In den letzten drei Jahren wurde unser Garten jedes Jahr im Spätsommer so
stark von "Gartenmilben" befallen, dass wir ihn nicht mehr nutzen konnten.
Selbst nur ein kurzer Aufenthalt, ein schneller Gang über die Wiese führte
dazu, dass man bevorzugt unter den Strümpfen und in Hautfalten wie von
Mücken "gestochen" oder "angezapt" wurde. Ein sofortiges Duschen nach dem
Gartenbesuch konnte diesen Effekt mildern. Zu sehen waren die Tiere nie.
Auch ein weisses ausgelegte Tuch, wie es Freunde empfahlen, ließ sie uns
nicht enttarnen.
Hat jemand von Euch Erfahrung mit diesem Phänomen und kann man dieses Jahr
vielleicht schon früh etwas dagegen unternehmen?
Für Eure Antworten vielen dank sagt
Susanne
Und woher willst du dann wissen, das es Milben sind? Ich fass es nicht.
Tschau,
Vava
--
Dr. Dick zieht sein Taschenmesser, schneidet in einen Sack einen Riss, heraus
poltern und kullern und rollen wie runde dicke Kieselsteine - Herzen! Gefrorene
Hammelherzen, vierhunderttausend Stueck!
Hallo Susanne,
>In den letzten drei Jahren wurde unser Garten jedes Jahr im Spätsommer so
>stark von "Gartenmilben" befallen, dass wir ihn nicht mehr nutzen konnten.
da würde ich sagen, das geht denn doch zu weit...
>Selbst nur ein kurzer Aufenthalt, ein schneller Gang über die Wiese führte
>dazu, dass man bevorzugt unter den Strümpfen und in Hautfalten wie von
>Mücken "gestochen" oder "angezapt" wurde.
Wiese gefällt den Grasmilben.
>Ein sofortiges Duschen nach dem
>Gartenbesuch konnte diesen Effekt mildern. Zu sehen waren die Tiere nie.
>Auch ein weisses ausgelegte Tuch, wie es Freunde empfahlen, ließ sie uns
>nicht enttarnen.
>
>Hat jemand von Euch Erfahrung mit diesem Phänomen
Danke, man muss nicht alles haben...:-)
>und kann man dieses Jahr
>vielleicht schon früh etwas dagegen unternehmen?
Wenn sich die Grasmilben so sehr mit euch befassen, dann solltet ihr
euch mal mit ihnen befassen.
Ich habe da mal was auszugsweise aus einer Gartenzeitschrift
notiert:
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Herbstmilben - Grasmilben - Laufmilben - Beiss
Trombicula autumnalis - Gattung Laufmilben
Als bevorzugte Hauptwirte werden immer wieder die Rötelmaus u der
Maulwurf angegeben. Die Milbenlarven parasitieren nur im
Larvenstadium für einige Tage diese Warmblütler.
Die ausgewachsenen Larven verlassen das Tier u entwickeln sich im
Erdreich von der Nymphe bis zum ausgewachsenen Tier, der
Herbstmilbe. Nach der geglückten Überwinterung beginngen die
Weibchen im Juni mit der Eiablage, was im August/September zum
Befallsanstieg führt. Die Junglarven, auch Hungerlarven genannt,
halten sich am Boden auf oder wandern auf die Gras- u Krauschicht,
auf Bäume u Sträucher. Dort warten sie geduldig, ähnlich wie Zecken,
auf Warmblütler, das sind leider manchmal auch Hobbygärtner.
Obwohl der Mensch für die Milbenlarve einen schlechten Wirt
darstellt, attakiert diese Milbenart bestimmte Personen viel stärker
als andere. Mit Vorliebe suchen sie Körperstellen auf, wo Kleidung u
Haut in engem Kontakt sind, wie etwa Kniekehlen, am Hosengurt, bei
der Unterwäsche u den Socken.
Schadbild: Die Larven saugen oberflächlich auf der Haut u lösen mit
einem Sekret die Hautzellen auf. Zellbestandteile u nässelnde
Lymphflüssigkeit werden aufgesogen. Rote, runde Anschwellungen von
etwa 1 cm Durchmesser sind die Folge. Intensiver Juckreiz setzt ein.
Die winzigen Larven fallen beim Kratzen ab. Man wird sie nur selten
auf der Haut finden.
Herbstmilben treten in scharf abgegrenzten Herden auf. Besonders
dort, wo Gehölze dicht stehen u das Gras nicht oft geschnitten wird.
Brombeerhecken sind beliebte Aufenthaltsorte. Bei Tageswärme sind
die Milben stärker aktiv als am kühlen frühen Morgen.
Da fast alle Entwicklungsstadien unter der Erde leben, ist eine
direkte Bekämpfung kaum möglich.
Das Abspritzen mit einem Rapsölmittel (Naturen) der gesamten Kraut-
u Gehölzschicht ist möglich. Erfolge sind z.Z. noch nicht bekannt.
Zum Einreiben der Stichstellen haben sich kochsalzhaltige Zahnpasten
gut bewährt.
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Eifriges Mähen sollte den Viechern also weniger gefallen. Aber in so
einem richtigen Wildgarten, werden sie sich weiterhin wohlfühlen,
vor allem die Brombeeren scheinen es ihnen angetan zu haben.
Ob Rapsöl wirklich hilft, wurde also offen gelassen. Ich hätte da
meine Zweifel.
Leider gibt's kein selektiv wirkendes Kontakt-Insektizid, das
Nützlinge schont. Und wenn, dann müsste es im August/September
mehrmals eingesetzt werden, weil die Viecher über mehrere Wochen
verteilt auftauchen....:-(
Ob ihr euch solchen Viechern quälen lassen wollt, das solltet ihr
selbst entscheiden, weniger die, die keine Grasmilben haben.
Beste Grüße G e r h a r d
Beste Grüße G e r h a r d
Mit der Vermutung 'Milben' habe ich auch so meine Schwierigkeiten - zumindest
müssten einige davon ja der Kleidung anhaften. Zumal Milben wie auch Zecken zu
den Spinnentieren gerechnet werden. Und die haben zwar ein Beinpaar mehr als die
Insekten, aber keine Flügel.
Martin von akelei.de
--
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NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de
"Gerhard Zahn" <gerhar...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:81pclsccmrh1hh1qj...@4ax.com...
> >In den letzten drei Jahren wurde unser Garten jedes Jahr im Spätsommer so
> >stark von "Gartenmilben" befallen, dass wir ihn nicht mehr nutzen
konnten.
> Wenn sich die Grasmilben so sehr mit euch befassen, dann solltet ihr
> euch mal mit ihnen befassen.
> Ich habe da mal was auszugsweise aus einer Gartenzeitschrift
> notiert:
Vielen Dank für deine kompetente Antwort! Es gibt wirklich allerlei
Bezeichnungen für diese Milbe, scheinbar jedoch nur wenige Hilfsmittel. Du
hast recht, in der Wiese und bei den Brombeeren halten sie sich besonders
gerne auf. Die Brombeeren haben wir letztes Jahr erst garnicht geerntet. Ich
denke, wir werden zunächst etwas gegen die Mäuse als potentielle Wirte
unternehmen und später entscheiden, ob die Chemiekeule hermuss.
Gruß
Susanne
Hannes Birnbacher schrieb am Mon, 26 Jun 2000 09:55:01 +0200:
>Die ich kenne, sind was anderes: sie können fliegen. Man arbeitet
>bodennah im Garten und stört die. Nach ca. 10 Minuten werden die
>agressiv. Man sieht sie aber nicht bzw. hat höchstens den Eindruck,
>dass etwas um einen herumflirrt wie fliegende Zigarettenasche.
das sind bestimmt Kribelmücken. Die gibt es in heissen Sommern z.B. an
der Lippe zu Mio, Es soll sogar schon vorgekommen sein, dass dort
grasende Rinder an den Stichen eingegangen sind. Also, aufgepasst und
eingerieben.
Grüße aus dem südlichen Münsterland
Horst