Gruß
Stefan
>beschleunigen soll. Das Gras im Komposter fiel auch sehr schnell zusammen
Das ist Dein Problem. Ein Komposthaufen, der nur aus Gras besteht,
wird immer gammeln. Du brauchst eine gute Mischung aus lockeren
Materialien (duerre Aeste, z. B.), Naehrstoffen (Kaffefilter,
Gemueseabfaelle), Gras, Laub, gelegentlich Schichten aus Gartenerde.
Immer schoen abwechselnd geschichtet. Wenn Du das in Deinem Garten
nicht hast: Fahr Dein Gras zur Gartendeponie und schenke den Komposter
Deinem Nachbarn. Hat keinen Wert, stinkt und lockt Ungeziefer an.
Tom
--
Die FAQ der Newsgroup de.rec.fotografie
Mit Bildkritik, Kleinanzeigen, Gebrauchtpreisliste
http://spot.fho-emden.de/gast/foto/faq/drf.htm
Das Gras nicht kompostieren, sondern antrocknen lassen und als dünne
Mulchschicht (ca. 3 - max. 5cm) unter Sträucher, hohe Beeren, zwischen Mais,
Bohnen, oder offene Bodenfläche ausbringen.
1) geringeren Arbeitsaufwand
2) weniger Unkraut
3) weniger Giessen
4) mit der Zeit aktivere Bodelebewesen ->lockeren Boden
Für schnelle kompostierung möglichst vielfälltige Mischung der organischen
Substanz.
Ein ernster Gruss
Ernst
PS
oder mir bringen, habe immer zuwenig Mulch :-)
_____________________________________________________________
NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de
Tschau Klaus
Stefan Sander schrieb in Nachricht <375c...@news.swol.de>...
> Bei mir jedenfalls hift das ganz gut. Wenn möglich nicht nur
> Rasenschnitt verwenden, sondern auch Küchenabfälle (keine
> gekochten).
Warum soll man keine gekochten Küchenabfälle in den Kompost tun?
Grüße
Bernhard
Warum keine gekochten? Hast Du dafür eigene Erfahrungen oder
stammt das aus einem der zahlreichen Gartenartikel, bei denen
ein Autor vom anderen abschreibt?
Bevor der obligatorische Hinweis auf Ratten kommt: Dieser
Thread dreht sich um eine Tonne.
Gruß - Wolfgang
--
*** Don't Call Us, We'll Call You ***
*** Wed, 09 Jun 1999 07:50 +0200 ***
Bernhard Albert wrote:
> Warum soll man keine gekochten Küchenabfälle in den Kompost tun?
Weil das angeblich die Wanderratte besonders mag und sie ist kein so
begehrter Haus- oder Gartengenosse.
Gruß
Jochen
> Warum soll man keine gekochten Küchenabfälle in den Kompost tun?
Soviel ich weiß mögen Ratten das recht gerne.
--
Thilo Pfennig
<http://Alternativ.Net/>
In article <m3wvxdbl...@linda.swin.de>, Thilo Pfennig wrote:
>> Warum soll man keine gekochten Küchenabfälle in den Kompost tun?
>Soviel ich weiß mögen Ratten das recht gerne.
Also so pauschl kann das eigentlich nicht stimmen.
Bei uns in der Stadt wird sogar gesponsort, wenn man im Garten seinen
eigenen Komposthaufen haelt und dadurch Bio-Tonne spart.
Was allerdings *nicht* auf den Kompost gehoert ist:
- Fleisch
das lockt Ratten an.
- Suedfruechte
die koennen hiesige Kompostiertiere nicht verwerten
Einige behaupten auch, man soll nichts Gekochtes drauf tun - kann ich nix
zu sagen.
Ansonsten geht normaler Kuechen-Bio-Abfall gerade auch auf dem Land oft
auf einen Komposthaufen, der wird dann alle ein bis zwei Jahre neu
angefangen und der alte irgendwann gesiebt (dann ist schon alles zu Erde
zersetzt). Ich kenn niemanden, bei dem das nicht geklappt haette
(vorausgesetzt die Umgebung stimmt und die Grundregeln waren eingehalten)
Und eine gute Blumenerde gibt das auch noch (allerdings fuer manche
Pflanzen etwas sehr nahrhaft, dann eventuell auflockern und strecken)
neko
--
Simone Demmel *** ne...@greenie.muc.de *** http://greenie.muc.de/~neko/
Wir sammeln hier alle Küchenabfälle incl. Fleischreste in einer
ausgedienten 50 l-Mülltonne vor und geben den Inhalt gelegent-
lich auf den Kompost, und zwar immer dann, wenn weiteres pflanz-
liches Material zur ausreichenden Abdeckung zur Verfügung steht.
Zumindest bei uns lockt das keine Ratten an.
> - Suedfruechte
> die koennen hiesige Kompostiertiere nicht verwerten
Das hat wohl eher mit den behandelten Schalen von Zitrusfrüchten
zu tun als den Fähigkeiten hiesiger Kompostbewohner. Unbehandelte
Zitronenschalen wie auch andere Südfrüchte (Bananen, Ananas,
Melonen z.B.) sind nämlich ebenso schnell zerlegt wie heimische
Obstreste. Orangenschalen und behandelte Zitronenschalen habe ich
dagegen noch nach zwei Jahren wie "Neu" im Kompost gefunden.
Gruß - Wolfgang
--
*** Don't Call Us, We'll Call You ***
*** Thu, 10 Jun 1999 06:55 +0200 ***
Gruß Klaus
> Soviel ich weiß mögen Ratten das recht gerne.
Ach deshalb - dann liege ich ja mit meiner Vorkompostierung von
Küchenabfällen im geschlossenen Thermokomposter richtig, das habe ich
auch wegen der Wühlmäuse begonnen. Wenn die Küchenabfälle dort heraus
kommen, dann machen die auch einer Ratte mit Sicherheit keinen Spaß
mehr - selbst die alten Kartoffeln keimen dann nicht mehr, sondern
sind unkenntlich geworden.
Meine Tonne ist zwar schwarz (die erwärmen sich zusätzlich besser
durchs Sonnenlicht) und seine grün - aber Tonne ist Tonne.
Grüße
Bernhard
In article <VA.000018b...@doppio.broeker.com>, Wolfgang Broeker wrote:
>Wir sammeln hier alle Küchenabfälle incl. Fleischreste in einer
>ausgedienten 50 l-Mülltonne vor und geben den Inhalt gelegent-
>lich auf den Kompost, und zwar immer dann, wenn weiteres pflanz-
>liches Material zur ausreichenden Abdeckung zur Verfügung steht.
>Zumindest bei uns lockt das keine Ratten an.
Klingt gut, wahrscheinlich ist das der Trick: abdecken. Geht halt nicht
immer und ueberall und landet somit in Broschueren als don't do.
>Obstreste. Orangenschalen und behandelte Zitronenschalen habe ich
>dagegen noch nach zwei Jahren wie "Neu" im Kompost gefunden.
Ja, das war da wohl auch eher gemeint.
Die Sachen hatte ich in einem unserer Bio-Kompost-Broschueren gefunden,
die entweder von der Stadt oder vom OBI waren - ich weiss es nicht mehr.
Ich kompostiere schon seit einigen Jahren, auch gekochte Essensreste, auch
Fleischabfälle roh und gekocht, auch Reste von Katzenfutter (was immer da
drin
sein mag), aber solche Sachen nur in der Plastik-Komposttonne mit Deckel.
Johanna
> >Warum soll man keine gekochten Küchenabfälle in den Kompost
Wie kommen die nun in den Schnellkomposter, um den es geht?
Sind die so intelligent, daß sie sich eine Leiter bauen und dann den
Deckel oben erst auf und hinter sich wieder zu machen?
Und warum essen Ratten kein rohes Gemüse?
Grüße
Bernhard
> - Suedfruechte
> die koennen hiesige Kompostiertiere nicht verwerten
Nein. Allerdings habe viele Schalen wohl
Pilzhemmer etc. die den Kompost belasten oder die Zersetzung
behindern. Grundsätzlich wird alles weggeschafft. Südfrüchte schafft
der Kompost Südfrüchte.
> Einige behaupten auch, man soll nichts Gekochtes drauf tun - kann ich nix
> zu sagen.
Das ist schon Ok, was die Verwertbarkeit angeht.
>. Orangenschalen und behandelte Zitronenschalen habe ich
> dagegen noch nach zwei Jahren wie "Neu" im Kompost gefunden.
Das kann aber nicht an den Schalen liegen. Ich habe noch nie
behandelte Schalen wiedergefunden. Vielleicht liegt es eher an der
Qualität des Kompostes?
Wen würde eigentlich eine Ratte am Kompost stören, wenn es denn tatsächlich
welche anlocken _würde_...ich habe noch keine gesehen...
Und selbst wenn...
Wem tun sie denn was ?
Die Zeiten, daß mensch Angst vor durch Ratten übertragene Krankheiten hat,
sind doch wohl (hoffentliche) vorbei ?!
Jennifer
> Johanna
>
>
>
Mein Kompost ist ISO 9000-zertifiziert.
SCNR - Wolfgang
--
*** Don't Call Us, We'll Call You ***
*** Fri, 11 Jun 1999 17:06 +0200 ***
> Wen würde eigentlich eine Ratte am Kompost stören, wenn es denn tatsächlich
> welche anlocken _würde_...ich habe noch keine gesehen...
> Und selbst wenn...
> Wem tun sie denn was ?
Tja, das Problem ist die Vermehrung, sie wehren sich auch mal gegen
Menschen und übertragen Krankheiten. Ich selbst habe damit aber auch
keine Probleme gehabt. Ein großes Problem ist es sicher
nicht. Obgleich ich schon mal eine Sendung gesehen habe, in der
beschrieben wurde, das sich (v.a. wohl um Münster herum) Ratten extrem
vermehren- Problematisch ist es wohl, wenn sie ein Getreidespeicher
rankommen und somit die Kranmkheitserreger auch. Und sie beißen wohl
auch Kanalarbeiter. ;-)
> Die Zeiten, daß mensch Angst vor durch Ratten übertragene Krankheiten hat,
> sind doch wohl (hoffentliche) vorbei ?!
Ja, weil man sie eingedämmt hat. Und die Gefahren kennt.
Jennifer Fleitmann schrieb in Nachricht <7jqhmk$2sc$3...@news00.btx.dtag.de>...
>
>Johanna Ostermann <JoJ...@T-Online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
>7jop21$abp$1...@news01.btx.dtag.de...
>[...]
>> >> das lockt Ratten an.
>>>
>> >[...]bei uns lockt das keine Ratten an.
>Wen würde eigentlich eine Ratte am Kompost stören, wenn es denn tatsächlich
>welche anlocken _würde_...ich habe noch keine gesehen...
Hier bei uns sieht man gelegentlich eine
Das Problem ist, daß es nicht lange bei einer bleibt. Die Biester sind sehr
Vermehrungsfreudig.
>Wem tun sie denn was ?
>Die Zeiten, daß mensch Angst vor durch Ratten übertragene Krankheiten hat,
>sind doch wohl (hoffentliche) vorbei ?!
>
Nun die wilden Ratten sind heute noch genauso Krankheitsüberträger wie
früher.
Nur Dank der besseren Hyiene passiert nur noch in Elendsvierteln etwas.
(Die Pest voe ein paar Jahren in Indien z.B.)
Angelika
In article <7jqhmk$2sc$3...@news00.btx.dtag.de>, Jennifer Fleitmann wrote:
>Wen würde eigentlich eine Ratte am Kompost stören, wenn es denn tatsächlich
>welche anlocken _würde_...ich habe noch keine gesehen...
>Und selbst wenn...
Tut es angeblich, auf langjaehrigen Erfahrungsberichten. Aber wenn die
Abfalltonne abdeckbar ist, kommen sie nicht ran - es wird trotzdem heute
noch geraten kein Fleisch in der Biotonne oder gar auf dem Kompost zu
versenken.
>Wem tun sie denn was ?
Eine ist kein Problem, viele sind ein hygienisches Problem. Ratten sind
Uebertraeger von Krankheiten und vor allem Seuchen (die Pest wurde z.B.
von Ratten - oder Besser Floehen auf Ratten - uebertragen). In Staedten
und dicht besiedelten Gebieten (wozu Deutschland nun mal an den meisten
Stellen zaehlt) hat man dann halt das Problem mittelalterlicher Staedte:
gammelnder Abfall (das tut er nun mal auf dem Kompost), Menschen, Ratten,
Krankheitserreger auf einem Haufen - das packt das menschliche
Immunsystem nicht - nicht mal mit Uebung.
Und davor werden sich viele auch noch sehr lange fuerchten. (Ob jetzt
beguendet oder nicht, kann ich nicht sagen)
>Die Zeiten, daß mensch Angst vor durch Ratten übertragene Krankheiten hat,
>sind doch wohl (hoffentliche) vorbei ?!
Nein, sind sie nicht. Es gibt auch heute noch viele in Europa
ausgerotteter Seuchen, die sich auf eben diese Art und Weise hin und
wieder verbreiten und regionale Katastrophen verursachen. (Indien, Afrika
und Suedamerika - da habe ich vor einiger Zeit mal was gelesen)
neko
PS: ich plaediere deswegen natuerlich noch lange nicht fuer die
Abschaffung diverser einzelner Schmusetierchen - man kann die Angst auch
uebertreiben und das Umfeld muss stimmen. Ein regelmaessig gereinigter
Kaefig und eine Ratte, die sich nichts einfangen kann, sind kein Grund zur
Aufregung.
PPS: vielleicht haetten Ratten eine Atombombe uebertragen sollen oder
sowas, dann haetten wir diesbezueglich keine Probleme mehr.
f'up2 de.rec.tiere.ratten
f'up2 de.rec.tiere.ratten
>f'up2 de.rec.tiere.ratten
wo?
> > Das kann aber nicht an den Schalen liegen. Ich habe
> > noch nie behandelte Schalen wiedergefunden. Vielleicht
> > liegt es eher an der Qualitaet des Kompostes?
> Mein Kompost ist ISO 9000-zertifiziert.
Seit vielen Jahren kompostiere ich alles was irgendwie
organisch ist in einer Holzkiste, auch Wurmkiste genannt.
Sowohl gekochtes, ungekochtes, Zuckerhaltiges, Suedfruechte,
un,- behandeltes, Fleisch und selbst umgekommene Lebensmittel.
Ich habe noch nie irgendwas wiedergefunden, bis die Materialien
die sich letzlich als Plastik entpuppten. Langfristig sind nur
dicke und harte Schalen von Nuessen (ausser Erdnuesse, die gehen
schon besser um) oder kleinere Aeste, die ich zur Auflockerung
hineingebe.
Die einzigsten unangenehmen Mitbewohner in so einer Kiste sind
die Tagesfliegen, die aber wenn das kompostieren richtig gemacht
wird, kaum ins Gewicht fallen. Ich hatte die Kiste eine Zeitlang
in der Wohnung stehen und nun im Keller,
So eine Kistenladung brauch ihr 3/4 Jahr um zu Blumenerde zu
werden, dann noch mit Sand oder Gartenerde gestreckt, ergibt es
beste Blumenerde. Mit oder ohne behandelte Suedfruchte. Ich denke
bei dem was heute so alles im Essen drin ist, sind behandelte
Suedfruechte nicht schlimmer als andere Lebensmittel.
Wie sieht denn so eine ISO-Zertifiezierung aus, nach welche
Angaben wird gemessen ?
Gruss Volker
## CrossPoint v3.11 R ##
Wilde Ratten können - genauso wie wildlbende Igel, Füchse,Tauben usw.
Krankheiten übertragen.
Nur ist a) der Ruf der andern Tiere besser und
b) die meisten anderen Tiere wagen sich nicht so _nah_ an den Menschen heran
und genau deswegen können Krankheiten von Ratte auf Mensch (so die Ratte
erkrankt ist) übertragen werden.
Rattige Haustiere leben eher in der Gefahr, daß der mit Keimen von außen in
Kontakt kommende Mensch _sie_ infiziert, als daß sie den Menschen infizieren
könnten. Logisch, oder?
Wer für Ratten freßbare Küchenabfälle (Ratten fressen alles, was ein Mensch
auch essen könnte - Körner, Fleisch, Gemüse, Obst, Nudeln, Reis usw.) auf
den Kompost wirft, darf sich nicht darüber wundern, wenn eine Rattenfamilie
das als Einladung zum Bleiben auffaßt und sich im Garten hgäuslich
niederläßt.
Fleisch soll man sowieso nicht auf den Kompost werfen, weil es - in großen
Mengen - nicht verrottet, sondern verwest: mit weniger Luftsauerstoff sind
die Abbauprozesse anders.
Vermehren tun sich Ratten wie alle Beutetiere in recht großer Anzahl um den
Verlust durch Beutegreifer und Hungerperioden auszugleichen.
Die Pest kommt _endemisch_ (stets, auf ein bstimmtes Gebiet begrenzt) in
Vorderasien und u.a. auch in verschiedenen Teilen der USA vor. Jährlich
infizieren dort Haustiere wie Hunde und Katzen über mitgebrachte Parasiten
oder Schmier - oder Tröpfcheninfektion von höhlenbewohnenden Nagern mit der
Pest und übertragen diese auf ihre Besitzer.
Der Pest_epidemie_ in Indien ging ein Erdbeben mit tausenden unbestatteten
Toten, die verschüttet waren, voraus. Dann folgte aufgrund des gestiegenden
"Nahrungsangebotes" eine Rattenschwemme - und in diese Rattenpopulation
brach die Pest ein (übertragen von anderen höhlenbewohnenen Nagern - es gibt
über 50 verschiedene Tiere, die an der Pest erkranken können) und ein paar
wenige Menschen wurden mit der Pest infiziert. Pest ist mit einem der
allerbilligsten auf dem Markt erhältlichen Antibiotika gut und zuverlässig
therapierbar.
In anderen Ländern gibt es übrigens statt der hier gesetzlich geregelten
Rattenbekämpfung eine Strategie der Rattenvermeidung: Lagerhäuser mit
Getreide o.ä. sind z.B. _nicht_ ebenerdig zu begehen, sondern der Eingang
ist mindestens einen meter hoch. Der Putz an den Wänden darf bis zu dieser
Höhe weder rauh (z.B. Strukturputz) oder zerstört sein, in der Wand sind
Metallelemente eingearbetet, die ein Durchnagen durch die Wand verhindern.
Aber so weit sind wir leider hier in D'land noch lange nicht. 8-(
Noch Fragen? ;-)
--
So lonG!
FeliX
Redaktion RattGeber - die Mitgliederzeitschrift des
Vereins der Rattenliebhaber und -züchter in Deutschland (VdRD) e.V.
Ich hatte SCNR = Sorry, couldn't resist daruntergeschrieben.
Entschuldige also bitte mein dummes Geschwätz, aber Thilos
Qualitätsargument konnte ich wirklich nicht widerstehen.
Zur Sache: Ich kompostiere auch alles Organische aus dem
Haushalt, bis eben auf Schalen von Zitrusfrüchten und übri-
gens auch Eierschalen. Im Sommer ist nach wenigen Tagen aus
dem vorgesammelten Abfall ein Riesenknäuel Eisenia foetida
geworden, und nach 2 Monaten sind die Strukturen des Mate-
rials nicht mehr erkennbar. Letzteres gilt - zumindest in
früheren Zeiten, ich kompostiere seit knapp 20 Jahren in
eigenen Gärten - nicht für behandelte Zitronenschalen. Mag
sein, daß das inzwischen besser geworden ist, aber mir
widerstrebt es trotzdem, organische Bestandteile, die anti-
mikrobiell behandelt wurden, in den Kompost zu geben, der
in der Hauptsache auf der Tätigkeit von Bakterien, Pilzen,
Algen u.ä. Kleinorganismen beruht.
Gruß - Wolfgang
--
*** Don't Call Us, We'll Call You ***
*** Sun, 13 Jun 1999 11:46 +0200 ***
Wie definierst Du "verwesen" im Unterschied zu "verrotten",
anaerob vs. aerob oder wie?
Gruß - Wolfgang
--
*** Don't Call Us, We'll Call You ***
*** Sun, 13 Jun 1999 12:02 +0200 ***
> f'up2 de.rec.tiere.ratten
Dies ist aber kein Thread über Ratten als Haustiere.
Nein, aber mir fehlten leider die richtigen Argumente in Bezug auf
Krankheitsübertragung.
Ich dachte halt an die Rattenexperten in der Ratten-NG.
Außerdem bin ich grundsätzlich der Meinung, daß crossposten mitunter eine
Diskussion beleben kann.
Jennifer
> >Wem tun sie denn was ?
>
> Eine ist kein Problem, viele sind ein hygienisches
> Problem. Ratten sind Uebertraeger von Krankheiten und vor
> allem Seuchen (die Pest wurde z.B. von Ratten - oder
> Besser Floehen auf Ratten - uebertragen). In Staedten und
> dicht besiedelten Gebieten (wozu Deutschland nun mal an
> den meisten Stellen zaehlt) hat man dann halt das Problem
> mittelalterlicher Staedte: gammelnder Abfall (das tut er
> nun mal auf dem Kompost), Menschen, Ratten,
> Krankheitserreger auf einem Haufen - das packt das
> menschliche Immunsystem nicht - nicht mal mit Uebung.
Die Ausbreitung von solchen Seuchen lag nicht an den Ratten,
sondern an sondern an der mangelden Hygienesituation,
in den Seuchengebieten schmiss man alles durch die Gegend, und
nicht auf Haufen, schon gar nicht auf Komposthaufen, die kannte man
vermutlich ueberhaupt noch nicht (in Europa) es wahr auch kein
bedarf daran dar. Dazu kam das durch die Holzbauweise, die Ratten
sich wesentlich besser bewegen konnten, und so Erreger weiter
transportieren konnten.
Was solche Slumsgebiete oder aehnliches
angeht, die sind wahrcheinlich genauso aus Holz gebaut, wie
fruehere Zeiten also koennen sich Erreger auch besser verteilen,
dazu das unhygienische Verhalten der Menschen.
Kompost gammelt nicht, kann er gar nicht, wenn es halbwegs richtig
gemacht wird.
Gruss Volker
:-)
> Unsere Vormieter haben uns so eine "huebsche" gruene Tonne,
> die sich wohl Schnellkomposter nennt, dagelassen.
> Eigentlich hielt ich das Ding fuer eine ganz gute Sache,
...
Ich nehme an du bist blutiger Kompostieranfaenger ?!
Dann las doch erstmal die Finger von den Kompostieren von Rasenschnitt,
denn diese Material ist immer sehr feucht, auch wenn es trocken aussieht,
es zieht feuchtigkeit ohne Ende an.
Dadurch das es feucht ist, kann ueberhaupt kein Luftaustausch passieren,
dieser Luftaustausch ist aber dringend vonnoeten, bei der stofflichen
Umsetzung von organischen Stoffen. Du kannst allenfalls kleine Mengen
Rasen kompostieren, am besten mit viel Schnittgut und dickeren Aesten,
oder was auch gut ist, Rasenschnitt leicht untergraben in dem Garten.
Damit foerderst du am besten die Bodenlebewesen.
Wichtig beim kompostieren ist der Luftaustauch und moeglichst viele
verschiedene Materialien, es ist egal welche, nur nicht einseitig
fuellen.
Was die sogenannten Kompostierhilfen oder K.starter angeht,
es gibt m.E. nur zwei vernuenftige Hilfen beim Kompostieren.
Gar nichts beitun,
oder
immer mal wieder Hornmehl beimischen.
Mehr brauch nicht zu sein.
Solange Luft im Kompost ist, koennen die kleinen Tierchen, Bakterien
Flechten und Pilze gut arbeiten, wenn nicht ensteht schnell eine
chemische Reaktion die Faulgase entstehen lassen. Wie in dein
Rasenschnitt. Es gibt Spezialisten die koennen Rasen ohne Probleme
verroten lassen, ich denke das aber keiner von ihnen dies mit groesseren
Mengen in Tonnen macht.
Als Abhilfe kann ich dir nur Raten, nimm wesentlich weniger
Rasenschnitt und mehr andere Materialien, auch Fleisch und gekochtes.
Eine solche dicht gehaltene Komposttonne arbeitet, wenn es eben nicht
zu nass wird, wie ein natuerlicher Komposthaufen. Den Rest Rasensch.
lass auf den Rasen selber liegen oder lagere den auf kleineren Haufen
am Rande, dort kann er vorverrotten, und er kann dann stueckchenweise
nach und nach in die Tonne wandern, diesen nur nicht nass werden
lassen. Du wirst sehen, das funktioniert wesentlich besser.
Jede Tonne brauch auch Bodenanschluss, wichtig damit die Wuermer und
all die anderen Lebewesen sich auch mal zurueckziehen bzw,
in die Tonne einwandern koennen.
P.S. Es gibt im eigentlichen Sinne kein "natuerlichen" Komposthaufen,
es ist eher ein kultivierter Platz (Haufen) wo Organisches umgewandelt
wird. Die Verrottung in der Natur selber, funktioniert eher
flaeschendeckend, nicht Haufenweise.
Gruss Volker
>
> >Warum soll man keine gekochten Kuechenabfaelle in den
> >Kompost tun?
> Weil man sich damit nicht nur die Nuetzlinge ranholt,
> sondern auch anderes Getier z.B. Ratten.
Seit fuenf Jahren kompostiere ich, nichts von dem
Getier ist aber gekommen.
> > Warum soll man keine gekochten Küchenabfälle in den Kompost tun?
>
> Weil das angeblich die Wanderratte besonders mag und sie ist kein so
> begehrter Haus- oder Gartengenosse.
Was mich betrifft so wuesste ich nicht, was ich gegen rattige
Nachbarschaft haben sollte. Mit den Abfaellen wuerde ich es nicht
uebertreiben wollen, aber .... was tun Wanderratten denn so boeses? Was
tun sie was andere Tiere nicht auch tun (wuerden)?
> Weil man sich damit nicht nur die Nützlinge ranholt, sondern auch anderes
> Getier z.B. Ratten.
Das finde ich sehr seltsam: In unserere schoenen Fauna gibt es also
'Nuetzlinge und Rattengetier'? Ich dachte eigentlich immer, dass es
Lebensgemeinschaften, -> Tierarten, -gattungen, -familien,
-ueberfamilien .... usw-usf. gibt
> Bevor der obligatorische Hinweis auf Ratten kommt: Dieser
> Thread dreht sich um eine Tonne.
'Er drehTE' sich mal ... Bevor der obligatorische Hinweis kommt: 'Es
gibt auf unserer schoenen Erde natuerlich genau 2 Tierarten: Schaedlinge
und Tiere'.
Jennifer Fleitmann schrieb:
> Wen würde eigentlich eine Ratte am Kompost stören,
Mich nicht!
> Und selbst wenn... Wem tun sie denn was ?
Weiss ich nicht. Ich denke manch Raettlein kommt und bleibt 'ne Weile,
weil es im reaktionsfreudigen Kompostinnenleben so schoen warm bleibt
waehrend der kalten Jahreszeiten. Meinen Kompost hielt ich immer schoen
trocken eine Tonne hatte ich nicht. Leider ist es lange her, dass (m)ein
kleiner rattiger Clan dort wohnte. Ich hatte damals den Eindruck, sie
ueberwinterten da drinnen. Im darauffolgenden Fruehling zog der kleine
Clan aus. Schoene aber sehr scheue Tiere. Mir waren sie allemal lieber
als all die Katzenschisse.
--
Gruss
Murgel Murks
> Wie definierst Du "verwesen" im Unterschied zu "verrotten",
> anaerob vs. aerob oder wie?
Verwesung und Faeulnis sind m.E. _nicht_ strikt in aerobe
(Vorhandensein von Sauerstoff) oder anaerobe (ohne Vorh. bzw.
ohne Verbr. von Sauerstoff) Prozesse unterteilbar. Ich weiss,
dieser Fehler bzw. dieser Versuch wird oft gemacht.
Reaktionsprodukte wie Ammoniak, CO2, Wasser, Nitrate, Sulfate
benoetigen letztendlich sowohl ... als auch .... Es findet also
beides statt!
Was die uebliche Kompostierung betrifft, so bleibt diese ein vorwiegend
aerober Prozess, welcher fuer gewoehnlich nicht unter Luftabschluss
ablaeuft. Die Gasbilanz zeigt das auch sehr schoen, es entsteht
naemlich deutlich mehr CO2 als bspw. Methan. Und die
Reaktionstemperaturen im Kompost zeigen auch mehr auf einen aeroben
Prozess.
Wenn ich will dann kann ich natuerlich auch anaerob 'kompostieren'.
Aber dann steckt die Enthalpie deutlich im Abbauprodukt Methan. Hat
mensch dann auch eher so etwas wie einen Biogasreaktor mit Hydrolyse
und so im Garten :-)
Ich hoffe ich konnte etwas helfen.
--
Gruss
M.Ortmann
Du meinst wahrscheinlich, es _war_ kein Thread ueber Ratten bzw. es
sollte keiner werden. Nun ist es aber einer geworden.
Marlies Ortmann wrote:
> Was mich betrifft so wuesste ich nicht, was ich gegen rattige
> Nachbarschaft haben sollte. Mit den Abfaellen wuerde ich es nicht
> uebertreiben wollen, aber .... was tun Wanderratten denn so boeses? Was
> tun sie was andere Tiere nicht auch tun (wuerden)?
Ich bin auch kein Rattenspezialist, habe mich aber belehren lassen, daß die
Wanderratte, im Gegensatz zu der als aussterbende Art geltende Hausratte,
extrem anpassungsfähig in menschlichern 'Zivilisationsgebieten' ist und
sich da unkontrolliert vermehren kann, weil es da keine ernstzunehmenden
natürlichen Feinde gibt.
Natürlich kann man sich fragen, wie das aus Sicht der Wanderratten mit den
Menschen aussieht ;-)
Gruß
Jochen
Ich kann es nicht leugnen.
Aber vielen Dank an alle für die zahlreichen Infos und Hinweise.
Gruß
Stefan
Du tippeltest am 09.06.99 zum Thema: Re: Küchenabfälle
> - Suedfruechte
> die koennen hiesige Kompostiertiere nicht verwerten
Zumal wenn die Schalen noch einiges an Pestiziden enthalten?
Ende der Mehl
Berthold
>
>vi...@alternativ.net (Thilo Pfennig ) meinte am 09.06.99 im Brett /DE/
>REC/GARTEN zum Thema "K³chenabfõlle":
>
>> Soviel ich weiß mögen Ratten das recht gerne.
>
>Ach deshalb - dann liege ich ja mit meiner Vorkompostierung von
>Küchenabfällen im geschlossenen Thermokomposter richtig, das habe ich
>auch wegen der Wühlmäuse begonnen. Wenn die Küchenabfälle dort heraus
>kommen, dann machen die auch einer Ratte mit Sicherheit keinen Spaß
>mehr - selbst die alten Kartoffeln keimen dann nicht mehr, sondern
>sind unkenntlich geworden.
Uns hat die Verbraucherberatung bei den "Komposttagen" geraten, den
Komposter auf ein Gitter oder so zu setzen: Kleinlebewesen, Wuermer
etc koennen durch, Maeuse, Ratten usw nicht. Die kommen naemlich
gegebenenfalls auch von unten rein.
Da der "Vorgaenger" unseres Thermokomposters so ein Geviert aus
Gittern war habe ich 2 davon gleich als Unterlage umfunktioniert. Geht
prima!
Gruß, Claudia
Du tippeltest am 11.06.99 zum Thema: Re: Küchenabfälle
> Mein Kompost ist ISO 9000-zertifiziert.
Dann hat also jedes Tier darin eines Vertreter und alle Vorgänge sind
schriftlich fixiert.
Ende der Mehl
Berthold