Was w�rdet Ihr mir empfehlen, um im n�chsten Jahr von diesem Baum wieder
gro�e und reife Feigen ernten zu k�nnen?
Oliver
Hallo,
>vor ca. 5 Jahren habe ich mir ein kleines Feigenb�umchen (Pf�lzer
>Fruchtfeige) gekauft, das bis Herbst 2008 in einem gro�en K�bel gehalten
>wurde. Das B�umchen trug in dieser Phase jedes Jahr ca 10 - 15 recht gro�e
>und feine Fr�chte.
>Nach unserem Umzug habe ich das B�umchen im Herbst 2008 im Garten (S�dbaden)
>ausgepflanzt. Im Sommer 2009 fand zwar ein ziemlicher Wachstumsschub des
>Baumes statt, aber erst sehr sp�t kam es zu einem Fruchtansatz. Die Fr�chte
>waren dann zwar etwas zahlreicher als sonst, aber sehr klein, zu einer
>vollst�ndigen Reifung ist es nicht gekommen. Beim Einpflanzen habe ich
>reichlich Kompost und Blumenerde mit dem Mutterboden vermischt, ansonsten
>aber nicht ged�ngt.
"ansonsten aber nicht ged�ngt" ist gut gesagt. Ich denke mal, das der
verwendete Mutterboden kaum n�hrstoffarm war. Der Kompost bringt
N�hrstoffe, wenn auch wenig Stickstoff mit und die Blumenerde ist
grunds�tzlich f�r etliche Wochen vorged�ngt.
Der Start war schon mal gut.
>Mit dem W�ssern des Baumes war ich im Sommer sehr
>zur�ckhaltend, ich habe nur gegossen, wenn die Bl�tter schlapp
>herunterhingen.
Wie kommst du denn auf das schmale Brett?
Kannst du mir eine ernst zu nehmende Quelle nennen, die derartige
Experimente vorschl�gt?
Einer der Feigen kultiviert und verkauft meint dazu:
"Zur guten Entwicklung m�ssen sie w�hrend der Vegetationszeit
reichlich gegossen und zus�tzlich ged�ngt werden."
>
>Was w�rdet Ihr mir empfehlen, um im n�chsten Jahr von diesem Baum wieder
>gro�e und reife Feigen ernten zu k�nnen?
Eine gute N�hrstoffversorgung sicher stellen und zwar �ber die gesamte
Vegetationszeit. Da kommt eigentlich nur D�ngen auf Raten in frage.
"Reichlich gie�en" ist offensichtlich auch eine gute Empfehlung. Der
Boden sollte aber nicht zu Staun�sse neigen.
Die Gr��e der Fr�chte wird - zumindest habe ich das f�r �pfel gelesen
- zur Zeit des Fruchtansatzes, also unmittelbar nach der Bl�te vorweg
bestimmt. Da wird bereits die Anzahl der Zellen angelegt, die die
sp�tere Frucht hat. Zur Reifezeit hin vermehren sich die Zellen
nichtmehr, sie werden nur noch gr��er.
Ich habe noch nicht geh�rt, dass das f�r andere Baumfr�chte nicht
�hnlich laufen soll.
Drangsaliert man also eine Feige w�hrend und in den ersten Wochen nach
der Bl�te mit Wassermangel bis zum Bl�tterh�ngenlassen, dann wird sie
sich mit der Zellbildung zur�ckhalten und der experimentierende
G�rtner wird sich �ber kleine Fr�chte wundern.
Tja, und dann bleiben Feigen im Freiland weiterhin ein Problem, weil
sie nicht jeden Winter gleich gut wegstecken. Also w�re Winterschutz
auch noch zu �berlegen.
Beste Gr��e G e r h a r d
Was f�r diverse andere Pflanzen �hnlich gilt.
Ina
> Tja, und dann bleiben Feigen im Freiland weiterhin ein Problem, weil
> sie nicht jeden Winter gleich gut wegstecken. Also w�re Winterschutz
> auch noch zu �berlegen.
Das kann ich nur bestaetigen.
Meine 2 Feigenbaeume hatten nach dem letzten, sehr kalten Winter
aus den Wurzeln wieder neu ausgetrieben. Das Holz ist fast komplett
abgestorben. Erst dachte ich, die Feigen haetten beide den Winter
nicht ueberlebt. Es hatte lange gedauert, bis ich etwas Gruenes sah.
An dem einen Baum war der Fruehling sogar ein paar Wochen frueher
eingezogen als bei dem anderen.
Michael Mueller
hallo,
ich habe seit jahren 5 feigenb�ume im algarve in s�dportugal, die nie
bew�ssert und nie ged�ngt werden und jedes jahr pr�chtig tragen. man
sagt dort, dass bew�sserung sch�dlich sei, denn sie mache die b�ume
schw�cher. eine gute idee ist es, die zahl der fruchtans�tze zu
reduzieren, indem sie einfach rausgeknippst werden. da der feigensaft
�tzend ist - jedenfalls im nagelbett - empfiehlt es sich, dabei
handschuhe zu tragen.
ich w�rde eigentlich den mageren und trockenen kurs weiterfahren, denn
feigen geh�ren zu den klassischen fr�chten des trockenanbaus, d.h. wenig
oder kein wasser und wenig oder kein d�nger.
beste gr�sse aus der hauptstadt
frantisek
> ich habe seit jahren 5 feigenb�ume im algarve in s�dportugal, die nie
> bew�ssert und nie ged�ngt werden und jedes jahr pr�chtig tragen. man
> sagt dort, dass bew�sserung sch�dlich sei, denn sie mache die b�ume
> schw�cher.
Was daran liegen k�nnte, dass der Baum auf diese Art die nat�rliche
Feuchtigkeit nutzt und nicht auf Extragaben, die ja dort gern mal knapp
werden k�nnen, angewiesen ist.
Ina
Genau. Einen eingewachsenen Weinstock w�ssern ist daher eine �bung f�r
Gl�ubige ;)