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Tötet Kupfernagel Bäume?

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Ansgar Rahmacher

unread,
Sep 28, 1999, 3:00:00 AM9/28/99
to
Hi!

Ich will bei uns im Garten einen großen Holunder absägen, aber das
Zeug treibt ja wie wahnsinnig immer neue Triebe aus dem Boden aus.
Gibt es eine Möglichkeit, den Baum komplett zu zerstören? Leider kann
ich nicht den kompletten Wurzelstock ausgraben, wegen des umliegenden
Geländes. Ich hab mal gehört, daß man keine Kupfernägel in Bäume
schlagen soll, weil sie das abtötet. Ist da was dran und wäre das eine
Möglichkeit?

Bis dann

Ansgar
--
http://homepage.ruhr-uni-bochum.de/Ansgar.M.Rahmacher
Gesellschaft für fleischfressende Pflanzen http://www.gfp.org


Lutz Bojasch

unread,
Sep 29, 1999, 3:00:00 AM9/29/99
to

Ansgar Rahmacher schrieb:

> Ich hab mal gehört, daß man keine Kupfernägel in Bäume
> schlagen soll, weil sie das abtötet. Ist da was dran und wäre das eine
> Möglichkeit?

Hallo
das ist umstritten, ich habe aber auch schon gesehen, dass ein Gärtner
sowas machte...
Ich säge die Stämme so tief wie möglich ab und schütte Erde darüber. Was
dann noch austreibt, schneidet man solange weg bis die Pflanze
kaputtgeht. Bei Weiden dürfte das allerdings nicht sp einfach gehen wie
beim Holunder ;-)
Gruß Lutz

Ansgar Rahmacher

unread,
Sep 29, 1999, 3:00:00 AM9/29/99
to
> Ich säge die Stämme so tief wie möglich ab und schütte Erde darüber. Was
> dann noch austreibt, schneidet man solange weg bis die Pflanze
> kaputtgeht. Bei Weiden dürfte das allerdings nicht sp einfach gehen wie
> beim Holunder ;-)

Den Tip hat mir mein ehemaliger Zivichef auch gegeben, als wir heute
die Dinger abgesägt haben. Hoffe, ihr habt Recht, sonst muß ich zu
härteren Mitteln greifen, mal sehen, was mir als angehendem
Biochemiker so einfällt. :)

U. Löptien

unread,
Sep 29, 1999, 3:00:00 AM9/29/99
to
Hi Ansgar!
Holunder ist ein verdammt zähes Zeug! Eine Möglichkeit den für immer aus dem
Garten zu verbannen ist der Einsatz eines systemisch wirkenden Herbizids wie
Round Up. Es ist zwar nicht ganz die feine Öko-Methode, aber es wirkt. Round
Up ist vom Pflanzenschutzamt zugelassen, in jedem Gartencenter erhältlich
und soll sich, lt. Herstellerangaben, nach einigen Tagen abgebaut haben.
Spritze es einfach, gemäß Anleitung, auf die frischen Triebe. Einzige
Bedingung ist, daß es für die nächsten 4 - 6 Stunden wirden muß ... es
sollte also nicht gerade Regenen.
MFG, U.

Ansgar Rahmacher <Ansgar.M....@rz.ruhr-uni-bochum.de> schrieb in im
Newsbeitrag: 37F13DCA...@rz.ruhr-uni-bochum.de...


> Hi!
>
> Ich will bei uns im Garten einen großen Holunder absägen, aber das
> Zeug treibt ja wie wahnsinnig immer neue Triebe aus dem Boden aus.
> Gibt es eine Möglichkeit, den Baum komplett zu zerstören? Leider kann
> ich nicht den kompletten Wurzelstock ausgraben, wegen des umliegenden

> Geländes. Ich hab mal gehört, daß man keine Kupfernägel in Bäume


> schlagen soll, weil sie das abtötet. Ist da was dran und wäre das eine
> Möglichkeit?
>

Lutz Bojasch

unread,
Sep 30, 1999, 3:00:00 AM9/30/99
to

"U. Löptien" schrieb:

snip

hallo
wenn schon Round up, dann so:
Warten bis sich neue Triebe mit reichlich Blattwerk gebildet haben denn
das R. wird über die Blätter aufgenommen. Dann sollte man bei gezielter
Anwendung nicht 3%ig spritzen sondern 33%ig die Blätter einpinseln.
Gruß Lutz

Ernst Keller

unread,
Sep 30, 1999, 3:00:00 AM9/30/99
to
On Tue, 28 Sep 1999 23:14:34 +0100, Ansgar Rahmacher
<Ansgar.M....@rz.ruhr-uni-bochum.de> wrote:

>Hi!
>
>Ich will bei uns im Garten einen großen Holunder absägen, aber das
>Zeug treibt ja wie wahnsinnig immer neue Triebe aus dem Boden aus.
>Gibt es eine Möglichkeit, den Baum komplett zu zerstören? Leider kann
>ich nicht den kompletten Wurzelstock ausgraben, wegen des umliegenden
>Geländes. Ich hab mal gehört, daß man keine Kupfernägel in Bäume
>schlagen soll, weil sie das abtötet. Ist da was dran und wäre das eine
>Möglichkeit?
>

Da war kürzlich das Resultat eines wissenschaflichen Versuchs darüber in der
Zeitung,es hat weder kleine noch grosse Bäume beinträchtigt,es ist eine Mär.

Ernst

Ansgar Rahmacher

unread,
Sep 30, 1999, 3:00:00 AM9/30/99
to
> Warten bis sich neue Triebe mit reichlich Blattwerk gebildet haben denn
> das R. wird über die Blätter aufgenommen. Dann sollte man bei gezielter
> Anwendung nicht 3%ig spritzen sondern 33%ig die Blätter einpinseln.
> Gruß Lutz

Ich glaube, dazu bin ich zu faul, dann schneide ich lieber die neuen
Triebe ab, irgenwann muß das Zeug doch mal aufgeben, oder? :)

edith maass

unread,
Oct 1, 1999, 3:00:00 AM10/1/99
to Ansgar.M....@rz.ruhr-uni-bochum.de
Hallo Ansgar,
ich habe mal gehört, daß man bis runtersägen soll und dann einfaches
Salatöl auf das Holz gießen soll, so würde er kaputtgehen. Ich will das
nächstes Jahr mal bei einem Kirschlorbeer ausprobieren, das ist auch
nicht kaputtzukriegen.
Gruss,
Edith

Ansgar Rahmacher schrieb:


>
> Hi!
>
> Ich will bei uns im Garten einen großen Holunder absägen, aber das
> Zeug treibt ja wie wahnsinnig immer neue Triebe aus dem Boden aus.
> Gibt es eine Möglichkeit, den Baum komplett zu zerstören? Leider kann
> ich nicht den kompletten Wurzelstock ausgraben, wegen des umliegenden
> Geländes. Ich hab mal gehört, daß man keine Kupfernägel in Bäume
> schlagen soll, weil sie das abtötet. Ist da was dran und wäre das eine
> Möglichkeit?
>

> Bis dann
>
> Ansgar
> --
> http://homepage.ruhr-uni-bochum.de/Ansgar.M.Rahmacher
> Gesellschaft für fleischfressende Pflanzen http://www.gfp.org

--
Edith Maass
Forschungszentrum Karlsruhe
Institut für Nukleare Festkörperphysik
Postfach 3640
D-76021 Karlsruhe
Germany

Email: edith...@infp.fzk.de
Tel: +49 7247 82 2421
FAX: +49 7247 82 4624

Gerhard Zahn

unread,
Oct 4, 1999, 3:00:00 AM10/4/99
to
Am Thu, 30 Sep 1999 22:09:30 +0100, schrieb Ansgar Rahmacher
<Ansgar.M....@rz.ruhr-uni-bochum.de> :

>> Warten bis sich neue Triebe mit reichlich Blattwerk gebildet haben denn
>> das R. wird über die Blätter aufgenommen. Dann sollte man bei gezielter
>> Anwendung nicht 3%ig spritzen sondern 33%ig die Blätter einpinseln.
>> Gruß Lutz
>
>Ich glaube, dazu bin ich zu faul, dann schneide ich lieber die neuen
>Triebe ab, irgenwann muß das Zeug doch mal aufgeben, oder? :)

Hallo Ansgar,
so fleißig musst Du da auch wieder nicht sein, weil es ausreicht, an
jedem Austrieb zwei, drei Blätter einzupinseln. Das geht ganz flott,
wenn man einen Plastikhandschuh anzieht zum Gegenhalten u mit einem
breiten Pinsel über die Blattflächen wischt.

Die Streichlösung ist aber eigentlich für den Fall gedacht, dass ein
hartnäckiges Unkraut (z.B. Brombeere, Stachelbeere, Ackerwinde usw.)
sich in einer Staude angesiedelt hat, wo man halt nicht sprühen kann,
weil die krautigen Teile der Staude, selbst die Stängel, den Wirkstoff
auch aufnehmen würden.

Ansonsten legst Du eine Plastikfolie trichterförmig um den Stock mit
den Austrieben, einmal mit Roundup pfffffff u die Sache hat sich.
Schafft sogar teutsche Eiche....

Beste Grüße G e r h a r d

Lothar Kordus

unread,
Oct 4, 1999, 3:00:00 AM10/4/99
to
lu...@cyborgs.de (Lutz Bojasch) schrieb am 30.09.99
zum Thema "Re: Tötet Kupfernagel Bäume?":

> wenn schon Round up, dann so:

> Warten bis sich neue Triebe mit reichlich Blattwerk gebildet haben denn
> das R. wird über die Blätter aufgenommen. Dann sollte man bei gezielter
> Anwendung nicht 3%ig spritzen sondern 33%ig die Blätter einpinseln.

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Hallo Lutz,

der Unkrautvernichtungs-Thread ist zwar schon eine Weile vorbei, aber hier
bringst Du mich auf eine neue Idee, für die Du vielleicht einen Rat weißt.

Vor Jahren sah ich mal im Fernsehen, wie ein Bauer den Ampfer (? - ein
Wiesen-Unkraut) nach einer selbst erfundenen Methode wie folgt bekämpfte:
mit einem geeigneten Fahrzeug führte er ein mit Unkrautvernichtungsmittel
getränktes, waagerecht gespanntes Seil in richtiger Höhe über seine Wiese.
Der hoch wachsende Ampfer wurde so mit dem Mittel leicht benetzt; soll
angeblich geholfen haben.

(Frage: Was könnte das für ein Mittel gewesen sein?)

Dein Posting in Verbindung mit diesem Fernseh-Beitrag brachte mich nun auf
meine Frage: Ist es sinnvoll, mit einem geeigneten und hochkonzentrierten
UV-Mittel und z.B. einem Pinsel unerwünschte Pflanzen einzeln und gezielt
zu vernichten?

Ich denke da insbesondere an den meine Gemüsebeete überwuchernden
Pfefferminz und Meerrettich. Außerdem: eine Löwenzahnpflanze nur leicht
anpinseln, statt sie mühsam ausstechen zu müssen - so könnte ich meinen
Garten innerhalb einer Stunde fast löwenzahnfrei machen. Das wäre doch
was!

Wer hat hierzu einen Tip? fragt

L. Kordus


--
Ich bleibe bei der alten Rechtschreibung.

Ansgar Rahmacher

unread,
Oct 5, 1999, 3:00:00 AM10/5/99
to
Jetzt habe ich noch einen anderen Aspekt. Angenommen, ich entferne von
einem Baum oder Strauch an einer Stelle ringsherum die Rinde, dann
müßte doch der Baum ebenfalls absterben, da, soviel ich weiß, die
Nährstoffe und das Wasser durch die Kapillaren in der Rinde
weitergeleitet werden, und wenn dieser Zustrom unterbrochen wird, ist
Feierabend. Ist das auch der Grund, daß Rankenpflanzen großen Bäumen
gefährlich werden können, wenn sie sich so fest an die Rinde pressen,
daß der Zustrom unterbrochen wird?

Thorwald Brandwein

unread,
Oct 6, 1999, 3:00:00 AM10/6/99
to

Ansgar Rahmacher schrieb in Nachricht
<37FA78A8...@rz.ruhr-uni-bochum.de>...

>Jetzt habe ich noch einen anderen Aspekt. Angenommen, ich entferne von
>einem Baum oder Strauch an einer Stelle ringsherum die Rinde, dann
>müßte doch der Baum ebenfalls absterben, da, soviel ich weiß, die
>Nährstoffe und das Wasser durch die Kapillaren in der Rinde
>weitergeleitet werden, und wenn dieser Zustrom unterbrochen wird, ist
>Feierabend.

Hallo Ansgar

Nein. Die lebenden Zellen im Holz, die der Versorgung aus dm Boden dienen -
das sog. Kambium (auch Cambium) liegen unter der Rinde (äußere Jahrsringe,
bzw. äußeres Weichholz im Gegensatz zum Kernholz aus abgestorbenen Zellen im
Zentrum des Stammes).
Erst eine unheilbar Beschädigung des Kambiums würde zum Absterben oberhalb
der Beschädigung führen.


Ist das auch der Grund, daß Rankenpflanzen großen Bäumen
>gefährlich werden können, wenn sie sich so fest an die Rinde pressen,
>daß der Zustrom unterbrochen wird?
>


Teilweise.
Rankende Pflanzen stellen - ebenso wie selbstklimmnde Arten und
Spreizklimmer "mechanisch" ein geringeres Risiko für Bäume dar. Ein
"Erdrosseln" von Bäumen tritt bevorzugt durch Schlingpflanzen (windende
Arten) auf. Diese üben zwar aufgrund ihres nach aucßen hin unbehinderten
sekundären Dickenwuchses (jährliche Neubildung von Kambium) einen gewissen
(artspezifisch verschiedenen aber quantitativ unbekannten) Druck auf ihren
Träger (hier Baumstamm) aus. Ob dieser Druck allein ausreichen würde, einen
Baum zum Absterben zu bringen, ist ungewiss. Der umwundene Stamm kann aber,
je nach Einzwängung durch eine Kletterpflanze kein weiteres Dickenwachstum
bilden - also wird er in seiner Entwicklung beinträchtigt.
Die Qualität dieser Beeinträchtigung hängt primär von der Zwängung ab, die
die Kletterpflanze ausübt. Wird ein Stamm mit geringer Steigung regelmäßig
umwunden (Schlingpflanze), hat der Baum keine Überlebenschance. Liegt jedoch
eine sehr steile und/oder nur zufällige Umwicklung vor, kann sich der Stamm
anpassen. Daher die geringe Wahrscheinlichkeit, dass nicht schlingende
(windende) Kletterpflanzen einen Stamm mechanisch schädigen.
Falls du hier auf die schon öfters gestellte Frage anspielst, ob Efeu Bäume
umbringt, antworte ich hier:
Durch oberirdisches "Abwürgen" in der Regel nicht (Das wäre eher bei
Celastrus, dt. "Baumwürger" und anderen Schlingern zu erwarten).
Lichtkonkurrenz ist wohl allgemein auch nicht relevant, die meisten Bäume
wachsen mindestens so schnell wie Efeu.
Was sich dagegen unterirdisch abspielt (Wurzelkonkurrenz) dürfte in dieser
Hinsicht bedeutsamer sein.
Pauschalaussagen sind nicht möglich. Ich kenne uralte, vitale Bäume, die mit
ebensolchen Efeus bewachsen sind, aber z.B. auch ein Pappelwäldchen, wo
viele jüngere Bäume unter Efeu abgestorben sind.

Grüße
Thorwald Brandwein
www.biotekt.de


Lutz Bojasch

unread,
Oct 7, 1999, 3:00:00 AM10/7/99
to

Lothar Kordus schrieb:

>
> Vor Jahren sah ich mal im Fernsehen, wie ein Bauer den Ampfer (? - ein
> Wiesen-Unkraut) nach einer selbst erfundenen Methode wie folgt bekämpfte:
> mit einem geeigneten Fahrzeug führte er ein mit Unkrautvernichtungsmittel
> getränktes, waagerecht gespanntes Seil in richtiger Höhe über seine Wiese.
> Der hoch wachsende Ampfer wurde so mit dem Mittel leicht benetzt; soll
> angeblich geholfen haben.
>
> (Frage: Was könnte das für ein Mittel gewesen sein?)


Hallo
keine Ahnung, Roundup kommt zwar pronzipiell in Frage, in der
Landwirtschaft werden aber auch andere und vor allem billigere Mittel
eingesetzt.

> Dein Posting in Verbindung mit diesem Fernseh-Beitrag brachte mich nun auf
> meine Frage: Ist es sinnvoll, mit einem geeigneten und hochkonzentrierten
> UV-Mittel und z.B. einem Pinsel unerwünschte Pflanzen einzeln und gezielt
> zu vernichten?

Im Falle von Roundup heißt Streichlösung = 33% ig also 2/3 Wasser. Man
braucht nur sehr wenig und es kann keine anderen Pflanzen beschädigen
wenn man es richtig einsetzt.


>
> Ich denke da insbesondere an den meine Gemüsebeete überwuchernden
> Pfefferminz und Meerrettich. Außerdem: eine Löwenzahnpflanze nur leicht
> anpinseln, statt sie mühsam ausstechen zu müssen - so könnte ich meinen
> Garten innerhalb einer Stunde fast löwenzahnfrei machen. Das wäre doch
> was!

solche Pflanzen würde ich nach wie vor mechanisch beseitigen. Man muß
das nur regelmäßig tun. Bei Pfefferminze muß man möglichst viele der
Wurzeln mit herausbekommen. Herbizide würde ich nur bei extremer Plage
einsetzen und das dann auch nur einmalig und nur in Zeiten wo das Zeug
auch richtig wächst (also jetzt nicht mehr!).
Gruß Lutz

--
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Gerhard Zahn

unread,
Oct 9, 1999, 3:00:00 AM10/9/99
to
Am 04 Oct 1999 00:00:00 +0000, schrieb l.ko...@link-r.de (Lothar
Kordus) :

Hallo Lothar,


>der Unkrautvernichtungs-Thread ist zwar schon eine Weile vorbei, aber hier
>bringst Du mich auf eine neue Idee, für die Du vielleicht einen Rat weißt.
>

>Vor Jahren sah ich mal im Fernsehen, wie ein Bauer den Ampfer (? - ein
>Wiesen-Unkraut) nach einer selbst erfundenen Methode wie folgt bekämpfte:
>mit einem geeigneten Fahrzeug führte er ein mit Unkrautvernichtungsmittel
>getränktes, waagerecht gespanntes Seil in richtiger Höhe über seine Wiese.
>Der hoch wachsende Ampfer wurde so mit dem Mittel leicht benetzt; soll
>angeblich geholfen haben.
>
>(Frage: Was könnte das für ein Mittel gewesen sein?)

vermutlich auch ein Mittel mit dem Wirkstoff Glyphosat, der auch im
Roundup drin ist.
Ich habe mal einen Hopfenbauern gesehen, der hat parallel zum
schlingenden Hopfen schlingendes Unkraut auf wenige cm angepinselt.
Das Unkraut geht hopps, der Hopfen ins Bier. Wirkstoff: Glyphosat.

>Dein Posting in Verbindung mit diesem Fernseh-Beitrag brachte mich nun auf
>meine Frage: Ist es sinnvoll, mit einem geeigneten und hochkonzentrierten
>UV-Mittel und z.B. einem Pinsel unerwünschte Pflanzen einzeln und gezielt
>zu vernichten?

Es ist zumindest sinnvoller, als Unkrautvernichter flächig
einzusetzen. Aber auch erst dann, wenn die mechanische Entfernung der
Unkräuter nicht klappt.


>Ich denke da insbesondere an den meine Gemüsebeete überwuchernden
>Pfefferminz und Meerrettich.

Dann denke auch gleich noch insbesonders an folgendes:
Lt. Gebrauchsanweisung für Roundup hat's teilweise ganz schöne
Wartezeiten!
Bei Unkrautbekämpftung >vor< der Maissaat 90 Tage! Bei der
Einzelpflanzenbekämpfung von Schosserrüben u Ackerkratzdisteln in
Rüben (mit 33%iger Streichlösung) 60 Tage!
Und wenn die Sau 60 Tage nicht an die Rüben soll, warum soll ich dann
von solchen Flächen Radieschen oder Salat essen....? Nö, im Gemüseteil
des Gartens hat das Zeugs bei mir nichts verloren.
Roundup wird zwar auch zur Bekämpfung des Aufwuchses auf
Stilllegungsflächen empfohlen. Der abzuräumende, behandelte Aufwuchs
soll nicht zur Heugewinnung verwendet werden. "Er kann aber der
direkten Verfütterung oder der Silierung dienen." Damit ist also über
Milch u Käse meine Grundversorgung mit Glyphosat sichergestellt...:-(

Also bleib' gegen Pfefferminz u Meerrettich lieber manueller
Einzelkämpfer!

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