On 07.08.2023 12:38, Lutz Meisinger wrote:
> Ich fände es aber immer noch interessant zu wissen, wie sich der Oxalsäuregehalt von
> Rhabarberstangen zwischen Mai und Juli ändert. Vielleicht bekomme ich das auch selber heraus.
Nachdem ich jetzt mal Google befragt habe, halte ich das
eher für eine überlieferte Legende. Man findet immer nur
einen Wert ohne einen Bezug zur Erntezeit, aber mit sehr
unterschiedlichen Werten.
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/pdf/tabelle_oxalsaure.pdf
800 mg/100g
https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pfd_2009/11_09/EU11_636_639.qxd.pdf
460 mg/100g
Bei Spinat nimmt die Konzentration anscheinend sogar ab:
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/inhaltsstoffe/oxalsaeure
|| So haben Analysen gezeigt, dass bei einer Spinatprobe der Oxalsäuregehalt
|| zwischen 506 und 981 mg pro 100 g schwankte. Im Herbstspinat findet sich
|| überdies um 30 Prozent weniger Oxalsäure als im Frühlingsspinat. ( 9)
https://www.freiburger-nachrichten.ch/darf-rhabarber-in-monaten-mit-r-nicht-gegessen-werden/
|| Die Analyse des Knöterichgewächses zeigt: Rhabarber enthält kein Gift. Ihr
|| frisch-herber Geschmack kommt von der Oxalsäure. «Eine Studie hat gezeigt,
|| dass der Gehalt an Oxalsäure über die Saison hin nicht ansteigt», sagt Roland
|| Fasnacht. Und er muss es wissen: Der Gemüseproduzent baut in Sugiez selber
|| Rhabarber an.
||
|| Roland Fasnacht erntet das Gemüse von April bis Juni. «Nach dem 21. Juni
|| nehmen uns die Grossverteiler kein Rhabarber mehr ab, da sind sie strikt.»
|| Er hätte aber auch gar nicht genug Ware, um noch länger Rhabarber zu
|| verkaufen, sagt Fasnacht. Und das sei eigentlich gut so: «Das ist ein
|| Schutz für die Pflanze.» Die Rhabarber müsste vor dem Winter noch einmal
|| so gross werden wie im Frühling, damit «sie genug Kraft ins Rhizom
|| zurückfliessen lasse».
https://mediatum.ub.tum.de/doc/680408/680408.pdf
|| So kann beispielsweise eine alimentäre Gesundheits-
|| gefährdung durch Oxalsäure nach BERTLING (1987) sowie VOLLMER u. Mit. (1995)
|| ausgeschlossen werden, weil lediglich die freie Oxalsäure und deren lösliche Salze giftig
|| sind. Auch bei Lebensmitteln mit solch hohem natürlichem Oxalsäuregehalt wie Spinat und
|| Rhabarber liegt jedoch nur ein geringer Teil in löslicher Form vor.