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Wieviel Laub wirft eine Linde ab?

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Johannes Eberle

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Jul 27, 2000, 3:00:00 AM7/27/00
to
Hallo,
weiß jemand wieviel Laub kg oder m^3 eine 30 jährige Linde oder andere
Laubbäume in dem Alter in der Krone hängen haben und im Herbst
abgeworfen werden?
Was würdet Ihr schätzen?

Schöne Grüße,
Johannes

Martin Endrich

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Jul 27, 2000, 3:00:00 AM7/27/00
to


Hallo Johannes,
als 'alter' Weihenstephaner klingt das ja fast wie eine Physikaufgabe von Prof.
Vogel. Die Blattfläche eines Baumes beträgt in etwa das 10 bis 20-fache der
Bodenfläche über der sie gebildet wird. Bei einem ca. 30-jährigen Baum scheint
mit ein Kronendurchmesser von 10 bis 15 m realistisch (wer's genau wissen will
kann ja mal nachmessen). Kommen wir also auf eine Blattfläche in der Größenordung
von 1000m². Trockene Blätter dürften etwa die Masse von leichtem Papier haben,
also so ca. 60 bis 80g/m² (Auch dies liesse sich durch Messen überprüfen). Käme
dann eine Masse von 60 bis 80 kg raus (Größenordnungsmäßig).


Tatsächlich entspricht die Blatttrockenmasse 1 bis 6% der Baumtrockenmasse. 30%
steuern die Äste bei und der große Rest dann der Stamm.


Gruß, Martin von akelei.de

--
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Johannes Eberle

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Jul 27, 2000, 3:00:00 AM7/27/00
to
Martin Endrich wrote:

>Hallo Johannes,
>als 'alter' Weihenstephaner klingt das ja fast wie eine
>Physikaufgabe von Prof. Vogel. Die Blattfläche eines Baumes beträgt
>in etwa das 10 bis 20-fache der Bodenfläche über der sie gebildet
>wird. Bei einem ca. 30-jährigen Baum scheint mit ein
>Kronendurchmesser von 10 bis 15 m realistisch (wer's genau wissen
>will kann ja mal nachmessen). Kommen wir also auf eine Blattfläche
>in der Größenordung von 1000m². Trockene Blätter dürften etwa die
>Masse von leichtem Papier haben, also so ca. 60 bis 80g/m² (Auch
>dies liesse sich durch Messen überprüfen). Käme dann eine Masse von
>60 bis 80 kg raus (Größenordnungsmäßig).

Vielen Dank, Martin, so einen Physiklehrer hätte ich auch mal
gebraucht!

Schöne Grüße,
Johannes

Martin Endrich

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Jul 28, 2000, 3:00:00 AM7/28/00
to

>
>Vielen Dank, Martin, so einen Physiklehrer hätte ich auch mal
>gebraucht!
>
>Schöne Grüße,
>Johannes


Hallo Johannes,


Von Herrn Vogel stammt nicht nur ein (Standard?)-Werk der Physik sondern auch
eine Aufgabensammlung von Physikaufgaben für die Sekundarstufe 2 (Titel:
Aufgabensammlung Physik, Schroedel Schulbuchverlag, ISBN 3-507-10577-2) mit
Lösungen.


Hier einige Beispiele daraus:


Beispiel No.1: Frau Förster und ihr Hund
Frau Förster arbeitet im Garten vor ihrem Forsthaus, als ihr Hund aus dem Wald
kommt, an ihr hochspringt und wieder im Wald verschwindet. Nach einer Weile
wiederholt sich das. Frau Förster weiß, dass ihr Mann heimkommt und dass der Hund
von jetzt an fortwährend zwischen den beiden hin- und herlaufen wird. Sie weiß
aber nicht, wie schnell Herr und Hund sich bewegen, weiß aber, dass beide es mit
konstanter Geschwindigkeit tun. Wie oft muß der Hund mindestens kommen, damit
Frau Förster (ausgezeichnete Mathematikerin) das Essen auf die Minute genau auf
dem Tisch hat, und wie errechnet sie den Zeitpunkt? (Nicht ganz political korrekt
gab es bei dieser Aufgabe einmal die Formulierung ".... die Mahlzeit auf die
Minute genau auf dem Tisch hat. Er liebt sie heiß und sofort (die Mahlzeit
natürlich)."


Beispiel No.2:
Grüne Algen gibt es nur bis zu einigen m Wassertiefe, darunter werden sie durch
gelbe, braune oder rote ersetzt. Warum?


Beispiel No.3:
Stau am Stadtrand
Warum sind im Wochenendverkehr aus der Großstadt und zurück die schlimmsten Staus
immer am Stadtrand?


Beispiel No.4:
Nachdem alle anderen Aufgaben gelöst sind, hier zum Schluß die Bierdosenaufgabe
(klappt auch mit Wasser):
Jemand bekommt bei einem Picknick eine geöffnete Bierdose gereicht und überlegt,
bevor er sie auf den unebenen Boden stellt: "Jetzt ist der Schwerpunkt in der
Mitte; trinke ich etwas ab, so sinkt der Schwerpunkt, also steht die Dose besser;
wenn sie ganz leer ist, liegt der Schwerpunkt wieder in der Mitte. Bei
irgendeiner Füllung muß er also am tiefsten liegen." Lösen Sie diese Aufgabe a)
mit, b) ohne Differentialgleichung. Ohne ist es schwerer, aber interessanter.


Viel Spaß beim Lösen, Martin von akelei.de

Steffen H.

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Jul 28, 2000, 3:00:00 AM7/28/00
to

"Johannes Eberle" <joh...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:8lpkri.3...@joe.cocosh.de...

> Hallo,
> weiß jemand wieviel Laub kg oder m^3 eine 30 jährige Linde oder andere
> Laubbäume in dem Alter in der Krone hängen haben und im Herbst
> abgeworfen werden?

trocken oder noch grün (das laub)
das laub ganz oder geschräddert (wegen der qm?)

von ner uralten eiche kommt nicht viel laub zusammen wenn ichs im herbst
kompostiere, kein qm allerdings fahr ich mit dem rasenmäher ein paar mal
rüber (denke das das 1/10 des volumens ausmacht) vom gewicht würde ich sagen
das ich das gesamte laub auf einmal tragen kann (wenn denn klein genug ist
um alles zu fassen)

steffen

Werner Sondermann

unread,
Jul 29, 2000, 3:00:00 AM7/29/00
to
"Johannes Eberle" <joh...@gmx.de> schrieb:

....................................


> von ner uralten eiche kommt nicht viel laub zusammen wenn ichs im
herbst

> kompostiere,......................

Eichenlaub eignet sich nicht gut zum Komposstieren !
Weiss garnich so genau warum, warscheinlich w.g. des hohen
Gerbsaeureanteils der Blaetter.
Wer weiss mehr ?

Sondermann

Gerhard Zahn

unread,
Jul 29, 2000, 3:00:00 AM7/29/00
to
Am Sat, 29 Jul 2000 11:48:48 +0200, schrieb "Werner Sondermann"
<w.sond...@12move.de> :

Hallo Werner,


>Eichenlaub eignet sich nicht gut zum Komposstieren !

es dauert halt....

>Weiss garnich so genau warum, warscheinlich w.g. des hohen
>Gerbsaeureanteils der Blaetter.

Das vermute ich auch, aber wer Eichenlaub zum Mulchen oder
Kompostieren verwenden will, sollte halt nicht mit Kalk
(kohlensauerem) geizen.

Und dann hat Laub ein Stickstoffdefizit u Eichenlaub vielleicht ein
besonderes, das man durch Hornmehl oder dergl. ausgleichen sollte.

Beste Grüße G e r h a r d

Gerd Krug

unread,
Jul 29, 2000, 3:00:00 AM7/29/00
to
in...@akelei.de meinte am 27.07.00
zum Thema "Re: Wieviel Laub wirft eine Linde ab?":

Hallo Martin,

> Tatsaechlich entspricht die Blatttrockenmasse 1 bis 6% der
> Baumtrockenmasse. 30% steuern die Aeste bei und der grosse Rest dann
der
> Stamm.

Prima Uebung in de.sci.mathematica ,-)

Ich hatte fuer unsere Linde (27 m hoch) ca. 3 m3/Jahr gerechnet; nach
Kompostierung bleiben nach 3 Jahren ca. 0,3-0,4 m3 uebrig.

-> Gruesse aus meinem kleinen Gartenhaeuschen, Gerd

Elisabeth Eder

unread,
Jul 30, 2000, 3:00:00 AM7/30/00
to

Johannes Eberle schrieb in Nachricht <8lpkri.3...@joe.cocosh.de>...

>Hallo,
>weiß jemand wieviel Laub kg oder m^3 eine 30 jährige Linde oder andere
>Laubbäume in dem Alter in der Krone hängen haben und im Herbst
>abgeworfen werden?
>Was würdet Ihr schätzen?
>
>Schöne Grüße,
>Johannes

Hallo Johannes, meine Linde ist zwar nur 20 Jahre alt, hat aber den enormen
Vorteil, dass sie das Laub meistens innerhalb von einigen Tagen komplett
verlöeiert, sodass sich das Zusammenrechen wenigstens lohnt und im Kompost
verrottet es sehr schnell. Mit dem rasenmäher geschnitten, könntest Du es
prima über den Winter unter die Büsche werfen, das ist eion guter
Frostschutz und die Viecher freuen sich. ciao eli

Steffen H.

unread,
Jul 30, 2000, 3:00:00 AM7/30/00
to

"Werner Sondermann" <w.sond...@12move.de> schrieb im Newsbeitrag
news:8lu9c8$11bf$1...@wrath.news.nacamar.de...

> "Johannes Eberle" <joh...@gmx.de> schrieb:
>
> ....................................
> > von ner uralten eiche kommt nicht viel laub zusammen wenn ichs im
> herbst
> > kompostiere,......................
>
> Eichenlaub eignet sich nicht gut zum Komposstieren !
> Weiss garnich so genau warum, warscheinlich w.g. des hohen
> Gerbsaeureanteils der Blaetter.
> Wer weiss mehr ?

geht aber - mich das im sommer/ herbst mit rasenschnitt und nach 2 jahren
ist erde.
wichtig dabei ist das die blätter geschreddert sind = möglichts große
oberfläche.
sind massenweise regenwürmer im laub/ grassschnittkompost

steffen

Johannes Eberle

unread,
Jul 31, 2000, 3:00:00 AM7/31/00
to
Werner Sondermann wrote:

> warscheinlich w.g. des hohen
>Gerbsaeureanteils der Blaetter.
>Wer weiss mehr ?

Ja, da liegst Du vollkommen richtig, Gerbstoffe haben eine
antimikrobielle Wirkung, das kommt als Ursache in Frage. Vielleicht hat
Eichenholz im Vergleich zu Weichhölzern noch ein paar 'stärke'
Gewebeschichten, die ebenso wie im Holz für Schwere und Haltbarkeit
sorgen.

Schöne Grüße,
Johannes

Werner Sondermann

unread,
Aug 8, 2000, 3:00:00 AM8/8/00
to

"Johannes Eberle" <joh...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:8m2dvo.3...@joe.cocosh.de...

> Ja, da liegst Du vollkommen richtig, Gerbstoffe haben eine
> antimikrobielle Wirkung, das kommt als Ursache in Frage. ....
[...snip...]

Meine Mutter raet hierzu noch, ausser Eichenlaub, auch kein Eschenlaub
sowie auch keine Rharbarberblaetter, Kartoffelschalen, das
Kartoffelkraut und die Kohlstruenke im Herbst, auf den Komposthaufen
zu geben.
Die alten "Gartenfreaks" wissen wohl noch, was richtig und nicht so
empfehlenswert ist !

Sondermann

Bernhard Albert

unread,
Aug 8, 2000, 3:00:00 AM8/8/00
to

w.sond...@12move.de (Werner Sondermann ) meinte am 08.08.00 im
Brett /DE/REC/GARTEN zum Thema "Re: Wieviel Laub wirft eine Linde
ab?":

> Meine Mutter raet hierzu noch, ausser Eichenlaub, auch kein


> Eschenlaub sowie auch keine Rharbarberblaetter,
> Kartoffelschalen, das Kartoffelkraut und die Kohlstruenke im
> Herbst, auf den Komposthaufen zu geben.

Hier ist zu trennen: Kartoffelabfälle und Kohlabfälle kommen wegen der
Krankheiten des Kohls und der Kartoffeln nicht auf den Haufen.

Rhabarberblätter wegen der Oxalsäure, sogar beim Spinat wird auf den
Samenpackungen empfohlen die Wurzeln auszugraben und im Hausmüll zu
entsorgen. Wobei es eine heftig widerstreitende Fraktion gibt, die die
Bedeutung des Spinats zur Bodenverbesserung hervorhebt und ihn sogar
als Gründünger einsetzt.

> Die alten "Gartenfreaks" wissen wohl noch, was richtig und
> nicht so empfehlenswert ist!

Und die empfehlen deshalb auch die Bereitung eines speziellen
Laubkompostes, der getrennt vom üblichen Kompost aufgeschichtet wird
und zu einem überaus beliebten und stabilen Laubhumus verrottet,
weißen allerdings darauf hin, daß insbesondere Eichen- und
Walnußblätter die Zersetzung noch einmal hinauszögern.

Wenn Laubkompost so ein schlechtes Ding wäre, dann würde man beginnen
im Winter mit der Kehrmaschine durch den Wald zu fahren.

Grüße
Bernhard

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