Rot sind sie IMO nur dem Namen nach, alle Spinnmilben, die ich bis jetzt gesehen
habe, waren hell: deine Diagnose ist sicher richtig.
>Ich habe die Pflanze in erster Hilfe mal abgewaschen....
Abwaschen ist gut, die Tiere vertragen keine Feuchtigkeit. Ein bewährtes,
billiges und für die meisten anderren Lebewesen ungiftiges (!) Mittel gegen gegen
Spinnmilben ist der Tee aus den äußeren Zwiebelschalen. Dafür in einer Schale
eine Handvoll (oder so...) der dünnen, trockenen Zwiebelschalen mit kochendem
Wasser übergießen, abdecken und abkühlen lassen. Abseihen, mit einem Tropfen
Spülmittel versehen (wegen der besseren Benetzung)und in eine Blumenspritze geben.
Pflanze von allen Seiten, auch Stengel, Blattunterseiten und Wurzelraum gut
einsprühen (Pflanze evtl. in die Badewanne stellen, wegen Tropfen). Ein paar Mal
im Abstand von 2-3 Tagen wiederholen, wegen nachschlüpfender Milben.
Viel Erfolg!
Martin
schw...@web.de
--
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>Ich habe die Pflanze in erster Hilfe mal abgewaschen....
Ich habe Spinnmilben sehr erfolgeich mit Raubmilben bekämpft. Die
Milben kommen auf Bonenblättern und diese müssen sofort nach Erhalt
auf die Pflanze verteilt werden. Haben die Raubmilben ihre Arbeit
getan, verspeisen sie sich gegenseitig. Spätestens die zweite
Behandlung sollte helfen, falls es nicht schon beim ersten Mal klappt.
cu
Jutta
Hallo Jutta,
du wirst es nicht glauben: du bist die Erste, die hier von erfolgreichem
Raubmilbeneinsatz berichtet.
Welche Kulturen waren denn das?
Wie stark war der Befall?
Gewächshaus oder Freiland?
Welche Jahrszeit?
Was hat die Anwendung gekostet?
Beste Grüße G e r h a r d
> Wie Du schon schriebst: bei so kleinen Tieren ist die Farbe manchmal
> schlecht zu erkennen. Am ehesten sieht man die Farbe, wenn Du viele
> auf ein weißes Blatt tust. Es gibt aber außer der roten Spinne noch
> andere Arten, die nicht rot sind.
Die meisten Spinnmilben, die ich gesehen habe, waren gelblich. Zumindest
bei Zimmerpflanzen scheinen die deutlich haeufiger aufzutreten als die
roten.
--
Markus Wischerath, Sysadmin | (+49)221-4704170 | m...@spinfo.uni-koeln.de
UCE is irrelevant. Spamming is futile. You will be filtered.
Denn bisherige Spinnmilben-infestationen waren immer hell.
Aber die waren tatsaechlich rot.
Naja jetzt sind sie tot...
Ciao!
Darragh
Markus Wischerath <m...@spinfo.uni-koeln.de> wrote in message news:<9imv5q$6...@dinsdale.piranha.com>...
Hallo Martin,
>>Ich habe die Pflanze in erster Hilfe mal abgewaschen....
>Abwaschen ist gut, die Tiere vertragen keine Feuchtigkeit.
echt? Ich kann mir vorstellen, dass sie Waschlappen u -bürste
verabscheuen, aber Feuchtigkeit schlechthin?
Dann müssten ja nasse Jahre schlechte Spinnmilben-Jahre sein...
In der Richtung habe ich aber noch nie etwas gehört.
>Ein bewährtes,
>billiges und für die meisten anderren Lebewesen ungiftiges (!) Mittel gegen gegen
>Spinnmilben ist der Tee aus den äußeren Zwiebelschalen. Dafür in einer Schale
>eine Handvoll (oder so...) der dünnen, trockenen Zwiebelschalen mit kochendem
>Wasser übergießen, abdecken und abkühlen lassen. Abseihen, mit einem Tropfen
>Spülmittel versehen (wegen der besseren Benetzung)und in eine Blumenspritze geben.
> Pflanze von allen Seiten, auch Stengel, Blattunterseiten und Wurzelraum gut
>einsprühen (Pflanze evtl. in die Badewanne stellen, wegen Tropfen). Ein paar Mal
>im Abstand von 2-3 Tagen wiederholen, wegen nachschlüpfender Milben.
Woher hast du denn das Rezept?
Und was heißt "bewährt"? Hast du da praktische Erfahrungen? Dann lass'
uns bitte dran teilhaben!
Hallo barbara,
du hast aber einen eigenartigen Nachnamen....:-)
>Mit Nützlingen hatten wir bis jetzt nicht so gute Erfahrungen, letztes
>Jahr versuchten wir damit weißfliegen beizukommen, funktionierte
>leider nicht und war recht teuer.....
Könntest du uns mal die ganze Geschichte mit den Weißen Fliegen
erzählen?
Hallo Barbara,
>>Könntest du uns mal die ganze Geschichte mit den Weißen Fliegen
>>erzählen?
>>
>Letztes jahr hatten wir sehr schöne Cocktailtomaten am Fensterbrett,
>die dann diese kleine weißen Fliegen bekamen.....
>Da wir die Tomaten ja noch ernten wollten, kamen wir auf die Idee
>nützlinge einzusetzen und bestellten für ca. 20 DM Schlupfwespen.
>Es kamen dann so Blättchen die wir auf die Pflanzen hängen sollten,
>daraus sollten die Schlupwespen kommenb, und die Fortpflanzung der
>Weißfliegen) Sie legen ihre Eier in die Schädlinge.
>Schlüpft die Larve aus, frißt sie sich durch die Fliege, bis diese
>abstirbt ) verhindern.
>Es sind auch Wespen geschlüpft, allerdings hatte das keinerlei
>Auswirkung auf die Weißfliegenpopulation.....
letzteres glaube ich sofort.
In allen meinen Unterlagen wird die Reduzierung der Weißen Fliege per
Schlupfwespen ausschließlich fürs Gewächshaus empfohlen.
Aber verkauft wird das Zeugs natürlich gerne auch an alle
Gewächshauslosen....:-)
>echt? Ich kann mir vorstellen, dass sie Waschlappen u -bürste
>verabscheuen, aber Feuchtigkeit schlechthin?
>Dann müssten ja nasse Jahre schlechte Spinnmilben-Jahre sein...
>In der Richtung habe ich aber noch nie etwas gehört.
>
>>Ein bewährtes,
>>billiges und für die meisten anderren Lebewesen ungiftiges (!) Mittel gegen
gegen >>Spinnmilben ist der Tee aus den äußeren Zwiebelschalen.
>Woher hast du denn das Rezept?
>Und was heißt "bewährt"? Hast du da praktische Erfahrungen? Dann lass'
>uns bitte dran teilhaben!
>
Hi, Gerhard,
jetzt hast du mich auf eine lange Suche geschickt.
Ich verwende Zwiebelschalentee gegen Spinnmilben schon 20 Jahre (wenn das langt)
und kann mich an die Quelle nicht mehr erinnern. Beim durchforsten meiner
Pflanzenbücher bin ich zwar auf Zwiebel- und Knoblauchbrühe gegen die Milben
gestossen (z. B. Norbert Jorek, "Biologisch zimmergärtnern", Niedernhausen/Ts
1983; hier auch Hinweis auf Trockenheit liebend), aber nicht auf Zwiebelschalen.
Vielleicht habe ich es aus einem Tipp oder Leserbrief in einer Zeitschrift. In
Oswald Hitschfeld, "Naturgemäße Schädlingsabwehr", Argenbühl-Eglofstal 1976,
Hinweis auf Wasserunverträglichkeit und Bekämpfung der Spinnmilben durch Wasser
"in Amerika". ICH HAB'S! Im gleichen Buch, S. 111, Bericht über den sowjetischen
Biologen T. A. Towstoles und seine Entdeckung der tödlichen Wirkung von
Zwiebelschalen auf Spinnmilben (Zitiert nach B. P. Tokin, "Phytonzide" Berlin
(Ost) 1956.
So long
Martin
mar...@m-schweikart.de
Hallo Martin,
>>>Ein bewährtes,
>>>billiges und für die meisten anderren Lebewesen ungiftiges (!) Mittel gegen
>gegen >>Spinnmilben ist der Tee aus den äußeren Zwiebelschalen.
>>Woher hast du denn das Rezept?
>>Und was heißt "bewährt"? Hast du da praktische Erfahrungen? Dann lass'
>>uns bitte dran teilhaben!
>>
>Hi, Gerhard,
>jetzt hast du mich auf eine lange Suche geschickt.
dafür kannst du gerne km-Geld abrechnen.:-)
>Ich verwende Zwiebelschalentee gegen Spinnmilben schon 20 Jahre (wenn das langt)
>und kann mich an die Quelle nicht mehr erinnern.
Hm. Ich habe Spinnmilben in den vergangenen 25 Jahren gerade einmal
vorbeugend reduziert u zwar mit Paraffinöl.
In meinen Bio-Gartenbüchern fand ich keinen Hinweis auf
Zwiebelschalentee.
> In
>Oswald Hitschfeld, "Naturgemäße Schädlingsabwehr", Argenbühl-Eglofstal 1976,
>Hinweis auf Wasserunverträglichkeit und Bekämpfung der Spinnmilben durch Wasser
>"in Amerika". ICH HAB'S! Im gleichen Buch, S. 111, Bericht über den sowjetischen
>Biologen T. A. Towstoles und seine Entdeckung der tödlichen Wirkung von
>Zwiebelschalen auf Spinnmilben (Zitiert nach B. P. Tokin, "Phytonzide" Berlin
>(Ost) 1956.
Hm. Komisch, dass solche obskuren Meldungen wie "tödliche Wirkung von
Zwiebelschalen auf Spinnmilben" so häufig aus "möglichst weit weg"
kommen u dann seit 1956 kaum mehr irgendwo erwähnt werden.
Also, dann kann's ja mit der Bestätigung der Wirkung nicht sooo weit her
sein.
Gerhard Zahn <gerhar...@gmx.de> wrote:
>
>Hm. Komisch, dass solche obskuren Meldungen wie "tödliche Wirkung von
>Zwiebelschalen auf Spinnmilben" so häufig aus "möglichst weit weg"
>kommen u dann seit 1956 kaum mehr irgendwo erwähnt werden.
>
>Also, dann kann's ja mit der Bestätigung der Wirkung nicht sooo weit her
>sein.
Da Zwiebelschalen in den meisten Küchen sowieso anfallen, ist der Versuch nahezu
kostenlos. Ich bin auf weitere Erfahrungen damit gespannt.
Beste Grüße Martin
>Welche Kulturen waren denn das?
Von Neudorf. Einen anderen Lieferanten habe ich nicht gefunden.
>Wie stark war der Befall?
Es waren richtige Gewebe unter den Blättern.
>Gewächshaus oder Freiland?
Zimmer.
Betroffen waren: Efeu und kleinblättige Wachsblume, eventuell auch
noch eine oder zwei andere Pflanzen.
>Welche Jahrszeit?
Frühjahr oder Sommer. Im Winter ist das Versenden wegen Frostgefahr zu
gefährlichh.
>Was hat die Anwendung gekostet?
Um und bei 10 DM (eine Packung). 10 DM dann noch mal die Wiederholung
nach einem halben oder einem Jahr.
Wichtig ist, daß man die Bohnenblätter direkt dort platziert, wo die
Milben sitzen. Das mag zwar nicht besonders schön aussehen, dafür
finden die Raubmilben aber sofort ihre Nahrung.
Raubmilben sind m. W. nur für Gewächshaus und Innenräume gedacht.
Draußen gibt es eigentlich natürliche Feinde für Spinmilben.
Im Freiland sollte man vor allem darauf achten, die richtigen
Pflanzen für Klima und Boden auszusuchen und ggf. eine
Mischbepflanzung zu machen, die Schädlinge dezimiert.
Starke Ausbreitung von Spinnmilben ist übrigens tatsächlich ein
Anzeichen für trockene Luft. Wenn sie allerdings erstmal da sind,
lassen sie sich durch erhöhung der Luftfeuchtigkeit nicth wieder
beseitigen. Auch Besprühen der Pflanzen hilft nur bedingt, da die
Gewebe die Milben vor Nässe schützen.
Ob regelmäßiges Duschen der Pflanzen ebenso wie bei Thripsen hilft,
habe ich noch nicht ausprobiert. ich habe bisher nie wieder
Spinnmilben gehabt. Allerdings bezweifle ich, daßman bei
kleinblättrigen Pflanzen die Spinnweben überall weggespült bekommt.
cu
Jutta
>Es sind auch Wespen geschlüpft, allerdings hatte das keinerlei
>Auswirkung auf die Weißfliegenpopulation.....
Das Problem bei fliegenden Insekten in Innenräumen ist, daß sie meist
zum Licht fliegen. Meine Australischen Marienkäfer sid alle am Fenster
(Straßenlaternen davor) geendet. Zwar hatten sie beim zweiten Versuch
vorher gut gefressen, sich aber nicht vermehrt.
Meine Strelizie habe ich jetzt mit Seifen-Spiritus-Lösung abgewaschen.
Da sie aber zu viele Blätter hatte und zudem riesig ist, hat das nicht
lange geholfen. Jetzt habe ich fast alle Blätter abgeschnitten und
hoffe, daß es doch noch irgendwann hilft und ich die Pflanze noch ein
paar Jahre behalten kann, bevor der Topf wieder zu klein ist und ich
sie endgültig vernichten muß.
Vielleicht versuche ich es auch noch mal mit den Marienkäfern, nachdem
ich mir irgendein feinmaschiges Netz, das die Käfer nicht entkommen
läßt, besorgt habe.
Sollte jmand Interesse an einer 22 Jahre alten Strelizie haben, kann
der/die sich ja mal bei mir melden. Allerdings ist für den Transport
ein etwas größeres Fahrzeug als ein PKW nötig (pflanzenhöhe > 2 m).
cu
Jutta