Transportbelastung

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Horst Hollensteiner

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Apr 18, 2001, 2:07:07 PM4/18/01
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Hallo Konrad,

Konrad Wilhelm schrieb am Wed, 18 Apr 2001 17:39:55 +0200:


>Fazit: die Umweltbelastung durch Ferntransport ist völlig unbedetend:
>Wenn ich mir ein Sixpack von diesem Mineralwasser in Münster (einfache
>Fahrstrecke 22 km) hole, belastet diese Fahrt das Produkt dreimal so
>stark wie der Transport vom Gardasee.
>
>Kaum glaublich aber wahr.
>
>Die Umweltkosten entstehen nicht auf dem Weg in den deutschen Handel
>sondern auf dem Weg vom Handel nach Hause!

Kaum glaublich aber wahr.

Die Umweltkosten entstehen nicht durch den Transport vom Gardasee zum
nächstliegenden Verbrauchermarkt, sondern

- von der Unfähigkeit der Verbraucher sich auf regionale Produkte zu
beschränken,

- die Unfähigkeit der Verbraucher den regionalen Handel zu stärken, in
dem man eben nicht den vermeindlich billigeren Verbrauchermarkt in "22
km" Entfernung mit dem Auto ansteuert (die Kosten eines gefahrenen
Kilometers berechnen sich eben nicht nur aus dem Spritverbrauch),

- die Wollust sich mit "exotischen" Produkten zu brüsten und

- die Faulheit mal statt des Autos per pedes oder per Rad einkaufen zu
gehen/fahren.

Ich hoffe, da kannst du mir zustimmen. Gerade der 2. Punkt macht uns
hier in der 2.500 Seelen-Gemeinde meines Heimatdorfes viel zu
schaffen. Seit ca. 1/2 Jahr ist kein Lebensmittelhändler mehr bereit
einen entsprechenden Laden hier aufzumachen/zu übernehmen. Das
Geschrei hättest du im Dorf mal hören sollen, als der einzige
Lebensmittelhändler seinen Laden aufgab, aber alle fuhren zum
Grosseinkauf in den ca. 10 km entfernten Supermarkt.


Grüße aus dem südlichen Münsterland
Horst

Juergen Kamm

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Apr 18, 2001, 6:09:29 PM4/18/01
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Am Wed, 18 Apr 2001 17:39:55 +0200 schrieb Konrad Wilhelm
<wil...@onlinehome.de> zum Thema "Transportbelastung":

>Das Thema "Ökologische Folgen von Transport" hat mir keine Ruhe
>gelassen.
>
>Ich hab mich eben bei der Mercedes-Niederlassung informiert:
>ein 40-t-Zug für Stückgut kann 27 t Nutzlast laden.

>Das von mir zitierte Mineralwasser vom Gardasee (800 km Fahrstrecke)
>benötigt also pro 1,5l-Flasche (1,6 kg)


Hm. Kriegt der Lastzug das denn auch volumenmäßig unter? Bei 18 Meter
Zuglänge ist schließlich schluss, bei Sattelzugfahrzeugen von 2,5 Meter
früher.


cu.
Juergen

--
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
\ Freie Bits für freie Buerger \
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\

Adolf Raab

unread,
Apr 18, 2001, 6:28:21 PM4/18/01
to
On Wed, 18 Apr 2001 17:39:55 +0200, Konrad Wilhelm
<wil...@onlinehome.de> wrote:

>Das von mir zitierte Mineralwasser vom Gardasee (800 km Fahrstrecke)
>benötigt also pro 1,5l-Flasche (1,6 kg)
>

>32l/100km * 800 km / 2700 kg * 1,6 kg = 0,15 l Dieselkraftstoff.
>
>Das entspricht einer PKW-Fahrt (Peugeot 205 D) von 3 km.
>
Nicht schlecht. Aber es gibt demonstrativere Beispiele.
90% der Nordseekrabben werden nach Nordafrika zum pulen gebracht.

Pro Krabbe berechnet brauchst Du den Peugot dann nur noch zu starten.

>Fazit: die Umweltbelastung durch Ferntransport ist völlig unbedetend:
>Wenn ich mir ein Sixpack von diesem Mineralwasser in Münster (einfache
>Fahrstrecke 22 km) hole, belastet diese Fahrt das Produkt dreimal so
>stark wie der Transport vom Gardasee.
>Kaum glaublich aber wahr.
>
>Die Umweltkosten entstehen nicht auf dem Weg in den deutschen Handel
>sondern auf dem Weg vom Handel nach Hause!

Na logisch, wenn man 22 km für die Selter, 22 km für die Brötchen,
22 km für die Wurst, 22 km für den Käse, 22km für... rechnet.

Sorry! I could not resist. :-))

Tschüß
Adolf

--
Vorsicht: Wenn Sie mich als "verrückt" bezeichnen, betrachte ich das als Kompliment!

Nicole Spelten

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Apr 19, 2001, 2:55:25 AM4/19/01
to

Konrad Wilhelm wrote:

> Das Thema "Ökologische Folgen von Transport" hat mir keine Ruhe
> gelassen.
>
> Ich hab mich eben bei der Mercedes-Niederlassung informiert:
> ein 40-t-Zug für Stückgut kann 27 t Nutzlast laden.

> Dieser Zug benötigt 32 l Dieselkraftstoff pro 100 km.


>
> Das von mir zitierte Mineralwasser vom Gardasee (800 km Fahrstrecke)
> benötigt also pro 1,5l-Flasche (1,6 kg)
>
> 32l/100km * 800 km / 2700 kg * 1,6 kg = 0,15 l Dieselkraftstoff.
>

Und wenn man davon ausgeht, dass eine Tonne aus 1000kg besteht,
ist es noch viel weniger! :-))

Grüsse Nicole

Thorwald Brandwein

unread,
Apr 19, 2001, 7:44:24 AM4/19/01
to
Nicole Spelten <N.Sp...@fz-juelich.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3ADE8BDC...@fz-juelich.de...
> Konrad Wilhelm wrote:

> > Das von mir zitierte Mineralwasser vom Gardasee (800 km
> > Fahrstrecke) benötigt also pro 1,5l-Flasche (1,6 kg)

> > 32l/100km * 800 km / 2700 kg * 1,6 kg = 0,15 l Dieselkraftstoff.

> Und wenn man davon ausgeht, dass eine Tonne aus 1000kg besteht,
> ist es noch viel weniger! :-))

Tolle Rechnungen könnt ihr :-)))

Es gibt da so eine nette Redewenduung von wegen Wirt und Rechnung.....

Mal nur so ein paar kleine Anregungen.

1. Der 40-Tonner beansprucht bei einmaliger Benutzung 800 km Straße
so, als ob 50.000 PKW darüber gefahren wären.
2. Ein Fahrzeug samt Fahrer kostet (auch rein ökologisch betrachtet)
mehr als nur Treibstoff.

Letzlich sieht es derzeit doch wohl noch so aus, dass einige Leute
Waren konsumieren, für die sie nur einen Teil der Kosten via Preis
bezahlen. Den Rest zahlt die Allgemeinheit irgendwie und irgendwann.

Irgendwann ergibt sich die Feststellung - dass der an der
Ladenkasse bezahlte Preis nicht so verwandt wird, dass alle
Kosten des Konsums abgedeckt werden. Indirekte Transportkosten
erscheinen mir in dieser Hisicht besonders auffällig.

Grüße
Thorwald Brandwein

--
www.biotekt.de


Lutz Bojasch

unread,
Apr 19, 2001, 1:02:24 PM4/19/01
to
Konrad Wilhelm schrieb:

>
> Das Thema "Ökologische Folgen von Transport" hat mir keine Ruhe
> gelassen.

Endlich mal ein echtes GARTEN-THEMA

Lutz
(ignore Thread)

Thorwald Brandwein

unread,
Apr 19, 2001, 3:26:21 PM4/19/01
to

Lutz Bojasch <lu...@cyborgs.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3ADF1A20...@cyborgs.de...
> Konrad Wilhelm schrieb:

> > Das Thema "Ökologische Folgen von Transport" hat mir keine Ruhe
> > gelassen.

> Endlich mal ein echtes GARTEN-THEMA

Esetze Mineralwasser durch vorgezogene Tulpen aus SüdF oder sonstwo
und du hast auch ein Gartenthema.
Schaden tut es nichts, auch mal über den Zaun zu schauen.....

Adolf Raab

unread,
Apr 20, 2001, 7:51:07 AM4/20/01
to
On Thu, 19 Apr 2001 16:33:09 +0200, Konrad Wilhelm
<wil...@onlinehome.de> wrote:

>On Thu, 19 Apr 2001 00:28:21 +0200, Adolf Raab
><adolf...@t-online.de> wrote:
>>
>>Na logisch, wenn man 22 km für die Selter, 22 km für die Brötchen,
>>22 km für die Wurst, 22 km für den Käse, 22km für... rechnet.
>>

>Na, wieviel ferntransportiertes kam denn beim letzen Einkauf noch
>dazu?
>1 kg Käse aus Frankreich? 500 g Salami aus Italien? 20 Brötchen aus
>500 g französischem Mehl?
>
>Kannst ja noch mal nachrechnen ob dann was prinzipiell anderes
>rauskommt.
>
1.Ich bin natürlich grundsätzlich für den Einkauf um die Ecke,
der aber auf dem Lande leider nur noch selten möglich ist.

2.Wenn Du nicht nur wegen der Selter, sondern generell auch
wegen der 26 lokalen Produkte eine Fahrt machst, dann solltest
Du die Schadstoffbelestung auch auf 27 Produkte aufteilen.
Bzw. Du sagst ehrlich, ich müßte die Fahrt ohnehin machen
und dann bleibt für die Selter nichts mehr übrig.
Dann KANN nur noch bei den unsinnigen Ferntransporten
eingespart werden.
Somit KOMMT was anderes raus!
q.e.d.

Tschüß
Adolf

Friedhelm Seifert

unread,
Apr 20, 2001, 1:49:24 PM4/20/01
to
Am Wed, 18 Apr 2001 17:39:55 +0200 schrieb Konrad Wilhelm
<wil...@onlinehome.de>

Hallo, Wilhelm

>Das Thema "Ökologische Folgen von Transport" hat mir keine Ruhe
>gelassen.
>

>Fazit: die Umweltbelastung durch Ferntransport ist völlig unbedetend:
>Wenn ich mir ein Sixpack von diesem Mineralwasser in Münster (einfache
>Fahrstrecke 22 km) hole, belastet diese Fahrt das Produkt dreimal so
>stark wie der Transport vom Gardasee.
>
>Kaum glaublich aber wahr.
>
>Die Umweltkosten entstehen nicht auf dem Weg in den deutschen Handel
>sondern auf dem Weg vom Handel nach Hause!

Naja, für einen LKW-Transport mag Deine Rechnung ja aufgehen, aber die
wirklichen Exoten werden heute vielfach per Luftfracht transportiert.

Hier sieht die Bilanz wohl etwas anders aus, oder nicht?

Beste Grüße
Friedhelm

Gerhard Zahn

unread,
Apr 21, 2001, 2:33:12 PM4/21/01
to
On Fri, 20 Apr 2001 17:49:24 GMT f-m.s...@t-online.de (Friedhelm
Seifert) wrote:

Hallo Friedhelm,

>Naja, für einen LKW-Transport mag Deine Rechnung ja aufgehen, aber die
>wirklichen Exoten werden heute vielfach per Luftfracht transportiert.

bei "wirkliche Exoten" musste ich schmunzeln...:-)

Oder fällt jetzt zB auch Schnittlauch unter die Exoten, nachdem die
schönen grünsaftigen Bündelchen aus Israel u Java eingeflogen werden?


Beste Grüße G e r h a r d

Horst Hollensteiner

unread,
Apr 22, 2001, 6:17:13 AM4/22/01
to
Hallo Gerhard,

Gerhard Zahn schrieb am Sat, 21 Apr 2001 20:33:12 +0200:

>Oder fällt jetzt zB auch Schnittlauch unter die Exoten, nachdem die
>schönen grünsaftigen Bündelchen aus Israel u Java eingeflogen werden?

Wohl dem der einen eigenen Garten hat.
Wir haben schon 2* kräftig Schnittlauch geerntet, im Grunde unser
erstes frisches Grün aus dem Garten.

Friedhelm Seifert

unread,
Apr 22, 2001, 6:51:02 AM4/22/01
to
Am Sun, 22 Apr 2001 09:55:56 +0200 schrieb Konrad Wilhelm
<wil...@onlinehome.de>

Hallo, Konrad

>Denk ich auch. Was schätzst du? Faktor drei?

Ich habe keine genauen Zahlen zur Hand, aber Faktor 3 würde ich
mindestens ansetzen. Bei einem Flug im die halbe Welt (Schnittlauch
aus Java) reicht 3 meiner Meinung nach nicht.

>In meine Augen würde das prinzipiell aber kaum was ändern.

Ich glaube doch, zumal die Jumbos ihre "Auspuffgase" dort ablassen, wo
sie richtig Schaden anrichten: Hoch oben in der Athmosphäre.

>Die wirklichen Exoten, die per Luftfracht kommen, kauft man meist auch
>nicht im 10-kg-Maßstab.

Otto Normalverbraucher jedenfalls nicht.

Beste Grüße
Friedhelm

Friedhelm Seifert

unread,
Apr 22, 2001, 6:50:54 AM4/22/01
to
Am Sat, 21 Apr 2001 20:33:12 +0200 schrieb Gerhard Zahn
<gerhar...@gmx.de>

Hallo, Gerhard

>bei "wirkliche Exoten" musste ich schmunzeln...:-)

Also gut, wirkliche Exoten war vielleicht nicht ganz die richtige
Wortwahl.

>Oder fällt jetzt zB auch Schnittlauch unter die Exoten, nachdem die
>schönen grünsaftigen Bündelchen aus Israel u Java eingeflogen werden?

Schnittlauch aus Java auf dem heimischen Frühstückstisch, das hat doch
schon etwas exotisches :-)

Beste Grüße
Friedhelm

Anni Ostermann

unread,
Apr 22, 2001, 9:17:01 AM4/22/01
to

"Friedhelm Seifert" <f-m.s...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3ae2b791...@news.btx.dtag.de...
Hallo, ihr Transporter,

> Am Sun, 22 Apr 2001 09:55:56 +0200 schrieb Konrad Wilhelm
> <wil...@onlinehome.de>
> >Denk ich auch. Was schätzst du? Faktor drei?
>
> Ich habe keine genauen Zahlen zur Hand, aber Faktor 3 würde ich
> mindestens ansetzen. Bei einem Flug im die halbe Welt (Schnittlauch
> aus Java) reicht 3 meiner Meinung nach nicht.
>
> >In meine Augen würde das prinzipiell aber kaum was ändern.
>
> Ich glaube doch, zumal die Jumbos ihre "Auspuffgase" dort ablassen, wo
> sie richtig Schaden anrichten: Hoch oben in der Athmosphäre.
da kann man doch mal sehen, was wir Gärtner für Umweltschützer sind :-))
ich könnte mindestens noch 5 Familien mit Schnittlauch versorgen!
Herzliche Grüße, Anni Ostermann


Matthias Kohrs

unread,
Apr 22, 2001, 12:16:19 PM4/22/01
to
On Sun, 22 Apr 2001 12:17:13 +0200, Horst Hollensteiner
<horst.hol...@planet-interkom.de> wrote:

>Wohl dem der einen eigenen Garten hat.
>Wir haben schon 2* kräftig Schnittlauch geerntet, im Grunde unser
>erstes frisches Grün aus dem Garten.

Ich erst einmal, aber ich ess eh nicht viel Schnittlauch... aber der
Knoblauch von dem ich letzte Jahr dachte er sei abgefault weil die
Pflänzchen in recht kümmerlicher Größe vertrocknet sind hat wieder
ausgetrieben und wächst wie blöd. Knollen hab ich noch keine geerntet,
aber das Grünzeug würzt ja auch. Liebstöckel und Oregano wuchern auch
schon wieder, der Balilikumbusch den ich neulich gesetzt habe ist aber
natürlich gleich am nächsten Tag erfroren.

Die Kräuter die bei mir wachsen stammen auch fast alle aus so
Supermarkt-Töpfchen von weißderhimmelwoher, fühlen sich aber teilweise
schon seit Jahren wohl hier.

CYA! Matthias
--
Nach Bedarf bitte im obigen Text verteilen:
8-)) 8-) 8O) ;-) ;-| 8-| 8-? 8-/ 8-P 8-9 8-(

Gerhard Zahn

unread,
Apr 22, 2001, 3:35:33 PM4/22/01
to
On Sun, 22 Apr 2001 18:16:19 +0200 Matthias Kohrs
<Matthia...@t-online.de> wrote:

Hallo Matthias,

>>Wohl dem der einen eigenen Garten hat.
>>Wir haben schon 2* kräftig Schnittlauch geerntet, im Grunde unser
>>erstes frisches Grün aus dem Garten.
>
>Ich erst einmal, aber ich ess eh nicht viel Schnittlauch...

bei dem Fernost-Schnittlauch geht es auch um die Versorgung aller
Markthallen von Okt. bis März u da ist hier leider keiner zu ernten.
Der Mensch, der dieses Schnittlauch-Versorgungssystem aufgebaut hat, hat
zumindest etwas auf die Beine gestellt, was funktioniert u ihn praktisch
marktbeherrschend macht.
Interessant war in dem Bericht darüber, dass der Schnittlauch auf Java
unter Foliendächern steht, sonst schwemmt es ihn zur Regenzeit weg....

>aber der
>Knoblauch von dem ich letzte Jahr dachte er sei abgefault weil die
>Pflänzchen in recht kümmerlicher Größe vertrocknet sind hat wieder
>ausgetrieben und wächst wie blöd. Knollen hab ich noch keine geerntet,
>aber das Grünzeug würzt ja auch.

Jo schon, aber wenn du das Grünzeug wegfutterst, dann wird das natürlich
nichts mit den Knollen...
Also lass mal einige unversehrt u dünge sie auch etwas, dann gibt's auch
Knollen, natürlich nicht so große wie bei bei Einzelhaltung.

Und wenn du auf das Grünzeugs scharf bist, das nach Knoblauch riecht,
dann kauf dir mal eine Tüte Samen von Knolau, dann bist du mit Knoflgrün
bald bestens versorgt.

Hawe Melchior

unread,
Apr 22, 2001, 6:00:08 PM4/22/01
to
Konrad Wilhelm <wil...@onlinehome.de> schrieb in im Newsbeitrag:
s0oqdt4dnpmvi2ov9...@4ax.com...

> Das Thema "Ökologische Folgen von Transport" hat mir keine Ruhe
> gelassen.
> [...]
> 32l/100km * 800 km / 2700 kg * 1,6 kg = 0,15 l Dieselkraftstoff. (P.S.
27.000 kg ! - Gruß, Hawe)
> [...]

Hallo Konrad,
entschuldige bitte, aber mit verlaub finde ich Deine "Gegenrechnung"
ziemlich unsinnig:

Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen (Man bemerke den Garten-Bezug ;-). Auf
der einen Seite den Güterkraftverkehr und auf der anderen den
Individualverkehr. Beide verbrauchen Sprit, schaden der Umwelt und sollten
somit eingeschränkt werden. Soweit wohl keine Diskussion !?
Prinzipiell fährt/läuft der Endverbraucher i.d.R. zu seinem Supermarkt zum
Einkaufen. Hier bliebe entweder aufs Auto zu verzichten (oft nicht möglich),
oder aber den verfahrenen Sprit auf möglichst viele Produkte aufzuteilen.
Für ein Sixpack Wasser 22 km zu fahren musste mir erst mal einfallen.
Weiterhin werden vermutlich sowohl Wasser aus Frankreich oder vom Gardasee
ebenso wie das Wasser aus Selters a.d.Lahn per LKW an Deinen Supermarkt
geliefert. Und da macht es schon einen Unterschied, ob Dein Wasser 800 km
oder eben (bei uns) nur 70 km unterwegs ist. Alles andere ist Schönrechnerei
!
Oder um beim Garten zu bleiben: es ist ein Unterschied, ob die Baumschule um
die Ecke ne Pflanze aufzieht oder der Züchter in Indien/Thailand/Südamerika.
Wenn Du das mit Deiner Rechnung bestreiten willst, ist das der größte
Unsinn, den ich jeh gehört habe.

Wenn Du mit dieser Rechnung darauf aufmerksam machen wolltest, dass der
Individualverkehr einen gehörigen Anteil an der Umweltzerstörung hat, so bin
ich mit Dir einer Meinung. Wolltest Du aber den Güterkraftverkehr
verharmlosen, hast Du bei mir damit keine Chance. Leider ist dieser (und da
ist Deine Rechnung korrekt!) viieell zu billig. Solange z.B. Krabben zum
puhlen aus D nach Marokko verschickt werden, dann wieder nach D zum
Verkaufen - und sich das wohl auch noch lohnt - stimmt bei uns etwas nicht.
Oder Schlachtvieh zum Schlachten ins Ausland, zum Veredeln ins dritte Land
und dann wieder bei uns auf den Tisch... Ich finde das alles ziemlich
pervers. Ich hoffe für diese Welt, dass sich mir jemand anschliessen kann.

Ganz davon abgesehen, dass eine ökologische Rechnung nicht nur den Sprit
berücksichtigen darf. Da hängt ja wohl gehörig mehr dran...

Gärtnerischer Gruß,
Hawe

Horst Hollensteiner

unread,
Apr 23, 2001, 1:55:08 PM4/23/01
to
Hallo Gerhard,

Gerhard Zahn schrieb am Sun, 22 Apr 2001 21:35:33 +0200:

>Und wenn du auf das Grünzeugs scharf bist, das nach Knoblauch riecht,
>dann kauf dir mal eine Tüte Samen von Knolau, dann bist du mit Knoflgrün
>bald bestens versorgt.

Hab ich im letzten Jahr versucht, kein Halm!
In diesem Jahr noch einmal, bisher wieder kein Halm. Wächst das Zeugs
nicht auf sandigen Mutterböden? Der Knofi tut´s auch nicht besonders.

Anni Ostermann

unread,
Apr 23, 2001, 3:08:34 PM4/23/01
to

"Horst Hollensteiner" <horst.hol...@planet-interkom.de> schrieb im
Newsbeitrag news:43p8etcefqmqfg02j...@4ax.com...
Hallo Horst,

> >Und wenn du auf das Grünzeugs scharf bist, das nach Knoblauch riecht,
> >dann kauf dir mal eine Tüte Samen von Knolau, dann bist du mit Knoflgrün
> >bald bestens versorgt.
>
> Hab ich im letzten Jahr versucht, kein Halm!
> In diesem Jahr noch einmal, bisher wieder kein Halm. Wächst das Zeugs
> nicht auf sandigen Mutterböden? Der Knofi tut´s auch nicht besonders.
mit dem Knolau musst du recht viel Geduld haben. Er braucht sehr lange bis
er keimt und in diesem Jahr waren die Temperaturen auch noch nicht
dementsprechend. Und wenn er dann gekeimt hat, dann ist er sehr lange eine
Minipflanze die sich sehr langsam entwickelt. Eine große Ernte kannst du im
ersten Jahr nicht erwarten. Ich hab grad heute die Sämlinge vom letzten Jahr
verpflanzt. Jetzt hatten sie aber echt gutes Wurzelwerk , waren recht
kräftig. Damit will ich meine alten Pflanzen ersetzen, die wohl überaltert
sind. Der Knolau ist im ganzen aber nicht so ergiebig wie z B. Schnittlauch.
Und im Spätsommer treibt er Blüten und kaum noch frische Blätter.
Herzliche Grüße, Anni Ostermann


Gerhard Zahn

unread,
Apr 23, 2001, 4:55:57 PM4/23/01
to
On Mon, 23 Apr 2001 19:55:08 +0200 Horst Hollensteiner
<horst.hol...@planet-interkom.de> wrote:

Hallo Horst,

>>Und wenn du auf das Grünzeugs scharf bist, das nach Knoblauch riecht,
>>dann kauf dir mal eine Tüte Samen von Knolau, dann bist du mit Knoflgrün
>>bald bestens versorgt.
>
>Hab ich im letzten Jahr versucht, kein Halm!
>In diesem Jahr noch einmal, bisher wieder kein Halm. Wächst das Zeugs
>nicht auf sandigen Mutterböden?

hm, was heißt "wächst"?
Hat er erst mal gekeimt u dann aufgegeben oder wie oder was?
Wenn er gar nicht gekeimt hat, könnte es alter Samen gewesen sein, wenn
ich mal vergleiche, dass Schnittlauch auch bestenfalls zwei Jahre keimt.

>Der Knofi tut´s auch nicht besonders.

Dann schütte ich dich doch einfach mal mit folgendem zu:

pH-Wert 6,5 - 7,5; Düngung; weite Fruchtfolge mit Liliengewächsen
(Zwiebeln u Lauch aller Art) von 4 - 5 Jahren.

Auf mittelschweren u gut mit organischer Substanz versorgten Böden
gedeiht die Gewürzpflanze gut. Auf sandigen Böden fehlt zur Zeit der
Zwiebelbildung oft die Zusatzbewässerung. Schwere Böden vernässen gern,
wogegen Knoblauch empfindlich ist.
Pflanzung im Oktober.
Düngung im April (je qm 40 g Hornmehl, 20 g Kalkammonsalpetr, 70 g
organischer oder 30 g mineralischer Volldünger. Bei einer Kompostgabe
von 3 - 4 l/qm ist die obige Erst-Düngung um 1/4 bis 1/3 zu reduzieren.
Lfd. Unkraut entfernen, lfd. flach hacken.
Düngung im Mai bei gut mit P u K versorgten Böden mit weiterer Gabe
Hornmehl oder Kalkammonsalpeter wie oben.

Da siehst du mal, wie du deinen Knofl vernachlässigt hast...:-)

Matthias Kohrs

unread,
Apr 23, 2001, 3:09:28 PM4/23/01
to
On Sun, 22 Apr 2001 21:35:33 +0200, Gerhard Zahn <gerhar...@gmx.de>
wrote:

>Und wenn du auf das Grünzeugs scharf bist, das nach Knoblauch riecht,
>dann kauf dir mal eine Tüte Samen von Knolau, dann bist du mit Knoflgrün
>bald bestens versorgt.

Die gibts im Sommer von selber... ich hab so ca. 20-30 Pflanzen, das
reicht für einen Single-Haushalt fürs erste. Die mit dem abgerissenen
Grün treibt schon wieder. Ich werd noch ein paar Knollen auswildernm,
dann bin ich für die nächsten Jahre versorgt.

Hawe Melchior

unread,
Apr 24, 2001, 8:48:25 AM4/24/01
to
Hallo Konrad,

> Wenn du dir für dein Geld teure Büsumgepuhlte Krabben statt preiswerte
> marokkogepuhlte kaufst und dafür auf das 3-l-Auto verzichtest, hast du
> der Umwelt einen Bährendienst erwiesen.

Da hast Du natürlich recht. Es ging mir auch nicht darum, den Güterverkehr
als alleinigen Schuldigen zu verteufeln. Ich denke, dass *jeder* sein
*bestes* tun muss, um diese Welt (halbwegs) gesund zu erhalten. Und ein
Mosaiksteinchen ist da eben auch Güterverkehr. Da wir vor kurzem gebaut
haben, habe ich mich ne Zeitlang mit alt. Energien auseinandergesetzt. da
kann man tolle Dinge machen. Es bleibt aber auch immer die Frage, wann sich
solche Investitionen auch ökologisch "bezahlt machen". Und da siehts bei
vielen ziemlich Dunkel aus...(Vor allem wenn man alle primären
Herstellungskosten berücksichtigen will...)


Genauso beim Auto: Wenn ich jeden Tag auf die Arbeit mit dem Auto fahren
muss, weil die Öffentlichen mein Gebiet nicht ordentlich versorgen (ich
persönlich arbeite dazu auch noch im Schichtdienst :-( ), dann sollte ich
zumindest darauf achten, ein ökologisch zumindest nicht ganz so schädliches
Auto zu fahren. (Ich weiss, Auto fahren ist immer schädlich...) Und wenn ich
halt beim Einkaufen Gemüse aus Afrika dem Gemüse aus der Region vorziehe ist
es eben Ökologisch gesehen nicht so prickelnd.

Ich persönlich bin als Informatiker sowieso eher auf der realo-gemäsigten
Schiene, denke aber trotzdem, dass jeder sein möglichstes zum Umweltschutz
beitragen sollte. Und da bleibt die Frage, warum ich mein Wasser aus -F-
einführen muss, wenn die Eifel doch auch ganz prächtiges liefern kann. (Du
hast natürlich recht: Wenn ich mir mein Wasser in der Eifel jede Woche
abhole, dann kann ich auch das Wasser aus -F- im Supermarkt holen - da gibts
keine Diskussion!)

> Und beim CO2 gilt kaum "viele Wenig machen ein Viel", da gibt es eben
> zunächst mal wenige ganz Große: Heizung, Personenverkehr,
> Bauindustrie. Also angenehm leben, sich bewegen und wohnen. Das sind
> die Stellen wo Maßnahmen wirksam ansetzten können.
> Mit deiner Verdammung des Güterfernverkehr baust du einen Popanz auf,
> der von den wirklich Schuldigen ablenkt.

s.o., natürlich ist der Güterfernverkehr nicht der Hauptschuldige, aber man
kanns auch schönrechnen:
Auf ein Päckchen Krabben runtergerechnet ist das lächerlich, Nimm aber mal
alle LKW mit ihrem Jährlichen Spritverbrauch... Wie sieht die Rechnung da
aus? ...und im Verghleich zur Bahn? Ich kann dir die Werte auch nicht
nennen, von daher ists eher retorisch, aber ich glaube, dass es hier die
Masse macht.

> Und Überlegungen, die nur aus dem
> Bauch heraus kommen (Das kann doch nicht... Das müsste eigentlich doch
> ... Man kann sich aber vorstellen dass ... Eigentlich sollte aber doch
> ...) und nicht aus Fakten rational hergeleitet sind, nützen zwar dem,
> der diese Überlegungen anstellt zur Befriedigung, zum Feigenblättchen
> (ich ess keine Erdbeeren aus Südafrika, da kann ich schon das Auto
> nehmen und brauch mich nicht mit dem Fahrradanhänger den Berg
> hochquälen), die Umwelt profitiert davon aber nicht.

Da sind wir einer Meinung. (Ich dreh jetzt die Heizung ein bisschen 'runter,
dann kann ich mir die gepulten Krabben aus Marokko kaufen, machen ja nur
0,0... % meines CO2-Ausstosses aus.... ;-)

Gruß,
Hansi

Anni Ostermann

unread,
Apr 24, 2001, 7:31:02 AM4/24/01
to

"Konrad Wilhelm" <wil...@onlinehome.de> schrieb im Newsbeitrag
news:bk9aetc854jobgkhp...@4ax.com...
Hallo Konrad,
> Was ist denn Knolau?
> Ich dachte erst, es wäre eine der vielen Umschreibungen für das
> Tabuwort Knoblauch, wie Kofel, Knobi etc., aber das scheint ja
> irgendwas anderes zu sein. oder?
> Hab ich noch nie was davon gehört.
dann schau doch mal bei den Sämereien unter Kräutern. In gut sortierten
Abteilungen müsstest du fündig werden. Herzliche Grüße, Anni Ostermann


Horst Hollensteiner

unread,
Apr 24, 2001, 2:16:18 PM4/24/01
to
Hallo Gerhard,

Gerhard Zahn schrieb am Mon, 23 Apr 2001 22:55:57 +0200:


>hm, was heißt "wächst"?
>Hat er erst mal gekeimt u dann aufgegeben oder wie oder was?

Ne, er ist erst garnicht gekommen. Der Meter den ich eingesäht habe
liegt öd und leer da. Bis auf ein paar Ameisenlöcher absolut nichts zu
sehen. Ob die die wohl geklaut haben?

>Wenn er gar nicht gekeimt hat, könnte es alter Samen gewesen sein, wenn
>ich mal vergleiche, dass Schnittlauch auch bestenfalls zwei Jahre keimt.

Der "alte" Samen ist erst in diesem Jahr eingekauft. Es handelt sich
um "top line" Schnittknoblauch von Juliwara (Baldur-Versand), Sorte
Wagners Kobold (einjährig). Ungeöffnet haltbar bis Dez. 2003, kann
also nicht überlagert sein.
Aussaat März - August, ist Mitte März ins Beet gekommen.
Da er einjährig ist, müsste er doch schon aufgelaufen sein, auch wenn
noch eine relativ niedrige Bodentemperatur das Wachstum verlangsamt?


>Dann schütte ich dich doch einfach mal mit folgendem zu:
>
>pH-Wert 6,5 - 7,5;

Da kann ich mit dienen.

> Düngung; weite Fruchtfolge mit Liliengewächsen
>(Zwiebeln u Lauch aller Art) von 4 - 5 Jahren.

Fruchtfolge eingehalten, trotz des relativ kleinen Gartens achte ich
doch einigermassen (heisst soweit möglich) auf die Fruchtfolge. und
Knofi haben wir erst das 2. Jahr.


>
>Auf mittelschweren u gut mit organischer Substanz versorgten Böden
>gedeiht die Gewürzpflanze gut. Auf sandigen Böden fehlt zur Zeit der
>Zwiebelbildung oft die Zusatzbewässerung. Schwere Böden vernässen gern,
>wogegen Knoblauch empfindlich ist.

Wasser hatten wir ja genug und Vernässung ist nicht zu befürchten.

>Pflanzung im Oktober.

Pflanzung Anfang März unter Folie, Hab´s im Oktober verschwitzt.

>Düngung im April (je qm 40 g Hornmehl, 20 g Kalkammonsalpetr, 70 g
>organischer oder 30 g mineralischer Volldünger. Bei einer Kompostgabe
>von 3 - 4 l/qm ist die obige Erst-Düngung um 1/4 bis 1/3 zu reduzieren.
>Lfd. Unkraut entfernen, lfd. flach hacken.

Düngung ist erst jetzt angesagt. Die Beutel stehen scho in der
Werkstatt.

>Düngung im Mai bei gut mit P u K versorgten Böden mit weiterer Gabe
>Hornmehl oder Kalkammonsalpeter wie oben.
>
>Da siehst du mal, wie du deinen Knofl vernachlässigt hast...:-)

Das hoffe ich nicht.

Horst Hollensteiner

unread,
Apr 24, 2001, 2:16:22 PM4/24/01
to
Hallo Konrad,

Konrad Wilhelm schrieb am Tue, 24 Apr 2001 09:13:59 +0200:

>Was ist denn Knolau?
>Ich dachte erst, es wäre eine der vielen Umschreibungen für das
>Tabuwort Knoblauch, wie Kofel, Knobi etc., aber das scheint ja
>irgendwas anderes zu sein. oder?
>Hab ich noch nie was davon gehört.

Es handelt sich um Schnittknoblauch, bei dem nur di Blätter zum Würzen
genommen werden.
Ich hatte ja im vorigen Jahr mal von Tarreh (iranisch) berichtet. Das
ist sowas ähnliches (Chinalauch?).

Astrid Schleicher

unread,
Apr 24, 2001, 1:51:01 PM4/24/01
to
Konrad Wilhelm schrieb:

>Nur als Hilfe: Aus
>dem Krabbentourismus für jählich 5 Päckchen Krabben stammen 0,18 kg
>CO2, also 0,0015 % des CO2, für das du verantwortlich bist.

Wieviel geschätzte Prozent machen denn Osterfeuer, Lagerfeuer, Grillen
und Kamine aus?

Liebe Grüße
Astrid

Anni Ostermann

unread,
Apr 24, 2001, 4:29:40 PM4/24/01
to

"Horst Hollensteiner" <horst.hol...@planet-interkom.de> schrieb im
Newsbeitrag news:rfdbetcf74kpj70la...@4ax.com...
Hallo Horst,

> Aussaat März - August, ist Mitte März ins Beet gekommen.
> Da er einjährig ist, müsste er doch schon aufgelaufen sein, auch wenn
> noch eine relativ niedrige Bodentemperatur das Wachstum verlangsamt?
wieso ist der Knolau einjährig? Bei mir ist er vieljährig, wie eine Staude
(wie Schnittlauch z. B.). Im letzten Jahr hab ich zwar frischen gesät, weil
ich meine, der vorige ist überaltert. Aber der hat bestimmt 7 - 8 Jahre
ausgehalten. Zwischenzeitlich hab ich den allerdings 2 - 3 mal
auseinandergenommen und an anderer Stelle neu eingepflanzt.
Herzliche Grüße, Anni Ostermann


Horst Hollensteiner

unread,
Apr 24, 2001, 4:45:27 PM4/24/01
to
Hallo Astrid Schleicher,

Überhaupt kein Prozent, da es sich bei dem Verbrandten um
nachwachsende Rohstoffe handelt ist die CO2-Bilanz ausgeglichen.

Gerhard Zahn

unread,
Apr 24, 2001, 4:54:07 PM4/24/01
to
On Tue, 24 Apr 2001 20:16:18 +0200 Horst Hollensteiner
<horst.hol...@planet-interkom.de> wrote:

Hallo Horst,

>>hm, was heißt "wächst"?


>>Hat er erst mal gekeimt u dann aufgegeben oder wie oder was?
>
>Ne, er ist erst garnicht gekommen. Der Meter den ich eingesäht habe
>liegt öd und leer da. Bis auf ein paar Ameisenlöcher absolut nichts zu
>sehen. Ob die die wohl geklaut haben?

ich denke eher, dem war es zu kalt, denn er stammt nu mal nicht aus
unserer Region. Und was nicht keimt u nass liegt, verfault
schließlich...

>>Wenn er gar nicht gekeimt hat, könnte es alter Samen gewesen sein, wenn
>>ich mal vergleiche, dass Schnittlauch auch bestenfalls zwei Jahre keimt.
>
>Der "alte" Samen ist erst in diesem Jahr eingekauft. Es handelt sich
>um "top line" Schnittknoblauch von Juliwara (Baldur-Versand), Sorte
>Wagners Kobold (einjährig). Ungeöffnet haltbar bis Dez. 2003, kann
>also nicht überlagert sein.
>Aussaat März - August, ist Mitte März ins Beet gekommen.
>Da er einjährig ist, müsste er doch schon aufgelaufen sein, auch wenn
>noch eine relativ niedrige Bodentemperatur das Wachstum verlangsamt?

Was mich stutzig macht, ist, dass das Zeugs einjährig sein soll.
Einjährig warum? Weil er nicht durch den Winter kommt oder was.
Einjährig würde ja auch bedeuten, dass er noch im ersten Jahr blüht u
Samen ansetzt. Und das wäre für ein Zwiebelgewächs eher ungewöhnlich,
allerdings blüht Knoblauch u vielleicht auch Knoblauchartiges ohnehin
nicht so richtig.

Gerhild Schinagl

unread,
Apr 25, 2001, 3:57:52 AM4/25/01
to
Astrid Schleicher <astrid.s...@gmx.de> wrote:

>Wieviel geschätzte Prozent machen denn Osterfeuer, Lagerfeuer, Grillen
>und Kamine aus?

Von der CO2-Bilanz gar nichts, weil ja eh nur Nachwachsendes verbrannt
wird, von den Emissionen (CO, HC, NOx, vorallem aber Rauch!) aber ist
das dramatisch. Vorallem, weil's eine schlechte, ungeregelte
Verbrennung ist (weil die meisten Leute nicht das notwendige Know-How
haben und es bei offenen Feueren auch gar noch so wirklich gut geht),
dort passiert, wo viele Leute wohnen, und meistens zu Ostern noch dazu
schlechtes Wetter ist.

--
oo_oo_oo_oo_oo_oo_oo_oo_o DI Gerhild Schinagl o_oo_oo_oo_oo_oo_oo_oo
|__ Department of Internal Combustion Engines and Thermodynamics __|
|_ Graz University of Technology/ Austria _ Tel. ++43 316 873 7212_|
oo_oo_oo_oo_oo_oo_o http://fvkma.tu-graz.ac.at/ o_oo_oo_oo_oo_oo_oo

Horst Hollensteiner

unread,
Apr 25, 2001, 2:36:33 PM4/25/01
to
Hallo Gerhard,

Gerhard Zahn schrieb am Tue, 24 Apr 2001 22:54:07 +0200:


>Was mich stutzig macht, ist, dass das Zeugs einjährig sein soll.
>Einjährig warum? Weil er nicht durch den Winter kommt oder was.
>Einjährig würde ja auch bedeuten, dass er noch im ersten Jahr blüht u
>Samen ansetzt. Und das wäre für ein Zwiebelgewächs eher ungewöhnlich,
>allerdings blüht Knoblauch u vielleicht auch Knoblauchartiges ohnehin
>nicht so richtig.

Es steht halt so auf dem Tütchen drauf. Ich werde also nachsähen und
mal sehen was im nächsten Jahr daraus wird.

Gerhard Zahn

unread,
Apr 25, 2001, 5:29:03 PM4/25/01
to
On Wed, 25 Apr 2001 20:36:33 +0200 Horst Hollensteiner
<horst.hol...@planet-interkom.de> wrote:

Hallo Horst,

>>Was mich stutzig macht, ist, dass das Zeugs einjährig sein soll.


>>Einjährig warum? Weil er nicht durch den Winter kommt oder was.
>>Einjährig würde ja auch bedeuten, dass er noch im ersten Jahr blüht u
>>Samen ansetzt. Und das wäre für ein Zwiebelgewächs eher ungewöhnlich,
>>allerdings blüht Knoblauch u vielleicht auch Knoblauchartiges ohnehin
>>nicht so richtig.
>
>Es steht halt so auf dem Tütchen drauf. Ich werde also nachsähen und
>mal sehen was im nächsten Jahr daraus wird.

richtig. Nur nicht aufgeben.

Und ich bin gespannt, ob dein Tarreh heuer blüht u auch Samen
ansetzt.:-)

Gerd Krug

unread,
Apr 24, 2001, 9:20:00 PM4/24/01
to
horst.hol...@planet-interkom.de@242:7600/99 meinte am 24.04.01
zum Thema "Re: Transportbelastung":

Hallo Horst,

> Ueberhaupt kein Prozent, da es sich bei dem Verbrandten um


> nachwachsende Rohstoffe handelt ist die CO2-Bilanz ausgeglichen.

Ehrlich? Dann gibt's schon eine Loesung des Transportproblems

Kurz nach dem Krieg wurden Transporte mit Kinderwagen, Pferdekarren
und LKWs mit "Holzvergaser" erledigt. Letztere wurden mit jedem
beliebigen Gartenzaun aufgetankt.
Nun muessten nur noch ausreichend Gartenzaeune an die Autobahnen
gerpflanzt werden, und schon . . . ;-))

-> Gruesse aus meinem kleinen Gartenhaeuschen, Gerd

Horst Hollensteiner

unread,
Apr 26, 2001, 3:29:23 PM4/26/01
to
Hallo Gerd,

Gerd Krug schrieb am Wed, 25 Apr 2001 13:20:00 MEZ:

>horst.hol...@planet-interkom.de@242:7600/99 meinte am 24.04.01
>zum Thema "Re: Transportbelastung":
>
>Hallo Horst,
>
>> Ueberhaupt kein Prozent, da es sich bei dem Verbrandten um
>> nachwachsende Rohstoffe handelt ist die CO2-Bilanz ausgeglichen.
>
>Ehrlich? Dann gibt's schon eine Loesung des Transportproblems

Ehrlich, die gibts schon und darüber denken nicht nur die Grünen nach,
Rapsöl, Wasserstoff aus Sonnenenergie in Verbindung mit
Brennstoffzellen (ist zwar kein nachwachsender Rohstoff, es läuft aber
auf den gleichen Energiespender hinaus)


>
>Kurz nach dem Krieg wurden Transporte mit Kinderwagen, Pferdekarren
>und LKWs mit "Holzvergaser" erledigt. Letztere wurden mit jedem
>beliebigen Gartenzaun aufgetankt.

Das haben wir dank verbesseter Technik Gott sei dank nicht mehr nötig.

Gerd Krug

unread,
Apr 26, 2001, 6:56:00 PM4/26/01
to
horst.hol...@planet-interkom.de meinte am 26.04.01
zum Thema "Re: Transportbelastung":

Hallo Horst,

>> Kurz nach dem Krieg wurden Transporte mit Kinderwagen, Pferdekarren


>> und LKWs mit "Holzvergaser" erledigt. Letztere wurden mit jedem
>> beliebigen Gartenzaun aufgetankt.

> Das haben wir dank verbesseter Technik Gott sei dank nicht mehr

> noetig.

Aha, so langsam daemmerts mir, warum bei Aldi Salatoel sooft
ausverkauft ist ,-)

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