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Reifen Kompost lagern

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Matthias Klodt

unread,
Apr 19, 2010, 11:31:42 AM4/19/10
to
Moin zusammen,

ich bin gerade dabei, meinen Kompost umzusetzen bzw. zu sieben. Ich wei�
nicht, ob ich den komplett verarbeiten werde.

Wie lagert ihr "�bersch�sse? Spricht etwas gegen einen Thermokomposter?
Denn der liefert mir keine �berzeugenden Ergebnisse. Was ich gerade
siebe, ist nicht optimal verrottet (nach zwei Jahren).

Gru�
Matten

Klaus Meinhard

unread,
Apr 19, 2010, 11:51:54 AM4/19/10
to
Matthias Klodt wrote:

> Thermokomposter? Denn der liefert mir keine �berzeugenden Ergebnisse.
> Was ich gerade siebe, ist nicht optimal verrottet (nach zwei Jahren).

Wundert mich nicht. Man sollte auch keine Reifen kompostieren!

<gd&r>


--
Herzliche Gr��e,

Klaus Meinhard

Ina Koys

unread,
Apr 19, 2010, 12:07:03 PM4/19/10
to
Matthias Klodt schrieb:

> Moin zusammen,
>
> ich bin gerade dabei, meinen Kompost umzusetzen bzw. zu sieben. Ich wei�
> nicht, ob ich den komplett verarbeiten werde.
>
> Wie lagert ihr "�bersch�sse? Spricht etwas gegen einen Thermokomposter?

Er kostet Geld, Platz und ist meistens auch nicht schneller.

> Denn der liefert mir keine �berzeugenden Ergebnisse. Was ich gerade
> siebe, ist nicht optimal verrottet (nach zwei Jahren).

Was w�re optimal? Sand wird es nicht, soll ja auch nicht. Unser Kompost
wird im Sommer bei Handstreichelpflege kein halbes Jahr alt, dann ist er
zwar nun wirklich noch nicht reif, aber ausreichend reif und wird
ausgebracht. Da sind St�ckchen mit drin, aber die werden wahlweise
ausgesiebt oder mit verteilt. So ein Kompost darf nat�rlich nicht
"vergraben" werden, der muss noch weiter atmen und verrotten. Wird
deiner mal umgesetzt? Das hilft ungemein, danach sackt er sichtbar in
sich zusammen.

Ina
--
Es w�chst!
http://www.koys.de/Gemuese-Abenteuer/

Anna Mosler

unread,
Apr 19, 2010, 12:04:04 PM4/19/10
to
Matthias Klodt wrote:

> ich bin gerade dabei, meinen Kompost umzusetzen bzw. zu sieben. Ich

> weiß nicht, ob ich den komplett verarbeiten werde.
>
> Wie lagert ihr "Überschüsse?

Auf einem separaten Haufen. Im Idealfall habe ich drei Haufen auf einer
runden Fläche: den gesiebten, den umgesetzten mit dem Material von
vorigen Jahr (auf dem wächst dann ein Zierkürbis) und den, auf den
laufend Material kommt.

> Spricht etwas gegen einen Thermokomposter? Denn der liefert mir keine

> überzeugenden Ergebnisse. Was ich gerade siebe, ist nicht optimal
> verrottet (nach zwei Jahren).

Aus meiner Sicht spricht alles gegen einen Thermokomposter. Ich hatte in
meinem ersten Gartenleben einen gekauft und nach 2 Jahren verschenkt.

Doch was meinst du mit "optimal verrottet"? Das wäre wohl so, dass man
den Kompost gar nicht mehr zu sieben brauchte? Wenn du aber etwas
gröberes Material, kleine Ästchen z.B., zur Belüftung mit auf den Haufen
gibst, dann sind die nach 2 Jahren sind ganz weg.

Anna
--
Namen und Bilder von Unkraut bei http://tinyurl.com/5vn879


Monika Schleidt

unread,
Apr 19, 2010, 1:59:20 PM4/19/10
to
Anna Mosler schrieb:

Also bei uns gibt es ein drei Jahre System. Da ist ein Haufen, auf den
man alles schmeißt, Unkraut, Küchenabfälle, manchmal wird der dann sehr
hoch, aber das gibt sich dann bald wieder.
Im Frühjahr wird der umgedreht, da ist unten wunderbare Erde (die ist
dann obenauf und auf der wachsen die Zucchini, drunter ist alles andere).
Bevor man den umdreht, siebt man den zweiten Haufen vom vorigen Jahr
(auf dem voriges Jahr die Zucchini gewachsen sind) durch ein Sieb auf
einen dritten Haufen, das ist dann schon schön feine Erde, die man
verwenden kann. Die streut man dann auf den Garten etc, um wieder Platz
zu schaffen für's nächste Jahr.
Das machen wir schon seit vielen Jahren so, am dritten Haufen, mit dem
fertigen Kompost, bleibt dann manchmal was übrig, dann bleibt das halt
im nächsten Jahr da drunter, macht ja nix. Es hat auch Jahre gegeben, wo
wir aus irgendwelchen Gründen nicht umgeschaufelt haben, macht aber auch
nichts. Man darf das alles nicht so wissenschaftlich nehmen. Irgendwann
ist es verrottet und wenn irgendwelche kleinen Ästchen auf deinem Garten
landen, werden sie dort auch verrotten.
Ich hab mir z.B. angewöhnt, ziemlich viel vom Unkraut, das ich so
ausjäte, einfach gegen die Mauer zu schmeißen (da ist bei uns ein Haus
daneben, an das wir grenzen), und das verrottet dort auch ganz gut und
wird nie wieder gesehen.

Gruß, Monika


--
Monika Schleidt
Mon...@schleidt.org
(bitte, die Ziffer in der Adresse weglassen)

Frank Schaub

unread,
Apr 19, 2010, 2:30:30 PM4/19/10
to
Hallo Matten,

ich bin von meinem Thermokomposter �berzeugt, besonders wenn es um das
kompostieren von Rasenschnitt geht. Diesen mische ich mit Schreddergut
und durchmische ihn mit einem Komposthaken. Dabei wird er so warm, dass
ich nicht mit der Hand hineinfassen kann. Die allermeisten Samen
�berleben dies nicht. Den Kompost vom letzten Jahr habe ich dieses
Fr�hjahr verteilt und er ist ein wunderbares Mulchmaterial.
Der Vorteil f�r mich ist: Der Rasenschnitt ist weg und das
Staudenschreddergut vom Herbst (viele Samen!) ist "keimfrei".
Das Ergebnis ist aber keine wurmdurchsetzte Erde sondern Mulch, der auf
dem Acker weiter umgesetzt wird.

Ich habe aber auch zwei Haufen, die l�nger liegen bleiben d�rfen.

Gru�
Frank

Matthias Klodt

unread,
Apr 19, 2010, 3:54:20 PM4/19/10
to
Moin Anna (und Ina),

Am 19.04.10 18:04, schrieb Anna Mosler:

>> Wie lagert ihr "Überschüsse?

> Auf einem separaten Haufen. Im Idealfall habe ich drei Haufen auf einer
> runden Fläche: den gesiebten, den umgesetzten mit dem Material von
> vorigen Jahr (auf dem wächst dann ein Zierkürbis) und den, auf den
> laufend Material kommt.

So auch hier: den reifen Kompost, den ich heute gesiebt habe, dann den
vom letzten Jahr, der eben umgesetzt wurde, den frischen (das Silo ist
aber noch leer ;) ) sowie den aus dem Thermokomposter (auch jetzt gesiebt).

> Doch was meinst du mit "optimal verrottet"? Das wäre wohl so, dass man
> den Kompost gar nicht mehr zu sieben brauchte? Wenn du aber etwas
> gröberes Material, kleine Ästchen z.B., zur Belüftung mit auf den Haufen
> gibst, dann sind die nach 2 Jahren sind ganz weg.

Nein, die Ästchen meine ich nicht, die verwende ich weiter. Aber alles
andere ist wirklich feine, gut riechende Erde. Im Thermokomposter
dagegen ist die Erde faserig, teilweise wie schlecht verrotteter Stallmist.

Mir ging es darum, ob ich den Thermokomposter als Art Aufbewahrungsbox
für den gesiebten Kompost benutzen kann. Ich habe irgendwo gelesen,
dass, wenn der ungeschützt liegt, Regen den "auswaschen" könnte.

Gruß
Matten

Horst Felder

unread,
Apr 19, 2010, 4:14:22 PM4/19/10
to
Hallo Matthias!

Matthias Klodt <Matthi...@gmx.de> schrieb:


> Ich habe irgendwo gelesen, dass, wenn der ungeschützt liegt,
> Regen den "auswaschen" könnte.

Kompostschutzvlies?
http://www.pferdemistkompost.de/equihum/Kompostvlies_TOPTEX/kompostvlies_toptex.html

> Gruß
> Matten

--
Mit freundlichen Grüßen | GNU/Linux - damit ich auch
Horst Felder | morgen noch vernünftig
www.flohheim.de | arbeiten kann!

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Matthias Klodt

unread,
Apr 19, 2010, 6:24:09 PM4/19/10
to
Moin Horst,

Am 19.04.10 22:14, schrieb Horst Felder:

> Kompostschutzvlies?
> http://www.pferdemistkompost.de/equihum/Kompostvlies_TOPTEX/kompostvlies_toptex.html

LOL. Ich werde mir dir große Rolle bestellen ;)

Gruß
Matten

Horst Felder

unread,
Apr 20, 2010, 4:44:23 AM4/20/10
to
Hallo Matthias!

Matthias Klodt <Matthi...@gmx.de> schrieb:

> > Kompostschutzvlies?
> > http://www.pferdemistkompost.de/equihum/Kompostvlies_TOPTEX/kompostvlies_toptex.html
>
> LOL. Ich werde mir dir große Rolle bestellen ;)

Also die Wette hätte ich gewonnen (ist ja immer einer da der zu
faul zum scrollen ist)! :)

Unten auf der Seite steht:

"Auf besonderen Wunsch liefern wir auch kleinere Abmessungen.
Der Quatratmeterpreis beträgt € 2,95 . Die Lieferung von
Sondergrößen erfolgt zuzüglich Frachtkosten ab Lager Esslingen."

Meine vier Qm haben mich 11,80 Euronen gekostet (allerdings
ohne Porto, da der Anbieter eh gerade in der Gegend war)...

Matthias Klodt

unread,
Apr 20, 2010, 5:16:08 AM4/20/10
to
Moin Horst,

Am 20.04.10 10:44, schrieb Horst Felder:

>> LOL. Ich werde mir dir große Rolle bestellen ;)
>
> Also die Wette hätte ich gewonnen (ist ja immer einer da der zu
> faul zum scrollen ist)! :)

Nix da, hatte ich gesehen :). Schließlich lernt man im Jurastudium,
immer den Paragrafen vor und hinter dem einschlägigen zu lesen ;).

Also entweder nehme ich meine schwarze Folie oder eben den
Thermokomposter. Mal sehen, was übrig bleibt vom Kompost ...

Gruß
Matten (der gerade sieht, dass es regnet. Wurde ja auch mal Zeit)

Horst Felder

unread,
Apr 20, 2010, 6:07:59 AM4/20/10
to
Hallo Matthias!

Matthias Klodt <Matthi...@gmx.de> schrieb:

> > > LOL. Ich werde mir dir große Rolle bestellen ;)
> >
> > Also die Wette hätte ich gewonnen (ist ja immer einer da der
> > zu faul zum scrollen ist)! :)
>
> Nix da, hatte ich gesehen :).

Haha, guter Versuch! Aber wenn du das gelesen hättest, würde
dein vorheriger Kommentar ja keinen Sinn ergeben...

> Also entweder nehme ich meine schwarze Folie

Mit dem Vlies kann der Kompost atmen und die Huminstoffe werden
trotzdem nicht ausgespült.

Manfred Fiebig

unread,
Apr 20, 2010, 12:34:23 PM4/20/10
to
Am 19.04.2010 18:07, schrieb Ina Koys:
> Matthias Klodt schrieb:
>> Denn der liefert mir keine überzeugenden Ergebnisse. Was ich gerade

>> siebe, ist nicht optimal verrottet (nach zwei Jahren).
>
> Was wäre optimal? Sand wird es nicht, soll ja auch nicht. Unser Kompost

> wird im Sommer bei Handstreichelpflege kein halbes Jahr alt, dann ist er
> zwar nun wirklich noch nicht reif, aber ausreichend reif und wird
> ausgebracht. Da sind Stöckchen mit drin, aber die werden wahlweise
> ausgesiebt oder mit verteilt. So ein Kompost darf natürlich nicht

> "vergraben" werden, der muss noch weiter atmen und verrotten. Wird
> deiner mal umgesetzt? Das hilft ungemein, danach sackt er sichtbar in
> sich zusammen.

Das sehe ich genau so. Anderseits: Kompost, der älter als ein Jahr ist,
gehört im Frühjahr dorthin wo er gebraucht wird, nämlich auf die schon
umgegrabenen Beete. Er verrottet dort weiter und man kann von diesen
Beeten stark zehrendes Gemüse, wie alle Arten von Kohl etc. ernten.
Stöckchen sind im Folgejahr die Wasserspeicher für die Nutzpflanzen.

In warmen Lagen kann man es auch mit Melonen versuchen. Dazu wird das
Beet mit schwarzer perforierter Mulchfolie abgedeckt und ist ein wahrer
Magnet für die Enkel. Stellt euch mal diese Sensation vor, bei Oma und
Opa wachsen die Melonen nicht im Aldi sondern hinterm Haus. Das ganze
hat noch den Vorteil: Unter der Folie wächst kein Unkraut und die
darunter kriechenden gefräßigen Nacktschnecken vertrocknen tags in der
Sonne.

Einfach mal versuchen, noch ist es Zeit. Schwarze perforierte Folie gibt
es manchmal bei Lidl, aber auf alle Fälle in jedem gut sortierten
Gartenmarkt.

Anna Mosler

unread,
Apr 20, 2010, 12:48:35 PM4/20/10
to
Manfred Fiebig wrote:

> In warmen Lagen kann man es auch mit Melonen versuchen. Dazu wird das
> Beet mit schwarzer perforierter Mulchfolie abgedeckt

Zuckermelonen wachsen und tragen in meinem Garten auch ganz ohne
schwarze Folie.

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