Am 08.07.2012 00:41, schrieb Karl Jahn:
> Meine Stellplätze sind kaum noch zu erkennen, weil sie zu fast zu 100
> Prozent mit Unkraut bedeckt sind, das aus den Fugen zwischen den
> Pflastersteinen wächst. Die harten Unkrautvernichtungsmittel, sowie
> Essigsäure / Salz will ich nicht wegen Verbot nutzen.
...*darf* ich nicht wegen Verbot... würde eher Sinn machen :-)
> Herauskratzen würde wahrscheinlich zwei Tage dauern.
... und wäre zudem nicht dauerhaft - bis zu einem gewissen
Alter aber durchaus gesund und billiger als der regelmäßige
Gang in die Muckibude.
> Hat jemand einen Tip, wie ich meine Plätze vollkommen von
> dem Unkraut befreien kann?
Wenn es nur darum geht, es einmalig zu entfernen, gibt es
sicherlich viele Möglichkeiten und ich halte das, was Du
zunächst unternommen hast für eine der besten:
> Mit dem "Flammenwerfer" hatte ich leider keinen Erfolg :
> (
Dabei geht es aber nicht darum, das Grün vollständig zu
verbrennen, sondern darum, es so zu schädigen, dass es
möglichst lange keine Chance zur Photosynthese bekommt. Um
das zeit- und energieraubende Verbrennen zu vermeiden, gehe
ich deshalb zuvor mit dem Rasenmäher (auf der niedrigsten
Stufe) über die Fläche. Bei Stellplätzen kann man durchaus
darüber nachdenken, statt der üblichen Unkrautverbrenner
gleich einen solchen Gasbrenner einzusetzen, den die
Dachdecker verwenden. Kosten lassen sich damit auch noch
einsparen, weil die Kartuschen ja nicht ganz preiswert sind.
Die Umgebung sollte man dabei aber gut im Auge behalten,
damit nichts Schlimmes passiert. Bei uns traf es lediglich -
als die beste aller Ehefrauen den Vorgang mal beschleunigen
wollte - eine angrenzende Buchsbaumhecke, die nach einem
Jahr aber wiederkam. Im Internet wirst Du schlimmere
Beispiele finden.
Da Meristeme und speziell auch Vegetationspunkte vieler
Kräuter weit unterhalb der Pflaster-Oberfläche liegen
können, muss der Vorgang des Abfackelns in den nächsten
Wochen so oft wiederholt werden, bis die Energie der
unterirdischen Pflanzenteile zur Neubildung Photosyntese
betreibenden oberirdischen Grüns verbraucht ist.
Kärchern mit Terrassentopf - ebenfalls über Wochen
wiederholt, bis nichts mehr nachkommt - ist sicherlich als
gleichwertig anzusehen. Materialschonend ist das aber gerade
nicht. Anschließend muss zudem in der Regel neu verfugt werden.
Neu ist mir die Methode, die Gerhard soeben eingestellt hat.
Ich halte sie für vielversprechend, wenn nicht gerade (bei
*nur* einer sechs Wochenfrist) Ackerschachtelhalm aus den
Fugen wächst. Letztgenannter würde allerdings auch das
Abfackeln und Kärchern überstehen.
Alle genannten Methoden dürfen natürlich nicht als dauerhaft
angesehen werden, weil immer mal wieder Kräutersamen
gestreut werden.
Auch dauerelasische Verfugungen unterliegen einem
Verfallsdatum und sind - insbesondere bei großen Flächen -
nicht eben ganz billig. Selbst setze ich diese Mittel nur
dann ein, wenn auch die Pflasterung viel Aufwand erforderte
(in der Art oder im Material) und die o.g. Methoden auf
Dauer zu Schäden führen würden.
Mit Rasengittersteinen lässt sich aus der Not eine Tugend
machen.
Wenn der Bebauungsplan es zulässt, würde ich bei
Stellplätzen immer über eine Bedachung nachdenken, zumal
dann außerdem noch die Karossen optimal geschützt werden.
Gruß,
Kalle