Offene Holzkisten finde ich recht ansprechend, befürchte aber Gestank
und Fliegenbefall, da der Anteil an Küchenabfall den größten Teil
ausmachen wird. Außerdem müßten wir aufgrund von Patzmangel den Kompost
angrenzend an die Garagenauffahrt des Nachbarn plazieren..,
Also doch ein verschlossener (Thermo-)Komposter? Braucht man dabei
unbedingt dieses Pülverchen, das die Zersetzung beschleunigt?
Reicht so ein Ding vom Platz her überhaupt? Wenn ich mir vorstelle, was
wir an kompostfähigen Abfällen so zusammenbringen, kommt mir das erstmal
sehr voluminös vor...
Geht das Kompostieren überhaupt, wenn nur ab und zu ein wenig
Rasenschnitt dazukommt und der Rest aus der Küche stammt?
Außerdem war ich bisher bei meiner Suche nach einem guten
Kompost-Einstieg leider nicht erfolgreich. Was sind absolute No-nos in
einem Kompost (gibt es Schalen, Früchte, Gemüse, das sich kaum oder viel
zu langsam zersetzt?)? Wie klein muß man das Zeug schneiden? Müßte man
nicht besser mindestens 2 Kisten anlegen? (Platzproblem!) Wie fängt man an?
Ich wäre also sehr dankbar über einen guten link zu einer brauchbaren
Kompost-Hilfe :-)
Beste Grüße
Mervi
Hallo
keine Sorge, nur wilde Abfallhaufen stinken und ziehen Fliegen an,
Komposthaufen belästigen niemanden wenn man sie richtig anlegt.
Außerdem müßten wir aufgrund von Patzmangel den Kompost
> angrenzend an die Garagenauffahrt des Nachbarn plazieren..,
> Also doch ein verschlossener (Thermo-)Komposter? Braucht man dabei
> unbedingt dieses Pülverchen, das die Zersetzung beschleunigt?
Bei Platzknappheit sind die Thermokomposter tatsächlich die bessere
Lösung. Diesen Beschleuniger braucht man aber tatsächlich, zu schnell
fault und schimmelt es sonst statt zu verrotten. Wichtig: einen guten
Behälter, besser gleich zwei kaufen. Die Billigdinger verziehen sich
schnell und werden nach 1-2 Jahren selbst zu teuer zu entsorgenem
Abfall. (Sperrmüll)
> Außerdem war ich bisher bei meiner Suche nach einem guten
> Kompost-Einstieg leider nicht erfolgreich. Was sind absolute No-nos in
> einem Kompost (gibt es Schalen, Früchte, Gemüse, das sich kaum oder viel
> zu langsam zersetzt?)?
Schalen von Zitrisfrüchten gehören nicht in einen Kompost. Selbst wenn
sie von ungespritzen Bio-Obst kommen, sie schimmeln und geben dabei üble
Gifte ab, verhindern auch das schnelle Verrotten des anderen Materials.
Wie klein muß man das Zeug schneiden? Müßte man
> nicht besser mindestens 2 Kisten anlegen? (Platzproblem!) Wie fängt man an?
Ja, besser 2, erst den einen füllen, dann den nächsten beginnen.
gh
--
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Biete: Synthesizer - Module: Formant Pro (MSS 2000)
mehr dazu auf der Website unter "Flohmarkt"
------- Iiihmäils an: lutz_ad_cyborgs_punkt_de ----------
Gruß auch!
Und kurzgeschnittene Ästchen nicht vergessen, sind wichtig zum lüften.
Gottfried
Thomas hat ja schon auf das Diskussionspotential von Kompost hingewiesen.
Meine Familie gehört zu denen, die fast alles drauftun, inklusive größerer
Mengen an Zitrusschalen, auch gespritzte, (ausgerechnet im Winter, wo
weniger Grünzeug anfällt...), inklusive gekochten Kartoffeln und
verschimmeltem Brot, zeitweise sogar Zeitungen ('Einstreu' beim in Pflege
genommenen Igel). Nur Speisereste tierischen Ursprungs nicht (also kein
Fleisch, keine Knochen).
Als einen Grund für die problemlose Verrottung vermute ich den
Doppelverschlag, also zwei Komposte nebeneinander, nur von Latten getrennt.
So können Regenwürmer und Mikroorganismen immer von älteren in den aktiven
Kompost rüberwechseln.
Ratten leben dort nicht. Einer der Gründe, warum ich mir da sicher bin, ist,
dass oft Brandmäuse im Kompost leben, und mit denen hätten die Ratten
vermutlich kurzen Prozess gemacht. Die Mäuse leben übrigens eh in unserem
Garten, ob nun auf dem Kompost oder nicht.
Bye,
Robert
Hallo,
>Unser Kompost hat sich nie durch Gestank bemerkbar gemacht.
>Obst-/Gemüseabfälle machen dort aber eh den kleineren Teil aus, das meiste
>ist Unkraut, Staudenschnitt, etwas Laub, Rasenschnitt, alte Erde aus
>Blumenkästen etc..
tja, das ist ja dann ein "richtiger Kompost", der sich durch die
Vielfalt der Struktur der aufgebrachten organischen Materialien
auszeichnet.
Ein "Kompost" ist aber keine Entsorgungsstation für Küchenabfälle,
egal ob für einen Vier- oder Zehn-Personenhaushalt.
Je mehr Reste da anfallen, um so mehr Grobmaterial muss zugemischt
werden und zwar so, dass es deutlich überwiegt. Sonst stinkt's und
kann nicht anders.
>Als einen Grund für die problemlose Verrottung vermute ich den
>Doppelverschlag, also zwei Komposte nebeneinander, nur von Latten getrennt.
>So können Regenwürmer und Mikroorganismen immer von älteren in den aktiven
>Kompost rüberwechseln.
Wenn das aufgebrachte Material Bodenkontakt hat, muss man sich um
Zuwanderung und Abwanderung von Würmern, Asseln usw. und von
Mikroorganismen nicht weiter kümmern.
Nur sollte sich jeder klar darüber sein, dass die Biotonne für
Küchenabfälle so ziemlich das Gegenteil von Kompost ist, weil zu nass,
zu dicht, zu stickstoffreich und viel zu anaerob. Kompost soll nicht
verfaulen, sondern verrotten und dazu muss überall ausreichend Luft
ran kommen, bis innen rein.
Küchabfälle ohne zusätzliche lockernde, holzige Materialien rotten
nicht, sondern sie faulen und stinken. Sonst wäre, wie gesagt, auch
die Biotonne, in der sich gewöhnlich eine Pampepfütze am Boden sammelt
und die herzhaft vor sich hin stinkt, auch ein Kompostbehälter.
Küchenabfälle werden, ebenso wie Rasen, für sich alleine kein Kompost,
auch dann nicht, wenn man sie in einen Thermokomposter wirft oder
ihnen eine noch so schöne Kompostlege baut.
Beste Grüße G e r h a r d
hi Mervi
> ich würde gern einen Kompost anlegen, um meine Küchenabfälle zu
> verwerten. (4köpfige Familie mit reichlich Obst- und Gemüse-Abfällen).
> Unser Garten ist mit max 100 qm, die bis auf Rasen noch nicht großartig
> bepflanzt sind, nicht unbedingt der größte Material-Lieferant dabei...
>
> Offene Holzkisten finde ich recht ansprechend, befürchte aber Gestank
> und Fliegenbefall, da der Anteil an Küchenabfall den größten Teil
> ausmachen wird. Außerdem müßten wir aufgrund von Patzmangel den Kompost
> angrenzend an die Garagenauffahrt des Nachbarn plazieren..,
> Also doch ein verschlossener (Thermo-)Komposter? Braucht man dabei
> unbedingt dieses Pülverchen, das die Zersetzung beschleunigt?
Schon mal über einen Wurmkomposter nachgedacht?
http://www.gwa-online.de/www/html/pdf/falt/wurmkiste.pdf
http://www.agenda21-dessau.de/umweltgarten/umwelt/wurmwk.htm
Im Winter haben wir, und der Kiga, eine Kiste im Haus.
Gestank gibt es da nicht.
Für den Garten habe ich:
http://www.nua.nrw.de/nua/var/www/oeffentl/publikat/pdfs/infoblaetter/nr_03.pdf
Der in der Erde eingelassene Wurmwanderkiste.
Mein Nachbar hat das mit drei Mülltonnen gemacht.
Beides klappt sehr gut.
Gruss Frank
--
Neuer Tchibo Rückruf
http://www.maexchen1.de/
Hallo,
>Schon mal über einen Wurmkomposter nachgedacht?
>http://www.gwa-online.de/www/html/pdf/falt/wurmkiste.pdf
>http://www.agenda21-dessau.de/umweltgarten/umwelt/wurmwk.htm
>Im Winter haben wir, und der Kiga, eine Kiste im Haus.
>Gestank gibt es da nicht.
>
>Für den Garten habe ich:
>http://www.nua.nrw.de/nua/var/www/oeffentl/publikat/pdfs/infoblaetter/nr_03.pdf
>Der in der Erde eingelassene Wurmwanderkiste.
>
>Mein Nachbar hat das mit drei Mülltonnen gemacht.
>Beides klappt sehr gut.
schon seltsam, wie auf diesen "lehrreichen" Seiten die Begriffe
"Regenwürmer" und "Kompostwürmer" scheinbar beliebig verwendet werden.
Meines Erachtens haben Regenwürmer aus der Familie Lumbricidae mit
Kompost überhaupt nichts am Hut.
Wenn schon - zeitweise - Würmer im Kompost sind, dann sind das Rot-
oder Mistwürmer (Eisenia foetida). Aber diese Bezeichnung ist wohl
manchen Menschen zu unfein.
Also wird der "Kompostwurm" erfunden. Kann mir vielleicht einer dessen
botanischen Namen verraten?
Nun muss sich aber niemand auf viele, oft knäuelartig auftretende,
rote Mistwürmer im Kompost groß etwas einbilden, auch wenn er sie
vornehm Kompostwürmer nennt.
Die mistigen Kompostwürmer treten nur in organischen Abfällen auf, die
eher einem anaeroben Misthaufen als einem ordentlichen, aeroben
Kompost nahekommen.
Es gibt sie nämlich nur dort, wo zu wenig Luft hin kann, wo zu wenig
strukturierte Materialien dicht und klitschig aufeinanderliegen.
Wenn man solche Silagen, meist aus zu vielen Küchenabfällen, zu viel
Rasenschnitt oder sonst zu viel unholziger Grünmasse durch besser
strukturierte Kompostschichten vermeidet, treten solche Mistwurmnester
erst gar nicht auf. Und wenn schon: kaum ist die Pampe von den
Mistwürmern umgesetzt, verschwinden sie so schnell, wie sie gekommen
sind.
Die Hauptarbeit im sachgerecht aufgesetzten Kompost leisten immer noch
pilzliche und tierische Mikroorganismen, die übrigens auch dafür
zuständig sind, Grünmasse so weit aufzuschließen, dass sie von den
Mistwürmern überhaupt verwertet werden können. Die beißen nämlich
nicht in ein frisches Kohlrabiblatt, das muss erst von Pilzen und
Bakterien vorzerkaut werden.
Jedenfalls sind die Mistwürmer in einem Kompost überhaupt nicht
notwendig. Richte Rotte geht ganz ohne Würmer, andererseits gibt es
Mistwürmer nicht ohne organische Pampe.
Jedenfalls fällt es schon unter sehr geschäftstüchtig, jemanden
Mistwürmer auch noch gegen Geld als Kompostwürmer anzudrehen.
Duck, und weg. :-)
Gerhard Zahn wrote:
>schon seltsam, wie auf diesen "lehrreichen" Seiten die Begriffe
>"Regenwürmer" und "Kompostwürmer" scheinbar beliebig verwendet werden.
>
>Meines Erachtens haben Regenwürmer aus der Familie Lumbricidae mit
>Kompost überhaupt nichts am Hut.
>
>Wenn schon - zeitweise - Würmer im Kompost sind, dann sind das Rot-
>oder Mistwürmer (Eisenia foetida). Aber diese Bezeichnung ist wohl
>manchen Menschen zu unfein.
>
>Also wird der "Kompostwurm" erfunden. Kann mir vielleicht einer dessen
>botanischen Namen verraten?
Wikipedia behauptet was anderes:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kompostwurm (kurz: der
Kompostwurm/Mistwurm (Eisenia foetida) gehört zur Familie der
heimischen Regenwürmer (Lumbricidae) und ist deren häufigster
Vertreter).
Grusz,
Dirk
>
> http://www.drg-faq.info/bodenkunde/kompost/
Danke für den link. Hilft ein wenig weiter.
>
> Wobei ich noch anmerken möchte, dass Küchenabfälle nur sehr wenig
> anfallen, auch wenn ihr viel Obst esst, das sind letztendlich
> verschwindend gerning Mengen. Achte halt darauf, dass du nichts
> Gekochtes und natürlich kein Fleisch, Käse oder Brot hinein gibst, weil
> es Ratten anlockt.
>
OK, ich hab das dann jetzt mal so angedacht: ich stelle dieses Jahr
erstmal einen einzelnen offenen Kompost auf. Und nächstes Jahr kommt der
zweite dazu.
Offen bleiben bei mir jetzt noch folgende Fragen:
Wie klein muß ich das Zeug in den Kompost werfen? Heute zB hatte ich ein
paar Lauch-Blätter und ganze schrumpelige Möhren, die wir im Kühlschrank
vergessen hatten... Die brauche ich doch nicht noch kleinschneiden, oder?
Dann: was ist mit Nußschalen, Mango- oder Pfirsichkernen usw. Ich
vermute zwar mal, dass man sowas nicht reinwerfen sollte, finde dazu
aber nix Konkretes...
Kaffeesatz hat jemand genannt. Mit Filter? Was ist mit Tee?
> Aber im Garten werden sicher über kurz oder lang auch Abfälle anfallen.
> Den einen oder anderen Strauch werde ihr sicher auch noch pflanzen.
Hoff ich doch :-)
>
> Gruß, Kathinka
Grüße,
Mervi
Lauchblätter oder Möhren habe ich beim Umsetzen noch nie gesehen, die
verschwinden offenbar sowieso schnell.
> Dann: was ist mit Nußschalen, Mango- oder Pfirsichkernen usw. Ich
> vermute zwar mal, dass man sowas nicht reinwerfen sollte, finde dazu
> aber nix Konkretes...
Nussschalen und Steinobstkerne sind beim ersten Umsetzen auf jeden Fall noch
da, wahrscheinlich auch noch später. Aber sie haben noch nie gestört. Die
Komposterde muss (und soll) ja nicht so fein wie Spielsand sein. Würde ich
immer auf den Kompost tun.
> Kaffeesatz hat jemand genannt. Mit Filter? Was ist mit Tee?
Klar mit Filter, und Tee auch. Die überleben keine zwei Monate auf dem
Kompost, sobald sie von weiterem Kompostmaterial überdeckt sind.
>> Aber im Garten werden sicher über kurz oder lang auch Abfälle anfallen.
>> Den einen oder anderen Strauch werde ihr sicher auch noch pflanzen.
>
> Hoff ich doch :-)
Strauchschnitt wird gehäckselt und unter den Sträuchern verteilt.
Ungehäckselte, voll verholzte (also nicht mehr grüne) Zweige verrotten
mitunter eher langsam.
Bye,
Robert
Hallo Dirk,
>>Also wird der "Kompostwurm" erfunden. Kann mir vielleicht einer dessen
>>botanischen Namen verraten?
>Wikipedia behauptet was anderes:
Tja, allerdings wird zunehmend häufig behauptet, dass Wikipedia mit
Vorsicht zu genießen sei. :-(
>http://de.wikipedia.org/wiki/Kompostwurm (kurz: der
>Kompostwurm/Mistwurm (Eisenia foetida) gehört zur Familie der
>heimischen Regenwürmer (Lumbricidae) und ist deren häufigster
>Vertreter).
Also bei Wiki lese ich auch noch folgendes:
"Der Kompostwurm (Eisenia foetida), auch Mistwurm oder Stinkwurm (=
foetida - lat. stinkend) genannt, ist nach dem Tauwurm (Lumbricus
terrestris) die bekannteste und verbreitetste Art der heimischen
Regenwürmer (Lumbricidae)."
Hm, es ist halt in etwa das Gegenteil von systematisch, wenn jemand
die botanische Benamsung in der Systematik schludrig und damit
missverständlich übersetzt:
Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Unterabteilung: Bilateria
Stammgruppe: Urmünder (Protostomia)
Überstamm: Lophotrochozoen (Lophotrochozoa)
Stamm: Ringelwürmer (Annelida)
Klasse: Gürtelwürmer (Clitellata)
Ordnung: Wenigborster (Oligochaeta)
Familie: Lumbricidae
Gattungen u. a.
Eisenia
Lumbricus
Die Familien Lumbricidae mit Regenwürmer zu übersetzen scheint mehr
als voreilig, wenn dann drunter die Gattung Lumbricus mit genau
demselben Namen, nämlich Regenwürmer, übersetzt wird. Namen sollten
auch in der deutschen Bezeichnung eindeutig und "bezeichnend" sein und
nicht durch willkürliche Doppelverwendung Verwirrung stiften.
Wenn schon dann wäre m. E. richtiger
Lumbricidae = Regenwurmartige für die Familie und
Lubricus = Regenwurm für die Gattung zu nehmen, wie es in anderen
Familien-/Gattungsbezeichnungen auch praktiziert wird.
Das führt dann auch nicht zu solchen Verrenkungen, dass an anderer
Stelle der Lumbricus dann zum "eigentlichen Regenwurm" gekürt werden
muss. Derlei Verrenkungen machen aber den Unterscheidungsbedarf
deutlich.
Weiter schreibt jemand zu Eisenia foetida in wiki:
"Wie sein Name bereits sagt, kommt er hauptsächlich in Komposthaufen
vor, da er zum Überleben Erde braucht, die reich an organischem
Material ist. Er besorgt im Komposthaufen die hauptsächliche
Umwandlung der Rotte in fruchtbare Erde."
Schauder:
Seit wann sind die Komposthaufen so schlecht geführt, dass dort der
Mistwurm, getarnt als Kompostwurm, hauptsächlich vorkommt.
Was ist das: "Umwandlung der Rotte"?
Und was hat der Verdauungsvorgang des Mistwurmes mit dem Rottevorgang
gemein?
So frage ich mich weiter, wer die neudeutsche Bezeichnung
"Kompostwurm" erfunden hat, und wann.
In meiner gesamten Literatur finde ich "Kompostwurm" ein einziges Mal
und zwar in einer Garten-Zeitschrift aus 2004. Sinnigerweise geht es
da aber gar nicht um Kompost, sondern um das Packen eines warmen
Frühbeetes mit Mist und das steht:
"Nach erfolgter Wärmeabgabe wird die Mistpackung vom Kompostwurm
(Eisenia foetida) umgesetzt."
So ändern sich die Zeiten. Früher kam der Mistwurm im Mist vor und
auch mal im zu dichten, frischen Kompost. Heute kümmern sich die
Kompostwürmer um den Mist.
Dieser Mist hätte so auch in wiki stehen können. :-)
Ich hoffe, du hast diese Ausführung auch auf die Diskussionsseite des
Regenwurmartikels in der Wikipedia kopiert. Sonst würde ich das machen,
wenn du nichts dagegen hast.
Natürlich wäre es noch besser, wenn du den Artikel direkt überarbeitest. Das
erinnert mich daran, dass ich mich eigentlich schon seit über einem Jahr um
die Überarbeitung des Eintrags über Brombeeren kümmern wollte...
Grüße,
Robert
Hallo,
>Gerhard Zahn wrote:
>[Systematisches]
>
>Ich hoffe, du hast diese Ausführung auch auf die Diskussionsseite des
>Regenwurmartikels in der Wikipedia kopiert. Sonst würde ich das machen,
>wenn du nichts dagegen hast.
da habe ich rein gar nichts dagegen.
Ich selbst schreibe ja oft und viel, wie du hier mitbekommst, aber was
Wiki angeht, habe ich aufgegeben, bevor ich überhaupt angefangen habe.
>Natürlich wäre es noch besser, wenn du den Artikel direkt überarbeitest. Das
>erinnert mich daran, dass ich mich eigentlich schon seit über einem Jahr um
>die Überarbeitung des Eintrags über Brombeeren kümmern wollte...
Du musst mal Artikel lesen zu Sachen, zu denen du bisher zu Recht der
Meinung bist, dass du davon wirklich etwas weißt. Dann werden dir die
Haare zu Berge stehen. Mir ist es bei etlichen Gartenartikeln
jedenfalls so ergangen. So viel kann man gar nicht gerade biegen, wie
da bisweilen Krummes drin steht. :-(
Ich wünsche dir viel Spaß bei der Arbeit im Brombeer-Dickicht. :-)
Nüsse oder deren Schalen würde ich, wegen Nagetieren (aka Ratten) die
das riechen und danach gründeln, nicht auf den Kompost geben. Verotten tun
sie aber, ja Pfirsichkerne auch.
W.
das ist übertrieben. Ratten sind sowieso "überall" und ausgerechnet
wegen ein paar Nusschalen werden die nicht umziehen. Anders sieht es
schon mit Essensresten aus, vor allem Fleisch, Fisch usw.
>> Nüsse oder deren Schalen würde ich, wegen Nagetieren (aka Ratten) die
>> das riechen und danach gründeln, nicht auf den Kompost geben.
> Nüsse wollte niemand auf den Kompost tun. Und warum ich keine
> Nussschalen drauf tun darf, wenn ich eh Nüsse in der Nähe wachsen habe,
Drauftun darfst du alles :) Normalerweise interessieren sich Ratten nicht so
dolle für den Komposthaufen. Nussschalen finden sie aber unwiderstehlich
weil die toll riechen und sie (zu recht) Nüsse vermuten.
Da gehen sie genauer nachsehen was es da leckeres gibt. Muss nicht sein finde
ich. Also ich tu nix drauf was sie mögen, dass sie mal drüberstromern is
ok, aber drin rumbuddeln oder drauf spielen sollen sie nicht.
W.
W.
Das glaube ich nicht. Und ich habe davon bisher auch noch nie gehört.
Nussschalen haben m.E. keinen besonders 'nussigen' Geruch, im Gegenteil:
zwischen den Nussschalen landen meist noch ein paar schimmelige Nüsse, und
das könnte sehr wohl riechen, aber nicht nach Nahrung. Desweiteren müssten
Ratten ja sonst von Nussbäumen und -sträuchern magisch angezogen werden.
Habe ich auch noch nie gehört, gelesen oder beobachtet.
Ratten konnte ich bisher nur in der Stadt beobachten: zwischen den Gleisen
im U-Bahnhof, über die Strasse huschend, im Park, auf dem Schulhof und
damals, als meine Eltern ihr Haus bauten, sind sie unter der Garage
eingezogen.
Aber später auf dem Kompost, oder unter den Nusssträuchern oder sonstwo im
Garten habe ich keine Ratten gesehen. Sehr wohl dagegen: Brandmäuse, Igel,
Füchse, Wildschweine, Katzen, diverse Vögel. (Nur die Mäuse waren auf dem
Kompost, aber die trifft man bei uns in der Gegend sowieso überall an.)
Grüße,
Robert
>Am Fri, 12 Jan 2007 11:23:42 +0100 schrieb Robert Gummi:
>>Gerhard Zahn wrote:
>>[Systematisches]
>>
>>Ich hoffe, du hast diese Ausführung auch auf die Diskussionsseite des
>>Regenwurmartikels in der Wikipedia kopiert. Sonst würde ich das machen,
>>wenn du nichts dagegen hast.
>
>da habe ich rein gar nichts dagegen.
>Ich selbst schreibe ja oft und viel, wie du hier mitbekommst, aber was
>Wiki angeht, habe ich aufgegeben, bevor ich überhaupt angefangen habe.
Geht mir genauso - alle meine Beiträge wurden nach kurzer Zeit
verhunzt (d.h. tw. grobe Fehler eingebaut) - und ich habe keine Lust
auf endlose Diskussionen um Tatsachen auf Wiki's Diskussionsseiten.
Als User finde ich Wikipedia insbesondere recht praktisch zum
Auffinden von Keywords zu mir völlig schleierhaften Themengebieten -
anschließend kann ich mit damit bei google die entsprechenden
Fachseiten finden.
>>Natürlich wäre es noch besser, wenn du den Artikel direkt überarbeitest. Das
>>erinnert mich daran, dass ich mich eigentlich schon seit über einem Jahr um
>>die Überarbeitung des Eintrags über Brombeeren kümmern wollte...
>
>Du musst mal Artikel lesen zu Sachen, zu denen du bisher zu Recht der
>Meinung bist, dass du davon wirklich etwas weißt. Dann werden dir die
>Haare zu Berge stehen. Mir ist es bei etlichen Gartenartikeln
>jedenfalls so ergangen. So viel kann man gar nicht gerade biegen, wie
>da bisweilen Krummes drin steht. :-(
FACK. Mir geht es bei meinen Spezialthemen genauso. Noch schlimmer ist
aber, dass fast alles, was ich korrigiert habe nach kurzer Zeit wieder
falsch dort zu lesen war. Deshalb schrieb ich im ersten Beitrag
auch:"Wikipedia _behauptet_ was anderes"...
Grusz,
Dirk
> Das glaube ich nicht. Und ich habe davon bisher auch noch nie gehört.
> Nussschalen haben m.E. keinen besonders 'nussigen' Geruch, im Gegenteil:
> zwischen den Nussschalen landen meist noch ein paar schimmelige Nüsse, und
> das könnte sehr wohl riechen, aber nicht nach Nahrung. Desweiteren müssten
> Ratten ja sonst von Nussbäumen und -sträuchern magisch angezogen werden.
> Habe ich auch noch nie gehört, gelesen oder beobachtet.
Sie decken den grössten Teil ihres Eiweissbedarfs durch Körner und Nüsse. Als
Zivilisationsfolger finden sie in dichter besiedelten Gebieten tolles
Futterangebot. Sie haben kaum noch natürliche Feinde, der Rotmilan ist fast
ausgestorben. Das man sie selten sieht bedeutet nicht, dass sie nicht da
sind, die sind clever. Bei 80mio Menschen gibts etwa 300mio Ratten in DE.
Also 3,75 Ratten pro Kopf.
Wenn man sie am Tage irgendwo beobachten kann sollte man mal den
Abwasserzweckverband oder die lokalen Stadtwerke/Kanalbetreiber informieren.
> Ratten konnte ich bisher nur in der Stadt beobachten: zwischen den Gleisen
> im U-Bahnhof, über die Strasse huschend, im Park, auf dem Schulhof und
> damals, als meine Eltern ihr Haus bauten, sind sie unter der Garage
> eingezogen.
> Aber später auf dem Kompost, oder unter den Nusssträuchern oder sonstwo im
> Garten habe ich keine Ratten gesehen. Sehr wohl dagegen: Brandmäuse, Igel,
> Füchse, Wildschweine, Katzen, diverse Vögel. (Nur die Mäuse waren auf dem
> Kompost, aber die trifft man bei uns in der Gegend sowieso überall an.)
Eigentlich sind Ratten ziemlich putzige Tierchen, evtl. mal vom nackten
Schwanz abgesehn. Leider übertragen sie tatsächlich gefährliche Krankheiten
z.B. sind gern Leptospirose Erreger im Urin der Ratten, was in bis zu 25% der
Fälle für Menschen tödlich ist. Somit sollte sich unser Mitleid in Grenzen
halten.
Sonst tun sie eigentlich nix, sind halt Nahrungsmittelschädlinge also Bauern
finden sie doof und Gärtner finden sie doof weil sie die Wurzeln und Knollen
fressen und Hausbesitzer sollten auch drauf achten, die knabbern
sich durch Beton wenn sie wollen.
Ums kurz zu machen, sie kommen überall zahlreich vor und man sollte vermeiden
sie auf dem Kompost oder in Hausnähe zu haben. Ihren Eiweissbedarf decken
sie mit Nüssen.
W.
Hallo,
>>Ich selbst schreibe ja oft und viel, wie du hier mitbekommst, aber was
>>Wiki angeht, habe ich aufgegeben, bevor ich überhaupt angefangen habe.
>Geht mir genauso - alle meine Beiträge wurden nach kurzer Zeit
>verhunzt (d.h. tw. grobe Fehler eingebaut) - und ich habe keine Lust
>auf endlose Diskussionen um Tatsachen auf Wiki's Diskussionsseiten.
huch, dann ist das ja noch schlimmer als ich dachte. Schließlich
tummeln sich in groups und Foren schon genug Leute, um das, was sie
glauben, als Tatsachen und letztgültige Wahrheiten zu verkaufen.
Da gibt es einige Themen, da leiern mir vom Kopfschütteln meine
Halswirbel aus... :-(
>Als User finde ich Wikipedia insbesondere recht praktisch zum
>Auffinden von Keywords zu mir völlig schleierhaften Themengebieten -
>anschließend kann ich mit damit bei google die entsprechenden
>Fachseiten finden.
Tja, so in etwa kann man durchaus an die Sache ran gehen.
Wobei ich schon auch gut bearbeitete Gebiete gefunden habe, die mir
weiterhalfen. Es läuft also darauf hinaus, dass man alles akzeptieren
kann, wovon man eh nix versteht.
Weitergoogeln ist aber zumindest bei leisesten Zweifeln angesagt. :-)
>>>Natürlich wäre es noch besser, wenn du den Artikel direkt überarbeitest. Das
>>>erinnert mich daran, dass ich mich eigentlich schon seit über einem Jahr um
>>>die Überarbeitung des Eintrags über Brombeeren kümmern wollte...
>>
>>Du musst mal Artikel lesen zu Sachen, zu denen du bisher zu Recht der
>>Meinung bist, dass du davon wirklich etwas weißt. Dann werden dir die
>>Haare zu Berge stehen. Mir ist es bei etlichen Gartenartikeln
>>jedenfalls so ergangen. So viel kann man gar nicht gerade biegen, wie
>>da bisweilen Krummes drin steht. :-(
>FACK. Mir geht es bei meinen Spezialthemen genauso. Noch schlimmer ist
>aber, dass fast alles, was ich korrigiert habe nach kurzer Zeit wieder
>falsch dort zu lesen war. Deshalb schrieb ich im ersten Beitrag
>auch:"Wikipedia _behauptet_ was anderes"...
Also, vielleicht können wir uns darauf einigen, dass man hier auch
künftighin Wikipedia zitieren darf und sollte, aber auch davon
abweichende Meinungen willkommen sind. :-)
Hallo
Google und WIKI sind, wenn man sich mal mehr Gedanken dazu macht, eine
echte Gefahr denn je mehr sich die Menschen auf diese einseitige Art der
Informationsbeschaffung verlassen, desto leichter können solche
Einrichtungen bestimmen, was Wahrheit ist.
gh
> Google und WIKI sind, wenn man sich mal mehr Gedanken dazu macht, eine
> echte Gefahr denn je mehr sich die Menschen auf diese einseitige Art der
> Informationsbeschaffung verlassen, desto leichter können solche
> Einrichtungen bestimmen, was Wahrheit ist.
Da muss ich mal OT werden:
Es ist jetzt schon so, dass Schüler/innen angeben, sie könnten kein Referat
anfertigen, weil sie kein Internet haben. Und wenn sie`s haben, ist oftmals
"Google" als einzige Quelle angegeben. Ich bin in höheren Klassen
(Realschule 9-10) schon dazu übergegangen, bei den voran-Anforderungen zu
schreiben, dass ein Referat bei mir grundsätzlich nicht mehr ausreichend
ist, wenn nicht wenigstens eine gedruckte Quelle verwendet wurde.
--
Hannelore Goos
http://www.sonnenastro.de
http://www.neomarica.de
Auch das höre ich zum ersten Mal. Normalerweise liest und hört man immer,
dass Ratten Allesfresser sind und sehr anpassungsfähig. Sollte in der Nähe
Ihres Unterschlupfes ein Nussbaum oder ein wie auch immer geartetes
Nusslager sein, so werden sie sich dort natürlich bedienen, klar. Aber
irgendeine besondere Affinität zu Nüssen sagt man Ratten gemeinhin nicht
nach.
> Als Zivilisationsfolger finden sie in dichter besiedelten Gebieten tolles
> Futterangebot. Sie haben kaum noch natürliche Feinde, der Rotmilan ist
> fast ausgestorben. Das man sie selten sieht bedeutet nicht, dass sie nicht
> da sind, die sind clever. Bei 80mio Menschen gibts etwa 300mio Ratten in
> DE. Also 3,75 Ratten pro Kopf.
Das mag ja alles stimmen, hat aber nichts mit Nüssen zu tun. Im Gegenteil:
gerade in dichter besiedelten Gebieten (wie z.B. Großstädten) dürften Nüsse
eben keinen bedeutenden Anteil an ihrer Ernährung haben.
Dass 'man' sie selten sieht mag auch sein, aber ich wage doch zu behaupten:
wenn sich Ratten in /meiner/ näheren Umgebung ansiedeln (also Elternhaus,
Garten, Kompost, Wohnung), so werde ich das zumindest innerhalb weniger
Monate bemerken.
[...]
> Ums kurz zu machen, sie kommen überall zahlreich vor und man sollte
> vermeiden sie auf dem Kompost oder in Hausnähe zu haben. Ihren
> Eiweissbedarf decken sie mit Nüssen.
Hast du irgendeinen Beleg dafür? Es muss ja nicht gleich eine
wissenschaftliche Studie sein, mich würde einfach mal interessieren wie du
überhaupt darauf kommst, dass Nüsse in der Ernährung der Ratten eine
besondere Rolle spielen.
Ich gehe mal davon aus, dass wir hier über Rattus norvegicus, die
Wanderratte reden, denn die ist es AFAIK, die man meint wenn von Ratten in
Städten, Kanalisation, 3,75 Ratten pro Kopf etc. spricht. Von mir aus
können wir auch noch Rattus rattus, die Hausratte mit dem schwarzen Fell
dazunehmen. Bei keiner von beiden habe ich je von einer besonderen Vorliebe
für Nüsse gelesen.
Natürlich sind Nüsse grundsätzlich eine sehr wertvolle Nahrung, und kein
Körner- oder Allesfresser wird sie verschmähen. Ich bezweifle nur, dass
Nüsse eine irgendwie herausragende Rolle spielen für die Deckung des
Eiweissbedarfes einer durchschnittlichen, kulturfolgenden Ratte in
menschlichen Siedlungsgebieten in DE.
Und dass man mit Nussschalen Ratten zu einem Kompost lockt, die dort
normalerweise nicht sowieso vorkommen, halte ich schlicht für abwegig.
Grüße,
Robert
>
> Google und WIKI sind, wenn man sich mal mehr Gedanken dazu macht, eine
> echte Gefahr denn je mehr sich die Menschen auf diese einseitige Art der
> Informationsbeschaffung verlassen, desto leichter können solche
> Einrichtungen bestimmen, was Wahrheit ist.
Hmm, dem kann ich eigentich, wenigstens für google (als Beispiel für
eine Suchmaschine), nicht zustimmen. (Wikip... mag ich aus hier bereits
ausreichend dargestellten Gründen auch nicht besonders)
Ich verwende diese (und andere) Suchmaschine(n) meist, um irgendwelche
(meist primär-) Quellen zu interessierenden Themen zu finden. Dabei
finde ich dann halt recht einfach die entsprechenden Abstracts bzw. im
besten Falle sogar Originalarbeiten, ohne dass ich erst zur Bibliothek
müsste. Und wenn ich halt mit der einen Maschine nichts passendes finde,
versuche ich es mit der Nächsten (manchmal einer fachspezifischen).
Wie da die Suchmaschine einen Enfluß haben soll, was Wahrheit ist, oder
auch nur _was ich_ dafür halten könnte, bleibt mir rätselhaft, zumal ich
ja mein Hirn bei der Lektüre der Suchergebnisse genausowenig
abschalten muss, wie beim Besuch einer gut sortierten Bibliothek.
SCNR, auch wenn mittlerweile doch sehr OT
Gruß
Achim
>
> Wie da die Suchmaschine einen Enfluß haben soll, was Wahrheit ist, oder
> auch nur _was ich_ dafür halten könnte, bleibt mir rätselhaft, zumal ich
> ja mein Hirn bei der Lektüre der Suchergebnisse genausowenig
> abschalten muss, wie beim Besuch einer gut sortierten Bibliothek.
Gut für Dich wenn Du uch andere Infoquellen nicht nur kennst, sondern
sie auch nutzt wenn Du es für wichtig genug hälst. Manipulieren kann
Google z.B. ganz einfach dadurch, dass auf bestimmte Suchbegriffe keine
oder eben spezielle Treffer angezeigt werden. Wie gesagt, mit der
chinesischen Regierung gibts feste Absprachen diebezüglich. Dort darf
Google arbeiten, aber nicht unzensiert. Ich halte swas für extrem
bedenklich aber es stimmt, das ist total OT und deshalb werde ich das
hier auslaufen lassen :)
gh
> Von mir aus decken sie ihn mit Nüssen, aber sie decken ihn sicher nicht
> mit Nussschalen.
Natürlich fressen sie die Schalen nicht.
> Und ich bin mir sehr sicher, dass so intelligente Tiere wie Ratten Nüsse
> und Nussschalen auseinander halten können.
Natürlich bemerken sie es irgendwann ganz enttäuscht falls Du alle Nüsse
restlos selber gefuttert hast.
Aber sie kucken erstmal nach. Müssen sie ja, wäre widernatürlich wenn nicht.
Wenn die Kinder oder ich Nüsse knacken, bleibt auch immer etwas in den
Schalen oder eine Nuss fällt zurück in den Weihnachtsteller mit den ganzen
Schalen zurück und wird nicht wiedergefunden.. oder ist beim knacken
zermatscht, oder ist ranzig.. alles das mag sone Ratte fressen.
Auf jeden Fall sind sie erstmal interessiert und durchsuchen die Schalen und
graben sogar danach, wenn man sie im Kompost etwas untergebuddelt hat.
Ob sie bei stets vollständig restenleerten, leergefutterten Schalen
irgendwann merken "da ist ja wirklich garnix zu holen" und nicht mehr
nachsehen weiss ich nicht.
Ich denke aber normalerweise lassen sie sich nicht entmutigen und sehen
zunächst immer wieder nach deinem Kompost und wenn du erneut Schalen
draufgibts durchsuchen sie diese auch gründlich.
Normalerweise finden sie ja auch in den Schalen ein "Rattenleckerli" was sie
sich dann als Futterquelle merken und in ihre "Tagestour" einbauen.
W.
>> Ums kurz zu machen, sie kommen überall zahlreich vor und man sollte
>> vermeiden sie auf dem Kompost oder in Hausnähe zu haben. Ihren
>> Eiweissbedarf decken sie mit Nüssen.
> Hast du irgendeinen Beleg dafür? Es muss ja nicht gleich eine
> wissenschaftliche Studie sein, mich würde einfach mal interessieren wie du
> überhaupt darauf kommst, dass Nüsse in der Ernährung der Ratten eine
> besondere Rolle spielen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ratten
http://www.rattenclub.ch/rattenpost/2002/28.html
W.
> Natürlich bemerken sie es irgendwann ganz enttäuscht falls Du alle Nüsse
> restlos selber gefuttert hast.
Und dann Gnade Dir Gott, wenn sie bemerken, wer sie da verarscht ;-)
> Normalerweise finden sie ja auch in den Schalen ein "Rattenleckerli" was sie
> sich dann als Futterquelle merken und in ihre "Tagestour" einbauen.
;-)
Ehrlich, Ratten gibt es und wird es wahrscheinlich länger geben als uns.
Wir wohnen auf dem Land, der Kompost ist etwa 40m vom Haus weg und da
kommt wirklich alles drauf, einschliesslich FritteusenFett - und was
soll ich sagen...er wird gut, umschichten, SchredderGut, - nur
EichenBlätter mag er nicht, aber er liebt den Holunder und der Holunder
liebt ihn.
Ungeziefer & Untiere...ich denke, die sind nicht zu vermeiden, was
hatten wir da schon vor Ort...VogelHorden, HornissenNester, IgelPaare
einschliesslich Familie, Ratten, Legionen von Mäusen, Füchse, Marder &
Co, streunende Katzen...
Wie gesagt auf dem Land, in der Stadt ist alles enger. Aber auch da bin
ich überzeugt, daß es wegen der KompostHaufen keine Ratte mehr geben
wird. Der NahrungsDruck treibt sie allenfalls in die Häuser. Aber uns
begleiten werden sie immer...nicht weil sie so "klug" sind, sondern so
extrem anpassungsfähig....fast wie Insekten..ähhh, besser als wir...dann
sind sie mir in, um und um den KompostHaufen herum lieber als unterm
Dach oder in der SpeiseKammer (Dort gibts eins auf die Mütze! Früher
Gift & Fallen jetzt ein mehr oder weniger mörderisches KatzenTrio)
mfG Michael Wittmer
ps.Warum reiten alle nur immer auf den nackten Schwänzen der Ratten
herum? Das ist doch genau wie bei den Mäusen und die findet (fast) jeder
niedlich....
>> nur EichenBlätter mag er nicht,
> Dochdoch, selbst die gehen. Allerdings nur gehächselt und mit
> Rasenschnitt gemischt. Also die Eichenblätter auf dem Rasen liegenlassen
> und mit dem Rasenmöher "einsammeln".
Wie sagte mal jemand so schön "sola dosis facit venenum" - Allein die
Dosis macht das Gift - unser GrundStück ist von Eichen umrankt - das
sind einfach zu viele...jedes Jahr 2 qm! EichenBlätter - nasse Blätter -
nicht getrocknetes raschelndes Laub...
mfG Michael Wittmer
Zitat: "Ihren Eiweißbedarf deckt die Ratte vorwiegend durch Körnernahrung
und Nüsse." Prima, so komme ich auch endlich mal einen Wikipedia-Artikel
mit mutmaßlich falschen oder ungenauen Informationen in Kontakt... :-P
Im Ernst, das kommt mir nach wie vor nicht richtig vor. Warum hört man z.B.
bei Nussbaumbesitzern immer nur von Eichhörnchen und eher selten von
Ratten? Gibt es in den Herkunftsgebieten der Wanderratte überhaupt
nennenswert Nussbäume und -sträucher? Und in den heutigen
Verbreitungsgebieten? Und wenn ja, wieviele Monate im Jahr stehen die Nüsse
zu Verfügung? Von echter Vorratshaltung ist bei Ratten nie die Rede.
Sind "Körnernahrung und Nüsse" überhaupt für die "vorwiegende Deckung des
Eiweißbedarfes" geeignet? Immerhin sind "Körner" eher als
Kohlenhydratträger bekannt und Nüsse für ihren hohen Fettgehalt.
Von Ratten ist bekannt, dass sie durchaus auch Insekten, Fisch und Aas
verzehren, was alles viel eher als "Eiweissnahrung" durchgeht.
> http://www.rattenclub.ch/rattenpost/2002/28.html
Wenn ich in diesem Artikel nach "Nüsse" suche, dann kommen eigentlich nur
zwei Nennungen: als Fettquelle und unter "Goodies". Von wichtiger
Eiweißquelle kann dort also nicht die Rede sein.
Ich habe hier bei mir leider keine brauchbaren Zoologiebücher. In Steinbachs
Naturführer "Säugetiere" findet sich nur: 'Abfälle, pflanzliche und
tierische Kost, Aas'. In Harry Garms "Handbuch der Natur" steht gar nichts
zur Nahrung. In "Grzimek?s Animal Life Encyclopedia - Mammals V"
beschäftigt sich der die Ernährung betreffende Absatz der Wanderratte sogar
nur mit der fleischlichen Nahrung - inklusive Schauergeschichten von
Angriffen auf Hunde, Katzen und Neugeborene. Uhh - bei dem seriösen Titel
hätte ich einen etwas differenzierteren Inhalt erwartet.
Zur Hausratte findet sich: hauptsächlich Vegetarier, frisst Früchte und
Samen, bei Gelegenheit auch Insekten und andere Wirbellose.
Ich hätte nicht erwartet, dass das Thema "Ernährung der Ratten" dermaßen
sträflich vernachlässigt wird. Man sollte ja meinen, dass zu einem Tier mit
dermaßen großer Bedeutung sowohl als Schädling als auch im Labor mehr
Fakten genannt würden.
Ich glaube, ich muss mal bei den Rattenfans nach Fachliteratur fragen. Der
eine Satz in Wikipedia überzeugt mich jedenfalls nicht.
Grüße,
Robert
Weil die Ratten nachtaktiv sind und die wenigstens Menschen sie sehen oder
wenn sie sie sehen denken "ohh kuck mal wir haben Ratten im Garten wie
niedlich, das erzähle ich jetzt erstmal allen.."
Rattenbefall wird mit Unsauberkeit oder Schlampigkeit
assoziiert, also das ist nix, womit "man" angeben kann am Stammtisch oder
beim einkaufen. Erzählt ja auch keiner rum "bohh kuck mal ich hab wieder
Fußpilz.."
Im wesentlichen fressen sie die gleichen Dinge wie Eichhörnchen und Mäuse,
sind ja alles Nagetiere mit ähnlichem und überlappendem Lebensraum.
Und ja sie "bunkern" wie besessen.
Tragen erstmal alles ein, egal was, und kucken später ob es fressbar ist.
Die Nüsse werden von "Schmusetier-Rattenliebhabern" als "Leckerlie" gegeben
um sie Handzahm zu bekommen oder ihnen Kunststücke beizubringen.
Daran kann man sehen, dass die Ratten Nüsse sehr gerne mögen.
Ich verstehe auch ehrlich gesagt nicht, warum Du vermutest sie würden keine
Nüsse fressen? Die sind doch lecker, nahrhaft, liegen überall rum und lassen
sich prima aufbewahren.
W.
- Es gibt auch Menschen, die Ratten niedlich finden.
- Rattenbefall wird eben deshalb mit Unsauberkeit und Schlampigkeit
assoziiert, weil Ratten eher von Müll angezogen werden als von Nussbäumen.
- Im Internet erzählen sich die Leute noch ganz andere unangenehme Dinge und
diskutieren auch über Schädlinge und Parasiten.
> Im wesentlichen fressen sie die gleichen Dinge wie Eichhörnchen und Mäuse,
> sind ja alles Nagetiere mit ähnlichem und überlappendem Lebensraum.
Ach... dann können wir also alle Mäusearten zusammen mit allen
Eichhörnchenarten in einen Topf schmeißen, was Nahrung und Lebensraum
angeht? Da müssen sich wohl alle Zoologen bisher geirrt haben, wenn sie
bisher etwas anderes beobachtet haben. Vielleicht nehmen wir auch noch
Kaninchen dazu, sind ja auch Nagetiere...?
> Die Nüsse werden von "Schmusetier-Rattenliebhabern" als "Leckerlie"
> gegeben um sie Handzahm zu bekommen oder ihnen Kunststücke beizubringen.
> Daran kann man sehen, dass die Ratten Nüsse sehr gerne mögen.
Natürlich mögen Ratten Nüsse sehr gerne, dass heißt aber nicht, dass sie
damit den Grossteil ihres Eiweißbedarfes decken oder dass Nussschalen auf
größere Entfernung durch ihren Geruch anziehend wirken.
Katzen mögen auch gerne Milch, und Elefanten fressen gerne Weihnachtsbäume
(im Ernst), trotzdem stellt das keinen wichtigen Teil ihrer natürlichen
Nahrung dar.
> Ich verstehe auch ehrlich gesagt nicht, warum Du vermutest sie würden
> keine Nüsse fressen? Die sind doch lecker, nahrhaft, liegen überall rum
> und lassen sich prima aufbewahren.
Ich habe nie vermutet, dass sie keine Nüsse fressen würden, im Gegenteil,
ich habe explizit geschrieben, dass sie Nüsse natürlich nicht verschmähen,
wenn sie darauf stoßen.
Du hast aber behauptet, dass sie mit Nüssen (bzw. mit 'Nüssen und Körnern'
den Hauptteil ihres Eiweißbedarfes decken würden. Das bestreite ich, weil
erstens Nüsse nicht für ihren hohen Eiweißgehalt bekannt sind (ja, sie
enthalten Eiweiß, aber noch mehr Fett), zweitens die Mehrzahl der Ratten
vermutlich gar keinen Zugang zu größeren Nussmengen hat (auf Mülldeponien
und in Abwasserkanälen findet sich einiges für Ratten fressbare, aber Nüsse
und Körner dürfte davon einen sehr geringen Teil ausmachen) und drittens in
allen mir vorliegenden Quellen darauf verwiesen wird, dass (Wander-)Ratten
auch Insekten, kleine Vögel, Eier und Aas fressen, was alles ein wesentlich
besserer Eiweißlieferant ist als Nüsse.
Desweiteren hast du behauptet, dass Nussschalen auf dem Kompost Ratten
anlocken würden. Auch das bestreite ich, da ich das erstens nie in
irgendwelchen Garten- oder Kompostbüchern erwähnt fand (für Fleisch, Fisch
und Knochen dagegen sehr wohl), zweitens von Nussschalen kein so intensiver
Geruch ausgeht, als dass er Ratten die dort nicht eh schon nach Nahrung
suchen zum Kompost hinlocken würde, und drittens habe ich nichtmal in
einem Buch über Nüsse und Nussanbau die Ratten explizit als Schädlinge
erwähnt gefunden, sehr wohl dagegen die Eichhörnchen.
Bye,
Robert
> Am Jan 16, 2007 schrieb Robert Gummi:
>
>> nehmen wir auch noch Kaninchen dazu, sind ja auch Nagetiere
>
> Nee, sind sie nicht!
Ups... hast recht. Dafür schlage ich dann halt ersatzweise vor: Biber und
Stachelschweine. :-P
"Nehmen wird doch noch Biber und Stachelschweine dazu (zu den Tieren, die
ihren Eiweißbedarf in erster Linie mit Nüssen decken), denn es sind ja auch
Nagetiere..."
> Beim Rest hingegen gehe ich mit dir konform.
Danke.
>> - Es gibt auch Menschen, die Ratten niedlich finden
>
> Merkwürdigerweise. Tote Ratten sind gute Ratten.
Na ja, ich kann es zumindest verstehen. Habe ja auch schonmal einen Wurf
Hausmäuse aufgezogen, weil die Mäusemutter in die Schlagfalle getappt ist.
(andererseits habe ich einmal im Garten Giftweizen gegen Feldmäuse
eingesetzt. Menschen sind schon komisch...)
Bye,
Robert
> Ups... hast recht. Dafür schlage ich dann halt ersatzweise vor: Biber und
> Stachelschweine. :-P
> "Nehmen wird doch noch Biber und Stachelschweine dazu (zu den Tieren, die
> ihren Eiweißbedarf in erster Linie mit Nüssen decken), denn es sind ja auch
> Nagetiere..."
Nun das hast du eventuell missverstanden. Alle Nagetiere sind
Pflanzenfresser, d.h. sie ernähren sich grundsätzlich vorwiegend von
Pflanzenteilen. Einige haben sich spezialisiert und jagen und fressen z.B.
auch Fische. Bei den Ratten ist es nun so, dass sie grundsätzlich die
Nahrung von Nagetieren zu sich nehmen aber auch fast alles andere. Die haben
sich so spezialisiert, dass sie sich omnivor mit Vorliebe für Pflanzliches
ernähren. Nüsse und Samen sind definitiv ein begehrtes (Grund)Nahrungsmittel
für Rodentia und speziell für echte Mäuse.
Die Nahrungsvorlieben vom Stachelschwein kenne ich nicht, aber ich wette ein
Weizenbier mit Dir, dass ne hungrige Ratte alles frisst was alle anderen
Rodentia incl. Stachelschweine auch fressen.
Es ist auch ziemlich wurscht ob sie die Nüsse fressen, weil sie gern die
Schalen aufknabbern und ihre Zähne damit pflegen, das Fett wollen, die
Fettsäuren, das Eiweiss oder was weiss ich. Sie sind einfach scharf drauf.
Somit lege _ich_ mit derselben Begründung wie bei
Knochen/Fisch/Fleisch/Eierschalen, keine Nüsse oder deren Schalen auf den
Kompost.
Um aber mal ganz ohne Ratten ne Begründung zu geben keine Nüsse/Nusschalen
oder Pfirsichkerne sowie Zitrusschalen oder Brot.. auf den Kompost zu geben.
Aflatoxine durch Aspergillus bilden sich häufig auf Nüssen oder zumindest
sind die Sporen in den Schalen und das mal sehr ungesund für die Leber.
Je nach Anbaujahr und Witterung wird ein Befall von 10-30% der
frischen Nüsse toleriert. Falls sich die Schimmelpilze Aspergillus flavus
oder parasiticus im Kompost vermehren können ists schlecht. Die mögens warm
und feucht.
W.