Ich habe ein Gemisch aus gebrannten Blähton, Bims und Erde. Aus der
Erinnerung: 3 Teile Bims, 2 Teile Blähton, 1 Teil Erde, 0,5 Teile grobes
Zeolithgranulat, alles in der Mörtelmaschine trocken gemischt.
Aus einer Ziegelei habe ich dann noch recht kleine Ziegelscherben (ca 2x
2 cm) bekommen, die ich mit schwungvollem Wurf auf der Dachfläche
verteilt habe. Das hält den recht leichten Bims besser fest und
speichert auch gut Feuchtigkeit. Ich habe zwar eine Dachbewässerung,
aber die brauche ich nur dann, wenn es mehrere Monate sehr heiss und
trocken war - also praktisch nie.
Die Granulatschicht hat insgesamt ein Dicke zwischen rund 10-15 cm.
Nachträglich betrachtet, wären 5 cm mehr wohl kein Fehler gewesen, aber
ich musste ein wenig auf die Statik achten.
Das ganze funktioniert seit rund 15 Jahren ausgezeichnet.
Beim nächsten Mal würde ich allerdings auf dem Dach zunächst eine
trittfeste Dämmschicht aufbringen, dann Schutzfolie, dann Granulat.
In strengen Wintern (-20 Grad C) hat es mir immer wieder z.B. die
Pechnelken erfroren. Da die Garage nicht beheizt ist, vermute ich, dass
der Frost von unten an die Wurzeln gekommen ist und diese so geschädigt
hat, dass sie verdorrt sind. Vielleicht sollte man, bevor der Boden
durchfriert auch nochmals wässern. Die Sedumgewächse selbst sind nahezu
unverwüstlich.
Ach ja, ein beflanztes Dach kann auch so seine Tücken haben. Im letzten
Winter musste ich mehrmals rauf, um die Schneemassen zu beseitigen.
Dabei habe ich beim Schneeschieben schon mal die ein oder andere Pflanze
mitgenommen - sozusagen geköpft ...