Stefan
Gruß Lutz
Stefan Sander schrieb:
>
> Wir haben im Garten zwei Nistkästen (die üblichen aus Beton) aufgehängt, die
> auch von den Vögeln genutzt wurden. Die Kästen reinigen wir immer im
> Frühjahr. Dieses Jahr war in einem Kasten noch ein Gelege mit Eiern (darüber
> ein weiteres Nest mit offensichtlich erfolgreicherem Ausgang) und in dem
> anderen Kasten war u.a. ein skelettiertes Küken. Wir haben also die Kästen
> geleert und den leeren Kasten mit Seifenlauge gereinigt.
....snip
--
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Hallo Stefan,
das mit den Flöhen kommt mir durchaus bekannt vor. Das hat uns aber nicht davon
abgehalten weiter Nistkästen aufzuhängen. Lediglich beim Reinigen der Nistkästen
hat es sich als vorteilhaft erwiesen, das bei Frost zu machen, denn da sind die
"lieben" Viecher in Winterstarre und deshalb sehr träge bzw. starr.
Unser Vorgehen war immer folgendes:
Nistkasten bei Frost reinigen und das Nest ... in eine Papiertüte stecken und
anschließend auf einem Feuer verbrennen, dann waren die Flöhe ... mit vernichtet
und das ganze ohne Chemie.
Mathias
> Beim Ausräumen der Kästen wurden wir allerdings von
> Insekten überfallen, die sich als Flöhe entpuppten. Bis wir
> alle (toi, toi, toi) gefangen (letztendlich haben wir keine
> Gefangenen gemacht) haben, mußten wir einige Stiche hinnehmen.
> Da wir so eine Überraschung nächstes Jahr nicht wieder erleben
> wollen, zögern wir noch etwas mit dem Aufhängen der
> Nistkästen.
Es läßt sich nicht wirklich vermeiden - alle Wildtiere haben Läuse,
Flöhe und/oder Milben. Deshalb klopfe ich die Kästen, die abgenommen
werden können, nach dem Öffnen über dem Komposthaufen kräftig aus. Bei
denen die so fixiert sind, daß ich sie nicht abnehmen kann, wird nur
ausgefegt - da riskier ich dann schon mal einen Biß.
Viel Sorgen muß man sich aber bei diesen Vogel-, Fledermaus- oder
Bilchflöhen nicht machen, die bleiben nie beim Menschen, sondern
beißen nur aus Verzweiflung und weil sie halbverhungert sind. Flöhe
sind stark auf den spezifischen Wirt fixiert - das ist im Grunde auch
bei Katzen- und Hundeflöhen so. So ein Hund kann schon ne Menge Flöhe
haben, bevor die mal überspringen. Nervig sind Igelflöhe - Menschen
scheinen aus Sicht der Igelflöhe einen igelähnlichen Geruch zu haben.
Die wird man nur zögerlich wieder los und die hüpfen auch leicht mal
vom Igel auf den Menschen über.
Etwas Schutz und eine heiße Dusche befreien Dich sicher wieder von
allem Ungeziefer, daß in solche einem Kasten haust.
Insektenvernichtungsmittel solltest Du in jedem Fall nicht einsetzen,
das kann den Jungvögeln schaden, ...
Grüße
Bernhard
Stefan
Genau, ist doch ganz schön auch mal eine Haselmaus oder Fledermaus zu
plätten - Tierwelt ade, ...
Kauf Euch doch Ziernistkästen mit kleine Stangen davor und
aufgeklebten oder aufgemalten Einflugöffnungen, auf die ihr dann
Ziervögel aus wetterfestem Kunststoff klebt. Dann legt ihr noch ne
Vogelstimmen CD in Euren Ghettoblaster und ruh hat die Natur.
Grüße
Bernhard
> Kauf Euch doch Ziernistkästen mit kleine Stangen davor und
> aufgeklebten oder aufgemalten Einflugöffnungen, auf die ihr dann
> Ziervögel aus wetterfestem Kunststoff klebt. Dann legt ihr noch ne
> Vogelstimmen CD in Euren Ghettoblaster und ruh hat die Natur.
Oh Mann, muß den gleich ein persönlicher Angriff kommen, der auf nichts
anderes basiert als auf eine durch nichts gerechtfertigte Unterstellung ?
Was
ist denn so toll an Flohstichen ? Und sind Nistkästen nicht generell ein
Eingriff in die
Natur ? Und das Füttern von Vögeln im Winter ? Und das Aufpäppeln von Igeln
im Herbst ? Dein vermeintlich zynischer Vorschlag hätte tatsächlich den
Vorteil, dass die Natur sich selbst überlassen bliebe - vielleicht wäre das
sogar richtiger.
Wenn ich das Wassertauchen im Winter mache, dürfte das Risiko, andere Tiere
zu töten, relativ gering sein. Allerdings kann es eben auch sein, daß
Marienkäfer im Nistkasten überwintern, und die täten mir mehr leid als die
Flöhe.
Stefan
Das musst du jetzt aber schon verraten, wo die hängen!
>Und von
>Fledermäusen, die in normalen Nistkästen hausen, habe ich noch nie gehört,
>und wir haben immer in Gegenden gewohnt, wo Fledermäuse ansässig waren (in
>einer Wohnung hatten wir sogar welche unter dem Dach).
>
Ich hab mal vor fünfzehn Jahren bei einem Forschungsprojekt mit über
1000 Nistkästen mitgemacht; da wohnten teils ganze Wochenstuben von
Fledermäusen drin. Wichtigste Voraussetzung scheint -- neben sonst
günstigen Bedingungen für die jeweilige Art -- eine langjährige
Kontinuität zu sein. Nach einem Jahr oder zweien hast du noch keine
Fledermäuse da drin; da fangen die höchstens an, so eine potentielle
Möglichkeit zu registrieren -- wenn das übrige Umfeld passt.
Zum direkten Thema noch: Flohbefall der bebrüteten Kästen ist völlig
normal. Im Rahmen des genannten Projekts wurden die Kästen (ohne
Abhängen) im Spätherbst einfach manuell mit grober Bürste gereinigt
-- den Rest erledigte dann der Frost.
Johann
Die Nistkästen hängen an Haken unter dem Giebel in ca. 2 bzw. 3,5 Metern
Höhe. Ohne Kletterhaken und Seil dürfte es die Haselmaus schon sehr schwer
haben. Wir haben Stellen ausgesucht, die von Katzen nicht erreicht werden
können, schließlich haben wir in der Nachbarschaft ca. 20 Katzen, die sich
im Frühjahr auf die Jagd begeben - Haselmäuse dürften es somit doppelt
schwer haben.
> Ich hab mal vor fünfzehn Jahren bei einem Forschungsprojekt mit über
> 1000 Nistkästen mitgemacht; da wohnten teils ganze Wochenstuben von
> Fledermäusen drin. Wichtigste Voraussetzung scheint -- neben sonst
> günstigen Bedingungen für die jeweilige Art -- eine langjährige
> Kontinuität zu sein. Nach einem Jahr oder zweien hast du noch keine
> Fledermäuse da drin; da fangen die höchstens an, so eine potentielle
> Möglichkeit zu registrieren -- wenn das übrige Umfeld passt.
Das ist interessant, aber an dem übrigen Umfeld scheitert es wahrscheinlich.
Wir wohnen in einer typischen Vorstadtwohngegend (allerdings in der Nähe zu
einem Wald), und unser Grundstück grenzt an zwei Straßen. Da Fledermäuse
sehr scheu sind und meist ruhige Plätze suchen, glaube ich nicht, daß sie
hier eine Behausung wählen würden.
Was mich aber da interessieren würde: Es gibt ja auch die Fledermauskästen
(mit rechteckiger Öffnung unten); wenn man Fledermäusen einen solchen Kasten
anbieten würde (mehr kann man ja nicht tun), wie müßte man ihn placieren?
Außerdem wäre das ja dann eine Ganzjahresbehausung, die Kästen sollte man
dann doch tunlichst nicht reinigen, oder?
> Zum direkten Thema noch: Flohbefall der bebrüteten Kästen ist völlig
> normal. Im Rahmen des genannten Projekts wurden die Kästen (ohne
> Abhängen) im Spätherbst einfach manuell mit grober Bürste gereinigt
> -- den Rest erledigte dann der Frost.
Vielleicht lag es daran, dass wir diesmal die Kästen erst im Frühjahr
gereinigt haben.
> Das ist interessant, aber an dem übrigen Umfeld scheitert es
> wahrscheinlich. Wir wohnen in einer typischen
> Vorstadtwohngegend (allerdings in der Nähe zu einem Wald), und
> unser Grundstück grenzt an zwei Straßen. Da Fledermäuse sehr
> scheu sind und meist ruhige Plätze suchen, glaube ich nicht,
> daß sie hier eine Behausung wählen würden.
Das glaube ich doch - zahlreiche Fledermäuse unterschiedlicher Arten
leben inzwischen in den Hochhäusern, die in Frankfurt die Skyline
bilden. Wenn man an einem schwülen Abend den inneren Anlagenring
entlang geht, wenn die Insekten tief fliegen, dann kann man sie fast
mit den Händen berühren, wenn sie einem über den Kopf fliegen.
Ich kenne Leute, die häufiger im Herbst ein Problem haben, wenn
Fledermäuse ein Winterquartier suchen. Die haben mit einem Mal die
Vorstadt- oder mittlere Kleinstadtwohnung voller Fledermäuse. Es gibt
natürlich sehr empfindliche Arten, denen so ein Mißgeschick seltener
geschieht. Aber trotzt ihrer Seltenheit fallen einem Fledermäuse
manchmal mitten ins Leben, gerade weil ihnen der Lebensraum allerorten
streitig gemacht wird.
> Was mich aber da interessieren würde: Es gibt ja auch die
> Fledermauskästen (mit rechteckiger Öffnung unten); wenn man
> Fledermäusen einen solchen Kasten anbieten würde (mehr kann
> man ja nicht tun), wie müßte man ihn placieren? Außerdem wäre
> das ja dann eine Ganzjahresbehausung, die Kästen sollte man
> dann doch tunlichst nicht reinigen, oder?
Nach den Beschreibungen des NABU werden sie im Gegensatz zu den
Nistkästen der Vögel nicht schon ab September, sondern erst spät im
Herbst gereinigt. Nach den Beschreibungen dort suchen sich die
Fledermäuse, die im Sommer in solchen Kästen wohnen im Herbst ein
Winterquartier, in dem sie nicht frostgefährdet sind.
"Ihr Winterquartier in Felshöhlen und Häusern kann man kaum
vervielfachen (außer durch Berücksichtigung bei Neubau und Sanierung
B.A.). Unser Ziel ist deshalb, den im Wald lebenden Fledermäusen, die
auch ihre Jungen dort zur Welt bringen, wettergeschützte und vor
Feinden sichere Sommeraufenthalte zu bieten. Wegen der hohen
Empfindlichkeit der Fledermäuse - gegen Störungen wird geraten,
besonders von Mitte Juni bis Ende Juli diese Kästen zu meiden, da
Fledermäuse um diese Jahreszeit ihre Jungen gebären und bei sich
tragen und diese bei Störungen leicht verlieren können. Die Nisthilfen
sind in jedem Fall so anzubringen, daß die Fledermäuse freien Anflug
haben. Aufhängungsort: Die Sonnenseiten von Bäume und Häuser."
So eine Fledermaus verkraftet die Abkühlung auf z.B. minus 20 Grad
genauso wenig wie wir. Sie ist zudem viel kleiner, sie muß also
tatsächlich ständig fressen und motorisch aktiv sein, um die
Körpertemperatur bei einer solchen Umgebungstemperatur entsprechen
hoch zu jagen - deshalb: Winterquartier.
Anregungen zum Eigenbau und zur Anregung von Nisthilfen für Vögel,
Fledermäuse, Bilche und Insekten gibt es gegen 5 DM bei:
NABU
Altkreis Norden
Wilde-Äcker-Weg 42
26529 Upgangt-Schott
Tel. 04934 5527
Anregungen zur Berücksichtigung solcher Tiere bei Neubau und Sanierung
mit dem Titel "Platz für fliegende Untermieter" gibt es gegen 3 DM in
Briefmarken bei:
NABU Niedersachsen
Calenberger Str. 24
30169 Hannover
Grüße
Bernhard
> Ich hab mal vor fünfzehn Jahren bei einem Forschungsprojekt
> mit über 1000 Nistkästen mitgemacht; da wohnten teils ganze
> Wochenstuben von Fledermäusen drin. Wichtigste Voraussetzung
> scheint -- neben sonst günstigen Bedingungen für die
> jeweilige Art -- eine langjährige Kontinuität zu sein.
Danke - ich wußte, daß ich irgendwo Hinweise zu einer solchen
Untersuchung habe, habe sie aber nicht gefunden und deshalb bisher
diesbezüglich nicht profund antworten können. Da kann also schon so
einiges passieren, wenn man die Kästen einfach unter Wasser hält bis
wirklich alles ertrunken ist.
> >Dort, wo bei uns die Nistkästen hängen, kommt keine Haselmaus
> >hin.
> Das musst du jetzt aber schon verraten, wo die hängen!
Ich habe Bilche schon an den merkwürdigsten Stellen gefunden, z.B.
Siebenschläfer im Rolladenkasten, ... und das Mitten in der Stadt auf
einem Balkon im ersten Stock. Die scheinen ganz erstaunliche
Kletterleistungen zu erbringen - wobei ich bei der beschriebenen
Anbringung doch meine Zweifel habe.
Grüße
Bernhard