schweißtreibendem
Wetter die entsprechenden Standorte umgehe. Brennnessel sind da für mich
ein weit geringeres Problem - da gehe ich mit nackten Beinen durch, ohne
mich zu verbrennen. Alle nur Übungssache.
Helmut Wollmersdorfer
Hallo Lutz ,
> alle Pflanzenteile der Eibe (bis auf die äußere Beerenhaut) enthalten
>TAXIN, ein hochgiftiges Alkaloid.
>Der Giftgehalt soll im Winter am höchsten sein. Früher wurde der
>Pflanzensaft als Pfeilgift bei den Kelten und Germanen benutzt.
>Besonders "beliebt" bei Kindern sind die Beeren. Je nach Konstitution
>können bereits 3-5 Beeren tödlich wirken. Beim Umgang mit EIBE sollte
>man intensiven Hautkontakt ebenfalls vermeiden (Handschuhe!) Es gibt
>zwar nicht solche dramatischen Erscheinungen wie z.B. beim Berühren von
>Seidelbast, aber es kann doch zu Reizungen kommen.
> Giftig ist die Eibe auch für Tiere, eigenartigerweise sind besonders
>Pferde, Kühe und Esel sehr empfindlich während Rehe und Wildschweine
>schon mal ein "Maul voll" vertragen. Bei Katzen und Hunden wirkt eibe
>ebenfalls tödlich.
dass ich von Dir eine Info ueber Pfeilgift bekomme finde ich ganz toll
von Dir .
Wie extrahiert man denn am besten den Wirkstoff ? Auskochen und
Eindampfen ?
bye mogger
Ist denn eigentlich sicher, daß es sich um eine weibliche Eibe
handelt? Eiben sind zweihäusig, und die Früchte mit den giftigen
Kernen wachsen natürlich nur auf den weiblichen Bäumen. Männ-
liche Eiben sind übrigens in diesen Wochen (je nach Klimazone)
leicht daran zu erkennen, daß sie Wolken von Pollen abgeben,
wenn man gegen ihre Zweige stößt.
Wir haben hier an der Nordseite unserer Grundstückes eine Hecke
mit ca. 30jährigen Eiben, die ein Paradies für Vögel und Eich-
hörnchen sind. Wie sind hierhergezogen, als unser Sohn vier
Jahre alt war, und zwei Sommer lang habe ich die Eiben unten
etwas gestutzt, auch mehr mit Rücksicht auf Nachbarskinder.
Inzwischen verwenden wir Eiben übrigens für alles, wofür man
sonst Fichtenzweige nimmt, einschließlich des Adventskranzes.
Gruß - Wolfgang
--
*** Don't Call Us, We'll Call You ***
*** Sun, 05 Mar 2000 18:54 +0100 ***
Hallo Wolfgang u andere,
>Ist denn eigentlich sicher, daß es sich um eine weibliche Eibe
>handelt? Eiben sind zweihäusig, und die Früchte mit den giftigen
>Kernen wachsen natürlich nur auf den weiblichen Bäumen. Männ-
>liche Eiben sind übrigens in diesen Wochen (je nach Klimazone)
>leicht daran zu erkennen, daß sie Wolken von Pollen abgeben,
>wenn man gegen ihre Zweige stößt.
wenn die Eibenmänner mal stäuben ist es halt schon reichlich spät
mit dem Unterscheiden von den Eibenweibern.
Kann man u. U. auch schon Eibensetzlinge beim Kauf nach Männlein u
Weiblein unterscheiden?
Beste Grüße G e r h a r d