Vielen Dank, Sigrid
hallo Sigrid,
hier ein Auszug aus Florida Agricultural Information Retrieval System:
SYNERGISTS: PIPERONYL BUTOXIDE AND N-OCTYL BICYCLOHEPTENE DICARBOXIMIDE
(MGK 264)
Synergists are chemical agents included in pesticide products to enhance
the killing power of the active ingredients. The widely used insecticide
synergists act by inhibiting the enzymatic degradation of pyrethrins,
rotenone, N-methyl carbamates, and possibly some other insecticides.
There is limited dermal absorption on contact. Inherent toxicity in
mammals is low. Large absorbed doses may theoretically enhance the toxic
hazard of the rapidly metabolized insecticides used today, although
inhibition
of human drug-metabolizing enzymes by these agents has not actually been
demonstrated. Their presence in pesticide products to which humans are
exposed does not change the basic approach to management of poisoning,
except that some possibility of enhanced toxicity of the active
insecticidal
ingredients should be kept in mind.
Dieses Dokument wurde u.a bei Recognition and Management of Pesticide
Poisonings, 4th edition, Chapter 15, Environmental Protection Agency
publiziert.
Ich hoffe damit geholfen zu haben.
martin
Martin Lehmann <mleh...@merck.de> schrieb im Beitrag
<356CFD...@merck.de>...
Aber hallo !
Einfach toll (der Artikel). Ich wuerde den ganzen Krams
hoechstwahrscheinlich
noch nicht einmal in hochdeutsch verstehen. Aber in auslaendisch??
Und was steht da denn nun ?? Ist der Kram gut oder boese.
Uli aus Kiel
--
Nimm niemanden zu ernst !
Vor allem Dich selbst!
Zunaechst mal: Gespruehte Insektizide sind bienengefaehrlich und duerfen
daher nicht auf Blueten und Bluetenknospen gespritzt werden. Bei
wirklich "natuerlichem" Pyrethreum zerfaellt dieses innerhalb von ca. 1
Woche. Das wuerde ich aber nur glauben, wenn ich dieses aus frischen
Chrysanthemen selbst zubereitet habe. In der Industrie wird dieses Gift
jedoch oft modifiziert, so dass es haltbar gemacht wird (z. T. bis zu 10
Jahre oder laenger). Das sind dann die sog. Pyrethroide. Diese sind auch
fuer den Menschen sehr giftig (Nervengift).
Gruss
Martin
Hallo,
gut! doch da wir in einer DE-NG sind, sei doch so gut und übersteze
einfach die wichtigsten Passagen damit sie jeder versteht,
Danke, Lutz
danke Martin, leider konnte auch ich, trotz brauchbarer Englischkenntnisse,
mit dem Artikel nicht soo viel anfangen. Aber eine offensichtlich ziemlich
faehige Dame im Blumenfachhandel hat mir heute neues eroeffnet: Fuer essbare
Pflanzen empfahl sie mir "Neudosan", dessen Gift sich innerhalb von 24 Std.
wieder abbaut. "Struzil" solle ich fuer Zierpflanzen verwenden., ansonsten
mind. 2 Wochen warten mit dem Verzehr....Mittlerweile habe ich schon wieder
andere Sorgen, doch dazu in einer extra-mail, named "schaut aus wie
Zuckerwatte..."
Ciao, Sigi
Martin Lehmann wrote:
> Sigrid Krug wrote:
> >
> > Hm, (Balkon-)Gartenneuling.......
> > Also, hab ueberall Weihrauch dazwischengestellt, Knoblauchzehen in die
> > Erde gesteckt und trotzdem Horden von Blattlaeusen auf meinen Paprika
> > entdeckt, wie neulich schon auf den Rosen. Im Fachhandel hat man mir
> > "Spruzit" (Natur-Pythrethrum: Pyrethrine, Piperonylbutoxid) dagegen
> > gegeben, bei den Rosen hat es gewirkt und so hab ich auch meine Tomaten
> > und Paprika damit bespritzt. Dazwischen keimen gerade verschiedene
> > Kraeuter, Bohnenkraut, Dill etc. Zu spaet kam mir der Gedanke, dass man
> > die ja dann wohl nicht mehr essen kann, oder doch? (Das Basilikum hat es
> > eh nicht ueberlebt).
> > Bitte, wer kann mir sagen, wie giftig das "Spruzit" ist bzw. was man
> > sonst noch so machen kann?
> >
> > Vielen Dank, Sigrid
>
> hallo Sigrid,
> hier ein Auszug aus Florida Agricultural Information Retrieval System:
>
versuch es unter http://hammock.ifas.ufl.edu/.
Das ist die Florida Info.
Mehr Infos über dieses Thema auch unter www.fda.gov.
gruß martin
--
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Martin Lehmann Merck KGaA
Tel.: 06151-72-7676 Zentrale Forschungsanalytik
Internatl.: +49-6151-72-7676 Analytische Forschung
Fax: [..49] (0)6151-72-90212 Frankfurterstrasse 250
e-mail: mleh...@merck.de 64271 Darmstadt
URL: http://www.merck.de
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hallo lutz,
entschuldige, hat ja recht.
hier dir Übersetzung:
"Synergisten sind die chemischen Vertreter, die in den
Schädlingsbekämpfungsmittelprodukten umfaßt werden, um die
Tötungenergie der Aktivsubstanzen zu erhöhen. Die allgemein verwendeten
Insektenvertilgungsmittelsynergisten verfahren nach dem Hemmen der
enzymatischen Verminderung der Pyrethrine, des Rotenone, der
N-Methylcarbaminate und vielleicht anderer Insektenvertilgungsmittel.
Es gibt begrenzte Hautabsorption auf Kontakt. Zugehörige Giftigkeit in
den Säugetieren ist niedrig. Große aufgesogene Dosen können die
Vergiftungsgefahr der schnell umgewandelten Insektenvertilgungsmittel
theoretisch erhöhen, die heute benutzt werden, obgleich Hemmung der
menschlichen Droge-drug-metabolizing Enzyme durch diese Mittel nicht
wirklich demonstriert worden ist. Ihre Anwesenheit in den
Schädlingsbekämpfungsmittelprodukten, denen Menschen ausgesetzt werden,
ändert die grundlegende Annäherung nicht zum Management von Poisoning,
außer daß irgendeine Möglichkeit der erhöhten Giftigkeit der aktiven
insektentötenden Bestandteile sollte im Verstand gehalten werden."
Da ich z.Zt. keine Zeit hatte dieses selbst zu Übersetzen, habe ich es
durch altavista machen lassen (evtl. Fehler)
Ich würde die Tomaten trotzdem nicht essen.
chao
martin
Wegen der Zuckerwatte, hab ich keine Lösung, sorry
ciao martin
Sigrid Krug wrote:
> Hm, (Balkon-)Gartenneuling.......
> Also, hab ueberall Weihrauch dazwischengestellt, Knoblauchzehen in die
> Erde gesteckt und trotzdem Horden von Blattlaeusen auf meinen Paprika
> entdeckt, wie neulich schon auf den Rosen.
> *schanipp*
und wenn du es mal mit wünschelruten, stühlerücken und tarot versuchst? :-)
--
henner willnow
sigi # rueckenwind.org meinte am Mittwoch, den 27.05.98 zum Thema "Und
wieder Blattlaeuse....Kann man das Gemuese noch essen?" :
Hallo Sigrid,
SK>Erde gesteckt und trotzdem Horden von Blattlaeusen auf meinen Paprika
SK>Tomaten und Paprika damit bespritzt. Dazwischen keimen gerade
SK>verschiedene Kraeuter, Bohnenkraut, Dill etc. Zu spaet kam mir der
SK>Gedanke, dass man die ja dann wohl nicht mehr essen kann, oder doch?
SK>(Das Basilikum hat es eh nicht ueberlebt).
SK>Bitte, wer kann mir sagen, wie giftig das "Spruzit" ist bzw. was man
SK>sonst noch so machen kann?
Ich hab gelesen, dass du dir mittlerweile Neudosan besorgt hast, aber
vielleicht versuchst du's ja naechstes mal mit einem wirklich natuerlichen
Spritzmittel. Neudosan u.ae. wuerde ich persoenlich, auch wenn's nach einem
Tag oder ein paar Stunden abgebaut wird, nur anwenden, wenn die meisten
meiner Pflanzen sehr stark befallen waeren. Gegen Blattlaeuse und andere
Schaedlinge kannst du ganz leicht ein natuerliches Spritzmittel selbst
herstellen: Rainfarn- oder Wermuttee (Apotheke)! Das Rezept: 30 g
getrockneten Rainfarn-Tee mit 5 l kochendem Wasser ueberbruehen, 15 Min.
ziehen lassen, absieben. Abkuehlen lassen und im Verhaeltnis 1:3 mit Wasser
verduennt ueber die Pflanzen (auch Blattunterseiten) spruehen (die Mengen
kann man natuerlich je nach Bedarf reduzieren, z.B. ein gehaeufter
Teeloeffel auf 1 Liter Wasser). Wermuttee hat dieselbe Funktion und wird
genauso hergestellt, nur unverduennt ueber die Pflanzen gespritzt. Da
sowohl Rainfarn- als auch Wermuttee bitter schmecken, die behandelten
Kraeuter/Pflanzen nach ein paar Stunden mit klarem Wasser abspuelen.
Wermuttee werde ich heute auch kochen, da mein Thymian von Blattlaeusen
befallen ist. Die Herstellung ist so einfach und dazu noch voellig
ungefaehrlich fuer Mensch, Tier und Nuetzling, dass es sich meiner Meinung
nach allemal lohnt auf Insektizide wie Neudosan, Pyrethrum u.ae. zu
verzichten. Uebrigens sollte man auch nach der Anwendung von Neudosan
einige Wochen (!) auf den Verzehr der behandelten Kraeuter verzichten...
Bis dann,
Viviane
> "Synergisten sind die chemischen Vertreter, die in den
> Schädlingsbekämpfungsmittelprodukten umfaßt werden, um die
> Tötungenergie der Aktivsubstanzen zu erhöhen. Die allgemein verwendeten
> Insektenvertilgungsmittelsynergisten verfahren nach dem Hemmen der
> enzymatischen Verminderung der Pyrethrine, des Rotenone, der
> N-Methylcarbaminate und vielleicht anderer Insektenvertilgungsmittel.
> Es gibt begrenzte Hautabsorption auf Kontakt. Zugehörige Giftigkeit in
> den Säugetieren ist niedrig. Große aufgesogene Dosen können die
> Vergiftungsgefahr der schnell umgewandelten Insektenvertilgungsmittel
> theoretisch erhöhen, die heute benutzt werden, obgleich Hemmung der
> menschlichen Droge-drug-metabolizing Enzyme durch diese Mittel nicht
> wirklich demonstriert worden ist. Ihre Anwesenheit in den
> Schädlingsbekämpfungsmittelprodukten, denen Menschen ausgesetzt werden,
> ändert die grundlegende Annäherung nicht zum Management von Poisoning,
> außer daß irgendeine Möglichkeit der erhöhten Giftigkeit der aktiven
> insektentötenden Bestandteile sollte im Verstand gehalten werden."
>
> Da ich z.Zt. keine Zeit hatte dieses selbst zu Übersetzen, habe ich es
> durch altavista machen lassen (evtl. Fehler)
>
> Ich würde die Tomaten trotzdem nicht essen.
Was heisst "trotzdem". Wenn ich es richtig verstanden habe, sorgt der
Zusatz von Piperonylbutoxid fuer eine Verstaerkung der Giftigkeit des
"Natur-Pyrethreums", weil die Enzyme, die dieses Gift abbauen wuerden,
gehemmt werden.
Ein kleiner Zusatzstoff und schon zeigt eine Substanz, die auch in
Pflanzen vorkommt, eine ganz andere und gefaehrlichere Wirkung. Das Wort
"Natur" dient hier offenbar nur der Irrefuehrung.*
Gruss
Martin
*) KKW-BefuerworterInnen haben ja auch immer den "natuerlichen"
Fusionsreaktor Sonne angefuehrt, um die Bevoelkerung fuer dumm zu
verkaufen.
hast ja recht, ich würde mit Pyr. gepritzes Zeug auch nicht verspeisen.
Im allgemeinen gibt es wohl oft den effekt im chemischen Pfanzenschutz,
daß die Zwischen- / Abbauprodukte von Mittelchen weitaus gefährlicher
sind als die Ausgangssubstanzen. Natürlich prüfte man diese
Zwischenstufen nicht. Es gab da vor vielen Jahren in Spanien den
angeblichen "Speiseöl-Skandal" mit vielen Toten und Schwerbehinderten
als Folge einer Vergiftung. Offiziell hieß es gleich, Gauner hätten das
Speiseöl mit Mineralöl gepanscht.. Aber so richtig genau konnte das
niemand nachweisen. Ich kann mich in dem Zusammenhang noch an eine
TV-Sendung erinnern ( Report oder Monitor). Dort sprach ein Toxikologe,
der nicht das Salatöl sondern einen wichtigen Bestandteil der -
landesüblichen- Salate unter die Lupe nahm: Die Tomaten! Und er stellte
fest, daß sie mit einem Mittel der Fa. BAYER gespritz worden waren.
Genau der Effekt wie oben beschrieben trat hier auf: Das Mittel selbst
war mindergiftig, die Abbauprodukte aber extrem giftig. Da Bayer die
Mittel in Blechkanistern ohne Dosierungshinweise, Packzettel etc. auf
den Markt warf (auch ein Skandal für sich), war so eine Katastrophe
vorprogrammiert...
es wurde versprochen, in der folgenden Sendung weitere ergebnisse
vorzulegen - ich war schon sehr neugierig! Der angekündigte Beitrag fiel
aber teilweise aus. Der Toxikologe war eigenartigerweise "wie vom
Erdboden verschluckt" - abgetaucht? abgetaucht worden??
Gruß Lutz
Sigrid Krug schrieb in Nachricht <356C6D91...@rueckenwind.org>...
>Hm, (Balkon-)Gartenneuling.......
>Also, hab ueberall Weihrauch dazwischengestellt, Knoblauchzehen in die
>Erde gesteckt und trotzdem Horden von Blattlaeusen auf meinen Paprika
>entdeckt, wie neulich schon auf den Rosen. Im Fachhandel hat man mir
>"Spruzit" (Natur-Pythrethrum: Pyrethrine, Piperonylbutoxid) dagegen
>gegeben, bei den Rosen hat es gewirkt und so hab ich auch meine Tomaten
>und Paprika damit bespritzt. Dazwischen keimen gerade verschiedene
>Kraeuter, Bohnenkraut, Dill etc. Zu spaet kam mir der Gedanke, dass man
>die ja dann wohl nicht mehr essen kann, oder doch? (Das Basilikum hat es
>eh nicht ueberlebt).
>Bitte, wer kann mir sagen, wie giftig das "Spruzit" ist bzw. was man
>sonst noch so machen kann?
>
>Vielen Dank, Sigrid
>
>[Uebersetzung s.o.]
Darf ich zusammenfassen?
Also: Es gibt natuerliche und kuenstlich nachempfundene
Pyrethroide. Die ersteren kommen auch in Chrysanthemen
vor, die letzteren nur in der chemischen Fabrik und
in der Spruehdose. Der Vorteil der sysnthetischen
P. ist, dass sie in der Natur mehrere Tage wirksam
bleiben, waehrend die natuerlichen recht schnell
abgebaut werden. Zusatzlich gibt es noch die
Synergisten, z.B. das Piperonylbutoxid, von dem
obiger Artikel handelt. Dieser Stoff verhindert
bei Insekten den Abbau der Pyrethroide, so dass
diese "doppelt stark" wirken. Der Text kommt
zu dem Fazit, dass die staerkere Giftigkeit
an und fuer sich nicht fuer den Menschen gilt,
man jedoch ansonsten nichts genaueres weiss.
Gruesse,
Stein
--
| Speak the words I wanna hear, to make my demons run
| Michael Steinmetz, pey...@snafu.de
> Gruss
> Martin
> *) KKW-BefuerworterInnen haben ja auch immer den "natuerlichen"
> Fusionsreaktor Sonne angefuehrt, um die Bevoelkerung fuer dumm zu
> verkaufen.
Ja, so weit weg wuerde ich sogar einen Fissionsreaktor
tolerieren, und trotzdem ist es falsch. Den Strahlenmuell
der Sonne lernen wir ja seit dem Ozonloch erst richtig zu
schaetzen...
scnr,
Michael