Bekannte von mir haben ein Haus gekauft, der Vorbesitzer hat im Garten
Bambus gepflanzt, dieser hat sich dermaßen verbreitet, daß der Nachbar
gemeint hat, die Wurzeln seien bis zu dem in den Garten rüber gewachsen.
wir haben den Bambus nun abgeschnitten, aber der Sprießt immer wieder
erneut...
Wen wir jetzt hingehen würden und versuchen würden den auszugraben, dann
würden wir warscheinlich nur einen Teil entfernen können, aber nicht
vollkommen.
Gibt es ein Mittel den man draufmachen kann, so daß der Bambus ausrottet,
also die Wurzeln auch absterben? Aber so daß man ohne Schutzanzüge die
nächsten 10 jahre rumalufen müßten *gg
Gruß
Michael
> Gibt es ein Mittel den man draufmachen kann, so daß der Bambus ausrottet,
> also die Wurzeln auch absterben? Aber so daß man ohne Schutzanzüge die
> nächsten 10 jahre rumalufen müßten *gg
Ich würde ernsthaft behaupten, das die regelmäßige Anwendung eines
Rasenmähers Wunder bewirkt.
--
der Hinterwäldler ist nicht Hinterweltler.
Er wohnt nur so und daran ist er unschuldig.
Michael Mantz wrote:
> Wen wir jetzt hingehen würden und versuchen würden den auszugraben, dann
> würden wir warscheinlich nur einen Teil entfernen können, aber nicht
> vollkommen.
Mein Beileid. Vor ein paar Monaten hatte ich in nur einem kleinen Teil die
ausgebüchsten Rhizome meiner Bambushecke ausgegraben. Das geht effektiv nur
in Handarbeit. Die ausgegrabenen und abgeschnittenen Rhizome gedeihen jetzt
aber prächtig im Betonkübel.
D.h. ausgraben wäre eine Heidenarbeit und wahrscheinlich nicht erfolgreich.
So wie Manfred schon erwähnt würde ich vermuten, dass man über einen
längeren Zeitraum konsequent alle neuen Sprieße abschneiden muss, in der
Hoffnung, dass die gesamte Planze inkl Wurzelwerk im Laufe der Zeit mangels
Sonnenlicht verkümmert. Das Klappt natürlich nur wenn Du und Dein Nachbar
da gemeinsam am Ball bleiben.
> Gibt es ein Mittel den man draufmachen kann, so daß der Bambus ausrottet,
> also die Wurzeln auch absterben? Aber so daß man ohne Schutzanzüge die
> nächsten 10 jahre rumalufen müßten *gg
Es gibt das systematische Mittel 'Round Up' das mir damals in dieser Gruppe
empfohlen wurde. Damit werden die grünen Teile der Planze eingepinselt, die
Pflanze nimmt den Stoff auf und wir so von innen getötet. Allerding haben
hier auch Leute berichtet, dass Round Up bei ihnen versagt hätte.
Vielleicht ist's ja ein Versuch wert bevor man die Halme abschneidet.
Viel Erfolg und Geduld!
Tschüss Jo
--
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Ja, ja, wenn da Rasen ist, vielleicht! In meinem jetzigen Garten steht
aber z.B. seit sicher über 20 Jahren eine große, hohe Bambushecke als
Sichtschutz (völliger Quatsch an der Stelle, meines Erachtens, aber das
nur nebenbei). Der Bambus war sicher mal ordentlich eingesperrt. Da um
ihn herum inzwischen aber ein Wald steht, der Laub wirft, hat sich im
Laufe der Jahre eine Humusschicht gebildet und ich vermute, er ist vor
kurzem einfach über die Sperre ausgebüxt. Jetzt haben sich Ausläufer
schon bis zu 5 Meter weit entfernt von der Ursprungspflanze vorgerobbt,
die sich fröhlich durch den Wald pirschen und momentan die großen, alten
Rhododendren unter sich begraben. Da ist nix mit Rasenmäher :-(!
Herzliche Grüsse, Wanda.
________________________________________________
Mail Wanda Puvogel direct at:
mail@<firstname><lastname>.com
Meine Eltern hatten auch Bambus, der im Laufe der Zeit gewuchert ist. Wir
haben ihn damals mit vereinten Kräften ausgebuddelt. Ist wirklich ein
Teufelszeug.
Viel Erfolg & Grüsse
Heiko
"Jo Mueller" <hed...@laier-online.de> wrote in message
news:1975477.E5OVu2YYvC@waldhof...
Hallo,
dankeschön, dann werd ich heut Mittag nach Frankreich ins Cora fahren und 1
L kaufen, ich berichte dann obs geklappt hat ;o)
Gruß
Michael
> dankeschön, dann werd ich heut Mittag nach Frankreich ins Cora fahren und
> 1 L kaufen, ich berichte dann obs geklappt hat ;o)
In Weißemburg am großen Kreisverkehr?
Hallo,
neee ich bin aus dem Saarland, fahre jetzt nach Bitche.
Gruß
Michael
Mir schon klar! Aber bisher war ich ja noch nicht da :-). Wir erst vor
ein paar Monaten dieses Haus mit Garten gemietet. Es wird seit 20 Jahren
vermietet, mit wechselnden Mietern. Und anscheinend sind wir seit ca. 17
Jahren die ersten, die im Garten wieder etwas mehr tun. Bis dato war
alles, was hier passierte, ein Besuch von Gärtnern 2x pro Jahr zum
Hecken schneiden. Angesichts der Größe des Grundstücks (ca. 2000 m²)
wurde eine solche Lappalie wie ein ausgebüxter Bambus nicht mal bemerkt...
> Gibt es ein Mittel den man draufmachen kann, so daß der Bambus
> ausrottet, also die Wurzeln auch absterben? Aber so daß man ohne
> Schutzanzüge die nächsten 10 jahre rumalufen müßten *gg
Wie schon geschrieben: Round-UP.
Meine Methode: entweder mit dem rauhen Putzschwamm auf die grünen Teile
und Blätter auftragen, oder Stengel mittig zwischen 2 Knoten abknipsen
und Round-UP mit der Einmalspritze (Apotheke) in den Hohlraum füllen. Es
sollte mehrere Stunden danach nicht regnen. Dann klappt es auch mit
Bambus :-)
--
Mit freundlichem Gruß,
Klaus Meinhard
Wieso da? Ist es da günstiger?
Andreas
--
Wer mir per Mail antworten möchte sollte 'erdbeere' im Betreff erwähnen,
sonst wird die Mail zusammen mit SPAM und Würmern ungelesen gelöscht.
Hallo,
obs günstiger ist weiß ich nicht, aber habe mal gehört, die haben keine
solche Bestimmungen wie bei uns und denke daß es etwas Aggressiver ist als
die Mittel hier bei uns zu kaufen gibt*gg
Gruß
Michael
Grüße
Joachim
Das hilft aber nur dann, wenn man die gesamte Population vernichten
will. Falls man eine Fläche behalten will, kommt von dort über die
Rhizome praktisch unbegrenzt Nachschub und das Übel breitet sich weiter
aus.
Bei der Anwendung von Roundup sterben die Rhizome mit und der Nachschub
bleibt aus.
Grüße
Joachim
> obs günstiger ist weiß ich nicht, aber habe mal gehört, die haben keine
> solche Bestimmungen wie bei uns und denke daß es etwas Aggressiver ist als
> die Mittel hier bei uns zu kaufen gibt*gg
???
>Bei vielen Pflanzen ist das ziemlich viel Aufwand. Ich habe es in eine
>Sprühflasche getan und damit verteilt. Bambus ist aber hart im Nehmen.
>Zwei bis drei Anwendungen im Abstand von ein paar Tagen sind da
>hilfreich. Es dauert trotzdem wochenlang, bis man das Ergebnis sieht und
>ein paar Rhizome können trotzdem nochmal austreiben. Dann eben eine
>weitere Runde. Im Endeffekt kriegt man ihn aber damit klein.
Ich habe 3 Jahre gebraucht, bis ich einen Pseudosasa japonica mittels
Roundup vernichtet hatte.
Gruß Thilo
--
Solingen, Bilder von Symphyse bei Buchen,
Bambusattacke, Mammutstoßzahn
http://home.wtal.de/Th_Herrmann/index.html
FAQ für de.rec.garten http://www.drg-faq.info/
Was man alles so hört ;) Deren Glyphosphat ist selbstverständlich
agressiver als "unser" Glyphosphat! In Wirklichkeit dürfte das aus dem
gleichen Kessel stammen.
gh
Voellig normal. Glyphosat ist ein systemisches Mittel. Da dauert es nunmal
tatsaechlich zwei Wochen, bis die Pflanze deutliche Anzeichen der Vergiftung
zeigt.
jue
Kaum vorstellbar. So leicht kriegt man Bambus nicht tot. Vielleicht kann
das passieren, wenn da ein junger Bambus seinen ersten Ausleger treibt,
aber selbst dann bezweifle ich es. Wenn da aber eine bewachsene Fläche
mit unzähligen verwobenen Rhizomen ist, stirbt bestimmt nichts
nennenswertes ab.
Aus einem Rhizom sprießt nur in Abständen eine neue Pflanze. Das Gift
reicht aber maximal bis zur nächsten Pflanze, nicht weiter ins Geflecht.
So ist jedenfalls meine Erfahrung.
Grüße
Joachim
> Aus einem Rhizom sprießt nur in Abständen eine neue Pflanze. Das Gift
> reicht aber maximal bis zur nächsten Pflanze, nicht weiter ins Geflecht.
> So ist jedenfalls meine Erfahrung.
Hallo
das diese Glyphos-Mittel nicht sonderlich wirksam sind, obwohl sonst
Gräser schnell angegriffen werden, könnte am schnellen Wachstum liegen.
(nur eine Vermutung) Vielleicht hat das Zeug, was nebenbei kein "Gift"
ist, einfach keine Zeit, entgegen dem Wachstum bis in die Wurzelspitzen
zu gelangen. Das wäre nämlich nötig um wirklich nachhaltig zu wirken.
gh
> das diese Glyphos-Mittel nicht sonderlich wirksam sind, obwohl sonst
> Gräser schnell angegriffen werden, könnte am schnellen Wachstum
> liegen. (nur eine Vermutung) Vielleicht hat das Zeug, was nebenbei
> kein "Gift" ist, einfach keine Zeit, entgegen dem Wachstum bis in die
> Wurzelspitzen zu gelangen. Das wäre nämlich nötig um wirklich
> nachhaltig zu wirken. gh
Ich denke erher, das liegt an der im Vergleich zu unseren Gräsern sehr
robusten Oberfläche von Bambus. Das Mittel auf den braunen Teil der
Stängel zu spritzen ist vollkommen sinnfrei, und der grüne Teil ist
offenbar auch sehr gut geschützt (vielleicht Wachs?). Mit dem Schwamm
funhktioniert es jedenfalls deutlich besser. Und regnen sollte es einige
Stunden auch nicht, sonst wird das Zeug gleich wieder abgewaschen.
Meine andere Methode (mit der Einmal-Spritze) wende ich bei einzelnen
Rhizomen an, die an Stellen laufen, wo ich nicht buddeln kann (z. B.
wegen Teichfolie). Hier kriegt dann jeder Spross die Spitze gekappt und
ein paar Tropfen Round-Up ins Innere, und Ruhe ist.
Am einfachsten und billigsten n. m. E ist es, um den Bambus einen
Streifen spatentief gelockerter Erde frei zu lassen. Da kann man dann
immer mal mit dem Dreizack, Sauzahn o. ä. nachgucken, was an Rhizomen
ausbüchsen will, und gleich wegstechen.